DE1552745B - Positionier und Spanneinrichtung fur eine Verzahnungsmaschine - Google Patents
Positionier und Spanneinrichtung fur eine VerzahnungsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Positionier- und Spanneinrichtung für eine Verzahnungsmaschine
mit einem auf der Werkstückspindel sitzenden Halter für das Werkstück und mit einem Halter radialer beweglicher
Backen, die das Werkstück beim Eingreifen in einander gegenüberliegende Zahnlücken so
positionieren, daß gleiche Spannabnahme an den gegenüberliegenden Zahnflanken stattfindet, mit radial
beweglichen Spannbacken des Werkstückhalters und mit Einrichtungen zum Andrücken des Werkstücks
beim Spannen an eine plane Fläche des Werkstückhalters.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art (USA.-Patentschrift 2 589 475) wird die Positionierung des
Werkstücks hinsichtlich seiner Winkellage durchgeführt, bevor das Werkstück in den auf, der Werkstückspindel
sitzenden Halter eingebracht wird. Die Positionierung findet also in der Beschickungsvorrichtung
statt, in der das Werkstück drehbar gehalten wird. Erst nach dieser Positionierung wird dann das so
Werkstück durch die Beschickungsvorrichtung über' eine verhältnismäßig weite Strecke gefördert und
dann in den Werkstückhalter der Werkstückspindel der Verzahnungsmaschine eingeführt. Nach Zurücklegen
dieses langen Förderweges erfolgt keine Positionierung mehr. Dann wird vielmehr das Werkstück
ohne weitere Feineinstellung festgespannt. Infolge-. dessen erfolgt die Positionierung nur grob.
Im Gegensatz hierzu ist der Gegenstand der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß in dem Halter
der Positionierungsbacken längs der Spindelachse ein Kolben nachgiebig verschiebbar ist und durch diesen
Kolben das Werkstück sowohl an einen auf der Spindelachse gelegenen abgefederten Zentrierkegel des
Werkstückhalters als auch an die plane Sitzfläche mit einer die Drehung des Werkstücks gestattenden Kraft
anpreßbar ist.
Die Wirkungsweise ist dabei die folgende: Nachdem das Werkstück auf den auf der Werkstückspindel
sitzenden Halter aufgebracht ist, drückt der nachgiebig verschiebbare Kolben das Werkstück an den
Zentrierkegel, um es zu zentrieren. Gleichzeitig drückt der Kolben das Werkstück an die plane Sitzfläche mit einer verhältnismäßig geringen Kraft, die
so bemessen ist, daß sich das Werkstück im Werkstückhalter
drehen kann. Dann werden die Positionierbacken radial einwärts bewegt, greifen in Zahn-·
Kicken, des Werkstücks ein und positionieren'dieses
durch entsprechende Drehung. um die Achse der Werkstückspindel. Erst wenn dieses sowohl zentriert
als auch in die richtige ,Winkelstellung gebracht ist, werden die Spannbacken des Werkstückhalters wirksam
und pressen das Werkstück beim Spannen fest auf die ebene Fläche des Werkstückhalters auf, so
daß eine weitere Drehung des Werkstücks im Werkstückhalter nicht mehr erfolgen kann.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, die Positionier- und Spanneinrichtung so auszugestalten,
daß das Positionieren in die die gleiche Spanabnahme an den gegenüberliegenden Zahnflanken gewährleistende
Winkelstellung des Werkstücks mit höherer Genauigkeit erfolgt, als es bisher möglich
war.
Die Unteransprüche betreffen eine vorteilhafte Ausgestaltung der Einrichtung nach der Erfindung.
