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Verfahren zur katalytischen Umwandlung von Kohlenwasserstoffen Prioritäten:
4. Juni 1962 ) 27. August 1962 ) alle Großbritannien 12. September 1962 ) 14. Februar
1963) Anmelde-iDummern : 21 498462 ; 32 851/62 ; 34 854/62 ; 6087/63 Die Erfindung
bezieht sich auf die katalytische Umwandlung von Kohlenwasserstoffen, insbesondere
auf ein Verfahren zur katalytischen Umwandlung niedrigmolekularer Kohlenwasserstoffe,
wie acyclische und cyclische Kohlenwasserstoffe mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen im
Molekül oder Mischungen solcher Stoffe.
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Gut bekannte Katalysatoren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen
sind solche vom Friedel-Crafts-Typ. Insbesondere ist-wie sich aus der Literatur
ergibt-der Anwendung von Aluniniumchlorid entweder in Anwesenheit oder in Abwesenheit
von Salzsäure viel Aufmerksamkeit gewidmet worden.
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Es ist nua gefunden worden, daß Hexafluorantimonsäure infolge einer
Kombination günstiger Eigenschaften ein vorzüglicher Katalysator für die Umwandlung
von Kohlenwasserstoffen ist.
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Der Hexaflnorantimonsäurekatalysator kann in der Form der Säure (HSbF6)
und/oder in der Form, bei welcher das H der Saure durch einen Kohlenwasserstoffrest
ersetzt ist (RSbF6) verwendet werden. Der Katalysator wird in verdünnter Form verwendet
; dabei werden mehr als 6 Raumteile Verdünnungsmittel pro aauateil Katalysator (berechnet
als flässiges H bF6) angewand-t.
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Die verdünnten Hexafluorantimionsäurelösungen sind stark korrodierend
und greifen eine grole Zahl der gewöhnlich verwendeten Materialien an. Die vorliegenden
Kohlenwasserstoffumwandlungen. werden daher in einer Apparatur durchgeführt, welche
aus s Material besteht, das gegenüber Flußsäure widerstandsfähig ist, oder die Apparatur
ist mit solchem Material ausgekleidet.
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Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zur katalytischen
Umwandlung von Kohlensasserstoffen, welches darin besteht, daß die umzuwandelnden
Kohlenwasserstoffe in einer Apparatur, bestehend aus gegen FluBsäure beständigem
Konstruktionsmaterial oder mit solchem Material ausgekleidet, mit einem Hexafluorantimonsäurekatalysator
in Berührung gebracht wird, der mehr als 6 Raumteile Verdünnungsmittel pro Raumteil
Katalysator (berechnet als flüssiges HSbF6) enthält.
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Als Verdünnungsmittel werden vorzugsweise Stoffe verwendet, die frei
oder praktisch frei sind von Nasser und in den umzuwandelnden Kohlenwasserstoffen
praktisch nicht. Löslich sind. Als Beispiele geeigneter VerdLinnungsmittel können
wasserfreie
oder praktisch wasserfreie flußsäure und/oder fluorierte Kohlenwasserstoffe genaiint
werden.
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Die Hexafluorantimonsäure ist eine e äußerst starke Säure.
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Bei Atmosphärendruck ist sie eine farblose Flüssigkeit mit einer Dichte
von 2, 8 ; die Flüssigkeit ist praktisch unlöslich in Kohlenwasserstoffen.
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Hexafluorantimonsäure kann in einfacher'Veise hergestellt werden,
indem man, beispielsweise bei Zimmertemperatur, zu Antimonpentafluorid, das eine
farblose viskose Flüssigkeit darstellt, eine äquimolekulare Menge Flußsäure zusetzt.
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Beim Vermischen reagiert die Flußsäure spontan mit Antimonpentafluorid
unter Bildung von Hexafluorantimonsäure (HSbFc), einer farblosen Flüssigkeit von
niedriger viskositat.
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Als korrosionsfeste Stoffe, welche erfindungssemäß bei der Durchführung
der Kohlenwasserstoffumwandlung verwendet werden, können im allgemeinen'alle Metalle,
Legierungen und/ oder synthetischen Stoffe verwendet werden, die gegen Fluxsäure
widerstandsfähig sind. Unter der Angabe"korrosionsfest" und "widerstandsfähig gegen
Flußsäure" wird hier verstanden, daß unter den Bedingungen der Reaktion das verwendete
Material weniger als 0, 5 mm pro Jahr und vorzugsweise weniger als 0,1 mm pro Jahr
bei Berührung mit dem vorliegenden 7tor verliert.
