DE1531619C - Rotierende Klarsichtscheibe - Google Patents
Rotierende KlarsichtscheibeInfo
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Description
ι 2
Die Erfindung betrifft eine rotierende Klarsicht- bekannt (USA.-Patentschrift 3 188 700, britische Pascheibe
mit einem auf eine Windschutzscheibe von tentschrift 105 242), bei denen das Drehlager in einer
außen mit einer elastischen Ringdichtung lösbar an- Scheibe abgestützt ist. Jedoch ist die Stützscheibe
drückbaren Rahmen, der um ein am oberen Rand bei diesen bekannten Vorrichtungen gleichzeitig die
des Rahmens angeordnetes Scharnier mit horizon- 5 ortsfeste Windschutzscheibe. Abgesehen davon, daß
taler Achse schwenkbar ist und mittels einer zwi- der wesentliche Vorteil, die rotierende Klarsichtschen
Klarsichtscheibe und Windschutzscheibe vor- scheibe mit all ihren Teilen aus dem Gesichtsfeld
gesehenen Stützanordnung das Drehlager für die entfernen zu können, bei diesen bekannten Vorrich-Klarsichtscheibe,
das im Betriebszustand gegen die tungen verlorengeht, ist dort ein großes Loch für die
Windschutzscheibe gedrückt wird, und den elektri- io Unterbringung des Drehlagers in der Windschutzschen
Antriebsmotor trägt, der außen am Rahmen scheibe erforderlich.
befestigt ist und mit dem Drehlager durch einen Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu
Treibriemen verbunden ist. sehen, daß das Drehlager klein und wenig sichtbe-
Es ist bereits eine rotierende Klarsichtscheibe die- hindernd ausgeführt werden kann, da die rotierende
ser Art bekannt (Shipbuilding & Shipping Record, 15 Klarsichtscheibe und die Stützscheibe bezüglich aller
April 7, 1966, S. 474; Ship and Boat International, Translationsbewegungen relativ zueinander allein
July 1966, S. 71), bei der die Stützanordnung von durch den Rahmen gehalten werden können,
vier Speichen gebildet wird, die das Drehlager einer- Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht
seits mit dem Rahmen verbinden und andererseits die Stützscheibe in an sich bekannter Weise aus Glas,
im Betriebszustand gegen die Windschutzscheibe an- 20 Bevorzugt ist der Treibriemen in dem Hohlraum
drücken. Auf Grund der Abstützung des Drehlagers zwischen Klarsichtscheibe und Stützscheibe ange-
an der Windschutzscheibe können einerseits die in ordnet.
einer Ebene liegenden vier Scheiben für eine wenig Die durch den Antriebsmotor erwärmte Luft zir-
behinderte Sicht durch die Klarsichtscheibe dünn kuliert bevorzugt im Hohlraum zwischen der rotie-
ausgeführt sein und schwingen andererseits die Wind- 25 renden Scheibe und der Stützscheibe. Dabei kann
schutzscheibe und die rotierende Klarsichtscheibe mit vorteilhafterweise ein elektrisches Heizelement in die-
der gleichen, durch Umgebungsbedingungen hervor- sem Hohlraum angeordnet sein, so daß auch bei
gerufenen Frequenz, was für die Vermeidung von starkem Frost eine Eisbildung verhindert werden
Unschärfenbildungen von Bedeutung ist. kann.
Bei dieser bekannten Vorrichtung sind außerdem 30 . Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
Maßnahmen getroffen, um ein Zirkulieren der Kühl- Zeichnung beispielsweise beschrieben; in dieser zeigt
luft des Motors in dem Hohlraum zwischen rotie- F i g. 1 eine Vorderansicht einer rotierenden Klar-
render und fester Scheibe zu ermöglichen. Sichtscheibe gemäß der Erfindung,
Eine rotierende Klarsichtscheibe der vorstehend F i g. 2 eine Schnittansicht entlang Linie IT-II in
geschilderten Art, die mit all ihren Teilen lösbar 35 F i g. 1 und
an eine Windschutzscheibe andrückbar ist, weist ins- Fig. 3 eine teilweise Schnittansicht entlang
besondere für kleine Windschutzscheiben den erheb- Linie III-III in F i g. 1.