Die Erfindung sei nunmehr an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert, das in den
Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigt
F i g. 1 einen Aufriß des Werkstückhalters und der Positionier- und Spanneinrichtung, wobei diejenigen
Teile der Maschine angedeutet sind, an der sie sich befinden, '
Fig. 2 einen axialen Schnitt durch das Futter zum
Einspannen des Werkstücks,
Fig. 3 einen in den Ebenen 3-3 der Fig. 7 verlaufenden
Schnitt der Einrichtung, wobei diese Ebenen die Achse des in Fig. 2 gezeigten Spannfutters
aufnehmen,
F i g. 4 den Schnitt nach der Ebene 4-4 der F i g. 3 zur Darstellung einer Einzelheit,
F i g. 5 einen in der Ebene 5-5 der F i g. 1 verlaufenden Schnitt senkrecht zur Achse des Spannfutters,
' '
F i g. 6 einen Schnitt nach der Ebene 6-6 der Fig. 5 zur Darstellung einer Einzelheit, wobei diese
Ebene die Achse des Spannfutters aufnimmt,
F i g. 7 bis 10 die Schnitte nach den Ebenen 7-7 und 8-8 der Fig. 3 und nach den Ebenen 9-9 und
10-10 der Fig. 2,
Fig. 11 den Querschnitt nach der Ebene 11-11 der Fig. 5 und ..
Fig. 12 die Steuerung der Einrichtung an Hand eines elektrischen Schaltschemas.
Bei der Verzahnungsmaschine kann es sich um eine bekannte Maschine handeln, wie sie in der
deutschen Patentschrift 805 344 beschrieben und in Fig. 1 angedeutet ist. Diese Maschine hat ein Gehäuse
1, in welchem eine Werkstückspindel 2 um eine waagerechte Achse 3 umlaufend gelagert ist. An
der Spindel ist ein Werkstückhalter in Gestalt eines Spannfutters 4 befestigt, der das Werkstück W aufnimmt.
Das Werkzeug für die Spanabnahme und' die Teile der Maschine, welche die Spanabnahme herbeiführen
und zu diesem Zweck die Bewegung zwischen Werkzeug und Werkstück bewirken, gehören nicht
zur Erfindung und sind aus diesem Grunde nicht dargestellt. Es ist lediglich strichpunktiert ein Teil eines
Ständers 11 der Maschine angedeutet, auf dem das die Werkstückspindel aufnehmende Spindelgehäuse 1
angebracht ist. Der Ständer hat eine Führungsbahn 12, auf der das Gehäuse auf- und abverstellbar ist.
Eine Leiste 13 dient zum Festklemmen des Gehäuses auf der Gleitbahn 12. Wie Fig. 2 zeigt, hat das
Werkstück W beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Zahnkränze. Es besteht aus einem Schafts,
einem Spiralkegelritzel 6 und einem Spiralkegelrad 7. Nachdem das Ritzel eine Verzahnung 8 erhalten hat,
werden dieses und das Zahnrad verlötet oder sonstwie aneinander und an dem Schaft befestigt, bevor
das mehrteilige Werkstück auf der nunmehr zu beschreibenden Maschine eingespannt wird. Diese
Maschine dient dann dazu, das Zahnrad 7 mit einer weiteren Verzahnung 9 zu versehen, derart, daß die
Verzahnung ganz genau eine bestimmte Winkellage gegenüber den Zähnen 8 des Ritzels einnimmt, wobei
die Winkellage mit Bezug auf die Zahnradachse gemeint ist. ..■■..·
Der Schaft 5 des Werkstücks hat eine kegelförmige Gegenbohrung 14, die eine Zentrierfläche bildet.
