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DE1770620A1 - Neue Penicilline - Google Patents

Neue Penicilline

Info

Publication number
DE1770620A1
DE1770620A1 DE19681770620 DE1770620A DE1770620A1 DE 1770620 A1 DE1770620 A1 DE 1770620A1 DE 19681770620 DE19681770620 DE 19681770620 DE 1770620 A DE1770620 A DE 1770620A DE 1770620 A1 DE1770620 A1 DE 1770620A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
general formula
acid
acids
radical
penicillins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681770620
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Dr-Chem Benz
Dieter Dr Fritsche
Hans-Bodo Dr-Chem Koenig
Karl-Georg Dr Metzger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19681770620 priority Critical patent/DE1770620A1/de
Priority to CH784069A priority patent/CH525238A/de
Priority to IL32288A priority patent/IL32288A/xx
Priority to AT509669A priority patent/AT287199B/de
Priority to GB28715/69A priority patent/GB1260882A/en
Priority to IE792/69A priority patent/IE33535B1/xx
Priority to ES368248A priority patent/ES368248A1/es
Priority to NL6908909A priority patent/NL6908909A/xx
Priority to FR6919578A priority patent/FR2010786A1/fr
Priority to BE734455D priority patent/BE734455A/xx
Priority to CS4168*BA priority patent/CS163737B2/cs
Priority to BR209698/69A priority patent/BR6909698D0/pt
Publication of DE1770620A1 publication Critical patent/DE1770620A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft gegen Gram-co 3.1. ti ve und Gram-negative Bakterien wirksame neue Penicilline und deren Salze sowie ein Verfahren zu deren Herstellung. Die erfindungsgemäßen neuen Penicilline besitzen gegenüber den Gram-negativen Organismen ein weiteres Wirkungsspektrum als das bekannte D(-)o-Aminobenzylpenicillin.
Seitdem der Grundkörper der Penicilline, die 6-Aminopenicillansäure, im Jahre 1959 leicht zugänglich geworden ist, ist eine große Zahl von Penicillinen halbsynthetisch hergestellt worden, von denen einige auf verschiedenen Gebieten gegenüber dem Penicillin-G beträchtliche Vorteile aufzuweisen haben. In dem Artikel* 'Biological Properties of Semisynthetic Penicillins» Structure-Activity Relationships' von K. E. Price, A. Gourevitch and L. C. Cheney in Antimicrobial Agents and Chemotherapy, 1966, findet man auf Seite 693 ein Schaubild, dem man entnehmen kann, daß bis etwa I966 einige neue Penicilline in die Therapie eingeführt wurden, die die Nachteile der bisher verwendeten
Le A 11 483
109846/1879
Penicilline (Säure- und Penicillinaee-Eaipfindlichkeit) nicht besitzen. Ferner laut sich aus diesem Schaubild entnehmen, daß bezüglich der Verbesserung der Wirksamkeit gegen Gramuegative Bakterien die Erfolge noch relativ bescheiden sind. Nur ein Penicillin wurde bisher in die Therapie eingeführt, welches das Vachatum einiger Gram-negativer Bakterienarten zu hemmen vermag. Ea ist dies das a-Aminobenzylpenicillin (Ampicillin), welches gegen die wichtigsten Stämme von Eecherichia coli und Salmonellen eine gute Wirksamkeit besitzt. . Zur Bekämpfung von Infektionen- durch Gram-negative Bakterien, wie Klebsieila-, Proteus- und Pseudoaon··-Arten, ist Ampicillin jedoch nicht geeignet· Auf diesem Gebiet wurden in neuester Zeit erste Erfolge mit dem a-Carboxybenaylpenicillin (Carbenicillin) erzielt, welches gegen einige der Gram-negativen Bakterien ein weiteres Virkungsspektrum als Ampicillin besitzt.
Es wurde nun gefunden, daß Penicilline der allgemeinen Formel I
(ι) (a) R1 NH- CO—NH- C
** R5 I L___LjCOOH
und deren nichttoxische Salze, worin R1 den Rest einer Carbonsäure oder Sulfonsäure (Acylreste) mit bis au 26 Kohlenstoffatomen, Rf ein Wasserstoffatom, ein gegebenenfalls substituierter
Le A 11 48? - 2 -
109846/1879
177062C
oder durch Hetereoatome unterbrochener Alkylrest oder ein gegebenenfalls substituierter cycloaliphatischer, aromatischer, araliphatischer oder heterocyclischer Rest ist, R3 dieselbe Bedeutung wie R2 hat - ohne daß im Einzelfall R3 und R3 identisch sein müssen - und worin R2 und R3 auch unter Ausbildung eines cycloaliphatischen oder heterocyclischen Ringes mit drei bis sieben Ringgliedern verbunden sein können, und, in der das mit einem Stern versehene Kohlenstoffatom asymmetrisch sein kann, gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien wirksam sind. Sie weisen bei einem Vergleich mit a-Aminobenzylpenicillin (Ampicillin) ein gegenüber den Gram-negativen Keimen stark erweitertes Wirkungsspektrum auf; d. h. bei etwa gleicher Wirksamkeit gegenüber den Atnpic illin-sensiblen Escherichia coli-Stämmen haben die erfindungsgemäßen Penicilline gegenüber Klebsieila-, Proteus- und Pseudomonaebakterien eine wesentlich stärkere Wirksamkeit als das a-Aminobenzylpenicillin. Diese Tatsache ist als ausgesprochen überraschend anzusehen) denn auf dem Gebiet der Penicilline mit freien Aminogruppen in der Seitenkette (Penicillin-N, p-Aminobenzylpenicillin, a-Aminobenzylpenicillin) herrscht die Lehrmeinung, daß bei einer Acylierung dieser freien Aminogruppe die Wirksamkeit gegenüber Gram-negativen Bakterien abnimmt (vgl. oben zitierten Artikel von Price, Gourevitch and Cheney auf S. 673» linke Spalte, S. 682, rechte Spalte und S. 683, oben). Da es sich bei den erfindungsgemäßen Penicillinen um aminogruppenhaltige Penicilline mit acylierter Aminogruppe handelt, sollte
Le A 11 483 - 3 -
109846/1879 BA° °R'<Q1NAL
177062G
man erwarten, daß ihre Wirksamkeit gegenüber Gram-negativen Bakterien geringer ist. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, wie weiter unten gezeigt werden wird.
Die erfindungsgemäüen neuen PeniciJline der allgemeinen Formel I werden dadurch hergestellt, daii man unter Knüpi'ung der Bindungen (l) oder (2) (s. allgem. Formel i)
a) Penicilline der allgemeinen Formeln II oder III, bzw, deren Salze, oder IV, V, VI oder VII
CH3
H2 Ν— C-CO—NRH
CH3
COOH
CH3
H2 N—CO—NH- C— CO—NH-ίζ R3
XOOH
H2N-C-CO-NH-R2 K3
0'
-N-
S i— NH- C— CO— NH-R2 R3
CH3
CH3
-COOSi— CH3
COOSi^-
A 11 483
- 4 109846/1879
BAD
177062G
H2 N—CO— NH- C— CO— NH- 4
CH3
--COOSi^-
R3-Si-NH-CO-NH- oder
H2 N-C=N-
0
R3-Si
oder
HN=C-NH-0
R,—Si
JC
-C— ΐζ R3
NH-
CH,
0OSi^-R3
worin R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben und worin R^, R3 und R$ gleiche oder verschiedene Alkyl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-, durch Heteroatome unterbrochen Alkyl rait bis zu 10 C-Atomen oder Arylreste bedeuten, mit Acylisocyanaten der allgemeinen Formel VIII oder mit N-Acylcarbaminsäurederivaten der allgemeinen Formel IX oder X
VIII IX
R1—N=C=O
R1 NH—C
Le A 11 483
-0
R1—NH-C'
A-R7
109846/1879
BAD ORIGINAL
worin Rt die oben angegebene Bedeutung hat, X ein Rest ist, wie er in Isocyanatabspa Item vorkommt (siehe Houben-Weyl: 8 S. 13O-L35), A für -O- oder -S- steht und R7 ein gegebenenfalls substituierter oder durch Heteroatome unterbrochener Alkylrest od^r ein gegebenenfalls substituierter cycloaliphatLscher, aromatischer, araliphatischer oder heterocyclischer Rest ist, oder die Gruppe -A-R7 auch z.B
CO
gleich; Q / 1 sein kann, zur Umsetzung bringt, oder
indem man unter Knüpfimg der Bindung (l) (s* allgem. Formel Χ)
b) Penicilline der allgemeinen Formeln III, VI oder VII (s.o.), worin R2 » Rj » R* > R5 und R$ die oben angegebene Bedeutung haben, mit acylicrend wirkenden Mitteln oder Mischungen, wie Carbonsäuren der allgemeinen Formel XI
XI R8— COOH
worin R8-CO gleich R1 ist, in Gegenwart von wasserabspaltenden Mitteln, wie Carbodiimiden, Carbonyldiimidazol, Carbonylditriazol oder mit acylierend wirkenden funktioneilen Derivaten der Säuren der allgemeinen Formel XI, z.B. einem Säurehalogenicl, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Azid, Imidazolid, Pyrasolid, p-Nitrophenylester, Pseudosaccharinester /"vgl. brit. Pat. Nr. 1 OZk 8O9_7 oder anderen funktioneilen Derivaten von Carbonsäuren, wie sie in der Peptidchemie bekannt sind / vgl. N. F. Albertsont Organic Reactions 12 157-352_7,
109846/1879
Le A 11 48j - 6 -
oder mit Isocyanaten der allgemeinen Formel XXX
N=C--O
worin R9 der Rest eines primären Amine ist, zur Umsetzung bringt, oder indem man unter Knüpfung der Bindung (3) (s. allgem. Formel i)
c) 6-Aminopenicillansäure, ihre Salze oder Derivate der allgemeinen Formeln XIII oder XIV
H2N
COOSi^
CH3
Si—NH
N-
worin R4, R3 und R4 die oben angegebene Bedeutung haben, mit Säuren der allgemeinen Formel XV
R1 NH- C —NH- C—COOH
^ H / \ 0 R2 R3
Le A 11
109846/1879 ÖAD
worin R1 , R2 , R3 und C die oben angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart eines Carbodiimide, Carbonyldiimidazols oder Carbonylditriazols oder mit funktioneilen Derivaten der Säuren der allgemeinen Formel XV1 z.B. einem Säurehalogenid, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Azid, Imidazolid, Pyrazolid, p-Nitrophenylester, Pseudosaccharinester /_ vgl. brit. Pat. Nr. 1 024 8O9_/ oder anderen funktionellen Derivaten, wie sie in der Peptidchemie bekannt sind / vgl. N. F. Albertson: s.o._7 oder, im Falle der nicht silylierten 6-Aminopenicillansäure, auf* fermentativem Wege /_ vgl. K. Bauer, W. Kaufmann, H. A. Offet Natw. kj_t 469-^70 (i960) und «Antimicrobial Agents Annual - I960, Plenum Press N.Y.1, S. l~5_J mit den Glycin-, Glykolsäure- oder Thioglykolsäurederivaten der Säuren der allgemeinen Formel XVl
XVI R| — NH- CO—NH—C-CO-B-CH2 COOH
R2 R3
χ
worin R1 , R2 , R3 , C die oben angegebene Bedeutung haben und
B für -NH-, -0- und -S- steht, zur Umsetzung bringt.
