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DE2429690A1 - Verbessertes verfahren zur reinigung eines schwefeldioxid enthaltenden gases - Google Patents

Verbessertes verfahren zur reinigung eines schwefeldioxid enthaltenden gases

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Publication number
DE2429690A1
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DE
Germany
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solution
sulfur dioxide
ammonia
ammonium sulfite
gas
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2429690A
Other languages
English (en)
Inventor
Claude Dezael
Jean-Pierre Poitevin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Original Assignee
IFP Energies Nouvelles IFPEN
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Filing date
Publication date
Application filed by IFP Energies Nouvelles IFPEN filed Critical IFP Energies Nouvelles IFPEN
Publication of DE2429690A1 publication Critical patent/DE2429690A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides
    • B01D53/501Sulfur oxides by treating the gases with a solution or a suspension of an alkali or earth-alkali or ammonium compound

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

92 502-Rueil-Malmaison/Frankrelch
Verbessertes Verfahren zur Reinigung eines Schwefeldioxid
enthaltenden Gases
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung eines Schwefeldioxid enthaltenden Industriegases mittels ammoniakalischer -wässriger Lösungen.
Die Erfindung betrifft ferner ein verbessertes Eliminieren des restlichen Schwefeldioxids und Ammoniaks, die nach der Reinigung mittels' ammoniakalischer wässriger Lösungen,, durch welche der größte Teil der Schwefeldioxide aus den Industrie- · gasen abgezogen worden ist, noch in den Industriegasen enthalten sind.
Es ist bekannt, daß zahlreiche Industriegase, insbesondere die Abgase von Wärmekraftwerken und manche gasförmigen Abströmungsprodukte· von chemischen Werken, Schv/efeldioxid und zuweilen Schwefeltrioxid enthalten, die in beträchtlichem Maße zur Verunreinigung der Luft beitragen. Die Behandlung dieser Industriegase mittels wässriger Ammoniaklösungen oder Ammoniumsulfitlösungen ist insofern eine wirksame Reinigungsmethode, als wässrige Lösungen ammoniakalischer Salze von Schwefelsauerstoffsäuren gebildet werden, die sich leicht in Schwefel umwandeln lassen, d.h. in ein Produkt, das sich leicht speichern läßt, nicht verunreinigt und in der Industrie Verwendung findet*
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Es verbleiben jedoch in den Abgasen geringe Mengen Schwefeldioxid und Ammoniak, die an der Austrittsöffnung der Schornsteine eine Rauchwolke bilden können. Durch hinreichendes Anwärmen der Abgase kann diese Rauchwolke verringert oder ganz beseitigt werden; das ist jedoch eine kostspielige Maßnahme.
Diese Schwefeldioxid- und Ammoniakmengen übersteigen im allgemeinen 300 Vol.-ppm pro Bestandteil nicht und liegen meistens zwischen 30 und 250 ToI.-ppm.
Durch Waschen mit Wasser werden diese teilweise gereinigten Gase praktisch von ihren Verunreinigungen befreit, und es entstehen Ammoniumsulfitlösungen, die jedoch für eine v/irksame Behandlung durch thermische Zersetzung unter Rückgewinnung von SO2 und NIL5, wie z.B. in der französischen Patentschrift Ur. 2 128 955 vorgeschlagen, viel zu verdünnt sind.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Behandlung, bei der diese verdünnten sulfitischen Lösungen mittels Elektrodialyse konzentriert werden.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist das Eliminieren des in einem * Industriegas enthaltenen Schwefeldioxids mittels wässriger Ammoniaklösungen.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man (.1 ) das Gas mit einer ammoniakalischen wässrigen Lösung in Kontakt bringt, damit das Schwefeldioxid absorbiert und eine Ammoniumsulfitlösung (A) gebildet wird, daß man (2) das Gas aus der Stufe (1 ) mit einer verdünnten wässrigen Ammoniumsulfitlösung (B) in Kontakt bringt, damit das restliche Schwefeldioxid und Ammoniak absorbiert und ein Gas, das praktisch frei von Schwefeldioxid ist, sowie eine Ammoniumsulfitlösung (G) erhalten wird, und daß man (3) die Lösung (c) mittels Elektrodialyse in mindestens einer Elektrodialysezelle mit mehreren Stufen? behandelt, die eine Vielzahl von abwechselnd Kationen- und Anionenaustauschermembranen aufweist, welche in einem elektrischen Kraftfeld liegen, so daß
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eine an den genannten Salzen relativ konzentrierte Lösung (D) und eine verdünnte Lösung (E) erhalten wird, die zur Bildung der Absorptionslösung(B) der Stufe (2) verwendet wird, wobei die konzentrierte Lösung (B) und die Lösung (A) aus der Stufe (1) dann in bekannter Weise behandelt werden, so daß sie in Schwefeldioxid, Ammoniak und Wasser zersetzt werden, wobei das Ammoniak von dem Schwefeldioxid getrennt und in die Stufe (1) zurückgeführt wird.
