DE2147579A1 - Sicherheitspuffervorrichtung, insbesondere zum Abweisen von Fahrzeugen - Google Patents
Sicherheitspuffervorrichtung, insbesondere zum Abweisen von FahrzeugenInfo
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Description
Sioherheitspuffervorrichtung, insbesondere
Abweisen von Fahrzeugen
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Schützen ortsfester senkrechter Flächen, z. B. von Haltezäunen,
Geländern oder dergleichen, gegen die Wirkung von Kräften, die beim Anstoßen eines Fahrzeugs auftreten. Genauer
gesagt betrifft die Erfindung Vorrichtungen zum Aufnehmen und Vernichten von Energie, die geeignet sind, die
Stoßenergie aufzunehmen und zu vernichten, die frei wird, wenn ein Fahrzeug gegen eine ortsfeste senkrechte Fläche
stößt, wobei dafür gesorgt ist, daß das anstoßende Fahrzeug auf gefahrlose Weise von der ortsfesten Fläche aus so
umgelenkt wird, daß sich für den Fahrer des Fahrzeugs nur eine minimale Verletzungegefahr ergibt, und daß die zu
schützende senkrechte Fläche nur in einem vernachlässigbar geringen Ausmaß beschädigt wird.
Bis Jetzt ist es üblich, ortsfeste senkrechte Konstruktionen,
z. B. Wände, Geländer oder dergleichen, gegen eine Beschädigung durch ein aufprallendes Fahrzeug dadurch
zu schützen, daß man ortsfeste Widerlager aus Stahl oder
Beton auf Rohren oder dergleichen vor der Wand bzw. dem Geländer anordnet, so daß die Widerlager oder die Rohre zwar
selbst beschädigt werden können, jedoch die V/and oder das
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Geländer schützen, wobei jedoch der Anprall nicht gemildert wird. Da solche Rohre oder Widerlager die Stoßkräfte nicht
aufnehmen, haben sie nur einen begrenzten Wert, und es besteht immer noch eine Verletzungsgefahr für den Fahrer und
die Fahrgäste des anprallenden Fahrzeugs. Auik*dem kann das
anprallende Fahrzeug so abgelenkt werden, daß es in die Fahrbahn gerät oder gegen in der Nähe vorhandene ortsfeste Konstruktionen
stoßt.
Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, eine Vorrichtung, die senkrechte Flächen beim Aufprall eines Fahrzeugs
gegen Beschädigungen schützt, zu schaffen, wenn man mehrere mit einem nicht zusammendrückbaren Flud gefüllte Pufferelemente
zum Aufnehmen und Vernichten von Stoßenergie in Verbindung mit einer neuartigen Konstruktion verwendet, die bewegliche,
Membranen ähnelnde Abweiser umfaßt, welche die Sfferelemente in Abständen von einer zu schützenden senkrechten
Fläche unterstützen. Diese neuartige Konstruktion ist ferner so ausgebildet, daß sie geeignet ist, Stoßenergie aufzunehmen
und zu vernichten, bevor sie die ortsfeste senkrechte Fläche erreicht, und sie ermöglicht es, ein anstoßendes Fahrzeug unter einem Winkel von etwa 1 gegenüber der Ebene der
ortsfesten senkrechten Fläche umzulenken oder abzuweisen, so daß der Fahrer auch nach dem Anprall die Herrschaft über das
Fahrzeug nicht verliert. Schließlich führt die Tatsache, daß die Stoßkraft durch die erfindungsgemäße Vorrict^ng aufgenommen
und vernichtet wird, zu einer Verkleinerung der auf das Fahrzeug wirkenden Kräfte, worin Gewähr dafür besteht,
daß das anstoßende Fahrzeug in einem erheblich geringeren Ausmaß beschädigt wird als bei anderen Schutzvorrichtungen.
