DE1665412C - Schnappschalter zum Schalten geringer elektrischer Spannung und Stromstärke - Google Patents
Schnappschalter zum Schalten geringer elektrischer Spannung und StromstärkeInfo
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- DE1665412C DE1665412C DE1665412C DE 1665412 C DE1665412 C DE 1665412C DE 1665412 C DE1665412 C DE 1665412C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schnapp- Kontaktfläche eines der Gegenkontakte weisende
schalter zum Schalten geringer elektrischer Spannung Kontaktzungen mit scharfen Anlagekanten aufweist,
und Stromstärke, mit einem über ein Schnappglied und daß die Kontaktflächen in an sich bekannter
betätigten, beweglichen Schaltkontakt, der mit Weise zur Bewegungsrichtung des Schaltkontakts
vorzugsweise zwei in der Bewegungsebene des be- 5 schräg angestellt sind und bis zu einem festen An-
weglichen Schaltkontaktes um ein bestimmtes Maß schlag federnd beweglich sind.
elastisch nachgiebigen Gegenkontakten mit dem Die Erfindung verlegt durch diese Ausbildung die
Schaltkontakt zugekehrten Kontaktflächen zu- für die Prellfreiheit verantwortliche Dämpfungssammenwirkt.
reibung direkt auf die Kontaktflächen und nutzt auf Es sind vielfältig, z. B. aus den deutschen Patent- io diese Weise die vernichtete Stoßenergie unmittelbar
Schriften 127 435, 1 166 322 sowie der französischen zum Reinigen der Kontaktflächen. Dies geschieht da-Patentschrift
1 431 326, Schnappschalter zum Schal- durch, daß die Kontaktzungen mit ihrer scharfen Endten
mittlerer elektrischer Leistungen bekannt, bei kante an den schrägen Kontaktflächen so lange entdenen
zur Vermeidung von Prellerscheinungen wäh- langgleiten, bis die Kontaktfläche ihre Anschlagrend
des Schaltvorgangs die mit dem beweglichen 15 stellung erreicht hat. Die Dämpfungswirkung wird
Sehaltkontaki. zusammenwirkenden Gegenkontakte beim Entlanggleiten der Kontaktzungen auf den
als Doppelkontakte ausgebildet sind. Die beiden einen schrägen Kontaktflächen unter Vermeidung de!r Ent-Doppelkontakt
bildenden Kontakte sind dabei so an- stehung störender Querschwingungen in Bewegungsgeordnet,
daß sie kurz nacheinander mit dem be- richtung des Schaltkontaktes erreicht. Dieser durch
weglichen Schaltkontakt in Berührung kommen, wo- ao die Formgebung bzw. Anordnung der Kontaktflächen
bei der zuerst wirksam werdende Kontakt dem Schalt- bedingte Dämpfungseffekt wird durch die federnde
kontakt federnd nachgibt, bis dieser an dem zweiten Ausbildung bzw. Anordnung der Kontaktflächen noch
feststehenden Kontakt zur Anlage kommt. Trotz des verstärkt.
bei diesen Schaltern vorhandenen großen technischen Durch die feste Begrenzung der Bewegungs-Aufwandes
ist eine völlige Prellfreiheit, wie sie z. B. 25 möglichkeit der mit dem beweglichen Schaltkontakt
bei Schaltern zur Steuerung elektronischer Einrich- zusammenwirkenden Kontaktflächen ergeben sich
tungen erforderlich ist, nicht erreicht worden. Dar- bei dem erfindungsgemäßen Schalter auch ganz genau
über hinaus ist die Kor.taktga've auch bei stationärer definierte Schaltpunkte bei relativ hohem spezifischen
Schalterlage für das Schiiten geringerer elektrischer Kontaktdruck.
