DE2351324C3 - Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer Blitzlichteinrichtung - Google Patents
Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer BlitzlichteinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine plmiographische Kamera
mit einem Blendenverschluß, mit einer Fassung für eine Blitzlichteinrichtung, insbesondere einen Mehrfachblitzwürfel
mit jeder Blitzlampe zugeordnetem Reflektor, und mit einer weiteren Fassung für eine zweite
Blitzlichteinrichtung, insbesondere einem Elektronenblitzgerät, wobei die Blendenöffnung bei Betrieb sowohl
der ersten Blitzlichteinrichtung als auch der zweiten Blitzlichteinrichtung zwangsläufig in Abhängigkeit von
der Entfernung steuerbar ist
Aus der DT- PS 12 59 194 ist eine Kamera bekannt, die
sowohl mit einer Fassung für eine elektrisch zündbare einzelne Blitzlampe als auch mit einer Fassung für einen
Mehrfachblitzwürfel ausgerüstet ist Beim Einsetzen einer Blitzlampe oder eines Blitzwürfels wird über
geeignete Mittel ein Zeitring zur Einstellung der Belichtungszeit bei Blitzbetrieb verdreht Ferner ist
offenbart, daß in prinzipiell gleicher Weise auch eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Blendeneinstellung oder
auch eine Blitzlicht-Leitzahlkupplung zwischen dem Blenden- und Entfernungseinsteller erfolgen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der eingangs genannten Art so auszugestalten,
daß sie bei einem einfacheren Aufbau für beide Lichtquellen geeignet ist und zugleich eine einfache
Handhabung gestattet.
Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Mittel erreicht.
Die weiteren Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen sowie den Unteransprüchen.
Die Zeichnung, in der aus Gründen der Übersichtlichkeit nur die zur Erläuterung des Aufbaus und der
Funktion der Kamera wesentlichen Bauteile eingezeichnet sind, zeigt in der
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Kamera mit einstellbarem Aufnahmeobjektiv in schematischer Darstellung
und
F i g. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einerKamera
gemäß Fig. 1 mit Fix-Fokus-Objektiv in schematischer
Darstellung.
Es hat sich gezeigt, daß der überwiegende Anteil aller mit Blitzlicht belichteten Aufnahmen auf Filmmaterial
mit einer Empfindlichkeit zwischen 17 und 21 DIN und einer durchschnittlichen Entfernung von etwa 3 Metern
belichtet werden. Diese Erkenntnis führte zur Einführung des Mehrfachblitzwürfels, der eine durchschnittliche
Leitzahl von 20 bis 24 aufweist, womit eine Berücksichtigung unterschiedlicher Leitzahlen der verwendeten
Blitzgeräte bei der Blendenbestimmung in Abhängigkeit von der Entfernung entfällt und die
photographische Kamera in ihrem Aufbau vereinfacht wird.
Um nun an Kameras, weiche vielfältigen Anforderungen
beim Blitzbetrieb unter Beibehaltung einei unkomplizierten
Handhabung und eines einfachen Aufbaus der Kamera gerecht werden sollen, auch elektronische bzw.
elektrische Blitzgeräte zusätzlich zu den Blitzwürfeln anschließen zu können, geht die Erfindung von der
Erkenntnis aus, nur Blitzgeräte zu verwenden, die einen dem Blitzwürfel entsprechenden Leitzahlbereich von
ebenfalls 20 — 24 aufweisen.
Durch diese Maßnahme kann die einfache Steuerung der Belichtungswerte beim Blitzwürfelbetrieb auch
beim Elektronenblitzbetrieb verwendet werden, und es wird trotz dieser wesentlichen Vereinfachung von
Kameraaufbau und Kamerahandhabung ein umfangreicher Belichtungsspielraum erzielt, der den Anforderungen
beim Blitzbetrieb weitgehend genügt.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel
einer derartigen Kamera.
Im Gehäuse 11 der Kamera sind zwei Schieber 12 und
13 eines Blendenverschlusses gegenläufig zueinander
bewegbar gelagert In geschlossener Stellung der Verschlußschieber 12 und 13 liegen zu beiden Seiten
eines fokussierbaren Auinahmeobjektivs 40 tropfenförmige
Öffnungen 14 und 15 der Schieber 12 hzw. 13, die zur Bildung der Blendenöffnung dienen. >
Um eine Achse 16 ist ein als doppelarmiger Hebel
ausgebildetes Blendensteuerglied 17 drehbar gelagert. Der eine Arm 17a des Blendensteuergliedes 17 endet in
einer Steuerkurve 18, der ein Anschlag 19 auf dem Schieber 13 zugeordnet ist. Der andere Arm 17b des
Blendensteuergliedes 17 ist als Taster 36 ausgebildet, der mit einer am Umfang des Aufnahmeobjektes 40
vorgesehenen Kurve 39 in Eingriff kommtEin Ausleger 21 des Blendensteuergliedes 17 stützt sich an einer
Schulter 22 einer verschiebbar im Gehäuse 11 gelagerten Stange 23 ab. Das eine Ende der Stange 23
steht mit einem Hemmwerk 32 für die Zeitbildung bei Aufnahmen mit Tageslicht in Verbindung, während das
andere Ende im Zentrum einer Fassung 24 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Blitzwürfels endet.
