DE1784011C3 - Leiteinrichtung für Straßen, Brücken od.dgl - Google Patents
Leiteinrichtung für Straßen, Brücken od.dglInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01F—ADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
- E01F15/00—Safety arrangements for slowing, redirecting or stopping errant vehicles, e.g. guard posts or bollards; Arrangements for reducing damage to roadside structures due to vehicular impact
- E01F15/02—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes
- E01F15/08—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes essentially made of walls or wall-like elements ; Cable-linked blocks
- E01F15/081—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes essentially made of walls or wall-like elements ; Cable-linked blocks characterised by the use of a specific material
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Description
Die Erfindung betrifft eine Leiteinrichtung für Straßen, Brücken od. dgl., bestehend aus auf dem
Untergrund verschieblich aufgestellten Betonblöcken, die durch Verbindungsmittel zu einer Einheit verbunden
sind.
Es ist bekannt, entlang Autostraßen. Brücken u. dgl. Leitplanken anzuordnen, die aus starren Elementen
zusammengesetzt sind, die untereinander derart verbunden sind, daß im Fall eines genügend
heftigen Aufpralls eines Fahrzeuges diese Elemente seitlich ausweichen.
Dabei ist der Aufbau so getroffen, daß die beim Aufprall eines Fahrzeuges getroffenen Elemente durch
den Stoß zusammen mit ihren benachbarten Elementen wegbewegt werden. Dadurch werden zwar die bei
einem Stoß am Fahrzeug und an einem bzw. mehreren der Elemente hervorgerufenen dauernden Verformungen
vermindert, die bekannten aus Betonblöcken bestehenden Leiteinrichtungen sind jedoch insbesondere
für leichtere Fahrzeuge immer noch zu starr.
Aufgabe der Erfindung ist es, die eingangs beschriebene Leiteinrichtung dahingehend zu verbessern, daß
sie aufprallende leichte Fahrzeuge weniger gefährdet, trotzdem jedoch in der Lage ist, auch schwerere
Fahrzeuge sicher aufzufangen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß jeder Betonblock aus einem der Fahrbahn zugekehrten Frontblock und einem dahinter angeordneten
Stützblock besteht, wobei die Stützblöcke durch ein in einem Kanal verlaufendes Kabel verbunden sind.
die sich gegenüberliegenden Flächen der Stützblöcke und der Frontblöcke miteinander einen spitzen Winkel
einschließen, dessen Scheitel nach unten gerichtet ist, und der Zwischenraum zwischen den beiden Blöcken
mindestens teilweise mit einem Körper aus zusammendrückbarem Material ausgefüllt ist.
Dadurch wird erreicht, daß sowohl schwere wie auch leichtere Fahrzeuge relativ sicher aufgefangen
werden können. Beim Aufprall eines leichteren Fahrzeuges auf die Leiteinrichtung nach der Erfindung wird
nämlich lediglich das zwischen Frontblock und Stützblock angeordnete Material zusammengedrückt, während
bei Aufprall eines schwereren Fahrzeuges der gesamte Betonblock und über die Verbindungsmittel
auch die benachbarten Betonblöcke verschoben werden. Die Leiteinrichtung nar.h de= Erfindung paßt
sich somit von selbst der Stärke des Aufpralls an.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 gekennzeichnet.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Leiteinrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 bi« 4 schematische Schnitte durch eine erste Ausführungsform der Leiteinrichtung, und zwar zeigt
Fig. 1 den Zustand vor einem Aufprall, Fig. 2 den Zustand zu Beginn eines Aufpralls, Fig. 3 den Zustand
unmittelbar nach dem Aufprall und Fig. 4 die endgültige Position nach dem Aufprall,
Fig. 5 und 6 schematisch im Schnitt eine zweite Ausführungsform der Leiteinrichtung, und zwar zeigt
Fig. 5 den Zustand vor einem Aufprall und Fig. 6 den Zustand nach dem Aufprall.
Fig. 7 einen schcmatischcn Grundriß der Leiteinrichtung.
