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DE1592159A1 - Verfahren zum Klaeren der technischen Natriumaluminiumnatloesungen aus dem alkalischen Aufschluss der Bauxide - Google Patents

Verfahren zum Klaeren der technischen Natriumaluminiumnatloesungen aus dem alkalischen Aufschluss der Bauxide

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DE1592159A1
DE1592159A1 DE1967P0042251 DEP0042251A DE1592159A1 DE 1592159 A1 DE1592159 A1 DE 1592159A1 DE 1967P0042251 DE1967P0042251 DE 1967P0042251 DE P0042251 A DEP0042251 A DE P0042251A DE 1592159 A1 DE1592159 A1 DE 1592159A1
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clarified
aluminate
digestion
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DE1967P0042251
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Henri Mercier
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Pechiney SA
Original Assignee
Pechiney SA
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Publication date
Application filed by Pechiney SA filed Critical Pechiney SA
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/46Purification of aluminium oxide, aluminium hydroxide or aluminates
    • C01F7/47Purification of aluminium oxide, aluminium hydroxide or aluminates of aluminates, e.g. removal of compounds of Si, Fe, Ga or of organic compounds from Bayer process liquors
    • C01F7/473Removal of organic compounds, e.g. sodium oxalate
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Description

Verfahren zum Klären der technischen Uatriumaluminatlösungen aus dem alkalischen Aufschluß der Bauxite
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Klären von technischen Natriumaluminatlösungen, mit dessen Hilfe der Hauptanteil der in löslicher oder kolloidaler Form enthaltenen Verunreinigungen entfernt werden kann und das eine sehr bedeutsame technische Anwendung bei der Tonerdeherstellung durch den als "Bayer-Verfahren" bekannten alkalischen Aufschluß der Bauxite findet.
Durch die Einwirkung von heißer und konzentrierter
BAD ORiOiNAL
109821/1481
Natronlauge auf Bauxit wird eine stark alkalische Watriuraaluminatlösung erhalten, die Eisenoxyd suspendiert enthält. Nach aem Austrag aus den Aufschlussbehältern wird dieses Gemisch im allgemeinen mit Wasser verdünnt, um die Konzentration an Natronlauge zu verringern: Hierauf wird das Gemisch geklärt, bei einer Temperatur von et via IuO0C filtriert und schließlich durch Verdünnen h/drolysiert, um das Aluminiumhydroxyd auszufällen. Die filtrierte Aluminatlosung enthält als Verunreinigungen u.a. noch Eisen, Titan, Blei und Kupfer gelöst. Einige dieser Elemente, vor allem das Eisen und das Titan, sind bei der Mehrzahl der weiteren Verwendungen der Tonerde außerordentlich störend, insbesondere bei der Herstellung von Aluminium. Der Gehalt an löslichem Eisen, berechnet als Fe9Oo, beträgt im allgemeinen ό bis 50 mg/l; der Titangehalt, berechnet als TiO2, beträgt im allgemeinen 2 bis ο mg/1. Diese Mengen hängen jedoch ebenso wie- die der übrigen Begleitstoffe selbstverständlich von uer Zusammensetzung des behandelten Bauxites ab.
Es wurden bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen, um den Gehalt an gelöstem Eisen in den Natriumaluminatlaugen herabzusetzen, so vor allem die Oxydation der Aluminatlösungen mit Luft oder Oxydationsmitteln. Kinine
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BAD ORIGINAL
dieser Oxydationsmittel können mit dem Eisen unlösliche Komplexverbindungen bilden. Dies ist der Fall bei den Alkali- und Erdalkalipermanganaten. Die bisher erhaltenen Resultate sind jedoch unbefriedigend und auch ungewiss. Sie hängen in einem vielten Bereich von den übrigen, in der Aluminatlösung enthaltenen Begleitstoffen ab.
Die Verx-jendung von Permanganat als Oxydationsmittel für das Eisen ist mit zwei wesentlichen Nachteilen verbunden:
1. Die Abtrennung der gebildeten unlöslichen Verbindungen durch Klären, Filtrieren oder Zentrifugieren ist schwierig und. erfordert die Zugabe grösserer Mengen an Klär- oder Filtrierhilfsmitteln, im allgemeinen von Kalk, wodurch aber merkliche Verluste an Tonerde in Form von Calciumaluminat auftreten.
zu
2. Der Zusatz von löslichen Hanganverbindungen/der
Lösung führt dazu, daß nach dem Filtrieren eine beträchtliche Hestmen.fre an Mangan in der Lösung verbleibt. Dieses Iiaiif.an fällt während der Hydrolyse c.es Aluminates aus und findet sich im Aluminiumhydroxyd wieder.
