DE1592111C - Verfahren zur Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße im Millimikronbereich - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße im MillimikronbereichInfo
- Publication number
- DE1592111C DE1592111C DE1592111C DE 1592111 C DE1592111 C DE 1592111C DE 1592111 C DE1592111 C DE 1592111C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thorium
- sol
- solution
- autoclave
- concentration
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
1 2
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur ist somit denkbar, daß das erfindungsgemäß gewonnene
Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße im Produkt auch hier als Ausgangsmaterial für derartige
Millimikronbereich. bereits bekannte Verfahren dienen könnte.
Thoroxidsole können als Kernbrennstoffe verwendet Es ist ferner aus der deutschen Auslegeschrift
werden und sind allein oder in Verbindung mit 5 1158 483 ein Verfahren bekannt zur Hersellung stabiler
Uranoxid, da sie frei fließend sind und sich nicht Sole aus Uran- und Thoriumoxid, wobei das eine
absetzen, insbesondere für homogene Brutreaktoren Oxid das andere umhüllt, zur Verwendung in flüssigen,
geeignet. Die' Sole können gegebenenfalls mit SiIi- homogenen Kernreaktoren, welches dadurch gekennciumdioxid
umhüllt werden, um eine hohe hydro- zeichnet ist, daß aus einer gemeinsamen Lösung die
thermische Stabilität zu erzielen. Diese Sole können io Thorium- und Uransalze durch Hydrolyse bei verauch
vorteilhaft zur Herstellung von keramischen ■ schiedenen pH-Werten mit langsam NH3 abgebenden
Brennstoffelementen verwendet werden. Mit Solteil- Mitteln bei erhöhter Temperatur nacheinander zu
chen werden allgemein festere Elemente bei niedrigeren ihren Oxiden hydrolysiert werden, worauf das erhal-■
Sintertemperaturen erhalten als mit den gebrauch- tene Sol in bekannter Weise vom Elektrolyten ge-:
liehen Thoroxidpulvern. Die Sole dienen auch dazu, 15 reinigt wild.
Thoroxid gleichmäßig in einer Matrix zu dispergieren. Ferner ist aus der deutschen Auslegeschrift 1169 422
Beispielsweise können Thoroxidsole in Graphitpulver ein Verfahren bekannt zur Herstellung eines in Kerneingerührt
und dann in eine Form gegossen, getrocknet reaktoren verwendbaren wäßrigen Thorium(IV)-oxid-
und gebrannt werden. " Uran(lV)-oxid-Sols, wobei aus einer Thoriumchlorid
■ Es ist bekannt, Sole von Metalloxiden, wie Thoroxid, 20 und Urantetrachlörid enthaltenden wäßrigen Lösung
in bestimmte Metalle und Metallegierungen zur' allmählich die Anionen entfernt werden, bis die
Verbesserung der Hochtemperatureigenschaften ein- Lösung im wesentlichen elektrolytfrei ist, welches ,
zubauen, wobei man eine Lesung eines Metallsalzes dadurch gekennzeichnet ist, daß die Lösung in einem *
mit dem Sol veimischt und dieses Gemisch mit Vorratsbehälter auf einer Temperatur von 60 bis 1000C
Wasserstoff reduziert, wodurch das freie Metall mit den 25 gehalten und so lan^e kontinuierlich oder absatzweise
darin dispergierten Solteilchen in Pulverform erhalten durch eine auf 15. bis 35°C gehaltene kombinierte
wird. Das Pulver kann dann zur Herstellung von Elektrcdialyse-Ionenaustauschvorrichtung im Kreis-Metallgegenständen
nach gebräuchlichen Pulvermetall- lauf geführt wird, bis die Lösung weitgehend elektrolyturgieverfahren
verwendet werden, welche besonders frei ist und die Thoriumoxid-Uranoxid-Teilchen
geeignet für den Einsatz bei hohen Temperaturen sind. 30 kolloidale Dimensionen haben, worauf das erhaltene
Die vorliegende Erfindung hat nch die Aufgabe Sol zum weiteren Elektrolytenzug über ein gemischtes
gestellt, Thoroxidsole in einer Teilchengröße, die im lonenaustauscherharzbett geleitet wird.
