DE1568385A1 - Verfahren zur Herstellung von Sulfonestern von alpha-Methylencarbonsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Sulfonestern von alpha-MethylencarbonsaeurenInfo
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Description
DipUng. hc.^2 A-OlJLAR . . ki t= / 1 di
I) I4I3 8Mürtchen27,Pionzanaui9rSir.2 Arno
i'he uow One ml c al Company, Midland, i-Iichigan, 7.St.a.
Verfahren zur Herstellung von Sulfonestern von
α-Hethylencarbonsäuren
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur
Herstellung von äthylenisch ungesättigten Sulfonestern von a-I-ie thylencarbonsäur en und aliphatischen Hydroxysulfonsäuren.
jjie Herstellung von Sulfonestern von α-Methylencarbonü:iuren
durch Umsetzung eines a-Iiethylencarbonsäurearylhaio-
^enides, beispielsweise Acryloylchlorid, und eines alipnatischen
Hydroxysulfonsäuresalzes, wie Iiatriumisäthionat,
ist bekannt. Die Umsetzung verläuft unter Entwicklung von Halogenwasserstoff, von dem ein beträchtlicher Teil mit der
doppelbindung unter Bildung von in B-Stellung mit Halogen
substituierten Verbindungen reagiert, woaurch sowohl die ausbeute als auch die Reinheit des gewünschten Esters vermindert
wird. .
Versuche zur Verbesserung des Verfahrens durch direkte Veresterung
der Säuren, beispielsweise einer α-Hethylencarbonsäur
e und einer aliphatischen Hydroxysulfonsäure bei erhöhten
Temperaturen zwischen 50 und 200 C erbrachten nur
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BAP ORIGINAL
einen geringen Erfolg. Hierbei war weiterhin erforaerlich,
a&n Säureester zu neutralisieren und umständliche Kristallisationen
und Umkristallisationen auszuiiinren, um ein produkt
mit zufriedenstellender Reinheit zu erhr.iuen.
iis wurde jetzt ge-funaen, und dies stellt die ujunülage eier
vorliegenden xJrfindun^ aar, üuiJ Sulfonester vun a-i.etriylenct.rbonsäuren
sowohl in höheren ausbeuten als tuch in höherer
xleinheit durch direkte Veresterung der aliphatischen Hydroxysuli'onsäure
und der a-iiethylencarbonsäure here>>stellt v/erden
können. Als wesentliches Merkmal der Erfindung wird die
a-Methylencarbonsäure in einem derartigen Anti Il angewandt,
daß die aliphatische Hydroxi'-sulfonsäure verestert und das
gebildete oder in dem Reaktionsgemisch vorhandene Wasser
azeotrop entfernt wird. Die Umsetzung kann besonders günstig bei Unteratmosphärendruck, vorzugsweise im Bereich von
2ü bis 2üO mm Quecksilber, ausgeführt werden. Jie nicntumgesetzte
und verbliebene a-ketnylencarbonaäurt laßt sich aus
üem Reaktionsgemisch leicht durch abdampfen bei einem irruck
unterhalb 50 mm Quecksilber entfernen.
Obwohl es notwendig ist, nur lediglich soviel a-Methylencarbonsäure
anzuwenden, daß die aliphatische Hydroxytulfonsäure verestert und das gebildete oder in dem itea^ctionsgemisch
vorhandene Y/asser azeotrop entfernt wird, ist es vorteilhaft, einen Anteil von 3 bis 10 Mol der a-Methylencarbonsäure
auf jedes Mol der aliphatischen Hydroxysulfonsäure
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ORIGINAL
•anzuwenden. i)as erfindungsgemäße Verfahren ist besonders
günstig zur Veresterung von Isäuhionsäure aurch Umsetzung
mit ILethacrylsäure.