Des erfindun.irsgemässe Verfahren beruht nun darauf.
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daß als Klärmittel frisch ausgefälltes nangandiöxyd verwendet wird, in einer Menge, die einem Mindestgehalt von 0,03 g Mangan pro 1 Aluminatlösung, vorzugsweise von 0,Oj? bis 0,15 g/l entspricht. Weiterhin wurde festgestellt, und dies stellt eines der Merkmale der Erfindung dar, daß aer Zusatz einer kleinen Menge von natürlichem oder ausgefälltem Calciumcarbonat zur Aluminatlösunp während der Klärunp: die Geschwindigkeit erhöht, mit der die Begleitstoffe ausfallen. Die zweckmässige Menge Ga.3Q.iumcarbonat beträgt 0,1 bis 0,3 g/l Lösung. Die Aluminatlösung wirα unterhalb ihrer Siedetemperatur geklärt, vorzugsweise bei 90 bis 1O5°C, um den Beginn der Hydrolyse der Aluminatlö sung zu verhindern. Die Dauer der Behandlung hangt von den Verfahrensbedingungen ab; im allgemeinen liegt sio zwischen 1,5 und k Stunden.
Geeignete Manganverbindungen sind fast alle Verbindungen der Uertifrkeitsstufen «^ IV:Oxyde, Hydroxyde, lösliche Salze, Carbonate und auch einige industrielle Rückstände, die Manganoxyd enthalten, z.B. die mann: anhält irren Rückstände der Eisenverhüttung. Die eingesetzte Menge der Manganverbindung soll mindestens 0,03 £ Mangan pro 1 zu klärende Aluminatiösung entsprechen: vorzugsweise werden 0,05 bis 0,15 g Mangan üro 1 Lösung verwendet. Als
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Oxydationsmittel wird vorzugsweise Luft verwendet, aie man mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung in der Lösung emulgierto Die Luft kann durch reinen Sauerstoff ersetzt weraeiio Die Oxydation kann auch mit Hilfe eiiier lö-slichen oxydierenden Verbindung erfolgen, z.B. mit Hypochloriten, Wasserstoffsuperoxyd, Permanganaten oder Matriumperoxyd.
: Wenn, ein starkes Oxydationsmittel verx\rendet wird, muss dessen Menge so berechnet x^erden, daß das Mangan
zur W'ertigkeitsstufe IV oxydiert wird. -
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgernässen Verfahrens xrerden der Natriumaluminatlösung
- !•lan/ranverbinaungen zugesetzt, die durch Reaktion mit der alkalischen Lösung Hydroxyde der Wertigkeitsstufen -^f IV bilaen worauf die dann in solcher Weise oxydiert werden, daß aer i-iauptteil des 'Mangans in die Wertigkeitsstufe IV übergeht. Der harigandloxydniederschla-g muss aber nicht in
- o.er zu klärenden Alum Ina ti ö sung selbst gebildet werden. Diese Verfahrensweise kann verschieden abgex^andelt lierden, ohne aie Ergebnisse merklich zu verändern. So kann man z.B. fiie i-janganverbindung einem Teil aer zu klärenden Lösung zusetzen, hier die Oxyaation des Mangans vornehmen und dann die erhaltene Suspension in den verbliebenen Anbei! aer Aluminatlösung eingießen, han kann auch ein lösliches igarir; al ζ riieaeror wei'Ligkeitnrrbufe in Wasser auflösen
BAD
10982 1/ U81
und' die Lösung oxydieren, worauf man die gesamte Suspension oder lediglich den Niederschlag in di'e Aluminatlösung eingießt. Schließlich kann man auch ei en aktiven !•langandi oxydnieder sch! ag durch Reduktion einer Verbindung des Mangans in einer Wertigkeitsstufe ~~y" IV, z.B. eines Permanganates erhalten und dann in die zu klärende Lösung eingießen» Die Erfahrung hat jedoch gelehrt, daß die natürlich vorkommenden Mangandioxydmineralien, z.B. der Pyrolusit inaktiv sind.
