DE1557580A1 - Fassreinigungs- und Abfuellanlage,vorzugsweise fuer zylindrische Bierfaesser mit staendig eingeschraubter Anstichvorrichtung - Google Patents
Fassreinigungs- und Abfuellanlage,vorzugsweise fuer zylindrische Bierfaesser mit staendig eingeschraubter AnstichvorrichtungInfo
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Description
- Faßreinigungs- und Abfüllanlage, vorzugsweise für zylindrische Bierfässer mit ständig eingeschraubter Anstichvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Faßreinigungs- und Abfüllanlage, in der die Außen- und Innenreinigung, die Sterilisation und das isobarometrische Befüllen der Fässer mit beispielsweise Bier völlig selbsttätig erfolgt.
- Die Erfindung soll wesentliche Personal-, Platz- und Kosteneinsparungen bringen, das gesäuberte Faß in der gleichen Anlage mit Dampf sterilisieren und mit dem sich sofort anschließenden Füllen ein über einen langen Zeitraum haltbares Faßbier gewährleisten.
- Es ist bekannt, vorzugsweise zylindrische, mit ständig eingeschraubter@Anstichvorrichtung versehene Bierfässer auf einer geschlossenen Reinigungsmaschine außen und innen mit auf- und eingespritzten Reinigungsmitteln zu säubern. Über weite, verteilende Transporteinrichtungen läuft das dann mit der Anstichvorrichtung nach oben auszurichtende Faß in die wegen ihrer geringen Leistung zahlreichen Abfüllstationen, wo über den aufgesetzten Füllkopf das Faß mit Dampf sterilisiert, mit Kohlensäure unter Druck gesetzt und dann mit Bier befüllt wird (B.Ft. 629.5o3). Abgesehen davon, daß auch eine FaBreinigungsmaschiine nur etwa die doppelte Leistung einer Füllstation hat, sind die erforderlichen Transporteinrichtungen zwischen beiden Apparaturen sehr aufwendig und der Füllkopf mit seiner Steuerung sehr kompliziert. Auch muß zusätzlich zum Austreiben des gondensat#is Luft in das Faß eingeblasen werden. -Es werden auch spezielle Dosiervorrichtungen für Desinfektionsmittel eingesetzt, die aber-wegen der nur geringen zur Verfügung stehenden Einwirkzeit und der angewandten niedrigen Konzentration ohne ausreichende Wirkung sind (D.Pt. 767.261).
- Auch sind Faßreinigungseinrichtungen bekannt, die mit anstichdegen-ähnlichen, langen Saugrohren nicht kondensierte Lösungsmitteldämpfe absaugen (D.Ft. 1.o65.355). Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diese sehr viel Platz und Geld kostenden Transporteinrichtungen überflüssig zu machen und die beiden Apparaturen für Faßreinigung und we-. sentlich, zu vereinfachen und in einer Einheit zusammenzufassen. Die Erfindung ist auf ein Verfahren zur Reinigung und isobarometrischen Füllung von vorzugsweise zylindrischen Bierfässern mit ständig eingeschraubter Anstichvorrichtung auf selbsttätigen in Längsrichtung arbeitenden Faßreinigungsmaschinen und sich anschließenden Füllorganen gerichtet und besteht darin, daß die mit der Anstichvorrichtung nach unten ausgerichteten Fässer auf hintereinander liegenden in dieser Stellung außen und innen mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln gereinigt, anschließend durch Einleiten von Dampf sterilisiert, mit Kohlensäure auf Gegendruck gebracht und dann mit Bier befüllt werden..
- Zur Durchführung dieses Verfahrens dient eine Vorrichtung, die ähnlich der an sich bekannten beispielsweise ölhydraulisch arbeitenden Faßreinigungsmaschinen ausgebildet ist, wobei hier die Fässer jedoch zum Öffnen der eingeschraubten Anstichvorrichtung mit zusätzlichen Druckzylindern an die Spritz- oder Füllvorrichtungen der Anlage angepreßt werden. .
- Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung und zwars -Fig. 1s Anlage für kleine Leistung, von der Seite gesehen, Fig. 2s Anlage für kleine Leistung, von oben gesehen, Fig. 3s Anlage für große Leistung, von oben gesehen, Fig. 4s eine weitere Anlage für große Leistung, von oben gesehen.