Bie erfindungsgemäß behandelten Gase enthalten z.B. 0,05 bis 10 VoI ..56 SO0.
(L
Das unreine Gas wird von dem größten Teil des darin enthaltenen Schwefeldioxids befreit, indem man es mit einer ammoniakalischen wässrigen Absorptionslösung in Eontakt bringt. Diese enthält Ammoniak und/oder neutrales Ammoniumsulfit. Ihre HH-,- oder HH*- Formalität liegt z.B. zwischen 0,1 U und 10 Ii und vorzugsweise .zwischen 1N und 5 If. Die Temperatur in der Absorptionskolonne kann zwischen 0 C und 100 C liegen und liegt im allgemeinen zwischen 400C und 600C.
Man bringt das auf diese Weise teilweise gereinigte Gas, das ge-, ringe Mengen S0£ und/oder IJBL enthält, mit einer sehr verdünnten wässrigen Ammoniumsulfitlösung in Kontakt.
Während des Kontakts zwischen der wässrigen Lösung und dem Gas lösen sich das Schwefeldioxid und das Ammoniak und bilden dabei in der entstandenen Lösung ein Gemisch aus neutralem und saurem Ammoniumsulfit in unterschiedlichen Mengen, je nach Art des behandelten Gases.
Man verwendet relativ große Mengen an Waschlösung, und die Durchsätze sind so, daß die Konzentration an Ammoniumsulfiten in der erhaltenen Lösung sehr schwach ist, d.h. daß ihr Wert gewöhnlich zwischen 0,02 und 0,5 Mol pro Liter und vorzugsweise bei 0,05 Mol pro Liter liegt.
Man führt den Kontakt zwischen dem teilweise gereinigten Gas und der sehr verdünnten Ammoniumsulf itlö sung vorzugsweise in einem
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anderen Apparat als dem durch, der für die erste Reinigung der Gase mit ammoniakalischen wässrigen Lösungen verwendet wird. Man kann ebenfalls eine Kolonne mit mehreren Stufen verwenden, wobei sich das erfindungsgemäße Waschen in dem oberen Teil vollzieht und die !Flüssigkeit unten aus diesem oberen Teil abgezogen wird.
Die Temperatur am Ende der Reinigungsstufe (1) liegt bei 40 bis 700G, im allgemeinen bei 500O, d.h. nahe dem Taupunkt des Abgases. Diese Temperatur ist für die erfindungsgemäße Stufe (2) geeignet und braucht nicht geändert zu werden. Durch leichtes« Abkühlen in dieser Zone zwecks besserem Kondensieren der flüssigen Abgänge in Tröpfchenform kann jedoch die Waschwirkung verbessert werden.
Die in Stufe (2) erhaltenen Lösungen müssen konzentriert werden, d.amit sie zwecks Wiedergewinnung des Schwefeldioxids und des Ammoniaks behandelt werden können.
Gemäß der vorliegenden Erfindung leitet man diese Lösung in einen Elektrodialysator.
Die am Ausgang des Elektrodialysators wiedergewonnene aufgebrauchte Lösung ist praktisch frei von den Ammoniumsulfiten, die sie enthielt; der Gehalt an diesen Salzen ist gewöhnlich geringer als 0,015 Mol/Liter. Diese Lösung wird in die Zone geleitet, in der die teilweise gereinigten Gase gewaschen werden. Durch einen Zusatz von Wasser kann das in dieser Zone zirkulierende Volumen an Waschlösung konstant gehalten werden.
