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DE1123662B - Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten

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Publication number
DE1123662B
DE1123662B DEA31286A DEA0031286A DE1123662B DE 1123662 B DE1123662 B DE 1123662B DE A31286 A DEA31286 A DE A31286A DE A0031286 A DEA0031286 A DE A0031286A DE 1123662 B DE1123662 B DE 1123662B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosgene
ethyl acetate
solution
diisocyanate
diisocyanates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA31286A
Other languages
English (en)
Inventor
Giovanni Alberto Bonetti
Vincent Joseph Keenan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Atlantic Richfield Co
Original Assignee
Atlantic Refining Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Atlantic Refining Co filed Critical Atlantic Refining Co
Publication of DE1123662B publication Critical patent/DE1123662B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C265/00Derivatives of isocyanic acid
    • C07C265/12Derivatives of isocyanic acid having isocyanate groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/70Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the isocyanates or isothiocyanates used
    • C08G18/72Polyisocyanates or polyisothiocyanates
    • C08G18/74Polyisocyanates or polyisothiocyanates cyclic
    • C08G18/76Polyisocyanates or polyisothiocyanates cyclic aromatic
    • C08G18/7614Polyisocyanates or polyisothiocyanates cyclic aromatic containing only one aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten aus den entsprechenden Alkylbenzoldiaminen, insbesondere zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten, bei denen der mit dem Benzolring verknüpfte Alkylrest 9 bis 24 Kohlenstoffatome enthält und entweder gerade oder verzweigt ist.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen besitzen die allgemeine Formel
^ ^NCO
R —
NCO
in der der Rest R einen Alkylrest, der gerade oder verzweigt sein kann und 1 bis 24 Kohlenstoffatome enthält, bedeutet.
Bisher wurden Alkylbenzol-mono-, -di- und -polyisocyanate mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette in flüssiger Phase durch Umsetzung von Phosgen mit den entsprechenden primären Alkylbenzol-mono-, -di- oder -polyaminen oder den entsprechenden -aminhydrochloriden zu Carbamylchloriden und anschließende Umwandlung der Carbamylchloride zu Isocyanaten durch Behandlung mit einem tertiären Amin oder durch thermische Zersetzung erhalten.
Beispielsweise wurden nach einer bisher verwendeten Methode in flüssiger Phase primäre Amine mit Chlorwasserstoff zu den entsprechenden Salzen umgesetzt, dann diese Salze im geschmolzenen Zustande mit Phosgen zum Carbamylchlorid umgewandelt und aus dieser Verbindung durch Entzug des Chlorwasserstoffs das entsprechende Isocyanat erhalten. Als Verbesserung dieser Methode ist vorgeschlagen worden, Phosgen über das geschmolzene Hydrochloridsalz mit einer Geschwindigkeit zu leiten, die ausreichend ist, um den Chlorwasserstoff im Maße seiner Bildung zu entfernen und dadurch das Isocyanat direkt zu erhalten.
Nach einem anderen Verfahren in flüssiger Phase wird Chlorwasserstoff zu einer Lösung des entsprechenden Amins in organischen Lösungsmitteln, wie o-Dichlorbenzol oder Trichlorbenzol, gegeben und die Aufschlämmung des Aminhydrochlorids bei 130 bis 1800C mit Phosgen behandelt, um es zum entsprechenden Isocyanat umzusetzen.
Um die getrennte Herstellung des Hydrochloridsalzes in der im vorstehenden beschriebenen Weise zu vermeiden, hat man ein abgeändertes Verfahren benutzt. Bei diesem Verfahren wurde eine Lösung des Amins in o-Dichlorbenzol, Trichlorbenzol oder einem ähnlichen Lösungsmittel zu einer Lösung von über-Verfahren zur Herstellung
von Alkylbenzoldiisocyanaten
Anmelder:
The Atlantic Refining Company,
Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und DipL-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 6. Februar 1958 (Nr. 713 544)
Giovanni Alberto Bonetti, Wilmington, Del.,
und Vincent Joseph Keenan, Ardmore, Pa.
