DE1560335C3 - Aufsteckspindel zum Abwickeln von Faserbändern - Google Patents
Aufsteckspindel zum Abwickeln von FaserbändernInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufsteckspindel zum Abwickeln von Faserbändern, die aus einem
mit einer drehbar gelagerten und eine innere Umfangsnut aufweisenden Buchse versehenen ortsfesten Zapfen
besteht, zwischen denen eine Walze als kuppelndes Element angeordnet ist.
Offen-End-Spinnvorrichtungen werden die zu verspinnenden Fasern in Form eines Faserbandes zugeführt,
welches von einer Spule abgespult wird. Dieses Faserband weist nicht die Festigkeitseigenschaften und
die geometrischen Eigenschaften eines Garnes auf, sondern ist ein recht unregelmäßiges Gebilde. Durch die
Unregelmäßigkeit des Faserbandes kommt es vor, daß das zu einer Spule aufgewickelte Faserband seinen
Schwerpunkt nicht in der Spulenachse, sondern außerhalb derselben aufweist. Hierdurch kommt es vor, daß
während des langsamen Abziehens des Faserbandes die Spule Pendelbewegungen ausführt. Da das auf der
Spule befindliche Faserband nicht die Festigkeitseigenschaften eines Garnes aufweist, sondern die Fasern in
sehr lockerer Form aufweist, kommt es bei diesen Pendelbewegungen immer wieder zu einem Abreißen des
Faserbandes, und zwar dann, wenn beim Pendeln die kinetische Energie der sich bewegenden Spule entgegen
der Abziehrichtung des Faserbandes wirksam ist. Aus diesem Grunde kann man die Spule nicht frei lagern.
Um Pendelbewegungen zu vermeiden, ist es bekanntgeworden, Abbremsvorrichtungen für die Spule
vorzusehen. Diese verhindern beim langsamen Abziehen des Faserbandes zwar ein Pendeln der Spule, üben
aber eine beständige Kraft aus, die sich der Abziehbewegung entgegensetzt und die bei großen Spulen so
erheblich sein muß, daß es auch hierdurch zu einem Abreißen des Faserbandes an Stellen kommen kann, an
denen die Fasern besonders locker liegen. Aus diesem Grunde verbieten sich die an sich bekannten Abbremsvorrichtungen.
Durch die britische Patentschrift 440 669 ist es bekanntgeworden, eine Kupplung zwischen einer drehbar
gelagerten Buchse und einer angetriebenen Welle vorzusehen. Derartige Kupplungen werden jedoch zum
Aufwickeln von Garnkörpern vorgesehen. Sie haben die Aufgabe, im Falle eines Garnbruches die Spule vom
Antrieb zu trennen und hierdurch ein leichteres Festhalten des gebrochenen Garnendes zu ermöglichen.
Diese durch einen Impuls von außen aus der Abstellvorrichtung betätigten Kupplungen sind über einen
gleichfalls auf der gemeinsamen Antriebswelle lose sitzenden Anschlagring mittels eines Rollkörpers mit der
Antriebswalze kuppelbar. Beim Kuppeln klemmt sich dieser auf der Antriebswelle aufliegende Rollkörper
während des Umlaufens der Antriebswelle in eine in der Umlaufrichtung der Antriebswelle radial abnehmende
Aussparung zwischen Antriebswelle und Streckwerkswalze ein. Beim Fadenbruch hingegen wird
die Tätigkeit der Kupplung durch einen Fadenfühler ausgelöst. Diese Auslösebewegung wird durch eine
Klinkenkupplung übertragen. Ein Entkuppeln wird dann durch Festhalten des Anschlagringes dadurch bewirkt,
daß der Rollkörper aus der Klemmstellung herausrollt, so daß diese Walze auf der Antriebswalze frei
drehbar ist. Diese Art von Kupplungen arbeitet aufwendig und mit Verzögerungen. Sie läßt sich auch nicht
dazu verwenden, bei einer Spule die Rückdrehung zu verhindern.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, bei sicherem Verhindern des Zurückdrehens der Spule ein Faserband
von dieser bremskraftfrei abzuziehen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch angegebene Erfindung gelöst.
Das Wesen der Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel an Hand der F i g. 1 und 2 erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine Ansicht mit teilweisem Achsenschnitt,
F i g. 2 eine Seitenansicht der Aufsteckspindel nach Entfernung der Seitenabdeckung.
Die Aufsteckspindel besteht aus einem auf dem Gestell 2 befestigten stationären Zapfen 1 und einer auf
Kugellagern 4 auf dem stationären Zapfen 1 drehbar gelagerten Buchse 3. Im inneren Seitenteil der Buchse 3
befindet sich eine Umfangsnut 5, in der sich eine am Zapfen 1 befestigte Scheibe 6 befindet. Auf dieser
Scheibe 6 ist die Begrenzungsplatte 7 montiert. Die Begrenzungsplatte 7 kann mit der Scheibe 6, z. B. durch
Anschweißen, fest oder z. B. mit zwei Schrauben T verstellbar verbunden sein.