Millimikrcntereich liegt, herzustellen, da diese Sole Gegenüber diesen Verfahren besitzt das Verfahren
Millimikrcntereich liegt, herzustellen, da diese Sole Gegenüber diesen Verfahren besitzt das Verfahren
für diese Zwecke besonders gut geeignet sind, wobei gemäß Erfindung den überraschenden Vorteil, daß in
insbesondere Thcroxic'sole mit dichten kugelförmigen 35 einem einzigen, besonders einfach auszuführenden
Teilchen von 10 bis €50 Millimikron Grefe durch Verfahrensschritt ein Sol erhalten wird, welches allen
hydrcthermi£che Eehandlung r ergestellt werden sollen. Anspiüchen gerecht wird. Die beiden älteren Verfahren
Dieses Prcdukt kann dann weitertehardelt werden, sind demgegenüber wesentlich umständlicher, da dort
um Elektrolyten daraus zu entfernen lind dann auf die Salzlösung entweder durch eine lonenaustauschden
gewünschten Festste ff geh alt konzentriert werden. 40 vorrichtung im Kreislauf geführt werden muß, welche
Zur Lesung dieser Aufgate wird daher ein Verfahren auf eine niedrigere Temperatur als die Vorratslösung
zur Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße einreguliert werden muß, oder die Zugabe von Arnim
Millimikrcntereich vorgeschlagen, welches dadurch moniak abspaltenden · Mitteln zu der Salzlösung
gekennzeichnet ist, daß man eine wäßrige Lösung . erforderlich ist.
eines Thoriumsalzes 2 bis 20 Stunden lang in einem 45 Es ist übeiraschend, daß es zur Erzeugung eines
Autoklav auf eine Temperatur von ICO bis 2C0°C Thoriumoxidsols ausreicht, eine Thoriumsalzlösung in '.
erhitzt, wobei man jedech ein basisches Thoiiumsalz einem Autoklav 2 bis 30 Stunden lang auf eine )
verwendet, wenn die Thoriumsalzkonzentration mehr Temperatur zwischen ICO und 2C0°C zu erhitzen, wobei
als 2 g ThO2 je ICO ml Lesung beträgt. ferner beachtet werden muß, daß bei Verwendung von !
Vorzugsweise wird so vorgegangen, daß man eine 50 neutralen Thoriumsalzen die Salzkonzentration 2 g j
Thoriumchlorid- eder Thoriimnitratlösung mit einer ThO2 je 100ml Lösung nicht überschreiten darf, ;
Konzentration bis zu 2 g ThO2 je ICO ml Lösung im während bei Einsetzen von basischen Salzen, z. B. von j
Autoklav behandelt. Wahlweise ist es zweckmäßig, Thoriumoxychlorid oder Thoriumoxynitrat auch hö- |
daß man eine Thoriumoxychlorid- oder Thoriumoxy- here Konzentrationen bis zu -5 g ThO2 je 100 ml |
nitratlösung mit einer Konzentration von 2 bis 5 g 55 lösung Anwendung finden können. "
ThO2 je ICO ml Lösung im Autoklav behandelt. Die Eigenschaften des nach dem erfindungsgemäßen [
Es ist zwar aus der USA.-Patentschrift 3 035 895 Verfahren hergestellten Sols werden von verschiedenen
ein Verfahren zur Herstellung von großen Thorium- Variablen bestimmt, durch deren Regulierung ein
oxidteilchen durch Trocknen eines Nitratsols zur Produkt mit vorher festgelegten Eigenschaften her-Erzeugung
eines Gels, Erhitzen des getrockneten Gels 60 gestellt werden kann.
