DE2401550A1 - Vorrichtung zur schlammbeseitigung - Google Patents
Vorrichtung zur schlammbeseitigungInfo
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Chicago, 111., FSA
Chicago, 111., FSA
Vorrichtung zur Schlammbeseitigung
In den letzten Jahren ist man immer mehr zur hydraulischen Abtrennung des am Boden von Kläreinrichtungen oder Absetzbehältern
in Belebtschlammkläranlagen abgesetzten Schlamms übergegangen. Zur Vornahme der hydraulischen Abtrennung des abgesetzten Schlamms bedient
man sich des Höhenunterschiedes zwischen dem Flüssigkeitsspiegel
in dem Behälter und in einer Sammelzone , in welche die abgesetzten
Schlämmte ilchen oder Je st stoff an teile überführt werden, so daß
der Schlamm also infolge des zwischen der in dem Behälter befindlichen Flüssigkeit und der Flüssigkeit in der Sammelzone oder in dem ■
Schlammteich herrschenden Lruckgefälles durch Rohre hindurchströmt,
die sich von dem Boden des Behälters bis in den Schlammteich, erstrekken.
Meistens ist bei der zur Entnahme des abgesetzten Schlamms dienenden Einrichtung auch die Möglichkeit einer Regulierung des Strömungsdurchsatzes
bei der Überführung von dem Behälterboden in den Schlammteich vorgesehen.
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Bei Anlagen dieser Art ist der Höchstgeschwindigkeit der
die Abzugsrohre durchströmenden Schlammasse durch das Druckgefälle oder durch den Höhenunterschied eine Grenze gesetzt, der zwischen
dem Flüssigkeitsspiegel in dem Behälter und dem Flüssigkeitsspiegel
im Schlammteich hergestellt werden kann. Anderseits muß bei diesen Anlagen aber auch eine Mindestgeschwindigkeit eingehalten werden,
damit sich der Schlamm nicht beim Durchfließen der Rohre aus der Flüssigkeit absetzen kann.
Im Lauf der letzten Jahre hat sich eine beträchtliche Nachfrage nach Absetzbehältern für Belebtschlammkläranlagen ergeben, bei
denen" der Durchsatz durch die Schlammabzugseinrichtungen in einem
breiten Bereich reguliert werden kann. Es bereitet keine Schwierigkeiten, den möglichen Strömungsdurchsatz zu erhöhen, da sich dies
schon dadurch erreichen läßt, daß man die als Bestandteil der Abtrenneinrichtung
vorgesehenen Schlammabzugsrohre mit einem entsprechend
größeren Durchmesser ausbildet. Doch kommt diese Lösung'für praktische Zwecke nicht immer in Betracht, weil sich hierbei zwangsläufig
auch der MLndestdurchsatz erhöht, bei dem die Anlage noch funktionsfähig
ist. Für den Mindestdurchsatz ist die Mindestgeschwindigkeit
bestimmend, die noch hoch genug sein muß, um die Schlämmte il ehe η in
Suspension zu halten, wenn die Flüssigkeit die Rohre oder Leitungen durchströmt.
Bei einer Systemauslegung, die einer anfänglichen Mindestkapazität
einer bestimmten Anlage entspricht, wobei anderseits im Bedarfsfall aber auch die Möglichkeit einer starken Kapazitätserhöhung
bestehen soll, wirkt sich diese Problematik sehr hinderlich aus.
Die Erfindung vermittelt in einfacher Weise die Möglichkeit, bei einer Vorrichtung zur hydraulischen Schlammbeseitigung
einen breiten Durchsatzbereich sicherzustellen.
Dieser breite Durchsatzbereich wird dadurch erzielt, daß
eine zweite Leitung für die Schlammabzugsvorrichtung vorgesehen wird,
die bislang für jede der von dem Boden des Behälters zur Sammelzone oder zum Schlammteich führenden Leitungen ein am Behälterboden vorgesehenes
Mittel zur Schlammkonzentrierung eiribegriff.