Neben der Fassung 24 ist ein Steckschuh 29 an einer Seitenwand des Kameragehäuses vorgesehen, der zur
Aufnahme von elektrischen bzw. elektronisch gesteuerten Blitzlichtgeräten gleicher Leitzahl wie ein Blitzwürfel
dient
Außerhalb der Fassung 24 ist am Ende der in dieser Fassung endenden Stange 23 ein Ausleger 50 angebracht,
der einen parallel zur Stange 23 liegenden und in den Steckschuh 29 für elektronische Blitzlichtgeräte
ragenden Stößel 51 trägt Mittels dieses Stößels 51 wird die Stange 23 in gleicher Weise wie beim Einsetzeil
eines Blitzwürfels in die Fassung 24 auch beim Einsetzen eines Elektronenblitzgerätes in den Steckschuh 29
verschoben. Die Verschiebung der Stange 23 verursacht die entfernungsabhängige Einstellung der Blende sowie
die Umstellung der Blitzlichtzeit.
Der Fassung 24 ist ein Schalter 30 und dem Steckschuh 29 ein Schalter 31 zugeordnet, die beim
Einsatz eines jeweiligen Blitzlichtgerätes über eine elektronische Zeitbildungseinrichtung die Verschlußöffnungszeiten
bilden, beispielsweise beim Einsatz eines Blitzwürfels 1Ao Sekunde und beim Einsatz eines
elektronischen oder elektrischen Blitzgerätes V125 Sekunde. Bei Blitzbetrieb ist das Hemmwerk 32
abgeschaltet.
Mit einer derartig ausgebildeten Kamera ist die Blendenöffnung beim Betrieb sowohl mit Mehrfachblitzwürfeln
als auch mit einem Elektronenblitzgerät der gleichen oder nahezu gleichen Leitzahl wie die eines
Blitzwürfels zwangsläufig in Abhängigkeit von der Entfernung steuerbar.
Bei in die Fassung 24 eingesetztem Blitzwürfel wird die Stange 23 gegen die Kraft einer Feder 33 in
Pfeilrichtung A verschoben. Dabei verschwenkt das Ende der Stange 23 das Hemmwerk 32, bis es außerhalb
des Bewegungsbereiches eines auf dem Schieber 13 sitzenden Nockens 34 liegt. Die Zeitbildung für
Tageslicht-Belichtung ist damit außer Betrieb gesetzt.
Ferner gibt die Schulter 22 den Ausleger 21 frei, und das Blendensteuerglied 17 kann mittels einer Feder 35
so weit in Pfeilrichtung B gezwungen werden, bis der Taster 36 an der Kurve 39 des Aufnahmeobjektivs 40
zur Anlage kommt. Je nach Stellung dieser Kurve 39 hat die Steuerkurve 18 des Blendensteuergliedes 17 vom
Anschlag 19 einen bestimmten Abstand. Beim Auslösen der Kamera durchläuft der Anschlag 19 diesen Weg und
kommt an der Steuerkurve 18 zur Anlage. Die Schieber 12 und 13 werden stillgesetzt und eine von der
Entfernung des Aufnahmegegenstandes abhängige Blendenöffnung mittels der öffnungen 14 und 15
gebildet. Durch Betätigen des Schalters 30 wird durch eine elektronische Zeitbildungseinrichtung die Belichtungszeit
von 1Ao Sekunde am Verschluß eingestellt
Beim Einsatz eines elektrischen bzw. elektronischen Blitzgerätes wird zum einen der Schalter 31 zur Bildung
der Blitzzeit von '/us Sekunde geschlossen. Zum anderen wird über den Stößel 51 und den Ausleger 50
die Stange 23 in gleicher Weise wie beim Einsatz eines Blitzwürfels verschoben, und es laufen die oben
beschriebenen Vorgänge mit gleicher Funktion ab.
In der Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kamera mit einem Fix-Fokus-Objektiv 40
dargestellt Diese Kamera ist bis auf die Mechanik zur Blendeneinstellung genauso aufgebaut wie die anhand
der F i g. 1 beschriebene und funktioniert auch wie dieselbe.
Zur Einstellung der Blende ist jedoch ein lineares Übertragungsgetriebe sowie ein Einsteller 26 vorgesehen.
Das Übertragungsgetriebe wird von einem im Gehäuse 11 geführten Stab 53 gebildet, der sich mit
seinem einen Ende auf dem Taster 36 abstützt und mit seinem anderen Ende an einer linearen Kurve 54 des
Einstellers 26 anlegt Eine Drehfeder 55 verschwenkt zu diesem Zweck das Blendensteuerglied 37 im Uhrzeigersinn.
Eine am Einsteller 26 angeordnete Marke 56 ist gegenüber einer gehäusefesten Blendenskala 27 angeordnet,
die statt der Blendenwerte mit mit diesen korrespondierenden Entfernungswerten versehen ist.