Diese wirkt mit einem Zentrierkegel 15 zusammen, der von dem Ende eines Auswerferbolzens 16 gebildet
wird. Dadurch wird das Werkstück in dem Spannfutter 4 zentriert. Die Lage des Werkstücks wird
weiter dadurch bestimmt, daß es mit der ebenen Rückfläche des Zahnrades 7 an die plane Sitzfläche
des Werkzeughalters angepreßt wird. Der Bolzen 16 ist gleitend in einer axialen Bohrung 17 des Schaftes
18 einer Spannzange 19 geführt, die in einer Bohrung 21 des Futterkörpers 22 axial geleitet geführt
ist. Der Bolzen 16 hat eine längsverlaufende keilnut, in die ein Keil 23 eingreift. Dieser sichert den Bolzen
gegen Drehung im Spannfutter 19. In entsprechender Weise hat die Spannzange 19 eine längsverlaufende
Keilnut, in die ein Keil 24 eingreift, der im Futter^ körper 22 durch eine Kappe 25 gesichert ist. Dadurch
wird eine Drehung des Spannfutters 19 im Futterkörper verhindert. Der Bolzen 16 wird bei
seiner Bewegung in Achsrichtung durch radial einwärtsragende Ansätze 26 des Futterkörpers 22 geführt
und weiterzentriert (vgl. Fig. 9). In der Richtung, in der er das Werkstück auszuwerfen sucht,
wirkt auf den Bolzen ein Krafterzeuger in Gestalt einer in der Bohrung 17 der Spannzange untergebrachten
Feder 27. Indessen ist der Hub des Bolzens durch den Keil 23 derart eng begrenzt, daß die Nabe
32 des Werkstücks im Futter verbleibt.
Die Spannzange 19 ist von vorn her bis zum Schaft 18 der Länge nach derart aufgeschnitten, daß sie mehrere
in radialer Richtung biegsame Finger, die als Spannbacken 28 wirken, bildet. Im vorliegenden
Falle sind drei solcher Finger vorgesehen. An ihren vorderen Enden bilden sie eine äußere Kegelfläche
29, die in einer gleichachsigen inneren Kegelfläche 30 des Futterkörpers 22 gleitend eingepaßt ist. Mit ihren
Innenflächen bilden die Spannbacken 28 Zylinderflächen 31, die sich an die äußere Zylinderfläche der
Werkstücknabe 32 anlegen können. Die Sitzfläche 33, an die sich das Werkstück mit der Rückfläche des
Zahnrades 7 anlegt, wird von einer Stirnplatte gebildet, die vorn am Futterkörper durch Schrauben 34
befestigt ist und mit ihrem mittleren Teil über der mittleren Bohrung vom am Futterkörper liegt. Dieser
mittlere Teil ist gegen Durchbiegung in Rückwärtsrichtung versteift. Er hat zu diesem Zweck rückwärts
gerichtete Klauen 35 (vgl. auch F i g. 10), die sich mit ihren Enden an die Vorderflächen 36 der Lagerteile
26 des Futterkörpers anlegen, wie Fig. 2
zeigt.
Die Spannzange ist in Achsenrichtung durch einen hydraulischen Antrieb verschiebbar, der hinten auf
der Spjjndel 2 sitzt (vgl. Fig. 1). Zu diesem Antrieb
gehört ein Kolben 38, der durch eine Stange 39 (F i g. 2) mit dem Schaft 18 der Spannzange verbunden
ist. Bewegt sich die Spannzange rückwärts, d. h. mit Bezug auf die Zeichnungen nach rechts, dann
wird das der Länge nach eingeschnittene Ende der Spannzange in radialer Richtung durch die auf ihre
Flächen 29 wirkende Kegelfläche 30 zusammengedrückt. Infolgedessen ergreifen die Spannbacken 28
die Nabe des Werkstücks und drücken die rückwärtige Fläche des Zahnrades 7 des Werkstückes an
die Sitzfläche 33 an. Verschiebt der Kolben 38 die Spannzange nach links, dann trennen sich die Kegel-Hächen29
und 30, so daß das aufgeschnittene Ende der Spannzange sich etwas entspannen, d.h. ausdehnen
kann und alsdann das Werkstück freigibt, so daß dieses durch die Feder 27 vorwärts verschoben
werden kann. Der Kolben 38 hat einen rückwärtigen Ansatz 41, der alsdann einen Grenzschalter 42
schließt. Es geschieht dies, wenn der Kolben seinen Hub nach rechts beendet hat. Der Grenzschalter 42,
der auf dem Antriebsglied sitzt, gibt dann ein Zeichen, daß der Einspannvorgang beendet ist.
