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Die Erfindung betrifft eine neue
Pigmentform von Pigment Violet 23 mit einer höheren Farbkraft und höherer Farbsättigung,
sowie ausgezeichneten anderen Anwendungseigenschaften. Das erfindungsgemäße Pigment
wird durch Kneten einer amorphisierten Form mit einem anorganischen
Salz, in Gegenwart einer organischen Flüssigkeit erhalten und kann
insbesondere in Druckfarben angewendet werden.
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Schattierung, Farbkraft, Glanz und
Transparenz sind die wichtigsten coloristischen Eigenschaften bei
Druckfarben und Farbfiltern. Die Schattierung muss sehr speziellen
Werten entsprechen, jedoch eine maximal mögliche Farbsättigung
im Hinblick auf eine breite Farbpalette beim Mehrfarbendruck aufweisen.
Dazu sollten die Farbkraft, Glanz und Transparenz möglichst
hoch sein.
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Außerdem sollten Pigmente heutzutage
in der Lage sein, ohne Verlust ihrer Anwendungseigenschaften auch
in modernen umweltfreundlichen Systemen verwendet zu werden, beispielsweise
in auf Wasser basierenden Beschichtungssystemen oder Druckfarben.
Dieses sind Formulierungen, deren flüchtige Fraktion aus 5 bis 100
Gewichtsprozent, vorzugsweise mindestens 20 Gewichtsprozent, mit besonderer
Bevorzugung mindestens 50 Gewichtsprozent, Wasser, bezogen auf das
Gesamtgewicht von allen flüchtigen
Komponenten, besteht.
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C. I. Pigment Violet 23[51319, „Carbazol
Violet"] ist ein
wichtiges kommerzielles Pigment, das in vielen Qualitäten erhältlich ist,
beispielsweise als Cromophtal® Violet GT (Ciba Spezialitätenchemie AG),
Hostaperm® (Violet
RL Special (Clariant) oder Fastogen® Super Violet RN (Dainippon
Ink). Jedoch wurde gefunden, dass im Fall von Druckfarbenan wendungen
keines von den Produkten, die bislang bekannt sind, insbesondere
bezüglich
Farbkraft, Farbsättigung,
Glanz und Transparenz vollständig zufriedenstellend
ist.
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US-5 281 268 offenbart ein Verfahren
zur Herstellung von Kupferphthalocyanin in der β-Form, worin der Rohstoff zuerst
mit einem Attritor unter unbekannten Geschwindigkeitsbedingungen
trocken vermahlen wird, dann mit einem Kneter in Gegenwart eines
anorganischen Salzes und eines organischen Lösungsmittels nass vermahlen
wird. Dieses Pigment hat ausgezeichneten Glanz und Klarheit in Farbdruckfarben,
Beschichtungen und gefärbten Kunststoffgegenständen.
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US
3 598 625 offenbart ein Pigmentherstellungsverfahren, das
hauptsächlich
auch auf Kupferphthalocyanin gerichtet ist, wobei die Rohpigmente
zuerst den Kräften
von Verschleiß und
Scheren unterzogen werden, dann mit mikropulverisiertem Salz und
einem Lösungsmittel
in einem Mischer behandelt werden. In einem Beispiel wird nach Vermahlen
Pigment Violet 23 neun Mal mit der Menge des Salzes und 1,1 Mal
mit der Menge an Hexylenglycol behandelt. Der Anteil von Hexylenglycol
zu dem kristallinen anorganischen Salz ist 1 ml:7,54 g, der von
Hexylenglycol zu Salz plus Pigment ist 1 ml:8,38 g.
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Jedoch wurde es später aus
einer Vielzahl von Quellen bekannt, dass die Zerstörung der
Kristallinität
im Fall von Dioxazinpigmenten nachteilig ist und vermieden werden
muss.
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Somit offenbart
US 4 253 839 , dass grobe Dioxazinpigment-Teilchen
in einer solchen Weise vermahlen werden sollten, dass ihre Kristallstruktur im
Wesentlichen beibehalten wird. Da dieses Vermahlverfahren zu defekten
Oberflächen
führt,
muss es außerdem
unbedingt durch Nachbehandlung mit einem Lösungsmittel ergänzt werden,
was immer in Gegenwart einer Säure,
einer Base oder eines Harzes stattfindet.
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Bessere Ergebnisse werden mit
US 5 800 607 erhalten, wenn
rohes Pigment Violet 23 bei einer hohen peripheren Geschwindigkeit
in einem nicht flockulierenden, flüssigen Medium, insbesondere
Glycolen und deren Ethern, vermahlen wird.
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US
4 804 417 beschreibt die Behandlung von rohem Dioxazin
Violet mit Schwefelsäure,
gefolgt von Behandlung in einem wässrigen Medium, umfassend ein
gelöstes
anorganisches Salz in kleinen Mengen eines Alkohols, was Pigmente
mit einer sehr hohen spezifischen Oberfläche ergibt. Es ist nicht vorgesehen,
dass Kristallwachstum stattfindet.
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EP
069 895 offenbart das Konditionieren von rohen polycyclischen
Pigmenten, einschließlich
Pigment Violet 23, durch Vermahlen mit Natriumsulfat, Natriumchlorid
oder Aluminiumsulfat in Gegenwart eines Glycols und eines Erdalkalimetallhalogenids. Dies
ist vorgesehen, verbesserte Transparenz, einen klareren Farbton
und eine größere Farbkraft
zu erreichen.
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Ähnliche
Vorteile werden jedoch gemäß
EP 075 182 beim Konditionieren
eines organischen Pigments durch Behandlung mit Polyphosphorsäure erreicht,
wobei wiederum Pigment Violet 23 erwähnt wird.
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Gemäß
DE 1 225 598 wird nach Trockenvermahlen
Dioxazinpigment weiter mit aliphatischen, araliphatischen oder aromatischen
Nitroverbindungen, beispielsweise mit Nitrobenzol weitervermahlen. Jedoch
gibt es keine vorliegenden Salze anorganischen.
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US
5 194 088 beschreibt andererseits ein Verfahren zum Konditionieren
von Pigmenten, worin die Rohprodukte zuerst alle vorvermahlen werden, dann
einfach mit einem stark polaren Lösungsmittel bei einer Temperatur
unter 50°C
in Kontakt gebracht werden. Pigment Blue 60 und Pigment Violet 37
erzeugen Farbkraft und Farbsättigungen,
die ungefähr jenen
von vorliegenden Produkten entsprechen. Pigment Violet 23 wird nicht
erwähnt.
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US
4 785 999 beschreibt ein analoges Verfahren, bei dem ein
sehr spezieller Mahlmechanismus angewendet wird und die Nachbehandlung
in einer hohen Menge Lösungsmittel
stattfindet. Offenbart unter vielen anderen Lösungsmitteln werden Ketone,
Ester und Dimethylformamid. Es wird angegeben, dass auf diese Weise
Pigment Violet 23 mit angeblich ausgezeichnete Farbkraft und Dispersibilität erhältlich ist,
falls die Nachbehandlung in einer Xylol/Wasser-Emulsion stattfindet.
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US
5 626 662 und JP 09/165528 offenbaren Verfahren, worin
Pigmente zuerst trocken vermahlen werden und dann in wässriger
Suspension in einer starken Hochgeschwindigkeitskugelmühle vermahlen
werden.
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EP
780 446 offenbart eine Einstufenumwandlung von rohem Dioxazin
Violet in eine stark gefärbte
reine Pigmentform, mit Hilfe von Salzvermahlen mit 2-Ethylcapronsäure.
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US
4 317 908 offenbart ein Verfahren zum Herstellen der β-Kristallform
von Pigment Violet 23 in einem Zweiphasengemisch von Wasser und
einer aromatischen Verbindung.
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US-5 476 949 offenbart fein verteilte
hoch transparente Diketopyrrolopyrrolpigmente mit hoher Chroma (CIELAB
C*) und außergewöhnlicher
Transparenz. Diese Pigmente werden direkt aus der Umsetzung von
Succinaten mit Nitrilen in einem Molverhältnis von 1:2 erhalten.
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Alle diese sehr verschiedenen Verfahren können jedoch
noch nicht vollständig
das bislang jetzt unerwartete hohe coloristische Potenzial von Pigmenten,
insbesondere Pigment Violet 23, aufzeigen.
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Es wurde nun vollständig unerwartet
gefunden, dass das Violet Pigment mit verbesserten coloristischen
Eigenschaften und überraschenderweise höherer Farbkraft
tatsächlich
durch Vermahlen von amorphisiertem Pigment Violet 23 mit einem anorganischen
Salz, in Gegenwart einer organischen Flüssigkeit erhalten werden kann,
wenn die verwendete organische Flüssigkeit zwei Gruppen enthält und das Verhältnis von
Pigment Violet 23 und dem anorganischen Salz zu der organischen
Flüssigkeit
und die Temperatur so ausgewählt
werden, dass eine knetbare Zusammensetzung erhalten wird.
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Ein Pigment mit bislang unerreichten
coloristischen Eigenschaften wird erhalten, das für alle Anwendungen,
insbe sondere für
Druckfarben, vorzugsweise für
auf Wasser basierende Druckfarben, geeignet ist.
