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DE1497908C - Fotografische Kamera - Google Patents

Fotografische Kamera

Info

Publication number
DE1497908C
DE1497908C DE1497908C DE 1497908 C DE1497908 C DE 1497908C DE 1497908 C DE1497908 C DE 1497908C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diaphragm
bearing ring
lever
guide number
brightness parameter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gerd Dr 3001 Ludersen Kiper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert AG
Original Assignee
Agfa Gevaert AG
Publication date

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Description

Bei einer bekannten fotografischen Kamera ist eine Belichtungssteuereinrichtung vorgesehen, die einen lichtempfindlichen Empfänger und ein Drehspulmeßwerk aufweist, das mit einem Blendenlamellenring einer zwei bewegliche Blendenlamellenlagerringe umfassenden Blende gekuppelt ist.
Um nun bei einer fotografischen Kamera für Blitzlichtaufnähmen mehrere Leitzählen sowie die Entfernungseinstellung zu berücksichtigen, ist bei einer weiteren bekannten fotografischen Kamera ein Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößeneinsteller vorgesehen, durch den der nicht durch das Drehspulmeßwerk beeinflußbare Blendenlamellenlagerring drehbar ist. Der andere, mit dem Drehspulmeßwerk zusammenarbeitende Blendenlamellenlagerring weist eine Treppenkurve auf, die bei der Einstellung »Automatik« mit einem als Anschlag dienenden schwenkbaren Hebel, welcher mit dem Drehspulmeßwerk in Verbindung steht, zusammenarbeitet. Bei Blitzlichtaufnahmen wird dieser schwenkbare Hebel durch eine an dem Leitzahl- oder Helligkeitsgrößeneinsteller vorgesehene Steuerkurve aus dem Bereich der Treppenkurve geschwenkt. Zur Berücksichtigung der Entfernungseinstellung ist ein Entfernungssteller vorgesehen, der eine Steuerkurve aufweist, durch die ein weiterer Hebel verschwenkbar ist, dessen freies Ende ebenfalls als Anschlag für die Treppenkurve des Blendenlamellenlagerringes dient. Bei der Einstellung »Automatik« entspricht der größtmögliche Drehwinkel des Blendenlamellenlagerringes den möglichen Blendenintervallen. Der zur Berücksichtigung der Entfernung dienende schwenkbare Anschlaghebel, der stets in den Weg der Treppenkurve geschwenkt ist, ist nun so weit von dieser entfernt angeordnet, daß er bei der Einstellung »Automatik« nicht in Eingriff mit der Treppenkurve des Blendenlamellenlagerringes kommt. Demzufolge muß in der Blitzlichteinstellage der genannte Blendenlamellenlagerring eine größere Drehbewegung ausführen. Um nun bei Blitzlichtaufnahmen eine belichtungstreue Blendeneinstellung zu erhalten, muß der genannte Blendenlamellenlagerring besonders ausgebildete Steuerkurven aufweisen, die von Stiften der Blendenlamellen durchgriffen werden.
Eine solche bekannte fotografische Kamera ist wegen des konstruktiven Aufwandes nachteilig, da ein größerer Konstruktionsraum erforderlich ist. Wegen der unterschiedlich großen Winkelbereiche in der Automatikeinstellage sowie in der Blitzlichteinstellage sind Beschleunigungen des Blendenlamellenlagerringes auf hohe Geschwindigkeiten gegeben, so daß beim Anschlagen große Stoßkräfte resultieren und außerdem verlängerte Steuerungszeiten zwischen Kamera- und Verschlußauslösung gegeben sind.
Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß wegen der besonderen Ausbildung der Steuerkurvenschlitze diese nicht in die Blendenlamelle gelegt werden können, sondern am genannten Blendenlamellenlagerring vorzusehen sind. Damit wirken die die Blendenlamellen steuernden Kräfte mit Hebelarmen an den auf den Lamellen vorgesehenen Stiften, die sie vor allem bei großen Ablaufgeschwindigkeiten zum Verkanten und damit zu erhöhter Reibung bringen, wodurch die einwandfreie Einsteuerung erschwert bzw. verhindert wird.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Kamera ist darin zu sehen, daß die Gefahr von Prellung zwischen den Anschlaghebeln und der Treppenkurve des Blendenlamellenlagerringes besteht, so daß falsche Blendenwerte einsteuerbar sind. Auch ist es nachteilig, daß eine Umschaltung von Tageslichtautomatik auf Blitzlichtautomatik oder Ball-Blenden nur. bei gespannter Kamera möglich ist, da im anderen Fall die genannte Treppenkurve mit einem der Anschlaghebel im Eingriff steht.
Wollte man diese Nachteile beseitigen, so könnte man z. B. ein Summengetriebe verwenden, was jedoch einen relativ hohen mechanischen Aufwand bedeutet.
ίο Bei einer weiteren bekannten fotografischen Kamera ist zur Berücksichtigung der Entfernung bei Blitzlichtaufnahmen mittels des Entfernungsstellers ein entsprechend veränderbarer, an die Stelle des lichtempfindlichen Empfängers schaltbarer Ersatzwiderstand vorgesehen. Ausgehend von einer solchen Kamera würde" man zur Berücksichtigung mehrerer Leitzahlen einen weiteren, ebenfalls entsprechend veränderbaren Widerstand vorsehen. Veränderbare Widerstände erfordern- jedoch Kontaktschleifer, die
ao den Nachteil aufweisen, daß infolge von Abnutzungserscheinungen sowie von Oxydation bzw. Verschmutzungen schädliche Übergangswiderstände auftreten können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Verwendung von möglichst wenigen elektrischen Elementen eine fotografische Kamera mit geringem mechanischem Aufwand und größerer Betriebssicherheit zu schaffen. Diese Aufgabe wird unter Vermeidung der bei den bekannten Kameras gege-
benen Nachteile durch die Kombination der folgenden, einzeln bereits bekannten Merkmale gelöst:
a) Eine Belichtungssteuereinrichtung, die einen lichtempfindlichen Empfänger und ein Drehspulmeßwerk aufweist, das mit einem Blendenlamellenlagerring einer zwei bewegliche Blendenlamellenlagerringe umfassenden Blende gekuppelt ist,
b) ein Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller, durch den der nicht durch das Drehspulmeßwerk beeinflußbare Blendenlamellenlagerring betätigbar ist,
c) ein bei der Durchführung von Blitzlichtaufnahmen mittels des Entfernungseinstellers entsprechend veränderbar, an die Stelle des lichtempfindlichen Empfängers schaltbarer Ersatzwiderstand,
d) ein durch den Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller betätigbarer Umschalter zur
_0 wahlweisen Einschaltung des lichtempfindlichen Empfängers oder des Ersatzwiderstandes.
Hierzu trägt der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller zweckmäßig einen einen Umschaltkontakt betätigenden Nocken.
Der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller trägt zweckmäßig eine zwei Abschnitte aufweisende Steuerkurve, deren einer Abschnitt eine Einstellung eines Stellhebels für das Zeitregelwerk auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit bewirkt, während der andere Abschnitt eine freie Bewegung des Stellhebels unter der Wirkung eines mit diesem Hebel verspannten Steuerhebels zuläßt, der an einer Zeitsteuerkurve des mit der Belichtungssteuervorrichtung gekuppelten Blendenlamellenlagerringes federnd
anliegt. .
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller zusätzlich als Balleinstellglied ausgebildet sein.
