DE1469718B - Verfahren zum Farben von Faser materialien mit wasserlöslichen Ester salzen von Leukokupenfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zum Farben von Faser materialien mit wasserlöslichen Ester salzen von LeukokupenfarbstoffenInfo
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Description
3 4
B e i s ρ i e 1 3 bei 20° C ein Polyamidgewebe geklotzt. Die Ware wird
kontinuierlich bei 1000C zwischengetrocknet, zur
Mit einer wäßrigen Flotte, die im Liter 1 g des Färb- Fixierung 60 Sekunden auf 1800C erhitzt und danach
stoffes C. I. 59 106 (Colour Index, Vol. 3, 1956) ent- kochend geseift. Es wird eine ] Goldgelbfärbung erhält,
wird mit einem Abquetscheffekt von etwa 45 % 5 halten.
Claims (1)
1 2
men Faserstränge, Gewebe, Gewirke, Faservliese
Patentansoruch- u' ^" aus natürlichen Fasern, wie z. B. Baumwolle
" " ■ oder anderen Zellulosefasern, Wolle, Seide und insbesondere
aus synthetischen Fasern aus linearen PoIy-
Verfahren zum Färben von Fasermaterialien aus 5 estern, Polyamiden, Polyacrylnitril u. dgl. sowie Genatürlichen
und/öder synthetischen Fasern, vor- mische aus natürlichen und synthetischen Fasern in
zugsweise von Gemischen aus Polyester- und Zellu- Frage. Bevorzugt kommen Fasermaterialien aus
losefasern mit Estersalzen von Leukoküpenfarb- linearen Polyestern und vor allem Gemische aus PoIystoffen,
dadurch gekennzeichnet, daß ester- und Zellulosefasern in Betracht,
man auf die Fasermaterialien wäßrige Zubereitun- io Ein Vorteil des Verfahrens ist die sehr einfache gen aufbringt, welche die Leukoküpenester ent- Arbeitsweise, die in der Praxis bei zunehmendem Einhalten, anschließend trocknet und zur Fixierung satz wenig geschulter Arbeitskräfte von Bedeutung ist. ohne Anwendung von Oxydationsmitteln oder Wegen des sehr einfachen Färberezeptes ist eine gute Säuren kurze Zeit einer trockenen Erhitzung bei Reproduzierbarkeit beim Färben großer Metragen geetwa 170 bis 2400C unterzieht. 15 währleistet.
man auf die Fasermaterialien wäßrige Zubereitun- io Ein Vorteil des Verfahrens ist die sehr einfache gen aufbringt, welche die Leukoküpenester ent- Arbeitsweise, die in der Praxis bei zunehmendem Einhalten, anschließend trocknet und zur Fixierung satz wenig geschulter Arbeitskräfte von Bedeutung ist. ohne Anwendung von Oxydationsmitteln oder Wegen des sehr einfachen Färberezeptes ist eine gute Säuren kurze Zeit einer trockenen Erhitzung bei Reproduzierbarkeit beim Färben großer Metragen geetwa 170 bis 2400C unterzieht. 15 währleistet.