Trifft man hinsichtlich des Durchmessers der beiden Leitun-
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gen eine entsprechende Wähl, so kann die eine Leitung für den Betrieb
in einem ersten, niederen Bereioh des Schlammdurchsatzes dienen, während
in einem mittleren Durchsatzbereich mit der zweiten Leitung gearbeitet
wird und in einem hohen Durchsatzbereich mit beiden Leitungen-,
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine im Ausschnitt dargestellte Seitenansicht einer
die Erfindung verkörpernden Vorrichtung zur Schlammbe seitigung»
Fig. 2 eine im Ausschnitt dargestellte Oberansicht der zur Schlammbeseitigung dienenden Vorrichtung der Fig. 1;
Fig. 3 eine in einem größeren Maßstab gehaltene , teilgeschnittene
Vertikal ansicht der zur Schlammbe seitigung dienenden Vorrichtung
der Fig. Ij
Fig. 4 eine Teilansicht der in Fig. 3 dargestellten Bau^-
teile; und
Fig. 5 eine perspektivische üteilansicht des einen der Bauteile
der zur Schlammbeseitigung dienenden Vorrichtung.
Die Erfindung kann in sehr unterschiedlicher Form Verkörperung
finden und es ist davon auszugehen, daß in den Zeichnungen lediglich eine Ausführungsform dargestellt ist, die in ihren Einzelheiten
im folgenden näher "beschrieben -werden soll, wobei diese Beschreibung
als Exemplifikation der Erfindungsprinzipien zu betrachten
und nicht im Sinne einer Beschränkung der Erfindung auf die dargestellte
Ausführungsform aufzufassen ist.
In Fig. 1 der beigegebenen Zeichnungen ist eine allgemein mit der Bezugszahl 10 bezeichnete Vorrichtung zur Sehlammbeseitigung
dargestellt, die dazu dient, den am Boden eines KLär- oder Absetzbehälters
abgesetzten Schlamm zu entfernen. In Fig. 1 ist nur die Bodenwand 12 dieses Behälters gezeigt und die dargestellte Schlammbeseitigungsvorrichtung
ist für einen Rundbehälter gedacht. Doch kann die gleiche Vorrichtung natürlich auch in einem Rechteckbehälter
benutzt werden.
Die zur Sehlammbeseitigung dienende Vorrichtung 10. weist
einen Rahmenaufbau 14 auf, der auf einer in der Mitte des Behälters
angeordneten
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angeordneten Säule l6 drehbar gelagert ist. Der tragende Aufbau kann
aus einem Arm oder aus mehreren Armen bestehen, die sich radial von
der Säule 16 forter strecken.
An dem tragenden Aufbau oder Kahmenaufbau 14 sind mehrere
Schaufelblätter 20 befestigt, wobei die benachbarten Schaufelblätter
eines jeden Blattpaares so angeordnet sind, daß hierdurch ein im wesentlichen T-förmiger Pflug 21 gebildet wird und daß sich die Basis
eines jeden dieser T-förmigen pflüge, in der Bewegungsrichtung des
Rahmenaufbaus gesehen, an dessen Hinterseite befindet. Die V-förmigen
pflüge fungieren bei der Fortbewegung des Rahmenaufbaus entlang des
Behälterbodens als Mittel zur Konzentrierung des abgesetzten Schlamms
in umgrenzten Bereichen am Boden des Behälters. Die zur Schlammbeseitigung
dienende Tor richtung weist ferner Le itungs anordnungen 22 auf,
die sich jeweils von der Basis eines der V-förmigen Pflüge zu einer Sammelzone 24 erstrecken, die die Drehbewegung des Rahmenaufbaus I4
auf der Säule 16 mitvollzieht.
Wie am besten aus Fig. 3 zu ersehen ist, besteht die Sammelzone
oder Sammelvorrichtung 24 aus einem kreisförmigen Trog, der eine in Erstreckung unterhalb des Flüssigkeitsspiegels L in dem Behälter
vorgesehene Bodenwand 26 und eine sich vom Umfang dieser Bodenwand 26 forterstreckende Seitenwand 28 aufweist, wobei die Seitenwand
28 über den Flüssigkeitsspiegel in dem Behälter hinaus nach oben
ragt. In die Bodenwand 26 mündet eine Leitung 30 ein, die sich durch
die hohle Säule l6 hindurcherstreckt und die den Auslaß für den in
den Trog oder in die Sammelzone 24 überführten Schlamm darstellt. Zwischen die Leitung 30 und den Trog 24 kann eine geeignete Lageranordnung
32 eingefügt sein, um die Ausführung von Drehbewegungen des
Troges gegen die festangeordnete Leitung 30 zu ermöglichen. Zu der
Sammelzone gehört außerdem ein Leitungsteil 34 als Verlängerung der Leitung 30, in dem Öffnungen 36 vorgesehen sind, durch die der
Schlamm aus dem Trog in die Leitung 30 einströmen kann.
