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DE1770454A1 - Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazolonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazolonen

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Publication number
DE1770454A1
DE1770454A1 DE19681770454 DE1770454A DE1770454A1 DE 1770454 A1 DE1770454 A1 DE 1770454A1 DE 19681770454 DE19681770454 DE 19681770454 DE 1770454 A DE1770454 A DE 1770454A DE 1770454 A1 DE1770454 A1 DE 1770454A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxazolones
heated
preparation
radical
torr
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681770454
Other languages
English (en)
Inventor
Huebner Klaus Dipl-Chem Dr
Guenter Dr Schroeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm GmbH Darmstadt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roehm GmbH Darmstadt filed Critical Roehm GmbH Darmstadt
Priority to DE19681770454 priority Critical patent/DE1770454A1/de
Publication of DE1770454A1 publication Critical patent/DE1770454A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D263/00Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings
    • C07D263/52Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D263/00Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings
    • C07D263/02Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings
    • C07D263/30Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D263/34Heterocyclic compounds containing 1,3-oxazole or hydrogenated 1,3-oxazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D263/36One oxygen atom
    • C07D263/42One oxygen atom attached in position 5

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazolonen Es ist bekannt, Acylaminocarbonsäuren durch wasserabspaltende Verbindungen, vorzugsweise Acetanhydrid9 zu den entsprechenden Oxazolonen zu zyklisieren. Die Reaktion läuft nach folgender Gleichung abt Wenn R eine Gruppe mit einer polymerisierbaren Doppelbindung, z. B. eine Vinyl- oder Isopropenylgruppe, und R1 und R2 niedere Alkylreste sind, lassen sich nach diesem Schema polymerisierbare Oxazolone erzeugen, die zur Herstellung vernetzbarer Polymerisate eingesetzt werden kennen Die Wasserabspaltung mit Hilfe von Acetanhydrid macht polymerisierbare Oxazolone bzw. die daraus hergestellten Polymerisate für viele Anwendungsgebiete zu teuer.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich die Zyklisierung auch in Abwesenheit wasserabspaltender Mittel durchführen läßt, indem man Verbindungen der allgemeinen Formel worin R1 und R2 niedere Alkylreste sind oder zusammengenommen mit dem benachbarten C-Atom einen carbocyclischen Ring bilden, R3 ein Alkyl oder Alkenylrest ist und R Wasserstoff oder ein niederer Alkylrest ist, in feiner Verteilung oder in dünner Schicht aut Temperaturen oberhalb 200° C erhitzt. Die Ringsohlußreaktion verläutt dann besonders glatt, wenn wenigstens einer der Reste R1 und R2, vorzugsweise aber beide, Methylgruppen sind. Wenn der Rest R3 ein niederer Alkenylrest, wie z. B. eine Vinyl-, Isopropenyl- oder Allylgruppe, ist, erhält man polymerisierbare Oxazolone. Die gleichen Oxazolone lassen sich aus geeigneten gesättigten wischenprodukten herstellen, die ihrerseits nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden können, Wenn z. B. in der eingesetzten Acylaminocarbonsäure R3 ein 2-Chlor-isopropylrest oder ein Acetoxyäthylrest ist, so kann aus dem entsprechenden Oxazolon durch Chlorwasserstoffabspaltung im einen, durch thermische Essigsäureabspaltung im anderen Falle ein ungesättigter polymerisierbarer Rest erzeugt werden.
  • Die Umsetzung von Acylaminocarbonsäuren hat die grö#ere praktische Bedeutung als die der Acylaminocarbonsäure-alkylester, da die ersteren technisch einfacher zugänglich sind. In man chen Fällen lassen sich Jedoch, von den Estern ausgehend, bessere Ausbeuten erzielen.
  • Das Verfahren der Erfindung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, wobei das Ausgangsmaterial in dtirmer Schicht oder in feiner Verteilung eingesetzt werden uB.
  • Der Ausdruck "in feiner Verteilung" soll dabei alle AusrUhrungsformen umfassen, bei denen das Ausgangsmaterial entweder in molekularer Verteilung, wie in Lösung oder im Dampfzustand, oder in Form kleiner Tröpfchen in inniger Beruhrung mit einer anderen flüssigen oder gasfö@migen Phaso erhitzt wird. Die Erhitzung soll, um Verluste durch Zersetzung zu vermeiden, nicht wesentlich länger andauern, als zur vollständigen Umsetzung erforderlich ist.