Zu den bei der praktischen Ausführung aer ftrfindung wertvollen
a-Kethylencarbonsäuren gehören diejenigen der folgenden
Formel
CHn = C - 0O0H
worin Ii ein V/asserstoffatoin, ein Halogenating, beispielsv/eise
Chlor, oder einen organischen Heat, beispielsweise einen Alkylrest, insbesondere .alkylreste mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen,
beaeutet.
Spezifische Beispiele für α-liethylencarbonsäuren, die als
ausgangsstoffe geeignet sind, sind acrylsäure, Methacrylsäure,
a-Äthylacrylsäure, a-Propylacrylsäure, a-Butylacrylsäure,
a-Pentylacrylsäure, a-Hexylacrjrlsäure, a-Cyelohexylacrylsäure
und a-Chloracrylsäure.
Beispiele für aliphatische Hydroxysulfonsäuren, die mit
den a-Methylencarbonsäuren erfindungsgemäß zur Herstellung
der Produkte verwendet werden können, besitzen die folgende Formel
HO-Q- SO3H
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worin Q einen zweiwertigen ir^anisehen Rest darstellt $
in dem der HO-Kest an ein aliphatisches KäÄlenstoffätöm
gebunden ist, beispielsweise Hydroxyalkansulfinsäureni
Spezifische Beispiele derartiger aliphatischer Hydroxysül*
fonsäuren, die geeignete Ausgangsstoffe sind, sind 2-Hydroxyäthansuli'onsäure (Isäthionsäure), 2-Hydroxy-ia
propansulfonsäure, 1-Hydroxy-2-propansulfonsäure, 2-Hydroxy-1-butansulfonsäure,
1-Hydroxy-2-butansulfonsäure* 3-Hyflroxy--2-buti..nGuli*onsäure,
1-Hydroxy~2-methyl-2-pr0pansUlfölisä-ure,
2-Hydroxy-2~raethyl-1-propansulfonsäure, 3-Bröin-i—hydrö^y^S-propansulfonsäure,
3-Brom-2-hydroxy-1 -propansulf onsätire^
3-öhlor-1-hydroxy-2-propansulfonsäure, 3-öhlor-*2-hydioXy-Bipropansulf
onsäure, 1 -Brom-2-hydroxy-3-t>utanÖulf öiisäuf e f
1-Brom-3-hydroxy-2-butansulfonsäure| 1-OhIοi-2-hydf©xy-3Ä
butansulf onsäure, 1-Ghlor-3-hydroxy-2-butansulfolisäure §
3-Brom-1-hydroxy-2-butansulfonsäure, 3-Brom-2-hydroxy-1«
butansulfonsäure, 3-Chlor-1*hydroxy-2-butansulfönsämfe,
3-Ghlor-2-hydroxy-1-butansulfoneäure, ^-Ghloτ-2^*h.Jäi@±p*e>*
methyl-3-propansulf onsäure, 1 -CMor^-hydroxy-^-prop&fiÄiilf on*
säure, 1-Ghlor-2-(chlormethyl)-2«-hydroxy-3-propansulf Ansäure, 1-Chlor-2-(chlormethyl)-3-hydroxy-2-propansulfon^
säure, 1-Hydroxy-3-methoxy-2-propansulfonsäure, 2-Hydroxy-3-methoxy-1-propansulfonsäure,
2-Hydroxycyclohexansulfonsäuref
2-Hydroxy-2-phenyläthansulfonsäure, 2-Hydroxy-1-phenyläthansulfonsäure,
2-Brom-3-hydrosy-2-methyl-3-phenyl-i-propansulf
onsäure, 3-Hydroxy-1-propaneulfonsäure, 3-Hydroxy-l-
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butansulfonsäure, 1-Hydroxy-1-butansulfonsäure, 4-Hydroxy-1-butansulfonsäure
und/t2-Hydroxyäthoxy)benzolaulfonsäure.
Der Ausdruck "Sulfonester einer a-IIethylencarbonsäure"
wird hier zur Bezeichnung eines Carboxylesters einer a-Methylencurbonsäure
und einer aliphatischen Hydroxysulfonsäure, beispielsweise eines Alkoholes mit einer substituierenden
Sulfongruppe (-SO,H), verwendet.