Gegenstand der Erfindung ibt demgemäß eine neuartige Konstruktion zum Schützen ortsfester senkrechter Flächen wie
Wände oder dergleichen, die mehrere zusammendrückbar, mit einem nicht züsammendrückbaren Flud gefüllte, Stoßenergie
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aufnehmende und vernichtende Puffereleinente umfaßt, welche
vor der ortsfesten senkrechten Fläche in Abständen verteilt sind.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist eine zum Aufnehmen und Vernichten von Energie dienende Konstruktion, die
mehrere zum Vernichten von Energie geeignete Pufferelemente umfaßt, welche längs gerader Linien angeordnet und von der
ortsfesten senkrechten Fläche durch Abstände getrennt sind, so daß jede durch einen Satz von Pufferelementen gebildete
Reihe durch bewegliche, membranähnliche Abweiserelemente unterstützt und von benachbarten Pufferelementen getrennt
gehalten ist, wobei die Abweiserelemente in im wesentlichen parallelen Ebenen vor der ortsfesten senkrechten Fläche angeordnet
und teilweise durch Halteseile unterstützt sind, die in Verbindung mit der senkrechten Fläche bewirken, daß
für die äußersten Abweiserelemente eine trapezförmige Gestalt der Tragkonstruktion aufrechterhalten wird.
Eine weitere Ausbildungsform der Erfindung sieht eine
Stoßaufnahme- oder Puffervorrichtung vor, die mindestens eine äußere Fläche umfaßt, welche sich aus gelenkig miteinander
verbundenen, membranähnlichen, plattenförmigen Abweiserelementen zusammensetzt, welche so angeordnet sind, daß sich
benachbarte Elemente überlappen, so daß ein an die Vorrichtung anstoßendes Fahrzeug durch die Puffervorrichtung uncer
einem relativ kleinen Winkel abgewiesen wird, was teilweise darauf zurückzuführen ist, daß die Außenfläche durch aneinander
angelenkte, sich überlappende Elemente gebildet ist.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, eine neuartige Konstruktion zum Schützen einer ortsfesten
senkrechten Fläche zu schaffen, die. Reihen bildende Pufferelemente
zum Aufnehmen und Vernichten von Stoßenergie umfaßt, welche vor der ortsfesten senkrechten Fläche so angeordnet
sind, daß sie durch dazwischenliegende bewegliche,
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membranähnliche Abweiserelemente in Abständen voneinander
gehalten sind, wobei die äußersten membranähnlichen Abweiserelemente,
die in Berührung mit dem anstoßenden Fahrzeug kommen, jeweils eine Fläche mit einem niedrigen Reibungsbeiwert
aufweisen, um dazu beizutragen, daß ein Fahrzeug nach dem Aufprall in der gewünschten Weise umgelenkt wird.
Durch die Erfindung ist auch eine Puffervorrichtung zum Aufnehmen von Stoßen geschaffen, die mehrere mit einem
Flud gefüllte flexible Behälter umfaßt, in denen Düsen bzw. Drosselöffnungen vorgesehen sind, welche es ermöglichen, den
Innendruck des betreffenden Behälters zu verringern und zu regeln, so daß Stoßenergie, die durch die membranähnlichen
Abweiserelemente gleichmäßig auf die Pufferelemente verteilt wird, auf geregelte und gefahrlose Weise vernichtet wird.
Ferner sieht die Erfindung Aufnahmemittel vor, die mit den mit einem nicht zusammendrückbaren Flud gefüllten Pufferelementen
zum Aufnehmen und Vernichten von Stoßenergie zusammenarbeiten, um das vollständige Entweichen von Teilen des
Fludes aus den Pufferelementen zu verhindern, sowie solche Aufnahmemittel, die mit den Puffermitteln zusammenarbeiten,
um das Flud den Pufferelementen wieder zuzuführen, nachdem sie Stoßenergie aufgenommen haben. Bei einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung sind Gleitplatten zwischen den membranähnlichen Abweiserelementen und der Fahrbahn einer Straße
oder dergleichen vorgesehen, um die Beweglichkeit der Abweiserelemente bei einer Beanspruchung durch Stoßkräfte zu verbessern.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 zeigt im Grundriß eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Schützen einer ortsfesten senkrechten Wand.