Zu dem in der allgemeinen Formel I der erfindungsgemäßen Penicilline aufgeführten Acylrest Rt einer Carbonsäure seien als Erläuterung einige Beispiele genannt.
Le A 11 483 - 8 -
109846/1879
R1 kann sein t
N5C- 0J^C- C2H3-O-CO- H-C3H11-O-CO- Cl-^Jh-CH2-O-CO- -0-C0- CH3-CO- F-CH2-CO- F2CH-CO- F3C-CO-
Cl2CH-CO- Cl3C-CO- (CHj)2CH-CO- (CHj)3C-CO- N-C-CH2-CO-CH3-CH2-CO- (C2H3J2CH-CO- (CHj)2CH-CH2-CH2-CO-
CH3-(CHa)3-CH-CO- CH3-(CH2)S-CO- £2 ^pCH-O-CH2-CO-
C2H3
HV-O-CH2-CO-
CH3-(CH2)^-CO- C2H3-O-CH2-CO-
Hj
H2N-CO-CH2-CO- H2N-CO-CH2-CH2-CO- (CHjO)2CH-CO- (C2 H3 O)3 C-CO-(C2H3O-CH2 )2 CH-O-CH2 -CO- C2H5OOC-CH2-CH2-CO- CH2-CH-CO-
CH2BC-CO- CH3-CHeCH-CO- CH2 »CH-CHj -rCO- CH3-CH-CH-CHaCH-CO-CH3
CH2-CH-(CH2)J-CO- CH3-(CHa)7-CH=CH-(CH2 )7-CO- CH3-CH-C-CO-
Br
-CO-NH-CH2 -CO-
-CO-
CH3
^N-CH-CO-
(CHj)2N-CO- CH3
(' Vn- co-
N-CO-
-Qi-CO- (^Λϊ-CO-
CO-
Oco-
Le A 11 483
- 9 109846/1879
177062G
CN
I
CH-CO-
CN
-CO- AA-CH2-CO CH3 ^^
CH-, CO-
Ac-O
^CH-CH2 -CH2 -CO-
CH9
I CO
-CO-O-L
CH3
O
Q-
Si(CH3 )a-^ ca-co-
Cl
CH-CO- CH3-O-V. /HO-CH2 -CO-CO-
Cl I —CO- H3C-C
Cl CO-CO- C2
CO -CO-
CH,
CH3
Cl
-CH-CO-CH,
Cl
Cl-(^-O-CH2-CO-Cl -0-CH-CO-
I
C2H3
-O-CH-CO- CH3 -(
CH. OCH,
-CO- i ,VO-CH—CO-COOC2H9
Le A 11 483
- 10 -
109846/1879
BAD ORIGINAL
177062G .
-0-C—CO-CH
JH-CO-C2H,
y 0-CH2 -CH2 -CO-
0-
o-
H3CO-C Λ-CH-CO- CH3-O-C—CO-
I C4H5 CH3—C—CH, -CH2 -CO· C4H3
CH3
-CH2-CH2-CO- Cl-^-CH2-CO- CH3O-^-CH2-CH2-CO-Cl-^-CH2 -CH2 -CO-
C2H5
0-CH2 -CO-C2H5
J-S-CH2-CO Cl CH3
S-CH2 -CO
S-S-CH1-CO-
CO
-CO- I Wi-O-CH2 -CO-
2H-C—CO-CH3
CH-CH-CO-
ι C
CH3
,/-C=CH-CO- Cl -L .V-CH-CH-CO- C2H,
Cl .-(^-CH-CH-CO-Cl
Cl-C /V-CH-CH-CO-
^CH-CH-CO-CO- Cl-4 Λ-CH-CH-CO-CO-
ci Ci
Le A 11
- 11 -
1098A6/18-79
CH3 -O-^^-CHsCH-CO-CO- CH3 -(CH8 )3 -O~Q>-CH-CH-CO-CO-
Cl-^)-S-CH=CH-CO-
4 ^)-O-CHaCH-CO- CH3 -0-ΛΛ
CH2 -CO-
S-CHeCH-CO-
Cl
C1\J- \J-CO-
Cl
Cl
-CO- .^co~
Cl
ci-Q-co-
Cl
^CO- ^Cl
Cl
Cl
Cl
-CO-V-CO-
Cl-(x /-CO- CH3 O-C /)—CO-
Cl
Cl
O-
F3C
F3C
CO- C2H5-S-^A-CO- 3-0-ζ~\~
CO-
Cl
H3C-O
CO- 4 >C0-
H3C-O
OCH3 H3C-
CO-
H3C A J-CO-
CH3
Le 11 483
OCH3
H3C-^~V-CO CH3
H,C-(
CH3
- 12 -
109846/1879 BAD ORIGINAL
177062G
CO-
C(CH3),
co-
C(CH3),
C2 H5
H3CO
Cl
H3C-O-/\-CO-Cl
-CH2-
CH3 -CH2 -CH2 -CH-CH3
CH3 -CH-CH-CH2 -O-
C^
CH3-(CH2 )9-0-<λ)—CO- CHj-(CH2Jn-O-(^-CO- CH2 SCH-CH2 -O-O7CO-
CH2 -C-CH2 -0-<Γ~\— CO-CH3
HC=C-CH2
-0-^)-CO-
^ //"CH2 -
C1-4 J.
-0-ς -00- H3CKn y-CHa-0
-CO-
ri-^ H7 -0-^J)-CO- (CH3 )2 CH-O-^' /r-CO- n-C^H,-O-A^y—CO-
n-C3 H1 , -0-<\-C0- CH3 -0-CH2 -CH2 -0-^ ^*- CO- O2 N-(v /)—CO-
O-C0- W-CO-
M ζ-7
F3C^/-C0"
NO2 CH3
F3C
CH3 -C0-0-(N V-CO- HO
*ο-(ν>- co- Ci-^y-CO-
Cl OH
Cl
O2N
CO-0-COCH3
S-CH3 CO-
-CO-
OH
H3CO
Le A 11 483
109846/1879
- 13-
CH3-CO-NH-Ty-CO-
N-CH3 NH9
H3C-GO
H S
_CO- H2N-SO2-V-CO-CO-
-CO-
VcO-CH3 H3C 0-CO-C(CH3),
H3C
H3C 0
CO-CH3
(CHj)3C
, — CO-0-CO-CH3 -CO-
CH3 -CO-
0-CO-C6H3 Q-CO-CH3
H3C-O1
H3C-O
C2 H9 -O
CH3 -CO-O-^—CO- C2 H3 -0-^y-CO- v /y>-CO-
0-CO-CH3 S-CH2-CHa-O-CO-CH3 C2H9-O
H3 CO CO-
H3 C-
(CH3 )2 N-SO2 -λ« 7 —CO- CH3 -NH-SO2ν . -CO-
(CH3 )2 N-SO2 -ζ~j -CO-Cl
H3 C-
Cl
% ,—CO- -CO-
Cl
Le A 11 483
SO2
C4H3
- 14 -^Q-co-(^-co-
CO
Cl
109846/1879
BAD ORIGINAL
177062C
coco
CH3
OCH3
H3CO
OCH3
H2N-Q)-CO-
CO-
OCH3
(CH3), N^Q
F3C
CO-
CO-
CO- CH3 -C ,
co-
CF3
CH3 H M» >-CO-
Cl
CH3 CH3
C2H5
CH3-CO-NH-Q-CO-
CH,
CH3 -CO-N-Q)-CO-CH3
CH3-(CH2 ),-CO-N
CH3 -CO-N-Q-CO- CH3 -CH2 -CO-NH-Qh-CO-C4H, (η)
C°-
CO-
H2N-CO
CO-
NH
CH3 -O^y-CO-
NH
CO-CH3
OCH5
SO2 N(CH3 )2
CO
CK,
CO-
OCH3
OCH,
0-
co-
N-CO-CH3
CH3
CO-
CO-
CO-
Cl
OCH,
-CO-
Le A 11 483
- 15 -109846/1879
BAD ORIGINAL
177062G
CO-
-CO-
Q-CO-NH-Q-CO -
CO- Cl
Cl-y.'->-S.
Cl
Cl-Q-S-CH2 JxJ Cl
4 Λ-S -CO-
CH,
Cl
Cl-^V-O-CH2
Cl
Cl-V^y-O-CH2
Gl C2 H5 -0-CH2 -LJ-CO-
2Hj-S-CH2 -I0JlCO- Cl -ζ ,/-SO2 -CH2 -Ü^-CO- CH3-
Cl-(^V-CH2 -0-CH2 -C0XcO" ClH^-CO-NH-CH2
C2H5-CO-NH-CH2J^j-CO-
CH3
CH3 CO-
H3C CO-
CH,
N N
N—N
Cl-^-O-CH2
N—N
Cl-^
yS-CH1 Cl Cl-^y-S-CH2
N—,
C 1-( _ ClQv-S-CH2
Le A 11 483
- 16 -
1 09846/1879 BAD
177062G
CO-
SO2NH2
Cl
CO-
0-
CO-
C2H5
0-
CO-
co-
CH
I "
CSN
CO-
CO-
NH
I
SO2 C1-(N >_ S-CH2
CO-NH-d y- CO-
H3C-CO-NH CO-
" N-
o-
-SO, - H,
Cl-^J-SO2 -
H3
Cl Br
/>-S02-.-SO2-Cl
/^SO,-
Cl -SO2-
ci
O9N
H3C
so, -
SO2 - CH3 -0-TV SO2 - CH3 -(CH2 )3 -0-T
/r°Q*-
H3 CO-^ >-SOa
C2H5O
O9-
Λ-so,
Cl
CO-Br
Cl
SO2 - (N ^-CO-
0-C4H9
CO-
0OCH9
Le A 11 483
109846/1879
- 17 -
177062G
Zu dem in der allgemeinen Formel X enthaltenen Rest Ry seien
als Erläuterung dieses Restes die folgenden Beispiele aufgeführt.
K7 kann sein t H9C- C2H,- CH,-0-CH1-CH2 - Cl-CH, -CH2 - (CH, J1M-CH2 -CH1 - F9C-CH,- Cl9C-CHi- CH1-CH-CHj- C2H9O-CO-CH1- MSC-CH1- ( /CI^ - Cl-C^V-CH1-
Cl-
Zu de« in der allgemeinen Formel XXI aufgeführten Beet R9 eines primären Amins seien als Erläuterung die folgenden Beispiele genannt.
