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DE1667717A1 - Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure

Info

Publication number
DE1667717A1
DE1667717A1 DE19671667717 DE1667717A DE1667717A1 DE 1667717 A1 DE1667717 A1 DE 1667717A1 DE 19671667717 DE19671667717 DE 19671667717 DE 1667717 A DE1667717 A DE 1667717A DE 1667717 A1 DE1667717 A1 DE 1667717A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitric acid
air
nitrogen oxides
dissolved
column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671667717
Other languages
English (en)
Inventor
Riga Jean Joseph
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Societe Belge de lAzote et des Produits Chimiques du Marly SA
Original Assignee
Societe Belge de lAzote et des Produits Chimiques du Marly SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societe Belge de lAzote et des Produits Chimiques du Marly SA filed Critical Societe Belge de lAzote et des Produits Chimiques du Marly SA
Publication of DE1667717A1 publication Critical patent/DE1667717A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/26Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description

bi-az-ll 12.10.I9O7
COCIETE BELGE DE L1AZOTE ET DES PRODUITS CHIMIQUES DU MARLY, S.A, dl, rue de Renory,- 0 u κ r e e (BELGIEN)
Verfahren zur Herstellung von Salüetersäure
Die vor lie.3 or· do Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herställung von Salpetersäure,insbesondere zur Herstellung konzentrierter Salpetersäure.
Die üblicherweise zur Herstellung von Salpetersäure angewendeten Verfahren bestehen darin, daß man Ammoniak zu Stickcxyden, hauptsächlich NO, verbrennt, dann diese Stickoxyde zu NO2 oxydiert und dieses in V/asser absorbiert, -wobei man zu wässerigen Salpetersäurelösungen mit einem Gehalt von etwa 60 ?S gelangt.
BAD ORIGINAL 109830/U88
Durch Festlegung dar Druck- und Temperaturbedingungen sowie der Dauer der Absorption kann man zu einer Salpetersäure gelangen, die Stickoxyde gelöst enthält und eine scheinbare Dichte beeitzt, di.3 jener einer Salpetersäure mit einem Titer von 7o cß> entspricht. Wenn aber dis gelösten Stickoxyde durch Entgasung au3geti'ioben v. erden, besitzt dann die Salpetersäure nur eine wirkliche Dichte von i,3d - 1,39. was einer 62 65 Gew.-Jtigen Salpateraäure entspricht.
' Die Art der in der Salpetersäure gelösten Stickoxyäe ist nicht genau begannt. Man nimmt aber an, daß sich während der Absorption des NO2 durch Wasser oder verdünnte Salpetersäurelösungen NO gemäß der folgenden Gleichung bildet:
3 HU2 + H?0 > 2 HNO3 + NO .
Ein Teil des NO verbindet sich mit HO2 unter BiMung von N2O, und anderer niedriger Stickoxyde, welohe In der Salpater säure gexöst bleiben und ihr eine scheinbare Sichte verleihen, die gleich jeher einer stärker konzentrierten Salpetersäure iat, die frei von gelösten Stickoxyden ist. .
In der Industrie ist es von Interesse, eine konzentrierte Salpetersäure zu erhalten, z.B. eine solche von 7O #, die frei von gelösten Stickoxyden ist, d.h. eine Salpetersäure, deren wahre Dichte in der Gegend von 1,4-15 liegt.
Um dies zu erreichen, wurde bereits vorgeech.ls.iSen, eine Mischung von Salpetersäure und flüssigem N2Oj mit Sauere-soff vsu behandeln,insbesondere im Gegenstrom ait einem langen Weg des Gegens+rows. oder indem man Absorptions- und Reoxydationaverfahren ausführt, die sich parallel und synchron miteinander abspielen.
109830/U88 mO
Dae erfindungsgemäße Verfahren gestattet es, in einfacher und wirksamer Weise eine konzentrierte Salpetersäure zu erhalten. Das Verfahren besteht darin, daß man durch Absorption von Stickoxyden eine Stickoxyde gelöst enthaltende Salpetersäure 3iit einer scheinbaren Dichte von etwa 1,45 erhält, sodann diese Säure am Scheitel einer Kolonne einführt, wo man sie mit einem parallel geführten Strom von Luft und/oder Sauerstoff behandelt und sodann die se erhaltene Säure in eine «weite Kolonne einführt, in der sie mit Luft im Gegenatrom behandelt wird, dauii; die noch gelösten Stickoxyde abgeführt werden und man eine fec-blose Salpetersäure erhält, deren Konsentration etwa 7ο i> beträgt und dia eine wahre Dichte von etwa 1,4*5 besitzt.
Man erhält leicht eine Stickoxyde gelöst enthaltende Salpetersäure, indem nan die Druck- und Ttmperaturbedingangan sowie dxe Absorptionszeit des HO,, in Wasser oder verdünnten wässerigen Lösungen von Salpetersäure festlegt.
