DE1652305B - Handpragegerat - Google Patents
HandpragegeratInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Handpiägegerät zum
Prägen von Zeichen in ein Band, in dessen Gehäuse das Band durch ein Gegenglied in federnder Anlage
mit einer Vorschubrolle gehalten ist, die durch eine on dem den Prägevorgang auslösenden Betätigungshebel
gelagerte Klinke bei Rückkehr des Betätigungshebels in die Ausgangslage dadurch schritt-Weise
drehbar ist, daß die Klinke durch das am Betätigungshebel abgestützte eine Ende einer mit ihrem
linderen Linde im Gehäuse abgestützten Schraubendruckfedcr
in VVirkvcrbindung mit einem mit der Vorschubrolle verbundenen Klinkenrad gehalten ist.
Bei einem bekannten Handprägegerät der vorstehenden Gattung erfolgt das Andrücken des
Bandes an die Vorschubrolle durch eine besondere Feder. Die Vorschubrolle ist dort fest gelagert; die
Schraubcndruckfcdcr dient lediglich dem Rück-
»teilen des Betätigungsgliedcs (USA.-Patentschrift S 777 992).
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, tin solches Prägegerät mit einer reduzierten Anzahl
♦on Teilen zu schaffen. Diese Aufgabe wird crfintfungsgcmäß
bei dem eingangs genannten Gerät dadurc'i gelöst, daß das Gegenglied als fester Anschlag
ausgebildet ist, daß die Vorschubrolle schwimmend gelagert ist und daß das im Gehäuse abgestützte
Ende der Schraubendruckfeder ein freies Endstück aufweist, durch das die Vorschubrolle gegen den
festen Anschlag gehalten ist.
Die Erfindung ergibt eine vorteilhafte Vereinfachung im Aufbau solcher Prägegeräte. Durch
die crfittdungsgemäß vorgeschlagene Merkmalskombination
werden zuniichst Teile eingespart. Dadurch werden die Herstellung und die Montage verbilligt,
Darüber hinaus können aber die verbleibenden Teile teilweise mit wesentlich größeren Toleranzen
hergestellt werden, was sich ebenfalls vorteilhaft auf die Fertigung auswirkt.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausfülmmgsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Handprägegeräts, wobei einzelne Teile weggelassen sind,
Fig. 2 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 zur Darstellung der Geräteteile in einer anderen Stellung,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2.
Das in den Figuren dargestellte Handprägegerät isi als Ganzes mit 10 bezeichnet. Das Prägegerät 10
hat ein Gehäuse 12 von solcher Form, daß das Gerät leicht beim Halten in der Hand betätigt werden
kann. Das Prägegerät dient dazu, um bestimmte Zeichen in ein längliches Band aus prägefähigem
Material einzuprägen, beispielsweise aus einem thermoplastischen Kunststoff, wie er zur Zeit in verschiedener
Breite erhältlich ist. Ein derartiges prägbares Band ist mit 14 bezeichnet. Es wird in Form
einer Vorratsrolle 16 verwendet, die in das Gehäuse 12 über eine Tür 18 eingeführt werden kann,
die am Gehäuse na*h oben schwenkbar ist, um ro
in dem Gehäuse einen Aufnahmeraum für die Rolle 16 freizulegen. Das Band 14 hat obere und untere
Flächen 20 bzw. 22, die eine bestimmte Dicke des Bandes 14 definieren.
Das Einprägen von verschiedenen Zeichen auf dem Band 14 wird an der Prägestation 26 bewerkstelligt,
an der eine Werkzeugpaare 28 aufweisende Prägevorrichtung angeordnet ist, die durch Hin- und
Herbewegen eines nicht dargestellten, im Gehäuse angeordneten Betätigungsgliedes in an sich bekannter
Weise betätigbar ist. Die Prägewerkzeugpaarc 28 sind am Umfang eines 'vVahlrades 32 angeordnet,
das im Gehäuse 12 drehbar so vorgesehen ist, daß irgendein Werkzeugpaar an die Prägestation
26 zum Prägen bestimmter Zeichen in das Band 14 bewegt werden kann. Das Wählrad 32 hat eine obere
und untere Scheibe 34 bzw. 36, von denen eine die Patrizcn und die andere die Matrizen der Werkzeugpaarc
trägt. Die Scheiben 34 und 36 sind derart miteinander verriegelt, daß sich beide beim Drehen des
Wählradcs 32 gemeinsam drenen.