Die Positionier- und Spanneinrichtung (Fig. 3)
enthält einen Kolben 43, der auf die Stirnfläche des Werkstückschaftes 5 drückt, um dadurch das Zahnrad
7 des Werkstücks gegen die Sitzfläche 33 zu drücken. Ferner gehören zur Einrichtung zwei Posi-
■ tionierungsbacken 44 und 45 in Gestalt von Hebeln, die je an ihrem einen Ende eine Kugel 46 haben (vgl.
Fig. 7). Die beiden Kugeln greifen in einander ungefähr
gegenüberliegende Zahnlücken des Ritzels 6
ίο des Werkstücks ein. Hat dieses Ritzel 6 eine gerade
Zähnezahl, dann liegen diese beiden Zahnlücken einander genau gegenüber. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ist aber die Zähnezahl des Ritzels ungerade. Aus diesem Grunde können die beiden
Zahnlücken, in die die Kugeln 46 eingreifen, nur annähernd in Durchmesserrichtung einander gegenüberliegen.
Der Kolben 43 und die Positionierungsbacken 44, 45 werden von einem vielteiligen Halter 47 (Fig. 1,
3 und 8) getragen, der an einem Lagerbock 48 schwenkbar befestigt ist. Die Schwenkachse 49 kreuzt
die Spindelachse 3 rechtwinklig in einem gewissen Abstand. Der Halter 47 kann daher entweder in die
in Fig. 1· in ausgezogenen Linien gezeigte Positionierungsstellung
oder in die strichpunktiert gezeichnete ausgerückte Stellung gebracht werden, in der er
beim Ein- und Austragen des Werkstücks und beim Herausarbeiten der Verzahnung 8 nicht stört. Der
Lagerbock 48 wird vom Gehäuse 1 getragen. Er ist indessen um die Spindelachse 3 drehbar und einstellbar.
Durch diese Einstellung lassen sich die Kugeln ' 46 genau in die gewünschte Winkellage mit Bezug
auf die Spindelachse 3 bringen.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Kolben 43 durch eine' Kugellagerbuchse 51 in einer Hülse 52 in Achsenrichtung verschiebbar geführt. Diese Hülse 52 ist am Halter 47 befestigt Auf den Kolben wirkt ein Druckerzeuger 53 in Gestalt einer Feder, die sich an einem Stöpsel 54 und einer Kugel 55 abstützt. Diese Kugel befindet sich zwischen den ebenen Flächen des Stöpsels und des Kolbens 43. Diese ebenen Flächen stehen senkrecht auf der Spindelachse 3. Auf diese Weise ist vermieden, daß auf den Kolben etwa ein Druck wirkt, der mit der Achsenrichtung nicht genau zusammenfällt.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Kolben 43 durch eine' Kugellagerbuchse 51 in einer Hülse 52 in Achsenrichtung verschiebbar geführt. Diese Hülse 52 ist am Halter 47 befestigt Auf den Kolben wirkt ein Druckerzeuger 53 in Gestalt einer Feder, die sich an einem Stöpsel 54 und einer Kugel 55 abstützt. Diese Kugel befindet sich zwischen den ebenen Flächen des Stöpsels und des Kolbens 43. Diese ebenen Flächen stehen senkrecht auf der Spindelachse 3. Auf diese Weise ist vermieden, daß auf den Kolben etwa ein Druck wirkt, der mit der Achsenrichtung nicht genau zusammenfällt.
Der Druckerzeuger 53 wirkt auf eine Scheibe 56 ein, die in der Hülse durch einen Sprengring 57 befestigt
ist. Der ausgeübte Druck muß größer sein als die durch die Feder 27 des Futters (Fig. 2) ausgeübte
Kraft. Das ist erforderlich, damit das Werkstück an die Sitzfläche 33. angedrückt gehalten wird. An dem
Halter 47 sind die Backen 44, 45 mit Gelenkzapfen 59 gelagert, die mit Nadellagern 58 ausgerüstet sind.