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Die Erfindung stellt deshalb ein
Pigment der Formel

bereit, das, gemessen beim
Tiefdruck mit einer angewendeten Menge nach dem Trocknen von 0,860 g/m², wovon
Pigment der Formel I 0,068 g/m² ausmacht,
gedruckt auf weißes
Kraftpapier nach Trocknen eine Helligkeit L* von nicht mehr als
48, eine Chroma C* von mindestens 53 und einen Farbtonwinkel h von
295 bis 315 ergibt, wobei die Tiefdruckfarbe durch Dispergieren
von 30 Gewichtsteilen Pigment und 30 Gewichtsteilen einer wässrigen
Lösung, die
30 Gewichtsprozent eines darin gelösten dispergierenden Harzes
und 7 Gewichtsprozent Isopropanol enthält, bezogen in jedem Fall auf
das Gewicht der Lösung,
zuerst mit einem Laborauflöser
bei 6000 U/min und 23+2°C
für 15
Minuten, dann in einer Perlmühle
mit Keramikperlen vom Durchmesser 1,1+0,1 mm bei 6000 U/min und
30+10°C
für 10
Minuten und Verdünnen
der erhaltenen Dispersion mit 900 Gewichtsteilen einer wässrigen
Lösung,
die 18 Gewichtsprozent von darin gelöstem Polyacrylat und 15 Gewichtsprozent
Isopropanol enthält,
bezogen in jedem Fall auf das Gewicht der Lösung, in einem Laborauflöser bei
6000 U/min und 23+2°C
für 15
Minuten, hergestellt wird.
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Die Struktur (I) wurde gemäß der Ullmann Enzyklopädie als
Pigment Violet 23 bezeichnet.
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Die Helligkeit L* ist vorzugsweise
nicht mehr als 47,5, mit besonderer Bevorzugung nicht mehr als 47,
mit ganz besonderer Bevorzugung nicht mehr als etwa 46,5. Die Chroma
C* ist vorzugsweise mindestens 53,5, mit besonderer Bevorzugung
mindestens 54. Der Farbtonwinkel h ist vorzugsweise 305 bis 312,
mit besonderer Bevorzugung 307 bis 310, mit ganz besonderer Bevorzugung
308 bis 309.
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Die Helligkeit L* liegt im Allgemeinen
zwischen einem Minimumwert von etwa 40 und dem vorstehend ausgewiesenen
Maximumwert, gewöhnlich zwischen
einem Minimumwert von etwa 44 und dem vorstehend ausgewiesenen Maximumwert.
Die Chroma C* liegt im Allgemeinen zwischen dem vorstehend ausgewiesenen
Minimumwert und einem Maximumwert von etwa 60, gewöhnlich zwischen
dem vorstehend ausgewiesenen Minimumwert und einem Maximumwert von
etwa 56 bis 57.
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Die Farbwerte werden dem CIE-Standard 1976
als entsprechend verstanden und werden unter Beleuchtung mit Standardbeleuchtung
D65 und einem 10° Standardbeobachter
unter Verwendung des sichtbaren Bereichs von 400 bis 700 nm gemessen. Das
weiße
Kraftpapier selbst sollte als der weiße Standard zum Eichen des
Messinstruments verwendet werden. Zum Prüfen der Farbwerte ist das geeigneteste
Papier ein weißes
Kraftpapier mit einem Nominalgewicht von 120 bis 150 g/m², insbesondere
ungefähr
135 g/m²,
welches keinen optischen Aufheller enthält. Beispielsweise kann ZandersTM Mega Web 135 gr Nummer 585585 (Sihl & Eika, Papier
AG, CH-8800 Thalwil, Schweiz) verwendet werden.
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Im Zweifelsfall sollten die Farbwerte
gemäß dem Verfahren,
das nachstehend in Beispiel 1 ausgewiesen ist, bestimmt werden.
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Das Pigment kann rein sein oder kann
zusätzlich
zu dem Chromophor der Formel (I) weitere Komponenten enthalten,
wobei Beispiele übliche Pigmentbindemittel
oder Dispersantien sind, die dem Fachmann bekannt sind. Zusätzliche
Komponenten sind vorzugsweise farblos, nur schwach gefärbt oder von
der gleichen Farbe wie das Chromophor der Formel (I), sodass sie
im Wesentlichen die Farbwerte des Pigments nicht beeinflussen. Falls
geeignet, werden in einem Farbdruck weitere Komponenten, deren spezifischer
Absorptionskoeffizient weniger als 30% von dem spezifischen Absorptionskoeffizient
von dem Pigment der Formel (I) bei seinem Absorptionsmaximum ist,
in dem Gesamtfeststoffgehalt, jedoch nicht in dem Pigmentgehalt,
berücksichtigt.
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Es ist ebenfalls möglich, das
erfindungsgemäße Pigment
gemäß einem
von den vielen bekannten Verfahren an der Oberfläche zu modifizieren, um beispielsweise
sein Dispergiervermögen
zu erhöhen.
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Die Erfindung stellt weiterhin ein
Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen Pigments, wie vorstehend
beschrieben, bereit durch Verkneten einer Zusammensetzung, die im
Wesentlichen aus einer Verbindung der Formel (I), einem kristallinen anorganischen
Salz oder Gemisch von kristallinen anorganischen Salzen und einer
organischen Flüssigkeit
besteht, worin
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- – mindestens
am Beginn des Verknetens die Verbindung der Formel (I) im Wesentlichen
in amorpher Form vorliegt;
- – die
organische Flüssigkeit
mindestens eine Oxogruppe in ihrem Molekül enthält und
- – der
Anteil von organischer Flüssigkeit
zu anorganischem Salz 1 ml:6 g bis 3 ml:7 g ist und der Anteil von
organischer Flüssigkeit
zu dem Gesamtgewicht von anorganischem Salz und Verbindung der Formel
(I) 1 ml:2,5 g bis 1 ml:7,5 g ist.
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Das Gewichtsverhältnis von Verbindung der Formel
(I) zu kristallinem anorganischem Salz ist vorzugsweise 1:4 bis
1:12. Die Temperatur ist zweckmäßigerweise –20 bis
kurz vor dem Siedepunkt der organischen Flüssigkeit, insbesondere bis
zu etwa 100°C.
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Die im Wesentlichen amorphe Beschaffenheit
der Verbindung der Formel (I) wird durch den Fachmann gemäß seinem
oder ihrem allgemeinen Wissen erkannt; beispielsweise aus dem flachen Röntgenbeugungsdiagramm.
Wenn der Röntgenindex,
definiert in
US 4 253 839 ,
verwendet wird, dann sollte dieser Index zweckdienlicherweise weniger
als 4, vorzugsweise weniger als 2, mit besonderer Bevorzugung 0
bis 1,5, sein.
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Ein Verfahren, das sich als besonders
wirksam zum wirksamen Vermindern des Kristallinitätsgrades
erwiesen hat, ist ein neues Verfahren, in dem das Rohpigment zusammen
mit einem anorganischen Salz sehr hoher Beschleunigung unterzogen wird. Überraschenderweise
werden wesentlich bessere Ergebnisse erreicht, als in Abwesenheit
des anorganischen Salzes oder im Fall von üblicher geringerer Beschleunigung.
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Das Verfahren zum Umwandeln eines
rohen Pigments zu einer im Wesentlichen amorphen feinteiligen Form
umfasst Unterziehen eines rohen Pigments und eines kristallinen
anorganischen Salzes oder Gemisches von kristallinen anorganischen
Salzen miteinander im Wesentlichen in Abwesenheit von weiteren Komponenten
der Wirkung eines Rotors mit einer Tangentialgeschwindigkeit von
mindestens 10 m/s, sodass mit Hilfe von Reibungseffekten eine Temperatur
von mindestens 80°C
erreicht wird.
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Mischer, bekannt als Hochgeschwindigkeitsmischer,
oder Heizmischer sind dem Fachmann an sich bekannt. Sie umfassen
einen statischen Behälter
mit einem oder mehreren Rotoren, die bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten
arbeiten können.
Der Aufbau von diesen Vorrichtungen ist in einer solchen Weise gestaltet,
dass die Gesamtheit des in dem Behälter vorliegenden Materials
kontinuierlich in Bewegung ist und jedes Teilchen in wiederkehrenden
Kontakt mit einem Rotor kommt. Die Rotoren können beispielsweise die Form
von Propellern, Impellern oder gezackten Rädern und dergleichen aufweisen.
Die Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise von Diosna, Drais
oder Henschel erhältlich
und die neuesten Modelle erreichen Tangentialgeschwindigkeiten von
bis zu etwa 40 m/s.
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Vorzug wird der Verwendung eines
Hochgeschwindigkeits- oder Heißmischers
gegeben, in dem die Tangentialgeschwindigkeit 15 bis 40 m/s ist
und das Verhältnis
von anorganischem Salz zu Rohpigment 1:1 bis 1:12 ist. Eine Tangentialgeschwindigkeit von
mindestens 30 m/s ist besonders wirksam. Eine Tangentialgeschwindigkeit
von oberhalb 40 bis zu etwa 60 m/s ist vollständig für die erfindungsgemäße Praxis
erwünscht,
jedoch leider nur mit hohen Kosten bezüglich der Vorrichtung realisierbar.
Eine Rotationsgeschwindigkeit von 20 bis 30 m/s ist besonders ökonomisch,
ein Verhältnis
von anorganischem Salz zu verwendetem Rohpigment von 1:4 bis 1:8
ist besonders bevorzugt.