Wird mittels des Einstellers 26 eine bestimmte Entfernung an der Blendenskala 27 eingestellt, so wird
unter Berücksichtigung der Leitzahlwerte eines Blitzwürfels bzw. eines Elektronenblitzgerätes, die, das sei
nochmals gesagt, in einem Leitzahlbereich von 20 — 24 liegen, die der Entfernung zugeordneten Blende durch
Einschwenken des Blendensteuergliedes 17 in den Ablaufweg des Anschlags 19 eingestellt.
Mit der erfindungsgemäßen Kamera können eine Vielzahl von Problemen, die bei Aufnahmen im
Blitzbetrieb auftreten, gelöst werden, indem zum einen beim Blitzwürfelbetrieb und zum anderen beim
Elektronenblitzbetrieb die Blende selbsttätig in Abhängigkeit von der Entfernungseinstellung des Aufnahmeobjektivs
festgelegt wird.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Kamera liegt auch darin, daß für die Steuerung bei
Elektronenblitzbetrieb keine zusätzlichen Funktionsteile erforderlich sind. Auch auf zusätzliche Skalen, wie
Blendenskalen, kann verzichtet werden. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der Bedienungssicherheit
der Kamera, weil der Kamerabenutzer keine Rückstellung der Kameraeinstellung von Blitzbetrieb auf
Tageslichtbetrieb vornehmen muß. Nach der Abnahme eines Blitzgerätes vom Kameragehäuse ist die Kamera
wieder für Tageslichtbelichtung bereit, indem das von der Stange 23 außer Betrieb gehaltene Hemmwerk 32
wieder in seine Funktionsstellung schwenkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß, mit einer Fassung für eine Blitzlichteinrichtung,
insbesondere einen Mehrfachblitzwürfel mit jeder Blitzlampe zugeordnetem Reflektor, und
mit einer weiteren Fassung für eine zweite Blitzlichteinrichtung, insbesondere einem Elektronenblitzgerät,
wobei die Blendenöffnung bei Betrieb ι ο sowohl der ersten Blitzlichteinrichtung als auch der
zweiten Blitzlichteinrichtung zwangsläufig in Abhängigkeit von der Entfernung steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Schaltstange (23) mit einer Schulter (22) vorgesehen ist, die '
sowohl durch einen in eine Fassung (24) eingesetzten Blitzwürfel als auch durch ein in einen Aufnahmeschuh
(29) eingesetztes Elektronenblitzgerät verschoben wird und dadurch ein Blendensteuerglied
(17) freigibt, das in den Ablaufweg eines an einem Blendenglied (13) angeordneten Anschlags (19)
einschwenkt und dabei mit einer am Aufnahmeobjektiv (40) angeordneten Kurve (39) zur Bildung der
Blendenöffnung in Abhängigkeit von der Entfernung des Aufnahmegegenstandes in Eingriff kommt.
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blendensteuerglied
(17) als um eine Achse (16) verschwenkbarer doppelarmiger Hebel ausgebildet ist, der bei nicht
gestecktem Blitzgerät sich mit einem Vorsprung (21) infolge der Kraft einer Feder (35) an einer an der
Stange (23) vorgesehenen Schulter (22) abstützt, und daß sein einer Arm (i7a) eine dem Anschlag (19)
zugeordnete Steuerkurve und sein anderer Arm (i7b) einen der am Umfang des Aufnahmeobjektivs
vorgesehenen Kurve (39) zugeordneten Taster bildet.
3. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der in
der Fassung (24) für Blitzwürfel endenden Stange (23) ein Ausleger (50) vorgesehen ist, der einen
parallel zur Stange (23) liegenden und in die Fassung (29) für Elektronenblitzgeräte ragenden Stößel (51)
trägt.
4. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Bildung der Blitzlichtzeiten mittels einer elektronischen Belichtungssteuereinrichtung bei Blitzwürfelbetrieb
ein vom Blitzwürfel steuerbarer Schalter (30) und bei Elektronenblitzbetrieb ein vom Elektronenblitzgerät
steuerbarer weiterer Schalter (31) vorgesehen sind.
5. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, mit einem Fix-Fokus-Aufnahmeobjektiv,
dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (36) des doppelarmigen Blendensteuergliedes (17) mittels
eines linearen Übertragungsgetriebes (53, 54) mit einem Einsteller (26) für die Größe der Blendenöffnung
verbunden ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2351324A DE2351324C3 (de) | 1973-10-12 | 1973-10-12 | Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer Blitzlichteinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2351324A DE2351324C3 (de) | 1973-10-12 | 1973-10-12 | Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer Blitzlichteinrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2351324A1 DE2351324A1 (de) | 1975-04-17 |
| DE2351324B2 DE2351324B2 (de) | 1977-10-27 |
| DE2351324C3 true DE2351324C3 (de) | 1978-06-29 |
Family
ID=5895288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2351324A Expired DE2351324C3 (de) | 1973-10-12 | 1973-10-12 | Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß und einer Blitzlichteinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2351324C3 (de) |
-
1973
- 1973-10-12 DE DE2351324A patent/DE2351324C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2351324B2 (de) | 1977-10-27 |
| DE2351324A1 (de) | 1975-04-17 |
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