liehen Vorteil auf, daß sie aus dem Gesichtsfeld weg- - Nach der Zeichnung weist eine rotierende
genommen werden kann, wenn sie auf Grund der Scheibe 1 in ihrer Mitte ein Lagerglied 2 auf. Das
Umgebungsbedingungen nicht benötigt wird. 40 Lagerglied 2 ist an einer Spindel 3 angebracht; das
Jedoch können auch diese Speichen die Sicht noch so gebildete Lager wird von einer Nabe 4 getragen,
insofern behindern, als sie ein Auge, das eine in der Die Nabe 4 umfaßt ein Flanschglied 5, welches in
Sicht stark beeinträchtigte Umgebung angestrengt be- eine öffnung 6 in der Mitte einer Glasscheibe 7, im
. obachtet, in der Akkommodation stören, insbeson- folgenden Stützscheibe 7 genannt, eingesetzt ist. Die
dere da die Speichen räumlich wesentlich näher als 45 Nabe 4 wird durch eine Schraube 8 mit einem großen
der Beobachtungsraum liegen. Kopf 9 gehaltert, welche in eine Gewindebohrung 10
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer in die Nabe von der anderen Seite der Stützscheibe 7
rotierenden Klarsichtscheibe der eingangs genannten her eingeschraubt ist. Die Stützscheibe 7, die kreis-
Gattung, die bei voller Beibehaltung der Vorteile förmig ist, liegt mit ihrem Außenumfang in einem
einer solchen Vorrichtung die Sichtbehinderung auf 5° Rahmenil; sie ist genügend dick ausgeführt, so daß
ein Minimum herabsetzt und außerdem selbst leicht sie die Nabe 4 genau und starr festlegt. Der Rahmen
sauber zu halten ist. 11 weist die Form eines Winkelringes auf und wird
Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, daß als gemäß F i g. 1 durch ein Scharnier oder ein anderes
Stützanordnung eine von dem Rahmen umschlossene, Stützteil 12 gehalten, welches an dem Fensterrahmen
durch die Ringdichtung gegenüber der Windschutz- 55 13 einer Windschutzscheibe 14, bei der die Klarsichtscheibe
abgedichtete, durchsichtige Scheibe vorge- scheibe verwendet werden soll, angebracht ist. Der
sehen ist. Auf Grund dieser Ausbildung entfällt einer- Fensterrahmen 13 weist ebenfalls einen Haken 15
seits auch noch die Sichtbehinderung durch die bis- auf, der an einem Punkt der an dem Scharnier 12
her verwendeten, durch das Gesichtsfeld verlaufen- gegenüberliegenden Seite des Rahmens 11 mit dieden,
undurchsichtigen Speichen und wird anderer- 60 sem zusammenwirkt, so daß die Klarsichtscheibe
seits auch die Reinhaltung der Vorrichtung erleich- gegen die Windschutzscheibe 14 gedrückt wird,
tert, da der Zwischenraum zwischen der rotierenden In einer Alternativanordnung wird die Klarsicht-Klarsichtscheibe und der Stützscheibe durch den scheibe, wie es in strichpunktierten Linien in der Rahmen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Zeichnung gezeigt ist, durch feste Einspannungen an Schmutz geschützt wird, während die der Windschutz- 65 beiden Seiten gehalten, welche ein Paar von an gescheibe zugekehrte Seite der Stützscheibe leicht ge- genüberliegenden Seiten des Fensterrahmens angereinigt werden kann. ordneten Stützelementen umfassen. Jedes Element*
tert, da der Zwischenraum zwischen der rotierenden In einer Alternativanordnung wird die Klarsicht-Klarsichtscheibe und der Stützscheibe durch den scheibe, wie es in strichpunktierten Linien in der Rahmen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Zeichnung gezeigt ist, durch feste Einspannungen an Schmutz geschützt wird, während die der Windschutz- 65 beiden Seiten gehalten, welche ein Paar von an gescheibe zugekehrte Seite der Stützscheibe leicht ge- genüberliegenden Seiten des Fensterrahmens angereinigt werden kann. ordneten Stützelementen umfassen. Jedes Element*
Es sind zwar bereits rotierende Klarsichtscheiben weist die Form einer rechteckigen Stange 16 auf,
die durch eine vom Fensterrahmen getragene Halterung 17 verstellbar gehalten wird. Die Stangen ragen
über den Fensterrahmen hinaus, liegen parallel zur Ebene der Klarsichtscheibe und sind unter einem
Winkel in bezug auf eine Linie angeordnet, die durch die Achse der rotierenden Scheibe zwischen ihnen
geht. Das innere Ende 18 jeder Stange ist mit einer Gewindebohrung 19 versehen, welche eine Schraube
20 trägt, die an einen Ansatz 21 angreift, der an einem geeigneten Teil des Rahmens 11 der kreisförmigen
Stützscheibe 7 angebracht ist. Während der Montage können die Ansätze 21 unter die Schrauben
gelegt werden, die abgestufte Enden aufweisen, so daß sie, wenn sie angezogen werden, in Bohrungen
in den Ansätzen 21 eingreifen und den Rahmen 11 dicht gegen die Windschutzscheibe 14 drücken.
Durch die verstellbaren Stangen 16 kann der Rahmen ohne Schwierigkeiten festgelegt werden. Um
sicherzustellen, daß die Schrauben 20 in ihrer eingestellten Lage bleiben, sind die Enden der Stangen
bei 22 gegabelt, so daß sie einen festen Gewindesitz in den Bohrungen bewirken.
Der Rahmen 11 weist an seiner Kante einen elastischen Dichtungsring 23 auf, der an die Windschutzscheibe
14 angreift und gegen die äußere Oberfläche der Windschutzscheibe gedrückt wird, wenn
sich der Rahmen in seiner eingespannten Lage befindet. Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche der
Windschutzscheibe können durch die Dichtung 23 ausgeglichen werden. Bei Ausführungsformen, welche
im Paßsitz auf gebogene Windschutzscheiben, aufgesetzt werden sollen, kann die Rückfläche des Rahmens
11 dementsprechend geformt oder kann der Dichtungsring der Biegung angepaßt sein.