Die Anwendung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung auf Fasergemischen aus Polyester- und
Zellulosefasern ist besonders vorteilhaft, da hierbei
überraschend Färbungen mit sehr guter Egalität, Ton-
20 gleichheit und Farbtiefengleichheit bei gleichzeitigen
guten Echtheitseigenschaften erhalten werden. Diese
Bei den bekannten Verfahren zum Färben von Fasergemische bieten beim Färben mit Estersalzen von
Fasermaterialien mit Estersalzen von Leukoküpen- Leukoküpenfarbstoffen nach den bekannten Verfahren
farbstoffen werden die mit den Leukoküpenestern be- unter Anwendung von Oxydationsmitteln besondere
hafteten Fasermaterialien zur Entwicklung der Fär- 25 Schwierigkeiten, weil infolge stärkerer Anfärbung der
bung, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, in Zellulosefasern leicht eine Ton- und Farbtiefen-Gegenwart
von Säuren, der Einwirkung eines Oxy- Ungleichheit der Färbungen eintritt,
-dationsmittels, wie z. B. Alkalinitrit, -chromat oder Beim Färben von Zellulosefasern kann es zur Ver- -chlorat, ausgesetzt. Die Entwicklung kann dabei ent- hütung von Farbtonverschiebungen, wie sie beim weder durch Nachbehandlung mit einem Säure oder 30 Färben großer Metragen leicht auftreten, angebracht Säure abspaltenden Mittel enthaltenden Bad des Oxy- -sein, dem Estersalze von Leukoküpenfarbstoffen entdationsmittels vorgenommen werden; meist wird haltenden Klotzbad Anlagerungsverbindungen von jedoch das Oxydationsmittel sowie ein Säure abspal- Äthylenoxyd an Alkylphenole zuzusetzen. Vorzugstendes Mittel bereits der Lösung des Leukoküpen- weise kommen Anlagerungsverbindungen von 7 bis esters zugesetzt, so daß die Entwicklung beim nachge- 35 10 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonylphenol zur Anschalteten Dämpfen oder trockenen Erhitzen erfolgt. wendung. Hierdurch werden auch bei Verwendung von Ein Nachteil dieser bekannten Arbeitsweise ist, daß Gemischen von Leukoküpenestern mit unterschiedsich hiernach auf Mischgeweben aus synthetischen licher Substantivität Farbtonverschiebungen ausge-Fasern, wie z. B. Polyesterfasern und Zellulosefasern, glichen und endengleiche Färbungen erhalten. Durch nur faserungsgleiche und unegale Färbungen erzielen 40 den Zusatz dieser Oxäthylierungsprodukte wird beim lassen. Färben von synthetischen Fasern oder synthetische Es wurde nun gefunden, daß sich Fasermaterialien Fasern enthaltenden Mischgeweben in vielen Fällen mit wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarb- ferner eine Erhöhung der Farbausbeute auf dem synstoffen in einfacher Weise, auch ohne Mitverwendung thetischen Fasermaterial bewirkt,
von Oxydationsmitteln und Säuren, färben lassen, 45
wenn man auf die Fasermaterialien Leukoküpenester
-dationsmittels, wie z. B. Alkalinitrit, -chromat oder Beim Färben von Zellulosefasern kann es zur Ver- -chlorat, ausgesetzt. Die Entwicklung kann dabei ent- hütung von Farbtonverschiebungen, wie sie beim weder durch Nachbehandlung mit einem Säure oder 30 Färben großer Metragen leicht auftreten, angebracht Säure abspaltenden Mittel enthaltenden Bad des Oxy- -sein, dem Estersalze von Leukoküpenfarbstoffen entdationsmittels vorgenommen werden; meist wird haltenden Klotzbad Anlagerungsverbindungen von jedoch das Oxydationsmittel sowie ein Säure abspal- Äthylenoxyd an Alkylphenole zuzusetzen. Vorzugstendes Mittel bereits der Lösung des Leukoküpen- weise kommen Anlagerungsverbindungen von 7 bis esters zugesetzt, so daß die Entwicklung beim nachge- 35 10 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonylphenol zur Anschalteten Dämpfen oder trockenen Erhitzen erfolgt. wendung. Hierdurch werden auch bei Verwendung von Ein Nachteil dieser bekannten Arbeitsweise ist, daß Gemischen von Leukoküpenestern mit unterschiedsich hiernach auf Mischgeweben aus synthetischen licher Substantivität Farbtonverschiebungen ausge-Fasern, wie z. B. Polyesterfasern und Zellulosefasern, glichen und endengleiche Färbungen erhalten. Durch nur faserungsgleiche und unegale Färbungen erzielen 40 den Zusatz dieser Oxäthylierungsprodukte wird beim lassen. Färben von synthetischen Fasern oder synthetische Es wurde nun gefunden, daß sich Fasermaterialien Fasern enthaltenden Mischgeweben in vielen Fällen mit wasserlöslichen Estersalzen von Leukoküpenfarb- ferner eine Erhöhung der Farbausbeute auf dem synstoffen in einfacher Weise, auch ohne Mitverwendung thetischen Fasermaterial bewirkt,
