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DE1668867A1 - Verfahren zur Reinigung von 1,3,5-Trioxan - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von 1,3,5-Trioxan

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Publication number
DE1668867A1
DE1668867A1 DE1968B0096341 DEB0096341A DE1668867A1 DE 1668867 A1 DE1668867 A1 DE 1668867A1 DE 1968B0096341 DE1968B0096341 DE 1968B0096341 DE B0096341 A DEB0096341 A DE B0096341A DE 1668867 A1 DE1668867 A1 DE 1668867A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trioxane
water
formaldehyde
extraction
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1968B0096341
Other languages
English (en)
Other versions
DE1668867C3 (de
Inventor
Hugo Dr Fuchs
Herbert Dr Libowitzky
Heinrich Dr Sperber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE1968B0096341 priority Critical patent/DE1668867A1/de
Publication of DE1668867A1 publication Critical patent/DE1668867A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1668867C3 publication Critical patent/DE1668867C3/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D323/00Heterocyclic compounds containing more than two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D323/04Six-membered rings
    • C07D323/06Trioxane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Compounds That Contain Two Or More Ring Oxygen Atoms (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von 1, 3, 5-Trioxan Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von 1, 3, 5-Trioxan aus Wasser, Formaldehyd und Trioxan enthaltenden Gemischen durch kontinuierliche Extraktion des Gemisches mittels organischer Losungsmittel.
  • 1,3,5-Trioxan, im folgenden Trioxan genannt, wird in der Regel durch Destillation wäßriger Formaldehydlosungen in Gegenwart von sauren Katalysatoren hergestellt (vgl. JOF. Walker, Formaldehyde, Seiten 198 bis 199, New York 1964). Dem formaldehyd-und wasserhaltigen Destillat wird das Trioxan meistens durch Extraktion mit halogenierten Kohlenwasserstoffen, wie Methylenchlorid, Athylenchlorid, aromatischen Lösungsmitteln, wie Benzol, oder ähnlichen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln entzogen. Die erhaltene Losung, die auBer Trioxan immer noch Wasser, Formaldehyd und Nebenprodukte der Reaktion, wie Methanol und Ameisensäure, enthält, wird anschlieBend, z. B. nach dem Verfahren der deutschen Auslegeschrift 1 178 082, durch eine Alkalibehandlung von einem Teil der Verunreinigungen befreito Dieses Verfahren hat unter anderem den Nachteil, daß die beträchtlichen Formaldehydmengen im-trioxanhaltigen Extrakt die normalerweise an die Extraktion anschlieBende Alkaliwäsche stark belasten und deren FlUssigkeitssystem frühzeitig unbrauchbar machen. Eine Destillation vor der Alkaliwäsche läßt sich wegen der unUbersichtlichen Zusammensetzung des Extrakts nur schwer befriedigend ausfiihren. Auch eine WasserwKsche des Extrakts zur Entfernung des Formaldehyds ist nicht zweckmaßig, weil der Verteilungskoeffizient des Trioxans zwischen organischen Lösungsmitteln vom Typ des Methylenchlorids und Wasser nicht hoch genug ist, so daß man beträchtliche Verluste an Trioxan in Kauf nehmen muß.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Abtrennung von 1, 3, 5-Trioxan aus Wasser, Formaldehyd und Trioxan enthaltenden Gemischen durch Extraktion mi-t organischen Losungsmitteln sich einfach, mit ausgezeichneten Ausbeuten und vorteilhaft dadurch ausführen läßt, daß man das Gemisch kontinuierlich zwischen den Teilstrecken einer zweigeteilten Extraktionsstrecke einer der Teilstrecken zu-und einem von deren Ende her einströmenden Ublichen organischen Extraktionsmittel für Trioxan entgegenführt und das nunmehr Trioxan enthaltende Lösungsmittel der anderen Teilstrecke zu-und einem von deren Ende her eingefUhrten Wasserstrom entgegenfUhrt, der sich im Bereich der Eintrittsstelle des zu trennenden Gemisches mit diesem vereinigt.