R9 kann sein t
Cl Cl
1 Cl
Cl-
Cl
C1"\ i/~ ^ '/ Cl Cl Cl Cl
Cl
CH, -O Cl Cl
Cl
Cl
CHj-O-
CH2-CH-CH1-O
CH,-(CH1 )%
CH,
CH,
Le A 11 483
- 18 -
109846/1879
CH, (CH1 ),
F9 C Γ, C
F9d
177062G
,HH />
Cl
CH3-SO2-T
Cl-
CH3
CH3
SO2
H3C-/ CH3
CH3- C2H3- C3H7- (n- u. ieo-)
Cl
-(CH2U- CH3-(CH2)^11- CH2-CH-CH2- C2H3O-CO-CH2-
H- CO-CO-CH- i H,
CH3
Ferner seien zu des Teil der allgemeinen F ο inn· 1 I der erfin en Penicilline, der R2, R3 und C* enthält, die
folgenden Beispiele genannt :
kann sein t
G^
CO-
λ CH3 -N C
CO-
CH3" C2 Η,'"
Le A 11
CO-
HO'
109846/1879
- 19 -
ORIGINAL INSPECTED
CH3. CH,-
CH,, C2H3-
C2H3, C2H3-
Ο":
-NH-CO-
-NH- -CO-
,NH-CO-
,NH-
'CO-
KH-
'CO-
H.
Cl
H3C
CO-
V-V
,NH-CO-
Cl
-NH- -CO-
-NH-CO-
OCH3
CO-
CH3
H3C^ _^-KH-
c «C
^CO-
Le A 11 483
- 20 -
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ORIGINAL INSPECTEO
CO-
.NH-
CO-
.NH-
CO-
H3C
Cl
CH3
NH-CO-
Die erfindungegeeäßen neuen Penicilline enthalten in der Seitenkette gegebenenfalls ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatom·. Sie können dann in mehreren stereoiaomeren Formen existieren. Die Erfindung besieht sich auf jede dl«««r Formen wie auch auf alle Mischungen derselben.
Le A 11 483
- 21 -
109846/1879
ORIGINAL INSPECTED
j 177062C
Zur Herstellung der erfindungegemäßen neuen Penicilline führen wir folgende· au· t
Verwendet man als Ausgangsmaterial Penicilline der allgemeinen Formeln II oder IXX und aetzt diese alt Acyliaocyanaten der allgemeinen Formel VXXX oder mit N-Acylcarbemineäurederivaten der allgemeinen Formel XX bzw. X um, oder verwendet man als Ausgangsmaterial Penicilline der allgemeinen Formel III und setzt diese mit acylierend wirkenden funktioneilen Deri» vaten der Säuren der allgemeinen Formel XI, z.B. einem Säurehalogenid, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Aaid, Xmidazolid, Pyrazolid, Triazolid, p-Nitrophenylester, Pseudosaccharinester (oder -amid) oder anderen acylierend wirkenden funktioneilen Derivaten der Carbonsäuren XI, beispielsweise solchen, wie sie in der Peptidehemie gebräuchlich sind / vgl. N. F. Albertson t s.o._7 um, oder setzt man Penicilline der allgemeinen Formel III in Gegenwart von waaserabspaltenden Mitteln wie Carbodiimiden, Carbonyldiimidasol oder Carbonyldltriazol mit Säuren der allgemeinen Formel XI oder mit Isocyanaten der allgemeinen Formel XII um, oder verwendet man als Ausgangsmaterial 6-Aminopenicillansäure bsw. Salme dar 6-Aminopenicillansäure und aetzt diese entweder in Gegenwart von beispielsweise Carbodiimiden, Carbonyldiimidasol oder Carbonylditriazol mit Säuren der allgemeinen Formel XT1 oder direkt mit acylierend wirkenden Derivaten der Sämren XV, z.B. einem Säurehalogenid, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Azid, Xmidazolid, Pyrazolid, p-Mitrophenylester,
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Peeudoeaccharxnester bzw. -amid oder anderen funktionellen, acylierend wirkenden Derivaten der Säuren XV, beispielsweise solchen, wie sie in der Peptidchemie verwendet werden, um, so kann nan diese Reaktionen beispielsweise in Lösungsmitteln, wie Wasser, Aceton, Acetonitril, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylformamid, DimethyIacetamid, Pyridin oder Dimethylsulfoxid, oder in deren Mischungen, beispielsweise in wäßrigem Aceton, wäßrigem Tetrahydrofuran oder aucb in wäßrigen Alkoholen durchführen.
Dabei bringt man zweckmäßigerweise zuvor das Ausgangspenicillin bzw. die freie 6-Aminopenicillansäure in dem Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch mit Hilfe einer Base, beispielsweise einem Trialkylamin wie Triäthylamin, N-Aethylpiperidin oder, falls dieses nicht schon als Lösungsmittel zugesetzt wurde, mit Pyridin oder mit einem Alkali-, Erdalkalihydroxyd, -oxyd, -carbonat oder -bicarbonat in Lösung und gibt dann eines der oben aufgeführten acylierend wirkenden Mittel oder Mischungen als solches, oder gelöst in einem indifferenten Lösungsmittel, bei Temperaturen zwischen etwa -15°G und 4-5O0C, vorzugsweise bei O0C bis Raumtemperatur hinzu. Main kann jedoch auch umgekehrt verfahren und die acylierend wirkenden Agenzien vorlegen und dann die Penicilline bzw. 6-Aminopenicillansäure zugeben. Arbeitet man in Yasser oder wasserhaltigen Lösungsmitteln, so kann es für die Erzielung einer besseren Ausbeute von Vorteil sein, wenn man während der Reaktion den pH, evtl. durch Zugeben entsprechender
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Mengen Base, im Bereich von 6,5 bis 8,0 hält. Die Reaktion läßt sich aber auch in einem anderen pH-Bereich, beispielsweise zwischen 5»0 und 9»0 ausführen. Da die Ausgangspenicilline der allgemeinen Formeln II und III und die 6-Aminopenicillansäure auch Basen sind, kenn man sie mit Hilfe von Säuren als Salze in Lösung bringen und dann acylieren. Die Ausbeuten sind dann aber, besonders bei Verwendung der N-Acylcarbaminsäurederivate der allgemeinen Formel X und von Mischungen der Säuren der allgemeinen Formel XI und wasserabspaltender Mittel, wie beispielsweise Carbodiimide, meistens schlechter.
Um die Reaktionsmischung in einem bestimmten pH-Bereich zu halten, kann man auch Pufferlösungen verwenden. Geeignete Puffermischungen sind z.B. Mischungen von organischen und anorganischen, wasserlöslichen Säuren und Basen oder Salzen, wie Na-Acetat/Essigsäure, Calciumacetat/Essigsäure, Pyridin/ Essigsäure, Ameisensäure/Ammoniak usw.. Man muß dabei gegebenenfalls in wäßriger Lösung arbeiten oder dem Verdünnungsmittel so viel Wasser zusetzen, daß die Salze des Puffergemisches in Lösung bleiben.
Ferner ist es oft möglich, in mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln, vorzugsweise Chloroform oder Methylenchlorid, unter Zusatz von vorzugsweise Triäthylamin oder N-Aethylpiperidin zu arbeiten. In diesen Geraischen sind manche Penicilline der allgemeinen Formel II bzw. III und die 6-Aminopenicillansäure gut löslich. Wenn es auch weniger zweckmäßig
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ist, so kann man die Ausgangspenicilline auch, in Suspension in Gegenwart von Basen zur Umsetzung bringen. Die Zahl der dabei brauchbaren Basen ist kaum begrenzt, sofern sie frei von leicht acylierbaren Gruppen sind. Die Reaktionspartner werden vorzugsweise in äquimolekularen Mengen miteinander zur Reaktion gebracht. Xn einzelnen Fällen kann es jedoch zweckmäßig sein, einen der beiden Reaktionspartner im Ueberschuß zu verwenden, um sich die Reinigung oder Reindarstellung des gewünschten Penicillins zu erleichtern oder die Ausbeute zu erhöhen. Die Menge der verwendeten Basen ist , z.B. durch die gewünschte Einhaltung eines bestimmten pH festgelegt. Wo eine pH-Messung und Einstellung nicht erfolgt oder wegen des Fehlens von ausreichenden Mengen Wassers im Verdünnungsmittel nicht möglich oder sinnvoll ist, werden vorzugsweise per Mol Ausgangspenicillin ein Moläquivalent, dort, wo bei der Reaktion saure Spaltprodukte entstehen, 2 Moläquivalente Base verwendet. Diese Mengen müssen jedoch nicht genau eingehalten werden.
Durch Zusatz äquivalenter Mengen von beispielsweise Pyrazol, 4-Brom- oder 4-Nitropyrazol oder 1,2,4-Triazol kann aan die Reaktion beschleunigen /_ vgl. H. C. Beyermann, W. Maassen, von den Brink : Proceed, ehem. Soc. 1963t S. 266_/.
Verwendet man als Ausgangsmaterial für die Herstellung der erfindungsgemäßen Penicilline die Penicillinderivate der allgemeinen Formeln XV, V, VX oder VXX und setzt diese mit
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.Acylisocyanaten der allgemeinen Formel IiIII oder mit N-Acylcarbaainsäurederivaten der allgemeinen Formel IX bzw. X um, oder verwendet man als Ausgangsmaterial Penicillinderivate der allgemeinen Formeln VI oder VII und setzt diese mit acylierend wirkenden funktioneilen Derivaten der Säuren der allgemeinen Formel Xl, z.B. einem Säurehaiogenid, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Azid, Imidazolid, Pyrazolid, Triazolid, p-Nitrophenylester, Pseudosaccharinester (oder -amid) oder anderen acylierend wirkenden funktionellen Derivaten der Carbonsäuren XI (s.u.), oder, in Gegenwart von Carbodiimide^ Carbonyldiimidazol oder Carbonylditriazol mit Säuren der allgemeinen Formel XI oder mit Isocyanaten der allgemeinen Formel XII um, oder verwendet man als Ausgangsmaterial die o-Aminopenlcillansäurederivate XIIl oder XIV und setzt diese entweder in Gegenwart von beispielsweise Carbodiimiden, Carbonyldiimidazol oder Carbonylditriazol mit Säuren der allgemeinen Formel XV oder direkt mit acylierend wirkenden Derivaten der Säuren XV, z.B. einem Säurehalogenid, Anhydrid, gemischten Anhydrid, Azid, Imidazolid, Pyrazolid, p-Nitrophenylester, Pseudosaccharinester (bzw. -amid) oder anderen funktioneilen, acylierend wirkenden Derivaten der Säuren XV, beispielsweise solchen, wie sie in der Peptidchemie verwendet werden (s.o.), um, so kann man diese Reaktion genauso ausführen, wie die Acylierung der Penicilline der allgemeinen Formel II oder III und der freien 6-Aminopenicillansäure, nur daß man in nicht hydroLysierend wirkenden Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittelgemischen, wie beispielsweise Aether,
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Tetrahydrofuran, Dioxan, Aceton, Methyläthy!keton, Acetonitril, Dimethylformamid, Benzol, Chloroform, Methylenchlorid, Aethylenchlorid oder Essigester, arbeiten muß. In den Fällen, in denen in Verlauf der Reaktion saure Gruppen oder saure Spaltprodukte entstehen, setzt man zweckmäßig eine diesen äquivalente Menge eines säurebindenden Stoffes, z.B. eines Amins, wie Triethylamin, Pyridin, Lutidin, Chinolin, Diäthylanilin oder Diisopropylamin, zu.
