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DE2310744C2 - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3)

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Publication number
DE2310744C2
DE2310744C2 DE19732310744 DE2310744A DE2310744C2 DE 2310744 C2 DE2310744 C2 DE 2310744C2 DE 19732310744 DE19732310744 DE 19732310744 DE 2310744 A DE2310744 A DE 2310744A DE 2310744 C2 DE2310744 C2 DE 2310744C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dichlorobutene
distillation column
column
chlorobutadiene
butanol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19732310744
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English (en)
Other versions
DE2310744A1 (de
DE2310744B1 (de
Inventor
Rupert Dr.; Scharfe Gerhard Dr.; 5090 Leverkusen Wenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
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Priority to US05/446,495 priority patent/US3936508A/en
Priority to JP49022941A priority patent/JPS5144921B2/ja
Priority to GB929474A priority patent/GB1403701A/en
Priority to FR7407116A priority patent/FR2219922B1/fr
Priority to IT48870/74A priority patent/IT1008980B/it
Publication of DE2310744A1 publication Critical patent/DE2310744A1/de
Publication of DE2310744B1 publication Critical patent/DE2310744B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2310744C2 publication Critical patent/DE2310744C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Es ist aus der USA.-Patentschrift 2 180115 bekannt, 1,2-Dihalogenbuten mit einem alkalischen Agens in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels zu /?-Halogenbutadien umzusetzen. Beispielsweise kann 3,4-Dichlorbuten-l zu 2-Chlorbutadien-(l,3) umgesetzt werden. Als alkalisches Agens kann verwendet werden: Natriummethylat, Kaliummethylat, Kaliumäthylat, Pyridin. Chinolin. Triäthanolamin, Suspensionen von Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat.
In der USA.-Patentschrift 2 430016 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem 2-Chlorbutadien-(l,3) durch Umsetzung von l,2-Dichlorbuten-3 mit wäßrigen Lösungen von Natriumhydroxid (Natronlauge) erhalten wird. Als Vorteile dieses Verfahrens gegenüber dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 180 115 werden angegeben, daß durch die Verwendung von wäßrigen Lösungen von Natriumhydroxid nicht nur die Ausbeute an 2-Chlorbutadien-(i.3) erhöht wird, sondern daß auch die Wirtschaftlichkeit und die Einfachheit des Verfahrens verbessert werden, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnung des 2-Chlorbutadien-(l,3) aus Reaktionsgemischen, die organische Lösungsmittel enthalten.
Bei der Nacharbeitung der USA.-Patentschrift 2 180115 stellt man fest, daß pro Mol umgesetztes l,2-Dichlorbuten-3 mit Natriummethylat oder Natriumäthylat 1 Mol Methanol bzw. 1 Mol Äthanol pro Mol 2-Chlorbutadien-(l,3) entstehen. Es zeigt sich ferner, daß eine Trennung des 2-Chlorbutadiens-(l,3) von Methanol bzw. Äthanol durch fraktionierte Destillation nicht möglich ist, da diese Alkohole mit 2-Chlorbutadien-(l,3) folgende — in der Literatur bisher nicht beschriebene — Azeotrope bilden: Methanol/2-Chlorbutadien-(l,3)-Azeotrop mit 25 °/o Methanol und einem Siedepunkt von 49° C; Äthanol/2-Chlorbutadien-(l,3)-Azectrop mit 15 »/0 Äthanol und einem Siedepunkt von 55° C. Es sind somit besondere Maßnahmen notwendig, diese Azeotrope zu zerlegen und das 2-Chlorbutadien-(l,3) in reiner Form zu erhalten.
