DE1609098C - Vorrichtung zur Entwässerung von Flachdächern od. dgl - Google Patents
Vorrichtung zur Entwässerung von Flachdächern od. dglInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ent- Schlitz auf seinem großen Umfangsbereich durch abwässerung
von Flachdächern od. dgl. Die Vorrich- gelagerte Schmutzteile verschlossen ist, wird bei startung
kann Anwendung finden auf andere schwer zu- kern Anfall von Abwässer dieses durch die darübergängliche,
vornehmlich waagerechte oder annähernd liegenden Schlitze zuverlässig und schnell abgeführt,
waagerechte zu entwässernde Flächen. 5 während das in der geringen Höhe des unteren
Es sind Entwässerungsvorrichtungen für Flach- Schlitzes verbleibende Abwasser ebenfalls, wenn
dächer bekannt, die aus einem in das das Abwasser auch langsamer, durch die restliche Öffnung dieses
abführende Fallrohr mündenden Ablaufgehäuse be- Schlitzes abgeführt werden kann. Die erfindungs-
stehen, dessen Oberkante mit der Dachoberseite ab- gemäß ausgebildete Vorrichtung gewährleistet somit
schließt. Die obere Öffnung des Ablaufgehäuses, ist io eine zuverlässige und schnelle Abführung des Ab-
mit einem Rost abgedeckt, der Durchtrittsöffnungen wassers, ohne daß eine regelmäßige Reinigung der
in Form von Schlitzen, Löchern od. dgl. aufweist. Vorrichtung erforderlich ist.
Dieser Abdeckrost kann eben oder gewölbt ausge- Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß
bildet sein. Diese bekannten Entwässerungsvorrich- der mit der Oberseite des Dachs abschließende Hals
tungen haben den Nachteil, daß sich Laub oder son- 15 des Ablaufgehäuses mehrere, vorzugsweise zwei oder
stige sperrige Schmutzteile im Laufe der Zeit vor die drei, radial nach innen gerichtete Stege hat, in deren
Durchtrittsöffnungen des Rostes setzen, so daß sich Schnittpunkt sich ein einen senkrechten Bolzen zur
angesichts der Tatsache, daß die auf den Dächern Befestigung der Roste aufweisendes Auge befindet,
angeordneten Ablaufvorrichtungen in der Regel we- Die Roste können dabei als Ringe ausgebildet sein,
gen ihrer schweren Zugänglichkeit nicht gesäubert ao deren Innendurchmesser mindestens gleich dem
werden können, nach einer gewissen Zeit die öffnun- Durchmesser der Öffnung des Halses ist und die in
gen des Rostes verstopfen und sich auf dem Dach Ausbildung und Anzahl den Stegen des Halses entstehendes
Wasser bildet. Man hat auch schon die sprechende Stege aufweisen, in deren Schnittpunkt
Durchtrittsöffnungen des Rostes größer ausgebildet sich ebenfalls ein Auge zum Durchführen des Bolzens
und in diesen Fällen unterhalb des Rostes im Ab- 25 befindet.
laufgehäuse einen eimerartigen Schmutzfänger ange- Zur Fixierung der Stellung der Roste gegeneinander
ordnet, in dem sich die durch die Öffnungen in das und gegenüber den Stegen am Hals des Ablaufgehäu-
Gehäuse eingedrungenen Schmutzteile absetzen sol- ses können die Durchbrechungen der Augen und der
len. Da das Aufnahmevolumen dieser Schmutzfänger Schaft des Bolzens eine nicht runde, vorzugsweise
verhältnismäßig gering ist, füllen sie sich rasch, so 30 viereckige Querschnittsform haben,
daß sie ihrer Bestimmung nicht mehr genügen kön- Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht
nen. Auch hier tritt somit nach einer gewissen Zeit darin, daß an beiden Enden des Bolzens Muttern zur
eine Verstopfung des Ablaufes ein. Bei den bekann- Befestigung und zur Halterung der Roste angeordnet
ten Vorrichtungen werden also wegen der bestehen- sind.