  • Eine einfache Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, das flüssige bzw. geschmolzene Ausgangsmaterial in ein mit FUllkörpern gefülltes erhitztes Rohr einzutropfen. Die Umsetzung tritt dann in dünner Schicht auf den FUllkdrpern oder in der Dampfphase ein. Man kann auch das flüssige bzw. geschmolzene Ausgangsmaterial oder dessen Lösung in einem geeigneten Lbsungsmittel in dünner Schicht über beheizte Rohrwandungen u. dgl. herablaufen lassen. Wird die Reaktion in Lösung in Emulsion bzw. Dispersion durchgeführt, so kann die Umsetzung beim Durchlauf durch ein beheiztes Rohr oder einen Rohrbündelreaktor ablaufen. Als Lösungs-, Emulgier-bzw. Dispergiermedium kann Jede Flüssigkeit verwendet werden, die den Reaktionsablauf nicht beeinträchtigt. Mit besonderem Vorteil wird unter einem Unterdruck gearbeitet, bei dem das gebildete Oxazolon verdampft und über die Gasphase aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt werden kann. Für diese Verfahrensweise geeignete flüssige Verteilungsmittel sind z. B.
  • Silikonöle, hochsiedende Kohlenwasserstoffe, chlorierte Aromaten, Dioxan oder Dimethylformamid.
  • Grundsätzlich wird bei allen Ausführungsformen des Verfahrens die kontinuierliche Arbeitsweise wegen der dabei möglichen kurzen Erhitzungszeiten bevorzugt. Bei diskontinuierlicher Arbeitsweise sind die Ausbeuten in der Regel niedriger.
  • Die erhaltenen Oxazolone reagieren mit Verbindungen mit einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom, nachfolgend als XH bezeichnet, unter Ringöffnung zu linearen Additionsprodukten nach der Gleichung worin R1, R2 und R3 die früher angegebene Bedeutung haben.
  • Sie sind daher in vielfältiger Weise als organische Zwischenprodukte verwendbar, insbesondere können diejenigen Verfahrensprodukte, bei denen R3 eine polymerisierbare Gruppe ist, zur Herstellung von Polymerisaten verwendet werden, die pach dem obigen Schema mit bifunktionellen Verbindungen, wie primären aliphatischen Diaminen, vernetzbar sind.
  • Beispiel 1: 60 g mit 0,5 % Hydrochinon stabilisierter N-Methacryloyl-aaminoisobuttersäuremethylester (Schmelzpunkt 98 - 990 c) werden als Schmelze innerhalb von 30 Minuten bei 15 Torr durch ein senkrecht stehendes, mit Raschigringen, Wendeln aus rostfreiem Stahl oder mit grobkörnigem Quarz gefülltes und auf 220 - 2300 C erhitztes Rohr von 40 cm Länge und 4 cm Durchmesser geleitet. Das am unteren Rohrende gasförmig austretende Reaktionsgemisch wird in einen Kühler kondensiert.
  • Durch Destillation des Kondensats bei 12 Torr wird 2-Isopropenyl-4,4-dimethyloxazolon-5 bei 63 - 640 C Siedetemperatur in reiner Form erhalten.
  • Beispiel 2: Eine mit 0,5 ß Hydrochinon stabilisierte Schmelze aus 60 g N-Methacryloyl-a-aminoisobuttersure (Schmelzpunkt 160 -1620 C) wird innerhalb von 30 Minuten bei 2600 C unter Normaldruck in der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur umgesetzt. 2-Isopropenyl-4,4-dimethyloxazolon-5 wird aus dem Reaktionsgemisch mit PetrolEther extrahiert und anschließend im Vakuum destilliert (Siedepunkt 45 - 460 c/o, 6 Torr).
  • Beispiel 3: Durch das in Beispiel 1 beschriebene Reaktionsrohr gibt man innerhalb von 45 Minuten bei 2800 C eine Lösung von 40 g N-Methacryloyl-1-aminocyclohexancarbonsäure in 50 ml Dimethylformamid. Von dem Umsetzungsgemisch wird das Dimethylformamid abdestilliert und anschließend der Destillationsrückstand zur Trennung des nicht umgesetzten Ausgangsproduktes vom gebildeten Oxazolon in Petroläther aufgenommen. Nach Abdampfen des Petroläthers und Kristallisation des RUckstands aus Essigester erhält man 2-Isopropenyl-4,4-pentamethylenoxazolon-5 (Schmelzpunkt 53 - 540 C).
