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DE1469718C - Verfahren zum Farben von Faser materialien mit wasserlöslichen Ester salzen von Leukokupenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Farben von Faser materialien mit wasserlöslichen Ester salzen von Leukokupenfarbstoffen

Info

Publication number
DE1469718C
DE1469718C DE19651469718 DE1469718A DE1469718C DE 1469718 C DE1469718 C DE 1469718C DE 19651469718 DE19651469718 DE 19651469718 DE 1469718 A DE1469718 A DE 1469718A DE 1469718 C DE1469718 C DE 1469718C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber materials
ester salts
dyes
leukocupene
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651469718
Other languages
English (en)
Other versions
DE1469718A1 (de
Inventor
Herwig Dipl Chem Dr 6230 Frankfurt ClOl 5 04 Beck
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei ster Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei ster Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt filed Critical Farbwerke Hoechst AG, vormals Mei ster Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt
Publication of DE1469718A1 publication Critical patent/DE1469718A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1469718C publication Critical patent/DE1469718C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Bei den bekannten Verfahren zum Färben von Fasermaterialien mit Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen werden die mit den Leukoküpenestern behafteten Fasermaterialien zur Entwicklung der Färbung, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, in Gegenwart von Säuren, der Einwirkung eines Oxyd.ationsmittels, wie z. B. Alkalinitrit, -chromat oder -chlorat, ausgesetzt. Die Entwicklung kann dabei entweder durch Nachbehandlung mit einem Säure oder Säure abspaltenden Mittel enthaltenden Bad.des Oxydationsmittels vorgenommen werden; meist wird jedoch das Oxydationsmittel sowie ein Säure abspaltendes Mittel bereits der Lösung des Leukoküpenesters zugesetzt, so daß die Entwicklung beim nachgeschalteten Dämpfen oder trockenen Erhitzen erfolgt. Ein Nachteil dieser bekannten Arbeitsweise ist, daß sich hiernach auf Mischgeweben aus synthetischen Fasern, wie z. B. Polyesterfasern und Zellulosefasern, nur faserungsgleiche und unegale Färbungen erzielen lassen.
Es wurde nun gefunden, daß sich Fasermaterialien mit wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen in einfacher Weise, auch ohne Mitverwendung von Oxydationsmitteln und Säuren, färben lassen, wenn man auf die Fasermaterialien Leukoküpenester aus einer wäßrigen, gegebenenfalls Verdickungsmittel enthaltenden Zubereitung aufbringt, trocknet und danach kurze Zeit auf hohe Temperaturen (Thermofixierbedingungen) erhitzt. Bei den wäßrigen Zubereitungen kann es sich um Druckpasten oder vorzugsweise Klotzfiotten handeln.
Die Umwandlung des Leukoküpenesters zum Farbstoffpigment findet unter den für die einzelnen Faserarten in der Praxis üblichen Thermofixierbedingungen, d. h. durch trockenes Erhitzen auf Temperaturen im Bereich von etwa 170 bis 2400C während etwa 5 Sekunden bis 4 Minuten statt. Hierbei tritt offenbar eine thermische Abspaltung der Estergruppe vom Estersalz des Leukoküpenfarbstoffes und eine Oxydation zum Küpenfarbstoff durch den Luftsauerstoff ein. Im allgemeinen ist die Farbstoffausbeute um so größer, je höher die Fixiertemperatur gewählt wird. Bei Mischgeweben erfolgt die Fixierung des Farbstoffes gleichzeitig sowohl auf den synthetischen Fasern als auch auf den Naturfasern.
Als Fasermaterialien, die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung gefärbt werden können, kommen Faserstränge, Gewebe, Gewirke, Faservliese u. dgl. aus natürlichen Fasern, wie z. B. Baumwolle oder anderen Zellulosefasern, Wolle, Seide und insbesondere aus synthetischen Fasern aus linearen PoIyestern, Polyamiden, Polyacrylnitril u. dgl. sowie Gemische aus» natürlichen und synthetischen Fasern in Frage. Bevorzugt kommen Fasermaterialien aus linearen Polyestern und vor allem Gemische aus Polyester- und Zellulosefasern in Betracht.
