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DE1770027B - Substituierte 2 Amino 4 (1 methyl 1 thiocarbamoyl athyl)-amino s triazine - Google Patents

Substituierte 2 Amino 4 (1 methyl 1 thiocarbamoyl athyl)-amino s triazine

Info

Publication number
DE1770027B
DE1770027B DE1770027B DE 1770027 B DE1770027 B DE 1770027B DE 1770027 B DE1770027 B DE 1770027B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
methyl
triazines
triazine
thiocarbamoyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr 6000 Frankfurt Weigert Wolfgang Dr 6050 Offenbach C07c Schwarze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt

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Description

Die Erfindung betrifft substituierte 2-Amino-4-(l-methyl-l-thiocarbamoyl-äthyl)-amino-s-triazine der allgemeinen Formel I
X
C
N-
Il -c
N
I
c-
NH
CH3
-C—
Il
C-NH2
(D
CH,
NH
\
R1 /
C
\
NH
\ CH3 \
\ / R2
CH3 /
C
CSNH2
Fp.: \
109 NH2
DC
in der X ein Chloratom, eine Methylmercapto- oder eine Methoxygruppe bedeutet und R1 und R2 gleich oder verschieden sind und für ein WasserstofTatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen stehen, sowie diese als wirksame Bestandteile enthaltende herbizide Mittel.
Thiocarbamoylalkylamino-s-triazine sind in der Literatur noch nicht beschrieben worden, sie leiten sich ab von Aminoessigsäure-thioamid, das am «-Kohlenstoff zweifach substituiert ist. Triazinderivate, die einen Aminosäure- bzw. Aminosäureamidsubstituenten enthalten, sind dagegen bereits bekannt.
Es wurde gefunden, OTß die Thiocarbamoylalkylamino-s-triazine im Gegensatz zu den entsprechenden Carbamoyl- und Carboxyalkylamino-s-triazinen überraschend starke und selektive herbizide Eigenschaften besitzen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können nach verschiedenen Methoden hergestellt werden. Für ihre Herstellung wird im Rahmen dieser Erfindung kein Schutz beansprucht.
Die Einführung der 1-Methyl-1-thiocarbamoyläthylaminogruppe kann beispielsweise durch Umsetzung von Cyanurchlorid mit «-Aminoisobuttersäurethioamid erfolgen, das nach· A s i η g e r, W. Schäfer, H. Kersten und A. Saus (Monatshefte für Chemie 98, S. 1843 bis 1851 [1967]) durch Hydrolyse substituierter lmidazolidinthione-4 zugänglich ist.
CH3
CH3
Die für das Verfahren benötigten Imidazolidinthione-4 erhält man ebenfalls nach konventionellen Methoden (H. T. Bucherer und W. S t e i η e r, s. Prakt. Chemie, 140, 308 [1934]).
Die Umsetzung des a-Aminoisobuttersäurethioamids mit Cyanurchlorid erfolgt nach Verfahren, die den in der Literatur für die Umsetzung mit Aminen beschriebenen analog sind. Auch die Einführung der zweiten Aminogruppe in das Triazinmolekül erfolgt in an sich bekannter Weise (J.T.Thurston und Mitarbeiter, J. Am. Chem. Soc, 73, S. 2981 [1951]).
Die beanspruchten Methoxy- und Methylmercapto-
triazine kann man z. B. durch Umsetzung der 2-Alkylamino-4-(l-methyll-thiocarbamoyl-äthyl)-amino- 6-halogen-s-triazine mit Methanol bzw. Methylmercaptan in Gegenwart von Säureakzeptoren erhalten.
Man kann aber auch so vorgehen, daß man Methoxy- und Methylmercapto - (1 - methyl -1 - cyanäthyl)-aminotriazine mit Schwefelwasserstoff in Gegenwart von starken und schwachen Basen, z. B. Pyridin oder Triäthylamin, umsetzt.