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Es wurde auch gefunden, dass die
Anwendung von relativ großer
Ausrüstung
nicht nur einen größeren Durchsatz
ermöglicht,
sondern auch überraschenderweise
bessere Ergebnisse ergibt. Somit ist es sehr bevorzugt, etwa 10
kg bis etwa 1 000 kg Pigment pro Charge zu behandeln. Die Verwendung von
größeren Ausrüstungen
(bis zu etwa 10 000 kg) würde
natürlich
auch bevorzugt sein, sowie die Verwendung von kontinuierlich arbeitender
Ausrüstung (vorausgesetzt,
dass ihr Aufbau derart ist, dass eine minimale Verweilzeit von beliebigen
Pigmentteilchen für
das zu erhaltene gewünschte
Ergebnis lang genug ist). Solche Vorrichtungen erfordern jedoch
hohe Investitionskosten.
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Die Behandlungszeit hängt von
der Gesamtmenge der Substanz, der Rotationsgeschwindigkeit und dem
Kühlen
ab. Im Allgemeinen ist die Behandlungszeit 1 Minute bis 72 Stunden,
vorzugsweise 10 Minuten bis 5 Stunden, mit besonderer Bevorzugung 30
Minuten bis 2 Stunden. Die Temperatur erhöht sich vorzugsweise auf 100
bis 200°C,
mit besonderer Bevorzugung auf 120 bis 170°C, besonders bevorzugt 130 bis
160°C.
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Sobald neue ähnliche Vorrichtungen erscheinen,
welche Tangentialgeschwindigkeiten von oberhalb 40 m/s zu erreichen
erlauben, empfehlen wir dem Fachmann, dieselben bei Geschwindigkeiten von
30 m/s bis zu der maximalen Geschwindigkeit zu testen. Wir erwarten,
dass diese Vorrichtungen mindestens äquivalente und geeigneterweise
auch bessere Ergebnisse ergeben werden, wahrscheinlich in einer
kürzeren
Zeit.
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Weitere Bestandteile sollten zweckmäßigerweise
vermieden und Verunreinigungen minimiert werden. Im Wesentlichen
sollten außer
dem Pigment insbesondere keine anderen organi schen Substanzen, vor
allem keine Lösungsmittel
oder Polymere vorliegen. Der Anteil von außergewöhnlichen organischen Substanzen
ist zweckdienlicherweise nicht mehr als 2 Gewichtsprozent, vorzugsweise
nicht mehr als etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das verwendete
Rohpigment.
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Geeignete anorganische Salze sind
jene, die später
nachstehend beschrieben sind. Es wurde gefunden, dass überraschenderweise
bessere Ergebnisse erhalten werden, wenn ein relativ grobes anorganisches
Salz verwendet wird, vorzugsweise ein Salz mit einer mittleren Teilchengröße (Maximum
der Teilchengrößenverteilung)
von 200 μm
bis 1 mm.
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Es ist nicht bekannt, warum das vorliegende Verfahren
zu solchen Verbesserungen von chlorierten Pigmenten, insbesondere
Pigment Violet 23, führt.
Jedoch vermuten wir, dass dies auf ihrer einzigartigen physikalischen
Eigenschaften und Kristallgitter zurückgeführt werden kann, was auch beispielsweise
zu extrem niedriger Löslichkeit
und guter Wetterbeständigkeit
führt.
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Das Rohprodukt der Formel (I) ist
an sich bekannt und ist auch kommerziell erhältlich, beispielsweise als „Sumitone® Fast
Violet RL 4R base".
Die Verfahren zur Herstellung der anderen Pigmente sind alle bekannt
und führen
im Allgemeinen zu Rohpigmenten, die für die Amorphisierung sehr geeignet sind.
Die anfängliche
Kristallform ist im Fall von im Wesentlichen vollständiger Amorphisierung
von geringerer Bedeutung.
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Im Fall des Rohpigments wird Bevorzugung einer
groben Teilchenform gegeben, wobei Beispiele Kristallisate oder
Agglomerate mit einer Länge
von 0,5 μm
oder mehr für
50 Gewichtsprozent für
alle von den einzelnen unter dem optischen Mikroskop beobachtbaren
Teilchen ergeben. Die Teilchengröße des im
Wesentlichen amorphen feinen teilchenförmigen Produkts ist vorzugsweise
unter 0,3 μm
für 80
Gewichtsprozent von alen Teilchen in dem Produkt.
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Die im Wesentlichen amorphe teilchenförmige feine
Pigmentform, die auf diese Weise hergestellt wird, kann isoliert
werden und als Färbemittel
durch übliche
bekannte Verfahren angewendet werden. Es kann ebenfalls in üblicher
Weise in einem hoch siedenden inerten polaren Lösungsmittel umkristallisiert werden.
Jedoch hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, auf diese
Weise vorbehandelte Produkte ohne Abtrennen des organischen Salzes,
Salzkneten in Gegenwart eines Lösungsmittels
zu unterziehen. Vollständig überraschend
werden in diesem Fall Pigmente erhalten, die beträchtlich
bessere Eigenschaften als durch Amorphisierung mit anschließender reibungsfreier
Umkristallisation oder durch Verkneten allein aufweisen.
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Folglich umfasst das Verfahren zum
Herstellen eines Pigments wie vorstehend offenbart
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- – Unterziehen
eines Rohpigments oder Gemisches von Rohpigmenten und einem kristallinen anorganischen
Salz oder Gemisch von kristallinen anorganischen Salzen miteinander
im Wesentlichen in Abwesenheit von anderen Bestandteilen der Wirkung
eines Rotors mit einer Tangentialgeschwindigkeit von mindestens
10 m/s, sodass eine Temperatur von mindestens 80°C mit Hilfe von Reibungseffekten
erreicht wird und anschließend
- – Kneten
des Produkts dieser Behandlung mit einer organischen Flüssigkeit,
währenddessen
es möglich
ist, falls erwünscht,
weitere Substanzen, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus anorganischen Salzen, inerten Zusätzen und
Färbemitteln,
zuzusetzen.
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Die später nachstehend beschriebenen
anorganischen Salze und organischen Flüssigkeiten und auch Gemische
davon sind geeignet. Es ist keinesfalls notwendig, das gleiche anorganische
Salz oder die gleiche Qualität
davon für
die Amorphisierung und zum Kneten zu verwenden. Im Gegensatz dazu
wurde überraschenderweise
gefunden, dass es vorteilhaft ist, ein gröberes teilchenförmiges Salz
für die
Amorphisierung als für
das Kneten zu verwenden.
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Im Fall von diesem Kneten ist es
bevorzugt, die vorstehend erwähnten
Bedingungen und Anteile von organischer Flüssigkeit zu anorganischem Salz und
von organischer Flüssigkeit
zu dem Gesamtgewicht von anorganischem Salz und Rohpigment anzuwenden.
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Zum Kneten ist es möglich, falls
erwünscht, inerte
Zusätze,
die dem Fachmann bekannt sind, beispielsweise Bindemittel, Füllstoffe,
Antischaummittel, Dispersantien und andere Zusätze, in beliebigen gewünschten
bekannten Mengen zuzusetzen, die von dem inerten Zusatz und dem
Zieleffekt abhängen, und
im Bereich von 1 ppm bis zu der fünffachen Menge, bezogen auf
das Gewicht des Rohpigments, vorliegen können.
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Zum Zweck des Einstellens der Schattierung ist
es gleichfalls möglich,
beliebige gewünschte
bekannte Färbemittel
zuzusetzen, wobei Beispiele organische und anorganische weiße, schwarze
und gefärbte
Pigmente oder in Wasser unlösliche
Farbstoffe, wie disperse Farbstoffe, sind.
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Zusätzliche Färbemittel können insbesondere auch Derivate
von Pigmenten sein, insbesondere die oxidierte oder reduzierte Form
davon, wie beispielsweise Chinacridonchinone oder Dihydrochinacridone,
oder auch Derivate davon, wie Pigmente, substituiert mit polaren
Gruppen und langen Ketten, die als Dispersantien oder Rheologieverbesserer
gut bekannt sind.
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Weitere Färbemittel können gleichfalls in beliebiger
gewünschter
Menge zugesetzt werden, wobei diese Mengen von der herzustellenden
Schattierung abhängen
und durch den Fachmann unter Anwendung bekannter Mittel, beispielsweise
Farbberechnungscomputerprogrammen, zu berechnen sind.
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Zusätzliche Färbemittel werden, falls erwünscht, zweckdienlicherweise
in einem Verhältnis von
1:99 bis 99:1, bezogen auf das Gewicht des Rohpigments, zugegeben.
Vorzug wird einem Verhältnis von
1:99 bis 50:50 gegeben. Weitere Färbemittel werden, falls erwünscht, mit
besonderer Bevorzugung in dem Verhältnis von 0:100 bis 20:80,
insbesondere mit 0:100 bis 10:90, bezogen auf das Gewicht des Rohpigments,
zugegeben. Vor allem jedoch werden überhaupt keine zusätzlichen
Färbemittel
verwendet oder sie werden in Mengen unter 1:99, beispielsweise 0,01:99,99
bis 0,99:99,01, bezogen auf das Gewicht des Rohpigments, verwendet.
Dies führt
zu Pigmenten mit coloristischen Eigenschaften, die äquivalent
jenen Pigmenten sind, jedoch davon abhängen, welche zusätzliche
Komponente verwendet wird, deren Eigenschaften, wie Rheologie oder Dispersibilität, können wesentlich
verbessert werden.
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Alle zusätzlichen Substanzen können bei
beliebigem gewünschten
Zeitpunkt während
des Knetens, einschließlich
insbesondere vor allem am Beginn, zugesetzt werden.
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Wenn statt einer amorphisierten organischen Verbindung
eine Vielzahl davon, beispielsweise 2, 3, 4 oder 5, verwendet wird,
dann können
die einzelnen Komponenten miteinander amorphisiert werden oder sie
können
auch zuerst amorphisiert und dann vor dem Verkneten gemischt werden.