Die Reaktion kann prinzipiell in einem weiten Temperaturbereich, beispielsweise zwischen -25°C und +800C ausgeführt werden. Vorzugsweise arbeitet man jedoch bei 00C bis Raumtemperatur. Ia allgemeinen legt nan die Penicillinderivate vor und gibt dann die Acylierungsmittel zu. Man kann aber auch umgekehrt verfahren.
Die als Ausgangsmaterial verwendeten Penicillinderivate der allgemeinen Formeln ,IV, V, VX und VXl erhält man aus den Penicillinen der allgemeinen Formel XX und XXX in derselben Weise, wie man die entsprechenden Silylierungsprodukte aus 6-Aminopenicillansäure erhält / vgl. z.B. K. ¥. Glombitza * Ann. 673. 166 ; L. Birkhofer, belg. Pat. 615 1K)I, und B. 0. H. Sjober«, B. A. Bkström, belg. Pat. 628 23iJ7.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn man die zu silylierenden Penicilline möglichst wasserfrei einsetzt. Xm FaXIe des α-Aminobenzylpenicillins, weiches gewöhnlich 10-14 % Wasser enthält,
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sollte man eine Trocknung vorschalten oder von dem wesentlich weniger Wasser enthaltenden sogenannten 'Ampicillin B1 /_ vgl. US-Pat. 3 -1^4 ^5_/ ausgehen. Man kann aber auch so vorgehen, daß man das zu si lylierende Penicillin z.B. in Methylenchlorid als Trläthylaminsalz löst und diese Lösung zunächst trocknet, bevor man mit der Silylierungsreaktion beginnt.
Benutzt man für die Herstellung der erfindungsgemäßen Penicilline 6-AminopenicilJ ansäure oder deren Silylderivate der allgemeinen Formal XIIl oder XIV und Säuren der allgemeinen Formel XV als Ausgangsmaterialien, so kann man sich zur Ausführung dieser Reaktion größtenteils der vielen Methoden bedienen, wie sie bei entsprechenden Reaktionen in der Peptidchenie benutzt werden und allgemein bekannt sind £Vgl. a. E. Schröder, K. Lübke, The Peptides, Methode of Peptide Synthesis, Vol. 1, S. 76-128_/. Beispielsweise kann man die Säurechloride der Säuren der allgemeinen Formel XV in Lösung herstellen, gegebenenfalls unter schonenden Bedingungen mit Hilfe der Methoden von G. P1 Vlasov, Mitin und Koton / Dokl. Akad. SSSR. l68, 1O69_7 unter Verwendung von N-Methylacetimidchlorid als Reagenz oder nach der Methode von I. B. Lee l_ I. Amer. Chem. Soc. tijB, 3440 (l966)_/ unter Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff - Triphenylphosphin als Reagenz, oder nach der Methode von L. Heslinga, I. F. Arens / Rec. Trav. Chim. 76, 982 (l957)_7 mit Hilfe von ο,a-Dichlordialkyläthern, oder der Methode \on M. Zaoral und Z. Arnold / Tetrahedron
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IS
Letters, S. 9 (l96O)_7, oder auf konventionellem Wege, gegebenenfalls unter Katalyse mit Dimethylformamid und eventuell auch ohne vorherige Isolierung mit der 6-Aminopenicillansäure oder ihren Silylverbindungen umsetzen.
Man kann aber auch die Säuren XV in funktioneile Derivate überführen, die den Säurechloriden äquivalent sind und diese für die Acylierung der 6-Aminopenicillanaäure, ihrer Salze oder Silylderivate verwenden. Die im folgenden aufgeführten funktioneilen Derivate sind bekannt. Zu ihnen gehören z.B. die Säurebromide, Anhydride und gemischten Anhydride, beispielsweise mit den aliphatischen Memoes tern der Kohlensäure, mit Alkyl- und Arylsulfonsäuren oder mit Säuren, die eine sterisch gehinderte Carboxylgruppe enthalten, wie Diphenylessigsäure oder Trimethylessigsäure. Ferner kann man als funktioneile Derivate der Säuren der allgemeinen. Formel XV die Azide und die aktiven Ester und Thioester, insbesondere mit p-Nitrophenol, 2,4-Dinitrophenol und Thiophenol, verwenden. Man kann die 6-Aminopenicillansäure außerdem mit den freien Säuren der allgemeinen Formel XV dadurch acylieren, daß man ein geeignetes Enzym zusetzt oder die Acylierungsreaktion durch Zugabe wasserabspaltender Mittel, wie N,N'-Carbonyldiimidazol, Ν,Ν'-Carbonylditriazol, eines Carbodiimide, insbesondere N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid, N,N1-Diisopropylcarbodiimid oder N-(3-Dimethylaminopropyl)-N1-tert.-butylcarbodiimid /"vgl. DBP 1 070 6J9_J', eines Alkmylamin» /"vgl. R. Buijle, Viehe : Angew. Chem., Int. Ed., 2, 582 (l964)_7,
* 29 - BAD ORIGINAL
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. eines Ketenimins / vgl. Stevens, Monk t I. Aatr. Chen. Soc. 80. kO65 (l95ö)_7 oder eines Isoxazoliuaaalzea / vgl. Woodward, Olofsson, Mayer, I. Aner. Chem. Soc. B^, 1010 (l96l)_/ durchfuhrt.
Weitere funktionelie, für die Acylierung der 6-Aminopenicillansäure geeignete Derivate der Säuren der allgemeinen Formel XT sind die Azolide, d.h. Amide, bei denen der Amidstickstoff Bestandteil eines quasi aromatischen Fünfringes ist und der mindestens zwei Stickstoffatome als Ringglieder enthält, z.B. Imidazole, Pyrazole, Triazole, Benzimidazole, Benztriazole und deren Substitutionaderivate. Zur Herstellung der Azolide kann man z.B. eine Säure der allgemeinen Formel IX mit eine·» Moläquivalent eines N1N*-Carbonyldiimidazols beispielsweise in Tetrahydrofuran, Chloroform,- Dimethylformamid oder einem analogen inerten Lösungsmittel bei Raumtemperatur oder unter Kühlung reagieren lassen, wobei sich das Azolid, beispielsweise das Imidazolid, unter Freisetzung von Kohlendioxyd und Imidazol bildet. Das Imidazolid kann dann, ohne daß es isoliert werden muli, mit 6-Aminopenicillansäure unter Bildung des Penicillins der allgemeinen Formel I umgesetzt werden.
Es ist durchaus möglich, daß bei der Ueberführung der Säuren der allgemeinen Formel XV in an der Carboxylgruppe aktivierte Derivate, auch intermediär innere Anhydride der allgemeinen Formel XTII
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R2—C CO
ί o XVI1
NH
A,
gebildet werden, die dann Jedoch ebenfalls mit der 6-Aminopenicillansäure oder deren Silylverbindungen zu den erfindungsgemäßen Penicillinen weiterreagieren.
Verwendet man zur Synthese der erfindungsg-emälien Penicilline 6-Aminopenicillansäure oder deren Salze und die Säuren der allgemeinen Formel XV. in Form ihrer Glycin-, Glykolsäure- oder Thioglykolsäurederivate der allgemeinen Formel XVI als Ausgangsmaterialien, so kann man diese Reaktion in saurem wie auch schwach alkalischem wäßrigen Medium durchführen,, und zwar in Gegenwart von gewaschenen Zellen von Escherichia coli-Bakterien, die in ihren Zellwänden Enzyme haben, die die gewünschte Reaktion zu katalysieren vermögen, d.h. die amidartige Verknüpfung der 6-Aminogruppe der 6-Aminopenicillansäure mit der Carboxylgruppe der Säuren der allgemeinen Formel XV bewirken, wobei Glycin, Glykolsäure oder Thioglykolsäure in Freiheit gesetzt wird.
Die Aufarbeitung der Reaktionsansätze zur Herstellung der erfindungsgemäßen Penicilline erfolgt durchweg in der bei den Penicillinen,allgemein bekannten Art und Weise. Beispielsweise kann man die Penicilline, die zunächst im allgemeinen
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in Form ihrer gelösten Salze anfallen, gegebenenfalls nach Entfernung der organischen Lösungsmittel und Verdünnen mit Wasser durch Ansäuern auf etva pH 2 ausfällen und als freie Säure isolieren. Man kaii.u diese aber auch in ein organisches Lösungsmittel aufnehmen und dann beispielsweise mit einer ätherischen Natrium- oder Kalium-2-äthylhexanoatlösung das Natrium- bzw. Kaiiumsalz ausfällen. Man kann zudem die Säureform der iiputn Penicilline leicht dadurch in ein Salz überführen, daß man sie in Wasser oder einem wasserhaltigen organischen Lösungsmittel mit einer geeigneten Base zusammenbringt, hie Behandlung eines erfindungsgemäßen Penicillins mit wäßrigem Ammoniak ergibt das Ammonsalz. Xn ähnlicher Weise kann. v.r. aiidtr« Salze, wie Calcium-, Magnesium-, Aluminium-, Kai Lina - , Natrium-Salze erhalten. Außerdem kann man Aminsalze, so z.H. dna Procain-, Dibenzylamin-, N,N'-Dibenzyläthylendiaiain-, Dehydroabietylamin-, 1-Ephenarain-, N-Benzyl-ß-phen>läthylamin- und Dicyclohexylaminsalz, dadurch herstellen, daß raajri eine Lösung des betreffenden Penicillins in einem wäßrigen oder nichtwäßrigen Lösungsmittel mit dem gewünschten Amin z;i«-a;nrr^nbringt · Außerdem kann man die Aminsalze der Penicilline erhalten, indem man ein Metallsalz derselben, Z.B. das Natriumsalz, in wäßriger Lösung mit einem Säuresalz des entsprechenden Amins, beispielsweise dem Arainhydrochlorid oder acettt, zusammenbringt. Gegebenenfalls kann man Salze der Penicilline dadurch isolieren, daß man ihre Lösungen einfriert und der Gefriertrocknung unterwirft.
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Die erfindungsgemäßen neuen Penicilline der Formel I zeichnen sich, wie erwähnt, durch vorteilhafte Eigenschaften gegenüber manchen Gram-negativen Bakterienarten aus, wie aus nachstehenden ausgewählten Resultaten der mikrobiologischen Prüfung hervorgeht.
