DE1570574C3 - Verfahren zur Herstellung von Phos phor enthaltenden Polymerisaten oder Mischpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Phos phor enthaltenden Polymerisaten oder MischpolymerisatenInfo
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- C07F9/2483—Compounds containing the structure P(=X)n-N-acyl, P(=X)n-N-heteroatom, P(=X)n-N-CN (X = O, S, Se; n = 0, 1) containing the structure P(=X)n-N-S (X = O, S, Se; n = 0, 1)
-
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F30/00—Homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and containing phosphorus, selenium, tellurium or a metal
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Description
R2
(R1, R2, R3 und R4 = Wasserstoff oder Alkyl,
R5 = Alkyl oder Aryl, A = Alkylen oder Arylen) gegebenenfalls zusammen mit weiteren polymerisierbaren
Vinylverbindungen in an sich bekannter Weise polymerisiert. .
- Es ist bekannt, daß durch Polymerisation von ungesättigten
Verbindungen mit Carboxyl-, Sulfo- oder Disulfonimidgruppen Polymerisate hergestellt werden
können, die saure Eigenschaften besitzen. Ein anderer Weg, um zu solchen Produkten zu gelangen, ist die
nachträgliche Einführung saurer Gruppen in die Polymerisate, z. B. die Herstellung von Polystyrol-·
sulforisäure durch Sulfonierung von Polystyrol. Polymerisationsprodukte
mit saurem Charakter besitzen hohes technisches Interesse und finden weitgehende
Verwendung. So lassen sich z. B. Polymere mit einem niedrigen Anteil an sauren Gruppen mit Vorteil zu
Formartikeln, Fäden, Folien, Filmen, Fasern usw. verarbeiten, die sich durch eine hohe Anfärbbarkeit
auszeichnen. Polymerisate mit einem hohen Gehalt an Säuregruppen werden z. B. als Ionenaustauscher,
Bodenverbesserungsmittel, Netz- und Dispergiermittel verwendet.
In der deutschen Auslegeschrift 1 148 751 werden schwer entflammbare selbstlöschende Harze durch
Polymerisation von Methacrylsäuremethylester und ungesättigten Estern der o-Phosphorsäure der allgemeinen
Formel
OR
CH2=C-C-O-GH2-CH-CH9-O-P
X . O
Cl
Il \
O OR
in der X Methyl oder Wasserstoff und R Alkyl ist, beschrieben. .
Diese Arbeitsweise hat mit dem Gegenstand der vorliegenden Anmeldung nichts zu tun.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von
Phosphor enthaltenden Polymerisaten oder Mischpolymerisaten gefunden, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man Phosphorsäurediester-(N-sulfonyl)-amide der allgemeinen Formel
O R3 R4 O
η Il I ,| -T "■■;-■
R1—C=C—C—N—A—SO2-N-P-f OR5)2
gegebenenfalls zusammen mit weiteren polymerisierbaren Vinylverbindungen in an sich bekannter Weise
polymerisiert. In dieser Formel bedeutet R1, R2, R3
und R4 Wasserstoff oder einen Alkylrest (vorzugsweise C1- bis C6-AlkyJ), R5 einen Alkylrest (vorzugsweise
C1- bis C6-Alkyl) oder einen Arylrest und A
einen Alkylenrest (vorzugsweise C1- bis C6-Alkylen)
oder einen Arylenrest.
Diese Polymerisation kann bei Temperaturen zwisehen O und 10O0C, vorzugsweise bei 40 bis 6O0C,
durchgeführt werden.
Die Verbindungen der Formel I können erhalten werden, indem man Phosphorsäurediester-(N-aminosulfonamide),
also Amine, z. B. der Formel
R3 R4 O
- I - I- Il
H—N—A—SO2-N-P-f-OR5)2 (II)
in der R3, R4, R5 und A die bereits genannten Bedeutungen
haben, mit reaktionsfähigen Derivaten ungesättigter Carbonsäuren, z. B. der Formel
Ή
R1—C=C^-C-X
R1—C=C^-C-X
hi der R1 und R2 die bereits genannten Bedeutungen
haben und X einen Halögenrest wie Chlor öder einen
R1—C=C-C-O-
V · R2 Ό
(R1 und R2 wie oben) bedeutet, umsetzt.