\lexai eine Aluminatlösung aus dem alkalischen Bauxitaufschluss behandelt wird, werden die iianganv er bindung-, das Calciumcarbonat und das Oxydationsmittel vorzugsweise der aus den Klärbehältern abgezogenen Lauge vor dem filtrieren zugesetzt. In diesem Falle wird keine zusätzliche FiItrationsstufe in den Verfahrenszyklus aufgenommen. Das Klären kann jedoch auch nach dem Filtrieren erfolgen. Diese. Arbeitsweise erfordert zwar eine zusätzliche Filtration, um aen IM'ieaerschlag abzutrennen, aber die Wiedergex\rinnung des iianfans und der Begleitstoffe, die es mit sich reißt.ist leichter.
Durch die erfindungsgemässe Klär behandlung wird, cer Eisengehalt der Natriumaluminatlösung auf weiiirer nip 1 nif/lverringert und das Titan vollständig entfernt. Auch der
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BAD
■'Gehalt "an zählreichen anderen ßegleitstoffen, wieKieselsäure, kupfer, Blei und Gallium wird stark vermindert und der Gehalt an löslichem Mangan bleibt gleichzeitig unter 1,5 m.w/1. Alle abgetrennten Begleitstoffe finden sich im i'ianganoioxydniederschlag, der durch Filtration abgetrennt ■wird, aus diesem wiederschlag können auf beliebige bekannte Art und Weise aas l-iangan und 'gegebenenfalls diejenigen Begleitstoffe wiedergewonnen werden, die wirtschaftlich von Bedeutung sind.
Die folgenden Beispiele dienen lediglich zur besseren Erläuterung der Erfindung uno. stellen keinerlei Beschränkung dar. Beispiel 1 ist ein Vergleichsversuch, in dem gezeigt wird, daß die Anwesenheit von -Mangan-II-hyäroxyd alleine ohne darauffolgende Oxydation unwirksam ist. In den Beispielen 2 bis 8 einschließlich wurden die Ergebnisse lediglich mit Bezug auf Eisen untersucht, das das am schwierigsten abzutrennende Element ist. In Beispiel 9 sind die Ergebnisse hinsichtlich Eisen und Titan aufgeführt, sowie ο ie Auswirkungen eier Klär behandlung- auf die durch Hydrolyse cer erfindunKsgemäss geklärten Aluminatlösung erhaltenen i'onero.e .--·.. '
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BAD ORIGINAL
β "
Beispiel 1;
In einen luftdicht abgeschlossenen Behälter wurde eine filtrierte Natriumaluminatlösung aus einer Aufbereitungsanlage für Tonerde aus Bauxit nach dem Bayer-Verfahren eingegossen. Zusammensetzung der Aufschlußlauge:
Na2O aus KaOH 165 g/l Al2O3 175 g/l
Pe2Oo in. Lösung 0,020 g/l
Der Lösung wurden 0,3*i4 g/l MnGl9.^H9O und 0,2OU g/l CaCOo zugesetzt und die Lösung auf 90° erhitzt. Mach 3-stündigem Eühren betrug der Gehalt an Pe2Oo noch immer 0,018 g/l; es waren also keine merklichen Mengen des gelösten Eisens ausgefällt worden.
Beispiel 2;
Der Versuch gemäss Beispiel 1 wurde wiederholt mit der Abwandlung, daß ein Sauerstoffstrom in die Lösung eingeleitet wurde.
Fe2O^ g/i Hn Nach 30 min Rühren Q^
Nach 1 h Rühren 0,005 0,0026 Wach 2 h Rühren 0,00*f 0,0015
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BAD ORIGINAL
_ 9 _ -.,- ./iA-331692159
Beispiel 3:
Der Versuch gemäss Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Abwandlung, daß in die Flüssigkeit Luft'eingeleitet und mit einer Turbine darin emulgiert wurde»
Fe2O3 g/l Mn g/l
Nach 30 min Rühren · 0,00ό 0,0017 Mach 1 h Rühren 0,0038 0,0017 Nach 2 h Rühren 0,0027 0,0010
Die beiden letzteren Beispiele lehren, daß durch Zugabe von 0,1 g/l Mn -Ionen zur Aluminatlösung und anschliessende 2-stündige Oxydation mit Sauerstoff oder Luft 80 bis 85 % des löslichen Eisens ausgeschieden und der Gehalt an Fe9Oo in der Aluminatlösung auf etwa 20 ppm gesenkt wird. Der Gehalt an Manganionen in der behandelten Lösung beträgt etwa 7 ppm.