Die Le itungs anordnungen 22 sind mit dem Trog jeweils durch
ein gesondert vorgesehenes Rohr oder durch eine Leitung 40 verbunden,
wobei diese Leitung ein eine Öffnung in dem Trog umspannendes offenes
oberes Ende sowie ein geschlossenes unteres Ende 42 aufweist. Jede
der Leitungsanordnungen 22 besteht aus einer ersten Leitung 44 und
einer
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einer zweiten Leitung 46, die an ihren oberen Enden auf entgegengesetzten
Seiten in das Rohr 40 einmünden, während die offenen unteren Enden die Verbindung mit der Basis des dazugehörigen V-förmigen Pfluges
vermitteln.
Wie am deutlichsten aus Fig. 2 und 5 hervorgeht, ist die
kleiner "bemessene Leitung 44 an der Basis oder am Fuß des durch die
Schaufelblätter 20 gebildeten V-förmigen Pfluges angeordnet, während
die stärkere Leitung 46 unmittelbar an der in der Bewegungsrichtung
der Schlammbeseitigungsvorrichtung zuvorderst liegenden Fläche jener
ersten Leitung vorgesehen ist. Die unteren Enden der Leitungen 44 und 46 sind in bezug auf den jeweiligen Pflug und den Rahmenaufbau
14 durch geeignete Stützen 50 und durch Ab Standselemente 52, die jeweils
zwischen den beiden Leitungen vorgesehen sind, in ihrer Stellung festgelegt. Darüber hinaus sind die unteren Enden der Leitungen
44 und 46 jeweils vom hinteren zum vorderen Teil der Rohrwand nach
oben abgeschrägt, damit der Schlamm unbehindert in die Leitungen einströmen kann.
Der Durchfluß des abgesetzten Schlamms durch die betreffende der Leitungen 44 U11d 46 wird mittels eines Ventils 60 geregelt,
dessen unteres Ende in das Rohr 40 aufgenommen ist und das mindestens
eine Öffnung 62 aufweist, die oberhalb der Bodenwand des Troges 24
vorgesehen ist. Dieses Ventil oder Ventilglied 60 weist ferner mehrere Schlitze oder Öffnungen 64 auf, die in vertikaler Richtung mit
den offenen Enden der Leitungen 44 bzw. 46 fluchten.
Es soll nun die ISLrkweise der Schlammbeseitigungsvorrichtung
erläutert werden. Falls der Rahmenaufbau 14 zu einer Drehbewegung
in der in Fig. 2 durch den pfeil angedeuteten Richtung angetrieben
wird, sammelt sich der gesamte, jeweils zwischen den Vorderkanten eines jeden der einen V-förmigen Pflug bildenden beiden Schaufelblätter
20 befindliche Schlamm am Behälterboden in einem umgrenzten
Bereich an, der durch die Basis des V-förmigen Pfluges gebildet wird. Der jeweils an der Basis des betreffenden V-förmigen Pfluges konzentrierte
Schlamm fließt durch die Leitungsanordnung 22 dem Trog 24 zu, da die Öffnungen 62 der Ventilglieder 60 in dem Behälter unter dem
Flüssigkeitsspiegel L liegen, so daß zwischen der Flüssigkeit in dem
Behälter
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- 6 -Behälter und in den Ventil gliedern ein Druckunterschied herrscht.