Die Umsetzung wird im allgemeinen durch Erhitzen eines Gemisches, das eine α-Methylencarbonsäure und eine aliphatische
Hydroxysulfonsäure enthält, bei einem Druck zwischen etwa
20 mm Quecksilber bis etwa 200 mm Quecksilber in Gegenwart einer wirksamen Menge eines Polymerisationshemmstoffes durchgeführt.
Im Hinblick auf die hygroskopischen Eigenschaften der aliphatischen Hydroxysulfonsäuren werden diese häufig
in Form von wässrigen Lösungen verwendet, die üblicherweise eine Konzentration von etwa 75 bis 90 Gewichts-^ haben.
Vfeiterhin wird Wasser bei der Veresterung gebildet. Ein Überschuß
der α-Methylencarbonsäure gegenüber derjenigen Menge,
die zur Entfernung des in dem System vorhandenen als auch des bei der Veresterung gebildeten Wassers und der zur Veresterung
verbrauchten Menge erforderlich ist, wird benötigt, um sämtliche Vorteile gemäß der Erfindung zu erreichen.
Deshalb werden gewöhnlich etwa 3 bis etwa 10 Mol a-Methylencarbonsäure
je Mol der aliphatischen Hydroxysulfonsäure 'angewandt. Durch Verwendung von mindestens 3 Mol der
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α-Methylencarbonsäure je I-iol aliphatischer Hydroxysulfonsäure
wird die Reaktionsgefäßtemperatur ausreichend niedrig gehalten, um eine Polymerisation des Produktes auf einem
Minimum zu halten; weiterhin sind bereits geringe Mengen eines Polymeren, welches gelegentlich gebildet werden kann,
üblicherweise praktisch in dem ^ealctionsgeinisch der vorstehenden
Zusammensetzung unlöslich und können durch Filtration
entfernt werden. Eine größere lienge als 10 I-;ol der
a-iuethyl encarbonsäure je Hol der aliphatischen Hydroxysul- ;
fonsäure ergibt keine weitere Verbesserung der Ergebnisse, erfordert jedoch größere Keaktionsgefäße auf Grund des erhöhten
Volumens. Üblicherweise wird ein Verhältnis von 4 bis 6 Mol oc-Methylencarbonsäure je Mol der Sulfonsäure
bevorzugt. Um die besten Ergebnisse gemäß der Erfindung zu.
erhalten, wird ein Polymerisationshe/iimstoff eingesetzt.
Übliche Stoffe, die zur Hemmung der Polymerisation nach dem
freien Radikaltyp bei Vinylverbindungen bekannt sind, können verwendet werden. Beispiele für brauchbare Hemmstoffe sind
die Chinone, wie Benzochinon, Anthrachinon, 1,4-liaphthochinon,
Ohloranil und 9,1o-Anthrachinon, die phenolischen
Hemmstoffe, wie Hydrochinon, p-Hethoxyphenol, Pikrinsäure,
Pyrokatechin, Xylenol, t-Butylkatechin und 4-Amino-1-naphthol,
sowie bestimmte andere aromatische Stickstoff und/oder Schwefel enthaltende Verbindungen, wie zum Beispiel Phenthi-'azin,
p-Phenylendiamin, Benzidin, 2,4-Diamino-azobenzol,
Phvjnyl-OHiaphthylamin und Trinitrobenzol. Üblicherweise werden ι
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BAD ORiGINAL
derartige Hemmstoffe in einer Menge zwischen etwa 0,01 bis etwa 0,5 Teilen, "bezogen auf 100 Teile des Produktes,
verwendet. Das Vorhandensein von etwas Sauerstoff ist "bei phenolischen Hemmstoffen meistens vorteilhaft, so dais, falls
derartige Hemmstoffe verwendet werden, gewöhnlich ein Luftstrom durch die zu schützenden Verbindungen während des
Zeitraumes geführt wird, während dem äich die Verbindungen
bei erhöhten Temperatüren befinden.