ίο Ein Vorteil des Verfahrens ist die sehr einfache Arbeitsweise, die in der Praxis bei zunehmendem Einsatz wenig geschulter Arbeitskräfte von Bedeutung ist. Wegen des sehr einfachen Färberezeptes ist eine gute Reproduzierbarkeit beim Färben großer Metragen gewährleistet.
Die Anwendung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung auf Fasergemischen aus Polyester- und Zellulosefasern ist besonders vorteilhaft, da hierbei überraschend Färbungen mit sehr guter Egalität, Tongleichheit und Farbtiefengleichheit bei gleichzeitigen guten Echtheitseigenschaften erhalten werden. Diese Fasergemische bieten beim Färben mit Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen nach den bekannten Verfahren unter Anwendung von Oxydationsmitteln besondere Schwierigkeiten, weil infolge stärkerer Anfärbung der Zellulosefasern leicht eine Ton- und Farbtiefenungleichheit der Färbungen eintritt.
Beim Färben von Zellulosefasern kann es zur Verhütung von Farbtonverschiebungen, wie sie beim Färben großer Metragen leicht auftreten, angebracht .sein, dem Estersalze von Leukoküpenfarbstoffen enthaltenden Klotzbad Anlagerungsverbindungen von Äthylenoxyd an Alkylphenole zuzusetzen. Vorzugsweise kommen Anlagerungsverbindungen von 7 bis
10 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonylphenol zur Anwendung. Hierdurch werden auch bei Verwendung von Gemischen von Leukoküpenestern mit unterschiedlicher Substantivität Farbtonverschiebungen ausgeglichen und endengleiche Färbungen erhalten. Durch den Zusatz dieser Oxäthylierungsprodukte wird beim Färben von synthetischen Fasern oder synthetische Fasern enthaltenden Mischgeweben in vielen Fällen ferner eine Erhöhung der Farbausbeute auf dem synthetischen Fasermaterial bewirkt.
Beispiel 1
Eine 1 g/l des Farbstoffes C. I. 69 526 (Colour Index, Vol. 3, 1956) enthaltende Flotte wird bei 200C auf ein Mischgewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern und Baumwolle (67/33) mit einem Abquetscheffekt von
etwa 65% aufgeklotzt. Anschließend wird "bei 1300C getrocknet, 60 Sekunden bei 2100C fixiert und danach wie üblich kochend geseift und fertiggestellt. Es wird eine Graufärbung erhalten, bei der beide Faserarten tongleich angefärbt sind.
Beispiel 2
Ein Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern wird mit einem Abquetscheffekt von etwa 45°/0 mit einer Flotte bei 20° C geklotzt, die im Liter 1 g des Farbstoffes C. I. 73 361 (Colour Index, Vol. 2, 1956) enthält. Anschließend wird bei 1200C getrocknet, 60 Sekunden auf 2100C trocken erhitzt und kochend geseift. Es wird eine Rosafärbung erhalten.
3 4
Beispiel 3 bei 20° C ein Polyamidgewebe geklotzt. Die Ware wird
kontinuierlich bei 1000C zwischengetrocknet, zur
Mit einer wäßrigen Flotte, die im Liter 1 g des Färb- Fixierung 60 Sekunden auf 180° C erhitzt und danach stoffes C. I. 59 106 (Colour Index, Vol. 3, 1956) ent- kochend geseift. Es7 wird eine ] Goldgelbfärbung erhält, wird mit einem Abquetscheffekt von etwa 45% 5 halten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Färben von Fasermaterialien aus natürlichen und/oder synthetischen Fasern, vorzugsweise von Gemischen aus Polyester- und Zellulosefasern mit Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Fasermaterialien wäßrige Zubereitungen aufbringt, welche die Leukoküpenester enthalten, anschließend trocknet und zur Fixierung ohne Anwendung von Oxydationsmitteln oder Säuren kurze Zeit einer trockenen Erhitzung bei etwa 170 bis 2400C unterzieht.
DE19651469718 1965-03-05 1965-03-05 Verfahren zum Farben von Faser materialien mit wasserlöslichen Ester salzen von Leukokupenfarbstoffen Expired DE1469718C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0042759 1964-04-30
DEF0045426 1965-03-05
DEF0045426 1965-03-05

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1469718A1 DE1469718A1 (de) 1969-01-02
DE1469718C true DE1469718C (de) 1973-07-19

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