Im Zwischenraum 8 zwischen der Innenwand 9 der Umfangsnut 5 und der Begrenzungsplatte 7 ist die WaI-ze
10, deren Bewegung von der unteren Klemmstelle 11 und der verengten Stelle 12 zwischen der Begrenzungsplatte
7 und der Umfangsnut 5 begrenzt wird, frei gelagert. Die untere Klemmstelle 11, betrachtet in
Pfeilrichtung 17, sichert die Walze 10 in einer Lage, in der die auf sie wirkende Schwerkraft genügt, die Walze
10 in dieser unteren Klemmstelle 11 festzuhalten. Die höher gelegene enge Stelle 12 zwischen der Begrenzungsplatte
7 und der Umfangsnut 5 verhindert die Bewegung der Walze 10 in Drehrichtung der Buchse 3
über das Ende der Begrenzungsplatte 7 hinaus.
Die Begrenzungsplatte 7 ist unter dem unteren Teil der Innenwand 9 der Umfangsnut 5 der Buchse 3 angebracht
und schräg in Richtung der Buchsendrehung 3 nach oben angeordnet.
Die Klemmstelle 11 befindet sich nicht an der untersten Stelle 13 des unteren Teiles der Innenwand 9 der
Rundaussparung, sondern an der Stelle, an der noch die Schwerkraft, die auf die Walze 10 wirkt, dieser das Bestreben
gibt, längs der Innenwand 9 in Richtung auf die unterste Stelle 13 zu rollen. Diese hier wirkende
Schwerkraft der sich bewegenden Spule sichert zusammen mit der kinematischen Energie eine genügende
Klemmung der Walze 10 in der Klemmstelle 11. Die
das Festhalten der Walze 10 sichernde Klemmstelle 11 muß also so gewählt werden, daß sich die Walze 10 in
der Klemmstelle 11 oberhalb der unteren Stelle 13 des unteren Teiles der Innenwand 9 der Umfangsnut 5 befindet.
In F i g. 2 bezeichnet die gestrichelte Linie eine andere mögliche Lage der Begrenzungsplatte 7.
Die Umfangsnut 5 ist mit einem die Vorrichtung gegen Flug und Staub schützenden Deckel abgedeckt.
Auf der Buchse 3 ist die Spule 14 mit der Wicklung 14' angebracht. Das ablaufende Band ist mit 15 bezeichnet.
Wirkt eine Massenunwucht der Wicklung 14' auf die Spule entgegen der Pfeilrichtung 17 des Bandes 15, so
keilt sich die Walze 10 in der Klemmstelle 11 ein, wodurch die Spule gegen Rückdrehung gesichert ist.
Durch Abziehen des Bandes 15 wird die Buchse 3 in Umdrehung versetzt, und die Walze 10 wird von der
unteren Klemmstelle 11 in den freien Zwischenraum 8 mitgenommen, so daß die Buchse 3 nur in eine ganz
leicht rotierende Bewegung versetzt wird. Das Band 15 wird in diesem Falle nur durch geringe zur Überwindung
des bei der Rotation der Buchse 3 in den Kugellagern 4 entstehenden Widerstandes nötige Krafteinwirkung
beansprucht, vergrößert um das durch die Massenunwucht der Wicklung 14' hervorgerufene Moment.
Wird die Bandabwicklung unterbrochen, wird auch die leicht rotierende Bewegung der Walze 10 unterbrochen,
was ihr Absinken in die untere Klemmstelle 11, in der sie sich einkeilt, zur Folge hat und eine sofortige
Sicherung der Spule 14 gegen Rückdrehung bewirkt.
Falls sich die Massenunwucht der Wicklung 14' als Moment in Drehrichtung der Spule 14 auswirkt, gelangt
die Spule 14 durch ihre Drehbewegung in eine Lage, in der die Massenunwucht der Wicklung 14' erneut
gegen die Pfeilrichtung 17 des Bandes 15 wirkt, die Spule 14 wird stillgesetzt, und die Walze 10 sichert sie
erneut gegen Rückdrehung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Aufsteckspindel zum Abwickeln von Faserbändern, die aus einem mit einer drehbar gelagerten und eine innere Umfangsnut aufweisenden Buchse versehenen ortsfesten Zapfen besteht, zwischen denen eine Walze als kuppelndes Element angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (10) zwischen der innen an der Buchse (3) vorgesehenen Umfangsnut (5) und einer am Zapfen (1) befestigten schrägen Begrenzungsplatte (7) frei beweglich ist, welche einen ein Verklemmen der Walze (10) zwischen den Enden der Begrenzungsplatte (7) und der Umfangsnut (5) verbürgenden Abstand von dieser Umfangsnut (5) aufweist, wobei die Lage der unteren Klemmstelle (11) so gewählt ist, daß die Walze (10) durch ihr Eigengewicht in die untere Klemmstelle (11) gelangt.
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