3 4
Zweckmäßig trägt der Leitzahl- oder Helligkeits- drehbar gelagert. Der Einsteller 31 trägt einen Mitkenngrößen-Einsteller einen Mitnehmeranschlag, der nehmeranschlag 32, der wahlweise zur Drehung eines , zur Einstellung mindestens eines Blendenlamellen- der beiden Blendenlamellenlagerringe 2, 3 gegen lagerringes. gegen einen Mitnehmerlappen des Lager- einen der beiden Mitnehmerarme 11, 12 geführt werringes führbar ist. 5 den kann. Der Einsteller 31 ist weiterhin mit einer
Bei Anwendung der Erfindung ergibt sich nicht nur Marke 33 versehen, die mit einer ortsfesten Skala 34 der Vorteil, daß eine Einstellung der Kamera für zusammenwirkt. Die Skala 34 ist in drei Abschnitte Blitzlichtgeräte verschiedener Helligkeiten in ein- 34^ 34 b und 34 c unterteilt. Der Abschnitt 34 a zeigt fächer Weise möglich ist, sondern daß hierzu auch ein Symbol für Blitzlichtaufnahmen und eine Reihe kein Eingriff in den elektrischen Stromkreis der Be- io von Blitzleitzahlen oder Helligkeitskenngrößen für lichtungssteuervorrichtung notwendig wird, deren verschiedene Blitzlichtgeräte. Die Helligkeitskenn-Aufbau bei Kameras der eingangs genannten Gattung größen können z. B. den Leitzahlen dieser Blitzlichtohnehin komplizierter als bei Kameras mit einer ledig- geräte für einen Film mit 18 DIN entsprechen. Der lieh für Tageslichtaufnahmen vorgesehenen Beiich- Abschnitt 34 b weist ein Symbol für Aufnahmen mit tungssteuervorrichtung ist. 15 selbsttätiger Belichtungsregelung auf, während der
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Abschnitt 34 c ein Symbol für Ballaufnahmen und
Erfindung in einer teilweise schematischen Darstel- die Reihe der einstellbaren Blendenwerte zeigt.
. lung wiedergegeben. . Der Einsteller 31 ist weiterhin mit einer zwei Be-
Beim Ausführungsbeispiel sind konzentrisch zu reiche 35 α, 35 ft umfassenden Steuerkurve versehen, dem mit 1 bezeichneten Objektiv zwei Blenden- so die mit einem Ansatz 36 des Stellhebels 20 zusamlamellenlagerringe 2, 3 drehbar angeordnet. Zwischen menwirken kann. Der Einsteller 31 trägt ferner einen diesen beiden Ringen sind Blendenlamellen 4 vorge- Steuernocken 37, mit dem der bewegliche Kontakt sehen, von denen zur besseren Übersicht lediglich 38 α eines Umschalters 38 betätigbar ist. Der Umeine dargestellt ist. Jede Blendenlamelle 4 umfaßt schalter 38 weist außerdem zwei feste Kontakte 38 b einen Zapfen 5, der in eine Bohrung des Blenden- 45 und 38 c auf. Liegt, wie in der Zeichnung dargelamellenlagerringes 2 eingreift und eine Steuerkurve 6, stellt, der bewegliche .Kontakt 38 a am festen Kontakt in die ein Stift 7 des Blendenlamellenlagerringes 3 38 ft an, so ist der für Tageslichtaufnahmen vorgeeingreift. sehene Stromkreis, in dem in Reihe eine Fotozelle 39,
Der Blendenlamellenlagerring 3 weist an seinem ein Widerstand 40 und ein Drehspulinstrument 41
Umfang eine Belichtungszeitsteuerkurve 8 auf und 30 liegen, geschlossen. Liegt der bewegliche Kontakt 38 α
trägt weiter einen Arm 9, an dem eine Kuppelstange am Kontakt 38 c an, so ist der für Blitzlichtaufnah-
10 zur Verbindung mit der nicht näher dargestellten men vorgesehene Stromkreis geschlossen, in dem sich
Abtastanordnung der Belichtungssteuervorrichtung neben dem Drehspulinstrument 41 und einer Strom-
angelenkt ist. . quelle 42 mehrere Widerstände 43, 44, 45 befinden.