Der Mengendurchsatz des aus den abgesetzten Feststoffteilchen
und aus einem gewissen Flüssigkeitsanteil bestehenden Schlamms, der die Leitungsanordnungen durchströmt, kann durch Drehen und
durch vertikales Verschieben des Ventilgliedes 60 reguliert werden. Wird das Ventilglied 60 gedreht, so wirkt es zusammen mit der Leitungsanordnung
als Auswahlmittel zum selektiven Herstellen einer Verbindung entweder zwischen einer der beiden Leitungen 44 und 46
und dem Trog 24 oder aber zwischen beiden Leitungen und dem Trog. So ist in der in Fig. 3 gezeigten Stellung die Leitung 44 blockiert,
während die Leitung 46 durch den Schlitz 64 mit dem Trog 24 verbunden
ist, so daß die Gesamtmenge des Schlamms, der von dem dazugehörigen V-förmigen Pflug 21 aufgefangen wird, durch die Leitung 46 abströmt.
Befindet sich das Ventil 60 in der in Fig. 4 gezeigten Stellung, so deckt sich ein Schlitz 64 mit der Leitung 44 und die Leitung
46 ist blockiert, so daß der angehäufte Schlamm in seiner Gesamtmenge die Leitung 44 durchströmt. In einer dritten Stellung
des Ventils 60 deckt sich mit jeder der beiden Leitungen 44 und 46
ein Schlitz 64 und der angesammelte Schlamm kann beide Leitungen durchströmen.
Durch ein vertikales Verschieben der als Bestandteil der 'Auffangvorrichtung 24 vorgesehenen Ventiiglieder 60 wird der Durchsatz
durch die mit dem Trog oder der Sammelzone 24 in Verbindung stehenden Leitungen in dem Sinne reguliert, daß ein Mindest- und
Höchstdurchsatz durch die Leitungen eingehalten werden kann. Dies ist zwangsläufig der Fall, da durch eine Vertikalbewegung der Ventile 60 die Lage der Öffnungen 62 in bezug auf den Flüssigkeitsspiegel
L in dem Behälter festgelegt wird. Inders ausgedrückt, die vertikale
Lage der Öffnung 62 in bezug auf ien Flüssigkeitsspiegel in
dem Behälter bestimmt den Höhenunterschied zwischen den entgegengesetzten
Enden der Leitungen 44 und 46 und mithin die Strömungsgeschwindigkeit
des Materials beim Durchfließen der Leitungen. Eine andere Methode zur Regulierung des Durchflusses durch die Leitungen
44 und 46 besteht darin, daß man das Rohr 60 nach unten verschiebt, bis sich ein Teil der Öffnung 62 unterhalb der Wandung 26 befindet,
wodurch also der Durchtritt durch die Öffnung gedrosselt wird.
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Zusammenfassend ist somit festzustellen: falls nur die Leitung
44 mit dem Trog 24 verbunden ist, kann durch ein vertikales Verschieben
des Ventilgliedes 60 eine Eegulierung innerhalb eines niederen Durchsatzbereiches erfolgen, falls nur die Leitung 46 mit dem
Trog 24 verbunden ist, kann durch vertikales Verschieben des Ventilgliedes 60 ein mittlerer Durchsatzbereich erfaßt werden, und falls
beide Leitungen mit dem Trog 24 verbunden sind, wird ein hoher Durehsatzbereich
erschlossen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf eine bestimmte
Größenauslegung, Form oder Anzahl der Leitungen, die jedem der V-förmigen Pflüge zugeordnet sind, doch sei im folgenden ein konkretes
Ausführungsbeispiel für eine bestimmte Aufbereitungsanlage beschrieben,
bei der ein Durchsatzbereich von 150 bis I9OO Liter pro
Minute erforderlich ist. Beläuft sich der Durchmesser der ersten Leitung
oder des Eohres 44 auf vier Zoll und der Durchmesser der zweiten
Leitung oder des Eohres 46 auf acht Zoll, so ergibt sich für das
erste Eohr bei Herstellung der Verbindung mit dem Trog 24 ein Mindestdurchsatz
von 150 Liter pro Mnute, falls das Ventilglied 60 in
der Vertikalen so eingestellt ist, daß die Strömungsgeschwindigkeit
des Materials beim Durchfluß durch das Eohr 0,30 m pro Sekunde beträgt.
