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DE1694744C - Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Farben von syntheti sehen Polymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Farben von syntheti sehen Polymerisaten

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DE1694744C
DE1694744C DE19661694744 DE1694744A DE1694744C DE 1694744 C DE1694744 C DE 1694744C DE 19661694744 DE19661694744 DE 19661694744 DE 1694744 A DE1694744 A DE 1694744A DE 1694744 C DE1694744 C DE 1694744C
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DE
Germany
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pigment
solvent
polymer
dye
mixture
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DE19661694744
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James Walter Riegelsville Pa Tabohnsky Paul Hawthorne N J Kay, (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Pfizer Inc
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Publication date
Priority claimed from US477031A external-priority patent/US3361705A/en
Application filed by Pfizer Inc filed Critical Pfizer Inc
Publication of DE1694744A1 publication Critical patent/DE1694744A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1694744C publication Critical patent/DE1694744C/de
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Description

Die vorliegende Erfindung betrilT· ein Verfahren zur Herstellung von festen Griindmischungen /um Färben von synthetischen Polymerisaten.
Fs ist bekannt, daß sich mit Hilfe fester Pigmentfarbstoff-Grundmischungen Kunststoffe und andere Polyinermaterialii.'ii in wirksame) Weise fiiihen lassen. Line feste Gniiulmischung dieser Art besteht im allgemeinen aus einem Piginenifarbvtolf, weklier gleichmiiilii' in einem Kunststoff- oder Polymeim.ileiial dispergiert bzw. verteilt ist, wobei die Pigmentkonzentration in der Grundmischung höher ist als in dem fertigen Produkt, das mit der Grundmischung angefärbt worden ist. Die Grundmischung kann neben den genannten auch noch andere Zusätze enthalten, so z. B. Dispergierhilfsmittel, Polymerisationsbeschleuniger, Polymerisationsinhibitoren, UV-Lichtabsorber. Die konzentriert.3 Grundmischung wird gefärbtem oder nichtgefärbtem Kunststoff- bzw. PoIymermaterial in einer solchen Menge zugesetzt. d:iß sich im Endprodukt der gewünschte Farbton ergibt. Die Grundmischung muß sich infolgedessen leicht und gleichmäßig in dem gesamten Kunststoff Tiateria! verteilen, wenn sie zu dem gen innten Zweck brauchbar sein soll. Soll eine feste Grundmischung /um Färb-n eines flüssigen oder in Lösung vorliegenden Kunststoff- bzw. Polymermatcrials dienen, so muß sich der Polymeranteil der Grundmischung leicht in der zu färbenden Masse auflösen, da-nit das Pigment
so freigesetzt wird und sich seinerseits gleichmäßig in der Masse verteilen kann. Soll eine feste Grundmischung zum Färben trockner Kunststoff- oder Polymcrmuterialien dienen, so muß sie schmelzbar sein oder sich in anderer Weise leicht in dem zu färbenden Material verteilen lassen. Fiin Beispiel für den letztgenannten Fall wäre die Zugabe einer festen, gefärbten Vinylpolymer-Grundmischung zu einem festen nichtgefärbten Vinylpolymer, welches anschließend extriidieri wird. Die Grundmischung schmilzt während des Extrudierens und färbt die Masse gleichmäßig an.
Das gebräuchlichste Verfahren zur Herstellung fester Pigment-Grundmischungen besteht in der Vereinigung von Pigment- und Polymermaterial, Dispergierung des Pigmentes in dem Polymermaterial durch inneres Vermischen, z. B. in einem Banbury- oder Zweiwalzcnmischer oder durch Extrudieren mit einem Extruder. Das genannte Herstellungsverfahren erfordert sowohl hohe Temperaluren als auch erhebliehe mechanische Energie. E'in weiteres Verfahren besteht im Auflösen oder Suspendieren des Polymermaterials in einem geeigneten Lösungsmittel und nachträglicher Zugabe des Pigmentes unter Verwendung einer Kugelmühle oder eines Walzenmischer?
(bzw anderer üblicher Vorrichtungen) zur Erzielung der gewünschten Dispergierung des Pigmentes. An schließend wird das Lösungsmittel aus der gefärbter Grundmischung abgedampft, so daß ein festes Pro dukt zurückbleibt.