Tabelle 1
Auswahl geprüfter Verbindungen der allgemeinen Formel 1
Penicillin
Nr. R* R2 R3
1 Benzoyl Phenyl Wasser
stoff
2 4-Methoxybenzoyl " "
3 4-Chlorbenzoyl " ' ·
4 2-Chlorbenzoyl f · ' '
5 2-Brombenzoyl * ' "
6 2,5-Dichlorbenzoyl " ··
7 3,4-Dichlornenzoyl " "
8 2,4-Dichlorbenzoyl »« "
9 2,4-Dichlorcinnamoyl fl "
2,4-Dichlorphenoxyacetyl " fl
11 4-Methylphenylsulfonyl
12 3,4-Dichlorphenylsulfonyl
13 4-Chlorphenylsulfonyl
/(^)-NH-CO- f ' "
15 2-Chlor-4-äthylthiobanzoyl
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Le A 11 48j - 33 -
Il Il
Il ti
Il Il
Il Il
177062G
co ^
16 ,, JnAp,, Phenyl Wasser-ΗΠΗ' stoff
17 ij^L-co- »· " J.8 α-Naphthoyl- " ι»
J^O "3 w It il I » » ·
20
ti it
H2N-CO
21 3-Chlorbenzoy1
22 2-Chlor~4-äthylthiobenzoyl
23 U-Methoxybenzoyi
2k 2-Chlor-5-methoxybenzoyl
25 2-Jodbenzü/1
26 3-JodbenzoyL
27 4-Jodbenzoyl
-(CH8 )%-
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Di· chemotherapeutische Wirksamkeit der neuen Penicilline wurde in -ritro und in vivo geprüft.
Tabelle 2 und 3 »eigen da· im Röhrchen-Reihenverdunnungeteet in «in·· flüssigen Kährmedium ermittelt· Wirkung·epektrue der neuen Subitamen (5.9518 · 10e E ■ 1 Mol.).
Da· Wirkung·epektrue umfaßt sowohl Gram-positive al· auch Gram-negativ· Bakterien. Der besondere Vorteil der Penicillin· liegt darin, daß sie Gram-negative, Ampicillin-reeistent· Bakterien z.B. aus der Klebsiella- und der Proteus-Gruppe in Kon«entrationen von 1,56-12-50 E/ml hemmen. Auch di· üblicherwei·· Ampicillin-resietenten Paeudomona· aeruginoaa-Stamm· benötigen als minimale Hemmkenasentration nur 3-12-50 S/ml.
Wie die Versuche mit dem O(-(3,4-Dichlorbenzoyl-ureido)-benzylpenicillin (Tab 1; Penicillin Nr. 7) an der weißen Maus (Tab. 4) zeigen, erzielt man mit den Penicillinen therapeutisch wirksame Blut- bzw. Gewebskonzentrationen bei Infektionen der Maus mit Gram-positiven (z.B. Staphylokokkus aureus) und Gram-negativen (z.B. Bact. coil, Klebsiella) Krankheitserregern. Ss wurden entweder eine einmalige Dosis 1/4 Stunde vor oder «wei Doeen 1/2 und 1 1/2 Stunden nach Infektion gegeben.
Gibt man Kaninchan 50 000 E/kg Penicillin Nr. 7 (Tab. l) i. m., • o erhtilt man maximale Serutaaktivitäten, die 18,5-38 E/ml entsprechen. Di· Serumspiegel sinken rasch ab, nach 6 Stunden
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3AD ORIGINAL
sind keine Aktivitäten mehr meßbar. Nach gleicher Dosis werden, bestimmt mit dem Aupiuillin-resistenten Proteus morganii 1272, bei stündlichen Mengen von 6,5 bis 43 ml im Harn in den ersten 5 Stunden nach Gabe Konzentrationen erreicht, die 64-240-465 E/ml entsprechen.
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it I i BAD ORIGINAL Tabelle 2 { Gießen 7705 In vitro-Versuche mxt dem Röhrchen-Reihenverdünnungstest 56 Minimale Hemmkonzentration in 1
von in Tabelle 1 aufgeführten ]
Llin
3
Nr. t
4
E 12 j 5 S/ml Nährböden nach 24-atündiger
Penicillinen.
25 7 56 8 12 11 Bebrütung <
3400 . ATCC Penici]
2
3, 12 j I
6,25
3. »2i% ί 1, 3, 3,12 1
Stamm Psdm.Lodenkämper
Padm. Bonn
Ampici Hin 1,56 200 200 50 6, 50 100 >4oo 6,25
E. coli 14 Scaph. 0, 76 100 >400 >400 400 ,5 100 >400 4oo >400 200
E. coli A 201 Bnterok
9790
>4oo ,5 >4C0 >400 >4oo >4oo ,5 >4oo >400 25 400 5 >4oo >400 177062G
CD
co!
E. coil T 7 >4oo >;oo Λ.2 5 25 12 >4oo ,25 6, 56 12, 12 200 >4oo
σ» E. coli T 20 II >400 i.i.3 6 25 6,25 6 25 1 25 3, 5 1,56 25
OO
co
Klebsiella 100-200 1,56 25 50 25 6 6 ,5 12 >400 6,25
Proteus 1 •J.25 NJ Ut
Ui O
50
25
25
12
25 ,5 25
12
25
25
,5 100
50
50
Proteus >4oo NJ Ut
Ut C
25 25 12 NJ Ut
Ut C
25 ,5 12 ,5 25 NJ NJ
Ut Ut
4oc
200
50 12 ,5 12,5 25 12 12 12 50 50
50 25 25 12,5
12
Tabelle 3
In vitro-Versuche mit dem Röhrchen-Reihenverdünnuriga test,
M.H.K. in E/ml nach 24-stündiger Bebrütung von in Tabelle 1 aufgeführten Penicillinen.
Penicillin Nr. I 2
1
t ' Ampicillin
Stamm < 0,78 < 7 £ 0,78
Sfcaph. SG 511 4 °'78 < 0,78 S 0,78
Staph. P 209 200 0,78 400
Staph. 1219 200 100 400
Staph. 7705 3,12 200 I.56
Strept.faec. 8564 < 0,78 <
s s
3,12 3,12
Strept.faec. 8$8O 6,25 ; 0,78 6,25
Strept.faec. 8709 12,5 : 3,12 3,12
Strept,faec. ATCC
9790
1,56 12,5 1,56
E.coli 14 3,12 1,56 ! 6,25
E.coli C I65 3.12 6,25 6,25
E.coli 055 B 5 3,12 ; 6,25
E.coli 26/6 3,12 >4oo
E.coli A 26I 3.12 j 400 ; >400
E.coli T 7 200 4oo >4oo
E.coli T 20 II >400 > 400 L56
Klebs. 8085 >4oo > 0,78 200
Klebe. K 10 1,56 £ 25 ; 100
Klebs. 63 50 12,5 50
Klebs. 69 L2.5 12,5 200
Klebs. 70 12,5 13,5 j 50
Klebs. 75 , ..· 12,5 25
f.e /\ ]1 48 5 12,5 46/1879
11
... ; ti -
098
BAD ORIGINAL
(Forts. Tab. 3)
Klebe. 1498
Klebe. 1774
Psdm. Walter
Pedal. Maus
Psdm. 3^00
Psdm. Lodenkämper Psdm. 1
Psdm. Freiburg
Psdm. McCune
Psdm. V 7602
Psdm. V 7608
Prot.mir.Gießen
Prot.vulg. 3400
Prot.vulg. IOI7
Prot.vulg. 766
P ot.rettg. IO5O
Γrot.morg. 12?2
Prot.morg. 932
Prot.morg. 1102
Prot.mir. 605
Prot.mir. 1235
S.typhi. ATCC 6539 S.paratyphi. B oll Shig.flexneri III
400
UDO
25 6,25
6,25 12,5 12.5
3,-12
12, *.
3,1* 6,25 >4ü0 12,5
25
400 100
3.12 1,56
1,56
6,25 100
4oo
12 t K. 12,5
•-,25 12,5
6,25
3,12
6,25
12.5 6,25 1 ,50 6,25 j..1.2 3,12 J 400
3.I
12, ϊ 100
I 56 0,78 ■ ,56
200 400 50 400 200 400 400
1,56
;. «iOO Ü0
♦υο
-00
4oo >4oo
0 /8
Le A 11 48?
- 59 BAD OBlGiNAU
109846/1879
Tabelle k :
Tierversuche mit dar weißen Maus
O to oo
Präparat der
!Tabelle 1
(Penicillin Nr.
Dosierung E/Maus
subcutan
X
X
3000
1500
E/M.
E/M.
Infektionskeim 133 1P Ueberlebende
Therapie-Tiere
24 Stdn. nach Infekt·
Kontroll-Tiere
t
i
i
L
i
X
X
3000
1500
E/M.
£/M ,
Klebsielia 8Ο85 100
90
0-20
/ 1
2
X
X
1500
750
E/M.
E/M.
Bakt , coli C I65 100
90
IC
10
7 1
1
Staphylokokkus aureus 100
100
10 - 20
177062G Hi
Da die Penicilline eine zum Tej.1 hohe bäurefestigkeit besitzen, ist die Möglichkeit einer oralen Anwendung gegeben.
Die verfahrensgemäßen Penicilline können alleine oder in Kombination mit einer pharmaaeut iseh unDedenklichen Trägersubstanz nach üblicher pharmazeutischer Ve rfahrensweιs e formuliert und verabreicht werden. Für die orale Verabreichung können sie in Form von Tabletten, die zum Beispiel zusätzlich Stärke, Milchzucker, gewisse Typer; von Tonerde u.s.w. enthalten können, oder in Form \on Kapseln, Tropfen oder Granulaten, alleine oder zusammen mit denselben oder äquivalenten Zusätzen gegeben werden. Sie können außerdem oral in Form von Säften oder Suspensionen, die für solche Zwecke übliche Geschmackskorrigentien oder Farbstoffe enthalten können, gegeben werden.
Ferner können die verfahrensgemäßen Penicilline durch parenterale Applikation, z.B. intramuskulär, subcutan oder intravenös, eventuell als Dauertropfinfusion, verabreicht werden« Im Falle der parenteralen Verabreichung geschieht dieses am besten als sterile Lösung, die noch andere Lösungsbestandteile, wie Natriumchlorid oder Glucose enthalten können, um die Lösung isotonisch zu machen. Um solche Lösungen zu bereiten, kann man zweckamäfligerweise Penicilline in Form von Trockenampullen verwenden. Bei oraler und parenteraiei Verabreichung iet eine Dosierung von 25 000 bis 1 Mill. E/kg Körpergewicht/ Tag zweckmäßig. Man. kann sie als Einzelgabe oder auch verteilt
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auf mehrere Dosen geben. FUr eine lokale Behandlung kann man die verfahrensgemaüen Penicilline als Salben oder Puder
zubereiten und anwenden.