Der Gehalt an Sulfiten der ebenfalls am Ausgang des Elektrodialysators erhaltenen konzentrierten Lösung kann z.B. zwischen 0,5 und 5 Mol/Liter liegen und liegt im allgemeinen zwischen etwa 1 und 3 Mol/Liter. Jetzt kann man, z.B. durch Wärme, .die Zersetzung der enthaltenen Salze in Schwefeldioxid und Ammoniak vornehmen.
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Diese konzentrierte lösung kann zu der lösung gegeben werden, die in (1) beim Waschen des unreinen Gases mit der ammoniakalischen Absorptionslösung erhalten wurde und deren Konzentration an Ammoniumsulfiten meistens höher als 200 g/Liter ist und bis zu etwa 600 g/liter betragen kann.
Eine vorteilhafte Arbeitsweise besteht darin, sie zum Waschen der Gase in Stufe (1) zu verwenden, indem man sie der ammoniakalischen Absorptionslösung zugibt.
Der Elektrodialysator besteht aus einer Reihe von Kammern, die durch selektive Membranen, welche abwechselnd für Kationen oder Anionen durchlässig sind, voneinander getrennt sind, und ist an seinen Enden mit Elektroden versehen.
Sein Funktionsprinzip besteht darin, daß man, wenn man die Kammern auf gleiche Weise speist, indem man z.B. die zu behandelnde Lösung in jede zweite Kammer einführt, durch das Wandern der
mmmm '- mm .1.
SO-j —, SO^H - und NH. -Ionen durch die Anionen- bzw. Kationen-5 3 4
austauschermembranen am Ausgang der gespeisten Kammer eine Lösung erhält, die verarmt ist an diesen Ionen, und am Ausgang der benachbarten Kammern eine Lösung, die mit diesen gleichen Ionen angereichert ist. Auf diese Weise erhält man die vorgenannten stark verdünnten und konzentrierten Ammoniumsulfitlösungen.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Membranen sind vorzugsweise heterogene Membranen, die gewöhnlich durch Aufbringen fein ver- :jBah3ener Iönenaustauscherharzteilchen auf Folien von thermopla- . stischen Materialien wie z.B. Polyäthylen oder Polyvinylchlorid oder auch auf Kallodiumbasis erhalten werden. Sie· sind dünn genug, um einen zu großen elektrischen Widerstand zu vermeiden, sie sind jedoch mechanisch widerstandsfähig, und man hat festgestellt, daß sie eine hohe ionische Selektivität aufweisen. . '
Die für die Kationen durchlässigen Membranen enthalten vorzugsweise ein Harz auf SuIfonsäurebasis und die für die'Anionen' durchlässigen Membranen ein Harz auf der Basis von Salzen des quaternären Ammoniums. '■ ·
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«■ Q ^
Die Elektroden müssen korrosionsfest sein. Die verwendeten Stromdichten liegen im allgemeinen zwischen 0,2 und 2 Ampere/dm und
P * N
vorzugsweise bei 1 Ampere/dm .
Die gewöhnlich pro Zelle (d.h. eine anionische Membrane + eine kationische Membrane) angesetzte elektrische Spannung liegt zwischen 0,5 und 1,5 Volt und beträgt vorzugsweise 1 Volt.
Die Durchsätze an Flüssigkeit.in dem Elektrodialysator werden, um jede zu starke Polarisierung zu vermeiden, als Funktion der Oberfläche der Membranen und der Konzentration der sulfitisehen Lösungen berechnet.
TJm eine bessere Leistung zu erzielen, ist es vorteilhaft, Elektrodialysezellen zu verwenden, in denen die Flüssigkeit rezirkuliert und nicht direkt hindurchgeleitet wird. Ferner hat-man sehr gute Ergebnisse erzielt, wenn man die Lösungen in Vorrichtungen behandelt, die mit getrennten Chargen arbeiten.
Die in (1 ) und (3) erhaltenen sulfitischen Lösungen (konzentrierte Lösungen) werden dann in bekannter Weise behandelt, um sie z.B. durch Wärmewirkung oder Mitreißen durch Wasserdampf in Ammoniak, Schwefeldioxid und Wasser zu zersetzen.