Wie jetzt gefunden wurde, ist es möglich, bei dei Herstellung vcn festen Grundmischimgen auf dii hohe Energiezufuhr zum Benetzen und Dispcrgicier des Pigmentes in Jem PoWmermatcrinl zu verzichten Vielmehr ist es möglich, das Polymermaterial durcr einfaches Vermischen anzufärben ohne auf kost spielige und langwierig arbeitende übliche Dispergier vorrichtungen zurückzugreifen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eil Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischun gen zum Färben von synthetischen Polymerisate! mit heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopig mcntfarbsioffen, das dadurch gekennzeichnet ist, dal ηι,ιΐι einen heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azo pigmentfarbstoff in einem pokiren Lösungsmittel, da zugleich auch lmii Lösungsmittel für das Polymerisa ist, dispergiert, unter Zugabe eines l.ösiingsvcrmilt lers löst, ill·.· unlöslichen Bestandteile abtrennt, in de so gewonnenen Lösunti iL:', Polunnisat löst. d;macl
/α der Losung eine Flüssigkeit gibt, die mit dem polaren Lösungsmittel mischbar und gleichzeitig für ■las Polymer-Pigmem-Gemiseh ein fallend wirkendes Nicht-Lösungsmittel ist und schließlich das ausge- : illene Gemisch abtrennt und trocknet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des er- !ndungsgemäßen Verfahrens wird das Poiymermate-Ial, bevor es mit der Pigmeiufarbstoffdispersion .-reinigt wird, in einem geeigneten Lösungsmittel jelöst. das sowohl mit dem polaren Lösungsmittel .Is auch mit der zum Ausfallen verwendeten Flüssigkeit mischbar ist. I.· das polare Lösungsmittel beipiclsweise Dimethylsulfoxid und die zum Ausfällen .erwendete Flüssigkeit Wasser, so können folgende Lösungsmittel verwendet werden. ,Aceton. Methanol, L ■ lnlformamia Dimethylacetaniid und natürlich Γ imethylsulfoxid.
Folgende Polymermaterialien lassen sich mit Hilfe >d.-s erfindungsgemäßen Verfahrens anfärben: PoIyä:h\lenterephthalate, Polyamide Polyacrylnitril und ccssen Mischpolymere, Butadien-Acrylnitril. Polyallylchlorid und dessen Mischpolymere, das Reakt jnsprodukt aus 1 pichlorhydrin und Bisphenol-A, Reaktionsprodukte aus Polyisocyanaten und PoIyt-Hern, Celluloseacetat, Polyester, Alkydharze.
Sobald das Pol' mer in Lösung oder in seinem ii -.piiinghchen Zustand mit der Pigmentfarbstoff-1· .>ui.g vereinigt ist, wird die zweue Stufe des erfinliungsgemäßen Verfahrens üu'chgcführt. In dieser ;",|.e:ten Stufe wird der PignientL.rbstofT-Polymeri.'.'.sung eine Flüssigkeit zugesetzt, die eine Ausfäliniiß der Pigment-Polymer-Mischung bewirkt. Im all-•Jiiieinen verwendet man Wasser für diesen Zweck; s ist jedoch auch möglich, ein beliebiges anderes Lösungsmittel zu verwenden, vorausgesetzt, daß es nut der festen Pigment-Polymer-Mischung nicht !(.ischbar und mit dem Lösungsmittel bzw. der. Lösungsmitteln der Pigment-Polymer-Lösung mischbar ist. So kann man beispielsweise an Stelle von Wasser Alkohole wie Methanol oder Äthanol oder wäßrige Mischungen dieser letztgenannten Substanzen verwenden. Die Pigment-Polymer-Mischung fällt ■ ilort aus, wenn die Pigment-Polymer-Lösung mit dem fällend wirkenden Lösungsmittel zusammenkommt. Das L ösungsmittel aus der Pigment-Polymer-Lösung diffundiert aus 'lern Niederschlag in die füllend wirkende Flüssigkeit, so daß sich ■. ii m'chtniischbares Einphasen-l.ösungsmittelsysiem und ein fester Niederschlag bilden.