Es ist "bekanntj daß die Destillationstemperatur einer spezifischen
Zusammensetzung direkt mit dem Druck variiert,
d.h. wenn der Druck ansteigt, steigt die Temperatur an und
umgekehrt, und daß verschiedene destillierbare Stoffe,
beispielsweise die gemäß der Erfindung verwendeten ä-Methylencarbonsäuren
bei einem gegebenen Druck in Abhängigkeit von der spezifischen Verbindung bei unterschiedlichen Temperaturen
destillieren. Der innerhalb des Bereiches von etwa 20 mm bis etwa 200 mm Quecksilber gewählte Druck für eine
spezifische Synthese unter Verwendung einer bestimmten α-Methylencarbonsäure ist so, daß sich eine Temperatur in dem
Reaktionsgemisch unterhalb etwa 175 0 während des Ztitraumes ergibt, während dem die aeotrope Destillation erfolgt.
Infolgedessen ist die Temperatur nicht niedriger als die
aeeotrope Destillationstemperatur der speziellen a-Methylencarbonsäure
bei dem gewählten Druck. Im allgemeinen liegt die angewandte Temperatur zwischen etwa 500C und 175°C. Bei dem
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BAD ORIGINAL
vorstehend geschilderten Vorgehen ergibt sich eine etwa quantitative Ausbeute des aliphatischen Sulfonesters einer
α-Methylencarbonsäure in hoher Reinheit, der in einem Überschuß
der a-Methylencarbonsäure vorliegt. Dieser Überschuß der α-1-Iethylencarbonsäure wird einfach durch Abdampfen bei
einem Druck unterhalb 3o mm Quecksilber entfernt. 'Während dieser Verdampfung ist praktisch dieselbe obere Temperaturgrenze
wie bei der azeotropen Destillation, d.h. 175 C, günstig, obwohl auch höhere Temperaturen angewandt werden
können, insbesondere, wenn Verfahren, wie Entspannungsdestillation,
mit kurzen Verweilzeiten, beispielsweise weniger alk
etwa 1 1-linute, angewandt werden. Gewöhnlich ist die untere
Grenze des Druckes so, daß die a-Methylencarbonsäuredämpfe
zu einer Flüssigkeit kondensiert werden können, und sie liegt gewöhnlich oberhalb U,5 mm Quecksilber. Gewöhnlich wird die
Destillationsreinigungsstufe von niedrigem Druck bei einer Temperatur zwischen etwa 500C und etwa 175°C ausgeführt.
Ein Polymerisationshemmstoff kann zusätzlich zu eventuell aus der vorherigen Stufe verbliebenem während oder vor der
Reinigungsstufe zugegeben werden.
Der nach dem vorstehenden Verfahren hergestellte und isolierte Sulfonester entspricht in Form der freien Säure der
folgenden Formel
R ι
2 * 0 - 0O2 - Q - SO3H
worin R und Q die vorstehend angegebenen Bedeutsamem
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uie folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung
der Erfindung; sämtliche Teile und Prozentangaben sind auf das Gewicht bezogen, falls nichts anderes angegeben ist.
.Beispiel 1
Ein Mol Isäthionsäure in Form von 154 g einer wässrigen Lösung, die 81 ^ der Säure enthält, zusammen mit 5 Mol
(430 g) wasserfreier Methacrylsäure und 1,0 g des Hydrochinonmethyläthers
als Polymerisationshemmstoff wurden in einen 1 Liter-Dreihalsrundkolben gegeben, der mit einem
eingeschliffenen Glasabschlußrührer, einer Einleitung zum Einleiten von Luft durch das Reaktionsgefäß und einer
Fraktionierkolonne von 3o,3 x 2,5 cm, die mit 4,8 mm langen Glasschnecken gepackt und mit einer variierbaren. Abnahmeeinrichtung
und Destillatauffangbehälter versehen war, ausgestattet
war. 0,1 g Phenthiaain als Hemmstoff wurden in das Destillatauffanggerät gegeben. Ein Luftstrom in einer Heage
von 10 ml je Minute trat durch die Einleiteinrichtung ein
und ging von dort durch das Reaktionsgemisch, während durch.