und Kalzinieren des Produktes, bekannt, wobei jedoch Die erste zu berücksichtigende Variable ist das
Teilchen in einer Korngröße zwischen 1 und 1,7 mm Ausgangsmateiial. Das erfindungsgemäße Verfahren
erhalten werden. Im Gegensatz dazu betrifft das kann entweder mit einem löslichen Thoriumsalz einer
erfindungsgemäße Verfahren die Herstellung von einwertigen Säure oder einem löslichen basischen
Thoriumsolen, deren Teilchengröße im Millimikron- 65 Thoriumsalz einer einwertigen Säure durchgeführt
bereich liegt, durch Behandeln von Thoriumsalz- werden.
lösungen in einem Autoklav unter bestimmten Tem- Wenn die Konzentration der Thoriumsalzlösung
peraturbedingungen für eine bestimmte Zeitdauer. Es unter 2 g ThO2/100 ml liegt, kann das Salz einer
einwertigen Säure verwendet werden. Hierzu sind lösliche Salze wie das Nitrat, Chlorid oder Formiat
geeignet. Der Einfachheit halber wurden im vorliegenden Fall Thoriumnitrat und Thoriumchlorid
venvendet. Wenn die Konzentration des Ausgangsmaterials über 2 g ThO-j/lOO ml liegt, muß ein lösliches
basisches Salz einer einwertigen Säure verwendet werden. Die basischen Salze können auf beliebige
Weise hergestellt werden. Geeignete Verfahren sind beispielsweise:
1. Behandlung eines löslichen Salzes mit einem Anionenaustauschharz in der Hydroxylform,
2. teilweise Neutralisation von Th(OH)4 mit einer
einwertigen Säure,
3. Behandlung des neutralen Salzes mit einer Base.
Es kann jedes lösliche basische Salz verwendet werden. Am zweckmäßigsten haben sich das Oxychlorid
und das Oxynitrat erwiesen.
Ein Thoroxydsol kann durch Autoklavbehandlung jedes beliebigen basischen Thoriumsalzes innerhalb
seiner LöslichkeJtsgrenzen hergestellt werden. Bei
Konzentrationen über 5 g ThOa/100 ml besteht jedoch
die Gefahr, daß die Solteilchen sich verbinden. Dies beruht wahrscheinlich auf der größeren Elektrolytkonzentration
in der umgebenden Flüssigkeit. Vorzugsweise werden daher die Sole bei Konzentrationen
von 5 g ThOa/lOO ml oder weniger hergestellt und das
Produkt dann gegebenenfalls konzentriert.
Die bei Verwendung eines basischen Salzes in Konzentrationen von über 2 g ThOa/lOOml erhaltenen
kolloidalen Teilchen bestehen aus kugelförmigen Aggregaten von 10 bis 75 πιμ Durchmesser, die sich
aus kleinen kubischen Einheiten mit freiem Zentrum von durchschnittlich 7ηιμ Größe zusammensetzen.
Gelegentlich können sich die Aggregate aus dem Stäbchen von 3 bis 4 ΐημ Länge zusammensetzen. Die
Größe und die Dichte der Aggregate hängen von der zur Herstellung der Ausgangslösung angewendeten
Methode und von den Bedingungen der Autoklavbehandlung ab. Die größten und dichtesten kugelförmigen
Aggregate werden durch Verwendung einer Ausgangslösung erhalten, in welcher ein Teil der
Anionen dutch Hydroxylionen ersetzt sind.
Weitere Variable, von denen die Teilcheneigen--45 schäften abhängen, sind Dauer und Temperatur der
Autoklavbehandlung. Es können Temperaturen von 100 bis 200°C und Behandlungszeiten von 2 bis 30 Stunden
angewendet werden. Die bevorzugten Bedingungen liegen be.i 120 bis 1500C und 8 bis 20 Stunden. Bei
1200C ist im allgemeinen eine Behandlungsdauer von 8 Stunden ausreichend. Bei weniger scharfen Bedingungen
ist die Teilchenbildung nicht vollständig und bei schärferen Bedingungen kann allmählich eine
Schädigung der Solteilchen eintreten.