Der Pigment-Polymer-Niederschlag (Grundmischung) kann durch Filtrieren. Dekantieren von der Flüssigkeit getrennt werden. Hs wird anschließend an der Luft oder in dei Wärme getrocknet, um die leizteii Spuren Flüssigkeit, die an der Oberfläche haften, zu entfernen. Die flüssige Phase, die das aktive Lösungsmittel enthält, kann aufgearbeitet und wieder verwendet werden.
Das erfindungsgemäßc Verfahren ist stm besonderer Hedeutung. wenn Polyacrylnitril als Polymer-,naterial verwendet wird. Bisher ist es sehr schwierig gewesen, Polyacrylnitril-Pigment-Grundmisuiungen herzustellen die eine größere Menge Pigmentfarbstolf enthielten. Mit Hilfe des erfindiiimsgemäßen Verfahrens können jedoch Grundmischungen aus Polyai'iylnitri! oder einem Mischpolymer desselben . !id Cigmeiilfarbstollen hergestellt werden, in denen ileι Gehah an Pigment bis /ι; W) Ciewieliispuizent .iiisniacht. Es ist ohne weileres einzusehen, daß eiiie
5. verminderte Neigung zur Wiederzusammenbal-
Grundmisehung mit möglichst hohem Pigmentgehali vorteilhafter ist, ais eine Grundmisehung mit niedrigem Pigmentgehalt. Je höher die Pigmentkonzentration in der Grundmisehung ist. um so kleiner ist die Menge an Grundmisehung. die zum Färben eines bestimmten Kunststoffes verwendet werden muß. Darüber hinaus besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Grundmischungen folgende Vorteile:
1. leichte Löslichkeit.
~\ gleichmäßige Teilchengröße und Verteilung des Pigmentes,
3. höhere Farbkraft,
-V. größere Durchsichtigkeit des fertigen Produktes.
5.
lung des Pigmentes.
Bisher sind keine Verfahren bekanntgeworden, die
so hinsichtlich der Einfachheit der Handhabung und der Wirtschaftlichkeit mit dem erfindungsgemäßen Verfahren vergleichbar wären. Daneber, ist von ausschlaggebender Bedeutung, daß sich mit seiner Hilfe Grundmischungen herstellen lassen, in denen der Pigmentanteii bis zu 80 Gewichtsprozent der Gesamtmischung betragen kann.
Pigmente sind in gebräuchlichen Lösungsmitteln und in Wasser praktisch unlöslich. Ihre färbenden Eigenschaften leiten sich von ihrer Fähigkeit zur Lichtreflexion, Lichtbrechung, Lichtdiffusion und Lichtdurchlässigkeit ab. Pigmente, die als Farbstoffe verwendet werden, haben eine definierte physikalische Gestalt und eine meßbare Teilchengröße. Die Einführung von Pigmentfarbstoi^n in Kunststoffe, Polymermaterialien und überzugsmittel erfordert im allgemeinen erhebliche Energiemengen. Zur Herstellung trockner Pigmentfarbstoffe ist es z. B. notwendig, beim Mahlen der Pigmentagglomerate zu der gewünschten Feinheit erhebliche Mahlenergien aufzuwenden. Wird der gemahlene Pigmentfarbstoff anschließend mit dem Kunststoff- bzw. Polymermateria! vermischt, so ist zum Betrieb der Kugelmühlen. Walzenmischer, Sandmühlen wiederum erhebliche Ejiergie notwendig. Häufig kommt es vor, daß sich die PigmentfarbstofTe in dem Polymermaterial wieder zusammenballen oder ausflocken, und zwar gerade infolge der extreme.1 Energiemengen, denen sie zuvor ausgesetzt waren. Durch Einführung des PigmentfarbstolTes in das Polvmermaierial in Form einer Lösung könnte die bisher notwendige Energiezufuhr vermieden werden.