den Verstopfungsgefahr Dachschäden nicht ausblei- 35 Außerdem ist es vorteilhaft, wenn oberhalb der
ben, die auch nicht durch einen sorgfältigen Einbau Roste auf dem Bolzen eine Abdeckkappe angeordnet
des Ablaufgehäuses und die Anwendung breiter Iso- ist, deren Durchmesser mindestens gleich dem, vor-
lierränder im Gehäuse auszuschließen sind. zugsweise jedoch größer als der Außendurchmesser
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, der Roste ist.
eine Vorrichtung zur Entwässerung von Flachdächern 40 Durch die Ausbildung der Augen der einzelnen
od. dgl. zu schaffen, die nicht verstopft und bei der Roste und des Gehäuses wird erreicht, daß die Stege
die Anordnung eines besonderen Schmutzfängers der einzelnen Rostplatten lotrecht übereinander
nicht erforderlich ist. fluchtend mit den Stegen des Halses des Ablauf-
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß oberhalb gehäuses liegen, so daß ein ungehinderter Abfluß
des in das Fallrohr mündenden Ablaufgehäuses meh- 45 des durch die ringförmigen Schlitze eintretenden Abrere
in Abständen übereinander angeordnete, zwi- wassers erfolgen kann. Die oberhalb der Ringroste
sehen sich nicht unterbrochene, konzentrisch zum angeordnete Abdeckplatte verhindert, daß Schmutz-Ablaufgehäuse
verlaufende Ablaufschlitze bildende, teile von oben her in die sektorartigen Durchlaufflache
Roste befestigt sind. Die Vorrichtung kann Öffnungen der Roste eintreten können; zu diesem
ohne Schwierigkeiten jedem beliebig starken Anfall 50 Zweck ist es vorteilhaft, den Durchmesser der Abvon
Abwasser angepaßt werden, indem eine entspre- deckplatte größer zu wählen als den Durchmesser
chende Anzahl von Ringrosten übereinander auf dem der Ringroste.
Haltebolzen angeordnet wird. Das Wasser läuft durch In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
die ringförmigen, zwischen den einzelnen Ringrosten erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung darge-
befindlichen Schlitze ab und wird über die sektor- 55 stellt. Es zeigt
artigen Öffnungen, die in dem Ringrost zwischen den A b b. 1 einen lotrechten Schnitt durch die Voreinzelnen
Stegen gebildet werden, nach unten, d. h. richtung und
in das Ablaufgehäuse und damit in das Fallrohr ab- A b b. 2 einen Schnitt in der Ebene der Linie a-a
geführt. Die Ablauföffnungen in den Ringrosten kön- in A b b. 1.
nen durch Schmutzteile nicht verstopft werden, da 60 Der Flachdachablauf besteht aus einem unteren
diese von dem unteren Ringschlitz zurückgehalten Gehäuseteil 1, der einen Stutzen 14 hat, der in das
werden. Die übereinanderliegenden, durch die flachen eigentliche Fallrohr mündet. An seinem oberen Rand
Roste gebildeten, rundum laufenden Ablaufschlitze weist das Gehäuseteil 1 einen der Isolierung dienengewährleisten
auch bei größerem Anfall von Schmutz- den Flansch 2 auf. In den Hals des Gehäuseteils 1
teilen eine sichere Abführung des Abwassers, da es 65 ist ein zylindrisches Gehäuseoberteil 3 einsteckbar,
praktisch unmöglich ist, daß sich einer der Ablauf- das ebenfalls einen der Isolierung dienenden
schlitze auf seinem gesamten Umfang durch anfal- Flansch 4 aufweist. An den Flansch 4 schließt sich
lende Schmutzteile verstopft. Selbst wenn der untere der zylindrische Hals 7 an. Das Gehäuseoberteil 3
wird so weit in das Unterteil eingeführt, daß die Oberkante
des Halses 7 mit der Oberseite des Daches bündig abschließt. Vom Hals gehen drei radial gerichtete
Stege 5 aus,in deren Schnittpunkt in der Mitte ein
Auge 6'gebildet ist, das einen viereckigen Querschnitt
hat. Dort ist ein Bolzen 8 mit einer unteren Schraube Ii befestigt. £)er Bolzen hat einen Flansch 15, so daß
er fest in bestimmter Höhenlage in dem Auge festgelegt werden kann. Auf dem nach oben ragenden
Teil des Bolzens 8, der ebenfalls eine entsprechende vierkantige Querschnittsform hat, sind drei Roste 9
aufgesteckt, die aus einem Außenring bestehen, von dem aus drei nach innen gerichtete Stege 12 ausgehen,
die in ihrem Schnittpunkt in der Mitte ebenfalls ein Auge 13 frei lassen, das einen viereckigen
Querschnitt hat. Durch die Querschnittsausbildung des Bolzens 8 und der Augen der Röste 9 wird erreicht,
daß, wie insbesondere die Abb. 2 zeigt, die Stege 12 der Roste 9 sich mit den Stegen 5 des Halses?