Man verwandelt das Schwefeldioxid dann durch Zusetzen von Schwefelwasserstoff in einem organischen Milieu in Schwefel, und das Ammoniak wird zur Herstellung der Absorptionslösung von (1) wiederverwendet. Diese Techniken werden insbesondere in der französischen Patentschrift Fr. 1 568 748 beschrieben.
D&s erfindungsgemäße Verfahrai ermöglicht es, daß Gase abgelassen werden, die praktisch völlig frei sind von Verunreinigungen.
Die beigefügte Darstellung und das nachstehende Beispiel dienen der Erläuterung der Erfindung, ohne sie jedoch darauf zu beschränken.
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In einer Absorptionskolonne 1 "behandelt man 100 000 N m /h (d.h.. gemessen-unter normalen Temperatur- und Druckbedingungen) eines 200Ö Yol.ppm SOp enthaltenden Abgases mit einer ammoniakalisehen wässrigen lösung, deren Normalität an EH.OH etwa 10 N beträgt. Das Abgas wird durch leitung 2 zugeführt und die Absorptionslösung durch leitung 3. -
Die Gase, die durch den Abzug 4 ausströmen, werden in eine Kolonne 5 geleitet, um von den Verunreinigungen, die sie noch enthalten, nämlich
200 ppm SO2 in YoI..
260 ppm NH, in YoI.
befreit zu werden.
Die an Ammoniumsulfit stark verdünnte wässrige Waschlösung wird durch leitung 6, in welche durch leitung 7 Wasser geleitet wird, um in der Kolonne eine Temperatur um 500C aufrechtzuerhalten, in die Kolonne 5 geleitet. Der zugeführte Durchsatz beträgt etwa 20 nr pro Stunde.
Die gereinigten Gase, die durch den Abzug 8 in die luft abgelassen werden, enthalten nicht mehr als 18 ppm SOp und 23 ppm BIL· (in VoI^). ,
Die erhaltene lösung strömt durch leitung 9 aus der Kolonne 5 ab; sie enthält etwa 0,05 Mol/liter. Sie gelangt in einen Elektrodialysator 10, der mit Elektroden 11a und 11b, die als Kathode bzw. Anode wirken und korrosionsfest sind, und mit Kationen- und Anionenaustauschermembranen 12 bzw. 13 versehen ist.
Die durch leitung 15 aus den Abreicherungskammern 14 des Elektrodialysators abströmende lösung fließt durch leitung 6 in die Kolonne 5 zurück.
Die durch leitung 17 aus den Konzentrationskammern 16 abströmende lösung wird in einen Auffangbehälter Bgple it et.
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Man rezyklisiert diese Lösung mindestens einmal durch die Leitung 19 in die Konzentrationskammern 16, und zwar mit einem Durchsatz ähnlich dem der zu behandelnden Lösung (Leitung 9).
Durch Leitung 20 zieht man einen Teil der Lösung ab, deren Zusammensetzung an Ammoniumsulfiten pro Stunde 0,8 Kilomol SOp und 1 Kilomol HIU entspricht, und man leitet ihn nach Leitung 3, die durch Leitung 21 auch eine ammoniakalisehe Lösung aufnimmt, die mittels des in den darauf folgenden Stufen der Anlage (in dem Schema nicht dargestellt) wiedergewonnenen Ammoniaks hergestellt wird.
Die Zusammensetzung der am unteren Ende der Kolonne 1 durch Leitung 22 wiedergewonnenen ammoniakalischen Absorptionslösung ist pro Stunde die folgende:
SO2 = 8, 8 Kilomol
NH- = 10, 6 It
= 61, 6 It
Sie wird in dem Verdampfer 23 behandelt, so daß durch Leitung SOp und NH- wiedergewonnen v/ird.
Dieses gasförmige AbStrömungsprodukt wird später, vorzugsweise in einem organischen Medium, mit H2S in Kontakt gebracht, um Schwefel zu bilden, der abgetrennt wird, und das Ammoniak wird zur Herstellung der Absorptionslösung wiederverwendet.