Methylmercapto-Derivate der (1-Methyl-l-thiocarbamoyläthyl) - amino - s - triazine können auch aus entsprechend substituierten Chlor-(l-methyll-cyanäthyl)-amino-s-triazinen gewonnen werden, indem man diese mit H2S in Pyridin behandelt. Man erhält so die 2-Alkyl-amino-4-(l-methyl-1-thiocarbamoyläthyl)-amino-6-mercapto-s-triazine, die anschließend z. B. mit Dimethylsulfat in Gegenwart von Alkali, zum entsprechenden 6-Methylmercaptos-triazin umgesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeichnen sich durch ihre überlegenen herbiziden Eigenschaften aus und können sowohl als Vorauflauf- als auch als Nachauflaufherbizide verwendet werden. Sie vermögen schon in geringer Konzentration das Wachstum der Pflanzen zu beeinflussen. Sie können je nach Art der Substituenten R1 und R2 zur Ausrottung oder selektiven Unterdrückung von Unkräutern unter Kulturpflanzen sowie zur vollständigen Abtötung und Verhinderung unerwünschten Pflanzenwachstums dienen.
Man kann die neuen Verbindungen auch zur Entblätterung, Verminderung des Fruchtansatzes, Verzögerung der Blüte usw. verwenden. Sie können einzeln oder im Gemisch miteinander oder zusammen mit anderen Herbiziden verwendet werden. Man kann sie auch mit Insektiziden, Fungiziden und Düngemitteln vermiscjbjLsmsetzen. Die Verbindungen sind meist kristalline Substanzen, die in vielen organischen Lösungsmitteln sehr gut löslich sind.
Als Lösungsmittel für die neuen Verbindungen
kommen beispielsweise in Betracht: Alkohole, Ketone, Kohlenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwasserstoffe, ζ. B. Chlornaphthalin, Mineralöle, wie Dieselöl, Pflanzenöle oder Gemische der genannten Stoffe.
Man kann auch die Triazinverbindungen auf
festen Trägern anwenden. Als solche kommen alle hierfür bekannten in Betracht, z. B. Ton, Kaolin, Kieselgur, Bentonit, Talcum, feingemahlenes Calciumcarbonat, Holzkohle, Holzmehl u. dgl.
Die Wirkstoffe können in trockener Form mit
den Trägerstoffen vermischt werden. Man kann aber auch Lösungen oder Emulsionen auf die Trägerstoffe aufsprühen oder mit diesen vermengen und die Mischung dann trocknen.
Um ein besseres Haften der Wirkstoffe auf den
Trägern zu erreichen, kann man bekannte Klebstoffe, wie Leim, Kasein, alginsäure Salze und ähnliche Stoffe, verwenden.
Man kann schließlich die Triazinverbindungen, gegebenenfalls zusammen mit den Trägerstoffen, mit Suspensionsmitteln und Stabilisatoren vermengen, z. B. zu einer Paste oder einem Pulver verarbeiten, und diese dann mit Wasser zu einer Suspension anrühren.
Als Netzmittel, Emulgatoren und Stabilisatoren können anionische, kationische oder nicht ionogene bekannte Stoffe verwendet werden, z. B. Türkischrotöl, Salze von Fettsäuren, Alkylarylsulfonate, sekundäre Alkylsulfate, harzsaure Salze, Polyäthylenäther von Fettalkoholen, Fettsäuren oder Fettaminen, quartäre Ammoniumverbindungen, Ligninsulfonsäure, Saponin, Gelatine, Kasein für sich oder im Gemisch miteinander.
Beispiele für Verbindungen, die der allgemeinen Formel I entsprechen, sind:
X R1 R2 F.(°C) über 300 Aussehen
Cl H H 180 (Zersetzung) weiße Kristalle
Cl H CH3 163,5 bis 164,5 (Zersetzung) weiße Kristalle
Cl H QH5 189,5 bis 190,5 (Zersetzung) weiße Kristalle
Cl H S-C3H7 133 bis 134 (Zersetzung) weiße Kristalle
OCH3 H QH5 165,5 bis 166,5 (Zersetzung) weiße Kristalle
OCH3 H CH3 171 bis 172 (Zersetzung) weiße Kristalle
SCH3 H CH3 159 bis 160 (Zersetzung) weiße Kristalle
SCH3 H QH5 200 (Zersetzung) weiße Kristalle
Cl H QH5 weiße Kristalle
Es ist bereits eine Reihe von substituierten Bis-alkylaminotriazinen bekanntgeworden. Einige von ihnen haben sich in der Praxis als hervorragende Herbizide bewährt, wie das 2,4 - Bis - äthylamino - 6 - chlors-triazin und das 2-Äthylamino-4-i-propylamino-6-chlor-s-triazin. Im Gegensatz zu diesen Verbindungen zeigen Triazinverbindungen mit einem substituierten Aminoessigsäureamidrest keine oder aber nur eine sehr begrenzte herbizide Wirkung. Beispielsweise zeigt eine Verbindung der allgemeinen Formel II
Cl /C
Il
H5C2NH-C
N CH3
C—NH-C—Y
CH3
45
(II)
55
in der Y die — COOH- oder die — CONH2-Gruppe bedeutet, keine herbizide Wirkung. Erhält dagegen Y die Bedeutung —CSNH2, so liegt eine sehr starke Wirkung vor.