Vorzugsweise setzt man die beiden Komponenten in etwa äquivalenten Mengen in essigsaurer Lösung
um, scheidet das Produkt durch Ansäuern mit Salzsäure aus und kristallisiert es nach seiner Abtrennung,
z. B. aus Wasser, um. Diese Umsetzung erfolgt bei Temperaturen zwischen —15 und + 50° C,- vorzugsweise zwischen 0 und + 25° C.
Die erhaltenen Phosphorsäurediester-(N-sulfonylamide) der Formel I sind neu.
Beispiele für erfindungsgemäß zu verwendende Phosphorsäurediester-(N-sulfonyl-amide) der Formel
I sind: '·,-,.
Phosphorsäure-pSf-(4-methacryloylamino-
benzolsulfonyl)-amid]-dimethylester,
Phosphorsäure-[TSi-(3-metoacryloylamino-
Phosphorsäure-[TSi-(3-metoacryloylamino-
benzolsulfonyl)-amid]-dimethylester,
Phosphorsäure-FJSf-iS-methacryloylamino-
Phosphorsäure-FJSf-iS-methacryloylamino-
benzolsulfonyl)-amid]-diäthylester,
Phosphorsäure-[N-(3-methacryloylamino-
Phosphorsäure-[N-(3-methacryloylamino-
benzolsulfonyl)-amid]-diphenylester.
Die zu ihrer Herstellung erforderlichen Amine der Formel II können in an sich bekannter Weise, z. B.
nach dem folgenden an Hand einer speziellen Verbindung verdeutlichten Reaktionsweg, erhalten werden.
O2N
R2
(I)
SO2NH2 + PCl5
SO,N=PC1,
O2N
Hydrolyse
/"^-SO2NHPCl2
O2N
O2N
NaOR
O2N
6H
O
V- SO2NH-PCl2
V- SO2NH-PCl2
τ :
SO2NH-P(OR)2
SO2NH-P(OR)2
H2N
Es können also ζ. B. nach A. V. Kirsanov und Mitarbeitern (Z. obsc. Chim. 27, 2817 [1957])
Nitrobenzolsulfonamide mit Phosphorpentachlorid zu Nitrobenzolsulfonyl-imino-phosphorsäuretrichloriden
umsetzen, die dann mit Phenolen, primären, sekundären oder tertiären Alkoholen in Phosphorsäurediester-(N-nitrpbenzolsulfonamide)
übergeführt werden können (Z. obsc. Chim. 26, 504 [1956], Izv.
Akad. SSSR, 1952, 710) (s. auch Houben—Weyl,
Bd. 12/2, 1964, S. 858, 866, 531). Letztere lassen sich glatt zu den entsprechenden Aminen reduzieren
(Z. obsc. Chim. 28, 1049 [1958]).
Zur Umsetzung geeignete Säurederivate sind z. B. Methacrylchlorid, Acrylchlorid, Crotonsäurechlorid
und Maleinsäureanhydrid.
Weiterhin ist es möglich, die erfindungsgemäß zu verwendenden Monomeren durch Umsetzung von
ungesättigten polymerisierbaren Sulfonamiden mit Phosphorsäure-diesterchloriden zu erhalten.
Ebenso ist es möglich, ungesättigte polymerisierbare Sulfonamide, wie z. B. Styrolsulfonamid oder
Vinylsulfonamid, mit Phosphorpentachlorid umzui setzen, um nach der Verseifung der entsprechenden
Sulfonylimino-phosphorsäuretrichloride zu ungesättigten, polymerisierbaren Phosphorsäurediester-N-sulfonylamiden
zu gelangen, die sich als erfindungsgemäß zu verwendende Monomere eignen.