Natürlich
können die
fertigen vorliegenden Produkte auch als Komponenten für weitere
Blends miteinander oder auch mit anderen Färbemitteln, die durch ein beliebiges
bekanntes Verfahren, wie nachstehend beschrieben, behandelt werden
können
oder nicht, angewendet werden.
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Wenn Gemische von Verbindungen, die
für den
Zweck als geeignet bekannt sind, angewendet werden – Beispiele
sind Chinacridone und Diketopyrrolopyrrole -, dann werden feste
Lösungen
oder Mischkristalle in Abhängigkeit
von den Pigmentklassen, Identitäten
und Anteilen der Verbindungen im Allgemeinen in einer besonders
wirksamen und gleichzeitig ökonomischer
Weise erhalten.
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Obwohl es auch zur Verwendung geeignet sein
würde,
mehr als 5 Pigmente mit absolut äquivalenten
Ergebnissen anzuwenden, gibt es in der Praxis keine Nachteile, dies
so zu tun. Bevorzugte Gemische haben 2 bis 4 Komponenten, insbesondere
2 oder 3 Komponenten, besonders bevorzugt 2 Komponenten.
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Wenn Gemische verwendet werden, dann kann
die Menge von jeder weiteren Komponente unabhängig voneinander eine beliebige
Menge von coloristisch wirksam (häufig von etwa 0,001 Gewichtsteil,
vorzugsweise mindestens 0,01 Gewichtsteil, besonders bevorzugt mindestens
0,1 Gewichtsteil) bis 1 Gewichtsteil pro Gewichtsteil der ersten
Komponente sein.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verknetungsverfahren
wird die Mehrheit der Pigmentteilchen nicht in der Größe vermindert,
sondern wird im Gegensatz dazu aufgrund der zwischen den Salzkristallen
in Gegenwart der organischen Flüssigkeit
vorliegenden Scherkräfte
vorteilhafterweise in eine ausgezeichnete kristalline Pigmentform
ungewandelt. Das erhaltene Pigment hat überlegene Echtheitseigenschaften und
im Allgemeinen eine spezifische Oberfläche von 60 bis 150 m²/g, vorzugsweise
80 bis 140 m²/g,
mit besonderer Bevorzugung 90 bis 120 m²/g. Die spezifische Oberfläche kann
beispielsweise unter Verwendung des BET-Verfahrens mit Stickstoff
bestimmt werden.
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Falls Bindemittel verwendet werden,
dann in Abhängigkeit
von der Menge davon, wobei die spezifische Oberfläche auf
etwa die Hälfte
der vorstehend erwähnten
Anteile fallen kann.
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Zweckdienlicherweise ist das kristalline
anorganische Salz in der organischen Flüssigkeit mit < 100 mg/l bei 20°C, vorzugsweise < 10 mg/l bei 20°C löslich und
mit besonderer Bevorzugung tatsächlich bei
20°C unlöslich.
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Das anorganische Salz und die organische Flüssigkeit
sind vorzugsweise jeweils in Wasser zu einem Ausmaß von mindestens
10 g/100 ml löslich. Das
verwendete anorganische Salz ist vorzugsweise Aluminiumsulfat, Natriumsulfat,.
Calciumchlorid, Kaliumchlorid oder Natriumchlorid, was, falls erwünscht, Kristallisationswasser
enthalten kann; wobei besondere Bevor zugung Natriumsulfat, Kaliumchlorid
oder Natriumchlorid gegeben wird.
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Zum Kneten ist es bevorzugt, ein
Salz mit einer mittleren Teilchengröße von 5 bis 200 γm zu verwenden,
wobei besondere Bevorzugung einem Salz mit einer mittleren Teilchengröße von 10
bis 50 μm gegeben
wird.
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Als organische Flüssigkeit ist es bevorzugt, ein
Keton, einen Ester, ein Amid, ein Sulfon, Sulfoxid, eine Nitroverbindung
oder eine Mono-, Bis- oder Tris-hydroxy-C2-C12-Alkanverbindung,
die mit 1 oder 2 Oxogruppen substituiert ist und an einer oder mehreren
Hydroxylgruppen mit C1-C8-Alkyl
verethert oder mit C1-C8-Alkylcarbonyl
verestert sein kann oder ein Gemisch davon anzuwenden. Besonders
bevorzugt ist die Keton-, Ester-, Amid-, Sulfon-, Sulfoxid- oder Nitroverbindung
eine aliphatische oder cycloaliphatische Verbindung.
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Zweckdienlicherweise ist die organische Flüssigkeit
an sich neutral, obwohl saure oder basische Verunreinigungen in üblicherweise
kleinen Mengen nicht abträglich
sind. Erläuternde
Beispiele, jedoch in keiner Weise begrenzend für die Erfindung von neutralen
organischen Flüssigkeiten,
sind Triacetin, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon,
Ethylmethylketon, Cyclohexanon, Diacetonalkohol, Essigsäurebutylester,
Nitromethan, Dimethylsulfoxid und Sulfolan. Besondere Bevorzugung
wird einem Amid, Sulfon oder Sulfoxid, vor allem einem Amid, beispielsweise
Dimethylsulfoxid, Sulfolan, N-Methylpyrrolidon, Dimethylacetamid
oder insbesondere Dimethylformamid, gegeben.
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Die Temperatur während des Knetens ist 10 bis
60°C. Die
Rotationsgeschwindigkeit sollte unter Berücksichtigung des Kühlens, falls
erforderlich, in einer solchen Weise eingestellt werden, dass unter gleichförmiger Scherwirkung
die verknetete Zusammensetzung homogen bewegt wird und die Temperatur
nicht über
den Temperaturbereich gemäß der Erfindung
steigt. Fälle
von örtlichem Überhitzen
und mechanischem Überbelasten
sollten möglichst
vermieden werden. Außergewöhn liche
Ergebnisse werden beispielsweise in einem Kneter mit 5 1 Fassungsvermögen bei
Rotationsgeschwindigkeiten von 50 bis 150 U/min und Knetzeiten von
6 bis 24 h erhalten, wobei diese Zahlen in keiner Weise begrenzend sind
und es möglich
ist, dass Rotationsgeschwindigkeiten in größeren Vorrichtungen beispielsweise niedriger
sind.
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Vorzugsweise werden nach dem Kneten
das anorganische Salz und die organische Flüssigkeit mit Wasser, insbesondere
entmineralisiertem Wasser, gewaschen. Das Trocknen wird vorzugsweise
bei –20
bis 250°C
/ 10–1 bis
105 Pa mit besonderer Bevorzugung von 25
bis 100°C
/ 102 bis 105 Pa
oder von 100 bis 200°C
/ 104 bis 105 Pa,
mit ganz besonderer Bevorzugung rund 80°C / 104 Pa,
durchgeführt.
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Die gemäß der Erfindung erhaltenen
Pigmente sind insbesondere für
starke Farbsättigung und
eine verblüffende
hohe Farbkraft bemerkenswert. Sie haben sehr attraktive Schattierungen
mit ausgezeichneten Echtheitseigenschaften, guter Transparenz und
gutem Glanz.
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Das erfindungsgemäße Pigment kann in reiner Form
isoliert und getrocknet werden, wobei es in diesem Fall anschließend in
Kunststoffe, Anstrichstoffe und Druckfarben, unter Verwendung von
beispielsweise einer Kugelmühle
oder Perlmühle
leicht dispergierbar ist. Als ein feuchter Presskuchen kann es auch
direkt zum Herstellen von Pigmentdispersion verwendet werden.
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Dispersionen der erfindungsgemäßen Pigmente
sind Idealerweise insbesondere als Konzentrate zum Herstellen von
Druckfarben geeignet, die ausgezeichnete Anwendungseigenschaften,
insbesondere attraktive Färbeeigenschaften
mit hoher Farbkraft, aufweisen.
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Die Erfindung stellt deshalb zusätzlich eine Druckfarbe
für ein
Druckfarbenkonzentrat, umfassend ein erfindungsgemäßes Pigment,
bereit.
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Falls erwünscht, können um die Anwendungseigenschaften
zu verbessern, übliche
Zusatzstoffe, wie Bindemittel, zu dem erfindungsgemäßen Pigment
vor oder während
seiner Isolierung gegeben werden. Da das Vorliegen von Zusätzen aufgrund von
Unverträglichkeiten
häufig
eine Begrenzung des möglichen
Anwendungsgebiets ergibt, ist es bevorzugt, das Zugeben derselben
zu unterlassen. Ein ganz besonderer Vorteil, der gefunden wurde,
besteht darin, dass das isolierte Pigment ohne Zusätze mit
sowohl wässrigen
als auch nicht wässrigen
Medien außergewöhnlich verträglich ist,
sodass in beiden Fällen überraschenderweise
gute Anwendungsergebnisse erhalten werden können.
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Eine Druckfarbe ist eine flüssige oder
pastenartige Dispersion, die Färbemittel,
Bindemittel und, falls erwünscht,
Lösungsmittel
und Zusätze
umfasst. In einer flüssigen
Druckfarbe sind das Bindemittel und, falls erwünscht, die Zusätze normalerweise
in dem Lösungsmittel
in Lösung. Übliche Viskositäten in dem
Brookfield Viskosimeter sind von 0,1 bis 20 Pa.s (Spindel Nummer
4, 10 U/min). Druckfarbenkonzentrate sind Zusammensetzungen, aus
denen Druckfarben durch Verdünnung
erhalten werden können.