Durch Leitung 25 fließt eine wässrige Lösung ab, die die nicht verdampften Ammoniumsulfite und gegebenenfalls Ammoniumsulfate enthält, die man in bekannter Weise behandeln kann, um die Sulfate zu reduzieren und ein gasförmiges AbStrömungsprodukt zu erhalten, das SO2 und NH, enthält und das mit dem aus Leitung 24 abströmenden vereinigt wird.
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Claims (12)

Patentansprüche
1) Verfahren zum verbesserten Reinigen eines Schwefeldioxid enthaltenden Gases, dadurch gekennzeichnet, daß man (1) das Gas mit einer ammoniakalisehen wässrigen Lösung in Kontakt bringt, damit das Schwefeldioxid absorbiert und eine Ammoniumsulfitlösung (A) gebildet wird, daß man (2) das Gas aus der Stufe ("1) mit einer verdünnten wässrigen Ammoniumsulfitlösung (B) in Kontakt bringt, damit das restliche Schwefeldioxid und Ammoniak absorbiert und ein praktisch schwefeldioxidfreies Gas sowie eine Ammoniumsulfitlösung (ö) gebildet wird, und daß man (3) die Lösung(C) mittels Elektrodialyse in mindestens einer Elektrodialysezelle mit mehreren Stufen behandelt, die ; eine Vielzahl von abwechselnd Kationen- und AnionenaustaUschermembranen aufweist, welche in einem elektrischen Kraftfeld liegen, so daß eine an den genannten Salzen- relativ konzentrierte Lösung (D) und eine verdünnte Lösung (E) erhalten wird, die zur Bildung der Absorptionslösung (B) der Stufe (2) verwendet wird, wobei die konzentrierte· Lösung (D) und die Lösung' (Α) aus der Stufe (1) dann in bekannter Weise behandelt werden, so daß sie in Schwefeldioxid, Ammoniak und Wasser zersetzt werden, wobei das Ammoniak von dem Schwefeldioxid ge- trennt und in die Stufe (1) zurückgeführt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas, das in der Stufe (1) gereinigt worden ist und in die Stufe (2) geleitet wird, 30 bis 300 Vol.ppm Schwefeldioxid und 30 bis 300 Vol.ppm Ammoniak enthält'.
3) Verfahrennach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Stufe (2) verwendete wässrige Lösung (B) eine Konzentration von 0 bis 0,015 Mol/Liter an Ammoniumsulfiten aufweist.
4) Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Kontakt der Stufe (2)
so lange durchgeführt wird, bis die Lösung (C)eine Ammoniumsulfitkonzentration von 0,02 bis 0,5 Mol/Liter aufweist.
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5) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Stufe (1) verwendete ammoniakalische wässrige Lösung Ammoniak oder Ammoniumsulfit enthält, wobei ihre Formalität an KH5 oder NH. zwischen 0,1 U und 10 N liegt.
6) Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Kontakt der Stufe (1) so lange durchgeführt ■ wird, bis die Lösung (A) eine Ammoniumsulfitkonzentration von 200 bis 600 g/Liter aufweist.
7) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die wässrige Ammoniumsulfitlö sung (C) in der Elektrodialysezone so konzentriert, daß man eine Konzentration der Lösung (D) von 0,5 bis 5 Mol/Liter erhält.
8) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kationenaustauschermembranen der Elektrodialysezone ein Harz auf Sulfonsäurebasis enthalten.
9) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anionenaustauschermembranen der Elektrodialysezone ein Harz auf der Grundlage von Salzen des quaternären Ammoniums enthalten.
10) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die konzentrierte wässrige Ammoniumsulfitlösung (D), die aus der Elektrodialysezone kommt, zur Herstellung eines Teils der Absorptionslösung der Stufe (1) verwendet.
11) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das durch Zersetzen der Lösungen (D) und (A) erhaltene Schwefeldioxid und Ammoniak mit Schwefelwasserstoff umsetzt, den entstandenen Schwefel abtrennt und das Ammoniak in die Stufe (1 ) des Verfahrens rezyklisiert.
12) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzungsbehandlung der Lösungen (D) und (A) mittels■■Erwärmen erfolgt.
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DE2429690A 1973-06-26 1974-06-20 Verbessertes verfahren zur reinigung eines schwefeldioxid enthaltenden gases Withdrawn DE2429690A1 (de)

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