Für die Mischpolymerisation mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Phosphor enthaltenden
Monomeren der Formel I kommen Vinylverbindungen in Frage, wie Acrylnitril, Acrylsäureester, Acrylsäureamide,
Styrol und Vinylester, wie Vinylacetat. Ferner eignen sich Vinylidenverbindungen, wie Vinylidenchlorid,
Methacrylsäurenitril, Methacrylsäureester, Methacrylsäureamide und Diolefine, wie Butadien,
Isopren und Chloropren.
Unter den erfindungsgemäß hergestellten Mischpolymerisaten werden auch solche verstanden, die
neben den erfindungsgemäß zu verwendenden Monomeren weitere saure Comonomere wie Acrylsäure
oder Methacrylsäure enthalten.
Die genannten Phosphorverbindungen lassen sich in beliebigen Verhältnissen copolymerisieren. Besonders
wertvolle Produkte erhält man bei Verwendung von 1 bis 20% des phosphorhaltigen Comonomeren.
Die Polymerisation der ungesättigten Phosphorsäure-diester-(N-sulfonylamide) bzw. die Mischpolymerisation
dieser Monomeren mit anderen Vinylverbindungen kann in Substanz, Lösung, Dispersion
oder Emulsion erfolgen. Für die Emulsionspolymerisation lassen sich die bekannten Emulgatoren, wie
Salze von Fettsäuren, sowie Alkyl- oder Arylsulfonate, ferner nicht ionische Emulgatoren, wie z. B. PoIyalkylenoxyde,
einsetzen.
Als Aktivatoren eignen sich solche Verbindungen, die in der Lage sind, Radikale zu bilden, z. B. peroxydische
Verbindungen wie Wasserstoffperoxid, Persulfate, Alkyl- oder Arylperoxide und Hydroperoxide:
Ebenso lassen sich Azoverbindungen, wie Azodiisobutyronitril, verwenden. Besonders vorteilhaft ist oft
die Polymerisation in wäßrigem Milieu, wobei sich Aktivierungssysteme, die als Redoxsysteme bezeichnet
werden, bevorzugt Systeme, die als Oxydationskomponente Persulfat oder Chlorat enthalten, bewährt
' haben.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Monomeren können als solche oder in Form ihrer Aminoder.
Metallsalze eingesetzt werden.
. Homopolymerisate der ungesättigten Phosphorsäure-diester-(N-sulfonylamide)
sind entweder wasserlöslich oder haben einen stark hydrophilen Charakter.
Solche Produkte eignen sich als Bodenverbesserungsmittel. Mischpolymerisate mit niedrigem
Phosphorsäurediester - (N - sulfonylamid) - Anteil werden vor allem für die Herstellung von Formartikeln,
Folien, Filmen, Fäden und Fasern verwendet.
Von besonderem Interesse sind Mischpolymerisate aus Acrylnitril und geringen Anteilen an ungesättigtem Phosphorsäurediester - (N - sulfonylamid). Mischpolymerisate dieser Art lassen sich nach bekanntem Verfahren zu hochwertigen Fäden und Fasern verarbeiten. Derartige Fasern weisen eine ausgezeichnete Anfärbbarkeit mit basischen Farbstoffen auf. Weiterhin besitzen diese Fasern einen sehr hellen Faserrohton und eine besonders gute Thermostabilität. Selbst bei Temperaturen von 160° C erfolgt keine wesentliche Farbänderung. Außerdem zeigen diese Polymerisate eine gute Beständigkeit gegen vergilbende Einflüsse, wie Alkali- und Sauerstoffeinwirkung. Durch den Gehalt an Phosphorsäureester-meth-Gruppen wird der hydrophile Charakter faserbildender Mischpolymerisate erhöht, was eine vermehrte Adsorption von Feuchtigkeit zur Folge hat. Die dadurch verwirkte Verringerung einer statischen Aufladung von Fäden und Geweben auf solchen Polymerisaten ist bei der Bearbeitung und Verwendung auf dem textlien Sektor von wesentlichem Vorteil.