(V. StA.),·
sind als Erfinder genannt worden
schüssigem Phosgen in demselben Lösungsmittel bei —5 bis +5O0C zugegeben. Die erhaltene Aufschlämmung von Carbamylchlorid wurde auf 130 bis 1800C erhitzt und die Carbamylchloride zu den entsprechenden Diisocyanaten zersetzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde ein Strom von Inertgas durch die Lösung geleitet, um überschüssigen Chlorwasserstoff und nicht umgesetztes Phosgen zu entfernen. Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen dieser Verfahrensweise zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten.
Es wurde nämlich gefunden, daß man Alkylbenzoldiisocyanate aus dem entsprechenden Alkylbenzoldiamin und Phosgen herstellen kann, wenn man eine Lösung des Alkylbenzoldiamins in Äthylacetat zu einer Lösung von Phosgen im selben Lösungsmittel bei —5 bis +500C gibt und diese Reaktionsmischung danach zur Abdestillation des Äthylacetats erwärmt.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, Alkylbenzolisocyanate durch Umsetzung entsprechender Amine mit Phosgen in aromatischen Estern als Lösungsmittel und Anwendung von Druck und relativ hohen Temperaturen herzustellen. Demgegenüber stellt das erfindungsgemäße Verfahren ein äußerst vereinfachtes Verfahren dar, das bei niedrigen Temperaturen arbeitet, wobei die Bildung von Dimeren und höheren Polymeren des Diisocyanats vermieden wird.
209 509/342
3 4
Wie oben bei der Herstellung der Diisocyanate aus und Phosgen gelöst werden. In allen Fällen soll wenigeinem Diamin in flüssiger Phase erwähnt wurde, sind stens ein 50- bis 100%iger Volumenüberschuß an bei den bisher verwendeten Verfahren fünf Verfahrens- Äthylacetat über die nur zur Lösung der Reaktanten stufen erforderlich. In der ersten Verfahrensstufe wird erforderlichen Menge verwendet werden. Diese Übereine Lösung des Diamine in einem hochsiedenden, 5 schußmenge verhindert die Polymerisation des Diisoorganischen Lösungsmittel, wie o-Dichlorbenzol, zu cyanats, das durch die Zersetzung des Carbamyleiner o-Dichlorbenzollösung von Phosgen bei ungefähr chlorids erhalten wird. Mit anderen Worten verhindert —5 bis ungefähr 500C zugefügt. Im zweiten Ver- es eine zu konzentrierte Diisocyanatlösung während fahrensschritt wird das im ersten Verfahrensschritt der kritischen Zeit seiner Bildung, erhaltene Carbamylchlorid durch thermische Zer- i° Die Phosgenmenge sollte 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent Setzung bei 130 bis 180° C bis zur Beendigung des über der stöchiometrischen Menge betragen, da ein Entweichens von in der Reaktion gebildetem Chlor- Unterschuß die Bildung von disubstituierten Harnwasserstoff in das Diisocyanat umgewandelt. Im stoffen statt von Diisocyanaten fördert, dritten Verfahrensschritt wird ein Inertgas, wie Stick- Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl für die
stoff, zum Abstreifen von nicht umgesetztem Phosgen 15 Herstellung von niedermolekularen Alkylbenzoldiiso- und Chlorwasserstoff aus der Diisocyanatlösung ge- cyanaten als auch von höhermolekularen Alkylbenzolbraucht. Im vierten Verfahrensschritt wird die Lösung diisocyanaten verwendbar. Es ist besonders brauchbar des Diisocyanate wiederum erhitzt, um das Lösungs- zur Herstellung der niedermolekularen Verbindungen, mittel abzudestillieren, und im fünften Verfahrens- da diese sehr leicht polymerisieren. Dagegen liegt der schritt wird der Diisocyanatrückstand unter vermin,- ao Vorteil bei den höhermolekularen Verbindungen darin, dertem Druck zur Herstellung von reinem Diisocyanat daß die Diamine leichter löslich in Äthylacetat als in destilliert. den bisher zur Herstellung von Diisocyanaten ver-
Die mit dieser Reihe von Verfahrensschritten zur wendeten Lösungsmitteln sind und daß außerdem auch Herstellung von Diisocyanaten verbundenen Nachteile die Polymerisation der hochmolekularen Verbindungen sind lange Reaktionszeiten und hohe Temperaturen, 25 verhindert wird.
