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DE1543528C - Verfahren zur Reinigung von Trioxan - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Trioxan

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Publication number
DE1543528C
DE1543528C DE1543528C DE 1543528 C DE1543528 C DE 1543528C DE 1543528 C DE1543528 C DE 1543528C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trioxane
solution
column
water
distillation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dr 6454 Grossauheim Lusshng Theodor Dr 6450 Hanau Fleck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung und hierauf den erhaltenen aminhaltigen Rückstand
von rohem Trioxan, insbesondere von Trioxan, das bei fraktioniert destilliert.
der Destillation wäßriger saurer Formaldehydlösungen Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ge-
. anfällt, zu einem Trioxan, das für Polymerisationen ge- reinigte Trioxan eignet sich als Ausgangsmaterial zur
eignet ist. 5 Herstellung von Polyoxymethylenen mit hohen MoIe-
Bekanntlich enthält das bei der Destillation von _ kulargewichten, namentlich für die Herstellung hochwäßrigen Formaldehydlösungen in Gegenwart eines wertiger Kunststoffe durch kationische Polymerisation, sauren Katalysators anfallende Trioxan Verunreini- Es kann weiterhin als Lösungsmittel dienen und auch gungen, beispielsweise Formaldehyd, Ameisensäure als kontrollierte Formaldehydquelle bei vielen chemi- und Wasser. Das Trioxan wird aus dem Destillat durch ίο sehen Reaktionen verwendet werden. Auskristallisation, durch Extraktion mit einem orga- . Als Ausgangsmaterial für die Reinigung wird Rohnischen Lösungsmittel, durch extraktive Destillation , trioxan oder das bei der Herstellung von Trioxan aus (französische Patentschrift 1377 080) oder durch wäßrigen Formaldehydlösungen anfallende, trioxanazeotrope Destillation (britische Patentschrift 1007689) haltige Destillat verwendet. . gewonnen. Durch diese Maßnahmen allein kann je- 15 Durch die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren doch das Trioxan nicht vollkommen gereinigt werden. zunächst vorzunehmende Wäsche mit Wasser wird der Die verbleibenden Reste an Verunreinigungen stören Formaldehyd in einer zur Weiterverwendung geeignebei der Weiterverarbeitung c"e> Trioxans, namentlich ten Form abgetrennt, so daß Verluste an Formaldehyd bei der kationischen Polymerisation zur Herstellung nicht auftreten. Durch die anschließende Behandlung hochwertiger Kunststoffe. Formaldehyd beeinträch- 30 mit einer wäßrigen alkalischen Lösung werden saure tigt außerdem die Lagerhaltbarkeit des Trioxans; schon Nebenprodukte entfernt. Da der Formaldehyd bein verhältnismäßig kleinen Mengen bewirkt es die BiI- reits abgetrennt wurde, treten die sonst im alkalischen dung von Polyoxymethylen (Liebigs Annalen der pH-Bereich entstehenden Formaldehydpolymerisate Chemie, Bd. 482 [1930], S. 74 bis 104). nicht auf.