Beispiel 4:
Die Arbeitsweise dieses Beispiels unterscheidet sich von eier gemäss Beispiel 3 *iur darin, daß die Aufschlusslauge eine kleine Menge Rotschlamm enthält. Es■wurde - eine geklärte, aber nicht filtrierte Aluminat
' - 10 -
10 9821/1481 bad original
- ίο"- '
lösung verwendet. Die Menge des Rotschlammes in Suspension betrug daher 0,2 g /l„ Die Aufschlusslaugen enthielt gelöst:
Na2O aus NaOH I63 g/l
Ai2O3 ■ 176 g/i
Fe2O3 gelöst 0,027 g/l
Der Suspension ivurden 0,3^4 g/l MnCl2.^H2O und 0,2 g/l GaCoο zugesetzt und die Oxydation mit Hilfe von darin emulgierter Luft vorgenommen.
Fe2O3 g/l i-in g/l
Nach 30 min Rühren '■ 0,012 0,0025 Nach 1 h Rühren 0,006 5 0,0015 Nach 2 h Rühren 0,0058 0,0012
Dieses Beispiel lehrt, daß die Anwesenheit einer relativ beträchtlichen Menge an. unlöslichem Eisen in Form von Rotschlamm nur sehr wenig die Wirksamkeit der erfindungsgemassen Klärbehandlung beeinträchtigt, da 78,5 /έ des gelösten Eisens abgeschieden wurden und der Gehalt an Fe?0~ auf 33 PPm zurückging, bezogen auf cen Gehalt an Al2Oo.
- 11 -
BAD ORIGINAL
109821/U81 .
lÄ-33
Beispiel 5: '
In diesem Beispiel wurde als Manganverbindung iiangancarbonat eingesetzt. Dieses ist zwar in Wasser unlöslich, reagiert aber nach und nach mit der Watronlauge unter Bildung des Hydroxyds. Die zu klärende Lauge enthielt:
Na2O aus NaOH 165 g/l
Al2O3 180 g/l
Pe?0„ gelöst 0,027 g/l
Es wurde 0,2 g/l MnCo- und 0,2. g/l GaGOo zugesetzt und darauf die Oxydation bei 95 G mit emulgierter Luft vorgenommen.
30 min Rühren Pe2O3 g/l Hn g
Nach 1 h Rühren 0,017 0,0024-
Wach 2 h Rühren 0,012 0,0012
Nach 0,00? 0,0010
Dieses Beispiel lehrt,, daß die Wirksamkeit des Mangancarbonats nicht wesentlich geringer ist, als die des tianganchlorids. Es xirurden 75 % des gelösten Eisens niedergeschlagen und der Endgehalt an ^e2O3 auf 39 ppm verrinp:ert, bezogen auf Al2Oo.
- 12 -
109821/U81 BAbOHlQlNAL
-. 12 - 1Δ-33 172
Beispiel 6:
Es wurde 11 einer Aufschlusslösung folgender Zusammensetzung behandelt:
Na2O aus NaOH 165 g Al2O3 180 g
Fe2O3 gelöst 0,016 g
Es wurde eine Probe von 10 cm^"Lösung entnommen,
dieser 0,1 g KMnO^ und 0,208 g MnCl2.4H2O zugesetzt, und dieses Gemisch unter Luftabschluss 10 min geschüttelt. Die Permanganat farbe- verschwand und das gesamte hangan wurde in die Wertigkeitsstufe IV überführt. Jie so hergestellte Suspension wurde dem verbliebenen Hauptanteil von 990 cm^ Lauge bei 95° C zugesetzt, diesem Gemisch 0,2 g Ga(Jo3 zugesetzt und die Suspension unter Luftabschluss leicht gerührt ο
1 h Hühreii Pe 3° 3 Mn g/l
Nach 2 h Rühren ü, 006 0,0012
Nach O, 004 0,0012
Es ist offensichtlich, daß sich diese Verfahrensweise vollständig von dem bisher bekannten Verfahren der Behandlung von Alumina ti ösungen mit Pernianganat unterscheidet,
1 0 9 8 2 1 / U 8 1
iA-33 .1-7
|592159
da das Mangan im Augenblick der Zugabe zur Lösung in einer reduzierten Wertigkeitsstufe vorliegt. Die'se Arbeitsweise führt schneller zum Ergebnis· als die Oxydation mit Luft: Bereits nach 1 h war der Hauptanteil des gelösten Eisens niedergeschlagen. Nach 2 h waren 75 % des gelösten Eisens abgeschieden und der Endgehalt der Lösung an Fe9Or, betrug 22 ppm, bezogen auf Al2O3.