Die erl induiigsgemäüen neuen i'enicilline und ihre nichttoxischen Salze sollen als anti bakterielle Mittel in der Human- und
Veterinärmedizin, als Tierfuttermittelzusätze, als Mittel zur Behandlung der Rindermastitis und als therapeutische Mittel zur· 3eJ iuipiung von durch Gram-positive und Gram-negative
Bakterien verursachte Infektionen bei Geflügel, anderen Tieren und dem menschlichen Körper dienen.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie zu begrenzen.
Man kann in dar. Beispielen dort, wo o-Aminobenzylpenicillin (* Ampicillin A) verwendet wurde, auch ebenso gut das sogenannte 'Ampicillin B' /~vgl. US-Pat. 3 ikk 445_7 einsetzen.
Al ie Schmelzpunkte wurden auf der Kofierheizbank bestimmt. Sie sind korrigiert.
Die bei den Wirksamkeiten gegen bestimmte Bakterien angege benen Zahlen (E/ml) sind minimale Hemmkonzentrationen im
Röhrchen-Reihenverdunnungstest nach 24-stündiger Bebrütung.
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Der ß-Lactamgehalt wurde jodometrisch ermittelt. Alle Penicilline zeigen ein ihrer Konstitution entsprechendes IR-Spektrum (i.KBr).
Die als Ausgangematerial verwendeten Acylxsocyanate, Isocyanate und Acylisothiocyanate wurden nach bekannten Methoden, zum Beispiel die Acylisocyanate aus den entsprechenden Amiden mit Oxalylchlorid, die Isocyanate aus den entsprechenden Aminen mit Phosgen und die Acylisothiocyanate aus den entsprechenden Säurechloriden mit Bleirhodanid oder mit Trimethylsilylthiocyanat dargestellt. Die Acylisocyanate wurden zum Teil auch aus den entsprechenden Säurechloriden mit Trimethylsilylisocyanat hergestellt.
Die IR-Spektren dieser Zwischenprodukte zeigten die mit der gewünschten Konstitution im Einklang stehenden Banden.
Die als Rohprodukte erhaltenen Penicilline können, wenn gewünscht, durch Chromatographie, z.B. an Silikagel, entsprechend einer bei den Penicillinen bekannten Verfahrensweise, gereinigt werden.
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Beispiel 1
Di -) a-(Beiizoy x-ureido) -benzylpenicillin-Kalium:
D(-) oc-Aminobenzylperii , illin (Ampicillin) (21 Gew. TIe.) wurde in 60 tigern n-äßr-'^en Ta trahydrot uran (200 VoI , Tie.) suspendiert, dann unter Kühren so viel Triethylamin (ca. 7,5 Vol. TIe.) bei 20°C zugetropft, daß da» u-Aminobenzylpenicillin eben gelöst war und das pH der Mischung sich zwischen 7»5 und b,l befand (Glaselektrode). Dan>i wurd« unter Rühren bei etwa 200C die Lösung von Benzoyli.socyanat (ö,9 Gew. TIe.) in Tetrahydi'ofuran (35 Vol. TIe.) im Laufe von etwa 30 Minuten zugetropft und dabei das pH durch entsprechendes Zugeben von Triäthylamin bei 7»5 gehalten. Anschließend wurde noch so lange gerührt (ca. 45 Minuten), bis vur Aufrechterhaltung des pH 7»5 kein Triäthylamin mehr zugesetzt werden mußte. Nun wurde mit 200 ml Vasser verdünnt, das pH mit etwas verdünnter Schwefelsäure auf 6,5 eingestellt, im Rotationsverdampfer das Tetrahydrofuran weitgehend entfernt, die verbleibende wäßrige Lösung mit Aether ausgeschüttelt. dann die wäßrige Phase mit einem i/l-Geraisch von Aether und Esstgester (6OO Vol. TIe.) überschichtet und unter langsamem Rühren das pH mit verdünnter Schwefelsäure auf 2,0 eingestellt. Die organische Phase wird dann abgetrennt, dreimal mit je .:· 00 Vol. TIn. Vasser gewaschen, ^ 5 Minuten über Magnesiumsulfat bei etwa O0C getrocknet und nach Filtration vom Trockenmittel mit einer etwa 1-molaren Lösung von Kaiium-2-äthylhexanoat in Aether, dem eine kleine Menge Methanol zugesetzt wurde, das Kaliumsalz des in der Lösung befindlichen Penicillins gefällt. Die Mischung wurde über Nacht bei etwa
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O°C stehengelassen, dann von der Fällung abgegossen, letztere anschließend mit Aether verrieben, abgesaugt und im Exsiccator
über PaO3 getrocknet.
Ausbeute (Rohprodukt)j 6,4 Gew. TIe.,
Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 2000C (Kofierheizbank),
ß-Lactamgehalt (jodometrisch ermittelt): 95^ E/mg, Wirksamkeit gegen Bakterxum Proteus 34OO: 50 E/ml.
Beispiel 2
Di -) a-(4-Methoxybenzoyl--ure'ido) -benzylpenicillin-Kaliumi Dieses Penicillin wurde in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aus 18 Gew. TIn. D( -) a-Amiriobenzylpeni cillin (Ampicillin) und 11,9 Gew. TIn. 4-Methoxybenzoylisocyanat (Kp13 = l4O-42°)
in 60 %igem wäßrigen Tetrahydrofuran hergestellt.
Ausbeute (Rohprodukt): 4,4 Gew. TIe., Schmelzpunkt : Zersetzung bei ca. 1700C, ß-Lactamgehalti 64l E/mg,
Spezifische Drehung : Z~a_7_g + 96,2° (l,0; 50 % wss. Methanol),
Wirksamkeit gegen Bakterium Proteus 3^00: 6,25 E/ml.
Beispiel 3
D(-)a-(4-Chlorbenzoyl-ure'ido) -benzylpenicillin-Natriumi Dieses Penicillin wurde in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aus 20 Gew. TIn. Di-)o-Aminobenzylpenicillin (Ampicillin) (158O E/mg) und 10,4 Gew. TIn. 4-Chlorbenzoylisocyanat (ca.t " 76-85°) in 75 %igem wäßrigen Tetrahydrofuran durch
, 1—U , λ.
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Fällung mit Natrium-2 -äthylhexanoat hergestellt.
Ausbeute (Rohprodukt .i t S, L Gew. TIe., Schmelzpunkt; Zersetzung bei ca. 215°C, J3-Lactamgehalt! 957 B/mg,
Spezifische Drehung? /_ O_y' g+ 151,2° (l,OO6; 50 <jb wss. Methanol),
C24Ha2ClN^NaO6S (553) her. C 52,1 H 4,0 Cl 6, 4 N 10,1 S 5,8
gef. C 52,30 H 4,73 Cl 7,0 N 8,30 S 5,38, Wirksamkeit gegen Bikterium Pseudomonas Bonn: 25 E/ml.
Beispiel 4
Di -)a-(2-Chlorbenzoyl-ure'ido) -bensylpenicillin-Natriumi Dieses Penicillin wurde in der in den Beispielen 1 bzw. J beschriebenen Waise aus 20 Gew. TIn. D(-)a-Aminobenzylpenicillin (Ampicillin)" und 10,4 Gew. TIn. 2-Chlorbenzoylisocyanat (Kp » H7-190) in 75 tigern wäßrigen Tetrahydrofuran hergestellt.
Ausbeute (Rohprodukt;s 7,2 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 155°C, ß-Lactamgehalt: 813
Spezifische Drehung: Ζ~α._7,-8ο+ 12^»5° (l»0? 50 ^b wss. Methanol), Wirksamkeit gegen ßakterium Pseudomonas Bonn: 25 E/ml.
Beispiel 5
Di -) a-(2-Brombenzoyl-ure'idü) -benzylpenicillin-Kalium! Dieses Penicillin wurde in der in de* Beispiel 1 beschrie benen Weise aus 20 Gew. TIn. Di-)a-Aminobenzyipanicillin und
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13,0 Gew. Tin. 2-Brombenzoylisocyanat (Kp = I630) in 75 /tigern wäßrigen Tetrahydrofuran hergestellt. Ausbeute (Rohprodukt); 6,5 Gew. Tie., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 208°C, ß-Lactamgehaltt 7ho E/mg,
Spezifische Drehung: / <*J7 kqq+ H2*, 9° (1,006} 50 > vss. Methanol), Wirksamkeit gegen Bakterium Klebsiella K 10: 12,5 E/ml..
Beispiel 6
D(-)e-(2,5-Dichlorbenzoyl-ure'ido) -benzylpeniciliin-Natrium: Dieses Penicillin wurde in der im Beispiel 1 bzw. 3 beschriebenen Veise aus 17 »5 Gew. TIn.. Di-)a-Arainobenzylpenic ill in und 10,8 Gew. Tin. 2,5-Dichlorbeiizaylisocyanat (Kpn K= 12^-126°) in 75 >igemTetrahydrofuran hergestellt.
Ausbeute (Rohprodukt): k,9 Gew. TIe.,
Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca, 2O6°G,
ß-Lactamgehalt: 811 E/mg,
Spezifische Drehung: '/_ a_7_g + 123t5° (O,998| 50 % wss. Methanol), Wirksamkeit gegen Bakterium Pseudomonas Bonn: 25 E/ml.
Beispiel 7
D( -) a-(3 »4-Dichlorbenzoyl-ure'ido) -benzylpeniciliin-Natrium: D(-)a-Aminobenzylpenicillin (30,3 Jew. Tie.) wurde in abs.
Tetrahydrofuran (300 Vol. TIe.) suspendiert, Triäthylaniin
(ll,2 Vol. TIe.) zugegeben, anschließend bei Raumtemperatur die Lösung von 3,^-Dichlorbenzoylisocyanat (17,^ Gew. Tie.)
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in Tetrahydrofuran ( 30 Vol. Tie.) zugetropft, dann 20 Minuten nachgerührt. Die klare Reaktionslösung wurde dann mat Wasser (200 Vol. TIe.) verdünnt (pH der Mischung war dann 7»8) und dann in de: im Beispiel 1 bzw,, 3 beschrieber cn Weise aufgearbeitet .
Ausbeute (Rohprodukt): 8,8 Gew. TJe.,
Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 210°C, ß-Lactamgehialt t 9O7 E/mg,
Spezifische Drehung: /~a_7cög + 126,3° (l»0; 50 % wss. Methanol), C2I1^i Cl2K4NaO6S (587) ber, C 49,1 H 3,6 Cl 12,1 N 9,5 S 5,5
gef. C 48, 4l H 4,37 Cl 11,73 N 8,98 S 5,34 Wirksamkeit gegen ßakterium Pseudomonas Bonn: 12,5 E/ml.
Beispiel 8
D(-)a-(2, 4-Dichlorbenzoyl-ure'ido) -benzylpenici Hin-Natrium: Dieses Penicillin wurde aus D(-)a-AminobenzylpeniciHin (25 Gew. TIe.) und 2,4-Dichlorbenzoylisocyanat (Kp = 87-91°)
U , 1
in der im Beispiel '] beschriebenen Weise hergestellt.