Die Teilchenbeschaffenheit ist weiterhin von dem ThOo/Anionenverhältnis abhängig. Bei Verwendung
des basischen Chlorids in einer 5 g ThO2AOOmI
entsprechenden Konzentration wird ein Sol erhalten, wenn dieses Verhältnis zwischen 0,25 und 1 liegt. Ein
Verhältnis von 0,5 wird jedoch bevorzugt, um dichte Aggregatteilchen zu erhalten. Bei nahe an 1 liegenden
ThO^Cl-Verhältnissen werden durch die Autoklavbehandlung feinteilige, aus gleichmäßig dispergierten
Teilchen bestehende Sole erhalten. Für andere Anionen liegen diese Verhältnisse etwas anders.
Wenn das durch die Autoklavbehandlung erhaltene Sol nicht konzentriert genug ist, kann es nach Entfernung
von Elektrolyten weiter konzentriert werden. Das Sol läßt sich am besten konzentrieren, wenn die
kolloidale Phase bei der Autoklavbehandlung ausgeflockt ist. In diesem Fall kann der größte Teil der
Elektrolyten durch einfaches Dekantieren der überstehenden Flüssigkeit entfernt werden. Sole, die bei
der Herstellung nicht ausflocken, können zum Niederschlagen der dispergierten Phase zentrifugiert und dann
zur Entfernung der Elektrolyten dekantiert warden. Die nach dem Dekantieren zurückbleibenden Feststoffe
werden in entionisiertem Wasser zu der gewünschten Solkonzentration dispergiert. Auf diese Weise können
Konzentrationen bis zu 50% ThO2 erhalten werden.
Nach einem anderen Verfahren kann das Sol dadurch gereinigt werden, daß man es durch ein
handelsübliches Anionenaustauschharz in der Hydroxylform schickt und dann durch Eindampfen konzentriert.
Die spezifische Leitfähigkeit der Sole wurde bei 25° C mit einer Standardleitfähigkeitsbrucke und einer
Zelle mit platinierten Platinelektroden gemessen. -
Die spezifische Leitfähigkeit L des Sols wird durch
Messung seines Widerstandes und Benützung der Gleichung
L ,-*-
SOl"j?
erhalten, worin
SOl"j?
erhalten, worin
K = Zellkonstante und
R = Widerstand in Ohm
ist.
ist.
Die Teilcheneigenschaften des Sols wurden elektronenmikroskopisch untersucht. Die Mikrobilder wurden
nach üblichen Methoden hergestellt.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher- erläutert.
Beispiel 1 ,
In diesem Beispiel wird die Herstellung eines Sols bei einer niedrigen Thoroxydkonzentration im Ausgangsmaterial
beschrieben.
Zur Herstellung einer Thoriumchloridlösung wurde Thoroxydhydrat mit konzentrierter Salzsäure erhitzt,
zur Entfernung von überschüssiger HCl zur Trockne eingedampft und die erhaltenen Kristalle in entionisiertem
Wasser zu einer 1,25 g ThO2ZlOO ml entsprechenden
Konzentration gelöst. 120 ml dieser Lösung wurden in ein Druckgefäß aus Glas gegeben und in
einem Autoklav ohne mechanisches Rühren 22 Stunden auf 150° C erhitzt. Es wurde ein weißes ausgeflocktes
Produkt erhalten, welches sich leicht durch Dekantieren von der überstehenden Flüssigkeit trennen
ließ. Der pH-Wert und die Leitfähigkeit der Lösung wurden vor und nach der Autoklavbehandlung
gemessen. Der Einfluß der Autoklavbehandlung auf diese Eigenschaften ist nachstehend gezeigt:
pH-Wert
Spezifische Leitfähigkeit,
S/cm .'
S/cm .'