Es war überraschend und nicht vorauszusehen, daß die beanspruchten s-Triazine, die ein tertiäres C-Atom an einer Aminogruppe sowie eine damit direkt verbundene Thionamidgruppe aufweisen, sehr starke Herbizide sind.
Die ernndungsgemäßen 6-Chlor-s-triazinverbindungen sind z. B. in Maiskulturen sehr selektiv. Darin ähneln sie z. B. dem 2,4-Bis-äthylamino-6-chlortriazin.
Sie haben aber vor diesem den großen Vorteil, daß ihre Persistenz im Boden geringer ist. Sie werden im Zeitraum einer Kulturperiode im Boden abgebaut zu Substanzen ohne herbizide Wirkung. Man ist aus diesem Grund nicht gezwungen, im darauffolgenden Jahr wieder Mais auf den gleichen Feldern aufzubauen.
Zur Prüfung der herbiziden Wirksamkeit werden Verbindungen der beanspruchten Art in Form von Lösungen oder Suspensionen in einem Gemisch aus gleichen Teilen Wasser und Aceton, welches außerdem 1% eines handelsüblichen Dispersionsmittels und 2% Glycerin enthält, angewendet. Es werden folgende Pflanzenarten behandelt: Mais, Weizen, Raygras, Erbsen, Leinsaat, Senf, Zuckerrübe.
Bei der Blattbehandlung werden die formulierten Verbindungen mit Hilfe einer Sprühvorrichtung auf die Blätter aufgesprüht. Die verwendete Vorrichtung ermöglicht es, 1 oder 10 kg/ha an Wirkstoff in einem Volumen von 630 l/h zu versprühen.
Zur Bodenbehandlung nach dem Einbringen der Saat werden die Testpflanzen in Erde, die sich in Kunststoffschalen befindet, ausgesät. Das Säen und Wässern erfolgt kurz vor der Behandlung, und zwar gleichzeitig mit der Blattbehandlung, so daß die gleichen Mengen an Wirkstoff angewendet werden.
Am Ende der Untersuchungsperioden (7 Tage bei der Blattbehandlung und 11 Tage bei der Bodenbehandlung vor dem Sprießen) werden die Ergebnisse durch Augenschein festgestellt. Die phytotoxische Wirkung wird in eine von 0 bis 9 reichende Skala eingeordnet. Hierbei bedeutet 0 kein Effekt und 9 totale Schädigung der Pflanze. Die Phytotoxizität bei allen sieben Pflanzenarten unter Anwendung einer Wirkstoffkonzentration von 1 kg/ha ist in der nachfolgenden Tabelle zusammen mit den Angaben über die Konstitution der verwendeten Verbindung wiedergegeben. Die Tabelle gibt auch den Vergleich mit vorbekannten Verbindungen wieder.
5 R2
j
N
Il
C-R3
R3 :—CSNH2 :—CSNH2 :—CONH2 :—cooH 6 Bodenbehandlung
/C\
N
I
R1—C
CH3 CH3 CH3 CH3
R2 NH-C-CSNH2 CH3 NHC2H5 CH3 Blattbehandlung
R1 CH3 NH-( CH3 NH- <
<
5,0
NHCH3 CH3 NH-(
Cl*) NH-C-CSNH2 6
CH3 5,1
NHC2H5 CH3
Cl*) NH-C-CSNH2 5,9
CH3 6,0
NHCH3 CH3
OCH3 NH-C-CSNH2 6,3
CH3 5,8
NHCH3 CH3
SCHSCH3 NH-C-CSNH2 5,7
CH3 5,7
NHC2H5 CH3
SCH3 NH-( 5,3
6,7
NH2
Cl 5,4
6,0
NHi-C3H7
Cl 5,3 3,3
NHC2H5
Vergleichssubstanzen:
Cl*)
3,6 O
NHC2H5
Cl 0
O
NHC2H5
Cl 0
*) Verbindungen tolerieren Mais.