Die I lerstellung der Pigmentfarbstofflösungen — die Dispergierstufe ist erfindungsgemäß in eine Lösungs'tuie umgewandelt — besteht darin, daß man
;s ilen Pigmentfarbstoff in einem polaren Lösungsmittel wie Dialkylsulfoxid, N-Alkylformamid, N-Alkylacet amid, Ν,Ν-Dialkylformamid und N,N-Dialkylacetamid, in welchen die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten, un'.er gleichzeitiger Zuhilfenähme eines Lösungsvermittlers löst. Lösungsvermittler im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Säuren oder Basen, und /war anorganische sowohl als auch organische. An sich können beliebige Säuren oder Basen verwendet weiden; es hat sich jedoch gezeigt, daß einige Säuren und Basen in bestimmten Mengen und in Verbindung mit bestimmten Pigmenten besomleis günstige E.igebnisse liefern. Beispielsweise sind grundsätzlich alle organischen Amine als 1 ö-
sungsvermittlcr geeignet; für Monoazopigmentfarbstoffe hat sich aber insbesondere Monoäthanolamin als brauehbar erwiesen. Hin weiteres brauchbares organisches Amin ist Athylcndiamin. Zu den verwendbaren anorganischen Basen gehören Ammoniumhydroxid. Kaliumhydroxid und Natriumhydroxid.
Von den Säuren haben sich Mineralsäuren und unter diesen wiederum insbesondere HCI und H.,SO4 als am besten brauchbar erwiesen; in manchen Fallen können aber auch organische Säuren verwendet werden.
Die Auswahl eines sauren oder basischen Lösungsvermittlers hängt von dem PigmentfarbstofT ab. welcher löslich gemacht werden soll. Mit Hilfe basischer i .ösunesvermiukr lagert sich vor alkm Monoazo-. Disazo-. Azonaphtol- und Phthalocv uninpigmeuifarbsioffe. ganz allgemein heterocyclische Pigmentfarbstoffe löslieh machen. Dur.h saure Lösungsvermittler lassen sich vor allem metallisierte A/opigmentfarbstoffe löslich machen.
Die Tatsache der Lösung der Pigmentfarbstofie ist deutlich erkennbar. Gelbe AzopigmentfarbstofTe behalten beispielsweise, wenn sie im Dimethylsulfoxid aufgesehlämmt oder dispergiert werden, ihre leuchtenden Gelbtöne bei. während die Mischung undurchsichtig ist. Nach Zugabe eines Amins verändert die Mischung ihre Farbe nach tief braurrot und wird durchsichtig. Durch Lösen werden nichtmet illisierte Rotfarbstoffc entweder noch dunkler rot. violett oder blau oder \erändern sich zu helleren Orangetönen. Grüne PhathalocyaniiVarbstofU verändern sich nach blau und werden leuchtender. Ap'hrachinonfarbstofTc und heterocyclische FarbstolTc veihalten sich unterschiedlich, aber auch hier veränder sich die Farbe im allgemeinen.
Die PignicntfarbstofNösungen werden wie folgt hergestellt: ein großer Überschuß des Pigmentfarbstoffcs wird in einem polaren Lösungsmittel wie z. ü. Dimelhylsulfoxid. aufgeschlämmt Der ausgewählte LösimgsvermiukT. je nachdem eine Säure oder Hase, wird zugefügt, bis sich kein weiterer PigmentfarbstolT mehr auflöM. Der f'berschuß an nichtumgesetztem PigmcntfarbstofT wird entfernt, so daß ein klares Fillrat zurückbleibt, in welchem der Pigmenifarbstoff geliist ist. Sobald die l.öslichkeiten der ausgewählten Substanzen bekannt sind, kann man in einem Arbeitsgang klare Lösungen herstellen, indem man die entspiechenden Mengen der Komponenten vermischt.
Unter den pilaren Lösungsmitteln, die crfmdiingsgemäB verwendet werden, sinu die stalk polaren wie Ljiicthylsullovid. Dimcthviaeetamid und Dimethvlformamul am besten geeignet. Darüber hinaus können auch beliebige andere polare Lösungsmittel verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie das betrenciuie Polymernlatenal zu lösen vermögen uiid darüber hinaus mit der zur Ausfällung verwendeten Flüssigkeit - im allgemeinen Wasser -- vollständig mischbar sind.
Hei Anwendung ilei vorstehend beschriebenen Arbeitsweise lassen sieh klare Pigmenlfarhstolflosungen Iu-Istellen, in iL.u'n die Menge des Pignientfarbstolfes bis zu 20 Gewiehtspiozeni eier Gesamt mischung ausmacht.
Die so heirestellu,1 klaren Lösungen werden dann in der beieits beschriebenen Weise weiter zu den ( η imdmiscluin"cn ν eiarbcitel.
Die iiachfnlgi iulv'11 Beispiele dienen zur weiteren I iläulenmi: ili'i I ι li'idiiin1.
B e i s ρ i e I 1
In ein Becherglas, welches 100 ml Dimethylsuli-5 oxid enthält, gibt man einen großen Überschuß de-Monoazofarbstoffes Hansagelb K)-G. Zu der gewonnenen Aufschlämmung gibt man unter Riihru, Monoäthanolamin. bis die optimale Löslichkeit de-Pigmentes erreicht ist; anschließend wird das nie!.'
ίο gelöste Pigment entfernt. Das Filtrat besteht au-3,0 "Vo löslichgemachtem Pigment und 970Zn Lösungsmittel, welches sich wiederum aus 81.51Vo Dimethyl sulfoxid und 18,50O Monoäthanolamin zusammen setzt. Die Pigmentlösung wird mit einer Dimethyl-
sulf 'Mdlösuna, vereinigt, die eine äquivalente Menü', von Polyacrylnitril enthält.
Die 50/50-Mischung aus Pigment und Polyene: gibt man dünn unter Rühren in einen grölten übei schuß an Wasser. Sobald die Mischung das Wasser berührt, werden Pigment und Polymei zusammen ausgefällt, so daß sich ein endloser, gefärbter Kunst Stoffstrang bzw. -faden in dem Wasser bildet. Da die Lösungsmittel in der Pigmcnt-Polymcr-Lösung mit dem Wasser mischbar sind, diffundieren sie in dieses hinein, so daß der gefärbte Kur.ststoffsirang lösungsmittelfrei zurückbleibt. Zur Neutraiisierung tki als Lösungsvermittler verwendeten Base fügt man eine aus! eichende Menge Säure hinzu. Ist die gesamte Pigment-Polymer-Lösiing in einen festen Strang umgewandelt worden, wird der letztere aus der Wasser-Lösungsmittel-Mischung entfernt und mit frischem Wasser gewaschen, um letzte Spuren von anhaften dem Lösungsmittel und gelösten Salzen zu entfernen. Anschließend wird der Strang mit Methanol gespült.
damit die an der Oberfläche haftende Feuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen. /.B. 50 bis 70 -C. in einem Ofen entfernt wurden kann. Die so gewonnene Grundmischung setzt sich aus 5I)0Zn PigmenifarbsioiT und 5O°/o Polynermaterial zusammen. Die Griindmischung wird in eine große .Vknge farblosen Poly acrylnitril eingearbeitet, so daß sich ein gleichmäßig gelb gefärbtes Polyacrylnitril als Fudproduk: ergibt.
In den folgenden Beispielen 2 bis 13 wendet man
jeweils unter Abwandlung einzelner Bedingungen die im vorstehenden Beispiel 1 beschriebene Arbeitsweise an. Die Abweichungen von der Arbeitsweise gemäß Beispiel I sind nachfolgend aufgezählt.
Beispiel 2
Das Polyacrylnitril wird vor der Vereinigung mit der Pigmentiösung nicht in Dimethylsulfoxid votgelösi.
B e i s ρ 1 e I 3
Man verwendet Diniethylacctamid an Stelle von Dimethylsulfoxid.
B e i s ρ i e I 4
Man verwendet Dimethylformamid an Stelle von Dimethylsulfoxid
Beispiel 5
Man verwendet p-Azo:iaphlholrot an Stelle des Monoazofathsuilles Hansagelb K)-Il. Die Pigmentiösung besieht aus 7"/i> Pigment und l)3"/u Lösungsmittel, das seinerseits aus 74.3"'u Dimelhylsulfoxitl und 25.7··.'« Monoii'.hanolamin besteht.
1 i 694 744
7 8
Beispiel (, lösungsmittel; das lef-.tere setzte sich aus (> 7.5 '*, <i
nimetliylsulfoxid und 2,51Vn Schwefelsäure /usaiii-
Chloriertes p-A/onaphlholrut wird an SU'llc ili:s men. Da cine Säure als Lösungsvermitiler verwendei
Monoazofarbstoffe* Hansauelli 10-G verwendet. Die wurde, wurde :\ii'.chließcnd soviel Base zugesetzt.
als Zwischenprodukt hei gestellte Pigmcnilösuni; lie- 5 dal.'; vollständige Neutralisation eintrat,
steht aus 3,7 % Pigment und %.3°/o Lösungsmittel. Die Ergebnisse, die bei Anwendung der in den
welches seinerseits aus S(S1O0Ai Dimethylsulfoxid und Beispielen 2 bis 13 beschriebenen Arbeitsweisen er-
14,O°/o Monoäthanolamin besteht. zielt wurden, entsprechen denen von Beispiel 1.
B c i s ρ i e I 7
10 Beispiel 14
Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffe*
Hansagelb K)-G den Monoazofurbstoff Litholrubin- Die Versuchsanordnungen gemäß Beispielen 5
rot. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigment- bis 13 wurden noch einmal wiederholt, wobei jedoch
lösung besteht aus 4.4% Pigment und 95,6% Lo- Ditncthylacetamid bzw. Dimethylformamid an Stelle
sungsmittel, welches seinerseits aus 84,6% Dimethyl- 15 von Dimethylsulfoxid verwendet wurden. Man erhielt
sulfoxid und 15,4% Monoäthanolamin besteht. in allen Fällen gute Ergebnisse.
Beispiel 8
• „ Beispiel 15 Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffe*
Hansagelb 10-G Azonaphthol B.O.N. braun. Die als ao Man arbeitete erneut wie im Beispiel 1 angegeben,
Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung besteht verwendete jedoch nacheinander an Stelle von Di-
aus 15,9% Pigment und 84.1% Lösungsmittel, das meth·, uulfoxid folgende Lösungsmittel: sich seinerseits aus 99,0% Dimethylsulfoxid und
1.0% Monoäthanolamin zusammensetzt. Methylformamid
J5 Dibutylformamid
Beispiel 9 Methylacetamid
Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffe* Dibuty! acetamid
Hansagelb K)-G den DiazofarbstolT Benzidingclb OT Dibutylsulfoxid
und alkoholische KOH an Stelle von Monoäthanol- w , y j*. ,,·,
amin. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigment- 30 Methyl-dccylsulfoxid
lösung bestand aus 7.4% Pigment und 92,6% Lö- Dioctylformam.d
sungsmittel. das sich seinerseits aus 97.5% Dimethvl- Nonylformamid
sulfoxid und 2,5% KOH zusammensetzte. ' Dihexylacetam.d
Dccylacetamid
B e 1 s ρ 1 e 1 K) 35 Man erhielt in allen Fällen gute Ergebnisse. An Stelle des Monoazofarbstoffe* Hansagelb K)-G
wurde ein heterocyclische* Pigment, nämlich China- Beispiel 16 cridonrot und an Stelle von Monoäthanolamin alkoholische KOH verwendet. Die als Zwischenprodukt Die Arbeitsweise gemäß Beispiel 1 wird wiederhcrcestelllc Pigmentlösung enthielt 8.0% Pigment 40 holt; an Stelle von Polyacrylnitril wird jedoch CeIIuunef 92.0% Lösungsmittel: das Lösungsmittel setzte loseacetat verwendet. Man erhält entsprechende Ersieh aus 95,0% Dimetlnlsulfoxid und 5.0% Kalium- gebnisse. Mit der gewonnenen Grundmischung kann hydroxid zusammen. eine größere Menge farblosen Celluloseacetates
_, . . . .. gleichmäßig ancefärbt werden.
Beispiel IJ * fc
45
Man verwendete an Stelle des Monoazofarbstoffes Beispiel 17 Hansacelb 10-G einen roten Monoazofarbstoff und
Äthylendiamin an Stelle von Monoäthanolamin. Die Man arbeitet wie im Beispiel 1 angegeben, ver-
als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlosung ent- wendet jedoch Celluloseacetat an Stelle von PoIy-
hiclt 8.1% Pigment und 91.9% Lösungsmittel, wel- 50 acrylnitril und löst das Polymer in Aceton an Stelle
dies sich wiederum aus 84.6% Dimethylsulfoxid und von Dimethylsulfoxid. Man erhält auch in diesem
15,4% Äthylendiamin zusammensetzte. Fall gute Ergebnisse. Die gewonnene Grundmischuiij:
. . ., kann zum Färben einer größeren Menge farbloser
Beispiel _ Celluloseacetates verwendet werden.