Fig. 8 einen vertikalen Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 9 die in Fig. 8 dargestellte Ausführungsform
Oo im Grundriß und
Fig. 10 einen Querschnitt durch eine vierte Ausführungsform.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist. geht die Fahrbahn 10 einer Straße in einem nach unten gerichteten Absatz 12
in das Bankett 11 über. Das Bankett 11 hat ein von der
Fahrbahn 10 aus nach außen ansteigendes Gefälle, das vorzugsweise zwischen 0 und 20° liegt. An das
Bankett 11 schließt sich eine Vertiefung an. die von
(f
1
ι .»γzum Bankett U rechtwinkligen Wand 32 begrenzt
•t In dieser Vertiefung ist ein Balken 13 angeordnet,
Auf der Fahrbahn 10 ist ein aus Beton bestehender
c ntblock 14 angeordnet. Seine Unterfläche 15 liegt
t Huf der Oberfläche der Fahrbahn 10 auf, und die
u· »Plante 16 der Unterfläche 15 liegt oberhalb des
üb at»* 12. Die Vorderfläche 17, d. h. die zur Fahrh
hn gerichtete Fläche, ist von unten nach oben nach hinten geneigt und nach innen eingebuchtet. Die
k· tere Fläche 18 hat einen nach unten gerichteten
Kündeten Vorsprung 19. Außerhalb dieses Vor-
* rungs 19 ist die Fläche 18 von unten nach oben
!ühwach nach hinten geneigt.
Wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, stoßen die Fronthlöcke
14 unmittelbar zusammen. Jeder Frontblock 14 enthält in jeder seiner Seitenflächen ein zylindrisches
Lager21. Ein Verbindungszylinder22 z. B. aus Stahl sitzt
• je zwei benachbarten zylindrischen Lagern 21 ein. Hinter den Frontblöcken 14 sind Stützblöcke 23
Beton angeordnet. Sie sind gleich lang und ao
■arallel zur Straßenlängsachse so angeordnet, daß sie «usammen mit den Frontblöcken 14 eine versetzte
Anordnung bilden. Jeder der Stützblöcke 23 hat eine Unterfläche 30, die satt auf dem Bankett 11 aufliegt,
■nd eine vordere Fläche 25 mit einer abgerundeten Vertiefung 29, .n welche der abgerundete Vorsprung 19
eintritt. Über der Vertiefung 29 bilden die vordere fläche 25 de? Stützblocks 23 und die hintere Fläche 18
ies Frontblocks 14 einen spitzen Winkel 26 miteinander, dessen Scheitel nach unten gerichtet ist. Jeder
Stutzblock 23 wird von einem Kanal 24 durchsetzt, Atx parallel zur Straßenlängsachse verläuft. Der spitze
Winkel 26 ist von Körpern 27 aus zusammendrücklarem Material ausgefüllt.
Durch die Kanäle 24 mehrerer aufeinanderfolgender Stützblöcke 23 verläuft ein Kabel 28. Seine Enden sind
»erdickt, so daß sie nicht in die Kanäle 24 eintreten lönnen. Beispielsweise kann jedes Ende des Kabels 28
in ein Aluminiumgußgehäuse durch eine darin vorgesehene
Öffnung eintreten und in einem Kopf enden, 3er im inneren des Gehäuses liegt und nicht durch die
Öffnung hindurchtreten kann. Vorteilhafterweise ist !wischen dem Kopf und der die öffnung aufweisenden
Wand eine Feder eingefügt. Ein Gehäuse kann auch iwei gegenüberliegende öffnungen aufweisen und zwei
Köpfe zweier aufeinanderfolgender KaIxI 28 aufnehmen.
Das Gehäuse wird zwischen zwei Stützblöcke 23 eingefügt, die infolgedessen nicht aneinander anschlielen.
Ein Kabel 28 kann beispielsweise eine Länge von 30 m haben. Die Anzahl der aufeinanderfolgenden
K.abel 28 ist nicht begrenzt. Jedes der beiden Endlabel
ist mit seinem äußeren Ende in irgendeiner Weise ferankert, beispielsweise am Boden.
Die Arbeitsweise der Leiteinrichtung nach der Erfindung
wird bei einem Vergleich der F i g. 1 bis 4 deutlich.