Diese Säur·, weicht Stickoxyde gelöst tnthält und eine scheinbare Dichte von etwa 1.45 beeitst, wird c.m Scheitel eintr Kolonne eingeführt, wo man sie Im Paralütlstrcm mit Luft und/oder Sauerstoff behandelt. Ss vollzieht eich dabei in sitM eine Oxydation der Stickoxyde unter Bildung vcn NO2 und folglich bildet eich auch HNOy Diese Oxydation erfolgt schon bei Raum · temperatur und unter einem Druok von ι atm* Es wurde jedoch festgestellt, daß man die Oxydationsgeschwindigksit vergrößern ka.jn, indem man die Kolonne auf höheren Drücken und Temperaturen hä'lt. Versuche haben gezeigt, daß es bei industriellen Anlagen nicht vorteilhaft ist, eine Temperatur von 5o°C und einen Druol-c von
109830/U88
1o ata su überschreiten. Unter diesen Bedingungen werden etwa 3/4 der ursprünglich in der Salpetersäure gelösten Stickoxyde oxydiert. Zur Begünstigung der Berührung der flüssigen Phase mit der Luft oder den Sauerstoff verwendet man eine Kolonne mit Füllung, 3.B. mit Rascäig-fiingen, oder eine Kolonne, die mit geeigneten Einrichtungen &ur 3ewS.hrIolstung oin&r guten Ve rU i:»ur-g und eines /guten Kontaktes dee C-aaea in der FlUscigleit vergehen ist.
Die co erhaltene Salpetersäure wird in eine zweite Kolonne geleitet, wo sich die Entgasung der noch gelösten Stickczyrie vollzieht. Diö Sz5t£a»ungskolonne (oder "Atstreifkolonne") kann die Verlängerung (Fortseteung) der Oxydatioaalcolonna bilden. Dieiie Enthärtung v/ird ausfeführt, indem man ein Gas, e.B. Luft, i.-n 'regenetrcia zur Salpetersäure leitet. Sie freigeeetsten tfcickoxyde werden eo4<tiui in die Aheox^tionnsone rückgeführt, während man die kcnaentr-Serte, fsrbloee Sa3 geteretturt saamelt.
Vortusöv/eiae erfolgt das Abstreifen bei siner Temperatur in der Gegend von So0C und unter einem truck zwischen atmosphärischem Druok und dem Druok in der Oxydationsphaae.
In oeT Zeichnung 1st schematisch sine Anlage eur Ausführung des erfindungsgemäBfin Verfahrens dr.rgeetellt. Die Anlage beeteht aus swei ttbex'einander angeordneten Kolonnen C1 und C^. In de? oberer. Kolonne C1 erfolgte die Oxydationsphase, vahrend sich die Abotreifphase in der unteren Kolonne C2 abspielt. 2urch die "Leitung 5 führt teaη die gelüste Stickoxyde enthaltende Salpetersäure ein, während man durch Leitung 1 Luft und/oder Sauerstoff eufUhrt, welche im Faralleietrom rait der flUeaifcen Phaee in der Caydationsaoue 1 strömt und diese über Leitung 2
109830/1488
verläßt und dabei nicht gebundene Stickoxyd· mitführt; die·· letefcere Mischung kann vort3ilhafterwei·· in di· Abeorptionszone rückgeführt werden. Die Salpetersäure gelangt dann Über Leitung in die Abstrsifkolonne C2, wo sie auf im Gegenatrom geführte Luft trifft, die durch Leitung 4 eingeführt wird. Die Luft, die mit den aus der Salpetersäure abgetrennten Stickoxyden beladen ist, wird über Leitung 3 in die Absorptionszone rückgeführt. Die entfärbte, konzentrierte Salpetersäure wird über Leitung 7 abgezogen.
Das folgende, nichtsinschränkende Beispiel läßt die Merkmale und TorteiIe des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erkennen.
Die Kolonne C, mit einen Durchmesser von 1,25 m 1st in einer Höhe von 16,5 m mit Raachig-Bingen gefüllt. Durch die Leitung 1 führt man 7oo Hm ./h Luft mit einer Temperatur von 350C ein, während wan über Leitung 5 14 ■ /h Salpetersäure alt der Temperatur von 5o°C und einer Dicht« (gerneβ··η bei 150C) von 1,432 ein. Tie·· Säur· enthält 5.75 Gew.-* gelöste Stickexyde. Der Druck beträgt in der Kolonne C1 7 ata« in der sich die Oxydation der Stickoxide vollsieht. Über Leitung 2 treten etwa 7oo Nm-5Zh Luft in der leroperatur von 450C aus.
Sie Ko"1.orniÄ Cp mit einem Durchmesser von 1,2ο η e&th'iAt ebenfalls R&achig-Ringe in einer Hone von 2.15 m. Ia
Kolonne führt man über Leitung 6 14 mVh Salpetersäure «us
der Kolonne C- ein und unterzieht dies» Säure einer Ab β tr ei f~
Temparatur von 2o°C
behandlung unter 1 ata mittels 7oo NmVk Luft, welche eire
besitat.,
109830/1488
über leitung 7 zieht man 14 ο /h Salpetersäure mit einer Licht· von 1,42o ab, die einen Gehalt von 69»?5 Gev.~# Salpetersäure aufweist und weniger ale oto1 Oew.-jC Stickoxyd enthält.
Andere Versuchs aeigten, dofi man prtJctrjch die gleichen Ergebnisse erzieit. wenn man das Abstreifen bei eine a Di1UCsC von 3 ata ausführt;.
V/ezin. ffitii die Oxydation Jn der Kolomie C, mii; Snuerutoff angereicherter Luit v'3o % Sauerstoff) au3fUhrt, erhä?ct· tsan (nach dem Abziehen über Leitung 7} eine. Salpetersäure, de τ zn Konzentration etw* 73 Gaw.-X betragt.
BAD ORIC31NAL 109830/U88