Vor der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
2,91
1,4 · 10
1-2
Nach der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
1,30
3,1 · ΙΟ"2
Zur Verringerung der Elektrolytkonzenträtion des Produktes wurde die Ausflockung in 120 ml entionisiertem
Wasser dispergiert. Die Dispersion wurde
einige Tage stehengelassen, wobei sich die dispergierte Phase auf Grund ihrer großen Teilchengröße absetzte.
Das Sol wurde konzentriert, indem die klare überstehende Flüssigkeit dekantiert und der Rückstand
mit einer geringen Menge entionisiertem Wasser geschüttelt wurde. Das fertige Sol war weiß und sehr
opak und zeigte eine starke Lichtstreuung.
Nach Elektronenmikrobildern bestand das Sol vorwiegend aus dichten kugelförmigen Teilchen mit
Durchmessern von 300 bis 500 Millimikron. Die weiteren Eigenschaften des Produktes waren wie folgt:
pH 2,62
spezifische Leitfähigkeit, S/cm 1,3 · 10~3
Dichte, g/cm3 1,328
Konzentration, Gewichtsprozent ThO2 25,1 1S
In diesem Beispiel wurde Thoriumnitrat als Ausgangsmaterial verwendet
Durch ■ Auflösen von Thoriumnitratkristallen in entionisiertem Wasser wurde eine Lösung mit einer
■lg ThOä/lOOml entsprechenden Konzentration hergestellt.
120 ml dieser Lösung wurden in eine Druckflasche aus Glas gegeben und 20 Stunden in einem
Autoklav ohne Rühren auf 1500C erhitzt. Die Auswirkung der Autoklavbehandlung auf den pH-Wert
und die spezifische Leitfähigkeit war wie folgt:
120 ml der erhaltenen Lös,ung von basischem Chlorid wurden in eine Druckflasche aus Glas gegeben
und 20 Stunden-in einem Autoklav auf 1200C erhitzt.
Während der Autoklavbehandlung fanden die folgenden Veränderungen statt:
pH
Spezifische Leitfähigkeit,
S/cm
S/cm
Vor der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
3,28
2,2 · 10-2
2,2 · 10-2
Nach der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
2,22
2,6 · 10-2
2,6 · 10-2
Nach elektronenmikroskopischen Untersuchungen bestand das Produkt aus dichten kugelförmigen
Aggregaten von 7πιμ gioßen kubischen Teilchen.
Die Aggregate lagen im Größenbereich von 10 bis 45 ΐημ bei einem mittleren Durchmesser von 35ΐημ.
Das Sol wurde konzentriert, indem es 20 Minuten zentrifugiert, die überstehende Flüssigkeit dekantiert
und der Rückstand schließlich in einer geringen Menge entionisiertem Wasser dispergiert wurde. Das Produkt
hatte die folgenden Eigenschaften:
pH 2,64
Spezifische Leitfähigkeit, S/cm 1,2 · 10~2
Dichte, g/cm3 1,63
Konzentration, Gewichtsprozent ThO2 40,1
| Vor der Autoklav behandlung |
Nach der Autoklav behandlung |
|
| pH-Wert Spezifische Leitfähigkeit, S/cm |
2,65 1,2 · IO-2 |
1,22 2,9 · ΙΟ"2 |
30
Nach dem Entfernen aus dem Autoklav wurde das Sol konzentriert, indem es 20 Minuten bei 10 OOO.U/min
zentrifugiert wurde, die überstehende Flüssigkeit dekantiert wurde und die Feststoffe in einer geringen
Menge entionisiertem Wasser dispergiert wurden. Zur Verringerung des verbliebenen Elektrolytgehalts
wurde das dispergierte Sol durch ein frisch regeneriertes handelsübliches Anionaustauschharz in der
Hydroxylform geschickt.
Das Produkt bestand aus einem durchscheinenden Sol, welches nach elektronenmikroskopischer Untersuchung
aus einer Dispersion von dichten kugelförmigen Aggregaten mit Durchmessern von etwa
25 Millimikron bestand. Die Aggregate bestanden aus dicht gepackten 7 ΐημ großen kubischen Teilchen mit
freiem Zentrum.
