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DE1469700B - Verfahren zum Färben von Fasermaterialien mit wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Färben von Fasermaterialien mit wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen

Info

Publication number
DE1469700B
DE1469700B DE1469700B DE 1469700 B DE1469700 B DE 1469700B DE 1469700 B DE1469700 B DE 1469700B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
acid
dye
leuco vat
dyeing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Dipl.-Chem. Dr.; Schneider Werner Dipl.-Chem. Dr. ; 6233 Kelkheim Müller
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister Lucius & Brüning, 6000 Frankfurt

Links

Description

eine Grünfärbung erhalten, bei der beide Faserarten gleichmäßig angefärbt waren.
Beispiel2
Ein Mischgewebe aus Polyamidfasern und Zellwolle (67/33) wurde mit einem ..Abquetscheffekt von etwa 65 % out einer Flotte geklotzt, die im Liter 1 g des Farbstoffes C. I. 69 826 (Colour Index, Vol. 3, 1956) und 2 ecm 85%ige Ameisensäure enthielt. Es wurde bei 1200C getrocknet, 60 Sekunden auf 19O0C trocken erhitzt und kochend geseift. Es wurde eine Blaufärbung mit weitgehender Farbgleichheit auf beiden Faserarten erhalten.
B ei sp i el 3
Mit einer wäßrigen Flotte, die im Liter 2 g des Farbstoffes C. I. 59 101 (Colour Index, Vol. 3, 1956), 0,5 g des Farbstoffes C. I. 73 356 (Colour Index, Vol. 3, 1956) und 4 ecm 85%ige Ameisensäure enthielt, wurde bei 200C ein Mischgewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern und Wolle (55/45) geklotzt. Die Waie wurde kontinuierlich bei 100 C zwischengetrocknet, zur Fixierung 60 Sekunden auf 1900C erhitzt und in einer schwach essigsauren Lösung nachgewaschen. Es wurde eine Ware mit weitgehender Farbgleichheit auf beiden Faserarten erhalten.

Claims (1)