  • Eine aus zwei-im folgenden als Hälften bezeichneten-Teilstrecken bestehende Extraktionsstrecke wird demnach am einen Ende mit der Lösungsmittelphase, zweckmäßig einem üblichen organischen, mit Wasser praktisch nicht mischbaren Extraktionsmittel für Trioxan, also z. B. einem Halogenkohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, Athylenchlorid, oder einer aromatischen Verbindung, wie Benzol, beschickt, am anderen Ende mit Wasser.
  • Zwischen den beiden Hälften wird das zu trennende Destillat der Trioxansynthese zugefuhrt. Auf der Seite der Lösungsmittelzufthrung wird dann eine wäßrige Formaldehydiosung und auf der Seite der Wasserzuführung eine praktisch formaldehydfreie Losung von Trioxan in Losungsmittel erhalten, die gleichzeitig wesentlich weniger (wasserlösliche) Nebenprodukte der Synthese, wie Methanol oder Ameisensäure, enthält, als aufgrund des Syntheseverlaufs zu erwarten war. Diese Tatsache stellt einen weiteren wesentlichen Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
  • Als hälftige Extraktionsstrecken können jeweils Extraktionsapparate der Ublichen Bauarten benutzt werden, wie schnelllaufende Mischzentrifugen, die allgemein als Extraktionsmaschinen bezeichnet werden, Apparate vom Mixer-Settler-Typ, die wegen des einfachen Aufbaues den Vorteil großer Betriebssicherheit haben, insbesondere bei großen Mengen gut absitzender, d. h. nicht emulgierender Stoffmischungen, und besonders Extraktionskolonnen. Beschreibungen gut geeigneter Apparate der genannten Typen finden sich z. B. in dem Buch von R. E. Treybal,"Liquid Extraction", II. Auflage, New York 1963.
  • Den-im allgemeinen senkrecht stehenden-Kolonnen ist gemeinsam, daß der Transport von Losungsmittel und Wasser durch die natürliche Schwerkraft bewirkt wird. Sie unterscheiden sich durch die Art der Flüssigkeitsverteilung und-mischung, die durch Einbauten, bewegliche Einsatze oder z. B. durch periodische Schwingungen des Inhalts der Kolonne bewirkt wird. Nur beispielhaft seien Füllkörper-, Siebboden-, Drehteller-, Schwingböden-oder Pulsationskolonnen genannt.
  • Kolonnen haben für das erfindungsgemaße Verfahren den Vorteil, daß im allgemeinen nur insgesamt eine Einheit für die beiden Hälften der Extraktionsstrecke zusammen benötigt wird, weil das zu trennende Gemisch irgendwo in den Mittelteil einer Kolonne eingegeben werden kann. Die spezifisch schwere Phase fließt dann von oben nach unten, die leichte-im Falle der Verwendung von Halogenkohlenwasserstoffen als organisches Losungsmittel in der Regel das Wasser-von unten nach oben.
  • Das Extraktionsstufenverhältnis der beiden Streckenhälften kann im vorliegenden Fall weitgehend variiert werden. Wenn die lösungsmittelseitige Hälfte mit A und die wasserseitige Hälfte mit B bezeichnet wird, so ist ein Verhältnis von A zu B wie 1 : 2 bis 10 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 5 : 1, in der Regel vorteilhaft. Bei Kolonnen der genannten Art bedeutet dieses Verhältnis in der Regel das Längenverhältnis. Trotzdem sind wegen der Variationsmöglichkeiten fUr die Art des Losungsmittels, die Zusammensetzung des zu trennenden-Gemisches, die Temperatur und die Effektivitat der Kolonneneinbauten oder der Extraktionsapparate auch andere extreme Verhältnisse durchaus im Bereich des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Das gleiche gilt sinngemäß für das Mengenverhältnis von organischem Extraktionsmittel und Wasser. Im allgemeinen wird man mit möglichst wenig Wasser auszukommen suchen, damit (gegebenenfalls nach Aufkonzentrierung des Formaldehyd-Wasser-Gemisches) eine Rückführung des Formaldehyds in die Synthese wirtschaftlich möglioh ist. Ein Mengenverhältnis von 3 : 1 bis 50 : 1, insbesondere 5 : 1 bis 20 : 1, hat bereits Uberraschend gute Wirkung und erlaubt weiterhin, relativ konzentrierte Lösungen von Trioxan in Lösungsmittel herzustellen, d~. h. insgesamt auch wesentliche Mengen an Extraktionsmittel einzusparen.