Bestandteile und Zusammensetzungen für Druckfarben und Druckfarbenkonzentrate
sind dem Fachmann bekannt.
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Zusätzlich zu den erfindungsgemäßen Pigmenten
können
Pigmentformulierungen oder Pigmentdispersionen der Erfindung weiterhin
Färbemittel,
wie in Verbindung mit dem Kneten beschrieben, einschließen.
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Die erfindungsgemäßen Druckfarbenkonzentrate
enthalten die erfindungsgemäßen Pigmente,
zweckmäßigerweise
in einer Konzentration von 1 bis 75 Gewichtsprozent, vorzugsweise
5 bis 50 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung 25 bis 40 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Druckfarbenkonzentrats.
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Die Erfindung stellt deshalb gleichfalls
ein Druckfarbenkonzentrat bereit, umfassend 1 bis 75 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 5 bis 50 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung
25 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtge wicht des Druckfarbenkonzentrats
von einem erfindungsgemäßen Pigment,
das eine Dispersion in einer Bindemittellösung darstellt.
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Die erfindungsgemäßen Druckfarben enthalten die
erfindungsgemäßen Pigmente,
zweckmäßigerweise
in einer Konzentration von 0,01 bis 40 Gewichtsprozent, vorzugsweise
1 bis 25 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung 5 bis 10 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Druckfarbe, und können beispielsweise
zum Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck, Offsetdruck oder kontinuierlichen
oder tropfenweisen Tintenstrahldruck auf Papier, Karton, Metall,
Holz, Leder, Kunststoff oder Textilien oder auch in speziellen Anwendungen, gemäß den Formulierungen,
die allgemeines Wissen darstellen, beispielsweise Veröffentlichungen,
Verpackungen oder Frachten, in Logistik, bei Anzeigen, beim Sicherheitsdrucken
oder auch auf dem Bürosektor
für Ballpointstifte,
Filzstifte, Faserstifte, Stempelkissen, Tintenbänder oder Tintenstrahldruckerpatronen
verwendet werden.
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Die Erfindung stellt deshalb gleichfalls
eine Druckfarbe bereit, umfassend 0,01 bis 40 Gewichtsprozent, vorzugsweise
1 bis 25 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung 5 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Druckfarbe eines erfindungsgemäßen Pigments,
das in Dispersion in einer Bindemittellösung voerliegt.
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Bevorzugung wird Druckfarbenkonzentraten und
Druckfarben auf wässriger
Acrylatbasis gegeben. Es gibt einen Hinweis auf Polymere oder Copolymere,
die durch Additionspolymeristation von mindestens einem Monomer
erhalten werden, das eine Gruppe
oder
enthält, welche in Lösung in
Wasser oder einem Wasser enthaltenden organischen Lösungsmittel vorliegen.
Geeignete organische Lösungsmittel
sind mit Wasser mischbare Lösungsmittel,
die üblicherweise
durch den Fachmann verwendet werden, Beispiele sind Alkohole, wie
Me thanol, Ethanol oder ein Isomer von Propanol, Butanol oder Pentanol,
Ethylenglycol oder seine Ether, wie Ethylenglycolmethylether oder
Ethylenglycolethylether oder Ketone, wie Aceton, Ethylmethylketon
oder Cyclohexanon. Vorzug wird Wasser und Alkoholen gegeben.
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Die Erfindung stellt deshalb ein
Druckfarbenkonzentrat oder eine Druckfarbe der Erfindung bereit, worin
das Bindemittel vorwiegend ein Acrylatpolymer oder -copolymer umfasst
und das Lösungsmittel
aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, C1-C5-Alkoholen, Ethylenglycol, 2- (C1-C5-Alkoxy) -ethanol, Aceton,
Ethylmethylketon und beliebigen Gemischen davon, ausgewählt ist.
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Zusätzlich zu dem Bindemittel können die
erfindungsgemäßen Druckfarbenkonzentrate
und Druckfarben, falls erwünscht,
auch dem Fachmann bekannte Zusätze
in üblichen
Konzentrationen einschließen.
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Für
Tief- oder Flexodruck ist es üblich,
ein Druckfarbenkonzentrat zu verdünnen, um eine Druckfarbe herzustellen,
die dann gemäß an sich
bekannten Verfahren verwendet werden kann. Konzentrate, die die
erfindungsgemäßen Pigmentzusammensetzungen
umfassen, sind in diesem Fall besonders geeignet.
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Die erfindungsgemäßen Pigmente sind außerdem auch
zum Herstellen von festen Tonern, Wachsübertragungsbändern und
ganz besonders Farbfiltern geeignet.
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Somit sind ein weiterer Aspekt der
Erfindung auch die durch das vorliegende Verfahren erhaltenen organischen
Pigmente und deren Verwendung in Farbfiltern. Deren coloristischer
Wert ist überraschenderweise
hoch, aufgrund einer engen Absorptionsbande mit nicht vorhersagbarem
steilen Anstieg und gleichzeitig besitzen sie eine ausgezeichnete Kristallinität, kombiniert
mit einer geringen Teilchengröße und einer
besonders engen Teilchengrößenverteilung.
Vorteilhafterweise fehlen sowohl große als auch sehr feine Teilchen
fast vollständig.
Die Produkte zeigen sowohl eine ausgezeichnete Rheolo gie, was eine
hohe Konzentrierung bei der Verwendung ermöglicht, als auch überlegene
coloristische Eigenschaften und ausgezeichnete Echtheiten, einschließlich außergewöhnlicher
Lichtechtheit.
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Das im Wesentlichen kristalline Pigment
besteht aus Teilchen mit mittlerer Teilchengröße von 0,01 μm bis 0,12 μm, vorzugsweise
von 0,02 μm
bis 0,10 μm,
besonders bevorzugt von 0,03 bis 0,06 μm, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gesamtmenge der Teilchen der Größe größer als 0,12 μm und kleiner
als 0,01 μm
0 bis 8 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0 bis 4 Gewichtsprozent, besonders
bevorzugt 0 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht von Teilchen
der Größe von 0,01 μm bis 0,1 μm ist und
die vollständige
Breite bei einem halben Maximum (FWHM) von den höchsten aufgetrennten Peaks
an einem CuKα-Strahlungsröntgenbeugungspulverdiagramm
etwa 0 bis 0,68° 2θ, vorzugsweise
0,1 bis 0,6° 2θ, besonders
bevorzugt 0,2 bis 0,5° 2θ, mit besonderer
Bevorzugung etwa 0,425° 2θ, ist.
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Im Allgemeinen sollte das Messen
von nur dem höchsten,
intensivsten aufgelösten
Peak als geeignet betrachtet werden. Die minimale Peakbreite hängt von
der Auflösung
des Instruments ab und kann durch die Debye-Scherrer-Formel bestimmt werden.
Zum Bestimmen der vollständigen
Breite bei halbem Maximum ist es nur geeignet, ein Instrument, dessen
Auflösung
hoch genug ist, um die zu messende Peakbreite nicht wesentlich zu
beeinflussen, anzuwenden.
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Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der
vorliegenden Pigmente in Farbfiltern, die selbst beispielsweise
in elektrooptischen Systemen, wie TV-Bildschirmen, Flüssigkristallanzeigen,
ladungsgekuppelten Vorrichtungen, Plasmaanzeigen oder elektrolumineszenten
Anzeigen und dergleichen, verwendet werden. Sie können beispielsweise
aktive (verdrehte nematische) oder passive (super verdrehte nematische)
ferroelektrische Anzeigen oder Licht emittierende Dioden sein.
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Die Pigmente werden im Allgemeinen
bei der Herstellung von Farbfiltern als eine Dispersion in einem
organischen Lösungsmittel
oder Wasser verwendet. Es gibt verschiedene Wege zum Herstellen von
diesen Farbfiltern, die folgenden zwei sind die hauptsächlichen:
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- – Direktes
Bemustern während
des Auftragens;
- – Bemustern
nach Auftragen des Pigments.
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Direktes Bemustern kann durch verschiedene
Drucktechniken, wie Schlag (Offset, Flexographie, Stampfen, Buchstabenpresse
und so weiter) sowie Nicht-Schlag (Tintenstrahltechniken) erhalten
werden.
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Andere direkte Bemusterungstechniken
basieren auf Laminierungsverfahren, elektronischen Entladungsverfahren,
wie Elektroabscheidung und einigen speziellen Farbproofingverfahren,
wie das so genannte ChromalinTM-Verfahren
(DuPont).
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Für
Schlagdrucktechniken kann das Pigment in Wasser oder organischen
Lösungsmitteln
durch Standardentagglomerierungsverfahren (Skandex, Dynamill, Dispermat
und dergleichen) in Gegenwart eines Dispersants und eines polymeren
Bindemittels zum Herstellen einer Druckfarbe dispergiert werden. Beliebige
Dispersionstechnik, die auf dem Gebiet bekannt ist, einschließlich der
Auswahl des Lösungsmittels,
Dispersant und Bindemittel, kann angewendet werden. Die Art der
Druckfarbe und ihre Viskosität
hängen
von der Anwendungstechnik ab und sind für den Fachmann gut bekannt.
Die meisten üblichen Bindemittel,
auf die die Erfindung natürlich
nicht begrenzt ist, sind (Meth)acrylate, Epoxide, PVA, Polyimide,
Novolak-Systeme und dergleichen, sowie Kombinationen von diesen
Polymeren.