Es sei angenommen, daß das vordere Ende eines
Fahrzeuges infolge einer zur Achse der Straße im wesentlichen parallelen Versetzung des Fahrzeuges
sich in einer schrägen Bahn bewegt, deren senkrecht zur Achse der Straße genommene Projektion auf die
Zeichenebene durch den Pfeil F (Fig. 2) dargestellt wird. Durch den Aufprall des Fahrzeuges auf einen
Frontblock 14 kippt dieser zunächst um seinen Vorsprung 19, wie in Fig. 2 dargestellt, wobei das zusammendrückbare
Teil 27 zerdrückt wird. Danach weicht der Frontblock 14 zurück, und dabei weiden die beiden
hinter ihm liegenden Stützblöcke 25 und infolge der VerWndunüszvlinder 22 auch die beiden beiderseits
01 1
benachbarten Fronlblöcke 14 mitgenommen. Wie aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, hat dies zur Folge,
daß die Stüfzblöcke 23 auf dem Gefälle des Banketts 11
nach oben geschoben werden. Diese Stützblöcke 23 wiederum nehmen infolge der durch das Kabel 28
dargestellten Verbindung die benachbarten Stützblöcke 23 mit. Schließlich nimmt die Leiteinrichtung 14 die in
Fig. 4 dargestellte Lage ein; dabei ist auf der Vorderfläche 17 eine vom Aufprall hervorgerufene Verformung
dargestellt. Falls der Aufprall stark genug ist, wird der Stützblock 23 bis zum Balken 13 heraufgeschoben
und dort angehalten.
Die folgenden Zahlenwerte können als brauchbarer Kompromiß zwischen den verschiedenen Anforderungen
der Praxis angesehen werden:
Gewicht des Frontblocks 14.. .220 kg
pro laufenden Meter
pro laufenden Meter
Gewichts des Stützblocks 23.. .500 kg
pro laufenden Meter
pro laufenden Meter
Durchmesser des Kabels 28. 30 mm
Eigenschaften des Kabelstahls:
Elastischer Widerstand 60 kg pro mm2
Reißfestigkeit 100 kg pro mm2
EIa-tizitätskoeffizient 28000.
Der aufsteigende Rücklauf der Leiteinrichtung absorbiert umso mehr Energie, und die Leiteinrichtung
ist infolgedessen umso wirkungsvoller, je stärker das
Gefälle des Banketts 11 ist. Wenn jedoch die Steigung zu groß ist, könnte die zum Bankett 11 parallele
Komponente der in der Vorrichtung nach den Fig.l bis 4 durch den Frontblock !4 auf den Stützblock 23
ausgeübten Kraft zu klein werden, um den Stützblock auf dem Bankett 11 zurückzuschieben. Um diesem
möglichen Nachteil zu begegnen, gibt man der unteren Fläche des Frontblocks 14 eine solche Form, daß die
Drehung des Vorsprungs 19 in der Vertiefung 29 eine Anhebung des Frontblocks 14 und als Folge davon
auch des dahinterliegenden Stützblocks 23 hervorruft.
Diese Ausführungsform ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Die Unterfläche 15 des Frontblocks 14
hat hier eine ausgehöhlte Form und Irifft sich mit der
hinteren Fläche 18 entlang einer Kante 31. Die Fahrbahn ist mit einem der Aushöhlung 15 entsprechenden
Stützteil 30' versehen. Wenn der Vorsprung 19 des Frontblocks 14 in der Vertiefung 29 des Stützblocks 23
kippt, wird die Kante 31 durch Berührung mit dem Stützteil 30' angehoben, der Frontblock 14 wird dann
unter Drehung um seinen Vorsprung 19 angehoben, und Jer Vorsprung 19 nimmt bei seiner aufsteigenden
Bewegung die Ausnehmung 29 und infolgedessen auch den Stützblock IA mit. der somit auf dem Bankett 11
entlangrutscht.
In Fig. 1 stellt 20 einen Kanal dar. der den Frontblock
14 durchs'tzt. Durch einen solchen Kanal 20 kann man gegebenenfalls ein Kabel führen, das eine
gewisse Anzahl aufeinanderfolgender Frontblöcke 14 miteinander verbindet.