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Fig. 2 zeigt die Vorderseite eines Teils der Vorrichtung nach Fig. 1 und läßt die Lage von Fludaufnahmebeuteln
vor dem Anprallen eines Fahrzeugs erkennen.
Fig. 3 ähnelt Fig. 2, zeigt Jedoch die Lage der Fludaufnahmebeutel
im Augenblick des Anprallens eines Fahrzeugs.
Fig. 4- zeigt die Vorrichtung nach Fig. 1 im Grundriß, wobei die relative Lage der Stoßenergie aufnehmenden und
vernichtenden Pufferelernente und der membranähnlichen Abweiserelemente
im Augenblick des Anprallens eines Fahrzeugs dargestellt ist.
Fig. 5 zeigt in einem größeren Maßstab teilweise in einer Seitenansicht und teilweise im Längsschnitt Einzelheiten
eines der flexiblen, zusaiTimendruckbaren, mit einem
nicht zusammendrückbaren Flud gefüllten Pufferelemente zum Aufnehmen und Vernichten von Stoßenergie und des zugehörigen
Aufnahmebeutels, wobei man insbesondere ein mit Drosselöffnungen versehenes Einsatzstück erkennt, durch dessen Öffnungen
das Flud beim Abpuffern eines Stoßes strömen kann, und wobei ein Verfahren zum Verbinden der Pufferelemente
mit den membranförmigen Abweiserelementen dargestellt ist.
Fig. 6 zeigt in einem größeren Maßstab in einem Teil eines waagerechten Schnitts eine bevorzugte Konstruktion
zum Verbinden der membran- oder plattenähnlichen Elemente, welche die beiden äußersten Abweiserelemente bilden.
In Fig. 1 und 2 erkennt man eine ortsfeste senkrechte Fläche, z. B. eine Stützmauer oder ein Geländer 10, wie es
normalerweise nahe einer Fahrbahn z. B. einer Landstraße oder einer Autorennbahn angeordnet ist, um eine Schutzvorrichtung
zu bilden. Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, die Fahrzeuge und ihre Insassen für den Fall gegen
Schaden und Verletzungen zu schützen, daß ein Fahrzeug gegen
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eine derartige Wandkonstruktion oder dergleichen stößt, sowie darin, die Wand selbst zu schützen.
Gemäß Fig. 1 ist unmittelbar vor der Wand IO und in Anlage
an ihr eine sich über die ganze Länge der zu schützenden Wand erstreckende erste Reihe A von in Längsabständen verteilten,
flexiblen, zusammendrückbaren, ein nicht zusammendrückbares Flud enthaltenden Pufferelementen 12 zum Aufnehmen und
Vernichten von Stoßenergie vorgesehen. Auf der von der Wand 10 abgewandten Seite der Pufferelemente 12 ist ein bewegliches,
sich allgemein senkrecht erstreckendes erstes membranähnliches Abweiserelement 14 angeordnet. Auf der vorderen
Seite dieses ersten membranähnlichen Abweiserelements 14 ist " in Anlage daran eine weitere Reihe B von Pufferelementen 12
vorgesehen, deren Anordnung derjenigen der Pufferelemente der ersten Reihe A entspricht. Auf ähnliche Weise ist ein
zweites bewegliches alembranähnliches Abweiserelement 16 auf der Außenseite der zweiten Reihe von Pufferelementen 12 angeordnet,
und ferner ist eine dritte Reihe O von Pufferelementen
12 vorgesehen, die an der Vorderseite des Abweiserelements 16 liegen und in Längsabständen verteilt sind·
Auf der entgegengesetzten Seite der Pufferelemente 12
der Reihe C ist ein membranähnliches Abweiserelement 17 vorgesehen,
das einen Satz von beweglichen, allgemein senkrecht angeordneten, plattenähnlichen Elementen 18 umfaßt, die sich
überlappen und an den Überlappungsstellen in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise durch Schrauben miteinander verbunden
sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ragen die Verbindungsschrauben 20 durch öffnungen der Elemente 18, die
an der Verbindungsstelle durch zwei elastische Abstandhalter 22 getrennt gehalten sind; diese Abstandhalter können z. B.
aus einem Vinylkunttstoff oder dergleichen hergestellt sein.