die die Polymerisation von Teilen der Diisocyanate Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung,
begünstigen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren . . 1
kann man kurze Reaktionszeiten und niedrigere Tem- Beispiel
peraturen verwenden, so daß keine Polymerisation von Zur Herstellung des als Ausgangsmaterial benötigten
Diisocyanaten eintritt. Bei dem erfindungsgemäßen 30 Diamins wurden 170 g (0,58 Mol) Dinitro-nonylbenzol, Verfahren wird Äthylacetat als Lösungsmittel für das 224 g (4,0 Mol) Eisenpulver und 250 ecm einer 50%igen, Diamin und für das Phosgen verwendet. Unter solchen wäßrigen Äthanollösung in einen Dreihalskolben geBedingungen kann die Anzahl der Verfahrensschritte geben, der mit Rührer, Tropftrichter und zwei Rückreduziert werden. flußkühlern ausgerüstet war. Die Mischung wurde Im ersten Verfahrensschritt wird die Äthylacetat- 35 zum Sieden erhitzt; 12 ecm konzentrierte Salzsäure in lösung des Diamins zu einer Äthylacetatlösung des 75 ecm 50%igem wäßrigem Äthanol wurden langsam Phosgens bei —5 bis +50° C gegeben. Im zweiten zugegeben, während die Mischung unter Sieden ge-Verfahrensschritt wird das Äthylacetat von im ersten halten wurde. Nach Zugabe der Salzsäure wurde die Verfahrensschritt gebildetem Carbamylchlorid ab- Reaktionsmischung 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt destilliert. Dieser Schritt vereinigt die Schritte 2,3 und 4 40 und dann mit einer konzentrierten, alkoholischen des früheren Verfahrens, da während der Destillation Kaliumhydroxydlösung alkalisch gemacht. Das Eisen des Äthylacetats das Carbamylchlorid zum Diiso- wurde abfiltriert und zweimal mit je 50 ecm 95°/oigem cyanat umgewandelt wird und der während der Re- Äthanol gewaschen. Das erhaltene Diamin wurde mit aktion entstandene Chlorwasserstoff zusammen mit Benzol extrahiert. Die Benzollösung wurde über überschüssigem Phosgen im oberen Teil des Reaktions- 45 Magnesiumsulfat getrocknet und destilliert. Man gefäßes mit Lösungsmittel entfernt werden. Die erhielt 63 g Diamino-nonylbenzol. Siedepunkt 172 bis während der Destillation erreichten Temperaturen 180° C bei 3 mm Hg. liegen von ungefähr über 50 0C bei Destillationsbeginn . bis zu ungefähr 78°C beim Ende der Destillation. Am Beispiel 2 Destillationsendpunkt liegen nur noch Spuren von 50 63 g (0,269 Mol) Diamino-nonylbenzol gemäß Bei-Äthylacetat im Diisocyanatprodukt vor. Die an- spiel 1 wurden in 200 ecm Äthylacetat gelöst und zu schließende Destillation des Diisocyanate unter ver- 300 ecm mit Phosgen gesättigtem Äthylacetat unter mindertem Druck von ungefähr 0,3 bis 10 mm Hg heftiger Bewegung bei+5 bis 10°C gegeben. Einlangergibt ein reines Material. samer Strom von Phosgen wurde während der Um-Es sei bemerkt, daß die Reaktionszeit in dem erfin- 55 setzung zur Mischung gegeben, um einen Überschuß dungsgemäßen Verfahren außerordentlich kurz ist und dieses Reaktionspartners zu gewährleisten. Nach VoIldaß sehr mäßige Temperaturen verwendet werden. ständigkeit der Zugabe wurde das Äthylacetat so Niemals wurde beobachtet, daß bei diesem Verfahren schnell wie möglich bei Normaldruck abdestilliert und die Diisocyanate polymerisieren, während bei Ver- der Rückstand einer Destillation im Vakuum unterwendung der bisher benutzten fünf Verfahrensschritte 60 worfen. Man erhielt 55 g (71,5 % der Theorie) Nonyldie langen Reaktionszeiten und die hohen Tempera- benzoldiisocyanat, Kp.3,5 162 bis 169° C. Die Verbinturen die Ursache der Bildung großer Mengen von dung wurde durch Elementaranalyse und typische Dimeren oder höheren Polymeren der Diisocyanate Reaktionen von Diisocyanaten weiterhin identifiziert, sind.