In der USA.-Patentschrift 3 639 492 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem 3,4-Dichlorbuten-l mit einer wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid zu 2-Chlorbutadien-(l,3) umgesetzt wird und bei dem die Nachteile des Verfahrens der USA.-Patentschrift 2 430 016, die in einer relativ geringen Reaktionsgeschwindigkeit legen, dadurch vermieden werden, daß man die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht, indem man dem 3,4-Dichlorbuten-l 0,5 bis 15 Gewichtsprozent an bestimmten Sulfoniumverbindungen zusetzt, die beispielsweise durch Umsetzung von Dodecyl-2-hydroxyäthylsulfid und Methyljodid hergestellt werden können.
Die Verfahren gemäß den USA.-Patentschriften 2430016 und 3 639492 haben den Vorteil, daß als Rohstoff neben 3,4-Dichlorbuten 1 preiswerte wäßrige Lösungen von Natriumhydroxid (Natronlauge) verwendet werden können. Bei diesen Verfahren wird bei der Umsetzung pro Mol 2-Chlorbutadien-(l,3) 1 Mol Natriumchlorid in Form einer verdünnten wäßrigen Lösung erhalten.
In den Fällen, in denen es auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen über Abwassei/Abluft nicht zulässig ist, diese wäßrige Lösung von Natriumchlorid wegen ihres Salzgehaltes und/oder ihres Gehaltes an organischen Verbindungen, z. B. chlorhaltigen organischen Verbindungen, als Abwasser abzugeben, besteht ein technisches Interesse, ein Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3) zu finden, bei dem einerseits die Vorteile der Verwendung von wäßrigen Lösungen von Natriumhydroxid als Rohstoff erhalten bleiben, bei dem andererseits jedoch kein natriumchloridhaltiges Abwasser anfällt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l-,3) aus Dichlorbuten-1 durch Chlorwasserstoffabspaltung in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in einer ersten Destillationskolonne eine wäßrige Lösung von Natriumhydroxid mit n-Butanol azeotrop entwässert, aus dem dabei am Kolonnenkopf erhaltenen binären Gemisch aus n-Butanol und Wasser nach Kondensation und
Schichtentrennung die obere Phase abtrennt und in die Destillation zurückführt, die untere Phase in einer zweiten Destillationskolonne durch Strippen vom gelösten n-Butanol befreit, das Kopfprodukt der zweiten Kolonne in das Kopfprodukt der ersten Kolonne zurückführt, und daß man das Sumpfprodukt der ersten Kolonne in Abwesenheit von molekularem Sauerstoif mit 3,4-Dichlorbuten-l in flüssiger Phase bei Temperaturen von 0 bis 200° C umsetzt, aus dem Reaktionsgemisch das bei der Umsetzung gebildete feste Natriumchlorid mechanisch und in einer dritten Destillationskolonne das bei der Umsetzung gebildete 2-Chlorbutadien-(1.3) destillativ abtrennt, aus dem verbleibenden flüssigen Produkt in einer vierten Destillationskolonne das nicht umgesetzte 3.4-Dichlorbuten-1 abtrennt, das dabei evhaltene aus 3,4-Dichlorbuten-l und n-Butanol bestehende Azeotrop mit einem Siedepunkt von 113° C abnimmt und in die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l mit dem Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne zu- ao rückführt und das Sumpfprodukt der vierten Destillationskolonne in die erste Destillationskolonne zurückführt.
Bei diesem Verfahren fällt am Sumpf der zweiten Kolonne reines Wasser an, das gebildete Natriumchlorid wird in fester Form erhalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat folgende Vorteile: Die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l mit dem Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne erfolgt in homogener Phase. Aus dem Reaktionsprodukt kann das 2-Chlorbutadien-(l,3) durch fraktionierte Destillation in einfacher Weise und in reiner Form erhalten werden, da es mit n-Butanol keine Azeotrope bildet. Das Natriumchlorid, das bei der Umsetzung entsteht, ist in dem Reaktionsprodukt unlöslich. Es kann mechanisch, z.B. durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt und in wasserfreier Form erhalten werden. Es fällt kein Abwasser an, das Natriumchlorid und/oder organische Verbindungen enthält.