Bei dieser bevorzugten Konstruktion können die Elemente oder Einzelplatten 18 in einer waagerechten Ebene in einem begrenz-
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ten Ausmaß relative Schwenkbewegungen ausführen; hierauf
wird im folgenden näher eingegangen.
Vor dem membranähnlichen Abweiserelement 17 ist in Anlage an ihm eine vierte Reihe D von Pufferelementen 12 vorgesehen,
die in Längsabständen verteilt sind, und auf der Vorderseite dieser Pufferelemente ist ein membranähnliches
Abweiserelement 19 vorgesehen, das ähnlich aufgebaut ist wie das membranähnliche Abweiserelement 17 und sich aus im wesentlichen
gleichartigen plattenähnlichen Bauteilen 24 zusammensetzt, welche sich ebenfalls überlappen und in der anhand
von Fig. 6 beschriebenen Weise &o miteinander verbunden sind, daß eine gewisse Gelenkigkeit vorhanden ist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das membranähnliche
Abweiserelement 19 der Fahrbahn zugewandt, so daß es die anfängliche Stoßkraft eines aufprallenden Fahrzeugs
aufzunehmen hat. Die Außenfläche des Abweiserelements 19 muß auch geeignet sein, das anprallende Fahrzeug unter
einem kleinen Winkel gegenüber der LängserStreckung der erfindungsgemäßen
Puffervorrichtung umzulenken. Zu diesem Zweck sind die plattenähnlichen Teile 24 vorzugsweise als
mit einem Glasfasermaterial überzogene Holztafeln mit einer Dicke von etwa 28 mm ausgebildet; diese Holztafeln sind dadurch
gekennzeichnet, daß sie bei hoher Festigkeit einen niedrigen Reibungsbeiwert aufweisen.
Da die am weitesten innen angeordneten membranähnlichen Abweiserelemente nicht die volle Stoßkraft aufzunehmen
haben, die auf das äußerste Abweiserelement wirkt, können die drei weiter innen liegenden Elemente, 14, 16 und 17 aus
wirtschaftlichen Gründen aus einem billigeren Material bestehen. Beispielsweise kann das Abweiserelement 17 aus Sperrholzteilen
mit einer Dicke von etwa 28 mm bestehen, während die beiden innersten Abweiserelemente 14 und 16 aus Sperr-
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holz mit einer Stärke von etwa 19 mm oder nur etwa 13 mm
hergestellt sein können. Es liegt auf der Hand, daß man jeweils die gewünschte Festigkeit vorsehen kann, indem man Abweiserelemente
von entsprechender Dicke verwendet; die vorstehend genannten Abmessungen sind nur als Beispiele zu betrachten
.