Das Band 14 wird von der Vorratsrolle 16 zugeführt und dann auf einer vorgeschriebenen Bahn
der Prägestation 26 über eine Vorschubvorrichtung 40 zugeleitet, die eine Vorschubrolle 42 aufweist, die
das Band in vorbestimmten Teilschritten durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn dadurch vorschiebt,
daß ihr Umfang 44 kraftschlüssig die untere
Fläche 22 des Bandes an einem Eingang 46 ergreift, der durch einen festen Anschlag 48 gebildet wird,
der einstückig mit der Tür 18 ist und von dieser weg dem Umfang 44 der Vorschubrolle 42 zu nach
unten gerichtet ist.
Wie aus F i g. 3 deutlieh hervorgeht, ist die Vorschubrolle 42 um eine quer zur Vorschubbahn des
Bandes 14 sich erstreckende Mittellinie SO mit Hilfe einer Trommel 52 drehbar angeordnet, die einstückig
mit der Vorschubrolle 42 ist und sich durch eine öffnung 54 der Seitenwand 56 des Gehäuses 12 des
Prägcgeräts erstreckt. Die Trommel 52 ist auf einer Ach*e 60 gelagert und drehfest durch einen Keil 62
(s. F i g. 1 und 2) mit dieser verbunden, wobei die Achse 60 sich durch eine v/sitcre öffnung 64 an der
entgegengesetzten Seitenwand 66 des Gehäuses 12
3 4
des Prägegeräts so erstreckt, daß die öffnungen 54 die die Vorschubrolle 42 tragende Trommel 52 zu-
und 64 Drehlager für die Trommel 52 und die Achse sammenwirkt. Das freie Endstück 90 übt nun auf die
60 im Gehäuse bilden. zusammengebauten Teile, nämlich die Vorschub-Das Prägen des Bandes 14 wird dadurch bewerk- rolle, die Trommel, die Achse und das Klinkenrad,
stelligt, daß ein schwenkbar am Gehäuse 12 ange- 5 eine Federkraft in Aufwärtsbewegung aus, um so
ordneter Betätigungshebel 70 entsprechend nach den Umfang der Vorschubrolle federnd in die Bahn
oben oder entge2en dem Uhrzeigersinn bewegt wird, des Bandes 14 zu drücken. Wie aus F i g. 3 deutlich
um so das innerhalb des Gehäuses vorgesehene Be- hervorgeht, sind die öffnungen 54 und 64 etwas
tätigungsglied senkrecht nach oben in Berührung größer als die entsprechenden Durchmesser der
mit einem Teilstiick der unteren Scheibe 36 zu 10 Trommel und der innerhalb der Öffnungen anbringen,
worauf dann diese Bewegung so lange fort- geordneten Achsteile, so daß eine begrenzte Quergesetzt wird, bis das Betäiigungsglied das Werkzeug- bewegung der Baugruppe relativ zum Gehäuse 12
paar 28 betätigt hat, das an der Prägeslation 26 möglich ist. Durch diese mögliche Relativbewegung
positioniert ist, so daß nun das Band eine Prägung zwischen der die untere Fläche 22 des Bandes 14 ererhält.
Mit der Vorschubrolle 42 ist eine Antriebs- 15 fassenden Vorschubrolle 42 und dem benachbarten,
vorrichtung 72 in Wirkverbindung, die auf das Ver- mit der oberen Fläche 20 des Bandes zusammenscliAcnken
des Betätigungshebels 70 derart an- wirkenden Anschlag 48 kompensiert die Antriebsspricht,
daß das Band 14 entsprechend der Be- vorrichtung 72 automatisch irger'-jine Änderung in
tätigung des Betätigungshebels 70 vorgeschoben wird. der Dicke des Bandes 14, das durdi den Eingang 46
Fig. 1 zeigt den Betätigungshebel 70 in seiner An- 20 zugeführt wird. Da das freie Endstück90 federnd die
fanus- oder Ruhestellung. Beim Eindrücken des Be- Vorschubrolle 42 in richtige Berührung mit dem
tätigungshebels 70 in seine Arbeitsstellung gemäß Band 14 im Eingang 46 preßt, ist die Größe des
F i α. 2 wird eine Klinke 74 senkrecht nach oben be- Durchgangs zwischen dem festen Anschlag 48 und
we^t, die den nächstfolgenden Zahn eines mit der der durch die Mitten der Öffnungen 54 und 64
Achse 60 einstückigen Klinkenrades 76 erfaßt, das 25 gehenden Mittellinie 50 nicht so kritisch, als daß
die Vorschubrolle 42 entgegen dem Uhrzeigersinn sehr enge Toleranzen bei der Herstellung der Gemitnehmcn
kann. Eine Drehung des Klinkenrades 76 häuseteile und der Teile der Vorschubrichtung erim
Uhrzeigersinn während der Aufwärtsbewegung forderlich sind. Damit ergibt diese Anordnung einer
der Klinke 74 wird durch einen Anschlag 78 ver- Art von schwimmender Vorschubrolle die Sicherhindert,