Die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l mit dem Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne erfolgt vorteilhafterweise in Abwesenheit von Sauerstoff. Bei der Durchführung der Destillation in der ersten Kolonne wird gelöster molekularer Sauerstoff, der in der wäßrigen Natriumhydroxidlösung enthalten sein kann, durch Strippen entfernt. Die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l und die destillative Aufarbeitung zur Gewinnung des 2-Chlorbutadiens-(l,3) kann in Gegenwart von Inhibitoren durchgeführt werden.
2-ChIorbutadien-(l,3) ist ein wichtiges Monomeres zur Herstellung von einem nach der Bezeichnung »Neopren-Kautschuk« im Handel erhältlichen Kautschuk.
Die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l mit dem Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne kann bei Temperaturen von 0 bis 200° C, z.B. 50 bis 150° C, durchgeführt werden. Die Umsetzung kann bei Normaldruck, erhöhtem oder vermindertem Druck durchgeführt werden. Man kann mit einem Verhältnis von 1 Mol 3,4-Dichlorbuten-l pro Mol Natrium im Sumpfprodukt der ersten Kolonne arbeiten. Man kann jedoch auch mit einem anderen Verhältnis arbeiten, beispielsweise 1,0 bis 1,1 Mol 3,4-Dichlorbuten-l pro Mol Natrium im Sumpf produkt der ersten Kolonne. Das im Sumpfprodukt der ersten Kolonne in gebundener Form vorliegende Natrium kann praktisch vollständig zu unlöslichem Natriumchlorid umgesetzt werden. Die Umsätze an 3,4-Dichlorbuten-l zu 2Chlorbutadien-(l,3) können bei 90 bis 100 °/o liegen. Das Verfahren kann so durchgeführt werden, daß nach erfolgter Umsetzung und Abtrennung des Natriumchlorids und 2-Chlorbutadiens-(l,3) ein flüssiges Produkt verbleibt, das im wesentlichen aus n-Butanol besteht und gegebenenfalls kleine Mengen nichtumgesetzles 3,4-Dichlorbuten-l enthält. Nach Abtrennung des gegebenenfalls vorhandenen 3,4-Dichlorbuten-l in der vierten Destillationskolonne verbleibt ein im wesentlichen aus n-Butanol bestehendes flüssiges Produkt. Es ist möglich, einen Teilstrom dieses flüssigen Produktes vor der Rückführung in die ers*s Kolonne durch Redestillation, z. B. in einem Dünnschichter, zu reinigen, um einen Auslaß für gegebenenfalls in kleinen Mengen sich bildende höhersiedende Verbindungen zu haben.
Die Verweilzeit bei der Umsetzung des Sumpfproduktes der ersten Destillationskolonne mit dem 3,4-Dichlorbuten-l kann in weiten Grenzen schwanken. Sie kann beispielsweise 1 bis 60 Minuten betragen, vorzugsweise 5 bis 20 Minuten. Die Umsetzung kann in verschiedenen Apparaten durchgeführt werden, z. B. in Rührkesseln oder in Reaktionsrohren. Man kann hierbei isotherm, teiladiabatisch oder adiabatisch arbeiten. Man kann am Siedepunkt des Butanols oder in der Nähe des Siedepunktes des Butanols arbeiten. Man kann die Reaktionswärme ausnutzen, um das bei der Umsetzung gebildete 2-Chlorbutadien-(l,3) und gegebenenfalls einen Teil des n-Butanols zu verdampfen. Die im wesentlichen aus 2-Chlorbutadien-(l,3) und n-Butanol und gegebenenfalls nichtumgesetztem 3,4-Dichlorbuten-l bestehenden Dämpfe können in einer Destillationskolonne getrennt werden, wobei als Kopfprodukt 2-Chlorbutadien-(l,3) erhalten wird.