Das Sol hatte nach der Entionisierung die folgenden Eigenschaften:
pH 1,45
Dichte, g/cm3 1,38
Konzentration, Gewichtsprozent ThO2 27,7
In diesem Beispiel wurde ein Sol aus einem basischen Thoriumsalz hergestellt.
Zur Herstellung einer Lösung von basischem Thoriumchlorid wurde eine Thoriumchloridlösung,
welche das Äquivalent von 6,25 g ThOa/lOOml
enthielt, durch eine mit Anionenaustauschharz in der Hydroxylform gepackte Anionenaustauschkolonne
geleitet.
Zur Herstellung einer Lösung von basischem Thoriumsalz mit einem Gehalt von 5 g ThOa/100 ml wurde
frisch gefälltes und gewaschenes Thoriumhydroxyd mit Salzsäure umgesetzt, so daß das Endverhältnis
ThOa/Cl 0,6 betrug. Zur Herstellung der Thoriumhydroxydlösung
wurden 120 ml Thoriumchloridlösung einer 5 g ThOa/lOO ml entsprechenden Konzentration
mit überschüssigem Ammoniak gefällt. Der Niederschlag wurde zur Entfernung von Chlorid mit entionisiertem
Wasser gewaschen und dann in 15,1 ml 3n-Salzsäure gelöst.
Die Lösung von basischem Chlorid wurde auf 120 ml verdünnt, in eine Druckflasche aus Glas gegeben
und 20 Stunden in einem Autoklav auf 1500C erhitzt.
Die Autoklavbehandlung wirkte sich wie folgt aus:
pH
Spezifische Leitfähigkeit,
S/cm
S/cm
Vor der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
3,37
2,0 · ΙΟ"2
2,0 · ΙΟ"2
Nach der
Autoklavbehandlung
Autoklavbehandlung
1,33
3,6 · 10-2
3,6 · 10-2
Das Produkt bestand aus einem sehr opaken weißen Sol. Die elektronenmikroskopische Untersuchung
zeigte, daß das Sol aus kugelförmigen Aggregaten geringer Dichte bestand, die sich aus 7ηιμ großen
kubischen Teilchen zusammensetzten. Die Aggregatgröße lag bei 35 ηιμ und darunter. Die Aggregate
waren stark miteinander assoziiert, und es wurde ein starker Tyndalleffekt beobachtet.
Das Sol wurde mehrere Tage stehengelassen, wobei sich die dispergierte Phase absetzte. Die Elektrolyten
wurden durch Dekantieren der überstehenden Flüssigkeit entfernt. Die Feststoffe wurden in einer geringen
Menge Wasser dispergiert. Das fertige Sol hatte die folgenden Eigenschaften: ,
pH
Spezifische Leitfähigkeit,
S/cm
S/cm
Vor der Autoklavbehandlung
3,53 1,2 · ΙΟ"2
Nach der Autoklavbehandlung
1,48
2,7 · 10-2
pH 2,71
Spezifische Leitfähigkeit, S/cm 8,5 · 10~4
Konzentration, Gewichtsprozent ThO2 5,2
In diesem Beispiel wurde ein feinteiliges Thoroxydsol aus einer Lösung von basischem Thoriumchlorid mit
einem ThO2/Cl-Verhältnis von 0,9 hergestellt.