Beispiel 7:
Es wurde unter ahn liehen Bedingungen wie in Beispiel 5 verfahren, jedoch eine etwas verdünntere Aluminatlauge verwendet. Diese setzte sich wie folgt
zusammen: Na2 O aus NaOH 151 g/l
Al2 Q3 ■ 164 g/l
Fe9 gelöst 0,03 g/l
Es wurden 0,3^4 g/l MnCl2ΛΗ20 und 0,2 g/1 CaGO3 zugesetzt unc3. dann bei 95°C Luft eingeblasen und gerührt,
1 h Rühren Fe2O3 g/l ,0053 Mn g ,0015
Nach 2 h Rühren 0 , 0040 0 ,0013
Nach 3 h Rühren 0 ,0033 0 ,0012
Na. ch 0 0
109821/1481 BAD-ORIGINAL"
IA-33 Ί72
Im Verlauf dieses Versuches wurden 90 % des löslichen Eisens abgetrennt und der Endgehalt an Fe2Oo auf 20 ppm verringert, bezogen auf d.as Al2O-. Dieses Beispiel lehrt im Vergleich mit'Beispiel 5; daß die Verdünnung der Aluminatlösung die Abscheidung des Eisens begünstigt. Der Verdünnung sind jedoch Grenzen gesetzt, da jede Spur von Hydrolyse des Natriumaluminats vermieden werden muss,
Beispiel 8:
In diesem Beispiel wurden als Manganquelle die Ferromanganstaub-haltigen Gichtgase eines Hochofens verwendet. Ihr Mangangehalt betrug 20 Gew.-/$<,-Die behandelte Aluminatlösung hatte folgende Zus amm ens e t zung:
Na2O aus NaOH 161 g/l Al2O3 ■ 177 g/l Fe2O3 gelöst ' 0,023 g/l
Es wurden vier Versuche durchgeführt, rl ie sich durch die Menge des zugesetzten Mangans unterschieden. Die Lösung wurde bei 95°G gehalten und die Oxydation mit Sauerstoff vorgenommen. In jedem Versuch wurden 0,2 g/l GaGOo zugesetzt.
1 O 9 8 2 1 / U 8 1 - . BAD OFHGiNAt
IA- 33 172
Versuch
0,2 g/l
Mn-Verbindung g/l
++ entspricht Mn g/l
0,800 0,600 0,^00 0,200 0,160 0,120 0,080 ü,040
Pe2U3
nach
nach
1 h
2 h
0,0075 υ,οΐΐ 0,0133 P,υιό 0,005? 0,008? 0,01*4-
Mn
nach lh nach. ' 2 h
g/l
0,0013 0,0012 0,0010 0,0016 0,0012 0,0010 0^0012 0,0009
Dieses Beispiel zeigt, daß die Klärung um so vollständiger ist, je mehr hangan eingesetzt wird. Bei Verg dieser besonderen l'-langanauelle nimmt die Wir-
samkc3ita.es Verfahrens schnell ab, sobald der Gehalt an
i.n -Ionen unter etwa 0,04 g/l sinkt.
ßeisniel 9:
gangs - '
Als Äusraaterial vnxrö.e eine Natriumaluminatlösung'
vervjenJ.et, aie vor der Ilyarolyse einer Auf s chluß anlage für ioneroe nach dem Bayer-Verfahren entnommen wurde.
- 16 -
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BAD 0.RiGiNAL
ΓΑ-33 172
Ihre Zusammensetzung war folgende:
Na2O aus NaOH l60
Al2U3 - 173
Fe9O3 löslich 0,0255
TiO2 0,0029
Es wurden zwei Proben ä 2 1 entnommen, von denen die eine Probe A lediglich zum Vergleich diente und keinerlei Zusätze enthielt, während der anderen Probe B 0,69 g MnGl2.4-H2O und 0,4- g GaGO3 zugesetzt wurden. Beide Lösungen·wurden 2 h auf 95°G erhitzt und gleichzeitig Luft eingeblasen undfiltriert. Die Analyse ergab, daß sich die Zusammensetzung der Vergleichsprobe A nicht verändert hatte, während sich die Probe B nach der Behandlung wie folgt zusammensetzte:
Wa2O a.us NaOH 160 g/l
Al2O3 173
Fe2O3 löslich ■ 0,004-5
TiO2 ■ /0,0001 unbestimmbar
Beide Proben wurden darauf 96 h bei 500G hydrolysiert in Gegenwart von 4-6 g trockenem Aluminiumhya.roxyd als Impfkeime, das 0,002 % Fe2O3 und kein Titan enthielt unu. aus einem\ vorangegangenen Arbeitsgang stammte.