Jeder der beiden Blendenlamellenlagerringe 2, 3 35 Die Widerstände 43 bis 45 können mittels eines beträgt weiterhin einen Mitnehmerarm 11 bzw. 12. Die weglichen Schleifkontaktes 46 und je einer Schleifbeiden Mitnehmerarme 11, 12 liegen in der in der kontaktbahn 47, 48, 49 nacheinander in den Strom-Zeichnung wiedergegebenen Ruhestellung an einem kreis eingeschaltet werden. Der bewegliche Schaltfesten Anschlag 13 an. Um dies zu erreichen, ist zwi- kontakt 46 ist dabei bewegungsschlüssig mit dem sehen dem Mitnehmerarm 11 und dem Anschlag 13 40 nicht dargestellten Entfernungseinsteller verbunden, eine erste Zugfeder 14 und zwischen den beiden so daß je nach der eingestellten Entfernung der Blendenlamellenlagerringen 2, 3 eine zweite Zugfeder Schleifkontakt 46 auf einer der Schleifkontaktbahnen
15 gespannt. 47, 48 oder 49 steht. Endlich ist am Einstellen 31 eine Mit der Belichtungszeitsteuerkurve 8 kann ein Stift Steuerausnehmung 50 für einen nur teilweise darge-
16 eines Steuerhebels 17, der um eine feste Achse 18 45 stellten Ballsteuerhebel 51 vorgesehen,
schwenkbar gelagert ist, zusammenwirken. Der In der in der Zeichnung wiedergegebenen EinSteuerhebel 17 trägt einen Anschlaglappen 19, an stellung der Kamera nimmt der Zeiger des Drehdem der eine Arm eines ebenfalls um die Achse 18 spulinstrumentes 41 eine Stellung ein, die dem auf drehbar gelagerten zweiarmigen Stellhebels 20 unter die Fotozelle 39 auftreffenden Licht entspricht. Wird der Wirkung einer zwischen dem Steuerhebel 17 und 50 nunmehr die Kamera ausgelöst, so wird der vom dem Stellhebel 20 gespannten Schenkelfeder 21 an- Zeiger des Drehspulinstrumentes 41 angegebene Wert liegt. Gegen die mit dem Anschlaglappen 19 zusam- abgetastet und über die Kuppelstange 10 auf den menwirkende Seite des Stellhebels 20 ist weiterhin ein Blendenlamellenlagerring 3 übertragen. Dieser Ring Stift 22 eines um eine feste Achse 23 schwenkbar ge- dreht sich daher mehr oder minder weit in Richtung lagerten Hemmhebels 24 unter der Wirkung einer 55 des Pfeiles a. Da bei dieser Einstellung der Blendenweiteren · Schenkelfeder 25 geführt. Der Hemmhebel lamellenlagerring 2 infolge der Anlage seines Mit-24 trägt ein Zahnsegment 26, das mit einem Ritzel 27 nehmerarmes 11 am Anschlag 13 feststeht, ändert kämmt. Das Ritzel 27 ist gemeinsam mit einem die sich hierdurch einerseits die Blende. Andererseits Hemmasse bildenden Rad 28 auf eine Welle 29 auf- kann der Stift 16 entlang der Steuerkurve 8 gleiten, gesetzt. Der Hemmhebel 24 ist weiterhin mit einem 60 Bei dieser Bewegung drehen sich die beiden Hebel Anschlagstift 30 versehen, der in den Ablaufweg 17, 20 gemeinsam in Richtung des Pfeiles b. Dieser
■ eines Vorsprunges des nicht dargestellten Sektoren- Drehung kann unter der Wirkung der Schenkelfeder
antriebringes hineinragt. Die Teile 24, 27 und 28 bil- 25 der Stift 22 und damit der Hemmhebel 24 folgen,
den dabei das Zeitregelwerk des im übrigen nicht Es erfolgt somit auch eine von der Helligkeit abnäher dargestellten, in an sich bekannter Weise ausge- 65 hängende Einstellung des Zeitregelwerkes und damit
führten Verschlusses. der Belichtungszeit.