Die Achsen 61 und 62 der beiden Gelenkzapfen sind so gelegen, daß die Kugeln 46 in Ebenen geführt sind,
die beim öffnen und Schließen der Backen radial zur Spindelachse 3 verlaufen. Das erkennt man an
den Projektionen der beiden Achsen 21 und 22 in die Ebene der F i g. 7. An den Enden der Backenhebel,
die von den Kugeln 46 abgewandt sind, befinden sich auf Nadellagern und Zapfen 64 gelagerte
Nockenrollen 63. Dabei verlaufen die Zapfen 64 parallel zu den betreffenden Achsen 61 und 62. Die
Nockenrollen 63 laufen in Kulissenschlitzen eines Antriebs, die um etwa 45° zur Achse 3 geneigt sind,
wenn sich der Halter 47 in der eingedrückten Stellung befindet, in der das Ausrichten des Werkstücks
erfolgt. Die Seitenwandungen dieser Kulissenschlitze werden von einer Kegelfläche 65 eines Antriebskol-
bens 66' und von Schrägflächen 67 eines Teiles 68 gebildet, der an dem Kolben durch einen Querstift
69 befestigt ist (vgl. Fi g. 1, 3, 4 und 8).
Der Kolben 66 (Fig. 3) ist längs der Achse 3 verschiebbar
geführt. Diesem Zweck dienen eine Kugellagerhülse 71 in der Buchse 52 und eine zweite Kugellagerhülse
72 in einer Bohrung 73 des Halters 47. Das Öffnen der Backen 44, 45 erfolgt dadurch, daß
in der Kammer 74 des Halters 47 ein hydraulischer
und seiner eingerückten Lage ist dadurch begrenzt, daß am Halter 47 befindliche Anschlagknöpfe 98
(Fig. 11) an Anschlagknöpfe99 des Lagerbocks 48
anstoßen. Nähert sich der Halter 47 seiner einge-5 rückten Lage, in der er die Teilbewegung des Werkstückrades
durchführt, dann wird ein Grenzschalter 102 geschlossen, und zwar durch einen mit dem
Ritzel 94 drehbaren Arm 101 (F i g. 1 und 5).
Der Lagerbock 48 läßt sich um die Achse 3 um
Der Lagerbock 48 läßt sich um die Achse 3 um
Druck auf die Stirnfläche des Kolbens 66 ausgeübt io ein begrenztes Maß verdrehen und einstellen. Zu
wird. Durch diesen Druck wird der Kolben 66 nach diesem Zweck ist der Lagerbock 48 durch eine
rechts verschoben und bewirkt, daß die Schrägflächen Kugellagerbuchse 103 (F i g. 6) auf einem gleich-67
auf die Rollen 63 drücken und dadurch die Backen achsigen Ring 104 gelagert, der vorn am Gehäuse 1
öffnen. Die Kugeln 46 bewegen sich dann radial nach starr befestigt ist. An diesem Ring ist der Lagerbock
außen, bis sie Stellungen einnehmen, in denen sie an 15 48 durch Schrauben 105 befestigt, die durch Bogendie
Zähne 8 des Ritzels nicht anstoßen können. Geht schlitze 106 des Lagerbocks hindurch in den Ring
der Kolben 66 nach links, dann drückt die Kegel- hineingeschraubt sind und Muttern tragen. Lockert
fläche 65 auf die Rollen 63. Dadurch werden die man diese Muttern, dann kann man den Lagerbock
Kugeln 46 radial einwärts bewegt, so daß sie in die drehverstellen. Diesem Zweck dient ein Spannschloß
Ritzelverzahnung eingreifen und dabei das Ritzel in 20 107, das Ansätze 108 und 109 verbindet. Einer dieser
eine bestimmte Winkellage um die Achse 3 drehen. Ansätze ist am Ring 104 und der andere am Lager-Die
Verschiebung des Kolbens 66 nach links wird bock 48 angebracht. Diese Drehverstellung dient dem
durch einen Kolben 75 (F i g. 4) bewirkt, auf den eine Zweck, die Kugeln 46 um die Achse 3 zu verschwen-Feder76
wirkt. Diese drückt den Kolben 75 an den ken und einzustellen. Auch radial zur Achse 48 ist
Querstift 69 an, der im Kolben 66 sitzt. Wird die 25 die Teilvorrichtung einstellbar, damit man den KoI-Kammer
74 auf Abfluß geschaltet, dann bewegt sich ben 43 gegenüber der Achse 3 ausrichten kann. Zu
daher der Kolben 66 nach links. Der von der Feder diesem Zweck ist eine Unterlegscheibe 111 (F i g. 3)
76 ausgeübte Druck läßt sich durch eine Schraube 77. zwischen dem in radialer Richtung außen liegenden
einstellen, die durch eine Stellschraube 78 befestigt Abschnitt und dem in radialer Richtung innen liegenist.