Die zur Lösung despiamins und des Phosgens er- 65 Beispiel 3
forderliche Menge an Äthylacetat hängt von dem ein- 100 g Dinitro-octadecylbenzol wurden in 100 g Di-
zelnen als Ausgangsmaterial verwendeten Alkylbenzol- oxan gelöst und in Gegenwart von 1 g Platinoxyd diamin und von der Temperatur ab, bei der Diamin (PtO2) als Katalysator mit Wasserstoff bei einem
Druck von 4,2 bis 4,55 ata in einer Niederdruckhydrierungsapparatur behandelt. Die Einführung von Wasserstoff wurde so lange fortgesetzt, bis kein weiterer Wasserstoff mehr absorbiert wurde. Der Katalysator wurde vom hydrierten Produkt abfiltriert, das Dioxan vom Produkt destilliert und das Diamin unter vermindertem Druck destilliert. Das erhaltene Diaminooctadecylbenzol hatte einen Siedebereich von 227 bis 2350C bei 0,9 mm Hg.
Beispiel 4
50 g (0,139 Mol) Diamino-octadecylbenzol, hergestellt wie im Beispiel 3, wurden in 100 ecm Äthylacetat
Beispiel 7
Eine Probe 2,4-Dinitro-tert.-butylbenzol wurde nach der im Beispiel 5 beschriebenen Niederdruckhydrierungsmethode in das entsprechende Diamin umgewandelt.
11 trockenes Äthylacetat wurde in einen Dreihalskolben gegeben, der mit mechanischem Rührer, Tropftrichter, Gaseinlaßröhre und Destillationskopf ausgerüstet war. Man löste 257 g (2,6 Mol) Phosgen in ίο dem Äthylacetat und kühlte die Lösung auf ungefähr 00C. 194 g (1,18MoI) 2,4-Diamino-tert. butylbenzol wurden in 1300 ecm trockenem Äthylacetat gelöst und die Lösung langsam unter ständigem Rühren zu der in
dem Kolben enthaltenen Phosgenlösung zugefügt, gelöst und unter ständigem Rühren zu einer Lösung 15 während die Temperatur zwischen 0 und ungefähr 5°C von 80 g (0,808 Mol) Phosgen in 100 ecm Äthylacetat, gehalten wurde. Nach vollständiger Zugabe nach andie auf 00C gekühlt war, zugegeben. Die Temperatur wurde zwischen 0 und 50C gehalten. Ein langsamer Strom von Phosgen perlte während der ganzen Zeit der Zugabe durch die Mischung. Nach vollendeter Zugabe des Diamino-octadecylbenzols wurde das Äthylacetat unter Normaldruck vom Produkt abdestilliert und das Diisocyanat durch Destillation unter vermindertem Druck mit einer Ausbeute von 82% gewonnen. Das so erhaltene Octadecylbenzoldiisocyanat hatte einen Siedebereich von 236 bis 2400C bei 2,6 mm Hg Druck. Die Verbindung wurde durch Elementaranalyse und typische Diisocyanatreaktionen
identifiziert.
Beispiel 5
nähernd I1I2 Stunden wurde das Äthylacetat unter Normaldruck abdestilliert, bis nur noch Spuren von Äthylacetat im in der Flasche vorhandenen Diisocyanatprodukt enthalten waren. Das tert.-Butylbenzoldiisocyanat wurde unter einem Druck von 8 mm Hg destilliert. Es besaß einen Siedebereich bei diesem Druck zwischen 138 und 1400C. Man erhielt 220 g des Produkts, was einer Ausbeute von 85,5% der Theorie, bezogen auf das Diamin, entsprach.