Konzentrisch zum Objektiv 1 ist weiterhin ein Wird der Einsteller 31 so weit gedreht bis seine
ringförmiger, von Hand betätigbarer Einsteller 31 Marke 33 einem Wert des Skalenbereichs 34 a gegen-
übersteht, so wird zunächst der Umschalter 38 derart betätigt, daß die'bewegliche Kontaktzunge 38 α von dem festen Kontakt 38 b abgehoben und zur Anlage am festen Kontakt 38 c gebracht wird. Weiterhin läuft der Abschnitt 35 b gegen den Ansatz 36 und schwenkt hierdurch den Stellhebel 20 in Richtung des Pfeiles b, wobei sich der Stellhebel 20 vom Anschlaglappen 19 unter Spannung der Schenkelfeder 21 abhebt. Dieser Einstellbewegung des Stellhebels 20 folgt wiederum in bereits beschriebener Weise der Hemmhebel 24, der somit eine bestimmte Belichtungszeit, die für Blitzlichtaufnahmen geeignet ist, am Zeitregelwerk einstellt. Außerdem läuft im Verlauf der Drehbewegung des Einstellers 31 der Mitnehmeranschlag 32 gegen den Mitnehmerarm 11 des Blendenlamellenlagerringes 2. Es erfolgt daher weiterhin eine Einstellung dieses Ringes 2 und damit eine Voreinstellung der Blende. Wird weiterhin in an sich bekannter Weise anschließend die Entfernung eingestellt, so wird über den beweglichen Schleifkontakt 46 mindestens einer der Widerstände 43 bis 45 in den für Blitzlichtaufnahmen wirksamen Stromkreis eingeschaltet. Der Zeiger des Drehspulinstrumentes 41 nimmt also nunmehr eine Stellung ein, die ein Maß für die bei der Blitzlichtaufnahme unter Berücksichtigung der Entfernung einzustellenden Blende ist.
Bei einer anschließenden Auslösung der Kamera wird die Stellung des Zeigers des Drehspulinstrumentes 41 wiederum abgetastet und der ermittelte Einstellwert auf den Blendenlamellenlagerring 3 übertragen. Dieser Ring kann sich wiederum in Richtung des Pfeiles α drehen und hierbei die Blende endgültig einstellen. Die Größe der tatsächlich eingestellten Blendenöffnung hängt jedoch zusätzlich von der Voreinstellung des Blendenlamellenlagerringes 2 ab, so daß unterschiedliche Blitzlichtgeräte-Helligkeiten berücksichtigt werden können. Da der Stellhebel 20 im Blitzlichteinstellbereich des Einstellers 31 vom Anschlaglappen 19 des Steuerhebels 17 abgehoben ist, - übt die Belichtungssteuerkurve 8 keinen Steuereinfluß auf den Hemmhebel 24 und damit das Zeitregelwerk des Verschlusses aus.