Ausbeute (Rohprodukt): 6,9 Gew. TIe.,
Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 210°C,
fl-Lactamgehalt: 857 E/mg,
Spezifische Drehung! / a__7 ßg+ 135,9° (l.O; 50 0Jo wss. Methanol), Wirksamkeit gegen Bakterium Proteus 3^-00: 12,5 E/ml.
Beispiel 9
D( -) α- (2 , 4-Dichloro innaiiioyl-ure'ido) -benzylpenicill in-Natriumx Dieses Penicillin wurde aus D(-)a-Aminobenzylpenicillin
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(26,5 Gew. Tie . ) und 2 , ^-Dichlorcinnamoylisocyanat (Kp =
U1J...
125-3O0C) in der im Beispiel 7 beschriebenen Weise hergestellt. Ausbeute (Rohprodukt): 15,5 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. -2200C,
ß-Lactamgehalt: 789 E/mg,
Spezifische Drehung: / <x__7egg + 1^3° (l,002; 50 # wss. Methanol).
Beispiel 10
D(-)<x-(2, ^-Dichlorphenoxyacetyl-ure'ido) "benzylpenicillin-Natrium: 19,5 Gew. TIe. Di-) a-Ure'idobenzylpenicillin (Reinheitsgrad 82,4 "jo% I25O E/mg) wurden in 200 Vol. TIe. eines Gemisches von Aceton und Wasser (i»l) unter Zugabe von 7»5 Gew. TIn. Natriumhydrogencarbonat gelöst. Unter Rühren wurden bei 00C 12 Gew. TIe. 2 ,^-Dichlorphenoxyacetylchlorid (Kp β 157-Ι580)
in 50 Vol. TIe. Aceton zugetropft. Es wurde 1 Stunde bei O0C lind anschließend noch 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Danach wurde das Aceton am Rotationsverdampfer abdestilliert, die Lösung mit 100 Vol. TIn. Wasser weiter verdünnt und mit einem Gemisch Aether/Essigester (l:l) überschichtet. Unter Rühren und Eiskühlung wurde das pH mit In Schwefelsäure auf 2 gestellt und die Organische Phase abgetrennt. Diese wurde zweimal mit je 100 Vol. TIn. Wasser gewaschen, anschließend 2 Stunden über Natriumsulfat getrocknet und nach dem Filtrieren tropfenweise mit einer ca. 1-molaren Lösung von Natrium-<-2-äthylhexanoat in Isobutyl-methylketon versetzt, um das Natriumsalz des Penicillins zu fällen.
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Ausbeute (Rohprodukt)ί 3»9 Gew. Tie., Schmelzpunkt: Zersetaiunjs· ab ca. 18O°C, ß-Lactamgehalt: 74O E/mg, Wirksamkeit gegen Proteus Gießen« <0,7& E/ml, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn: 50 E/ml.
Beisf)iel 11
Df -) a-(4-Meth.ylphenylsuif'onyl-ureido) -benzylpenicillin-Natrium: Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 10 beschriebenen Weise aus 19· 5 Gew. TIn, D( -) ot-Ureldobenzylpenicillin und 9,5 Gew. TIn. p-Toluolsulfochlorid erhalten. An Stelle eines Aether- Essigestergemisches wurde mit Isobuty1-methylketon überdchiehtet. Nach Trocknen der organischen Phase wurde hieraus mit Natriuki~2-äthylhexanoat das Natriumsalz gefällt. Ausbeute (Rohprodukt): t,5 g,
Schmelzpunkt: Zersetzung um ca, 2000C, ß-Lactamgehalt: 1169 E/mg,
Wirksamkeit g&gen Bakterium Pseudomonas Bonn: 5° E/ml.
Beispiel 12
D( -) 0£-(3 ,4-Dichlorpheriylsulf onyl-ure'ido) -benzylpenicillin-Natrium t Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 10 beschriebenen Weise aus 19,5 Gew.. TIn. D(-)a-Ureidobenzylpenicillin und 12,5 Gew. TIn. 3,4-Dichlorbenzolsulfonsäurechlorid erhalten, Es wurde hiervon abweichend wieder mit Isobutyl-methylketon Überschichtet und daraus das Natriuassalz gefällt.
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Ausbeute (Rohprodukt)t 2,5 Gew. TIe., Schmelzpunkt ι Zersetzung um ca. 2OO°C, ß-Laetamgehaltt IO38 E/mg,
Wirksamkeit gegen Proteus Gieöent<0,78 E/ml, Wirksamkeit gegen Paeudomonas Bonn: 50 E/ml.
Beispiel 13
D(-) a-(4-Chlorphenylsulf onyl-ure'ido) -benzylpenicillin-Natrium:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 10 beschriebenen Weise aus 19,5 Gew. TIn. Di-)a-Ureidobenzylpenicillin und
10,5 Gew. TIn. Λ-Chlorbenzolsulfonsäurechlorid erhalten.
Es wurde wieder mit Isobutyl-methylketon überschichtet und hieraus das Natriumsalz mit ca. 1-molarer Lösung von Natrium-
2-äthylhexanoat in Isobutyl-methylketon gefällt.
Ausbeute (Rohprodukt)t 3,5 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca, 2200C, ß-Lactamgehaltt 1153 E/mg,
Wirksamkeit gegen Proteus Gießen* <0,7ö E/ml, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn: 5° E/ml.
Beispiel 14
D.(-) a-(Phenylcarbamoyl-ure'ido) -benzylpenicillin-Kaliumt 19,5 Gew. TIe. D(-) o-üre'idobenzylpenicillin (Reinheitsgrad 82, i* ^v, 1250 E/mg) wurden in 300 Vol. TIe. eines pemisch·« aus Tetrahydrofuran und Wasser ItI suspendiert. Es wurde auf 0cC gekühlt und unter Rühren langsam 7,0 Vol. TIe. Triäthylamin
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zugegeben, wobei das pH sich auf 7♦5-7»8 einstellte. Anschließend wurden 6,0 Gew. Tie. Phenylisocyanat in 50 Vol. TIe. Tetrahydrofuran zugetropft, L Stunde bei 00C weitergerührt und dann noch 5 Stunden bei Raumtemperatur. Das Tetrahydrofuran wurde danach am Rotationsverdampfer i.V. abgezogen, und die wäßrige Lösung mit einem Gemisch aus Aether und Essigester IiI iiberschichtet. Untdi· Eiskühlung wurde mit In Schwefelsäure auf pH 2 angesäuert und die organische Phase abgetrennt. Die wäßrxge Phase wurde noch zweimal mit je 100 Vol. TIe. des gleichfeil Gemisches ausgeschüttelt. Die vereinigten Auszüge wurden mit wenig Wasser gewaschen und dann mit Natriumsulfat 2 Stunden getrocknet. Die Fällung des Penicillinsalzes erfolgte aii t einer Lösung von Kalium-2-äthylhexanoat in Aether. Ausbeute (Rohprodukt): 3,5 Gew. TIe., Sclimelzpunkt: Zersetzung bei ca. 1700C, ß-Lactamgehaltϊ 860 E/mg,
Wirksamkeit gegen Proteus Gießent <O,78 E/ml, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn: 50 E/ml.
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Beispiel 15
D(-) α-(2-Chi or-4-äthylthio-benzoy"l~ur*e'ida) -benzylpenicillin KaIiumt Dieses Penicillin wurde in der xii Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D( -) cc-Aminobenzylpenicillin und l4,5
Gew. TIn. 2-Chlor-4~äthylthio-benzoylisocyanat (Kp^1 _■ »
168-172°) dargestellt» Die Aufarbeitung erfolgte wie in
Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit Kalium-2-äthylhexanoat.
Ausbeute (Rohprodukt)s 3,2 Gew. TIe., . A
Schmelzpunkt:' Zersetzung bei ca. 2000C, ß-Lac tauige halt (jodom. Best.): 822 E/mg, Wirksamkeit gegen Proteus 3400: 6,25 E/ml, Wirksamkeit gegen Pseudoinoiias Boxua: 12,5 E/ml.
Beispiel l6
D(-)a-(2 , 5-Dimethyl-furan-3-carbonyl-ure'ido) -benzylpenicillin-KaIiums
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen JK
Weise aus 21 Gew. TIn. D(-)a-Aminobenzylpenicillin und 10 Gew. TIn. 2,5-Dimethyl-furancarbonylisocyanat (Rohprodukt) erhalten. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit Kalium-2-äthylhexanoat. Ausbeute (Rohprodukt): 9i2 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 1900C, ß-Lactamgehalt: 956 E/mg,
Wirksamkeit gegen Proteus 3400: 12,5 E/ml,
Wirksamkeit gegen Pseudomonas Lodenkämper: 25 E/ml.
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Beispiel x_/ m*L
Di-) ot-(Furaii"2-cai boiiyl --urei.io) benzylpenicilliu-Kalium:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D(~)a-Aminobenzylpenicil1 in und 8,1 Gew. TIn. Furan-2-carbonylisocyanat (Rohprodukt) erhalten.
Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben.
Gefällt wurde mit Kälium-2-äthylhexanoat.
Ausbeute (Rohprodukt)t 6,9 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 18O°C, ß-Lactamgehalfc i 972 E/mfe-.
Wirksamkeit g&gtm Proteus 3^^0: 50 E/ml,
Wirksamkeit gegen Pseudomonas Lodenkämperi 12,5 E/ml.
Beispiel IB
Di -) a-(Naphthoyl-ura'ido) -benzylpenicillin-Kaliuin:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D(-)o-Aminobenzylpenicillin und 12
Gew. TIn. Naphthoylisocyanat (Kp „ » 118°) dargestellt.
Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben.
Gefällt wurde mit Kalium-2-äthylhexanoat.
Ausbeute (Rohprodukt): k,2 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 200°C, ß-Lactamgehalt ϊ 685 .L/mg, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn» 50 E/ml.
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Beispiel 19
55
DC-) α-(3 , S-Dimethylisoxazol-if-carbonyl-ureido)-benzylpeni-
ciliin-Kalium:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D(-)a-Aminobenzylpenicillin und 9»9 Gew. TIn. 3»5-Dimethylisoxazol-4-carbonylisocyanat erhalten.
Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben'.
Gefällt wurde mit Kaliunt-2-äth.ylhexanoat .
Ausbeute (Rohprodukt)t 3,9 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab ca. 1800C, ß-Lactamgehalt: 790 E/mg,
Wirksamkeit gegen Klebsieila K 10: 50 E/ml, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn: 100 E/ml.