Mithin bilden die Kegelflächen 65, der Antriebs- 30 den Abschnitt des Halters 47 eingefügt. Schließlich
kolben 66 und die Schrägflädien 67 einen Antrieb kann man den Kolben 43 in einer senkrechten Ebene
für die Positionierungsbacken 44, 45. · gegenüber der Achse 3 im Winkel ausrichten. Zu
Wenn sich der Kolben 66 ganz nach links ver- diesem Zweck kann man die Höhe des Anschlagschoben
hat, dann ist ein Grenzschalter 79 (Fig. 1) knopfes98, der in Fig. 11 links gezeigt ist, durch
umgeschaltet worden, der in einer Kammer 81 des 35 Abschleifen ändern.
Halters 47 untergebracht ist. Diese Kammer hat einen Nunmehr sei das elektrische Schaltschema der
Deckel 82. Die Umschaltung dieses Grenzschalters F i g. 12 an Hand der Wirkungsweise der Positioniererfolgt
durch einen Hebel 83, der am Halter 47 um und Spanneinrichtung beschrieben. Befindet sich der
den Zapfen 84 drehbar gelagert ist und gegen den der Halter 47 der Einrichtung in ausgerückter Lage und
Querstift 69 stößt, wenn dieser am Ende seiner Ver- 40 ist die Werkstückspindel 2 in ihrem Gehäuse durch
Schiebung nach links anlangt. In der Kammer 81 be- bekannte nicht näher dargestellte Einrichtungen in
findet sich ferner ein Grenzschalter 85, der geschlos- einer bestimmten Winkellage verriegelt, dann kann
sen wird, wenn der Halter 47 seine strichpunktiert man das Werkstück W in das Spannfutter 4 einbrindargestellte
Ausrücklage erreicht. Das Schließen gen und einen Schalter!) umschalten, um seine
dieses Grenzschalters wird dadurch bewirkt, daß ein 45 Ruhekontakte 121 zu trennen und seine Arbeitskonunter
Federdruck stehender Kolben 86, der vom takte 122 zu schließen. Dadurch wird ein Stromkreis
Halter 47 getragen wird, an eine Anschlagschraube hergestellt, der von der Netzleitung L-I über die Ma-87
des Lagerbocks 48 und an den Schaltstift des gnetwicklung 123 eines Steuerschiebers zur Leitung
Schalters 85 anstößt. L-2 führt. Dieser Steuerschieber setzt den Kolben
Um das Innere des Halters vor Verunreinigung zu 50 97 (Fig. 1) unter hydraulischen Druck und schaltet
schützen, ist es eingekapselt. Diesem Zweck dienen die den Kolben 96 aufnehmende Zylinderkammer auf
bogenförmige Schilde 88 (Fig. 3), deren Krümmungs- Abfluß. Infolgedessen wird der Halter 47 in die Lage
achsen mit den Achsen 61 und 62 zusammenfallen eingerückt, in. der er die Positionierung des Werk-
und die Flanschen 89 haben, welche an den Positio- Stücks herbeiführen kann. In dieser Lage drückt der
nierungsbacken 44 und 45 durch Schrauben 91 be- 55 Kolben 43 (F i g. 3) das Werkstück an die Sitzfläche