Dieser Versuch zeigt, daß das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Herstellung von niedermolekularen Alkylbenzoldiisocyanaten anwendbar ist und daß das erfindungsgemäße Verfahren daher auf die Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten angewendet werden kann, deren Alkylrest 1 bis 24 Kohlenstoffatome enthält.
Die erfindungsgemäß herzustellenden Diisocyanate können besonders in der Polymerchemie Verwendung
105 g (0,313 Mol) Dinitro-dodecylbenzol wurden in 100 ecm Dioxan gelöst und unter Verwendung von 1 g Platinoxyd (PtO2) als Katalysator mit Wasserstoff bei einem Druck von 4,2 bis 4,9 ata (60 bis 70 psi) in einer 35 finden, z. B. zur Herstellung von Polyharnstoffen, Niederdruckhydrierungsapparatur behandelt. Die Re- Polyurethanen, Klebstoffen und synthetischen Kautschukarten.
Die im Rahmen der Beispiele beschriebene Herstellung der als Ausgangsmaterialien verwendeten Alkylbenzoldiamine bildet nicht den Gegenstand dieses Schutzrechtes.
aktion war im wesentlichen nach 3 Stunden vollendet. Während dieser Zeit stieg die Temperatur auf 75 bis 8O0C. Nach dieser. Zeit wurden weitere 0,2 g Katalysator zugesetzt und die Hydrierung eine weitere Stunde lang fortgeführt. Der Katalysator wurde vom hydrierten Produkt abfiltriert, das Dioxan vom Produkt abdestilliert und das Diaminprodukt durch Destillation unter vermindertem Druck gewonnen. Man erhielt annähernd 73 g (85 % Ausbeute) Diamino-dodecylbenzol. Das Produkt siedete zwischen 165 und 1750C bei 1,5 mm Hg Druck.
Beispiel 6
180 g (0,65 Mol) Diamino-dodecylbenzol, hergestellt gemäß Beispiel 5, wurden in 200 ecm Äthylacetat gelöst und unter ständigem Rühren zu einer Phosgenlösung gegeben, die durch Lösen von 148,5 g (1,5 Mol) Phosgen in 300 ecm Äthylacetat hergestellt worden war. Während der Zugabe wurde die Temperatur bei 0 bis 10°C gehalten. Ein langsamer Strom von Phosgen perlte durch den Reaktionsansatz. Nach vollständiger Zugabe des Diamins zum Phosgen wurde das Äthylacetat vom Diisocyanatprodukt bei Normaldruck abdestilliert und das Diisocyanat durch Destillation unter vermindertem Druck gewonnen. Man erhielt 180 g (85%ige Ausbeute) Dodecylbenzoldiisocyanat, das einen Siedebereich von 159 bis 168 ° C bei 0,9 mm Hg besaß. Das Dodecylbenzoldiisocyanat wurde durch Elementaranalyse und typische Diisocyanatreaktionen •identifiziert.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten aus den entsprechenden Alkylbenzoldiaminen und Phosgen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung des Alkylbenzoldiamins in Äthylacetat zu einer Lösung von überschüssigem Phosgen in demselben Lösungsmittel bei —5 bis +500C zufügt, _die Reaktionsmischung zur Abdestillation des Äthylacetats bei Normaldruck auf eine Temperatur von 50 bis 780C erwärmt und anschließend das Diisocyanat durch Destillation bei einem Druck von 0,3 bis 10 mm Hg gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkylbenzoldiamin verwendet wird, dessen Alkylrest 1 bis 24, vorzugsweise 9 bis 24 Kohlenstoffatome enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Phosgenmenge 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent im Überschuß über die stöchiometrisch erforderliche Menge beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 126 440; Liebigs Annalen der Chemie, 562, S. 75 bis (1949).
© 209 509/342 2.62
DEA31286A 1958-02-06 1959-02-06 Verfahren zur Herstellung von Alkylbenzoldiisocyanaten Pending DE1123662B (de)

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