Für die weitere Reinigung des Trioxans sind mehrere 25 Durch den Zusatz des tertiären nichtflüchtigen Amins Verfahren bekannt, wobei primäre und sekundäre wird eine ausgezeichnete Stabilisierung des Trioxans be-Amine, Isocyanate, aktive Aluminiumoxide, Metall- wirkt. Dadurch wird die Rückbildung von Formalhydride oder Molekularsiebe verwendet werden (vgl. dehyd bei der Destillation vermieden und außerdem britische Patentschrift 1 027 563, die französischen Pa- das Auftreten von Polyoxymethylenen beim Auskritentschriften 1 359 595 und 1 451 403, die' belgische 30 stallisieren, bei der Lagerung und sogar beim wiederPatentschrift 647 355 sowie die französische Patent- holten Aufschmelzen und Erstarrenlassen des Trioxans, schrift 1 422 094). Diese Verfahren erfordern erheb- auch in Gegenwart kleiner Mengen Formaldehyd, die liehe Aufwendungen durch den Verbrauch der Hilfs- ohne Zusatz des Amins bereits schädlich wären. Da Chemikalien, die zum Teil sehr kostspielig sind, und Ablagerungen von Polymerisaten und Verharzungen, zum Teil erfordern sie ein vorgereinigtes Trioxan. Diese 35 die häufige Betriebsunterbrechungen bedingen würden, Verfahren führen jedoch nicht zu einem Trioxan, das entfallen, eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren ohne weiteres für die Anwendung bei der Polymerisation insbesondere für eine kontinuierliche Arbeitsweise. ' geeignet ist. Je nach dem Verfahren bleiben in kleinem Als organische Lösungsmittel eignen sich z. B. Koh- oder größerem Umfang Anteile der einen oder anderen lenwasserstoffe, Halogenkohlenwasserstoffe oder Äther. Verunreinigung oder gegebenenfalls der Hilfschemika- 40 Bevorzugt wird Methylenchlorid eingesetzt. Die Lölien enthalten. . . sungen enthalten im allgemeinen etwa 10 bis 50 Ge-
Es ist auch bekannt, eine Reinigung durch Behänd- wichtsprozent, vorzugsweise etwa 20 bis 30 Gewichtslung mit Alkalien, wie Alkali- oder Erdalkalihydroxid, prozent, Trioxan. Als wäßrige alkalische Lösungen die- oder mit Alkalimetallen vorzunehmen (französische nen Alkali- und bzw. oder Erdalkalihydroxid- und Patentschrift 1 449 675, deutsche Auslegeschrift 45 bzw.' oder Alkalicarbonat-Lösungen. Insbesondere 1 178 082). Nachteilig ist bei diesen Verfahren, daß der werden Natriurr.hydroxidlösungen eingesetzt. Diese Formaldehyd den Alkalien ausgesetzt wird und Um- Lösungen haben im allgemeinen Konzentrationen von Setzungen — Canizzaro-Reaktion, Verzuckerung, Ver- etwa 3 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise 8 bis harzung — erfährt und für einen erneuten Einsatz zur 10 Gewichtsprozent. · ^ . :>! Trioxan-Bildung im Kreislauf nicht mehr brauchbar 5° Als tertiäre Amine sind für das erfindungsgemäße ist. Überdies ist die Verwendung der Alkalimetalle mit Verfahren im allgemeinen solche geeignet, deren Siedetechnischen Schwierigkeiten und Gefahren verbunden, punkt über 300°C v liegt, z.B. Bis-(p-dimethylamino-Bei einer an die Behandlung anschließenden Destilla- phenyl)-methan, 4,4'-Dipyridyl und Triäthanolamin. tion wird gegebenenfalls Formaldehyd rückgebil- Die Amine können in Mengen von etwa 0,01 bis etwa det. . ; 55 10 %> vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 2 °/0, bezogen auf
Es wurde nun ein Verfahren zur Reinigung von gelöstes Trioxan, ,eingesetzt werden. Eine obere
Trioxan gefunden, das die Nachteile der bekannten Grenze für die Menge des Amins ist an sich nicht ge-"
Verfahren nicht aufweist und das dadurch gekenn- geben — beispielsweise ist das Verfahren auch mit 20%
zeichnet ist, daß man Rohtrioxan bzw. rohes Trioxan- des Amins durchführbar —,jedoch ist die Festlegung
destillat in einem mit Wasser nicht mischbaren organi- 60 einer oberen Grenze ausschließlich eine Frage der
sehen Lösungsmittel löst bzw. mit einem solchen be- Wirtschaftlichkeit.