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Als Beispiele für geeignete Metalle können erwähnt werden : Platin,
Aluminium, Silber, Nickel und Blei. Als Metallegierungen : Platin-Gold-Legierungen,
hochnickelhaltige Molybdän-und
/oder Nidkel-Wolfram-Legierungen
(Hastelloy-B und Hastelloy-C) und Aluminiummagnesiumlegierungen. Als Beispiele fur
synthetische Stoffe : Polyäthylen, Polystyrol, Polytrifluorchloräthen (Kel-F), Polytetrafluoräthen
(Teflon, Hostaflon, Fluon) und modifizierte Halogenidpolymere (Tygon).
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Es wird bemerkt, daß der Angriff auf nicht-korrosionsfeste Stoffe,
insbesondere eisenmetallhaltige Stoffe, zur Bildung von Fluoriden fuhrt, wodurch
der Hexafluorantimonsäurekatalysator in Antimontrifluorid umgewandelt wird, welches
sich als katalytisch inaktives weißes Pulver absetzt.
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Singe der vorgenannten Baustoffe wurden in Anwesenheit von Hexafluorantimonsäure,
verdünnt mit wasserfreier Slußsäurex,.
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Lagerungsprüfungen unterworfen und-langdauernden Prufmethoden mit
gründlichem Rühren unter den gewohnlich fur die Kohlenwas--serstoffumwandlungen
angewandten Bedingungen unterworfen. Es wurde gefunden, daß für die großtechnische
Anwendung als Konstruktionsmaterial, insbesondere Teflon, Hastelloy-B und Hastelloy-C
vorzuziehen sind.
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Bei diesen Untersuchungen zeigte Teflon überhaupt keine Korrosionserscheinungen
unä auch keinen schädigenden RinfluB auf die Katalysatorwirksamkeit.
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Hastelloy-B wurde mit einer Geschwindigkeit von weniger als 0, 05
mm pro Jahr angegriffen, wobei nur eine geringe Abnahme in der Katalysatorwirksamkeit
gemessen werden konnte.
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Hastelloy-C zeigte einen korrodierenden Einfluß mit einer Geschwindigkeit
von weniger als 0901 mm pro Jahr und keine idesbare
Abnahme in
der Katalysatorwirksamkeit.
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In vielen Fällen kommt auch Aluminium als Konstruktionsmaterial in
Betracht.
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Kostspielige Metalle oder Metallegierungen und gewisse synthetische
Stoffe, welche an sich nicht sehr geeignet sind, soweit ihre mechanischen Eigenschaften
in Betracht kommen, werden vorzugsweise in der Form einer Auskleidung verwendet.
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Der hier beschriebene Katalysator, welcher vorzugsweise in flussiger
Form verwendet wird, hat eine außergewöhnlich hohe Aktivität, und infolgedessen
können verschiedene Umwandlungen von Kohlenwassers. toffen wesentlich rascher verlaufen
und/oder bei viel niedrigeren Temperaturen stattfinden als dies bisher möglich war.
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Der Katalysator kann in einem weiten Temperaturbereich angewandt
werden ; bevorzugt wird aber die Durchfihrung der Kohlenwasaerstoffumwandlung bei
Temperaturen unterhalb 100 und insbesondere, je nach der in Betracht kommenden Umwandlung,
bei Temperaturen zwischen-20° und 60°.
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In der Regel wird der Katalysator mit nicht mehr als 20 Raumteilen
und vorzugsweise mit nicht mehr als 10 Raumteilen Verdünnungsmittel auf 1 Raumteil
Katalysator (berechnet auf Bob verdiinnt.
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Die Menge dea Verdünnungsmittels, die in einem bestimmten.
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Fall angewandt werden soll, kann durch die Natur der Kohlenwasserstoffunwandlung
hestimmt werden. Verhältnismäßig hohe Verdünnungen können z.B. bei Reaktionen verwendet
werden, welche
sehr heftig ablaufen oder in solchen Fällen, bei
welchen man ein großes Volumenverhältnis zwischen Katalysatorphase und d Kohlenwasserstoffphase
anzuwenden wünscht.
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Um die Umwandlungsreaktionen zu fördern, muB dafur gesorgt werden,
daß eine innige Berührung zwischen den Kohlenwasserstoffen und dem Katalysator herbeigeführt
wird.
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Wenn der Katalysator in der flüssigen forum verwendet wird, wählt
man vorzugsweise ein Verdunnungsmittel mit einer verhältnismäßig geringen Dichte,
d. h. einer Dichte, die geringer ist als diejenige des flüssigen Hexafluorantimonsäurekatalysators.