Claims (2)

*»*. τ '<!,.!„ ν, AL Γ E ei. /78956 bi-as-11» 12.10.1967 SOCISlS BELOE DS L1AZOOX ET IXBS PRODUITS CHIMIQUBS DU MARLT, S.A. 21» rue de Renory,-0 u g r β e ( ELO ) PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung konzentrierter Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, daß man SaJpetere.iure, welche gelöste Stickoxyde enthält, ein eiuer Kolonne, dia Einrichtungen zur Gewähr leistung eines guten Gae-Pl'lsaigkeii-efcon ·-. taktes enthält, im Parallel strom mit Luft undOdir Sauerstoff zwecke Oxydation der gelösten Stickoxyde behandelt, worauf wen diese Salpetersäure ins Gegenstrom n>it Luft awecka Abtrennung noch gelöster Stickoxyde behandelt und so eine Salpetersäure gewinnt, deren Gewichtegehalt an HHOj höher ist als derjsn^e der ursprünglich eingesetzten Salpetersäure.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ^ekenn*·!ohne t, daß man die Behandlung alt Luft und/oder Sauerstoff is Parallelstrom bei einer temperatur von ?o. · So9C und untfr «lnem Druck von 1 - le^atm ausführt. \ .
3* Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß man d^e Behandlung mit Luft im öegenetro» bei eimern Druck zwischen atisoephäriashem DtmoK unö- dem während der angewendeten Druck vornimmt.
109830/U88
Leerseite
DE19671667717 1966-11-15 1967-10-13 Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure Pending DE1667717A1 (de)

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