handelt, das Ganze, gegebenenfalls mehrmals, mit Das erfindungsgemäße Verfahren kann in verschie-
Wasser und darauf, gegebenenfalls mehrmals, mit dener Weise durchgeführt werden. So ist es möglich,
einer wäßrigen alkalischen Lösung behandelt, danach das Verfahren durch einfaches Ausschütteln durchzu-
das Lösungsmittel abdestilliert, wobei man vor, wäh- 65 führen und die entstehenden Schichten in bekannter
rend oder nach der Destillation ein tertiäres, unter Weise zu trennen. Vorteilhaft ist eine kontinuierliche
den Bedingungen einer Trioxandestillation stabiles Arbeitsweise in Gegenstromapparäturen.
und nicht flüchtiges, in Trioxan lösliches Aniin znset/t Die Qualität des durch die Reinigung erhaltenen
·..·■-.· 3 ".-■■■■- - 4
Trioxans hängt davon ab, ob bei dem Verfahren die dimethyläther, Trioxymethylendimethyläther und un-
Trioxanlösung nur einmal oder mehrmals mit einer bekannten Nebenprodukten und im übrigen aus
wäßrigen Alkalilösung behandelt wird. Führt man z.B. Wasser besteht, durch Abkühlung auf 10 bis 150C und
die Behandlung nur einmal durch, so erhält man ein - Abfiltrieren erhalten worden ist, wird in so viel Methy-
Trioxan, welches sich zu Polyoxymethylen mit einem 5 lenchlorid gelöst, daß eine 30%ige Lösung erhalten
Molekulargewicht unter 60 000 polymerisieren läßt. wird. Diese Lösung wird dreimal mit je Vio ihres
Führt man dagegen die Behandlung mehrmals durch, Volumens Wasser und anschließend dreimal mit je
;. wobei auch verdünnte Lösungen eingesetzt werden 1In ihres Volumens 2 η Natronlauge ausgeschüttelt,
können, so erhält man ein Trioxan, ^welches sich zu , Die wäßrigen Phasen werden jeweils abgetrennt. Die
Polyoxymethylenen polymerisieren läßt, deren Mole- io Methylenchloridlösung· wird dann mit 0,01 °/0 (be-
kulargewicht über 100 000 liegen; Will man ein der- zogen auf in ihr gelöstes Trioxan) reinem Triätha-
artiges Trioxan erhalten, so empfiehlt es sich, die nolamin versetzt, und durch Kolonnendestillation
wäßrige Alkalilösung nicht im Kreislauf zu führen, wird das Lösungsmittel abdestilliert. Der Rückstand
sondern frisch zubereitete, relativ verdünnte wäßrige wird hierauf fraktioniert destilliert, wobei etwa 6O°/o
Lösungen einzusetzen. '■■'■■' 15 des eingesetzten Trioxans als polymerisationsfähiges
Für die Reinigung des Trioxans, das als Ausgangs- Produkt mit einem Gehalt von nur noch etwa 8 bis
material für polyoxymethylene dienen soll, wird vor- 10 ppm Wasser, etwa 10 bis 13 ppm Ameisensäure und
teilhaft die in der Zeichnung dargestellte Apparatur . weniger als 5 ppm Dioxymethylendimethyläther erhal-
verwendet. - ten werden. Nicht mehr nachweisbar sind Methylfor-
. Eine Lösung aus Trioxan in einem organischen 20 miat, Methylal, Trioxymethylendimethyläther, Amine,
Lösungsmittel, z. B. in Methylenchlorid, wird durch Alkohole, andere Säuren und Lösungsmittel.
Λ die Leitung 1 der mit Füllkörpern gefüllten Kolonne 2 t .