Beispiel 1
10Teile 2-Äthylamino-4-(l-methyl-1 -thiocarbamoyl - äthyl) - amino - 6 - chlor - s - triazin, 89 Teile Bentonit und 1 Teil einer hochdispersen, auf pyrogenem Wege hergestellten Kieselsäure ^erden in einer Kugelmühle bis zur Staubfeinheit vermählen. Diese Mischung kann als Stäubemittel verwendet werden.
Beispiel 2
10 Teile 2-Methylamino-4-(l-methyl-l-thiocarbamoyl - η - propyl) - amino - 6 - chlors - s - triazin und 90 Teile Kieselgur werden in einer Kugelmühle bis zur größten Feinheit vermählen. Sie können als Stäubemittel verwendet werden.
Beispiel 3
und anschließend 50 ml 2 n-NaOH hinzu. Die Temperatur kann zuletzt 40 bis 45° C betragen. Man rührt, bis ein pH-Wert von 7 erreicht ist, und dampft dann Aceton im Vakuum ab. Ein dicker Kristallbrei bleibt zurück, der abgenutscht und mit Wasser gewaschen wird. Die Trocknung erfolgt im Vakuum bei 40°C.
Ausbeute: 25,15 g 2 - Äthylamino - 4 - (1 - methyl-1 - thioarbamoyl - äthyl) - amino - 6 - chlor - s - triazin (= 91,6% der Theorie). Weiße Kristalle, F. 163,5 bis 164,5° C (Zersetzung).
Analyse: C9H15N6SCl (Molgewicht 274,5).
Berechnet:
C 39,3, H 5,5, N 30,6, S 11,6, Cl 12,9;
gefunden:
C 39,1, H 5,7, N 30,4, S 11,5, Cl 12,7.
Man bereitet eine Mischung von 20 Teilen Isopropylamino - 4 - (1 - methyl -1 - thiocarbamoyläthyl)-amino - 6 - methylmercapto - s - triazin, 70 Teilen Chlorbenzol und 10 Teilen eines handelsüblichen Dispersionsmittels auf der Grundlage eines aus Dit-butyl-phenol und 10 bis 12 Mol Äthylenoxid erhaltenen Oligoglycoläthers. Diese Präparation gibt mit Wasser eine stabile Dispersion.
Beispiel 4
50 Teile 2 - Äthylamino - 4 - (1 - methyl -1 - thiocarbamoylpropyl)-amino-6-methoxy-s-triazin löst man in 450 Teilen Kerosin. Die Lösung kann sofort versprüht werden.
Beispiel 5
22,2 g 2-Methylamine-4-(l -methyl-1-cyanoäthyl)-amino-6-methoxy-s-triazin löst man in einer Mischung von 100ml Pyridin und 10ml Triäthylamin. Bei einer Temperatur von 50 bis 6O0C leitet man H2S bis zur Sättigung ein, läßt über Nacht stehen und gießt dann den kristallin erstarrten Kolbeninhalt in Wasser ein. Man nutscht ab, wäscht gründlich mit Wasser und trocknet im Vakuum bei 500C. Man erhält 23,7 g 2- Methylamino-4-(l -methyl-1 -thiocarbamoyl-äthyl)-amino-6-methoxy-s-triazin. F. 165,5 bis 166,5°C, Ausbeute: 92,5% der Theorie. Hellgelbe Kristalle.
45 Beispiel 6
a) Man löst 184,5 g Cyanurchlorid (= 1 Mol) in
2 1 Acetonitril. Unter Kühlung gibt man bei 0 bis 2° C 236 g feingepulvertes a-Aminoisobuttersäurethioamid (= 2 Mol) (F. 1090C) hinzu. Sofort bildet sich ein schneeweißer Niederschlag. Man rührt noch
3 Stunden bei einer Temperatur bis 20° C. Anschließend dampft man zur Trockne ein. Der kristalline Rückstand wird mit Eiswasser behandelt, abgenutscht und im Vakuum bei 30° C getrocknet. Man erhält gelblich weiße Kristalle, die sich langsam oberhalb 1600C zersetzen.
Analyse: C7H9N5SCl2 (Molgewicht 266).
