DE1568203C - Verfahren zur Herstellung von N-Phenyl-N-methyl-N-(2.3-dibrom-l-methylallyl)-harnstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N-Phenyl-N-methyl-N-(2.3-dibrom-l-methylallyl)-harnstoffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Phenyl-N'-methyl-N'-(2,3-dibrom-l-methylallyl)-harnstoffen
der allgemeinen Formel
CH3
-NH-CO—N (I)
Xn' CH-CBr=CHBr
CH,
in der X Chlor oder Brom und π die Zahl 1 oder 2 bedeuten kann.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Harnstoffderivat der allgemeinen Formel
/
^CO-N
^CO-N
CH3
(II)
CH-C=CH
CH3
in der X und η die oben bezeichneten Bedeutungen besitzen, mit äquimolaren Mengen Brom umsetzt.
Bei der Einwirkung von Chlor kann aus Verbindungen der allgemeinen Formel II keine einheitliche
Substanz erhalten werden. Die Verbindungen der allgemeinen Formel II werden vielmehr durch
das Chlor zerstört, überraschenderweise führt die
Bromierung der Verbindungen der allgemeinen Formel II zu einheitlichen Produkten, die in praktisch
quantitativer Ausbeute erhalten werden können.
Der glatte und einheitliche Verlauf der Reaktion konnte im vorliegenden Fall deshalb nicht vorausgesehen
werden, weil die zu bromierenden Ausgangsprodukte andere reaktionsfähige Stellen aufweisen,
ίο an denen ein Eintritt des Broms hätte erwartet
werden müssen. Insbesondere konnte der glatte Verlauf der Bromierung nicht vorausgesehen werden.
' Die Bromierung kann in indifferenten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff
oder Eisessig, bei Temperaturen, die vorzugsweise zwischen —5 bis +300C liegen, durchgeführt
werden. .
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Verbindungen sind wertvolle Pflanzenschutzmittel
mit ausgezeichneter selektiy-herbizider Wirkung.
Die Ausgangsprodukte können nach bekannten Verfahren, insbesondere gemäß deutscher Patentschrift
1 108 977, durch Umsetzung von aromatischen Isocyanaten mit Butinylaminen oder von
aromatischen Aminen mit N-Methyl-N-butinylcarbaminsäurederivaten
hergestellt werden. Der Reaktionsverlauf läßt sich durch folgendes Schema wiedergeben:
NH2 + Cl- C-N
O CH-CsCH
tH,
säurebindendes Mittel
NH- CO — N
.1
CH3
Folgende Verbindungen können beispielsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden:
N-(4-Chlor-phenyl)-N'-methyl-
N'-(2,3-dibrom-l-methyl-allyl)-harnstoff; N-(3-Chlor-phenyl)-N'-methyl-
N'-(2,3-dibrom-l -methyl-allyl)-harnstoff;
N-(3,4-Dichlor-phenyl)-N'-methyl-
N'-(2,3-dibrom-l-methyl-allyl)-harnstoff; N-(4-Brom-phenyl)-N'-methyl-N'-(2,3-dibrom-l
-methyl-allyl)-harnstoff.
Das folgende Beispiel soll das erfindungsgemäße Verfahren erläutern: .
Herstellung von N-(4-Chlor-phenyl)-N'-methyl-N'-(2,3-dibrom-l -methyl-allyl)-harnstoff
80 g Brom werden innerhalb von 6 Stunden zu einer Lösung von 118,2 g N-(4-Chlor-phenyl)-N'-methyl-N'-isobutinylharnstoff
in Chloroform bei 0°C zugetropft. Anschließend wird das Reaktionsgemisch
1 Stunde bei Raumtemperatur gehalten. Danach wird das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand
mit Toluol gewaschen. Man erhält nach dem Umkristallisieren aus Äthanol 188 g N-(4-Chlor-phenyl)-N'
- methyl - N' - (2,3 - dibrom -1 - methyl - allyl) - harnstoff mit dem F. 198° C (Zersetzung).
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von N-Phenyl-N'-methyl-N'-(2,3-dibrom-l-methyl-allyl)-harnstoffen
der allgemeinen Formel I
CH,
-CO-N (I)
"CH—CBr=CHBr
CH3
in der X Chlor oder Brom und η die Zahl 1 oder 2 bedeuten kann, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Harnstoffderivat der allgemeinen Formel II
CH,
V 7—NH-CO—N
(Π)
CH-C=CH
in der X und π die angegebenen Bedeutungen besitzen, mit äquimolaren Mengen Brom umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem indifferenten
Lösungsmittel vorzugsweise bei —5 bis + 300C durchführt.
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