■ ■ . zugeführt. Es ist jedoch auch möglich, das bei der Beispiel 2
Herstellung des Trioxans aus wäßrigen Formaldehyd- · lösungen anfallende trioxanhaltige Destillat kontinuier- 25 Rohtrioxan, das aus einem trioxanhaltigen Destillat, lieh oder diskontinuierlich mit einem organischen Lö- wie es bei der Destillation wäßriger Formaldehydsungsmittel zu verrühren. Dabei bilden sich zwei lösungen in Gegenwart von Säuren anfällt, das aus Phasen, die gleichzeitig durch die Leitungen la und Ib 49,6% Trioxan, 17,8% Formaldehyd, 1,0% Amei- ; auf die Kolonne 2 gegeben werden. Die Lösung wird sensäure, 0,7 % Methanol, 0,2% Methylformiat, ι in der Kolonne von unten durch die Leitung 3 mit 3° weniger als 0,2 % Methylal, Dioxymethylendimethyl-Wasser gewaschen. Die wäßrige Phase wird von oben - äther, Trioxymethylendimethyläther und unbekannten ! durch die Leitung 4 mit frischem Lösungsmittel zur Nebenprodukten und im übrigen aus Wasser besteht, vollständigen Entfernung von Trioxan behandelt und durch Abkühlung auf 10 bis 15° C und Abfiltrieren erläuft, durch die Leitung 5 durch einen Überlauf als halten worden ist, wird in so viel Methylenchlorid gewieder verwendbare Schwachformollösung ab. Durch 35 löst, daß eine 50%ige Lösung erhalten wird. Stündlich die. als Siphon ausgebildete Leitung 6 wird die vorge- werden 5 Volumteile dieser Methylenchloridlösung reinigte Trioxanlösung auf eine mit Füllkörpern be- in einer in der Zeichnung dargestellten Anlage auf eine stückte Gegenstromwaschanlage 7 gegeben. In diese mit Füllkörpern gefüllte Gegenstromextraktionskowird durch die Leitung 8 von unten ständig ■ frische Ionne2 gegeben. Am oberen Kolonnenende werden wäßrige veidännte Alkalilauge zugeführt, welche 40 stündlich 5 Volumteile Methylenchlorid und am unteüber die Leitung 9 wieder abläuft. Durch die als ' ren Kolonnenende stündlich 8 Volumteile Wasser zuSiphon ausgebildete Leitung 10 läuft die trioxanhaltige gegeben. Die ablaufende wäßrige Phase enthält For-Lösung ab. In ihr wird kontinuierlich eine geringe maldehyd; sie ist praktisch trioxanfrei. Die am unteren ... Menge eines entsprechenden tertiären Amins gelöst. Kolonnenende über ein Siphon ablaufende Trioxari-Die Lösung wird dann anschließend auf eine Destilla- 45 lösung wird dann auf das obere.Kolonneneride einer tionskolonne gegeben, an deren oberen Ende das mit Füllkörpern gefüllten Kolonne 7 gegeben, und im organische Lösungsmittel zusammen mit Wasser ab- Gegenstrom wird am unteren Kolcmenende stündlich gezogen wird und in deren bestillationssumpf Trioxan ,i Volumteil 2 η Natronlauge zugeführt. Durch einen . und darin gelöstes tertiäres Amin erhalten wird. An- Überlauf wird am oberen Koldnnenende die ablaufende schließend wird das aminhaltige Trioxan fraktioniert 50 wäßrige Phase abgezogen und über ein Siphon am destilliert, wobei am oberen Kolonnenende reines unteren Kolonnenende die ablaufende trioxanhaltige Trioxan erhalten wird. Es ist aber ebenso möglich, dem Methylenchloridlösung. In dieser Methylenchlorid-Trioxan das betreffende Ämin erst nach dem Abdestil- lösung werden kontinuierlich 0,1 % (bezögen auf in ihr lieren des Lösungsmittels zuzuführen. Λ.... - ;.;.,■. „ gelöstes Trioxan) Bis-(p-dimethylaminophenyl)-methan : Als Gegenstromwaschanlage für die Extraktion mit 55 gelöst, ,und diese Lösung wird auf eine kontinuierlich wäßrigen Alkalilösungen können •Mischer-Scheider- ,arbeitende Füilkörperkolohne, deren Sumpf beheizt Batterien, leere oder mit,Füllkörpern oder Einbauten list, gegeben! Am oberen Kolonrienende wird das Mebestückte Kolonnen oder andere, nach dem gleichen thylenchlorid zurückgewonnen, und im Destillations-Grundprinzip arbeitende Vorrichtungen benutzt wer- . ,sumpf wird Trioxan mit dem darin gelösten Amin erhalten. ■" v - 60 ten. Dieses als Rückstand erhaltene flüssige Trioxan .