Zur Herstellung der Lösung von basischem Chlorid wurde frisch gefälltes und gewaschenes Thoriumhydroxyd
(wie im Beispiel 4 hergestellt) mit 8,4 ml 3n-Salzsäure behandelt. Diese Lösung wurde mit
entionisiertem Wasser auf 120 ml verdünnt und enthielt das Äquivalent von 5 g ThOa/100 ml. Die Lösung
wurde in eine Druckflasche aus Glas gegeben und 20 Stunden in einem Autoklav auf 150° C erhitzt. Die
Eigenschaften veränderten sich durch die Autoklavbehandlung wie folgt:
Das erhaltene Sol war durchscheinend und bestand aus gut dispergierten 7 bis 9 ηιμ großen kubischen
Teilchen mit freiem Zentrum. Es bestand keine sichtbare Neigung der Untereinheiten zur Aggregatbildung.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße im Millimikronbereich, d adurch
gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung eines Thoriumsalzes 2 bis 30 Stunden
lang in einem Autoklav auf eine Temperatur von 100 bis 2000C erhitzt, wobei man jedoch ein
basisches Thoriumsalz verwendet, wenn die Thoriumsalzkonzentration mehr als 2 g ThO2 je
100 ml Lösung beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Thoriumchlorid- oder
Thoriumnitratlösung mit einer Konzentration bis zu 2 g ThO2 je 100 ml Lösung im Autoklav
behandelt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Thoriumoxychlorid- oder
Thoriumoxynitratlösung mit einer Konzentration von 2 bis 5 g ThO2 je 100 ml Lösung im Autoklav
behandelt.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68903646T2 (de) | Herstellung von festen beta-aluminiumoxid-koerpern. | |
| DE2857146T1 (de) | Production of dispersions | |
| DE3708894A1 (de) | Waessriges sol von antimon enthaltender kristalliner fester zinnoxidloesung sowie verfahren zu dessen herstellung | |
| DE3117925A1 (de) | "verfahren zur herstellung einer dispergierbaren cer-verbindung" | |
| DE1076650B (de) | Verfahren zur Gewinnung feinzerteilter Kieselsaeure | |
| EP0113796B1 (de) | Wasserhaltiges Aluminiumoxid enthaltend im wesentlichen Pseudoböhmit, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung | |
| DE69105367T2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines metallischen Hydroxidpulvers und auf diese Weise hergestellte Pulver. | |
| EP0431284B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines bei der Produktion eines Varistors verwendeten Ausgangspulvers und nach diesem Verfahren hergestelltes Ausgangspulver | |
| DE1592951B2 (de) | Pigmentmasse auf der Basis von kristallinem Titandioxid und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1156179B (de) | Verwendung von Aktinidenoxydhydratsolen als Kernbrennstoff | |
| DE1213390B (de) | Verfahren zur Herstellung von Zirkondioxyd- oder Hafniumdioxyd-Aquasolen | |
| DE1592111C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Thoroxidsols einer Teilchengröße im Millimikronbereich | |
| DE1467348A1 (de) | Kristalline hydratisierte Zirkonium- und Hafniumoxyde und Verfahren zu deren Herstellung | |
| EP0315849A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bismutoxidchlorid-Perlglanzpigmenten | |
| DE1592111B2 (de) | Verfahren zur herstellung eines thoroxidsols einer teilchen groesse im millimikronbereich | |
| DE1158483B (de) | Verfahren zur Herstellung von Uran- und Thoriumoxydsolen | |
| DE1175658B (de) | Verfahren zur Herstellung eines in Kern-reaktoren verwendbaren Uran(IV)-oxydsols | |
| DE2435955C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Titandioxid-Pigmentes aus einer Titansulfatlösung | |
| DE1161540B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Thorium-, Uran- oder Plutoniumoxyd-Sols oder eines Mischsols aus Thorium- und Uranoxyden | |
| DE1182209B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Thoriumoxyd-, Uranoxyd- oder Plutoniumoxyd-Sols | |
| DE1166757B (de) | Verfahren zur Herstellung von in Kernreaktoren verwendbaren Uranoxyd-Solen | |
| DE1209229B (de) | Verfahren zur Herstellung eines kieselsaeurehaltigen Fuellstoffs | |
| DE1592414A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Urandioxyd enthaltenden Aquasolen | |
| DE112020006795T5 (de) | Verfahren zur herstellung von feinen übergangsmetalloxid-teilchen | |
| DE666148C (de) | Herstellung zusammengesetzter Titanpigmente |