Ein Druckpolster (nicht dargestellt) kann am Ende der Lagernabe vorgesehen werden, welches gegen die
Windschutzscheibe drückt, wenn die Gesamtheit in ihrer Lage eingespannt ist, so daß die Klarsichtscheibengesamtheit
dadurch starr gehalten wird.
Gegebenenfalls kann das Druckpolster so angebracht sein, daß es mit seiner Auflagefläche vor der
Befestigung über eine durch die Auflagefläche des Rahmens gehende Ebene hinausragt; die Auflagefläche
des Polsters wird dann relativ verschoben, wenn die Klarsichtscheibe gegen die Windschutzscheibe
geklemmt wird.
Bei der die Stützelemente aufweisenden Anordnung ist dieses Druckpolster nicht unbedingt erforderlich,
wenn die Stützscheibe in sich stark genug ist und die notwendige Starrheit liefert.
Ein Elektromotor 24 ist an einer hohlen Halterung
25 am Rahmenil angebracht und trägt eine Riemenscheibe 26, welche einen Riemen 27 antreibt,
der eine Riemenscheibe 28 am Lagerglied 2 treibt. Der Motor ist durch ein wetterfestes Gehäuse 29
abgedeckt, und die Halterung 25 weist einen Kanal 30 auf, der den Hohlraum 31 zwischen der Stützscheibe
7 und der rotierenden Scheibe 1 mit dem hinteren Ende des Motorgehäuses 29 verbindet. Das
Motorgehäuse 29 steht durch Öffnungen 32, die in die hohle Halterung 25 führen, direkt in Verbindung
mit dem Kanal 30. Der Rotor 33 des Motors ist so ausgebildet, daß er die Luft aus dem Hohlraum 31
kontinuierlich durch den Motor umwälzt. Normalerweise wird ausreichend Wärme von der Motorwicklung
abgegeben, um die zirkulierende Luft auf einer Temperatur zu halten, die eine Kondensation im
Hohlraum 31 zwischen der Stützscheibe und der rotierenden Scheibe verhindert. Eine gleichartige Anordnung
kann getroffen werden, wenn ein pneumatischer oder ein hydraulischer Motor verwendet wird;
ίο jedoch wird in diesem Fall keine Wärme vom Motor
abgegeben, so daß dann ein kleines Heizelement (nicht dargestellt) notwendig ist, das an einer geeigneten
Stelle, z. B. in dem Umwälzkanal 30, angebracht sein kann.
Bei Anwendungsfällen, bei denen eine Eisbildung möglich ist, wird in jedem Fall ein Heizelement im
Hohlraum 31 selbst benötigt.
Die äußere Umfangskante der rotierenden Scheibe 1 trägt eine Einfassung 34, welche dazu dient,
ao den direkten Eintritt von Feuchtigkeit durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen der rotierenden
Scheibe 1 und dem Rahmen 11 zu verhindern.
Claims (5)
1. Rotierende Klarsichtscheibe mit einem auf eine Windschutzscheibe von außen mit einer elastischen
Ringdichtung lösbar andrückbaren Rahmen, der um ein am oberen Rand des Rahmens angeordnetes Scharnier mit horizontaler Achse
schwenkbar ist und mittels einer zwischen Klarsichtscheibe und Windschutzscheibe vorgesehenen
Stützanordnung das Drehlager für die Klarsichtscheibe, das im Betriebszustand gegen die
Windschutzscheibe gedrückt wird, und den elektrischen Antriebsmotor trägt, der außen am Rahmen
befestigt ist und mit dem Drehlager durch einen Treibriemen verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß als Stützanordnung
(7) eine von dem Rahmen (11) umschlossene, durch die Ringdichtung (23) gegenüber der Windschutzscheibe
(14) abgedichtete, durchsichtige Scheibe (7) vorgesehen ist.
2. Rotierende Klarsichtscheibe nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützscheibe (7) in an sich bekannter Weise aus Glas
besteht.
3. Rotierende Klarsichtscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Treibriemen in dem Hohlraum (31) zwischen Klarsichtscheibe (1) und Stützscheibe (7) angeordnet
ist.
4. Rotierende Klarsichtscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die erwärmte Luft im Hohlraum (31) zwischen Klarsichtscheibe (1) und Stützscheibe (7) zirkuliert.
5. Rotierende Klarsichtscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
im Hohlraum (31) zwischen Klarsichtscheibe (1) und Stützscheibe (7) ein elektrisches Heizelement
angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB40679/66A GB1129004A (en) | 1966-09-12 | 1966-09-12 | Clear view screen |
| GB4067966 | 1966-09-12 | ||
| DEG0051061 | 1967-09-12 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1531619B1 DE1531619B1 (de) | 1971-07-01 |
| DE1531619C true DE1531619C (de) | 1974-04-25 |
Family
ID=
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