DE1588160B2 - Uberspannungsschutzvorrichturtg - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überspannungsschutzvorrichtung, bestehend aus einem Keramikkörper,
auf dessen Oberfläche sich zwei metallische Elektrodenbeläge befinden, die zur Bildung eines Luftspaltes
voneinander einen Abstand haben.
Eine derartige Überspannungsschutzvorrichtung ist aus der DT-PS 11 46 183 bekannt Bei diesem bekannten
Niederspannungsabieiter liegen die Keramikfläche in dem Bereich des Luftspaltes und die auf dem Körper
aufliegenden Flächen der Elektrodenbeläge in derselben Ebene. Dies ergibt den Nachteil, daß ein sich auf
der Oberfläche des Keramikkörpers zwischen den beiden Elektrodenbelägen, beispielsweise durch Feuchtigkeit
oder Schmutz, bildender Kriechweg die Länge der Luftspaltbreite hat Ein derartiger Kriechweg hat bekanntlich
einen geringeren elektrischen Widerstand als der Luftspalt Durch diesen geringeren Widerstand erfolgt
ein Spannungsüberschlag bei geringeren Spannungen als er ohne diesen Kriechweg erfolgen würde.
Hierdurch spricht also die Überspannungsschutzvorrichtung bei einer niedrigeren Spannung an als dies
durch die Bemessung des Luftspaltes der Fall sein soll. Das bedeutet daß ein derartiger Spannungsableiter
eine Fehlerquelle in einem Gerät darstellt, da er bei Spannungen anspricht die für das Gerät noch normale
Betriebsspannungen darstellen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Überspannungsschutzvorrichtung
zu schaffen, bei der auch beim Auftreten einer Verschmutzung der eingestellte elektrische
Widerstand unverändert bleibt
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei einer Überspannungsschutzvorrichtung,
bestehend aus einem Keramikkörper, auf dessen Oberfläche sich zwei metallische Elektrodenbeläge befinden, die zur Bildung eines
Luftspaltes voneinander einen Abstand haben, erfindungsgemäß dadurch, daß sich in dem Bereich des Luftspaltes
in dem keramikkörper eine Nut befindet deren Breite dem Luftspalt entspricht und deren Tiefe ein
Mehrfaches der Dicke der Elektrodenbeläge ist
Durch die erfindungsgemäße Ausführung der Überspannungsschutzvorrichtung
wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß ein eventuell sich bildender Kriechweg
erheblich länger als die Luftspaltbreite ist Hierdurch bleibt der Widerstand des Kriechweges höher als der
durch den Luftspalt bedingte Widerstand, wodurch bei der Überspannungsschutzvorrichtung erst dann ein
Spannungsüberschlag erfolgt, wenn die Spannung erreicht ist für die der Luftspalt bemessen ist
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar ist
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar ist
F i g. 1 ein Längsschnitt durch eine Überspannungsschutzvorrichtung nach einem ersten Fertigungsschritt,
F i g. 2 ein Schnitt längs der Linie II-II in der F i g. 1
ίο und
F i g. 3 ein Längsschnitt durch eine fertige Überspannungsschutzvorrichtung.
Gemäß F i g. 1 bis 3 hat die Überspannungsschutzvorrichtung einen Keramikkörper 1, beispielsweise aus
Steatit der auf seiner gesamten Außenfläche mit einem metallischen Elektrodenbelag 2 überzogen ist Solche
Keramikkörper 1 werden gewöhnlich zu mehreren mit einer Nickel- oder anderen Metallschicht versehen, deren
Dicke durch Galvanisieren von Kupfer vergrößert werden kann und die dann verzinkt wird, damit die Metallschicht
später Lötzinn annimmt Es ist nicht erforderlich, daß sich an den Stirnseiten 3 ebenfalls ein Elektrodenbelag
befindet Es besteht jedoch kein besonderer Vorteil darin, die Stirnflächen durch Masken von
der Ablagerung des Elektrodenbelages bei der Galvanisierung auszusparen. In diesem Zustand hat der Keramikkörper
1 einen einstückigen Elektrodenbelag 2.