>■'.':·, ,■.'.; Beispiel 1 ; wird anschließend in einer Kolonne fraktioniert destil-■r.i.·■;·■'■·'■·."■■■■;■■ .···..-·.· :■■;■:■■,■■ liert, wobei am oberen Kolonnenende reines Trioxan ■■: Rohtrioxan, das aus einem trioxanhaltigen Des- abdestilliert, das als Ausgangsmaterial zur Herstellung tillat, .wie es bei der Destillation wäßriger .Formal- ν .von Polyoxymethylenen: von hohem Molekulargedehydlösungen in Gegenwart von Säura „anfällt, 65 wicht geeignet isi^i Bei kontinuierlicher Betriebsführung das aus '49,6% Trioxan, 17,8% Fofriialdehyd, werden 95 bis 99% des eingesetzten Trioxans als poly-' ϊΐνθ% Ameisensäure, 0,7.%;Methanol,-0i2%:'Methyl- merisationsfähiges Produkt erhalten, das nur noch ί formiat, weniger als 0,2% Methylal, Dioxymethylen- bis 7 ppm Wasser (Fehlergrenze des Nachweises)
10
etwa 3 bis 5 ppm Ameisensäure und etwa 3 ppm Dioxymethylendimethyläther enthält. Nicht mehr nachweisbar sind andere Säuren, Amine, Alkohole, Lösungsmittel, Methylformiat,' Methylal und Trioxymethylendimethyläther. -
. ...,,, . Bei spi el 3 , , .
Ein trioxanhaltiges Destillat der Zusammensetzung 49,3% Trioxan, 18,4% Formaldehyd, etwa 1,1% Ameisensäure, etwa 0,8 % Methanol, etwa 0,3% Methylformiat sowie weniger als 0,2% Methylal, Dioxymethylendimethyläther, Trioxymethylendimethyläther und unbekannter Nebenprodukte, Rest Wasser, wird mit 1I3 seines Gewichts Methy'lerichlorid verrührt, wobei sich zwei Phasen bilden. Beide Phasen werden gleichzeitig und im Verhältnis ihrer Volumina in der in der Zeichnung dargestellten Anlage durch die Leitungen la und Ib auf die Kolonne 2-gegeben, und zwar von beiden Phasen zusammen 133 Gewichtsteile je Stunde.
Gleichzeitig werden bei 4 am oberen Kolonnenende stündlich 140 Gewichtsteile Methylenchlorid und bei 3 am unteren Kolonnenende stündlich 45 Gewichtsteile Wasser zugegeben. Die bei 5 ablaufende wäßrige Phase enthält den Formaldehyd und die unten ablauf ende Methylenchloridlösung das Trioxan. DieTrioxanlösung wird weiter durch die Leitung 6 auf das obere Kolonnenende einer mit Füllkörpern gefüllten Kolonne 7 gegeben, in der im Gegenstrom durch die Leitung 8 unten stündlich 18 Gewichtsteile einer 2 η Kaliumhydroxidlösung zugeführt werden. Der bei 10 ablaufenden Methylenchlorid-Trioxanlösung werden 0,1% (bezogen auf in ihr gelöstes Trioxan) 4,4'-Dipyridyl zugesetzt, und die Lösung wird auf eine kontinuierlich arbeitende Destillationskoloar e aufgegeben, in der am oberen Kolonnenende das Methylenchlorid zurückgewonnen wird. Das anfallende Sumpf produkt wird dann rektifiziert, wobei ein sehr reines Trioxan (Kp. 115°C), das 5 bis 7 ppm Wasser (= Fehlergrenze des Nachweises), etwa 5 ppm Ameisensäure und etwa 3 bis 4 ppm Dioxymethylendimethyläther enthält und vollkommen frei von Aminen, Alkoholen, Lösungsmitteln, Methylal, Trioxymethylendimethyläther, Methylformiat und anderen Säuren ist, erhalten wird. Dieses Trioxan kann zur Herstellung von Polyoxymethylenen von hohem Molekulargewicht verwendet werd;n. ..'.'.." :
Bei kontinuierlicher Betriebsführung des Reinigungsprozesses im Verbund mit einem Reaktor, in dem ein Destillat der eingangs angegebenen Zusammensetzung erzeugt wird, werden 95 bis 99% des Trioxane als polymerisationsfähiges Produkt erhalten.