Von besonderem Interesse sind Mischpolymerisate aus Acrylnitril und geringen Anteilen an ungesättigtem Phosphorsäurediester - (N - sulfonylamid). Mischpolymerisate dieser Art lassen sich nach bekanntem Verfahren zu hochwertigen Fäden und Fasern verarbeiten. Derartige Fasern weisen eine ausgezeichnete Anfärbbarkeit mit basischen Farbstoffen auf. Weiterhin besitzen diese Fasern einen sehr hellen Faserrohton und eine besonders gute Thermostabilität. Selbst bei Temperaturen von 160° C erfolgt keine wesentliche Farbänderung. Außerdem zeigen diese Polymerisate eine gute Beständigkeit gegen vergilbende Einflüsse, wie Alkali- und Sauerstoffeinwirkung. Durch den Gehalt an Phosphorsäureester-meth-Gruppen wird der hydrophile Charakter faserbildender Mischpolymerisate erhöht, was eine vermehrte Adsorption von Feuchtigkeit zur Folge hat. Die dadurch verwirkte Verringerung einer statischen Aufladung von Fäden und Geweben auf solchen Polymerisaten ist bei der Bearbeitung und Verwendung auf dem textlien Sektor von wesentlichem Vorteil.
Herstellung von Verbindungen der Formel I
a) 136 g (0,485 Mol) Phosphorsäure-dimethylester-[N-(4-aminophenylsulfonyl)-amid]
werden in 550 ml Wasser unter Zugabe von 30 g Natriumacetat und
30 ml Eisessig gelöst. Dann läßt man innerhalb einer Stunde bei +150C 52 g (0,5 Mol) Methacrylsäurechlorid
zu tropfen, wobei durch Zugabe von festem' Natriumacetat ein pH von 3 gehalten wird. Die
Lösung wird 45 Minuten nachgerührt und dann mit verdünnter Salzsäure auf pH 1 bis 1,5 angesäuert.
Das ausgeschiedene Produkt wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und schmilzt nach
dem Umkristallisieren aus Methanol unter Zusatz von etwas Α-Kohle bei 192° C.
Analyse:
Berechnet ... N 8,02, P 8,9, S 9,19%; gefunden .... N 8,00, P 8,7, S 9,30%.
b) 280 g (1 Mol) Phosphorsäure - dimethylester-[N-(3-aminophenylsulfonyl)-amid]
löst man in 1200 ml Wasser zusammen mit 100 g. Natriumacetat.
Dann werden innerhalb einer Stunde bei +100C
104,5 g (1 Mol) Methacrylchlorid zugetropft. Dabei wird durch Zugabe von festem Natriumacetat ein
pH-Wert von 3 eingehalten. Die Lösung wird 1 Stunde nachgerührt und dann mit verdünnter Salzsäure auf
pH 1 bis 1,5 angesäuert. Das ausgefallene Produkt wird genutscht, mit Wasser gewaschen, aus Wasser
umkristallisiert und schmilzt dann bei 152° C.
Analyse: . . , .'■."■
Berechnet:
C 41,4, H 4,89, O 27,6, N 8,04, S 9,2, P 8,9%; gefunden:
G 41,29, H 5,04, O 27,45, N 8,02, S 9,2, P 9,05%.
B eispiel 1
In einem Polymerisationsgefäß werden 200 Teile
Wasser, 3 Teile N-Schwefelsäure und 1 Teil Natriumsulfat vorgelegt..Die Luft wird durch Stickstoff verdrängt,
die Reaktionstemperatur von 48° G eingestellt, und innerhalb von 3 Stunden werden dann die
nachstehend aufgeführten Lösungen I, II und III eingetragen. Gleichzeitig werden die aufgeführten
Lösungen eingetragen.
Lösung I
200 Teile Wasser, 0,59 Teile Kaliumpersulfat und 3 Teile NH2SO4.
Lösung II
200 Teile Wasser, 0,59 Teile Natriumpyrosulfit. Lösung III
97 Teile Wasser, 3 Teile 10%ige Sodalösung, 1,5 Gewichtsteile Phosphorsäure-[N-(4-methacryloylamin
ο - benzolsulfonyl) - amid] - dimethylester.
Lösung IV,
98,5 Teile Acrylnitril.
98,5 Teile Acrylnitril.