Man kann die Reaktionstemperatur und/oder den Reaktionsdruck bei der Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l zu 2-Chlorbutadien-(l,3) so wählen, daß der Siedepunkt des Gemisches 2-Chlorbutadien-(l,3)/ n-Butanol/3,4-Dichlorbuten-l nicht erreicht wird. In diesem Falle werden dem Reaktionsraum keine 2-Chlorbutadiens-(l,3)-haltigen Dämpfe entnommen. Man kann beispielsweise bei 5 Atm und einer Eingangstemperatur von 60° C das Gemisch aus dem Sumpfprodukt der ersten Kolonne und 3,4-Dichlorbuten-l von unten nach oben durch ein Reaktionsrohr leiten. Man erreicht hierdurch in einfacher Weise auf Grund eines günstigen Verweilzeitspektrums eine vollständige Umsetzung des chemisch gebundenen Natriums im Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne zu Natriumchlorid. Wählt man die Strömungsgeschwindigkeit so, daß sie größer als die Sedimentationsgeschwindigkeit des gebildeten Natriumchlorids ist, so kann man das aus 2-Chlorbutadien-(l,3), nichtumgesetztem 3,4-Dichlorbuten-l, n-Butanol und suspendiertem Natriumchlorid bestehende Reaktionsgemisch direkt der mechanischen Abtrennung des Natriumchlorids, z. B. in einem Dekanter, zuleiten. Aus dem von Natriumchlorid befreiten Reaktionsgemisch kann dann in einer Destillationskolonne das 2-Chlorbutadien-(1.3) abgetrennt werden. Es wurde überraschenderweise gefunden, daß bei dieser Arbeitsweise keine Verluste durch Polymerisation des 2-Chlorbutadien-(l,3) auftreten.
Das bei der Umsetzung erhaltene und mechanisch abgetrennte feste Natriumchlorid kann — wenn
erforderlich — durch Nachwaschen mit reinem Butanol von gegebenenfalls vorhandenen Verunreinigungen befreit werden. Das als Waschmittel verwendete n-Butanol kann in reiner Form als Seitenstrom im unteren Teil der ersten Destillationskolonne abgezogen werden. Das Natriumchlorid kann in bekannter Weise durch Trocknen unter Zurückgewinnung des darin enthaltenen n-Butanols in sehr reiner Form erhalten werden und weiteren Verwendungen, z. B. der Elektrolyse, zugeführt werden. Das beim Trocknen zurückgewonnene n-Butanol kann in die erste Destillationskolonne zurückgeführt werden. Die für die Umsetzung benötigte wäßrige Natronlauge kann einen unterschiedlichen Gehalt an Natriumhydroxid enthalten. Man kann eine handelsübliche konzentrierte Lösung von Natriumhydroxid in Wasser, z. B. mit einem Gehalt von 50 Gewichtsprozent Natriumhydroxid, verwenden. Das n-Butanol wird im allgemeinen in Mengen von 2 bis 10 Mol, vorzugsweise 3 bis 7 Mol, pro Mol Natriumhydroxid eingesetzt.