B e i s ρ i e 1 4
Es wird wie im Beispiel 3 beschrieben gearbeitet, nur mit dem Unterschied, daß statt des 4,4-Dipyridyls die folgenden tertiären Amine eingesetzt werden. Die erhaltenen Ergebnisse sind folgende:
Angewendetes Amin
Ausbeute in °/o
an gereinigtem
Trioxan Gehalt in ppm an
Wasser I Säure*) I Äther**)
Dimethyl-octadecylamin '...
Diäthanol-p-toluidin
N-Dibenzyl-ß-nephthylamin ..........V.
Micherls Keton
N,N,N'-Tribenzyl-N'-(2-pyridyl)-äthylendiamin.....
2,6-Dichinoyl ............... ϊ.
Lupinin ....'. :.
Spartein. '.
S.S'-Dichlor-ä^'-bis-dimethylamino-diphenylmethan
.....'.*) Ameisensäure.
;♦♦) Dioxymethylendimethyläther. - :
92 bis 97
95 bis 99
92 bis 97
92 bis 97
95 bis 99
95 bis 99
92 bis 97
92 bis 97
95 bis 99
5 bis 12
5 bis 8
7 bis 15
10 bis 14
5 bis 7
9 bis 12
10 bis 15
5 bis 13
11 bis 15
7 bis 15
8 bis 10
12 bis 16
9 bis 23
10 bis 12
10 bis 15
13 bis 16
8 bis 15
10 bis 14
3 bis 6
4 bis 5
6 bis 8
5 bis 7
4 bis 6
6 bis 8
7 bis 9
6 bis 9
5 bis 6
Das erhaltene Reintrioxan ist frei von Methylal, Tiioxymethylendimethyläther, Alkoholen, Aminen und Lösungsmitteln. l [■;[\^'.' ."^; ' ^,\ ':
■■■■.·■■■■·■. .■■■..-■...■:;.-.. .,Beispiel 5 1
Es wird wie nach Beispiel 1 verfahren, jedoch" mit dem einzigen Unterschied, daß 2 η Kaliumcarbonat-Lösung statt 2 η Natronlauge verwendet wird. Es werden 55% des eingesetzten Trioxane als polymerisationsfähiges Produkt gewonnen. Das gereinigte Trioxan enthält noch 8 bis 10 ppm Wasser, etwa 15 ppm Ameisensäure und weniger als 5 ppm Dioxymethylendimethyläther; Methylformiat, Methylal, Trioxymethylendimethyläther, Alkohole und Lösungsmittel sind nicht mehr nachweisbar.