der federnd gegen einen weiteren Zahn 30 heit, daß einerseits die Vorschubrolle das Band mit
des Klinkenrades anliegt. Während des Eindrückens einer ausreichenden Mitnahmekraft erfaßt, um das
des Betätigungshebels 70 wird eine Schraubendruck- Band um einen genau definierten vorbestimmten
feder 80 so zusammengedrückt, daß bei vollständiger Schritt vorzubewegen, jedoch andererseits die Halte-Durchführung
der Prägung und Freigabe des Be- kraft nicht so groß wird, daß das Band beim Durchtätiaungshebels
70 dieser in seine Anfangs- oder 35 gang durch den Eingang 46 beschädigt werden
Ruhestellung unter der Wirkung der Feder 80 mit könnte. Die schwimmende Vorschubrolle ist beciner
solchen Kraft zurückbewegt wird, daß die sonders von Vorteil, wenn mit dem Prägegerät 10
Klinke 74 mit Sicherheit das Klinkenrad 76 entgegen Zeichen auf Bänder verschiedener Breite eingeprägt
dem Uhrzeigersinn dreht, wodurch die Vorschub- werden sollen. In diesem Fall, bei dem eine Vielrollc
42 mitgenommen und das Band 14 um einen 40 zahl von auswechselbaren Bändern verwendet wersolchen
Schritt vorgeschoben wird, wie er zur Vor- den kann, ist die Wahrscheinlichkeit, daß Änderunbcrcitung
der nächsten Prägung notwendig ist. Der gen in der Dicke der Bänder vorkommen, viel
Anschlag 78 dient ferner dazu, um den gewünschten größer.
Drehschritt genau zu definieren, so daß das Band Aus vorstehendem ergibt sich, daß die Schraubenautomatisch schrittweise um jeweils die richtige 45 druckfeder 80 nicht nur dem Rückstellen des Be-Lünge
vorbewegt wird. Die Klinke 74 ist schwenk- tätigungshebels 70 in Richtung auf seine Anfangsbar am Betätigungshebel 70 auf einem Stift 82 an- oder Ruhestellung dient, sondern auch die Klinke
geordnet, c'er in einer entsprechenden Ausnehmung 74 in Wirkverbindung mit dem Betätigungshebel
84 im Betätigungshebel 70 gelagert ist. Die Klinke 70 hält und ferner ein Drehmoment ergibt, das die
hat einen kurzen, sich vom Stift 82 aus erstrecken- 50 Klinke 74 in Eingriff mit dem Klinkenrad 76 zu
den Arm 86, der einen cinstückigcn Lappen 88 hat, schwenken versucht, so daß ein formschlüssiger Eindcr
in die Schraubendruck feder 80 so eingreift, daß griff zwischen der Klinke 74 und dem Klinkenrad
diese Feder nicht nur als Rückstellfeder für den 76 und damit ein genaues Schalten des Bandes
Hebel zum Bewegen desselben in seine Anfangs- sichergestellt ist.
oder Ruhestellung, sondern auch dazu dient, die 55 Die Feder 8C erzeugt ferner eine Federvorspann-Klinkc
74 federnd gegen, das Klinkenrad 76 zu kraft, um die Vorschubrolle 42 federnd in die Bahn
drücken. Das entgegengesetzte Ende der Feder 80 des Bandes 14 hineinzudrücken und damit die
sitzt auf einem weiteren, mit dem Gehäuse 12 ein- richtige Kraft zum Erfassen des Bandes am Einstückigen
Lappen 89 und hat ferner ein freies End- gang 46 mit Hilfe des Endstückes 90 zu schafieö,
stück 90, das nach vorn zu vorsteht und mit dem 60 das mit der Schraubenfeder 80 einstückig ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Handprägegerät zum Prägen von Zeichen in ein Band, in dessen Gehäuse das Band durch ein Gegenglied in federnder Anlage mit einer Vorschubrolle gehalten ist, die durch eine an dem den Prägevorgang auslösenden Betätigungshebel gelagerte Klinke bei Rückkehr des Betätigungshebels in die Ausgangslage dadurch schrittweise drehbar ist, daß die Klinke durch das am Betätigungshebel abgestützte eine Ende einer mit ihrem anderen Ende im Gehäuse abgestützten Schraubendruckfeder in Wirkverbindung mit einem mit der Vorschubrolle verbundenen Klinkenrad gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenglied als fester Anschlag (48) ausgebildet ist, daß die Vorschubrolle (42) schwimmend gelagert ist und daß das im Gehäuse (12) abgestützte Ende der Schraubendruckfeder (80) ein freies Endstück (90) aufweist, durch das die Vorschubrolle gegen den festen Anschlag gehalten ist.
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