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Die Druckfarbe kann dann auf jede
Art von Standarddruckmaschinen gedruckt werden. Das Härten des
Bindemittelsystems wird vorzugsweise durch ein Heizverfahren erreicht.
Die drei Farben können
auf einmal oder in verschiedenen Druckschritten mit zwischenzeitlichen
Trocknungs- und/oder Härtungsschritten,
beispielsweise eine Farbe gleichzeitig in drei Druckschritten, aufgetragen werden.
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Druckfarben zur Verwendung beim Tintenstrahl,
beispielsweise Piezo- oder Blasendruck, können gleichfalls hergestellt
werden. Sie erhalten im Allgemeinen ein in Wasser und/oder einem
Gemisch von vielen hydrophilen organischen Lösungsmitteln in Kombination
mit einem Dispersant und einem Bindemittel dispergiertes Pigment.
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Zum Tintenstrahldrucken kann ein
Standard-Tintenstrahldrucker verwendet werden oder ein (dedicated)
Drucker kann eingebaut werden, um beispielsweise die Druckgeschwindigkeit
und so weiter zu optimieren.
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Für
Laminierungstechniken, wie Thermotransfer und dergleichen, musste
ein Flächengebildesystem
aufgebaut werden: Das Pigment wird in einem Lösungsmittel oder Wasser mit
Dispersionsmittel und Bindemittel dispergiert und auf eine Folie
aufgetragen und getrocknet. Das Pigment/Bindemittel-System kann mustermäßig oder
ungleichförmig auf
ein Farbfiltersubstrat mit Hilfe von Energie (UV, IR, Wärme, Druck
und so weiter) übertragen
werden. In Abhängigkeit
von der angewendeten Technik kann das Färbemittel beispielsweise einzeln
(Farbdiffusions- oder Sublimationstransfer) übertragen werden oder die Färbemitteldispersion
kann vollständig übertragen
werden, einschließlich
des Bindemittels (Wachstransfer).
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Zur Elektroabscheidung muss das Pigment in
Wasser, zusammen mit einem ionisierten Polymer dispergiert werden.
Mit Hilfe eines elektrischen Stroms wird das ionisierte Polymer
an der Anode oder der Kathode desionisiert und wird dann unlöslich zusammen
mit den Pigmenten abgeschieden. Dies kann auf mit einem Fotoresist
bemusterten oder mustermäßig abgeschirmten
(transparenten) Fotoleitern, wie ITO und so weiter, ausgeführt werden.
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Das ChromalinTM-Verfahren
verwendet ein lichtempfindliches Material, das auf einem Farbfiltersubstrat
abgeschieden ist. Das Material wird bei W-Belichtung klebrig. Der
so genannte „Toner", der ein Gemisch
oder Verbindung oder Pigment und Polymer umfasst, wird auf dem Substrat
verteilt und haftet an den klebrigen Teilchen. Dieses Verfahren
muss drei bis vier Mal für
R, G, B und schließlich
schwarz ausgeführt
werden.
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Bemustern nach Auftragen ist ein
Verfahren, das meist auf der bekannten Fotoresisttechnologie basiert,
wobei das Pigment in der Fotoresistzusammensetzung dispergiert ist.
Andere Verfahren sind indirektes Bemustern, mit Hilfe eines gesonderten
Fotoresists oder Laminierungstechniken.
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Das Pigment kann durch beliebige
Standardverfahren, wie vorstehend für die Druckverfahren beschrieben,
in Fotoresist dispergiert werden. Die Bindemittelsysteme können auch
identisch sein. Weitere geeignete Zusammensetzungen werden beispielsweise
in
EP 654711 , WO 98/45756
oder WO 98/45757 beschrieben.
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Fotoresists umfassen einen Fotostarter
und ein polyvernetzbares Monomer (negative radikalische Polymerisation),
ein Material zum Vernetzen der Polymere selbst (beispielsweise ein
Fotosäureerzeuger
oder dergleichen) oder ein Material zur chemischen Änderung
der Löslichkeit
des Polymers in bestimmten Entwicklungsmedien. Dieses Verfahren kann
jedoch mit Wärme
(beispielsweise unter Verwendung von Wärmestrahlen oder NIR-Strahlung) ebenfalls
anstelle von W ausgeführt
werden, wobei in dem Fall einige Polymere, die während der Heizverfahren chemischen
Veränderungen
unterliegen, Veränderungen
in der Löslichkeit
in den vorstehend erwähnten
Entwicklungsmedien ergeben. Ein Fotostarter wird dann nicht benötigt.
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Das lichtempfindliche oder wärmeempfindliche
Material wird auf ein Farbfiltersubstrat aufgetragen, getrocknet
und mit W (oder Wärme)
bestrahlt, manchmal erneut wärmebehandelt
(Fotosäureerzeuger)
und mit einem Entwicklungsmedium (meist einer Base) entwickelt.
In diesem letzten Schritt werden nur die nicht belichteten (negative
Systeme) oder nur die belichteten (positive Systeme) Teile weggewaschen,
was das gewünschte
Muster ergibt. Dieser Vorgang muss für alle verwendeten Farben wiederholt
werden.
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Lichtempfindliche Laminierungstechniken
erfolgen unter Anwenden des gleichen Prinzips, wobei der einzige
Unterschied die Beschichtungstechnik ist. Ein lichtempfindliches
System wird wie vorstehend beschrieben angewendet, jedoch auf einem Flächengebilde
anstelle von einem Farbfiltersubstrat. Die Folie wird auf dem Farbfiltersubstrat
angeordnet und die lichtempfindliche Schicht wird mit Hilfe von Wärme und/oder
Druck übertragen.
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Indirekte Verfahren mit den vorstehend
erwähnten
polymeren Bindemitteln, ohne eine lichtempfindliche Komponente,
verwenden einen zusätzlichen
Fotoresist, der am oberen des pigmentierten Resists aufgetragen
ist. Während
des Bemusterns des Fotoresists wird der pigmentierte Resist ebenso bemustert.
Der Fotoresist muss anschließend
entfernt werden.
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Weitere Einzelheiten über die
Herstellung von Farbfiltern können
in Lehrbüchern, Übersichtsartikeln
und anderen wissenschaftlichen Artikeln gefunden werden. Der Fachmann
wird die vorliegende Erfindung mit der Verwendung von beliebiger
solcher bekannten Technik ebenso in Verbindung bringen.
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Die erfindungsgemäßen Farbfilter enthalten die
erfindungsgemäßen Pigmente
zweckdienlicherweise in einer Konzentration von 1 bis 75 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 5 bis 50 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung
25 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der pigmentierten Schicht.
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Die Erfindung stellt deshalb gleichfalls
einen Farbfilter bereit, umfassend ein transparentes Substrat und
eine Schicht, umfassend 1 bis 75 Gewichtsprozent, vorzugsweise 5
bis 50 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung 25 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Schicht, von einem erfindungsgemäßen Pigment,
das in einem organischen Material mit hohem Molekulargewicht dispergiert
ist. Das Substrat ist vorzugsweise im Wesentlichen (T > 95% über den
gesamten sichtbaren Bereich von 400 bis 700 nm) farblos.
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Das Bindemittel kann beliebiges organisches Material,
wie vorstehend definiert mit hohem Malekulargewicht, Bindemittelmaterialien,
wie vorstehend beschrieben, wobei sie nur Beispiele sind.
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Die vorliegenden Druckfarben oder
Fotoresiss zum Herstellen von Farbfiltern enthalten die erfindungsgemäßen Pigmente
zweckdienlicherweise in einer Konzentration von 0,01 bis 40 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 1 bis 25 Gewichtsprozent, mit besonderer Bevorzugung
5 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht von Druckfarbe
oder Fotoresist.
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Die Erfindung stellt deshalb gleichfalls
eine Zusammensetzung zum Herstellen von Farbfiltern, die 0,01 bis
40 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 25 Gewichtsprozent, mit besonderer
Bevorzugung 5 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, eines darin dispergierten erfindungsgemäßen Pigments
umfassen, bereit.
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Die erfindungsgemäßen Pigmente sind schließlich auch
zum Färben
von organischen Materialien mit hohem Molekulargewicht in der Masse
geeignet.
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Das gemäß der Erfindung zu färbende organische
Material mit hohem Molekulargewicht kann natürlichen oder synthetischen
Ursprungs sein und hat normalerweise ein Molekulargewicht im Bereich von
103 bis 108 g/Mol.
Das Material kann beispielsweise natürliche Harze oder färbende Öle, Kautschuk
oder Kasein oder modifizierte natürliche Substanzen, wie chlorierten
Kautschuk, Öl,
modifizierte Alkydharze, Viskose, Celluloseether oder -ester, wie Celluloseacetat,
Cellulosepropionat, Celluloseacetobutyrat oder Nitrocellulose, jedoch
im Wesentlichen vollständig
synthetische, organische Polymere (sowohl wärmehärtende als auch thermoplastische)
wie durch Additionspolymerisation, Polykondensation oder Polyaddition
erhalten, wobei Beispiele Polyolefine, wie Polyethylen, Polypropylen
oder Polyisobutylen, substituierte Polyolefine, wie Polymere von
Vinylchlorid, Vinylacetat, Styrol, Acrylnitril oder Acrylate und/oder
Methacrylate oder Butadien und auch Copolymere der vorstehend erwähnten Monomere,
insbesondere ABS oder EVA, umfassen.