Wird die Marke 33 des Einstellers 31 einem der Werte des Skalenabschnittes 34 c gegenübergestellt, so gelangt die Steuerausnehmung 50 in den Bewegungsbereich des Ballsteuerhebels 51. Gleichzeitig wird über den Mitnehmeranschlag 32 und den Mitnehmerarm 12 der Blendenlamellenlagerring 3 in Richtung des Pfeiles α gedreht. Da der Blendenlamelleriiagerring 2 bei dieser Einstellung wiederum in der Grundstellung stehenbleibt, ergibt sich hierdurch die Einstellung des gewünschten Blendenwertes. Um zu vermeiden, daß bei einer anschließenden Auslösung der Kamera die mit dem Zeiger des Drehspulinstrumentes 41 zusammenwirkende Äbtastgetriebekette einen zusätzlichen Steuereinfluß auf den Blendenlamellenlagerring 3 ausübt, kann entweder die Anordnung so getroffen sein, daß durch die Bewegung des Einstellers 31 in den Balleinstellbereich ein Schalter im Stromkreis des Drehspulinstrumentes 41 unterbrochen wird, so daß dessen Zeiger in eine Nullstellung zurückfällt, oder aber es kann eine vom Einsteller 31 gesteuerte Verriegelungsvorrichtung für die Abtastgetriebekette vorgesehen sein. Eine solche Verriegelungsvorrichtung zeigt beispielsweise die deutsche Patentschrift 1 177 920.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel kann die Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit für Aufnahmen unter Verwendung der selbsttätigen Belichtungssteuervorrichung beispielsweise durch Abdecken der Fotozelle 39 erfolgen. Diese Filmempfindlichkeitseinstellung ist also für Blitzlichtaufnahmen unwirksam. Dann sind auf den Abschnitt 34 α der Skala 34 Blitzleitzahlen aufgetragen. Wird jedoch für Tageslichtaufnahmen die Empfindlichkeit des eingelegten Filmes beispielsweise durch Drehung des Drehspulinstrumentes 41 berücksichtigt, so ist dieser Wert
ίο auch für Blitzlichtaufnahmen eingestellt. In diesem Falle sind auf dem Skalenabschnitt 34 a Helligkeitskenngrößen für die zu verwendenden Blitzlictitgeräte aufzutragen.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel wird im Einstellbereich für die selbsttätige Belichtungsregelung die Belichtungszeit nicht geändert.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist an Stelle der Fotozelle 39 ein Fotowiderstand mit einer Batterie vorgesehen. Die Batterie ist zwischen dem Dreh-
ao spulinstrument 41 und dem beweglichen Kontakt 38 a im Stromkreis angeordnet.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Fotografische Kamera, gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden, einzeln bereits bekannten Merkmale:
a) eine Belichtungssteuereinrichtung, die einen lichtempfindlichen Empfänger (39) und ein Drehspulmeßwerk (41) aufweist, das mit einem Blendenlamellenlagerring (3) einer zwei bewegliche Blendenlamellenlagerringe (2, 3) umfassenden Blende gekuppelt ist,
b) ein Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller (31), durch den der nicht durch das Drehspulmeßwerk (41) beeinflußbare Blendenlamellenlagerring (2) betätigbar ist,
c) ein bei der Durchführung von Blitzlichtaufnahmen mittels des Entfernungseinstellers entsprechend veränderbarer, an die Stelle des lichtempfindlichen Empfängers (39) schaltbarer Ersatzwiderstand (43 bis 45),
d) ein durch den Leitzahl- oder Helligkeitsr kenngrößen-Einsteller betätigbarer Umschalter zur wahlweisen Einschaltung des lichtempfindlichen Empfängers (39) oder des Ersatzwiderstandes (43 bis 45).
2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller (31) einen einen Umschaltkontakt (38 α) des Stromkreises der Belichtungssteuervorrichtung betätigenden Nocken (37) trägt.
3. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller (31) eine zwei Abschnitte (35 a, 35 ft) aufweisende Steuerkurve trägt, deren einer Abschnitt (35 b) eine Einstellung eines Stellhebels (20) für das Zeitregelwerk auf eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit bewirkt, während der andere Abschnitt (35 α) eine freie Bewegung des Stellhebels (20) unter der Wirkung eines mit diesem Hebel verspannten Steuerhebels (17) zuläßt, der an einer Zeitsteuerkurve (8) des mit der Belichtungssteuervorrichtung gekuppelten Blendsnlamellenlagerringes (3) federnd anliegt.
4. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller (31) zusätzlich als Balleinstellglied (50) ausgebildet ist.
5. Kamera nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitzahl- oder Helligkeitskenngrößen-Einsteller (31) einen Mitnehmeranschlag (32) trägt, der zur Einstellung mindestens eines Blendenlamellenlagerringes (2, 3) gegen einen Mitnehmerlappen (11,12) des Lagerringes führbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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