Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen
und Füllen von Fässern, insbesondere Kegs, bei welcher die
Fässer von einem Ketten- oder Bandförderer nacheinander takt
weise mit in Förderrichtung in gleicher Hubweite hintereinan
der angeordneten Reinigungsköpfen und zuletzt wenigstens einem
Füllkopf in Strömungsverbindung gebracht werden, indem z.B.
das jeweilige Faß mit nach unten gekehrter Faßarmatur mit
tels des anhebbaren Reinigungs- bzw. Füllkopfes zur Ausführung
des Reinigungs- oder Füllvorgangs von dem Ketten- oder Band
förderer neben anderen Fässern abgehoben wird.
Das Reinigen und Füllen von Fässern, bspw. Bierfässern, wie
Kegs, erfolgt derzeit u.a. mittels einzelner getrennter Rei
nigungsmaschinen und Füllmaschinen. Der Vorteil hiervon ist,
das die Reinigungsmaschine in ihrer Leistung unabhängig von
der Leistung der Füllmaschine ist. Ein Aussortieren unbrauch
barer Kegs ist jedoch nicht möglich.
Es gibt ferner Reinigungs- und Füllmaschinen für Fässer, wie
Kegs, die taktweise arbeiten, indem bspw. mit einem Hubbalken
immer mehrere Kegs gleichzeitig über eine Reihe von Reini
gungsköpfen und zuletzt einen Füllkopf geführt werden, wobei
in der beispielsweise auf einem ersten Reinigungskopf der Ge
tränkerest ausgetrieben, auf dem nächsten Reinigungskopf eine
Vorreinigung oder eine Hauptreinigung mittels Waschflüssigkeit
ausgeführt, auf dem nächsten Reinigungskopf eine Nachreinigung
ausgeführt und auf dem letzten Reinigungskopf eine Sterilisie
rung ausgeführt wird, während auf dem dann folgenden Füllkopf
das Vorspannen und Füllen des Kegs erfolgt. Hierbei werden
bei Vorhandensein von bspw. vier Reinigungsköpfen und einem
Füllkopf bspw. mittels des Hubbalkens immer fünf Kegs gleich
zeitig angehoben und in die nächste Behandlungsstation über
einen vorgegebenen gleichen Hubweg gefördert. Nachteilig an
einer solchen kombinierten Reinigungs- und Füllmaschine ist,
daß deren Leistung durch die Leistung des Füllkopfes begrenzt
ist. Der Reinigungstakt ist also vom Fülltakt abhängig, weil
die Verweilzeit auf allen Stationen wegen der Abhängigkeit von
dem Hubbalken-Transportsystem auf allen Stationen gleich sein
muß. Vorteilhaft bei einer solchen Maschine ist allerdings die
genaue Bewegung über den vorgegebenen Abstand der Behandlungs
köpfe voneinander. Ein Vorteil ist auch, daß unbrauchbare Kegs
leicht verfolgt werden können. Die genannten Vor- und Nachtei
le gelten auch für derartige kombinierte Reinigungs- und Füll
maschinen mit einem Transportsystem, welches in einem Band-
oder Kettenförder besteht. Soll die Leistung bspw. verdoppelt
werden, müssen zwei derartige kombinierte Reinigungs- und
Füllmaschinen aufgestellt werden.
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung zum Reinigen und Füllen von Fässern der gat
tungsgemäßen Art so auszubilden, daß sie bei möglichst gerin
ger Erhöhung des baulichen Aufwandes eine erheblich vergrößer
te Leistung mit sich bringt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch ge
löst, daß n (n<1) Füllköpfe in Förderrichtung im Abstand der
Hubweite hintereinander vorgesehen sind, daß zwischen dem
letzten Reinigungskopf und dem ersten Füllkopf wenigstens n
Halteköpfe vorgesehen sind, welche unter sich sowie vom letz
ten Reinigungskopf und vom ersten Füllkopf in Förderrichtung
im Abstand der Hubweite angeordnet sind, daß die Förderung der
Fässer von den letzten n Halteköpfen auf die Füllköpfe und von
letzteren weg gemeinsam mit einer Taktfrequenz t/n gefördert
werden, wobei t die Taktfrequenz der gemeinsamen taktweisen
Förderung der Fässer im Bereich der Reinigungsköpfe und von
dem letzten Reinigungskopf auf zumindest den ersten Haltekopf
ist, und daß die Fässer von den letzten n Halteköpfen auf die
Füllköpfe h und von diesen weg gemeinsam mit einer Hubweite
n×h gefördert werden, wobei h die Hubweite der gemeinsamen
taktweisen Förderung der Fässer im Bereich der Reinigungsköpfe
und von dem letzten Reinigungskopf auf zumindest den ersten
Haltekopf ist.