Beispiel
Die Durchführung des Beispiels sei an Hand der Figur erläutert. In eine erste Destillationskolonne
(I) werden stündlich 564 g Natronlauge mit einem Gehalt von 282 g Natriumhydroxid zusammen mit 3140 g eines aus n-Butanol bestehenden Rückführstroms (23) über Leitung (9) eingeleitet. Am Kopf der Kolonne (1) wird über (10) ein binäres Gemisch aus n-Butanol und Wasser abgenommen und über
(II) nach Abkühlung in den Abscheider (2) gegeben,
in dem eine Schichtentrennung erfolgt. Die obere Phase wird über (12) in (1) zurückgeführt. Die untere Phase wird über (13) einer zweiten Destillationskolonne (3) zugeführt. Hier wird über Kopf das gelöste n-Butanol als binäres Gemisch mit Wasser abgenommen und über (14) und (11) in (2) zurückgeführt. Am Sumpf der Kolonne (3) wird über (15) reines Wasser in einer Menge von 409 g/Stunde abgenommen. Der Sumpf der Kolonne (1) wird über Leitung (14) zusammen mit 883 g 3,4-Dichlorbuten-l über (25) gemeinsam über (26) einem Rührgefäß (4) zugeführt. Hier erfolgt bei 60° C und einer Verwcilzeit von einer Stunde eine praktisch vollständige Umsetzung des Dichlorbutens zu Natriumchlorid und 2-Chlorbutadien-(l,3). Das Reaktionsprodukt wird über (17) dem Dekanter (5) zu^führt. Hier wird das Natriumchlorid mechanisch abgetrennt und über Leitung (19) abgenommen. Das beim anschließenden Trocknen wiedergewonnene n-Butanol wird in (5) zurückgeführt. Das vom Natriumchlorid befreite Reaktionsprodukt wird über (20) der dritten Destillationskolonne (6) zugeführt. Hier wird über (21) 2-Chlorbutadien-(l,3) als Kopfprodukt in einei Menge von 625 g/Stunde abgenommen. Der Sumpl der Kolonne (6) wird über (22) einer vierten Destillationskolonne (7) zugeleitet. Hier wird, bezogen aul die Menge des Stromes (22), ein Kopfprodukt ir einer Menge von 5 °/o abgenommen und über Leitung (24) in (4) zurückgeführt. Der Sumpf der Kolonnf
(7) wird über Leitung (23) in die erste Destillations kolonne (1) zurückgeführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 2-t ulorbuta dien-(l,3) aus 3,4-Dichlorbuten-l durch Chlorwasserstoffabspaltung in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man in einer ersten Destillationskolonne eine wäßrige Lösung von Natriumhydroxid mit n-Butanol azeotrop entwässert, aus dem dabei am Kolonnenkopf erhaltenen binären Gemisch aus n-Butanol und Wasser nach Kondensation und Schichtentrennung die obere Phase abtrennt und in die Destillation zurückführt, die untere Phase in einer zweiten Destillationskolonne durch Strippen vom gelösten n-Butanol befreit, das Kopfprodukt der zweiten Kolonne in das Kopfprodukt der ersten Kolonne zurückführt, und daß man das Sumpfprodukt der ersten Kolonne in Abwesenheit von molekularem Sauerstoff mit 3,4-Dichlorbuten-l in flüssiger Phase bei Temperaturen von 0 bis 200° C umsetzt, aus dem Reaktionsgemisch, das bei der Umsetzung gebildete feste Natriumchlorid mechanisch und in einer dritten Destillationskolonne das bei der Umsetzung gebildete 2-Chlorbutadien-(l,3) destillativ abtrennt, aus dem verbleibenden flüssigen Produkt in einer vierten Destillationskolonne das nicht umgesetzte 3,4-Dichlorbuten-l abtrennt, das dabei erhaltene aus 3,4-Dichlorbuten-l und n-Butanol bestehende Azeotrop mit einem Siedepunkt von 113° C abnimmt und in die Umsetzung des 3,4-Dichlorbuten-l mit dem Sumpfprodukt der ersten Destillationskolonne zurückführt und das Sumpfprodukt der vierten Destillationskolonne in die erste Destillationskolonne zurückführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des Sumpfproduktes der ersten Destillationskolonne mit dem 3.4-Dichlorbuten-l bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes des aus 2-Chlorbutadien-(l,3), 3,4-Dichlorbuten-l und n-Butanol bestehenden Reaktionsgemisches durchführt und nach mechanischer Abtrennung des Natriumchlorids das verbleibende flüssige Produkt in eine Destillationskolonne zur destillativen Abtrennung des 2-Chlorbutadiens-(l,3) eingibt.
DE19732310744 1973-03-03 1973-03-03 Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3) Expired DE2310744C2 (de)

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DE2310744A1 DE2310744A1 (de) 1974-03-28
DE2310744B1 DE2310744B1 (de) 1974-03-28
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