Berechnet:
C 31,6, H 3,4, N 26,3, S 12, Cl 26,7;
gefunden:
C 31,4, H 3,2, N 26,1, S 11,8, Cl 26,4.
b) 26,6 g 2,4-Bis-chlor-6-(I-methyl- 1-thiocarbamoyl-äthyl)-amino-s-triazin suspendiert man in 100 ml Aceton. Unter Rühren tropft man zwischen 20 und 300C 9 g einer 50%igen Äthylaminlösung
60
Beispiel 7
Man suspendiert 184,5 g Cyanurchlorid in 1000 ml Acetonitril und kühlt auf 00C ab. Nun tropft man eine Lösung von 119 g «-Aminoisobuttersäurethioamid in 1 1 Acetonitril hinzu; anschließend ebenfalls bei 0 bis 2°C 200 ml 5n-NaOH. Nun tropft man 85 g einer 70%igen Isopropylaminlösung hinzu, dabei steigt die Temperatur auf 200C an. Zuletzt gibt man langsam 200 ml 5 n-NaOH in die Mischung. Die Temperatur beträgt zuletzt 40 bis 45° C. Sobald die Mischung neutral ist, wird das Acetonitril im Vakuum abgezogen. Der verbliebene Kristallbrei wird abgenutscht, gewaschen und getrocknet. F. 189,5 bis 190,5° C (Zersetzung). Weiße Kristalle.
Ausbeute: 257,3 g 2-Isopropylamino-4-(l-methyl-1 - thiocarbamoyl - äthyl) - amino - 6 - chlor - s - triazin entsprechend 89,2% der Theorie.
Analyse: C10H17N6SCl (Molgewicht 288,5).
Berechnet:
C 41,6, H 5,9, N 29,1, S 11,1, Cl 12,3;
gefunden:
C 41,4, H 5,8, N 28,8, S 11,0, Cl 12,1.
Beispiel 8
27,45 g 2 - Äthylamino - 4 - (1 - methyl -1 - thiocarbamoyl-äthyl)-amino-6-chlor-s-triazin gibt man in eine Lösung von 5,4 g Natriummethylat in 200 ml Methanol. Die Lösung wird 6 Stunden auf 50 bis 55°C erwärmt, sie reagiert dann neutral. Man dampft zur Trockne ein, nimmt mit Wasser auf und nutscht die Kristalle ab. Das Trocknen erfolgt bei 400C im Vakuum.
Ausbeute: 25,1 g 2 - Äthylamino - 4 - (1 - methyll-thiocarbamoyl-äthyl)-amino-6-methoxy-striazin. Weiße Kristalle, F. 133 bis 134° C.
Analyse: C10H18N6SO (Molgewicht 270).
Berechnet:
C 44,4, H 6,7, N 31,1, S 11,8;
gefunden:
C 44,4, H 6,6, N 30,9, S 11,6.
Beispiel 9
25,4 g 2-Äthylamino-4-(l - methyl-1 -cyanoäthyl)-amino - 6 - methylmercapto - s - triazin löst man in einem Gemisch von 100 ml Pyridin und 10 ml Triäthylamin, erwärmt auf 6O0C und leitet bei dieser Temperatur Schwefelwasserstoff bis zur Sättigung ein. Man läßt über Nacht stehen und gießt dann in
109527/395
Wasser ein. Die Substanz kristallisiert bald aus. Sie wird genutscht, gewaschen und getrocknet und dann aus Methanol umkristallisiert. Weiße Kristalle, F. 159 bis 1600C.
Ausbeute: 19,35 g 2 - Äthylamino - 4 - (1 - methyl-1 - thiocarbamoyl - äthyl) - amino - 6 - methylmercaptos-triazin entsprechend 67,2% der Theorie.
Analyse: C10H20N6S2 (Molgewicht 288).
Berechnet:
C 41,6, H 6,9, N 29,1, S 22,2;
gefunden:
C 41,4, H 6,7, N 28,8, S 22,0.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Substituierte 2-Amino-4-(l-methyl-1-thiocarbamoyl - äthyl) - amino - s - triazine der allge-
meinen Formel I
X
N-C
'V
C—NH- C C-NH2
CH3
in der X ein Chloratom, eine Methylmercapto- oder eine Methoxygruppe bedeutet und R1 und R2 gleich oder verschieden sind und für ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen stehen.
2. Herbizides Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß es als wirksamen Bestandteil eine Verbindung gemäß Anspruch 1 enthält.

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