  • Die Arbeitstemperatur des genannten Verfahrens ist zweckmäßig Raumtemperatur oder mäßig erhbhte Temperatur, bis etwa 60 C.
  • Eine bewährte Ausführungsform des erfindungsgemäBen Verfahrens ist die in der Figur dargestellte : In eine Kolonne, hier eine mit Füllkörpern, Siebböden etc. bestückte Pulsationskolonne, wird kontinuierlich bei 1 das zu extrahierende Destillat des Synthesegemisches eindosiert, bei 2 wird das Extraktionsmittel (hier ein Extraktionsmittel, dessen spezifisches Gewicht Uber 1 liegt, zoBo Methylen-oder Athylenchlorid) zugegeben, während bei 3 das zur Entfernung des Formaldehyds aus dem Extrakt benötigte Wasser zugefUhrt wird. Bei 4 wird die vom Formaldehyd bis auf Spuren befreite trioxanhaltige Lbsung abgenommen, während bei 5 ein wäßriger Extrakt von Formaldehyd und gewissen Verunreinigungen abläuft, welcherin den Produktionskreislauf zurückgeführt wird ; bei 6 wird die Pulsation aufrechterhalten.
  • Die trioxanhaltige Lösung wird zweckmäBig in technisch üblicher Weise, z. B. durch Destillation, insbesondere auch kontinuierliche Destillation, aufgetrennt und das dabei anfallende Lösungsmittel von neuem verwendet.
  • Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht.
  • Beispiel 1 In eine mit Pallringen gefüllte Pulsationskolonne werden bei Raumtemperatur stündlich 1100 Teile eines bei der Trioxansynthese entstandenen Destillats, bestehend aus 40 % Wasser, 35 % Trioxan und 25 %'Formaldehyd, in deren Mittelteil eindosiert. Am oberen Kolonnenende werden im gleichen Zeitraum 1085 Teile Methylenchlorid und am unteren Ende 109 Teile Wasser zugefUhrt. Das Lgngenverhältnis A : B der Kolonne, das durch die Wahl der ZufWhrungsstelle fUr das Destillat in die Kolonne gegeben ist, beträgt 1,5 : 1. Man erhält am unteren Kolonnenende stündlich 1420 Teile einer etwa 25 %igen Losung von Trioxan in Methylenchlorid, am oberen Kolonnenende einen etwa 30 % igen wäBrigen Formaldehyd. Die Trioxanlosung enthält noch 0,2 % Formaldehyd.
  • Beispiele 2 und 3 Es wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, verfahren, jedoch werden die aus der folgenden Tabelle ersichtlichen Anderungen der Versuchsbedingungen vorgenommen.
  • T a b e l l e Beispiel Destillat des Extraktions- Wasser Längen- Rest Form-Nr. Synthesegemisches mittel (Teile/ verhältnis aldehyd (Teile/Stunde) (Teile/Stunde) Stunde) A : B (%) 1 1100 1085 (Methylen- 109 1,5 : 1 0,2 chlorid) 2 660 635 (Methylen- 95 3 : 1 0,15 chlorid) 3 865 850 (Äthylen- 205 5 : 1 0,08 chlorid)

Claims (1)

  1. Patentanspruch Verfahren zur Abtrennung von 1,3,5-Trioxan aus Wasser, Formaldehyd und Trioxan enthaltenden Gemischen durch Extraktion mit organischen Losungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch kontinuierlich zwischen den Teilstrecken einer zweigeteilten Extraktionsstrecke einer der Teilstrecken zu-und einem von deren Ende her einströmenden üblichen organischen Extraktionsmittel für Trioxan entgegenführt und das nunmehr Trioxan enthaltende Losungsmittel der anderen Teilstrecke zu-und einem von deren Ende her eingeführten Wasserstrom entgegenführt, der sich im Bereich der Eintrittsstelle des zu trennenden Gemisches mit diesem vereinigt, Zeichn.
    Leerseite
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