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Für
die Reihen der Polyadditionsharze und Polykondensationsharze können Kondensate
von Formaldehyd mit Phenolen, bekannt als Phenolharze, und Kondensate
von Formaldehyd mit Harnstoff, Thioharnstoff und Melamin, bekannt
als Aminoharze, die als Anstrichstoffharze verwendeten Polyester
und tatsächlich
sowohl gesättigte
Harze, wie Alkydharze, als auch ungesättigte Harze, wie Maleatharze,
und auch die linearen Polyester und Polyamide, oder Silicone, erwähnt werden.
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Die erwähnten Verbindungen mit hohem
Molekulargewicht können
einzeln oder in Gemischen als Kunststoffmassen oder Schmelzen, die
falls erwünscht,
zu Fasern versponnen werden können,
vorliegen.
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Sie können auch in Form ihrer Monomere oder
in dem polymerisierten Zustand in gelöster Form als Filmbildner oder
Bindemittel für
Beschichtungsmaterialien oder Druckfarben, wie Leinsamenöllack, Nitrocellulose,
Alkydharze, Melaminharze, Harnstoffformaldehydharze oder Acrylharze
vorliegen. Falls in Beschichtungen verwendet, zeigen die vorliegenden Pigmente
höhere
Echtheiten, als die chemischen identischen Pigmente von ähnlicher
mittlerer Teilchengröße oder
von ähnlicher
Oberfläche.
Jedoch ist deren Verwendung in Beschichtungen aufgrund ihrer hohen
Transparenz (beispielsweise in Metallic-Lacken) relativ begrenzt.
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Die Pigementierung der organischen
Substanzen mit hohem Molekulargewicht mit den erfindungsgemäßen Pigmenten
findet beispielsweise durch Vermischen eines solchen Pigments in
der Form, falls erwünscht,
von Masterbatchen, in diese Substanzen unter Verwendung von Walzenmühlen, Mischern
oder Vermahlvorrichtung statt. Im Allgemeinen wird das pigmentierte
Material anschließend
in die gewünschte
letztendliche Form durch an sich bekannte Techniken, wie Kalandrieren,
Pressformen, Extrusion, Verstreichen, Gießen oder Spritzformen, gebracht.
Um nichtsteife Formlinge herzustellen oder deren Brü chigkeit
zu vermindern, ist es häufig
erwünscht,
in die Verbindungen mit hohem Molekulargewicht vor deren Formen
Weichmacher einzuarbeiten. Beispiele für solche Weichmacher, die verwendet
werden können,
sind Ester von Phosphorsäure, Phthalsäure oder
Sebacinsäure.
In den erfindungsgemäßen Verfahren
können
die Weichmacher vor oder nach der Einarbeitung des pigmentären Färbemittels
in die Polymere eingearbeitet werden. Eine weitere Möglichkeit,
um deren verschiedene Farbtöne
zu erhalten, ist es, Füllstoffe
und/oder andere färbende
Bestandteile, wie weiße,
gefärbte
oder schwarze Pigmente, und auch Effektpigmente in der jeweiligen
gewünschten
Menge zu den organischen Materialien mit hohem Molekulargewicht,
zusätzlich zu
den Pigmentzusammensetzungen zuzusetzen.
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Zum Pigmentieren von Beschichtungsmaterialien
und Druckfarben werden die organischen Materialien mit hohem Molekulargewicht
und die erfindungsgemäßen Pigmente
einzeln oder zusammen mit Zusätzen,
wie Füllstoffen,
anderen Pigmenten, Siccativen oder Weichmachern im Allgemeinen in
einem organischen und/oder anorganischen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch
fein dispergiert oder gelöst.
Ein mögliches
Verfahren ist hier, die jeweiligen Komponenten einzeln zu dispergieren
oder zu lösen,
oder auch zwei oder mehrere miteinander und nur dann alle Komponenten
zu kombinieren.
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Eine weitere Ausführungsform stellt deshalb zusätzlich Masse
gefärbtes
organisches Material mit hohem Molekulargewicht bereit, umfassend
a) 0,05 bis 70 Gewichtsprozent, bezogen auf die Summe von (a) und
(b), von einem Pigment wie vorstehend definiert und b) 99,95 bis
30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Summe von (a) und (b), von einem
organischen Material mit hohem Molekulargewicht.
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Das Material umfasst sowohl eine
gebrauchsfertige Zusammensetzung oder einen daraus gebildeten Gegenstand
als auch einen Masterbatch in Form von beispielsweise Granulaten.
Falls erwünscht,
kann das organische Material mit hohem Mole kulargewicht, das gemäß der Erfindung
gefärbt ist,
auch übliche
Zusätze,
beispielsweise Stabilisierungsmittel, umfassen. Eine weitere Ausführungsform
stellt deshalb zusätzlich
ein Verfahren zum Färben
des organischen Materials mit hohem Molekulargewicht in der Masse
bereit, das Einarbeiten eines erfindungsgemäßen Pigments darin, beispielsweise durch
Vermischen des organischen Materials mit hohem Molekulargewicht
mit der erfindungsgemäßen Pigmentzusammensetzung,
gegebenenfalls in Form eines Masterbatchs, in einer an sich bekannten
Weise und Verarbeiten dieses Gemisches umfasst. Die nachstehenden
Beispiele erläutern
die Erfindung, ohne deren Umfang zu begrenzen (sofern nicht anders
ausgewiesen, bedeutet „%" immer Gewichtsprozent):
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Beispiel A1: Kommerzielles rohes
Carbazol Violet wird gemäß DE-1 225
598 vermahlen, bis das Röntgenpulverdiagramm
(CuKa) nicht mehr beliebige signifikante Signale zeigt.
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Beispiel A2: Das Verfahren von Beispiel
A1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung des Vermahlungsverfahrens
von Beispiel 8 aus
US 4 785 999 ,
bis das Röntgenpulverdiagramm
nicht mehr beliebige signifikante Signale zeigt.
-
Beispiel A3: Das Verfahren von Beispiel
A1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung des Vermahlungsverfahrens
von Beispiel 1 aus
US 5 194 088 und
Erstrecken der Vermahldauer, bis das Röntgenpulverdiagramm nicht mehr
beliebige signifikante Signale zeigt.
-
Beispiel A4: Das Verfahren von Beispiel
A1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung des Kugelmühlenverfahrens
des ersten Teils von Beispiel III von
US
3 598 625 , bis das Röntgenpulverdiagramm nicht
mehr beliebige signifikante Signale zeigt.
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Beispiel A5: Das Verfahren von Beispiel
Al wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des Rohprodukts von Seite 75 des BIOS Endreports 960, das 25% Salzform
der Synthese enthält.
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Beispiel A6: Das Verfahren von Beispiel
A2 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des Rohprodukts von Seite 75 des BIOS Endreports 960, das 25% Salzform
der Synthese enthält.
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Beispiel A7: Das Verfahren von Beispiel
A3 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des Rohprodukts von Seite 75 des BIOS Endreports 960, das 25% Salzform
der Synthese enthält.
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Beispiel A8: Das Verfahren von Beispiel
A4 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des Rohprodukts von Seite 75 des BIOS Endreports 960, das 25% Salzform
der Synthese enthält.
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Beispiel A9: Das Verfahren von Beispiel
A1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-39/16786.
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Beispiel A10: Das Verfahren von Beispiel
A2 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-39/16786.
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Beispiel A11: Das Verfahren von Beispiel
A3 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-39/16786.
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Beispiel A12: Das Verfahren von Beispiel
A4 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-39/16786.
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Beispiel A13: Das Verfahren von Beispiel
A1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-52/935.
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Beispiel A14: Das Verfahren von Beispiel
A2 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-52/935.
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Beispiel A15: Das Verfahren von Beispiel
A3 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-52/935.
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Beispiel A16: Das Verfahren von Beispiel
A4 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des α-Produkts von JP-52/935.
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Beispiel B1: Eine Laborknetvorrichtung
mit einem Fassungsvermögen
von 0,75 l wird mit 50 g von amorphem Dioxazin Violet, wie in Beispiel
A1, 300 g Natriumchlorid und 87 ml trockenem Dimethylformamid beschickt
und die Rotationsgeschwindigkeit auf 80 U/min eingestellt. Die Wände der
Knetvorrichtung werden bei 45°C
thermostatisiert. Nach 6 Stunden wird die Rotationsgeschwindigkeit
auf 5 U/min vermindert und die Temperatur auf 20°C fallen lassen, wonach 120
ml desionisiertes Wasser langsam zugegeben werden, das erhaltene
Gemisch wird auf einen Büchner-Trichter
gegeben und das feste Produkt mit Wasser gewaschen, bis das Waschwasser
salzfrei war. Das Produkt wird bei 80°C / 3·10³ Pa für 15 Stunden
getrocknet und durch ein Sieb der Größe 0,4 mm gesiebt.
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Beispiele B2-B16: Das Verfahren von
B1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
der Produkte von Beispielen A2-A16.
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Beispiel C1: Ein 10 1-Mischer (FM
10 MBTM, Henschel, Deutschland) wird mit
800 g Sumitone® Fast
Violet RL 4R-Base und 3200 g Natriumchlorid (Spezialsalz 100/95TM, mittlere Teilchengröße ungefähr 70 m, Schweizer Salinen,
Schweizerhalle, Schweiz) beschickt. Das Kühlen wird angestellt und die
Rotationsgeschwindigkeit des Dreifachpropellers (Durchmesser 220
mm) wird auf 3200 U/min eingestellt. Nach einer Stunde ist die Innentemperatur 130°C. Die Temperatur
wird dann auf 30°C
bei 50 U/min fallen lassen.
