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DE1570032B - Sulfonylharnstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel. Ausscheidung aus: 1214675 - Google Patents

Sulfonylharnstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel. Ausscheidung aus: 1214675

Info

Publication number
DE1570032B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
general formula
tolbutamide
compound according
blood sugar
effect
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Tsutomu; Suzue Seigo; Abe Yasuo; Tokio Irikura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kyorin Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Kyorin Pharmaceutical Co Ltd

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Description

Beispiel 1
N-p-Chlorbcnzolsulfonyl-N'-morpholinharnstoff
Eine Lösung von 26 g p-Chlorbenzolsulfonylcarbamidsäureäthylester in 120 ml Benzol wird mit 10 g N-Aminomorpholin versetzt. Unter schwacher Wärmeentwicklung wird eine homogene Lösung erhalten. Nach dem Abdestillieren des Benzols unter vermindertem Druck wird der Rückstand 4 Stunden auf 110 bis 1300C erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Produkt aus Methanol umkristallisiert. Ausbeute 25,5 g farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 205 bis 208° C.
*) Generic, name für N-Biilyl-N'-(p-melhy1sulfonyl)-harns!olT.
I 570 032
3 4
Beispiel 2
N-p-Chlorbenzolsulfonyl-N'-l.ö-dimeihylmorpholinharnstolT
Ein Gemisch aus 10 g N-Amino-^-dimethylmor- umgesetzt. Nach dem ^*^£«η "£ ^S pholin, 20 g ρ - Chlorbenzolsulfonylcarbamidsäure- 5 werden 8 g Produkt in Form farbloser Kristalle äthylester und 50 ml Benzol wird gemäß Beispiel 1 erhalten. Schmelzpunkt 192 bis 195 C.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Sulfonylharnstoffe der allgemeinen Formell
R1
SO1-NH-CO-NH-N O I
R2
in der R1 und R2 entweder Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten.
2. Verfahren zur Herstellung der Sulfonylharnstoffe der allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ρ - Chlorbenzolsulfonylcarbamidsäureäthylester mit einem Aminomorpholin der allgemeinen Formel II
R1
H1N-N
II
R2
in der R1 und R2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, bei Temper.-'.uren von 100 bis 140" C umsetzt.
3. Arzneipräparat, bestehend aus einem Sulfonylharnstoffder allgemeinen Formel I und üblichen Trägerstoffen und Verdünnungsmitteln.
35
Die Erfindung betrifft Sulfonylharnstoffe der allgemeinen Formel I
R1
SO3-NH-CO-NH-N O I
45
R2
in der R1 und R2 entweder Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise p-Chlorbcnzolsulfonylcarbamidsäureüthylester mit einem Aminomorpholin der allgemeinen Formel Il
R1
H,N —N
II
R2
55
60
in der R1 und R2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, bei Temperaturen von 100 bis 1400C umsetzt. Das gewünschte Produkt kann durch Erhitzen von N-Aminomorpholin oder N-Amino-2,6-dimethylmorpholin, mit dem p-Chlorbenzolsulfonylcarbatnidsiiurealkylester in Anwesenheit entweder eines organischen ösungsmittels. wie Benzol oder Aceton, oder von Wasser oder in Abwesenheit jedes Lösungsmittels hergestellt werden, wobei die Wärmebehandlung bei 100 bis 1400C durchgeführt wird.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I sind wertvolle Antidiabetika. Ihre Wirkung wurde mit Tolbutamid*) verglichen.
Die Versuche wurden folgendermaßen durchgeführt:
Wistar-Ratten, die 24 Stunden nicht gefüttert worden waren, wurde jeweils eine Verbindung in einer Menge von 300 mg/kg i. v. eingespritzt. Der Blutzucker v/urde 1, 2, 4, 6 und 24 Stunden nach Verabreichung der Testverbindung durch enzymatische Bestimmung der Blutglucose bestimmt, wobei die Ratten nach Ablauf der ersten 6 Stunden gefüttert wurden, um die Wiedereinstellung des Blutzuckerwertes zu erleichtern. Das Absinken des Blutzuckerwertes wurde immer im Verhältnis zu dem Blutzuckergehalt der Kontrolltiere, welcher mit 100 angesetzt wurde, in Milligrammprozent bestimmt. Die angegebenen Werte sind Durchschnittswerte einer Gruppe von sechs Versuchstieren. Die Blutzuckerwerte in Abhängigkeit von der Zeit wurden in ein Diagramm eingetragen.
Die Figur zeigt die Wirksamkeit von N-p-Chlorbenzolsulfonyl - 2,6 - dimethylmorpholinharnstoff .und N - ρ - Chlorbenzolsulfonyl - N' - morpholinharnstoff.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, hat die Morpholinverbindung gemäß Beispiel 1 in der ersten Stunde eine stärkere Wirkung als Tolbutamid, aber die Wirkungsdauer ist im Vergleich zu Tolbutamid etwas kurzer. Andererseits ist die 2,6-Dimethylmorpholinverbindung gemäß Beispiel 2 in der Wirkung etwas schwächer als die Morpholinverbindung gemäß Beispiel 1, aber doch stärker als Tolbutamid. In bezug auf die Dauer des hypoglykämischen Effektes nähert sich das 2,6-Dimethylderivat etwa am besten dem Tolbutamid. Der therapeutische Fortschritt liegt darin, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen während der ersten drei Stunden nach der Verabreichung eine stärkere Wirkung als Tolbutamid aufweisen.
Die akute Toxizität von Tolbutamid beträgt 2,5 g/kg, die der Verbindung gemäß Beispiel I liegt oberhalb 20 g/kg* die der Verbindung gemäß Beispiel 2 oberhalb 2,5 g/kg, bestimmt als LD50 an der Maus peroral.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I zeigen bei über 75 Tage durchgeführten Versuchen an Mäusen, denen 0.05%ige Lösungen des Natriumsalzcs der Verbindungen zum Trinken angeboten wurden, keine chronischen Symptome und keine Wachstumsverzögerung. Die Zahl der Erythrocyten und Leukocyten bei den Versuchstieren und einer Kontrollgruppe, der 0.05%ige wäßrige Kochsalzlösung zum Trinken angeboten wurde, zeigte keine Unterschiede.

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