Erhitssen bei einem Kopfdruck von 50 mm Quecksilber das Azeotrop aus Wasser und Methacrylsäure destillierte. Das
Rückflußverhältnis wurde von Hand während der Destillation variiert, um die Kopftemperatur nahe dem Siedepunkt des
Azeotrops, 37 - 390O, zu halten. Die Destillation wurde
abgebrochen, wenn die Wasserdestillation aufhörte, was sich durch einen Anstieg der Kopftemperatur auf 420O bei einem
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-1ο-
rtUckflufc/Abnahnieverhältnis von 2/Ί anzeigte. \ui.s>
Rohprodukt, d.h. der Rückstand in ae.i λ :π.tionsseitüJ, war
aine klare braune !'lüsüig-e-'i t und ν/ο._· 519 .·. jie .ibdanpfung
flüchtiger StoJi'e -r.us as in koh_i ro mit wurde; unter
/erv/endung eines dampf beheiz ten Drehkolbenverdampfera
ausgeführt. Der Oestillabionodruck betrug et v/a 1 mm und
die Destillationszeit 1 stunde. liaoh dieuer Deutillation
hinterblieben 205 g eines braunen Siruns, der auf Grund
der Analyse durch Verseifung und i'itration einen Gehalt
von 94,5 Gewichts-^ an 2-3ulr'onä thylme thacrylat und 4,12 %
Hethacrylsäure zeigte. Die lienge der Carboxylionen insgesamt
betrug nach der Hydrolyse 5139 Milliäquivalente je g,
und daa Ausmaß der HichtSättigung betrug 5,34 ilillimol je g.
Daraus ergibt sich, daß sehr wenig Polymeres in eiern Produkt
vorhanden war.
Eine weitere Herstellung von 2-Sulfonäthylmethacrylat
wurde praktisch nach dem gleichen Verfahren wie in B.eiepiel 1 in einem mit Glas ausgekleideten Heaktionsgefäß
von 139 1 ausgeführt, wobei auch die weitere Ausstattung
die entsprechende Größe hatte. Die azeotrope Destillation wurde bei einem Kopfdruck von 38 am Quecksilber und eineranfänglichen Kopftemperatur von 320C ausgeführt. Nach
5 Stunden wurde die azeotrope Destillation abgebrochen,
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BAD ORIGINAL
nachdem die Kopftemperatur auf 84 0 gestiegen war.
Im Verlauf dor Umsetzung stieg uie Keaktionsgefäßtempera-
tur allmälilicli von 82 auf 1050C
l)er Druck während der anschließenden Entfernung der
restlichen LIethacrylsäure betrug 4 bis 7 mm Quecksilber.
Hacxi diesem Verfahren wurden 44,7 kg eines gereinigten
Produktes' erhalten, welches 96 Gewichts-^ 2-öulfonäthylmethacrylat
und 2,7 lie wicht s-fi Lethacrylsäure entsprechend
der .analyse durch !Titration und verseifung enthielt.
Die vorstehenden Beipsiele erläutern die praktische Ausführung
der Erfindung unter Verwendung von IsäthionoMure
al£3 aliphatische Hydroxysulfonsnure und Methacrylsäure
als. oc-kethylencarbonsäure zur-Herstellung des Sulfonesters
einer oc-Methylencarbonsäure, insbesondere von 2-Sulfonäthylmethacrylat.