Beispiel 20
Di -)a-(U-Chlor-3-carbamoyl) -ure'ido-benzylpenicillin-Kaliuni: Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. Di*)a-Aminobenzylpenicillin und 13,5 Gew. TIn. ^-Chlor-^-carbamoylbenzoylisocyanat (Rohprodukt) hergestellt. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit einer ca. 1-molaren Lösung von Kalium-2-äthylhexanoat in Aether. Ausbeute (Rohprodukt): 9,2 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 17O0C,
ß-Lactamgehalt: 800 E/mg,
Wirksamkeit gegen Proteus 3400: 25 E/ml,
Wirksamkeit gegen Pseudomonas Lodöiikämper: 25 E/mi, Wirksamkeit gegen Pseudomonas Bonn; 25 E/ml.
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Beispiel 21
D(-)α-(3-Chlorbenzoyl-urexdo)-benzylpenicillin-Kalium: Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D(-)a-Aminobenzylpenicillin und 10,8 Gew. TIn. 3-Chlorbenzoy]isocyanat (Rohprodukt) dargestellt. Die Aufarbeitung erfolgte wieder wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit Kalium-2-athylhexanoat. Ausbeute (Rohprodukt): 3»ö Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. 220°C, ß-Lactamgehalt: 978 E/mg,
Beispiel 22
2-Chlor-4-äthylthiobenzoyl-uΓexdo-l-cyclopentylpenicillin-
Natrium: . -
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus l6,5 Gew. TIn. l-Aininocyclopentylpeniciilin
(Reinheitsgrad 86,0 #) und 12,0 Gew. TIn. 2-Chlor-4-äthylthio-
benzoylisocyanat (Kp: = 160-170°) erhalten. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit einer
ca. 1-molaren Lösung von Natrium-2-äthylhexanoat in Isobutyl-
methylketon.
Ausbeute (Rohprodukt): 3i5 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung bei ca. l60°C, ß-Lactamgehalt: 702 E/mg.
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Beispiel 23 C*f
^-Methoxybenzoyl-ure'ido-l-cyclopentylpenicillin-Kalium: Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 16,5 Gew. TIn. l-Aminocyclopentylpenicillin (Reinheitsgrad 86,0 io) und 9»O Gew. TIn. 4-Methoxybenzoylisocyanat (Kp β 130°) erhalten. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit einer Lösung von Kalium-2-äthylhexanoat in Aether.
Ausbeute (Rohprodukt): 3,0 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 170°C, fl-Lactamgehalt: 795 E/ml. .
Beispiel 2k
D( -) a-(5-Methoxy-2-chlorbenzoyl-ure'ido) -benzylpenicillinKalium:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D(-)a-Aminobenzylpenicillin und 13 Gew. TIn. 3-Methoxy-2-chlorbenzoylisocyanat (Rohprodukt) dargestellt. Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben. Gefällt wurde mit Kalium-2-äthylhexanoat. Ausbeute (Rohprodukt): 3,1 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 170°C, ß-Lactamgehalt: 872 E/mg.
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■Beispiel 25
Di -) a-(2-Jodbenzoyl -ure'ido) -benzy Lpenicillin-Kalium:
Dieses Penicillin wurde in der in Beispiel 7 beschriebenen Weise aus 21 Gew. TIn. D( -) ce-Aminobenzylpenic illin und
16, 2 Gew. TIn. 2-Jodbenzoylisocyanat (Rohprodukt) dargestellt.
Die Aufarbeitung erfolgte wie in Beispiel 1 angegeben.
Ausbeute (Rohprodukt): 3,5 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 18O°C, ß-Lactamgehalt: 839 E/mg.
Be !.spiel 26
D(-) a-(3-Jodbenzoyl-ure"ido) -benzylpenicillin-Kalium:
Die Darstellung und Aufarbeitung erfolgte entsprechend wie beim
2-Jod-Derivat angegeben.
Ausbeute (Rohprodukt): 2,5 Gew. TIe., Schmelzpunkt: Zersetzung ab 18O°C, ß-Lactamgehalt: 69k E/mg.
Beispiel 27
D( -) <x-(4-Jodbenzoyl-ure'ido) -benzylpenicillin-Kaliumx
Die Darstellung erfolgte entsprechend wie beim 2-Jod-Derivat
angegeben.
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Gefällt wurde mit Kalium-2-äthylhexanoat. Ausbeute (Rohprodukt)ϊ 6,5 Gew. Tie«, Schmelzpunktt Zersetzung ab 17O0C, ß-Lactamgehaltt 806 E/mg.
Le A 11 483 - 59 -
1.098A6/18-79

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    177062D
    1) Penicilline der allgemeinen Formel I
    - NH—CO— KH— C — CO -NH
    R,
    COOH
    und deren nichttoxische Salze, worin R, den dest einer Carbonsäure oder Sulfonsäure (Acylreste) mit bis zu 26 Kohlenstoffatomen, R? ein Wasserstoffatom, ein gegebenenfalls substituierter oder durch Heteroatome unterbrochener Alkylrest oder ein gegebenenfalls substituierter cycloaliphatischer, araliphatischen aromatischer oder heterocyclischer Rest i3t, R-, dieselbe Bedeutung wie Rp hat ohne daß im Einzelfall die beiden Reste
    und R, iden
    tisch sein müssen - und worin Rp und R, auch unter Ausbildung eines cycloaliphatischen oder heterocyclischen Ringes mit drei bis sieben Ringgliedern verbunden sein können und in der das mit einem Stern versehene Kohlenstoffatom in der racemischen oder einer der beiden optisch aktiven Formen vorliegt.
    Le A 11 483
    - 60 -
    1 09846/1879
    BAD
    177062C
    2) Verfahren zur Herstellung von Penicillinen der allgemeinen Formel I
    I Rt -NH— CO— NH- C— CO—NH
    / V R2 R3
    . „ t—COOH
    und deren nichttoxischen Salzen, worin R1. den Rest einer Carbonsäure oder SuIfonaäure (Acylreste) mit bis zu 26 Kohlenstoffatomen, R2 ein Wasserstoffatom, ein gegebenenfalls substituierter oder durch Heteroatome unterbrochener Alkylrest oder ein gegebenenfalls substituierter cycloaliphat ischer, araliphatischen aromatischer oder heterocyclischen Rest ist, R3 die-selbe Bedeutung wie R2 hat - ohne daß im Einzelfall die beiden Reste R2 und R3 identisch sein müssen - und worin R2 und R3 auch unter Ausbildung eines cycloaliphatischen oder heterocyclischen Ringes ™ mit drei bis sieben Ringgliedern verbunden sein können und in der das mit einem Stern versehene Kohlenstoffatom in der racemischen oder einer der beiden optisch aktiven Formen vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder
    a) Verbindungen der allgemeinen Formel IX oderIII, bzw. deren Salxe, oder IV, V, VI oder VII
    1 09846 Al 879
    177062C
    II H2 Ν— C — CO— NH
    COOH
    CH,
    III H2N—CO— NH- C—CO—NH-
    R2 R3
    -N-
    JH,
    -COOH
    IV
    CH,
    H2N-C—CO-NH-
    /\ R2 R3
    -N- ■COOSi—R,
    R5— Si—HH- C CO—NH-
    N-
    CH,
    CH,
    -COOSi—R,
    VI H2 N CO—NH- C — CO— NH-
    R2 R3
    -N-
    CH,
    -COOSi-R3
    Le A 11 483
    - 62 109846/1879
    BAD
    VII R3—Si-NH-CO-NH-
    * oder
    H2 N-C-N-I
    oder HNeC-NH-
    -C—CO-NH R2 R3
    worin R2 . Rj und C die oben angegebene Bedeutung haben und worin R*, R3 und R{ gleiche oder verschiedene, substituierte oder durch Heteroatome unterbrochene Alkyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylreste oder gegebenenfalls substitu ierte Arylreste bedeuten, mit Acylisocyanaten der allgemeinen Formel VIII
    R, — N=" C=O
    oder mit N-Acylcarbaminaäurederivaten der allgemeinen Formel IX oder X
    R__NH— C
    R1— NH—C
    A. -™ Kn
    worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat, X ein Rest ist, wie er in Ieocyanatabspaltena .
    Le A 11 483
    ^ -10 9846/1879
    Bad
    vorkommt, A für -0- oder -S- steht und R7 ein gegebenenfalls substituierter oder durch Heteroatome unterbrochener Alkyl-, Aralkyl- oder cycloaliphatischer Rest oder gegebenenfalls substituierter Aryl- oder heterocyclischer Rest ist, zur Umsetzung bringt, oder indem man
    b) Verbindungen der allgemeinen Formeln III, VI oder VII, worin Rp, R-I, R4» Rg und C die oben angegebene Bedeutung haben, mit acylierend wirkenden Mitteln oder Mischungen, wie Carbonsäuren der allgemeinen Formel XI
    XI R8 -GO OH
    worin Rg-CO gleicht R-, ist, in Gegenwart von wasserabepaltenden Mitteln oder mit acylierend wirkenden funktioneilen Derivaten der Säuren der allgemeinen Formel XI oder anderen acylierend wirkenden funktioneilen Derivaten von Carbonsäuren, wie sie in der Peptidchemie bekannt sind,oder mit Isocyanaten der allgemeinen Formel XII
    XlI R9 ff= C= 0
    worin R„ der Rest eines primären Amins ist, zur Umsetzung bringt, oder indem man
    Le A 11 483 - 64 -
    109848/1879
    BAD ORIGINAL
    c) 6-Aminopenicillansäure, oder ihre Salze oder Derivate der allgemeinen Formeln XIII oder XIV
    H2 N-
    -N-
    CH3
    -COOSi-R3
    ♦>s.
    COOSi^-R3
    worin R*, R3 und R$ die oben angegebene Bedeutung haben, mit Säuren der allgemeinen Formel XV
    Rt— NH- CO— NH—C— COOH
    worin R1, R2r R, und C die oben angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart eines Carbodiimida, Carbonyldiimidazols oder Carbonylditriazols oder mit furiictduueiien JDerivaten der Säuren der allgemeinen Formel XV oder anderen, aoy~ 1ierend wirkenden funktioneilen Derivaten der Säuren der allgemeinen Formel XV", wie sie In der Peptidchemie verwendet werden, oder j.m.
    Le A 11 48.-5
    - t
    846/1879 SAD ORIGINAL
    177062G
    Falle der nicht silylierten 6-Aeinopenicillansäure, auf fermentativem Wege mit den Glycin-, Glykolsäure- oder Thioglykolsäurederivaten der Säuren der allgemeinen Formel XVI
    XVI
    R1
    NH- CO—NH
    CO— B-CH8 COOH
    worin R1 , R4 , Rj und C die oben angegebene Bedeutung haben und B für -NH-, -0- und -S- steht, zur Umsetzung bringt.
    5) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als funktionell«* Derivate der Säuren der allgemeinen Formel XV Pseudosaccharinester bzw. -amide der allgemeinen Formel XVII
    XVII
    worin R10 der Acvicsst der Säure der aligemeinen Formel KNf ist, verwandet werden.
    j fr λ II 4βί
    109846/1879 BAD ORIGINAL
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