  • Beispiel 4: Analog Beispiel 1 werden 60 g N-Acryloylaminoisobuttersäure (Schmelzpunkt 186 - 1870 c), stabilisiert mit 0,5 % Hydrochinon, bei 2600 C / 14 Torr umgesetzt. Aus dem Reaktionsgemisch wird 2-Vinyl-4,4-dimethyloxazolon-5 mit Petroläther extrahiert und anschließend durch Vakuumdestillation (Siedepunkt 26 - 280 C - 0,5 Torr) gereinigt.
  • Beispiel 5 : 60 g mit 0,5 % Hydrochinon stabilisierte N-Methacryloyl-α-aminoisobuttersäure läßt man als Schmelze innerhalb von 30 Minuten über die auf 2600 C geheizten Rohrwandungen eines Dünnschichtverdampfers laufen. Das Reaktionsprodukt wird nach Kondensation in einem dem Dünnschichtverdampfer nachgeschalteten Kühler wie in Beispiel 2 aufgearbeitet.
  • Beispiel 6s 10 g N-Methacryloyl-a-aminoisobuttersäure, gelöst in 50 ml Diäthylenglykoldibutyläther, werden bei 2500 C und 12 Torr in der in Beispiel 1 beschriebenen Apparatur dehydratisiert.
  • Das gebildete 2-lsopropenyl-4 ,4-dimethyl-oxazolon-5 wird durch Vakuumdestillation isoliert.
  • Beispiel 7: In 50 ml eines Isomerengemisches aus Triaryldimethanen (Marlotherm S, Chemische Werke Hüls) löst man 10 g N-Methacryloyl-α-aminoisobuttersäure und C, 05 g Hydrochinon.
  • Diese Lösung wird unter einem mäßigen Stickstoffstrom bei 100 Torr auf 2500 C erhitzt. Das in einem Abscheider anfallende Kondensat wird nach Beispiel 2 auRgearbeitet ; Beispiel 8t In einem mit heizbarem Tropftrichter, Rührer und Destillationsaufsatz versehenen 1 l-Dreihalskolben werden 250 ml Paraffinöl unter Rühren auf 2500 C erhitzt. Bei einem Druck von 70 - 100 Torr läßt man innerhalb von 30 Minuten 60 g mit 0,5 % Hydrochinon versetzte, im Tropftrichter aufgeschmolzene N-Methacryloyl-α-aminoisobuttersäure zutropfen.
  • Das gebildete 2-Isopropenyl-4,4-dimethyl-oxazolon-5 wird über einen Destillationsaufsatz abgezogen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazolonen der allgemeinen Formel aus Acylaminocarbonsäuren bzw. -estern der Formel wobei in beiden Formeln R1 und R2 niedere Alkylreste bedeuten oder zusammengenommen mit dem benachbarten G-Atom einen carbocyclischen Ring bilden, R ein Alkyl- oder Alkenylrest ist und R Wasserstoff oder ein niederer Alkylrest ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylaminocarbonsäuren bzw. -ester in reiner Verteilung oder in dünner Schicht auf Temperaturen oberhalb 2000 C erhitzt werden.
DE19681770454 1968-05-18 1968-05-18 Verfahren zur Herstellung von substituierten Oxazolonen Pending DE1770454A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0463520A1 (de) * 1990-06-29 1992-01-02 Polaroid Corporation 2-(4-Alkenylphenyl)-5-oxazolone und Polymere davon
WO1992007012A1 (en) * 1990-10-23 1992-04-30 Minnesota Mining And Manufacturing Company Oligo(2-alkenyl azlactones)
US5157108A (en) * 1989-12-12 1992-10-20 Minnesota Mining And Manufacturing Company Thermally sensitive linkages

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JP3454820B2 (ja) 1990-10-23 2003-10-06 ミネソタ・マイニング・アンド・マニュファクチュアリング・カンパニー オリゴ(2−アルケニルアズラクトン)

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