des Ablaufgehäuses decken, so daß die kreis- ao # sektorförmigen Durchtrittsöffnungen freiliegen. Ober-·
halb der Rostringe ist eine Abdeckkappe 10 auf den Bolzen8 aufgesteckt. Die Befestigung der Röstringe
und der Kappe erfolgt mittels einer auf den oberen Teil des Bolzens aufgeschraubten Mutter 16. Das anfallende
Abwasser läuft auf dem Dach dem Ablauf zu und tritt über den zwischen der Oberseite des
Daches und dem unteren Rost 9 gebildeten ringförmigen Schlitz in das Gehäuse ein und wird durch das
Fallrohr abgeführt. Bei einem starken Abwasseranfall und, wenn der untere Ringschlitz teilweise
durch Schmutzteile zugesetzt ist, tritt das Wasser über den nächsten, zwischen dem unteren und den folgenden
Rostring gebildeten Ringschlitz ein und wird in einwandfreier Weise abgeführt. Gegebenenfalls kann
das Abwasser bei Erreichen einer entsprechenden Höhe auch noch über den dritten Ringschlitz abge-
führtwerden. ,
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Entwässerung von Flachdächern
od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des in das Fallrohr mündenden
Abläufgehäuses mehrere in Abständen übereinander arigeördnetej zwischen sich nicht unterbrochene, konzentrisch zum Ablaufgehäuse verlaufende Ablaufschlitze bildende, fläche Roste (9)
befestigt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Oberseite des Dachs
abschließende Hals (7) des Ablaufgehäuses mehrere, vorzugsweise zwei oder drei, radial nach
innen gerichtete Stege (5) hat, in deren Schnittpunkt sich ein einen senkrechten Bolzen (8) zur
Befestigung der Roste (9) aufweisendes Auge (6) befindet. ■·■-..
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste (9) als Ringe ausgebildet sind, deren Innendurchmesser mindestens
gleich dem Durchmesser der öffnung des Halses
(7) ist und die in Ausbildung und Anzahl den Stegen (S) des Halses (7) entsprechende Stege
(12) aufweisen, in deren Schnittpunkt sich ebenfalls ein Auge (13) zum Durchführen des Bolzens
(8) befindet. ?
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Fixierung der Stellung der Roste (9) gegeneinander und gegenüber den Stegen
(5) am Hals (7) des Ablaufgehäuses die Augen (6 und 13) und der Schaft des Bolzens (8)
eine nicht runde, vorzugsweise viereckige Querschnittsform haben.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden
Enden des Bolzens (8) Muttern (11) zur Befestigung und zur Halterung der Roste (9) angeordnet
sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Roste (9) auf dem Bolzen (8) eine Abdeckkappe
(10) angeordnet ist, deren Durchmesser mindestens gleich dem, vorzugsweise jedoch größer als
der Außendurchmesser der Roste (9) ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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