Es v/erden praktisch die gleichen günstigen Ergebnisse erhalten, wenn andere Hydroxysulfonsäuren,
beispielsweise 2-Hydroxy-i-propaiisulfonsäure, 1-Hydroxy-2-butansulfonsäure,
3-Hydroxy-1-propansulfonsäure und 3-Ghlor-1-hydrOxy-2-butansulfonsäure;
anstelle Isäthionsäure in den vorstehenden Beispielen eingesetzt werden, und auch,
wenn-andere oc^Methylencärbonsäuren, beispielsweise a-Hexylacrylsäure,
ö-Ohlorfc-.crylsäure und insbesondere Acrylsäuroj
anstelle der Methacrylsäure in den vorstehenden Beispielen verwendet werden*
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BAD ORlGlNAt
Die monomeren UuIfonester der a-Lethylencarbonsäuren
lasten sich leicht polymerisieren. Homopolymere werden
durch Polymerisation- einzelner monomerer Sulfonester
hergestellt, und Copolymere werden durch Polymerisation von Gemischen von zwei oder mehr derartigen monomeren
Sulfonpötern erhalten. Die Polymerisation kann in der
Hasse, a.h. in .abwesenheit von Verdünnungsmitteln, in
der Lösung oder in der Dispersion in einem flüssigen IJichtjosun
mittel erfolgen. Die Polymerisation wird durch V/ärme,
durch Aktivierung mit ionisierenden Strahlen und durch Katalyse mit Stoffen, die freie xiadikale ergeben, Deispielsweise
a,<x-Azobisi3obutyronitril, oder Peroxyverbindungen,
beispielsweise natrium- oder Kuliumpersulfat oaer Cumolhyaroperoxyd,
beschleunigt.
Die polymeren j^or-aen der erfindungsyemaio ei\ii Ältlichen ±rodur.te
weraen i-Is Bodenkonaitioniörmittel und zur Herstellung
von lioaeniiOiiu^tioniermatsen, Stabilisatoren £:lv wässrige
ko-xoiaale ^Is. ersioneii und emulsionen, beispielsweise
•Polymerlatexe, obarflächenaktive Mittel, antistatiscne Appreturen für textilien und Kunststoffe, Klebstoffe, lextil-
und Papierleime und Farbstoffhilfmittel verwendet. Die monomeren
'-torii-en aer erfindungsgemäu erhä_tiichen Produkte
weraen in ühiL^cher Weise verwendet und sina besonders vorteilhaft
insofern, iiis sie während oder nach der Herstellung
der ^ewinschten ..assen oder Kombinationen der Bestandteile
polymerisierbar sind.
009812/1846 BAD ORIGINAL
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von äthylenisch ungesättigten
Estern durch Veresterung einer α-LiethylencarDonsäure
mit einer aliphatischen Hydroxysulfonsäure, daaurch gekennzeichnet,
daß 3 "bis 10 Mol a-Kethylencarbonsäure
£tuf jedes Mol der aliphatischen Hydroxysulfonsäure angewandt
werden und daß das vorhandene oder in aem ..ieaktionsgemisch
gebildete Wasser durch azeotrope Destillation
mit der nichturagesetzten a-i'Iethylencarbonsäure
entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, uaß
die Umsetzung bei einem Druck zwischen 20 und 2üO mra
Quecksilber durchgeführt v/ird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als α-Methylencarbonsäure Acrylsäure, a-^thylacrylsäure,
a-Propylacrylsäure, a-Butylacrylsäure, a-Pentylacrylsäure,
ά-Hexylacrylsäure, a-Cyclohexylaerylsäure,
a-Chloracrylsäure oder Gemische von zwei oder mehr dieser
Säuren verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als aliphatisch^ Hydroxysulfonsäure Isäthionsäure,
2-Hydroxy-1-propansulfonsäure, 1-Hydroxy-2-butansulxonsäure,
3-Hyuroxy-1-propansulfonsäure, 3-öhlor-1-hydroxy-2-butansulfonsäure
oder Gemische von zwei oder mehr dieser Säuren verwendet werden.
0 0 9 8 12/1846
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