Bereits nach kurzer Zeit scheidet sich aus der Reaktionsmischung ein weißes, körniges Polymerisat ab.
Nach Beendigung der Zusätze rührt man den Polymerisationsansatz 1 Stunde bei 48° C nach.
Man filtriert das Polymerisat ab und trocknet es bei 50° C im Umluftschrank. Man erhält in einer Ausbeute
von über 96% ein Copolymerisat mit einem K-Wert von 85, das sich zu Filmen und Fasern mit
sehr - guten färberischen Eigenschaften verarbeiten läßt.
In einem Polymerisationsgefäß werden 180 Teile Wasser, 80 Teile tert-Butanol, 4 Teile n-Schwefelsäure
und 1 Teil Natriumsulfat vorgelegt. Die Luft wird durch Stickstoff verdrängt, die Reaktionstemperatur von 48° C eingestellt und innerhalb von
3 Stunden die nachstehend aufgeführten Lösungen eingetragen:
Lösung I
150 Teile Wasser, 0,67 Teile· Kaliumpersulfat, 3 Teile η-Schwefelsäure. *
Lösung II
150 Teile Wasser, 0,59 Teile Natriumpyrosulfit. Lösung III
98,5 Teile Wasser, 1,5 Teile Phosphorsäure-dimethy !ester - [N - (3 - methacryloylamino - benzolsulfonyl)-amid],
0,3 Teile Natriumbicarbonat.
Eine Mischung aus 57,5 Teilen Acrylnitril und 41 Teilen Vinylidenchlorid. : r
· ■.■■■: ■ . .... - ·..·■■■ .' ■·■ -■'
Aus dem Ansatz scheidet sich nach kurzer Zeit weißes, körniges Polymerisat ab. Nach vollständiger
Zugabe der Lösungen wird noch 1 Stunde bei 48° C nachgerührt. . .
Das Polymerisat wird abfiltriert und bei 50° C im Umluftschrank getrocknet. Man erhält in einer Ausbeute
von über 82% ein Copolymerisat mit einem K-Wert von 69,5, das sich zu Filmen und Fasern mit
sehr guten färberischen Eigenschaften verarbeiten
läßt. ; ..'
In einem Druckgefäß werden 330 Teile entionisiertes Wasser, 100 Teile Vinylchlorid und 2 Teile Phosphorsäure-N-
[(4-methacryloyl-aminobenzolsulfonyl)-amid]-dimethylester
unter Zusatz von 2 Teilen tert-Natriumphosphat
und 2 Teilen einer langkettigen aliphatischen Sulfonsäure (C10 — Qs) als Natriumsalz
in eine Emulsion übergeführt. Nach Zusatz von 0,66 Teilen Kaliumpersulfat wird eine Temperatur
von 45° C eingestellt. ;
Die Emulsionspolymerisation setzt nach sehr kurzer Latenzzeit ein und ist nach 20 Stunden beendet.
Man erhält eine Polymerisatemulsion, die nach dem Entgasen einen Feststoffgehalt ■ von 23 g pro 100 g
Latex aufweist.
Aus dem ausgefällten Polymerisat lassen sich klare Folien mit einer guten Affinität zu basischen Farbstoffen
erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Phosphor enthaltenden Polymerisaten oder Mischpolymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Phosphorsäurediester-(N-sulfonyl)-amide der FormelOR3 R4 O• ..■.- ii. -ι ι IiR1-CH=C-C-^N-A-SO2-N— P -f OR5)2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF0046134 | 1965-05-24 |
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| DE1570574C3 true DE1570574C3 (de) | 1973-10-25 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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- 1965-05-24 DE DE1570574A patent/DE1570574C3/de not_active Expired
-
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- 1966-05-24 NL NL6607142A patent/NL6607142A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3398127A (en) | 1968-08-20 |
| DE1570574A1 (de) | 1969-12-11 |
| GB1127655A (en) | 1968-09-18 |
| NL6607142A (de) | 1966-11-25 |
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| DE1570574B2 (de) | 1973-03-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHV | Ceased/renunciation |