Beim zweiten Fertigungsschritt wird eine um den Umfang umlaufende Nut 4 an einer Stelle zwischen den
Enden in den Keramikkörper eingeschnitten. Die Tiefe der Nut 4 ist ein Vielfaches der Wandstärke des Elektrodenbelages
2, und sie ist mindestens ebenso groß, gewöhnlich jedoch größer als die Breite der Nut in
axialer Richtung des Keramikkörpers. Bei einer übli-
chen Ausführung, die für Überschlagspannungen in der Größenordnung von 1000 bis 2000 Volt ausgeführt ist,
beträgt die Tiefe der Nut etwa 0,4 mm und die Breite der Nut etwa 0ß mm. Nach diesem Fertigungsschritt
befindet sich zwischen den gegenüberliegenden Enden 5 und 6 des Elektrodenbelages 2 ein ringförmiger Luftspalt
Diese Ausführung begrenzt den Spannungsüberschlag auf eine Funkenentladung in der Luft zwischen
den Enden 5 und 6 des Elektrodenbelages 2. Eine nur örtlich begrenzte Erosion des Metalls des Elektrodenbelages
bei einem Spannungsüberschlag vergrößert die Länge des Luftspaltes in axialer Richtung so, daß der
nächste Spannungsüberschlag an einer anderen Stelle auftritt Die Entladung kommt mit dem Material des
Keramikkörpers nicht in Berührung. Sie wird daher nicht über den Keramikkörper geführt Dadurch kann
sich der Isolationswiderstand des Keramikkörpers nicht vermindern. Der Luftspalt zwischen den Enden 5
und 6 ist ringförmig, und er verläuft über den ganzen Umfang der Überspannungsschutzvorrichtung.
Die Nut 4 kann leicht auf einer automatisch arbeitenden Maschine eingeschnitten werden. In dieser Maschine
wird der Keramikkörper eingespannt und zu einer Säge hinbewegt Die Breite der Nut in axialer Richtung
des Keramikkörpers wird durch die Breite der Säge bestimmt
Die Überspannungsschutzvorrichtung wird durch Anlöten von Metallkappen 7 an den einander abgewandten
Enden des Keramikkörpers fertiggestellt Mit diesen Anschlüssen 7 sind Lötfahnen 8 verbunden, die
in bekannter Weise zur Herstellung der elektrischen Verbindung dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Überspannungsschutzvorrichtung, bestehend aus einem Keramikkörper, auf dessen Oberfläche
sich zwei metallische Elektrodenbeläge befinden, die zur Bildung eines Luftspaltes voneinander einen
Abstand haben, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Bereich des Luftspaltes in dem Keramikkörper
(1) eine Nut (4) befindet, deren Breite dem Luftspalt entspricht und deren Tiefe ein Mehrfaches
der Dicke der Elektrodenbeläge (2) ist
2. Überspannungsschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem
Keramikkörper (1) zusammenhängend aufgebrachte metallische Elektrodenbelag (2) durch eine in den
Keramikkörper (1) eingeschnittene Umfangsnut (4) in die beiden Elektrodenbeläge unterteilt ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US563182A US3391371A (en) | 1966-07-06 | 1966-07-06 | Overvoltage protective device |
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1588160A1 DE1588160A1 (de) | 1970-07-23 |
| DE1588160B2 true DE1588160B2 (de) | 1975-04-17 |
| DE1588160C3 DE1588160C3 (de) | 1975-12-04 |
Family
ID=27415908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19671588160 Expired DE1588160C3 (de) | 1966-07-06 | 1967-07-06 | Überspannungsschutzvorrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1588160C3 (de) |
| GB (1) | GB1196953A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19536521C1 (de) * | 1995-09-29 | 1997-02-20 | Siemens Ag | Anordnung zum Schutz von Überspannungen |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3502421A1 (de) * | 1985-01-25 | 1986-08-07 | Philips Patentverwaltung Gmbh, 2000 Hamburg | Ueberspannungsschutz fuer elektronische schaltungen |
| RU2426209C1 (ru) * | 2010-02-17 | 2011-08-10 | Учреждение Российской академии наук Физический институт им. П.Н. Лебедева РАН (ФИАН) | Разрядник, имеющий объемный разряд |
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1967
- 1967-06-23 GB GB2912367A patent/GB1196953A/en not_active Expired
- 1967-07-06 DE DE19671588160 patent/DE1588160C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19536521C1 (de) * | 1995-09-29 | 1997-02-20 | Siemens Ag | Anordnung zum Schutz von Überspannungen |
Also Published As
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| DE1588160A1 (de) | 1970-07-23 |
| GB1196953A (en) | 1970-07-01 |
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