Denn flüssige Hexafluorantimonsäure hat eine verhältnismäßig hohe Dichte (2, 8),
und daher ist, wenn das Verfahren in Mischern u. dgl. durchgeführt wird, sehr viel
Anergie erforderlich, um einen innigen Kontakt zwischen den Phasen herbeizuführen.
In diesem Fall wird in der Regel nicht mehr Verdünnungsmittel verwendet als erforderlich
ist, um die Dichte auf den gewünschten Stand herabzusetzen. Die Maximalmenge an
Verdiinnungsmittel wird durch die praktische Forderung bestimmt, daß nach dem Vermischen
der Kohlenwasserstoffphase mit dem flüssigen Katalysator die Phasen leicht trennbar
sein sollen.
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Wenn das vorliegende Verfahren diskontinuierlich durchgeführt wird,
werden die umzuwandelnden Kohlenwasserstoffe und der Katalysator in einen Reaktor
eingeführt, der mit Mitteln auagerüstet ist, um aine innige Berührung zwischen dem
Katalysator und den Kohlenwasserstoffen herbeizuführen. Dies kana
auf
verschiedene Weise erzielt werden, z. B. mit Hilfe von Zentrifugalmischern oder
Propellermischern, gewünschtenfalls kombiniert mit Prallplatten. Nach einer ausreichend
langen Berührungszeit läßt man die Mischung absitzen, bis die Phasen voneinander
getrennt sine was nach kurzer Zeit erfolgt.
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Vorzugsweise wird das vorliegende Verfahren kontinuierlich durchgeführt.
Wenn ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen umgewandelt wird, z. B. im Falle der Alkylierungsreaktionen,
können die Kohlenwasserstoffe in den Reaktor getrennt oder vollständig oder teilweise
miteinander vermischt an einer Stelle oder an verschiedenen Stellen eingeführt werden.
Der Kontakt zwischen Katalysator und Kohlenwasserstoffen kann in gleicher Weise
herbeigeführt werden, wie bei der diskontinuierlichen Ausführung des Prozesses.
Im allgemeinen können die verschiedenen Mittel, die gewöhnlich bei Dxtraktionsprozessen
angewandt werden, um die Berührungsflächen zwischen zwei Phasen zu erhöhen, auch
hier für den vorliegenden Zweck angewandt-werden.
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So kann das Verfahren z. B. in einer Kolonne durchgeführt werden,
die mit perforierten Platten, Yorsprüngen oder. rotierenden Scheiben ausgerüstet
ist.
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Die Kohlenwasserstoffphase und die Katalysatorphase können durch
einen oder mehrere Reaktoren im Gleichstrom, Kreuz-85h0m oder im Gegenstrom mit
den Kohlenwasserstoffen in'der kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Phase geführt
werden. Gegenstrom oder Kreuzstrom, gewünschteofalls kombiniert mit einem Temperaturgradienten,
werden zur Erzielung bester
Resultate. vorgezogen.
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Das Reaktionsprodukt wird zusammen mit dem Katalysator kontinuierlich
in eine Absetzzone gebracht, wo sich Kohlenwasserstoffe und Katalysator trennen.
Der so abgetrennte Katalysator kann zurückgeführt und als solcher oder nach Ergänzen
und Vermischen mit frischem Katalysator für die Umwandlung einer anderen Charge
von Kohlenwasserstoffen verwendet werden.
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Als Verdünnungsmittel für den Katalysator wird wasser-@ freie oder
praktisch wasserfreie Flußsäure vorgezogen, wobei gefunden worden ist, daß mit dieser
die'Aktivität des Katalysators in vielen Fällen noch weiter gesteigert werden kann.
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4 Wenn die Reaktion in. der flüssigen Phase durchgeführt wird, verwendet
man einen solchen Druck, daß unerwünschtes Verdampfen von Flußsäure aus der Katalysatorphase
verhindert wird.
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Wie schon erwahnt, kann der Hexafluorantimonsäurekatalysator sowohl
in der Form der Säure (HSbF6) als auch in der Form verwendet werden, bei welcher
das Wasserstoffatom der Säure durch einen Kohlenwasserstoffrest ersetzt worden ist
(RSbF6).
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Die Herstellung des Katalysators in dar letztgenannten "rA Form kann
nach jeder in der organischen Chemie bekannten Methode erfolgen. Nach einer bevorzugten
Arbeitsweise wird die Reaktion ausgeführt, indem man. Hexafluorantimonsäurez. B.
bei.
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Zimmertemperatur mit einem geeigneten Kohlenwasserstoff in
Berühruag
bringt. Besonders geeignet sind gesättigte, cyclische Kohlenwasserstoffe (Naphthene),
wie Methylcyclopentan, Cyclohexan und/oder Methylcyclohexan. