[go: up one dir, main page]

DE1694744B - Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von synthetischen Polymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von synthetischen Polymerisaten

Info

Publication number
DE1694744B
DE1694744B DE1694744B DE 1694744 B DE1694744 B DE 1694744B DE 1694744 B DE1694744 B DE 1694744B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pigment
polymer
solvent
dye
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
James Walter Riegelsville Pa.; Tabolinsky Paul Hawthorne N.J.; Kay (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Pfizer Inc

Links

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von festen Grundinischungen zum Farben von synthetischen Polymerisaten.
Es ist bekannt, daß sich mit Hilfe fester PigmentfarbstofF-Grundmischungcn Kunststoffe und andere Polymcrmaterialien in wirksamer Weise färben lassen. Eine feste Grundmischung dieser Art besteht im allgemeinen aus einem Pignicntfarbstoff, welcher glcichmäRiß in einem Kunststoff- oder Polvmermatcrial dispergiert bzw. verteilt ist, wobei die Pigmentkonzentration in der Grundmischung höher ist als in dem fertigen Produkt, das mit der Grundmischung angefärbt worden ist. Die Grundmischung kann neben den genannten auch noch andere Zusätze enthalten, so z. B. Dispergierhilfsmittel, Polymerisationsbeschleuniger, Polymerisationsinhibitoren, UV-Lichtabsorber. Die konzentrierte Grundmischung wird gefärbtem oder nichtgefärbtem Kunststoff- bzw. PoIymermaterial in einer solchen Menge zugesetzt, daß sich im Endprodukt der gewünschte Farbton ergibt. Die Grundmischung muß sich infolgedessen leicht und gleichmäßig in dem gesamten Kunststoffmaterial verteilen, wenn sie zu dem genannten Zweck brauchbar sein soll. Soll eine feste Grundmischung zum Färben eines flüssigen oder in Lösung vorliegenden Kunststoff- bzw. Polymermaterials dienen, so muß sich der Polymerantetl der Grundmischung leicht in der zu färbenden Masse auflösen, damit das Pigment freigesetzt wird und sich seinerseits gleichmäßig in der Masse verteilen kann. Soll eine feste Grundmischung zum Färben trockner Kunststoff- oder Polymermaterialien dienen, so muß sie schmelzbar sein oder sich in anderer Weise leicht in dem zu färbenden Material verteilen lassen. Ein Beispiel für den letztgenannten Fall wäre die Zugabe einer festen, gefärbten Vinylpolymer-Grundmischung zu einem festen nichtgefärbten Vinylpolymer, welches anschließend extrudiert wird. Die Grundmischung schmilzt während des Extrudierens und färbt die Masse gleichmäßig an.
Das gebräuchlichste Verfahren zur Herstellung fester Pigment-Grundmischungen besteht in der Vereinigung von Pigment- und Polymermaterial, Dispergierung des Pigmentes in dem Polymermaterial durch inneres Vermischen, z. B. in einem Banbury- oder Zweiwalzenmischer oder durch Extrudieren mit einem Extruder. Das genannte Herstellungsverfahren erfordert sowohl hohe Temperaturen als auch erhebliehe mechanische Energie. Ein weiteres Verfahren besteht im Auflösen oder Suspendieren des Polymermaterials in einem geeigneten Lösungsmittel und nachträglicher Zugabe des Pigmentes unter Verwendung einer Kugelmühle oder eines Walzenmischers (bzw. anderer üblicher Vorrichtunger;) zur Erzielung der gewünschten Dispergierung des Pigmentes. Anschließend wird das Lösungsmittel aus der gefärbten Grundnis.chung abgedampft, so daß ein festes Produkt zurückbleibt.
Wie jetzt gefunden wurde, ist es möglich, bei det Herstellung von festen Grundmischungen auf die hohe Energiezufuhr zum Benetzen und Dispergieren des Pigmentes in dem Polymermaterial zu verzichten Vielmehr ist es möglich, das Polymermaterial durch einfaches Vermischen anzufärben ohne auf kostspielige und langwierig arbeitende übliche Dispergiervorrichtungen zurückzugreifen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist cit Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von synthetischen Polymerisater mit heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopig mentfarbsioffen. das dadurch gekennzeichnet ist. daf man einen heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azo pi'MiientfarbstofT in einem polaren Lösungsmittel, da:
zugleich auch ein Lösungsmittel für das Polymerisa ist. dispergiert, unter Zugabe eines Lösungsvermitt lets löst, die unlöslichen Bestandteile abtrennt, in de so gewonnenen Lösung das Polymerisat löst, danacl
3 ^ 4
zu der Lösung eine Flüssigkeit gibt, die mit dem Grundmischung mit möglichst hohem Piementgehalt
polaren Losungsmittel mischbar und gleichzeitig für vorteilhafter ist, als eine Grundmischung mit nied-
das Polymer-Pigment-Gemisch ein fällend wirkendes rigem Pigmentgehalt. Je höher die Pigmentkonzen-
Nicht-Lösungsmittel ist und schließlich das ausge- tration in der Grundmischung ist, um so kleiner ist
fallene Gemisch abtrennt und trocknet. 5 die Menge an Grundmischung, die zum Färben eines
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des er- bestimmten Kunststoffes verwendet we.den muß.
findungsgemaßen Verfahrens wird das Polymermate- Darüber hinaus besitzen die erfindungsgemäß her-
rial, bevor es mit der Pigmentfarbstoffdispersion gestellten Grundmischungen folgende Voneile:
vereinigt wird, in einem geeigneten Lösungsmittel .
gelöst, das sowohl mit dem polaren Lösungsmittel 10 1- leichte Löslichkeit,
als auch mit der zum Ausfällen verwendeten Flüssig- 2. gleichmäßige Teilchengröße und Verteilung des
keit mischbar ist. Ist das polare Lösungsmittel bei- Pigmentes,
spielsweise Dimethylsulfoxid und die zum Ausfällen „ *.., P ht ft
verwendete Flüssigkeit Wasser, so können folgende J" noüere raroKxatt,
Lösungsmittel verwendet werden: Aceton, Methanol, 15 4. größere Durchsichtigkeit des fertiger. Produktes,
Dimethylformamid, Dimethylacetamid und natürlich - ■ , x, · ,,,·■■ ■_ ι
Dimethvlsulfox'd 3. verminderte Neigung zur Wiederzusammenbal-
Folgende Polymermaterialien lassen sich mit Hilfe lung des PiSmentes-
des erfindungsgemäßen Verfahrens anfärben: Poly- Bisher sind keine Verfahren bekanntgeworden, die
äthylenterephthalate, Polyamide, Polyacrylnitril und 20 hinsichtlich der Einfachheit der Handhabung und der
dessen Mischpolymere, Butadien-Acrylnitril, Poly- Wirtschaftlichkeit mit dem erfindungsgemäßen Ver-
vinylchlorid und dessen Mischpolymere, das Reak- fahren vergleichbar wären. Daneben ist von aus-
tionsprodukt aus Epichlorhydrin und Bisphenol-A, schlaggebender Bedeutung, daß sich mit seiner Hilfe
Reaktionsprodukte aus Polyisocyanaten und Poly- Grundmischungen herstellen lassen, in denen der
estern, Celluloseacetat, Polyester, Alkydharze. 25 Pigmentanteil bis zu 80 Gewichtsprozent derGesamt-
Sobald das Polymer in Lösung oder in seinem mischung betragen kann.
ursprünglichen Zustand mit der Pigmentfarbstoff- Pigmente sind in gebräuchlichen Lösungsmitteln lösung vereinigt ist, wird die zweite Stufe des erfin- und in Wasser praktisch unlöslich. Ihre färbenden dungsgemäßen Verfahrens durchgeführt. In dieser Eigenschaften leiten sich von ihrer Fähigkeit zur zweiten Stufe wird der Pigmentfarbstoff-Polymer- 30 Lichtreflexion, Lichtbrechung, Lichtdiffusion und Lösung eine Flüssigkeit zugesellt, die eine Ausfäl- Lichtdurchlässigkeit ab. Pigmente, die als Farbstoffe lung der Pigment-Polymer-Mischung bewirkt. Im all- verwendet werden, haben eine definierte physikagemeinen verwendet man Wasser für diesen Zweck; lische Gestalt und eine meßbare Teilchengröße. Die es ist jedoch auch möglich, ein beliebiges anderes Einführung von Pigmentfarbstoffen in Kunststoffe, Lösungsmittel zu verwenden, vorausgesetzt, daß es 35 Polymermaterialien und Über? ipsmittel erfordert im mit der festen Pigment-Polymer-Mischung nicht allgemeinen erhebliche Energiemengen. Zur Herstelmischbar und mit dem Lösungsmittel bzw. den lung trockner Pigmentfarbstoffe ist es z. B. notwen-Lösungsmitteln der Pigment-Polymer-Lösung mis:h- dig, beim Mahlen der Pigmentagglomerate zu der bar ist. So kann man beispielsweise an Stelle von gewünschten Feinheit erhebliche Mahlenergien aufWasser Alkohole wie Methanol oder Äthanol oder 40 zuwenden. Wird der gemahlene Pigmentfarbstoff anwäßrige Mischungen dieser letztgenannten Substan- schließend mit dem Kunststoff- bzw. Polymermaterial zen verwenden. Die Pigment-Polymer-Mischung fällt vermischt, so ist zum Betrieb der Kugelmühlen, sofort aus, wenn die Pigment-Polymer-Lösung mit Walzenmischer, Sandmühlen wiederum erhebliche dem fällend wirkenden Lösungsmittel zusammen- Energie notwendig. Häufig kommt es vor, daß sich kommt. Das Lösungsmittel aus der Pigment-Polymer- 45 die Pigmentfarbstoffe in dem Polymermaterial wieder Lösung diffundiert aus dem Niederschlag in die fäl- zusammenballen oder ausflocken, und zwar gerade lend wirkende Flüssigkeit, so daß sich ein nicht- infolge der extremen Energiemengen, denen sie zuvor mischbares Einphasen-Lösungsmittelsystem und ein ausgesetzt waren. Durch Einführung des Pigmentfester Niederschlag bilden. farbstoffes in das Polymermaterial in Form einer
Der Pigment-Polymer-Niederschlag (Grundmi- 50 Lösung könnte die bisher notwendige Energiezufuhr
schung) kann durch Filtrieren, Dekantieren von der vermieden werden.
Flüssigkeit getrennt werden. Es wird anschließend Die Herstellung der Pigmentfarbstofflösungen
an der Luft oder in der Wärme getrocknet, um die — die Dispergierstufe ist erfindungsgemäß in eine
letzten Spuren Flüssigkeit, die an der Oberfläche Lösungsstufe umgewandelt — besteht darin, daß man
haften, zu entfernen. Die flüssige Phase, die das 55 den Pigmentfarbstoff in einem polaren Lösungsmittel
aktive Lösungsmittel enthält, kann aufgearbeitet und wie Dialkylsulfoxid, N-Alkylformamid, N-AIkylacet-
wieder verwendet werden. amid, N.N-Dialkylformamid und Ν,Ν-Dialkylacet-
Das erfindungsgemäßc Verfahren ist von bcson- amid, in welchen die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlendcrer Bedeutung, wem· Polyacrylnitril als Polymer- stoffatomc enthalten, unter gleichzeitiger Zuhilfematerial verwendet wird. Bisher ist es sehr schwierig 60 nähme eines Lösungsvcrmittlers löst. Lösungsvermittgewesen, Polyacrylnitril-Pigmcnt-Gruiulmischungcn ler im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Säuren herzustellen, die eine größere Menge Pigmentfarb- oder Basen, und zwar anorganische sowohl als auch stoff enthielten. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen organische. An sich können beliebige Säuren oder Verfahrens können jedoch Grundmischungen aus Basen verwendet werden; es hat sich jedoch gezeigt, Polyacrylnitril oder einem Mischpolymer desselben 65 daß einige Säuren und Basen in bestimmten Mengen und Pigmentfarbstoffen hergestellt werden, in denen und in Verbindung mit bestimmten Pigmenten beder Gehalt an Pigment bis zu 80 Gewichtsprozent sonders günstige Ergebnisse liefern. Beispielsweise ausmacht. Es ist ohne weiteres einzusehen, daß eine sind grundsätzlich alle organischen Amine als Lö-
sungsvermittler geeignet; für Monoazopigmentfarbstoffe hat sich aber insbesondere Monoäthanolanain als brauchbar erwiesen. Ein weiteres brauchbares organisches Amin ist Äthylendiamin. Zu den verwendbaren anorganischen Basen gehören Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid und Natriumhydroxid Von den Säuren haben sich Mineralsäuren und unter diesen wiederum insbesondere HCl und H2SO. als am besten brauchbar erwiesen; in manchen Fällen Können aber auch organische Säuren verwendet werden.
'ie Auswahl eines sauren oder basischen Lösunpsmttlers hängt von dem Pigmentfarbstoff ab, löslich gemacht werden soll. Mit Hilfe ι Lösungsvermittler lassen sich vor allem Monoazo-, Disazo-, Azonaphtol- und Phthalocyaninpigmentfarbstoffe, ganz allgemein heterocyclische Pigmentfarbstoffe löslich machen. Durch saure Lösungsvermittler lassen sich vor allem metallisierte Azopigmentfarbstoffe löslich machen. ao
Die Tatsache der Lösung der Pigmentfarbstoffe ist deutlich erkennbar. Gelbe Azopigmentfarbstoffe .ehalten beispielsweise, wenn sie im Dimethylsulfoxid aufgeschlämmt oder dispergiert werden ihre
Beispiel 1
„ __. —~&.^v. wm^a Amins verändert die Mischung ihre Farbe nach tief braunrot und wird durchsichtig. Durch Lösen werden nichtmetallisierte Rotfarbstoffe entweder noch dunkler rot, violett oder blau oder verändern sich zu helleren Orangetönen. Grüne Phthalocyaninfarbstoffe verändern sich nach blau und werden leuchtender. Anthrachinonfarbstoffe und heterocyclische Farbstoffe verhalten sich unterschiedlich, aber auch hier verändert sich die Farbe im allgemeinen.
Die Pigmrntfarbstofflösungen werden wie folgt hergestellt: ein großer Überschuß des Pigmentfarbstoffes wird i" °="°~ —' T " . -
In ein Becherglas, welches 100 ml Dimethylsulfoxid enthält, gibt man einen großen Überschuß des Monoazofarbstoffe Hansagelb 10-G. Zu der gewonnenen Aufschlämmung gibt man unter Rühren Monoäthanolamin, bis die optimale Löslichkeit des Pigmentes erreicht ist; anschließend wird das nichtgelöste Pigment entfernt. Das Filtrat besteht aus 3,0% löslichgemachtem Pigment und 97% Lösungsmittel, welches sich wiederum aus 81,5% Dimethylsulfoxid und 18,5% Monoäthanolamin zusammensetzt. Die Pigmentlösung wird mit einer Dimethylsulfoxidlösung vereinigt, die eine äquivalente Men°e von Polyacrylnitril enthält.
Die 50/50-Mischung aus Pro-nent und Polymer gibt man dann unter Rühren in ein;n großen UbC1-schuß an Wasser. Sobald die Mischung das Wasser berührt, werden Pigment und Polymer zusammen ausgefällt, so daß sich ein endloser, gefärbter KunsistoffsLang bzw. -faden in dem Wasser bildet. Da die Lösungsmittel in der Pigment-Polymer-Lösun.s mit dem Wasser mischbar sind, diffundieren sie in dieses hinein, so daß der gefärbte Kunstsroffstrang lösunssmittelfrei zurückbleibt. Zur Neutralisierung der ah Lösungsvermittler verwendeten Base fügt man eirc ausreichende Menge Säure hinzu. Ist die gesamte Pigment-Polymer-Lösung in einen festen Strang umgewandelt worden, wird der letztere aus der Wasscr-Lösungsmittel-Mischung entfernt und mit frischem Wasser gewaschen, um letzte Spuren von anhaftendem Lösungsmittel und gelösten Salzen zu entfernen. Anschließend wird der Strang mit Methanol gespült, damit die an der Oberfläche haftende Feuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen, z. B. 5P bis 70° C, in einem Ofen entfernt werden kann. Die so gewonnene
so
Endprodukt ergib
sprechenden Mengen der Komponenten vermischt opm7r denlaren Lösungsmitteln, die erfindungs-
™rfi,Vηΐ1 WCrden' sind die starkIaren wie Dimethvlsulfoxid, Dimethylacetamid und Dimethyl-
T^T u^™ f e'gnet· Darüber hinaus kön- bfehlSe andere Polare Lösungsmittel ver-
erfenVOraUfgeSetZt' daß «ie das betreffende yrmatenal zu lösen vermögen und darüber hinaus mit der zur Ausfällung verwendeten Flüssigba'rsm"d'm gemcinen Wasser — vollständig misen-
Bei Anwendung der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise lassen sich klare PigmentfarbstolTlösungen herstellen, m denen die Menge des Pigmentfarb-Αί1:^^ GeWi-SP— *r Gesam,-
so
55
Grandmischungen verarbchet
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläutcrung der Erfindung 'tCrCI1
45 ii
Beispiel 1 sind nachfolgend aufgezählt.
Beispiel 2
Das Polyacrylnitril wird vor der Vereinigung mit der Pigmentlösung nicht in Dimethylsulfoxid vorgelöst.
Beispiel 3
Man verwendet Dimethylacetamid an Stelle von Dimethylsulfoxid.
Beispiel 4
fio Man verwendet Dimethylformamid an Stelle von Dimethylsulfoxid.
Beispiel 5
Man verwendet p-Azonaphtholrot an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagclb 10-G. Die Pigmcntbestcht aus 7% Pigment und 93% Lösungsdas seinerseits aus 74,3% Dimethylsulfoxid
25,71V: Moiioäthannlamin hpetoht
a h el l:
M. Di cn ι da: lint
win an i
Beispiel 11
10
Beispiel 6
Chloriertes p-Azonaphtholrot wird an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G verwendet. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung besteht aus 3,7% Pigment und 96,3% Lösungsmittel, welches seinerseits aus 86,0% Dimethylsulfoxid und 14,0% Monoäthanolamin besteht.
Beispiel 7
Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G den Monoazofarbstoff Litholrubinrot. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung besteht aus 4,4% Pigment und 95,6% Lösungsmittel, welches seinerseits aus 84,6% Dimethylsulfoxid und 15,4% Monoäthanolamin besteht.
Beispiel 8
Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G Azonaphthol B.O.N. braun. Die als ao Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung besteht aus 15,9% Pigment und 84,1% Lösungsmittel, das sich seinerseits aus 99,0% Dimethylsulfoxid und 1,0% Monoäthanolamin zusammensetzt.
Beispiel 9
Man verwendet an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G den Diazofarbstoff Benzidingelb OT und alkoholische KÖH an Steile von Monoäthanolamin. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung bestand aus 7,4% Pigment und 92,6% Lösungsmittel, das sich seinerseits aus 97,5 % Dimethylsulfoxid und 2,5% KOH zusammensetzte.
Beispiel 10
An Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G wurde ein heteroeyclisches Pigment, nämlich Chinacridonrot und an Stelle von Monoäthanolamin alkoholische KOH verwendet. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung enthielt 8,0% Pigment und 92,0% Lösungsmittel; das Lösungsmittel setzte sich aus 95,0% Dimethylsulfoxid und 5,0% Kaliumhydroxid zusammen.
35
45
Man verwendete an Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G einen roten Monoazofarbstoff und Äthylendiamin an Stelle von Monoäthanolamin. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung enthielt 8,1% Pigment und 91,9% Lösungsmittel, welches sich wiederum aus 84,6 % Dimethylsulfoxid und 15,4% Äthylendiamin zusammensetzte.
Beispiel 12
An Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G wurde Phthalocyaningrün verwendet; an Stelle von Monoäthanolamin wurde Äthylendiamin eingesetzt. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmeatlösung enthielt 4,5% Pigment und 95,5% Lösungsmittel; das letztere setzte sich aus 69,0% Dimethylsulfoxid und 31,0% Äthylendiamin zusammen.
Beispiel 13
An Stelle des Monoazofarbstoffes Hansagelb 10-G wurde ein metallisiertes 2-B Rotpigment verwendet; an Stelle von Monoäthanolamin wurde Schwefelsäure eingesetzt. Die als Zwischenprodukt hergestellte Pigmentlösung enthielt 11,75% Pigment und 88,25% Lösungsmittel; das letztere setzte sich aus 97,51Vo Dimethylsulfoxid und 2,5 % Schwefelsäure zusammen. Da eine Saure als Lösungsvcrmittler verwendet wurde, wurde anschließend soviel Base zugesetzt, daß vollständige Neutralisation eintrat.
Die Ergebnisse, die bei Anwendung der in den Beispielen 2 bis 13 beschriebenen Arbeitsweisen erzielt wurden, entsprechen denen von Beispiel 1.
Beispiel 14
Die Versuchsanordnungen gemäß Beispielen 5 bis 13 wurden noch einmal wiederholt, wobei jedoch Dimethylacetamid bzw. Dimethylformamid an Stelle von Dimethylsulfoxid verwendet wurden. Man erhielt in allen Fällen gute Ergebnisse.
Beispiel 15
Man arbeitete erneut wie im Beispiel 1 angegeben, verwendete jedoch nacheinander an Stelle von Dimethylsulfoxid folgende Lösungsmittel:
Methylformamid
Dibutylformamid
Methylacetamid
Dibutylacetamid
Dibutylsulfoxid
Methyl-butylsulfoxid
Methyl-decylsulfoxid
Dioctylformamid
Nonylformamid
Dihexylacetamid
Decylacetamid
Man erhielt in allen Fällen gute Ergebnisse.
Beispiel 16
Die Arbeitsweise gemäß Beispiel 1 wird wiederholt; an Stelle von Polyacrylnitril wird jedoch Celluloseacetat verwendet. Man erhält entsprechende Ergebnisse. Mit der gewonnenen Grundmischung kann eine größere Menge farblosen Celluloseacetates gleichmäßig angefärbt werden.
Beispiel 17
Man arbeitet wie im Beispiel 1 angegeben, ver wendet jedoch Celluloseacetat an Stelle von Poly acrylnitril und löst das Polymer in Aceton an Stell· von Dimethylsulfoxid. Man erhält auch in diesen Fall gute Ergebnisse. Die gewonnene Grundmischunj kann zum Färben einer größeren Menge farblosei Celluloseacetates verwendet werden.
Beispiel 18
Man arbeitet nochmals wie im Beispiel 1 ange geben, verändert jedoch die Gewichtsverhältniss von Pigment zu Polymer, so daß man Grund mischungen mit folgenden Gewichtsverhältnisse von Pigment zu Polymer erhält:
Pigment Polymer
20 80
40 60
60 40
80 20
209 546/51
2697
9 10
Beispiel 19 Polyethylenterephthalat
■ Polyamid
lylan wiederhqlt nochrnals die in Beispielen 1 bis 15 Butadicn-Acrylnitril-Mjschpolyincr
geschilderten, Arbeitsweisen, verwendet jedoch an Polyvinylchlorid
Stelle von Polyacrylnitril fqjgpndc Pqlymermatc- 5
ria'i :n: Man erhält in allen Fijjlpn gifte Ergebnisse.
2597

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von synthetischen Polymerisaten mit heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopigmentfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man einen heterocyclischen Phthalocyanin- oder Azopigmentfarbstoff in einem polaren Lösungsmittel, das zugleich auch ein Lösungsmittel für das Polymerisat ist, dispergiert, unter Zugabe eines Lösungsvermittlers löst, die unlöslichen Bestandteile abtrennt, in der so gewonnenen Lösung das Polymerisat löst, danach zu der Lösung eine Flüssigkeit gibt, die mit dem polaren Lösungsmittel mischbar und gleichzeitig für das Polymer-Pigment-Gemisch ein fällend wirkendes Nicht-Lösungsmittel ist und schließlich das ausgefallene Gemisch abtrennt und trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als polares Lösungsmittel Dialkylsulfoxide, N-Alkylformamide, N-Alkylacetamide, Ν,Ν-Dialkylformamide oder N1N-Dialkylacetamide, in welchen die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlenstoff atome aufweisen, verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Polymermaterial gelöst in einem Lösungsmittel, das mit dem polaren Lösungsmittel und mit der zum Ausfällen verwendeten Flüssigkeit mischbar ist, der Pigmentfarbstofflösung zusetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Pigmentfarbstoff einen heterocyclischen Monoazo-, Disazo-, Azonaphthol- oder Phthalocyaninfarbstoff und als Lösungsvermittler eine Base verwende;.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Pigmentfarbstoff metallisierten Azofarbstoff und als Lösungsvermit'.ler eine Säure verwendet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Polymerisat ein Homo- oder Copolymerisat des Acrylnitrils in einer Menge von 20 bis 80 Gewichtsprozent, und den Pigmentfarbstoff in einer Menge von 80 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung, verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Pigmentfar'ustoff in einer Menge von 50 bis 75 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung, verwendet.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60010262T2 (de) Neue Pigmentform von Pigment Violet 23
DE1469782A1 (de) Verfahren zur Herstellung leicht dispergierbarer Pigmente
EP0311560B1 (de) Pigmentzusammensetzungen auf Basis von Acetoacetaryliden
DE2933873A1 (de) Verfahren zur herstellung einer harzigen pigmentzubereitung
DE1147709B (de) Verfahren zur Herstellung von farbstoffhaltigen Acrylnitrilpolymerisat- bzw. -mischpolymerisatspinnloesungen
DE2826268C3 (de) Verfahren zum Färben von thermoplastischen Harzen
CH639006A5 (de) Verfahren zum herstellen von in waessrigen und/oder organischen medien leicht dispergierbaren, konzentrierten praeparaten von in wasser schwerloeslichen bis unloeslichen wirksubstanzen.
EP0014503B1 (de) Verfahren zur Herstellung von in wässrigen Medien dispergierbaren, hochkonzentrierten, feindispersen, dispergiermittelarmen oder dispergiermittelfreien Präparaten von in Wasser schwer löslichen bis unlöslichen Wirksubstanzen in fester Form
DE1694744B (de) Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Färben von synthetischen Polymerisaten
DE2027537C3 (de) Feste Farbstoffpräparate und deren Verwendung
DE1183195B (de) Verfahren zur Herstellung von spinngefaerbten Gebilden aus hochschmelzenden aromatischen Polyestern
EP0744446B1 (de) Textilfarbstoffpräparationen
DE2300456A1 (de) Verfahren zur herstellung hochkonzentrierter farbstoff- und pigmentpraeparate
DE1694744C (de) Verfahren zur Herstellung von festen Grundmischungen zum Farben von syntheti sehen Polymerisaten
CH625824A5 (en) Ink for the ink-jet printing process
DE3329846A1 (de) Modifizierte diarylidpigmente und verfahren zu ihrer herstellung
DE69802843T2 (de) Flüssige Farbstoffzusammensetzung
DE1925228A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Pigmentkonzentrats
DE743398C (de) Verfahren zur Herstellung von pigmenthaltigen Kunstfasern und -faeden
DE1694744A1 (de) Verfahren zur Herstellung von festen Farbstoff-Polymer-Grundmischungen
DE2504787C2 (de) Chromkomplexfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE1669416A1 (de) Verfahren zum Faerben von Polyamiden
DE2556421A1 (de) Verfahren zum faerben oder aufhellen linearer polyester in der masse
DE1469109A1 (de) Pigmentdispersion und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1261316B (de) Verfahren zum Dispergieren eines Pigments in einem Polyolefin