Ist bspw. n = 2, sind also im Gegensatz zum Stand der Technik
statt nur einem jetzt zwei Füllköpfe im Abstand h in Förder
richtung hintereinander vorgesehen, und beträgt bspw. die
Taktfrequenz im Bereich der Reinigungsköpfe t = 100 Faß pro
Stunde und die Hubweite h = 50 cm, so sind erfindungsgemäß
zwichen den Reinigungsköpfen und den beiden Füllköpfen min
destens zwei Halteköpfe vorgesehen, welche lediglich Warte
positionen vor den Füllköpfen für die bereits gereinigten
Fässer darstellen, so beträgt erfindungsgemäß die Taktfrequenz
im Bereich der Füllköpfe t/2 = 50 Fässer pro Stunde und die
Hubweite dort 2×h = 100 cm. Während bspw. im Bereich der
Reinigungsköpfe immer vier Fässer pro Hub gleichzeitig weiter
gefördert werden, sind es im Bereich der Füllköpfe lediglich
zwei. Die Förderung der Fässer im Bereich der Reinigungsköpfe
unabhängig von der der Füllköpfe, ist aufgrund der Verwendung
eines Band- oder Kettenförderers möglich, weil bspw. in dem
Zeitraum, in welchem sich zwei Fässer auf den beiden Füll
köpfen befinden, also von dem Band- oder Kettenförderer abge
hoben sind, der gemeinsame Band- oder Kettenförderer für den
Transport der nächsten vier Fässer im Bereich der Reinigungs
köpfe in Funktion treten kann. Ähnlich ist auch die Förderung
der Fässer zu den Füllköpfen bzw. von den Füllköpfen mit
doppeltem Hub aber halber Taktfreguenz in dem Augenblick
mittels des Band- oder Kettenförderers möglich, in welchem die
Fässer im Reinigungsbereich gerade mittels der Reinigungsköpfe
von dem Ketten- oder Bandförderer abgehoben sind und auf den
verschiedenen Reinigungsköpfen die unterschiedlichen Reini
gungsvorgänge ausgeführt werden. Die zwischen Reinigungköpfe
und Füllköpfe geschalteten Halteköpfe dienen als Puffer
strecke, in welche die gereinigten Fässer mit einfacher Hub
weite h und einfacher Taktfrequenz t eingeführt und mit n×h
Hubweite aber t/n-Taktfrequenz herausgeführt werden.
In der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Prinzip schematisch
dargestellt. Die Vorrichtung hat dabei drei Reinigungsköpfe
R 1, R 2 und R m , drei Halteköpfe H 1, H 2 und H i sowie zwei Füll
köpfe F 1 und F n . Sämtliche Köpfe sind im Abstand des einfachen
Hubweges h längs eines linearen Ketten- oder Bandförderers 1
angeordnet. Durch Verstellen der Behandlungsköpfe nach oben
werden die mittels des Ketten- oder Bandförderers 1 in den
jeweiligen Arbeitsbereich der Behandlungsköpfe taktweise mit
nach unten gekehrter Faßarmatur 2 geförderten Fässer K 1...K x
von der Förderkette bzw. dem Förderband nach oben zur Aus
führung des Reinigungs- oder Füllvorgangs abgehoben. Die
Halteköpfe H 1 bis H 1 dienen dabei nur als Wartetstationen. In
dem mit punktierter Linie umschlossenen Bereich erfolgt er
findungsgemäß die Förderung der Fässer K 1 bis K m+i in der
Zeichnung von links nach rechts taktweise mit einer Taktfre
quenz t und einer Hubweite h. Dies bedeutet, daß die Fässer K 1
bis K m+i bspw. im nächsten Schritt, wenn sie wieder auf den
Band- oder Kettenförderer 1 abgesenkt sind, um eine einfache
Hubweite h nach rechts gefördert werden, so daß jedes der
Fässer K 1 bis K m+2 in die nächste Behandlungsstation ge
langt, was durch die Pfeile oberhalb der Fässer K 1 bis K m+2
angedeutet ist. Die in dem mit gestrichelter Linie umgebenden
Bereich vorhandenen Fässer K m+2 bis K m+i und K m+i+1 bis
K m+i+n = K x werden jedoch, während jeweils die Fässer K 1 bis
K m+1 noch von dem Band- oder Kettenförderer 1 abgehoben sind,
abgesenkt und mit einer Hubweite von n×h und einer Taktfre
quenz von t/n von links nach rechts gefördert, so daß immer
die Fässer K m+i-n bis K m+i von den Halteköpfen H i-n bis H i
gemeinsam zu den Füllköpfen F 1 bis F n gefördert werden und
somit jeweils auf den Halteköpfen H i-n bis H i wieder Platz
geschaffen wird für die Förderung der Fässer K 1 bis K m+1 mit
einer Taktfrequenz t und einer Hubweite h von links nach
rechts. Der Band- bzw. Kettenförderer 1 bewegt sich also
zeitversetzt einmal mit einer Hubweite n×h zur Förderung der
Fässer K m+2 bis K m+i+n , während die Fässer K 1 bis K m+1 ange
hoben sind, und zum anderen mit einer Hubweite h zur Förderung
der Fässer K 1 bis K m+2 mit einer Hubweite h, während die rest
lichen Fässer K m+i bis K m+i+n angehoben sind.
So läßt sich bspw. lediglich durch Verdoppelung des Füll
kopfes, also einem verhältnismäßig geringen baulichen Aufwand,
die Leistung der gesamten Reinigungs- und Füllvorrichtung
aufgrund der Entkopplung der Förderung der Fässer im Reini
gungsbereich und im Füllbereich hinsichtlich Taktfrequenz und
Hubweite verdoppeln. Entsprechendes gilt bei Verwendung von n
Füllköpfen F 1 bis F n .