Die Pufferelemente 12, von denen eines in Fig. 5 mit
weiteren Einzelheiten dargestellt ist, umfassen jeweils einen flexiblen, zusammendrückbaren, mit einem Flud gefüllten
Behälter 26, der durch das nächstbenachbarte membranähnliche Abweiserelement 14 bzw. 16 bzw. 17 bzw. 19 unterstützt
" und mit ihm durch eine Bandage 28 und einen massiven "Haltering"
JO verbunden ist, welcher an dem Behälter 26 befestigt ist. Im Inneren des Behälters 26 ist nahe seinem offenen
oberen Ende etwa auf gleicher Höhe mit dem Haltering 30 nach
Fig. 5 ein Einsatzstück 32 angeordnet, das mit der Innenwand
des Behälters 26 fest verbunden ist. Das Einsatzstück 32 ist
mit scJarfkantigen Drosselöffnungen 34· versehen, damit das
Flud aus dem Behälter 26 nur mit einer Geschwindigkeit entweichen kann, die der Stoßenergie eines anprallenden Fahrzeugs
angepaßt ist. Am oberen Ende jedes Behälters ;26 sind Aufnahmemittel in Form eines flexiblen Beutels 36 befestigt,
der das Flud aufnimmt, das aus dem Behälter 26 über die Dros-
) selöffnungen 34- entweicht. Dieses Merkmal der Erfindung ist
bei Anlagen von Bedeutung, die Autorennbahnen benachbart sind, und bei denen es daher erforderlich ist, Wasser oder
ein anderes Flud, das beim Aufprallen eines Fahrzeugs verdrängt wird, von der Fahrbahn fernzuhalten. Wie nachstehend
erläutert, fangen die Beutel 36 das verdrängte Flud auf, und lassen es wieder in die Behälter 26 zurückkehren. Die oberen
Enden der Aufnahmebeutel 36 jeder Reihe von Pufferelementen
12 sind gemäß Fig. 3 und 4 durch ein Spannseil aus Nylon ca er
dergleichen miteinander verbunden.
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Um die erfindungsgemäße Stoßauffangvorrichtung in ihrer,
aufrechten Stellung zu halten und ihre Eignung zum gefahrlosen Umlenken eines anstoßenden Fahrzeugs zu erhöhen,
sind mehrere Halteseile 4-0 vorgesehen, die an in Längsabständen
verteilten Punkten jeweils mit dem oberen Teil der Wand 10 und den äußersten membranähnlichen Abweiserelementen
oder -platten 24 an Punkten verbunden sind, die gemäß I1Ig.
und 3 etwa auf der halben Höhe der Platten 24 liegen. Gemäß Fig. 1 und 2 verlaufen die Halteseile 14 auch in der Fahrtrichtung
der Fahrzeuge von ihrem Befestigungspunkt an der Wand 10 aus in Richtung nach vorn zu dem Punkt, an welchem
sie an den betreffenden Platten 24- befestigt sind. Diese Anordnung
bewirkt, daß jede der Platten 24 so in ihrer Lage gehalten ist, daß sie einen Bestandteil einer leicht zusammenlegbaren
trapezförmigen Konstruktion bildet, die sich jeweils aus einem Teil der Wand 10, einer Platte 24- und zwei
aufeinanderfolgenden Halteseilen 4-0 zusammensetzt. Gemäß Fig. 1 und 4 ermöglicht es die beschriebene Anordnung der
Halteseile 40, de, äußersten membranähnlichen Abweiserelement 19, sich so nach innen zu bewegen, daß diese Bewegung
eine in der Fah:ririchtung des anstoßenden Fahrzeugs verlaufende
Komponente umfaßt. Dadurch, daß sich die Konstruktion leicht zusammendrücken läßt, trägt sie dazu bei, zu verhindern,
daß sich ein anstoßendes Fahrzeug an der Puffervorrichtung verfängt, und diese Wirkung ist auch insofern von
Bedeutung, als sie dazu führt, daß das anstoßende Fahrzeug so umgelenkt wird, daß «s den Gegenverkehr nicht behindert.
Die Seile 40 bewirken außerdem gemeinsam, daß die Platten 24 gegen die Reihe D von Pufferelementen 12 gezogen werden,
und sie halten die gesamte Vorrichtung dadurch in ihrer aufrechten
Lage, daß sie eine auf alle Teile der Vorrichtung
wirkende Druckkraft aufrechterhalten. Die Halteseile erstrecken sich durch nicht dargestellte Öffnungen, die an
den Abweiserelementen, 14, 16 und 17 an den entsprechenden Punkten ausgebildet sind.