festigt sind. Diese Schilde wirken mit Gegenflächen 33 des Futters an. Durch diese Verschwenkung des
92 des Halters 47 zusammen. Halters 47 wird der Grenzschalter 85 geöffnet und
Der Halter 47 ist um die Achse 49 schwenkbar im der Grenzschalter 102 geschlossen. Der Grenzschal-Lagerbock
48 mittels Wälzlagern 93 gelagert. Seine ter 102 erregt infolgedessen ein Zeitrelais 125. Nach
Verschwenkung erfolgt mittels eines auf dem Halter 60 Ablauf einer bestimmten Zeit von vorzugsweise etwa
47 befestigten Ritzels 49 (vgl. Fig. 1) und mittels 3 Sekunden schließt das Relais 125 seine Arbeitseiner mit diesem Ritzel kämmenden Zahnstange 95, kontakte 125 A und erregt dadurch die Magnetwickdie
im Lagerbock 48 verschiebbar geführt ist und zu lung 126 eines Ventils. Dieses schaltet die Kammer
diesem Zweck zwei Kolben 96 und 97 verbindet, die 74 (Fig. 4) auf Abfluß, so daß die Feder76 die Poin
Zylinderbohrungen des Lagerbocks hin- und her- 65 sitionierungsbacken 44, 45 schließt. Die Kugeln 46
beweglich geführt und durch ein hydraulisches der Backen drücken auf die Flanken der in erheb-Druckmittel
verschiebbar sind. Die Verschwenkung lichem Abstand voneinander befindlichen Zähne 8
des Halters 47 zwischen seiner ausgerückten Lage des Werkstücks. Dieses wird daher im Spannfutter
in diejenige Winkellage gedreht, die zuvor durch die verschiedenen Einstellungen der beschriebenen Vorrichtung
bestimmt worden ist.
Beim Schließen der Backen wird der Grenzschalter 79 derart umgeschaltet, daß er seine Ruhekontakte
79 A öffnet und seine Arbeitskontakte 79 B schließt. Diese Arbeitskontakte erregen die Wicklung
128 eines Verriegelungsrelais 129, dessen Arbeitskontakte 129A und 129ß schließen und dessen
Ruhekontakte 129C und 129 D sich öffnen. Durch die Ruhekontakte 129D wird die Wicklung 126 des
Ventils stromlos, das daher die Kammer 74 (Fig. 4)
unter Druck setzt. Infolgedessen öffnet der Kolben 66 die Backen der Teilvorrichtung. Das hat aber zur
Folge, daß sich die Kontakte 79B des Grenzschalters
79 öffnen und die Kontakte 79,4 schließen. Diese Kontakte 79/1 erregen die Wicklung 130 des Verriegelungsrelais
131, dessen Arbeitskontakte 130 A ein Zeitschaltrelais 132 erregen. Nach Ablauf von
etwa 2 Sekunden schließen sich die Arbeitskontakte 132/1 dieses Zeitrelais und schließen einen Stromkreis,
der durch die Ventilwicklung 126 verläuft. Dadurch werden die Positionierungsbacken wieder geschlossen.
Das führt aber zur Umschaltung des Grenzschalters 79 derart, daß dessen Kontakte 19 A
geöffnet und die Kontakte 79 B geschlossen werden, was jedoch keine unmittelbare Wirkung zur Folge
hat.