Die Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 unterscheidet sich von der der Fig. 1 bis 7 in den folgenden
Punkten:
1. Es besteht ein kleiner Zwischenraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Frontblöcken 14 und
auch zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stützblöcken 23.
2. Die Frontblöcke 14 und die Stiitzblöckc 23 sind nicht versetzt angeordnet, sondern jeder Zwischen-
1 784 Ol 1
raum 34 zwischen zwei Stützblöcken 23 liegt einem
Zwischenraum 35 zwischen zwei Frontblöcken 14 gegenüber.
3. Die ebenen Stoßflächen 36 der Frontblöcke 14 und die Stoßflächen 37 der Stützblöcke 23 sind
mit einander gegenüberliegenden Sacklöchern versehen, und ein Bügel 33 in Form eines Doppel-T
ist in den zwei entsprechenden Zwischenräumen 34, 35 so angeordnet, daß die Querstangen 38
des Doppel-T-Bügels in die Sacklöcher eintreten.
Der Bügel 33 verhindert, daß sich beim Aufprall eines Fahrzeuges der abgerundete Vorsprung 19 aus
der entsprechenden Ausnehmung 29 herausbesvegt.
Die in Fig. 10 dargestellte Ausführungsform ist für die Anordnung auf dem ebenen Mittelstreifen einer
zweibahnigen Autostraße vorgesehen. Der Stützblock 23 ist hier beiden Bahnen gemeinsam. Er ist symmetrisch
zu einer Vertikalebene und ruht auf einer horizontalen Ebene. Den beiden Bahnen sind getrennte
ίο Frontblöcke 14a und I4f>
zugeordnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Leiteinrichtung für Straßen, Brücken od. dgl., bestehend aus auf dem Untergrund verschieblich
aufgestellten Setonblöcken, die durch Verbindungsmittel
zu einer Einheit verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Betonblock aus einem der Fahrbahn zugekehrten Frontblock (14; 14a, 146) und einem dahinter
angeordneten Stützblock (23) besteht, wobei die Stützblöcke (23) durch ein in einem Kanal (24)
verlaufendes Kabel (28) verbunden sind, die sich gegenüberliegenden Flächen (25, 18) der Stützblöcke
(23) und der Frontblöcke (14; 14ö, Ub) miteinander einen spitzen Winkel (26) einschließen,
dessen Scheitel nach unten gerichtet ist, und der Zwischenraum zwischen den beiden Blöcken mindestens
teilweise mit einem Körper (27) aus zusammendrückbavem
Material ausgefüllt ist.
2. Leiteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Körpers (27)
aus zusammendruckbarem Material an der Rückseite des Frontblocks (14; 14a. 146) ein abgerundeter
Vorsprung (19) angeformt ist, der in eine entsprechende Vertiefung (29) im Stützblock (23)
eingreift.
3. Leiteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einem Stützteil
(30') aufruhendc Unterfläche (15) des Frontblocks (14) eine solche Form hat, daß bei einer
Drehung um den Vorsprung (19) in eier Vertiefung (29) eine Anhebung des Frontblot.ts (14) erfolgt.
4. Leiteinrichtung nach einem eier Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stöße der
Frontblöcke (14; 14a, 14b) und die Stöße der Stützblöcke (23) gegeneinander versetzt liegen.
5. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Frontblöcke
(14; 14a, 140) von je einem parallel zur Straßenachse verlaufenden Kanal (20) durchsetzt
sind und daß durch die Kanäle (20) mehrerer aufeinanderfolgender Frontblöcke (14; 14σ, 14b) ein
Kabel verläuft, dessen verdickte Enden nicht in die Kanäle (20) eintreten können.
6. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Frontblock (14; 14a, 14b) auf jeder seiner Stoßflächen
(36, 37) ein zylindrisches Lager aufweist und daß ein Verbindungszylinder (38) in zwei aufeinanderstoßenden
Lagern einsitzt,
7. Leiteinrichtung nach einem der Ansprüche
2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (19) mit dem gegenüberliegenden Stützblock
(23) durch einen Bügel (33) verbunden ist.
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