Spannungen und Stromstärken vicht befriedigend, da 30 Bei einem erfindungsgemäßen Schnappschalter
sich die Kontaktkraft auf zwei relativ große Anlage- kann der bewegliche Schaltkontakt in üblicher Weise
flächen verteilt, wobei sich ein geringer spezifischer an einer einseitig eingespannten Blattfeder angeord-Kontaktdruck
ergibt, der nicht ausreicht, um die net sein, welche an ihrem freien Ende über ein federnzusammenwirkenden
Kontakte in eine metallisch reine des Schnappglied mit eine'i Betätigungsteil zuAnlage
zu bringen. 35 sammenwirkt. Auch die Kontaktflächen der Gegen-
Für eine Kontaktanordnung mit zwischen fest- kontakte können von einer einseitig eingespannten
stehenden Gegenkontakten beweglichem An!<er- Blattfeder gebildet sein, wobei die zusammenwirkenkontakt
ist eine Maßnahme zur Vernichtung der den Blattfedern vorzugsweise parallel zueinander ver-Stoßenergie
durch Reibung bekannt (deutsche laufen. Um "einer Reibbewegung zwischen den
Patentschrift 971 408). Dazu sind die Kontaktflächen 40 Kontaktflächen der Gegenkontakte einerseits und
der Gegenkontakte gegenüber der Bewegungsrichtung dem beweglichen Schaltkontakt andererseits zu erder
Ankerkontakte für das Zusammenwirken mit den reichen, kann der Bewegungsradius des beweglichen
als Reibfedern schräg ausgebildeten Ankerkontakten Schaltkontaktes größer bemessen sein als derjenige
unter sattem, flächigem Anliegen geneigt. Beim Auf- der Kontaktfläche jedes Gegenkontaktes,
einandertreffen der Kontakte sollen durch die unter- 45 Die Kontaktfläche des bzw. der Gegenkontakte schiedliche Belastung der Reibfedern ihre Relativ- kann in Richtung auf die eingespannte Seite der Blattbewegung im Bereich ihrer aneinander anliegenden federn und auf den beweglichen Schaltkontakt zu Reibflächen erzielt und auf diese Weise nachteilige ansteigen, so daß sie im Winkel zur Bewegungs-Prellungen unterdrückt werden. Für die bei Schnapp- richtung des beweglichen Schaltkontaktes verläuft, scheitern auftretenden Stöße ist diese Maßnahme 50 Die vorteilhafte Bemessung des Winkels der Kontaktnicht voll zufriedenstellend, und die flächig aufein- flächen zur Bewegungsrichtung des beweglichen andertreffenden Kontakte neigen zum Auftreten von Schaltkontaktes ergibt sich aus den Längen der BeVerunreinigungen, welche der guten Kontaktgabe wegungsradien der einzelnen Blattfedern sowie den entgegenwirken. auftretenden Schaltkräften. Die Schaltkräfte wieder-
einandertreffen der Kontakte sollen durch die unter- 45 Die Kontaktfläche des bzw. der Gegenkontakte schiedliche Belastung der Reibfedern ihre Relativ- kann in Richtung auf die eingespannte Seite der Blattbewegung im Bereich ihrer aneinander anliegenden federn und auf den beweglichen Schaltkontakt zu Reibflächen erzielt und auf diese Weise nachteilige ansteigen, so daß sie im Winkel zur Bewegungs-Prellungen unterdrückt werden. Für die bei Schnapp- richtung des beweglichen Schaltkontaktes verläuft, scheitern auftretenden Stöße ist diese Maßnahme 50 Die vorteilhafte Bemessung des Winkels der Kontaktnicht voll zufriedenstellend, und die flächig aufein- flächen zur Bewegungsrichtung des beweglichen andertreffenden Kontakte neigen zum Auftreten von Schaltkontaktes ergibt sich aus den Längen der BeVerunreinigungen, welche der guten Kontaktgabe wegungsradien der einzelnen Blattfedern sowie den entgegenwirken. auftretenden Schaltkräften. Die Schaltkräfte wieder-
453 654 eine Kontaktvorrichtung bekannt, mit der rung der Federn selbst.