  1. ;:: l 2
    beim Färben von Mischgeweben aus synthetischen und Cellulosefasern oder beim Färben von Baumwolle mit Patentanspruch: einer Vergilbung der Naturfaser zu rechnen ist.
    Die Menge der den Klotzflotten erfindungsgemäß
    Verfahren zum Färben von Fasermaterialien aus 5 zuzusetzenden Säuren oder deren Ammoniumsalze natürlichen und/oder synthetischen Fasern mit wird so bemessen, daß sich ein pH-Wert von weniger wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarb- als pH 5, vorzugsweise pH 2 bis pH 4, einstellt,
    stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß Als Säuren kommen nach dem beanspruchten Ver-
    man auf die Fasermaterialien eine Lösung auf- fahren organische Säuren mit einer Dissoziationskonbringt, die neben den Leukoküpenestern geringe io stanten größer als 1 · 1O-6 (gemessen in 1/10 n-Lösung), Mengen einer organischen Säure und/oder eines wie z. B. Essigsäure, Ameisensäure, Weinsäure und Ammoniumsalzes dieser Säure enthält, anschlie- Oxalsäure, in Frage. Als geeignete Ammoniumsalze ßend so behandelte Ware trocknet und zur Fixie- seien genannt: Ammoniumacetat, Ammoniumformiat rung kurze Zeit einer trockenen Erhitzung bei etwa und Ammoniumoxälat. Es ist auch möglich, Mischun-180 bis 2100C unterzieht. 15 gen der genannten Säuren mit den Ammoniumsalzen
    zu verwenden.
    Die Estersalze der Leukoküpenfarbstoffe sind bei niederen Temperaturen bis etwa 25° C gegenüber den sauren Bedingungen der erfindungsgemäßen Klotz-
    2° flotten weitgehend beständig. Eine unter Umständen
    eintretende Teilverseifung der Estersalze wirkt sich im allgemeinen nicht nachteilig aus, sondern bewirkt im Gegenteil in vielen Fällen eine bessere Fixierung des Farbstoffs und damit eine tiefere Färbung. Die Um-
    Nach bekannten Veifahren zum Färben von Faser- 25 Setzung des Leukoküpenesters zum endgültigen Farbmaterialien mit Estersalzen von Leukoküpenfarb- pigment findet unter den üblichen Thermofixierbedinstoffen wird die mit der wäßrigen Lösung der Ester- gungen, d. h. bei trockenem Erhitzen bei etwa 180 bis salze geklotzte und dann getrocknete Ware thermo- 2100C statt. Hierbei wird gleichzeitig der Farbstoff fixiert und anschließend mit einer schwefelsauren sowohl auf den synthetischen Fasern als auch auf den Natriumnitiitlösung behandelt. Neuerdings ist vorge- 30 Naturfasern fixiert.
    schlagen worden, der die Leukoküpenester enthalten- __ Beim Färben von Cellulosefasern kann es zum Ausden . Klotzflotte bestimmte Oxydationsmittel, z. B. gleich von Farbtonverschiebungen, wie sie leicht auf-Alkalinitrit oder -chromat, Katalysatoren und säure- treten, wenn große Metragen gefärbt werden, angeabspaltende Mittel zuzusetzen, so daß bereits nach dem bracht sein, dem Klotzbad Oxäthylierungsprodukte Trocknen und Thermofixieren der eigentliche Färbe- 35 von Alkylphenolen, besonders Anlagerungsverbindunvorgang beendet ist. Unter Umständen ist an Stelle des gen von 7 bis 10 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonyltrockenen Erhitzens ein Dämpfprozeß erforderlich. phenol, zuzusetzen. Hierdurch werden auch bei An-Dieses Verfahren bietet gegenüber dem eingangs ge- Wendung von Farbstoff gemischen mit unterschiedlicher nannten älteren Veifahren den Vorteil der einbadigen Substantivität Farbtonverschiebungen ausgeglichen Arbeitsweise. Ein Nachteil dieser bekannten Verfahren 40 und endengleiche Färbungen erhalten,
    ist, daß sich hiernach keine brauchbaren Färbungen Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens der vor-
    mit den handelsüblichen Blaufarbstoffen herstellen liegenden Erfindung besteht darin, daß sich auch einlassen, wandfreie Blaufärbungen, z. B. mit dem Farbstoff Es wurde nun gefunden, daß bei der obengenannten C. I. 69 826 (Colour Index, Vol. 3, 1956) herstellen einbadigen Färbeweise von Fasermaterial aus natür- 45 lassen. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werlichen oder synthetischen Fasern oder Mischungen aus den egale Färbungen mit sehr guten Echtheitseigennatürlichen und synthetischen Fasern mit wasserlös- schäften auch auf Fasergemischen, z. B. aus Polyesterlichen Estersalzen von Leukoküpenfarbstoffen auf die und Cellulosefasern, erhalten.
    Mitverwendung von Oxydationsmitteln und Kataly- Als Fasermaterialien, die nach dem Verfahren der
    satoren verzichtet werden kann und bereits eine Fixie- 5° vorliegenden Erfindung gefärbt werden können, komrung der Leukoküpenester auf dem Textilgut erhalten men Faserstränge, Gewebe, Gewirke, Faservliese wird, wenn man das Fasermaterial mit einer Estersalze u. dgl. aus natürlichen Fasern, wie z. B. Cellulosevon Leukoküpenfarbstoffen und geringe Mengen fasern, Wolle, Seide, und synthetischen Fasern aus organischer Säuren und/oder deren Ammoniumsalze z. B. linearen Polyestern, Polyamiden oder Acrylnitril enthaltenden Flotte klotzt, anschließend die so behan- 55 u. dgl. sowie Gemischen aus natürlichen und synthedelte Ware trocknet und zur Fixierung kurze Zeit einer tischen Fasern in Frage,
    trockenen Erhitzung bei 180 bis 2100C unterzieht.
    Aus der Zeitschrift »Melliand Textilberichte«, 38
    (1957), S. 1157, ist wohl bekannt, daß sich vollsynthe- B e i s ρ i e 1 1
    tische Fasern mit durch Schwefelsäure veresterten 60
    Leukoküpenfarbstoffen färben lassen, wenn man die Eine Flotte, die pro Liter 1 g des Farbstoffs C. I.
    Leukoester in Gegenwart säureabspaltender Mittel auf 59 826 (Colour Index, Vol. 3, 1956) und 5 g Ammodas Textilmaterial aufbringt und nach dem Trocknen niumacetat enthält, wurde bei 200C auf ein Mischohne Anwendung von Oxydationsmitteln thermoso- gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern und Baumliert. Gemäß diesem Stand der Technik werden als 65 wolle (67/33) mit einem Abquetscheffekt von etwa Säurespender Solentwickler D (Diäthyltartrat) und 65 % aufgeklotzt. Anschließend wurde bei 100° C ge-Ammoniumsulfat angeführt. Es hat sich jedoch ge- trocknet, 60 Sekunden bei 210° C fixiert und danach zeigt, daß im Falle des Einsatzes dieser Substanzen wie üblich kochend geseift und fertiggestellt. Es wurde

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