Es ist dies die Mindestgeschwindigkeit, die eingehalten werden
muß, wenn sich der Schlamm nicht aus der die Leitungen durchströmenden Flüssigkeit absetzen soll. Dieser Mindestdurchsatz kann als
Ma te rial durch sat ζ der Leitung 44 im ETo rmalbe trieb betrachtet werden.
Durch Me de rf uhren des Ventilgliedes 60 kann die Strömungsgeschwindigkeit
auf annähernd 1,0 m pro Sekunde erhöht werden, wodurch sich der Durchsatz ungefähr auf das Dreifache des bei der Mindestgeschwindigkeit
erreichten Durchsatzes im Normalbetrieb vergrößert.
Wird das Ventilglied 60 so gedreht, daß nur die zweite Leitung 46 mit dem Trog 24 in Verbindung steht, so läßt sich durch das
vertikale Verschieben des Ventilgliedes gegen den Flüssigkeitsspiegel
in dem Behälter ein zweiter Durchsatzbereich erschließen. Auch in diesem Fall ist eine Mindestgeschwindigkeit von 0,30 m pro Sekunde
vorgesehen, was einem Durchsatz von annähernd 455 Liter pro Minute
entspricht, während bei einer Höchstgeschwindigkeit des Materialflusses
in den Leitungen 46 von ungefähr 1,0 m pro Sekunde ein-Durchsatz
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von annähernd I365 Liter pro Minute erzielt werden würde. Ist ein
noch höherer Durchsatz erwünscht, so braucht das Ventil glied 60 nur
in eine Stellung gedreht zu werden, in der beide Leitungen mit dem Trog 24 verbunden sind, worauf der Durchsatz durch eine entsprechende
vertikale Einstellung des Ventilgliedes 60 bis auf ein Maximum
von annähernd I9OO Liter pro Minute erhöht werden kann.
Nach dem Gesagten ist klar, daß durch die Erfindung eine
einfache und für die Praxis geeignete Anordnung zur wesentlichen Erhöhung des Durchsatzes der Schlammbeseitigungsvorrichtung in einem
Abse.tz- oder Klärbehälter geschaffen wird. Bei Verwendung einer Anordnung wie der obenbeschriebenen können die KLärbehälter einer Aufbereitungsanlage
mühelos so ausgelegt werden, daß auch beträchtlich erhöhte Materialmengen anfallen können, die in einer gegebenen Zeitspanne
behandelt werden müssen.
Die zur Schlammbeseitigung dienende Vorrichtung wurde obenstehend
in Verbindung mit einem Eundbehälter beschrieben, doch läßt sich diese Anordnung ohne weiteres auch in einen rechteckigen Behälter
einbauen, und zum Ansammeln des Schlamms könnte in diesem Fall so verfahren werden, daß der Rahmenaufbau nur in der einen Richtung
fortbewegt wird, oder der Schlamm könnte mit Hilfe einer zusätzlich vorgesehenen zweiten Garnitur von V-förmigen pflügen bei der Portbewegung
der Brücke in jeder der beiden Richtungen ausgebracht werden. Je nach der Auslegung des Systems kann auch eine beliebige Zahl von
Leitungsanordnungen und Pflügen vorgesehen sein. Darüber hinaus kann
jede der Leitungsanordnungen noch zusätzlich vorzusehende Leitungen
eiribegreifen, so daß der Durchsatzbereich noch stärker erweitert werden
kann. Ferner läßt sich der Durchfluß des Materials durch die Leitungsanordnungen
auch in anderer leise zuwegebringen als durch einen Höhenunterschied, so beispielsweise etwa durch Luftheber, die mit
den betreffenden Leitungen zusammenwirken.