von Oxydationsmitteln und Säuren, färben lassen, 45
wenn man auf die Fasermaterialien Leukoküpenester
aus einer wäßrigen, gegebenenfalls Verdickungsmittel Beispiel 1
enthaltenden Zubereitung aufbringt, trocknet und danach kurze Zeit auf hohe Temperaturen (Thermo- Eine 1 g/l des Farbstoffes C. I. 69 526 (Colour Index, fixierbedingungen) erhitzt. Bei den wäßrigen Zube- 50 Vol. 3, 1956) enthaltende Flotte wird bei 200C auf reitungen kann es sich um Druckpasten oder Vorzugs- ein Mischgewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern weise Klotzflotten handeln. und Baumwolle (67/33) mit einem Abquetscheffekt von Die Umwandlung des Leukoküpenesters zum Färb- etwa 65% aufgeklotzt. Anschließend wird bei 13O0C Stoffpigment findet unter den für die einzelnen Faser- getrocknet, 60 Sekunden bei 2100C fixiert und danach arten in der Praxis üblichen Thermofixierbedingungen, 55 wie üblich kochend geseift und fertiggestellt. Es wird d. h. durch trockenes Erhitzen auf Temperaturen im eine Graufärbung erhalten, bei der beide Faserarten Bereich von etwa 170 bis 240° C während etwa 5 Sekun- tongleich angefärbt sind,
den bis 4 Minuten statt. Hierbei tritt offenbar eine thermische Abspaltung der Estergruppe vom Estersalz des
enthaltenden Zubereitung aufbringt, trocknet und danach kurze Zeit auf hohe Temperaturen (Thermo- Eine 1 g/l des Farbstoffes C. I. 69 526 (Colour Index, fixierbedingungen) erhitzt. Bei den wäßrigen Zube- 50 Vol. 3, 1956) enthaltende Flotte wird bei 200C auf reitungen kann es sich um Druckpasten oder Vorzugs- ein Mischgewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern weise Klotzflotten handeln. und Baumwolle (67/33) mit einem Abquetscheffekt von Die Umwandlung des Leukoküpenesters zum Färb- etwa 65% aufgeklotzt. Anschließend wird bei 13O0C Stoffpigment findet unter den für die einzelnen Faser- getrocknet, 60 Sekunden bei 2100C fixiert und danach arten in der Praxis üblichen Thermofixierbedingungen, 55 wie üblich kochend geseift und fertiggestellt. Es wird d. h. durch trockenes Erhitzen auf Temperaturen im eine Graufärbung erhalten, bei der beide Faserarten Bereich von etwa 170 bis 240° C während etwa 5 Sekun- tongleich angefärbt sind,
den bis 4 Minuten statt. Hierbei tritt offenbar eine thermische Abspaltung der Estergruppe vom Estersalz des
Leukoküpenfarbstoffes und eine Oxydation zum 60 Beispiel2
Küpenfarbstoff durch den Luftsauerstoff ein. Im allgemeinen ist die Farbstoffausbeute um so größer, je Ein Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern wird höher die Fixiertemperatur gewählt wird. Bei Misch- mit einem Abquetscheffekt von etwa 45% mit einer geweben erfolgt die Fixierung des Farbstoffes gleich- Flotte bei 2O0C geklotzt, die im Liter 1 g des Farbzeitig sowohl auf den synthetischen Fasern als auch 65 stoffes C. I. 73 361 (Colour Index, Vol. 2, 1956) entauf den Naturfasern. hält. Anschließend wird bei 1200C getrocknet, 60 Se-AIs Fasermaterialien, die nach dem Verfahren der künden auf 21O0C trocken erhitzt und kochend geseift, vorliegenden Erfindung gefärbt werden können, korn- Es wird eine Rosafärbung erhalten.
Küpenfarbstoff durch den Luftsauerstoff ein. Im allgemeinen ist die Farbstoffausbeute um so größer, je Ein Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern wird höher die Fixiertemperatur gewählt wird. Bei Misch- mit einem Abquetscheffekt von etwa 45% mit einer geweben erfolgt die Fixierung des Farbstoffes gleich- Flotte bei 2O0C geklotzt, die im Liter 1 g des Farbzeitig sowohl auf den synthetischen Fasern als auch 65 stoffes C. I. 73 361 (Colour Index, Vol. 2, 1956) entauf den Naturfasern. hält. Anschließend wird bei 1200C getrocknet, 60 Se-AIs Fasermaterialien, die nach dem Verfahren der künden auf 21O0C trocken erhitzt und kochend geseift, vorliegenden Erfindung gefärbt werden können, korn- Es wird eine Rosafärbung erhalten.
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