- Aus der Richtung des Pfeiles 1 (Fig. 1) wird das zu reinigende und.zu füllende Faß 2, mit der eingeschraubten Anstichvorrichtung 3 nach unten ausgerichtet, mittels bekannter Transportschwingen 4 auf einen federnd gelagerten, sich lose drehenden Dreistern 5 abgesetzt. Durch zweckmäßige Schaltelemente gesteuert, fährt aus dem Anpreßzylinder 6 die Kolbenstange 7 und drückt das Faß nach unten, wobei das Spritzrohr 8 die Anstiohvorrichtung öffnet und nach Öffnen des Zuführventiles 9 das Reinigungswasser über den Anatiehdegen 10 mit Druck in das Faß gespritzt wird.- $s läuft an der Faßinnenwand nach unten und durch die Kohlensäureleitung der Anstichvorrichtung nach draußen ab. Die Anpreßzylinder sind über die Verbindungen 11 fest mit ,dem Maschinenträger 12 verbunden. Mit der Kolbenstange werden auch die mit ihr verbundenen und in seitlichen Führungen 13 gleitenden Rohrbügel 14 für die Außenreinigung nach unten bewegt. Damit wird die Bodenreinigung den unterschiedlichen Faßhöhen angepaßt. Beim Andrücken rastet der Dreistern in eine mit einem Keilriemen o. ä,. 15 durch einen Hydraulikmotor 16 angetriebene Kupplung 17 ein, das Faß wird in Drehung gebracht und durch gleichzeitiges Besprühen aus den Düsen 18 der beiden Rohrbügel außen von allen Seiten gereinigt. Die Umgebaung der Anstichvorrichtung wird von unten durch Spritzdüsen 19 mit Wasser beaufschlagt. Nach Ablauf"der mit bekannten Steuerelementen vorgegebenen Reinigungszeit fährt die Kolbenstange des Anpreßzylinders ein und bringt dabei die Rdhrbügel wieder mit nach oben. Mittels der@Transportschwinge wird das Faß auf der nächsten Station 20 abgesetzt. Auch hier wird das Faß durch die Kolbenstange 21 des Anprel3zylinders 22 auf einen federnden, starren Dreistern 23 gedrückt, wobei die Bierleitung der Anstichvorrichtung durch das Spritzrohr 24 geöffnet und über den Anstichdegen 25 die vorzugsweise alkalische Reinigungsflüssigkeit in das zu reinigende 1'aß gespritzt wird. Alle sich anschließenden Behandlungsstationen sind analog dieser aufgebaut.
- Auf der nächsten Behandlungsstation 26 wird das Faß auf gleiche Weise mit warmen Wasser innen gereinigt.
- Dann folgt die Dämpfstation 27. Hier wird das FaB sterilisiert. Das Kondensat fließt durch die für die Kohlensäure beim Anstich
Auf der sich anschließenden Füllstation*31 wird in der gleichen . Art, wie vorstehend mit Kohlensäure beschrieben, das Faß mit Bier gefüllt. Damit ist das Faß in einer Anlage auf hintereinander liegenden Behandlungsstationen gereinigt, sterilisiert und mit Bier isobarometrisch gefüllt worden. Ohne komplizierte Zwischeneinrichtungen können mit der Erfindung auf kleinem Raum relativ hohe Leistungen erzielt werden, die vom Gefäß her eine bisher unbekannt einfache Handhabung und Sterilität bringen. Für ausgesprochen hohe Leistungen ist es zweckmäßig, einzelne Behandlungsstationen mehrfach vorzusehen (Fig. 3) urßddie Füllorgane in Form eines an sich bekannten Rundfüllers anzuschließen. Auch können die Füllorgane in der bisher üblichen Anordnung sich nebeneinander an die Faßreinigungsmaschine (Fig. 4) anschließen und ihnen die Fässer über an sich bekannte Transporteinrichtungen zugeführt werden.bestimmte Öffnung in der eingaserhraubten Anstichvnrrichtung ab. Aua der sich an:chli.ene D-`okkandluhgsstation 28 wird das FaB mit Kohlensäure auf .er. 9V:Zwa ssobarametrischen Füllvorgang erforderlichen Gegendruel: ,üllt Die Kohlensäure tritt durch die dafür in der eingeschraubten Anstichvorrichtung vorgesehe- nen Öffnung 29 ein und die verdrängte Zuuft entweicht oben 30 durch den Anstichdegen nach Maaten. Da für diesen Vorgang genü- gend Zeit-zur.Verfügung stehtt soll das Einleiten der Kohlensäure lngsam erfolgen, um ein "a etarkes Mischen mit der Zuft bzw. de.u Dampf zu vermeiden. - Nach der Druckfüllstation mit Kohlensäure kann eine um 180o das FaB drehende Wendevorrichtung zwischengeschaltet werden, wodurch der Bierfüllvorgang auch durch die nach oben liegende Anstichvorrichtung erfolgen kann.