An Stelle des Monoazofarbstoffe* Hansagelb 10-G 55
wurde Plithalocyaningrün verwendet: an Stelle von Beispiel 18 Monoäthanolamin wurde Äthylendiamin eingesetzt.
Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung Man arbeitet nochmals wie im Beispiel 1 ange
enthielt 4,5% Pigment und 95,5% Lösungsmittel; geben, verändert jedoch die Gewichtsverhältniss
das letztere setzte sich aus 69.0% Dimethylsulfoxid 60 von Pigment zu Polymer, so daß man Grund
und 31,0% Äthylendiamin zusammen. mischungen mit folgenden Gewichtsverhältnisse
_ . . , ,, von Pigment zu Polvmer erhält: B c 1 s ρ 1 e i 13
An Stelle des Monoazofarbstoffe Hansagelb K)-G
wurde ein metallisiertes 2-B Rotnigmcnt verwendet: 65 an Stelle von Monoäihanolamin wurde Schwefelsäure eini'csetzt. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pimnentlösi.ng enthielt 11.75% Pigment und 88.25%
Pigment Polymer
20 80
4(1 60
60 40
80 20
Ho is pi c I 14 I'nlvathvlenkrephthalat
I'uiyamid
Niiiii wiederholt nochmals die in Beispielen 1 bis ί > Huladicn-Ai-rylnilr'l-Mischpnlymcr
^esehihiertiM) Arbeitsweisen, veiwendoi jedoch ;tn IVlwhr,lirhlorid
Stelle von l'olyaeryhiitril fo'gende I'olymcrmale- 5
Man erhält in allen Füllen gute Hrgebnisse.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    !. Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von rynlhetischen Polymerisaten mit heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopigmentfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man einen heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopigmenifarbstoff in einem polaren Lösungsmittel, das zugleich auch ein Lösungsmittel für das Polymerisat ist. dispergiert. unter Zugabe eines Lü^vngsvermittlers löst, uie unlöslichen Bestandteile abtrennt, in der so newonnenen Lösung das Polymerisat löst, danach /u der Lösung eine Flüssigkeit gibt, die mi· dem polaren Lösungsmittel mischbar und gleichzeitig tür das rYl>.ner-Pigment-Gemisch ein fallend wirkendes Nicht-Lösungsmittel ist und schließlich das ausgefallene Gemisch abtrennt und trocknet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß man als polares Lösungsmittel Dialkylsulfoxide, N-Alkylformamide, N-Alkylacetamide. Ν,Ν-Dialkylformamide oder N,N-Dia'kylacetamide, in welchen die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisen, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß man das Polymermaterial gelöst in einem Lösungsmittel, das mit dem polaren Lösungsmittel und mit der zum Ausfällen verwendeten Flüssigkeit mischbar ist, der Pigmentfarbstofilösung zuset/t
  4. 4. Verfaiiren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Pigmentfarbstoff einen heterocyclischen Monoazo-, Disazo-, AzDiiaphthol- oder Phthalocyaninfarbstoll und als Lösungsvermittler eine Base verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Pigmentfarbstoff metallisierten AzofarbstofT und als Lösungsvcrmiltler eine Säure verwendet.
  6. ft. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als PoIvv.e; sat ein Homo- oder Copolymerisat des Acrylnitrils in einer Menge von 20 bis 80 Gewichtsprozent, und den Pigmentfarbstoff in einer Menge von SO bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung, verwendet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Pigmentfarbstoff in einer Menge von 50 bis 75 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung, verwendet.
DE19661694744 1965-08-03 1966-07-30 Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Farben von syntheti sehen Polymerisaten Expired DE1694744C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US477031A US3361705A (en) 1965-08-03 1965-08-03 Masterbatch compositions
US47703165 1965-08-03
DEP0040098 1966-07-30

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1694744A1 DE1694744A1 (de) 1971-09-23
DE1694744C true DE1694744C (de) 1973-05-30

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