Nunmehr wird das Werkstück dadurch festgespannt, daß der auf den Kolben38 (Fig. 1) wirkende Druck
umgekehrt wird. Das führt zum Schließen des Grenzschalters 42, der das Relais 133 erregt. Die Ruhekontakte
133 A und 133 B dieses Relais öffnen sich, was zur Folge hat, daß die Ventilwicklung 126 wieder
stromlos wird und sich daher die Backen der Teilvorrichtung öffnen. Dadurch wird der Grenzschalter
79 umgeschaltet, so daß er die Kontakte 79 B öffnet und die Koniakte 79 A schließt. Wenn
nun der Schalter S derart umgeschaltet wird, daß die Kontakte 121 geschlossen und die Kontakte 122 geöffnet
werden, wird das Relais 129 durch den über seine Wicklung 134 verlaufenden Stromkreis freigegeben,
und die Wicklung 123 wird stromlos, um das hydraulische Druckmittel auf den Kolben 96 wirken
zu lassen und die Zylinderkammer des Kolbens 97 auf Abfluß zu schalten. Infolgedessen schwingt der
Halter 47 in seine ausgerückte Lage zurück; in der er den Grenzschalter 102 öffnet und den Grenzschalter
85 schließt. Der Grenzschalter 85 erregt die Entriegelungswicklung 135 des Relais 131, so daß die
Kontakte 131A öffnen. Nach dem Bearbeiten der
Verzahnung 9 des Werkstücks wird dieses ausgespannt. Das führt zum Öffnen des Grenzschalters 42,
womit das Arbeitsspiel der Positionierung vollendet und die elektrische Steueranlage in den Ausgangszustand
zurückversetzt wird, in dem das Arbeitsspiel begann.
Werden die Werkstücke von Hand eingeführt und herausgenommen, dann kann man den Schalter S
von Hand umschalten. Ist die Maschine aber mit einem selbsttätigen Werkstückförderer versehen,
dann empfielt es sich, die Kontakte 121 und 122 durch ein Relais zu schalten, das zur elektrischen
Steueranlage des Förderers gehört.
Claims (5)
1. Positionier- und Spanneinrichtung für eine
Verzahnungsmaschine mit einem auf der Werkstückspindel sitzenden Halter für das Werkstück
und mit einem Halter radialer beweglicher Backen, die das Werkstück beim Eingreifen in
ίο einander gegenüberliegende Zahnlücken so positionieren,
daß gleiche Spanabnahme an den gegenüberliegenden Zahnflanken stattfindet, mit radial beweglichen Spannbacken des Werkstückhalters
und mit Einrichtungen zum Andrücken des Werkstücks beim · Spannen an eine plane Fläche des Werkstückhalters, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Halter (47) der Positionierungsbacken (44, 45) längs der Spindelachse
(3) ein Kolben (43) nachgiebig verschiebbar
ao ist und durch diesen Kolben das Werkstück sowohl an einen auf der Spindelachse (3) gelegenen
abgefederten Zentrierkegel (15) des Werkstückhalters (4) als auch an die plane Sitzfläche (33)
mit einer die Drehung des Werkstücks gestattenden Kraft anpreßbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckerzeuger (53) zum
Anpressen des Kolbens (43) an das Werkstück mit größerer Kraft vorgesehen ist als mit der von
dem Zentrierkegel ausgeübten Kraft.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine solche Abstimmung des
Antriebs der Spannbacken (28) zum Antrieb (65, 66, 67) der Positionierungsbacken (44, 45), daß
das Festspannen des Werkstücks durch die Spannbacken (28) stattfindet, nachdem sich die
Positionierungsbacken geöffnet und ein zweites Mal geschlossen haben.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Maschinenteil,
an welchem der Halter (47) der Positionierungsbacken gelagert ist, von einem am Spindelgehäiuse (1) drehbar angebrachten Lagerbock
(48) gebildet wird, der um die Spindelachse (3) verdrehbar und einstellbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein das öffnen und
Schließen der Positionierungsbacken (44, 45) steuerndes Magnetventil (126) unter Steuerung
durch zwei Zeitschaltrelais (125,132) steht, dessen erstes Zeitschaltrelais (125) beim Einrücken
des Halters (47) durch einen Grenzschalter (102) erregbar ist und dadurch das Magnetventil (126)
zum erstmaligen Schließen der Positionierungsbacken (44,45) veranlaßt, die sich dann, gesteuert
durch einen durch sie geschalteten Grenzschalter (79), wieder öffnen, und dessen zweites
Zeitschaltrelais (132) beim Öffnen der Positionierungsbacken durch den Grenzschalter (79) erregbar
ist und dadurch nach Ablauf einer kurzen Pause das Magnetventil (126) zum zweimaligen
Schließen der Positionierungsbacken veranlaßt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
100
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