- Des weiteren kann die Anlage durch den Einbau von Entspundungsvorrichtungen ergänzt werden. Wobei jetzt entsprechend die Anstichvorrichtung selbsttätig herausgeschraubt, nach unten weggeführt, und nach getrennter Reinigung von Faß und Anstichvorrichtung vor der gemeinsamen Sterilisation mit Dampf von unten wieder eingeschraubt wird. Die gesamte Anlage kann mit einer Verkleidung und einem Dunstahzug versehen werden.
- Außerdem in Betracht gezogen: D.Pt. 669.493, D.Pt. 880.4351 D.Pt. 1.o44.oo6, D.Pt. 1.22o.371. Druckschrift der Fa. Joseph Sankey & Sons Ltd., Bilston, England
Claims (3)
- Patentansprüches 1. Verfahren-:zum Reinigen und Füllen von vorzugsweise zylindrischen Bierfässern mit ständig eingeschraubter Anstichvorrichtung auf ' in Längsrichtung hintereinander liegenden Behandlungsstationen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Anstichvorrichtung nach unten ausgerichteten Fässer mittels-Kolbenstangen ( 7, 21) von Anpreßzylindern ( 6, 22) auf die Spritz - (8, 2¢) oder Füllrohre gepreßt werden, dadurch die beiden Öffnungen der Anstichvorrichtung (3) öffnen und das Faß in dieser Stellung hintereinander auf den einzelnen Stationen außen (18, 19) und innen (26) gereinigt, mit Dampf sterilisiert (27), mit Kohlensäure unter'Druck gesetzt (28) und dann mit Bier (31) gefüllt wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung der Reinigungsmittel in das Faß durch den Anstich degen (10) und der Abfluß durch die für die Kohlensäure im Anstich vorgesehene Öffnung erfolgt.
- 3. Vorrichtung'nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß umgekehrt die Zuleitung der Kohlensäure und die des Bieres durch die für die Kohlensäure im Anstich vorgesehenen Öffnungen und der Abfluß bzw. Überlauf durch den Anstichdegen erfolgt. ¢. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Behandlungsstationen mehrfach vorgesehen werden. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß für größere Leistungen an die in Längsrichtung erbeitende Baßreinigungsmaschine eine im Kreis arbeitende Füllapparatur angeschlossen wird. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß für größere Leistungen gleich neben der Maschine mehrere nebeneinander stehende Füllköpfe vorgesehen sind. 7. Vorrichtung nach.Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß vor und nach der Gesamtanlage um 180o drehende Faßwendevorrichtungen vorgesehen sind. B. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Kohlensäure auf Druck gefüllte Faß durch eine um 180o drehende Faßwendevorrichtung gedreht wird und das Faß auch mit der eingeschraubten Anstiehvorrichtung nach oben ausgerichtet mit Bier gefüllt werden kann. 9. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß zur separaten Säuberung der Anstichvorrichtung eine selbst-, tätige, von unten arbeitende Vorrichtung zum Herausschrauben und nach getrennter Säuberung des Fasses und der Anstichvorrichtung eine ebensolche Vorrichtung zum Wiedereinschraubengvor der gemeinsamen Sterilisation mit Dampf ,vorgesehen wird. 10. Vorrichtung nach Anspruch 2 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daB die gesamte Anlage mit einer Verkleidung und einem Dunstabzug versehen ist.
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-
1967
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