das Schließen eines Stromkreises zur unrichtigen Zeit FUr Schalter, die für einen langen störungsfreien
vermieden werden soll. Dazu ist eine flexible Feder Betrieb geeignet sein sollen, ist es zweckmäßig, den
vorgesehen, deren Ende im wesentlichen senkrecht beweglichen Schaltkontakt sowie auch die Kontaktauf dem Gegenkontaktteil steht, über die federnde 60 flächen der Oegenkontakte aus einer korrosions-Ausbildung der Kontaktzunge hinausgehende Maß- freien, gut leitenden Metallegierung, ζ. Β. einer Goldnahmen zur Unterdrückung von Prellungen sind bei legierung, herzustellen,
dieser Vorrichtung nicht getroffen. Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung ist in der
schalter der eingangs erwähnten Art prellfrei und mit «5 In einem Gehäuse 1, welches geschnitten an-
sich selbst reinigenden Kontaktflächen auszubilden. gedeutet ist, sind die Gegenkontakte 1 und J, der be-
lösl, daß der Schullkonlakt zwei jeweils auf die hebel 5 fest eingespannt. Der Schaltknopfe ist in
Längsrichtung verschieblich im Gehäuse I angeordnet und wirkt mit dem Betätigungshebel 5 zusammen.
Zwischen dem freien Ende des beweglichen Schaltkontaktes 4 und dem freien Ende des Betätigungshebels
5 ist das elastische Schnappglied 7 angeordnet.
Der bewegliche Schaltkontakt 4 trägt zwei scharfkantige Kontaktzungen 8 und 9, welche in Richtung
auf die schräg verlaufenden zugeordneten Kontaktflächen 10 und 11 verlaufen. Die Kontaktflächen 10 jo
und Il sind von Blattfedern 12 und 13 gebildet, welche einseitig fest eingespannt sind und um den
Weg 14 elastisch beweglich sind. Die Blattfedern 12 und 13 können im Bereich ihrer Abbiegungen durch
Sicken oder entsprechende Dimensionierung verstärkt sein, damit ihre Bewegung eindeutig als Bewegung
einer einseitig eingespannten Feder definiert ist.
Claims (4)
1. Schnappschalter zum' Schalten geringer elektrischer Spannung und Stromstärke, mit einem
über ein Schnappglied betätigten, beweglichen Schaltkontakt, der mit vorzugsweise zwei in der
Bewegungsebene des beweglichen Schaltkontaktes um ein bestimmtes Maß elastisch nachgiebigen
Gegenkontakten mit dem Schaltkontakt zugekehrten Kontaktflächen zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schaltkontakt (4) zwei jeweils auf die Kontaktfläche (10, 11) eines
der Gegenkontakte (2, 3) weisende Kontaktzungen (8, 9) mit scharfen Anlagekunten aufweist,
und daß die Kontaktflächen in an sich bekannter Weise zur Bewegungsrichtung des Schaltkontakts
schräg angestellt sind und bis zu einem festen Anschlag federnd beweglich sind.
2. Schnappschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schaltkontakt
(4) an einer einseitig eingespannten Blattfeder angeordnet ist und die Kontaküläche (10, 11) jedes
Gegenkontaktes (2, 3} von einer einseitig eingespannten Blattfeder (12, 13) gebildet ist, wobei
die zusammenwirkenden Blattfedern (4, 12, 13) etwa parallel zueinander verlaufen, der Bewegungsradius
des Snhaltkontaktes (4) jedoch größer ist als derjenige der Kontaktfläche (10, 11)
jedes Gegenkontaktes (2, 3).
3. Schnappschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaklfläche (10, 11)
des bzw. der Gegenkontakte in Richtung auf die eingespannte Seite der Blattfedern (12, 13) und
auf den beweglichen Schaltkontakt (4) zu ansteigt.
4. Schnappschalter nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontaktzungen
(8, 9) sowie die Kontaktfläche (10, 11) jedes Gegenkontaktes aus Goldblech einer für
Kontaklzwecke üblichen Legierung gebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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