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Die beweglichen membranähnlichen Abweiserelemente 14-,
16, 17 und 19 sind gleitend beweglich auf mehreren Gleitplctten
42 angeordnet, die in zweckmäßigen Längsabständen gegenüber
der Wand 10 verteilt sind und sich im rechten Winkel zu der Wand erstrecken. Wenn die Abweiserelemente unter Kraftaufwand
in Richtung auf die Wand 10 bewegt werden, da sie Stoßenergie aufnehmen, bewegen sie sich in seitlicher Richtung
und wegen der erwähnten trapezförmigen Gestalt der teilweise durch die Halteseile 40 gebildeten Konstruktionen
auf den Gleitplatten 42 etwas nach vorn, d. h., die Abweiserelemente arbeiten nicht mit der Fahrbahn oder Straßendecke
zusammen, die einen höheren Reibungsbeiwert aufweisen würde.
Da die plattenähnlichen Teile 24 des äußersten Abweiserelements
19 in der beschriebenen Weise so miteinander verschraubt sind, daß sie sich überlappen, sind sie ähnlich angeordnet,
wie Dachziegel, so daß sie gegenüber einem an ihnen entlanggleitenden Fahrzeugs eine Treppe bilden. Auch dieses
Merkmal trägt dazu bei, zu veMndern, daß sich ein anstoßendes
Fahrzeug an den Platten 24 des Abweiserelements 19 verfängt. Damit diese Treppenwirkung vorteilhaft ausgenutzt
werden kann, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß
Fig. 1 und 4 für Fahrzeuge bestimmt, die sich gemäß den . Pfeilen in Fig. 4 von links nach rechts bewegen. Bei Vorrichtungen,
bei denen sich die Fahrzeuge in der entgegengesetzten Richtung bewegen, werden die Platten 24 und 18 so
angeordnet, daß sie sich in der entgegengesetzten Richtung überlappen·
Wenn ein sich in Richtung der Pfeile in Fig. 4 bewegendes
Fahrzeug gegen die Sffervorrichtung nach der Erfin-,
dung stößt, wird das membranähnliche Abweiserelement 19.-längs-.
derf;Gleitplatten. 42 nach innen geschoben und gegen die Puf- ;
ferelemente 12 der Reihe D gedrückt. Die hierbei aufgebrach-
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te Kraft wird durch das Abweiserelement 17 auf die Pufferelemente
12 der Reihe C und von dort aus auf die beiden übrigen Reihen von Pufferelementen 12 und die Abweiserelemente
16 und 14 übertragen. Hierbei nimmt die Vorrichtung die in Fig. 4 gezeigte Form an, bei der die flexiblen Pufferelemente
12 zusammengedrückt sind. Die membranähnlichen Abweiserelemente haben die Aufgabe, die Stoßenergie gleichmäßig
auf eine möglichst große Zahl von Pufferelementen 12 zu verteilen. Die in Fig. 6 gezeigte, bevorzugt vorgesehene,
jeweils eine Schraube und elastische Abstandhalter umfassende Konstruktion zum Verbinden benachbarter Platten 18 bzw.
24 ermöglicht es benachbarten Platten, in einem geringen Ausmaß relative Schwenkbewegungen auszuführen, so daß die
Teile der äußeren Abweiserelemente nachgeben können, ohne voneinander getrennt zu werden.
In Abhängigkeit von der auf dieses ■ Pufferelement 12
wirkenden Druckkraft wird das Flud in dem betreffenden Behälter
26 entgegen der Schwerkraft nach oben duroh die Drosselöffnungen 34- des Einsatzstücks 32 hindurch verdrängt. Da
die Drosselöffnungen 34 scharfkantig sind, kann das Flud aus
jedem Behälter 26 nur mit einer der Stoßenergie angepaßten Geschwindigkeit entweichen, so daß die Pufferelemente 12
eine Widerstandskraft aufbringen, die bewirkt, daß die Stoßenergie aufgenommen und vernichtet wird.