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Nach der Hydrolyse wurden die Restlaugen und die Gesamtmenge- des Hydroxyds enthaltend die Impfkeime und das ausgefällte Aluminiumhydroxyd durch Filtration voneinander getrennt. Die Mutterlauge und das gewaschene und "bei 100 C getrocknete Hydroxyd wurden getrennt analysiert, "
Filtrierte Lösung 2 1
Na2O . Al2O3 Fe9O
Probe A g/l
169,5
102
0,0025
Probe B g/l
170 102 0,0025
unbestimmbar unbestimmbar
Wiederschi. Al(OH)
Al2O0 Fe2O3 TiO2
Gew..-/& Gew.-jÄ
6^,9 65,25
0,019 0,0021
0,0022 unbestimmbar
Dieses Beispiel lehrt, daß mit Hilfe des erfindungsgernässen Verfahrens nicht nur das Eisen abgetrennt wird, ■sonaern gleichzeitig auch das gesamte, in den technischen Natriumaluminatlösungen enthaltene Titan ausgefällt wird.
Die Beispiele lehren insgesamt, daß das erfindungsgemässe Verfahren zu bemerkenswerten gleichmässigen
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- 18 .-.
SAD ORIGlNAl
Resultaten führt. In allen Fällen bewirkte der Zusatz einer Menge Mangansalz, die weniger als 0,1 g Manganioneii pro 1 Lösung oder etwa 0,6 g pro kg Al2Oo in Lösung entsprach, eine Verminderung des Gehaltes an Oo ini Al9Oo von 250 auf mindestens 30 P
Patentansprüche
10 9821/U81 BAD ORIGINAL

Claims (1)

  1. 8 MtJNOHEN 9O SOHWEIGEHSTHASSE 2
    telefon 28 00 Bl 1592159"
    teleohammatjbesse i
    München
    - ■ U-33
    P a t e nt ans ρ- r ü c he
    1. Verfahren zum ICLären von technischen Natriumaluminatlösungen aus dem alkalischen AufSchluss von Bauxiten, durch Zusatz von Manganverbindungen und gegebenenfalls Fällungshilfsmitteln, dadurch g e k e η η-ζ eic h η et , daß man die zu klärende Lösung mit frisch gefälltem j-iangandioxyd in Berührung bringt in einer lMenge, die 0,03 g/l> vorzugsweise 0,05 bis 1,5 g/l Ha.ngan entspricht, worauf man die gebildeten unlöslichen Produkte abfiltriert.
    2. , Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η ζ e i c h net, daß man der zu klärenden Lösung eine i'ianganv er bindung mit Wertigkeitsstufe Il oder III zusetzt und in der Lösung zum Mangahdioxyd oxydiert»
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η ζ ei c h η e t , daß ma.n als Manganver bindung ein Oxyd, hydroxyö. oöer Salz und als Oxydationsmittel Luft, Sauerstoff oci.er eine lösliche oxydierende Verbindung wie HaOGl, , ITa0O0 verwendet.
    109821/1481
    Io
    ha Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
    gekennzeichnet „ daß man der Suspension des I-Ianpanäioxyds in der Äluminatlösung zusätzlich Ü,i bis 0,3 .<?/l CalciuiHcarbonat zusetzt.
    5. . Verfahren nach Anspruch 1 bis *J-, dadurch gekennzeichnet i daß man aie Aluminatlösung bei 90 bis 10^0G klärt.
    o. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch g e kennze ich net , daß man mindestens 15 min, vorzugsweise 1,5 h M.s *f h lang klärt.
    7» Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß man die durch alkoholischen Aufschluss der Bauxite erhaltenen Aluminatlösungen nach dem Absitzenlassen aber vor dem Filtrieren des Rotschlamms mit Mangandioxyd behandelt.
    8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch den alkalischen Aufschluss der Bauxite erhäfcenen Aluminatlösungen nach dem Absitzenlassen unäL Abfiltrieren des Hot Schlammes mit Mangandioxyd beisaraielt.
    BAD ORiGIWAL
DE1967P0042251 1966-06-01 1967-05-31 Verfahren zum klaeren von technischen natriumaluminatloesungen aus dem alkalischen aufschluss von bauxiten Granted DE1592159B2 (de)

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