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Das Pulver wird zu einer Laborknetvorrichtung
mit einer Kapazität
von 10 1 (Werner & Pfleiderer,
Deutschland) überführt. Dann
werden 1600 g vermahlenes Natriumchlorid (Teilchengrößenverteilung mit
Maximum rund 20 μm)
und 1400 ml Dimethylformamid zugegeben und das Gemisch wird bei
100 U/min 8 Stunden verknetet. Die Wände der Knetvorrichtung werden
bei 45°C
thermostatisiert.
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Die 2000 ml desionisiertes Wasser
werden zugegeben, das erhaltene Gemisch wird auf einem Büchner-Trichter
gegeben und das feste Produkt wird mit Wasser gewaschen, bis das
Waschwasser salzfrei ist. Das Produkt wird bei 80°C / 3 ·10³ Pa für 15 Stunden
getrocknet und durch ein Sieb der Größe 0,8 mm gesiebt.
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Beispiel C2: Ein 10 1-Mischer (FM
10 MBTM, Henschel, Deutschland) wird mit
900 g Sumitone® Fast
Violet RL 4R-Base und 3600 g Natriumchlorid (Spezialsalz 100/95TM, mittlere Teilchengröße ungefähr 70 μm, Schweizer Salinen, Schweizerhalle, Schweiz)
beschickt. Das Kühlen
wird angestellt und die Rotationsgeschwindigkeit des Dreifachpropellers (Durchmesser
220 mm) wird auf 3200 U/min eingestellt. Nach einer Stunde ist die
Innentemperatur 130°C.
Die Temperatur wird dann auf 30°C
bei 50 U/min fallenlassen. 250 g dieses Pulvers werden zu einer
Laborknetvorrichtung mit einem Fassungsvermögen von 0,75 l(Werner & Pf leiderer,
Deutschland) überführt. Dann
werden 100 g des vermahlenen Natriumchlorids (Teilchengrößenverteilung
mit maximal rund 20 μm)
und 65 ml Dimethylformamid zugegeben und das Gemisch wird bei 80
U/min 6 Stunden verknetet. Die Wände
der Knetvorrichtung werden bei 40°C
thermostatisiert.
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Dann werden 120 ml desionisiertes
Wasser zugegeben, das erhaltene Gemisch wird auf einen Büchner-Trichter
gegeben und das feste Produkt wird mit Wasser gewaschen, bis das
Waschwasser salzfrei ist. Das Produkt wird bei 80°/3·10³ Pa für 15 Stunden
getrocknet und durch ein Sieb der Größe 0,8 mm gesiebt.
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Beispiel C3: Ein 10 l-Mischer (FM
10 MBTM, Henschel, Deutschland) wird mit
900 g Sumitone® Fast
Violet RL 4R-Base und 3600 g Natriumchlorid (Teilchengrößenverteilung
mit einem Maximum rund 20 ³m)
beschickt. Das Kühlen
wird angestellt und die Rotationsgeschwindigkeit des Dreifachpopellers (Durchmesser
220 mm) wird auf 3200 U/min eingestellt. Nach einer Stunde ist die
Innentemperatur 110°C.
Die Temperatur wird dann auf 30°C
bei 50 U/min fallenlassen.
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250 g dieses Pulvers werden zu einer
Laborknetvorrichtung mit einem Fassungsvermögen von 0,75 1 (Werner & Pfleiderer, Deutschland) überführt. Dann
werden 100 g des vermahlenen Natriumchlorids (Teilchengrößenverteilung
mit einem Maximum rund 20 μm)
und 65 ml Dimethylformamid zugegeben und das Gemisch wird bei 80
U/min 6 Stunden verknetet. Die Wände
der Knetvorrichtung werden bei 40°C
thermostatisiert.
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Dann werden 120 ml desionisiertes
Wasser zugegeben, das erhaltene Gemisch wird auf einen Büchner-Trichter
gegeben und das feste Produkt wird mit Wasser gewaschen, bis das
Waschwasser salzfrei ist. Das Produkt wird bei 80°/3·10³ Pa für 15 Stunden
getrocknet und durch ein Sieb der Größe 0,8 mm gesiebt.
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Beispiel C4: Ein 10 l-Mischer (FM
10 MBTM, Henschel, Deutschland) wird mit
1000 g Sumitone® Fast
Violet RL 4R-Base und 4000 g Natriumchlorid (Teilchengrößen zwischen
5 μm und
700 um) beschickt. Das Kühlen
wird angestellt und die Rotationsgeschwindigkeit des Dreifachpopellers
(Durchmesser 220 mm) wird auf 3200 U/min eingestellt. Nach einer
Stunde ist die Innentemperatur 155°C. Die Temperatur wird dann
auf 30°C
bei 50 U/min fallenlassen.
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250 g dieses Pulvers werden zu einer
Laborknetvorrichtung mit einem Fassungsvermögen von 0,75 1 (Werner & Pfleiderer, Deutschland) überführt. Dann
werden 100 g des vermahlenen Natriumchlorids (Teilchengrößenverteilung
mit einem Maximum rund 20 um) und 65 ml Dimethylformamid zugegeben und
das Gemisch wird bei 80 U/min 6 Stunden verknetet. Die Wände der
Knetvorrichtung werden bei 40°C
thermostatisiert.
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Dann werden 120 ml desionisiertes
Wasser zugegeben, das erhaltene Gemisch wird auf einen Büchner-Trichter
gegeben und das feste Produkt wird mit Wasser gewaschen, bis das
Waschwasser salzfrei ist. Das Produkt wird bei 80°/3·10³ Pa für 15 Stunden
getrocknet und durch ein Sieb der Größe 0,8 mm gesiebt.
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Beispiele C5-C8: Beispiele C1-C4
werden mit dem einzigen Unterschied wiederholt, dass, bezogen auf
das Pigmentgewicht, 10% eines festen, in Aceton löslichen
Harzes zugegeben werden. Die Ergebnisse sind gleichfalls aufgezeichnet.
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Beispiel D1: 210 g SCX-8082TM (enthaltend 30,0% dispergierendes Polymer
Joncryl® 690, 2,15%
Ammoniak und 67,85% Wasser, 29,5% Feststoffgehalt, S. C. Johnson
Polymer) und 90 g des Produkts von Beispiel Cl werden in einem Laborauflöser (Dispermat
CVTM, Hediger) bei 6000 U/min für 15 Mi nuten
erneut dispergiert. Die Suspension wird dann zu einer 125 ml Perlmühle mit
einer Auflöserverbindung
(Dispermat SLTM, Hediger), beschickt mit 207
g Zirkonium gemischten Oxidperlen vom Durchmesser 1,0 bis 1,2 mm
(Hermann Oeckel Ingenieur GmbH, D-95100 Selb, Deutschland) vordispergiert. Die
Charge wird dann bei 4000 U/min für 10 Minuten dispergiert, wobei
der Pumpenausstoß auf
60% eingestellt wurde, was einer Zeit von 30 s für den ersten Durchgang entspricht
und die Temperatur, neben Kühlen
sich auf 23°C
bis 38°C
erhöht.
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Eine gebrauchsfertige Druckfarbe
wird durch Verbinden dieses Konzentrats mit einer Lösung von 2565
g Zinpol® 1519
(40% starke Gesamtacrylatlösung
in Wasser/Isopropanol, Viskosität
2500-4000 mPa.s, Worlee-Chemie GmbH, D-21472 Lauenburg, Deutschland)
in 2280 g Wasser und 855 g Isopropanol in einem Laborauflöser bei
6000 U/min und 23°C für 15 Minuten
erhalten. Das Drucken wird mit dieser Druckfarbe und einer kommerziellen
Tiefdruckmaschine (RotovaTM, Rotocolro AG)
auf Standared HIFI Kraftpapier (ZandersTM Mega
Weg 135 gr, Nummer 585585 Sihl & Eika
Papier AG, CH-8800 Thalwil, Schweiz) ausgeführt, der Feststoffgehalt nach
Trocknen ist 0,860 g/m².
Das Ergebnis ist ein sehr brillanter und transparenter, violetter
Druck mit ausgezeichneter Farbkraft.
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Beispiele D2-D17: Das Verfahren von
Beispiel D1 wird wiederholt unter Verwendung als Ausgangsmaterial
der Produkte B1-B16. Die Ergebnisse sind in den Farbeigenschaften
mit L*-Werten von
46 bis 47,5, C*-Werten von 53 bis 55 und h-Wert 308, gemessen an
einem X-RITE SP68TM Reflexionsspektrometer
(D6510 400-700 nm) vergleichbar.
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Beispiel D18 (Vergleich): Das Verfahren
von Beispiel D1 wird wiederholt, jedoch unter Verwendung als Ausgangsmaterial
des Produkts Hostaperm® Violet RL Special (Clariant),
welches für
besonders gute Farbkraft und Sättigung
bekannt ist. Das Ergebnis ist ein violetter Druck mit den Farbkoordi naten,
gemessen an einem X-RITE SP68TM Reflexionsspektrometer
(D65
10 400–700 nm)
: L*=48, C*=52, h*=307.
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Beispiel E1: 15 g Pigment und 15
g Lithiumstearat (Metallseife, beliebige Arten) werden mit einem
Homogenisator bei 3000 U/min für
3 Minuten vermischt. 1,2 g dieses Trockengemisches und 600 g PET-G-Pellet
(Pigmentkonzentration: 0,1%) werden durch zwei Walzen für 15 Minuten
in einer Glasflasche geschüttelt.
Die erhaltene Zusammensetzung wird dann bei 260°C für 5 Minuten zu Plättchen spritzgießgeformt.