Im Ruhezustand sind die Aufnahmebeutel 36 zusammengefaltet,
und sie stützen sich an den oberen Enden der Pufferelemente 12 ab. Wenn ein Stoß aufgenommen wird, tritt das
über die Drosselöffnungen 34 verdrängte Flud in die Beutel
36 über. Nach der Vernichtung der Stoßenergie strömt das Flud unter der Wirkung der Schwerkraft wieder durch die
Drosselöffnungen 34 nach unten, um wieder von dem Behälter aufgenommen zu werden. Wenn dies geschieht, nehmen die Pufferelemente
12 wieder ihre ursprüngliche Form an, so daß sie
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die membranähnlichen Abweiserelemente 14, 16, 17 und 19
zwingen, wieder ihre in Fig. 1 gezeigte Lage einzunehmen. Somit sind die Pufferelemente nahezu augenblicklich bereit,
gegebenenfalls den nächsten Stoß aufzunehmen.
Die verschiedenen Merkmale der erfindungsgemäßen Puffervorrichtung
bewirken sowohl einzeln als auch insgesamt, daß ein anstoßendes Fahrzeug durch die Puffervorrichtung unter
einem sehr kleinen Winkel abgewiesen wird, so daß der Fahrer die Herrschaft über sein Fahrzeug behält, und daß ein
Abprallen des Fahrzeugs verhindert wird, das dazu führen könnte, daß das Fahrzeug auf die der Wand 10.benachbarte
Fahrbahn geschleudert wird. Erstens trägt die anhand von Fig. 6 beschriebene Überlappung der Platten der äußeren Abweiserelemente
und die Fähigkeit dieser Platten, relative Schwenkbewegungen auszuführen, dazu bei, das anstoßende Fahrzeug
unter einem kleinen Winkel umzulenken. Zweitens ermöglicht es der niedrige Reibungsbeiwert der mit Glasfasermaterial
überzogenen Platten 24, die das äußerste membranähnliche Abweiserelement 19 bilden, dem anstoßenden Fahrzeug,
in einem gewissen Ausmaß von der Puffervorrichtung "abzugleiten", so daß jede "Rückprallwirkung" vermieden wird. Somit
wird das Fahrzeug gefahrlos unter einem kleinen Winkel von der zu schützenden Fläche 10 weg umgelenkt. Versuche haben
beispielsweise gezeigt, daß eine "vierschichtige" Puffervorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungsform nach Fig.
1 bis 4 gefahrlos der Aufprallenergie eines Fahrzeugs standhält, dessen Fahrgeschwindigkeit zwischen etwa 65 und etwa
110 km/h liegt, und daß das Fahrzeug gegenüber der Längsachse der Puffervorrichtung unter einem Winkel von nur etwa 1 umgelenkt
wird. In allen Fällen behielt der Fahrer die Herrschaft über das Fahrzeug, der Fahrer blieb unverletzt, und
die zu schützende Wand 10 wurde nicht beschädigt. Außerdem wurde das anstoßende Fahrzeug nur in einem minimalen Ausmaß
beschädigt; dies ist darauf zurückzuführen, daß die
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Pufferelemente 12 die Stoßenergie aufnehmen und vernichten.
Die vorstehend beschriebene Konstruktion ist ein Beispiel für erfindungsgemäße Konstruktionen, die in Verbindung
mit den gebräuchlichen ortsfesten senkrechten Konstruktionen
verwendet werden können, welche Verkehrswegen nahe benachbart sind. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen Konstruktionen
um Schutzmauern und Geländer. Erfindungsgemäße Vorrichtungen können jedoch auch dazu dienen, die Widerlager
von Brücken, Verkehrszeichen und ähnliche Vorrichtungen zu schützen. Natürlich richtet sich die Form und die Anordnung
der membranähnlichen Abweiserelemente und der Pufferelemente in einem gewissen Ausmaß nach der Gestalt der Konstruktion,
der die Puffervorrichtung zugeordnet werden soll. Jedem Fachmann
ist es ohne weiteres möglich, erfindungsgemäße Vorrichtungen entsprechend zu gestalten.