Beispiele
Es wird wie nach Beispiel 1 verfahren, jedoch mit dem Unterschied, daß eine 25%ige Lösung von Trioxan in Äthylenchlorid bereitet wird und eine bei 300C gesättigte Bariumhydroxid-Lösung an Stelle der 2 η Natronlauge angewendet wird. Die zuletzt nach Abtrennung der wäßrigen Phase verbleibende Äthylen-So chloridlösuhg wird dann durch ein Faltenfilter filtriert und mit 0,1% (bezogen auf in ihr gelöstes Trioxan) Bis-(dimethylaminophenyl)-methan versetzt und weiter wie nach Beispiel 1 behandelt. Es werden etwa 55% des eingesetzten Trioxansals polymerisationsfähiges Produkt erhalten. Dieses gereinigte Trioxan enthält noch etwa 10 ppm Wässer, etwa 15 ppm Ameisensäure und weniger als 5 ppm Dioxymethylendimethyläther. Es ist frei von Methylal, Alkoholen, Estern und anderen Säuren. -
"B ei spiel 7
Rohtrioxan, das aus einem trioxanhaltigen Destillat, wie es bei der Destillation wäßriger Formaldehydlösungen in Gegenwart von Säure anfällt, das etwa 45 bis 50 % Trioxan, etwa 15 bis 20 % Formaldehyd sowie bis zu 5 % andere Nebenprodukte enthält, durch Abkühlung auf 10 bis 15°C und Abfiltrieren erhalten worden ist, wird in so viel Äthylenchlorid gelöst, daß eine
25%ige Lösung erhalten wird. Diese Lösung wird l i V i l d
%g g
dreimal mit je V
io
Volumens Wasser und an
io
schließend dreimal mit je Vn ihres Volumens 2 η KaIiumhydroxidlösuhg ausgeschüttelt. Die zuletzt nach Abtrennung der wäßrigen Phase verbleibende Äthylenchloridlösung wird mit 0,1% (bezogen auf in ihr gelöstes Trioxan) Bis-(p-dimethylaminophenyl)-methan versetzt. Durch anschließende Kolonnendestillation wird das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand fraktioniert.destilliert. Es werden etwa 55% des eingesetzten Trioxans als polymerisationsfähiges Produkt erhalten. Dieses gereinigte Trioxan enthält noch etwa 8 bis 10 ppm Wasser, etwa 8 bis 12 ppm Ameisensäure und weniger als S ppm Dioxymethylendimethyläther. Aminspuren, Lösungsmittelreste, Methylal, Trioxymethylendimethyläther, Alkohole, Ester und andere Säuren sind nicht mehr nachweisbar.
Beispiele
Es wird wie nach Beispiel 7 verfahren, jedoch mit dem ao Unterschied, daß eine 30%ige Lösung von Trioxan in Methylenchlorid bereitet wird eine und 1 n wäßrige Triäthanolamin-Lösung an Stelle der 2 n Kaliumhydroxidlösung angewendet wird. Die zuletzt nach Abtrennung der wäßrigen Phase verbleibende Methy- as lenchloridlösung wird mit 0,01 % (bezogen auf in ihr gelöstes Trioxan) reinem Triethanolamin versetzt und weiter wie nach Beispiel 7 behandelt. Es werden etwa 55% des eingesetzten Trioxans als polymerisationsfähiges Produkt gewonnen. Dieses gereinigte Trioxan enthält noch etwa 8 bis 10 ppm Wasser, etwa 10 bis qqm Ameisensäure und weniger als 5 ppm Dioxymethylendimethyläther. Nicht mehr nachweisbar sind Amin, Lösungsmittel, Methylal, Trioxymethylendimethyläther, Alkohole, Ester und andere Säuren, λ
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Claims (1)

  1. ,Patentanspruch:
    Verfahren zur Reinigung von / Trioxan, d a-■ durch gekennzeichnet, daß man Roh? trioxan beziehungsweise rohes TrioxandestiUat in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel löst bzw. mit einem solchen behandelt, das Ganze, gegebenenfalls mehrmals, mit Wasser und darauf, gegebenenfalls mehrmals, mit einer wäßrigen alkalischen Lösung behandelt, danach das Lösungsmittel abdestilliert, wobei man vor, während oder nach der Destillation ein tertiäres, unter den Bedingungen einer TrioxandestiUation stabiles und nicht flüchtiges, in Trioxan lösliches Amin zusetzt, und hierauf den erhaltenen aminhaltigen Rückstand fraktioniert destilliert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 209 621/HO

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