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Claims (10)
- _ 9 Patentansprücheί 1 .!Vorrichtung zur Beseitigung des am Boden eines Absetzbehälters ab- ' gesetzten Schlamms und zur Überführung des Schlamms in eine oberhalb des Behälterbodens vorgesehene Sammelzone , gekennzeichnet durch Mittel (2l) zum Konzentrieren des abgesetzten Schlamms in mindestens einem, umgrenzten Bereich am Behälterboden (12), eine Leitungsanordnung (22), die mindestens zwei Leitungen (44» 46) eiribegreift, die von mindestens einem umgrenzten Bereich zu der Sammelzone (24) führen, und ein mit der Leitungsanordnung (22) zusammenwirkendes Auswahl mittel (60) zum wahl weise η Verbinden einer der Leitungen (44» 46) oder aller Leitungen (44> 46) mit der Sammelzone (24) im Sinne der Ermögliehung einer Änderung des Burchsa^zbereichs bei der "Überführung des Schlamms aus dem umgrenzten Bereich in die Sammelzone (24)·
- 2. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Konzentrieren des Schlamms dienende Mittel einen V-förmigen pflüg (21) einbegreift, der eine den umgrenzten Bereich bildende Basis aufweist.
- 3· Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsanordnung (22) eine erste und zweite Leitung (44» 46) einbegreift, wobei die zweite Leitung (46) eine wesentlich größere Mündungsöffnung aufweist als die erste Leitung (44) und wobei die erste Leitung. (44) an der Basis des V-förmigen Pfluges (21) angeordnet ist, während die zweite Leitung (46) in unmittelbarer Nähe der ersten Leitung (44) vorgesehen ist.
- 4. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß der Absetzbehälter kreisförmig und die zur Schlammbeseitigung dienende Vorrichtung (lO) in der einen Richtung um die Behältermitte drehbar ist.-
- 5· Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelzone in Form eines Troges (24) ausgebildet ist, der eine unterhalb des Plüssigkeitsspiegels (l) in dem Absetzbehälter angeordnete Bodenwand (26) aufweist, wobei die Leitungsanordnung (22) eine erste und zweite Leitung (44, 46) einbegreift, die durch die Bodenwand (26) in den Trog (24) einmünden,409850/0710und wobei der Durchfluß des Schlamms durch die Leitungsanordnung (22) durch den zwischen dem Absetzte halter und dem Trog (24) bestehenden Unterschied des ilussigkeitsstandes herbeiführbar ist.
- 6. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Ansprach 5? dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelzone ein in die Bodenwand (26) des Troges (24) einmündendes und am unteren Ende (42) geschlossenes Bohr (40) einbegreift, wobei die oberen Enden der Leitungen (44> 46) an dieses Rohr (40) angeschlossen sind.
- 7· Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 6, dadurch, gekennzeichne t, daß das Auswahlmittel in Form eines zum wahlweisen Blockieren des Durchflusses durch eine der beiden Leitungen (44> 46) in bezug auf das Rohr (40) drehbaren Ventilgliedes (60) ausgebildet ist.
- 8. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (60) zur Änderung des Durchsatzes bei der Überführung des Schlamms aus dem umgrenzten Bereich in den Trog (24) in bezug auf das Rohr (40) -vertikal verschiebbar ist.
- 9. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die Leitungen (44, 46) jeweils ein MLnde stund ein Hoch st durch sat ζ vorgesehen ist, wobei der Höchstdurchsatz der ersten Leitung (44) im wesentlichen gleich dem Minde st durch satz der zweiten Leitung (46) ist, wobei (i) bei Herstellung einer Verbindung nur der ersten Leitung (44)- mit dem Rohr (40) ein niederer Durchsatzbereich einstellbar ist, wobei (il) bei Herstellung einer Verbindung nur der zweiten Leitung (46) mit dem Eohr (40) ein mittlerer Durchsatzbereich einstellbar ist und wobei (Hl) bei Herstellung einer Verbindung beider Leitungen (44, 46) mit dem Eohr (40) ein hoher Durchsatzbereich einstellbar ist.
- 10. Vorrichtung zur Schlammbeseitigung nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet, daß das zum Konzentrieren des Schlamms dienende Mittel (21) in Form eines zum Konzentrieren des abgesetzten Schlamms an der Basis des Pfluges in der einen Richtung über den Behälterboden (12) hinwegführbaren V-förmigen Pfluges ausgebildet ist, wobei die erste Leitung (44) an der Basis des Pfluges angeordnet ist409850/0710. - 11 -und wobei die zweite Leitung (46) in unmittelbarer Nähe der vorderen Fläche der ersten Leitung (44) angeordnet ist.409850/0710
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