Patentansprüche i
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Claims (8)
- PATEK l'ANSPRÜ CHE"Lj Stöße aufnehmende-Sicherheitspuffervorrichtung zum schützen einer starren senkrechten Konstruktion, z. B. einer Schutzwand oder dergleichen, dadurch gekennz ei c hn e t , daß die Vorrichtung mehrere bewegliche, membranähnliche Abweiserelemente (14, 16, 17, 19) umfaßt, die in verschiedenen Abständen von der senkrechten Konstruktion (10) angeordnet sind und sich längs der senkrechten Konstruktion erstrecken, und daß die Vorrichtung mehrere flexible, zusammendrückbare, ein nicht zusammendrückbares Plud enthaltende Pufferelernente (12) umfaßt, die zwischen den membranähnlichen Abweiserelementen in Anlage an ihnen sowie nahe der starren senkrechten Konstruktion angeordnet sind, so daß eine Stoßkraft, die auf das von der senkrechten Konstruktion am weitesten entfernte äußere membranähnliche Abweiserelement (19) wirkt, im wesentlichen gleichmäßig auf alle Energie aufnehmenden und vernichtenden PuffeiELemente durch die membranähnlichen Abweiserelemente so verteilt wird, daß die Stoßkraft durch die Pufferelemente mit einer der Stoßenergie angepaßten Geschwindigkeit vernichtet wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich bestimmte bewegliche, membranähnliche Abweiserelemente (17» 19) aus einander benachbarten Platten (18, 24) zusammensetzen, die elastisch miteinander verbunden sind, sich überlappen und Schwenkbewegungen ausführen können, um die Fähigkeit der Vorrichtung zu verbessern, ein an sie anstoßendes Fahrzeug unter einem relativ kleinen Winkel abzuweisen.209814/10232U7579
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die membranähnlichen Abweiserelemente (I9j 17)» die von der senkrechten Konstruktion (10) am weitesten entfernt sind, eine größere Dicke haben als die der senkrechten Konstruktion näher benachbarten inneren Abweiserelemente (16,
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Aufnahmemittel (36) zum Auffangen und Zurückführen des in den Energie aufnehmenden und vernichtenden Pufferelementen (12) enthaltenen Fludes, derart, daß das Flud in die Aufnahmemittel eintreten kann, während die Vorrichtung einen Stoß aufnimmt, um ein Verlorengehen des Fludes aus den Pufferelementen zu verhindern.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß das von den Aufnahmemitteln (36) während des Auffangens eines Stoßes aufgenommene Flud nach dem Auffangen des Stoßes wieder in die Energie aufnehmenden und vernichtenden Pufferelemente (12) eintritt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechte Außenfläche des von der senkrechten Konstruktion (10) am weitesten entfernten membranähnlichen Abweiserelement (19) einen Werkstoff umfaßt, der einen relativ niedrigen Reibungsbeiwert aufweist und daher dazu beiträgt, ein an die Vorrichtung anstoßendes Fahrzeug gegenüber dem genannten Abweiserelement unter einem sehr kleinen Winkel umzulenken.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß es sich bei dem Werkstoff um Glasfasermaterial handelt.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ■ daß sich Halteseile (40) zwischen der2098U/10232H7579senkrechten Konstruktion (10) und dem von ihr am weitesten entfernten äußeren membranähnlichen Abweiserelement (19) erstrecken, so daß die senkrechte Konstruktion, das äußerste membranähnliche Abv/eiserelement und zwei zugehörige Halteseile jeweils eine trapezförmige Konstruktion bilden, damit ein an die Vorrichtung anstoßendes Fahrzeug das äußerste membranähnliche Abweiserelement veranlaßt, sich sowohl in der Vorwärtsrichtung als auch in seitlicher Richtung zu bewegen, damit ein an die Vorrichtung anstoßendes Fahrzeug nach dem Aufprall gefahrlos umgelenkt wiru.9· Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß unter den beweglichen membranähnlichen Abweiserelementen (14, 16, 17, 19) Gleitplatten (4-2) angeordnet sind, so daß ein an die Vorrichtung anstoßendes Fahrzeug bewirkt, daß sich die Abweiserelemente längs der Oberfläche der Gleitplatten gleitend bewegen.2098U/ 1073ftLeerseite
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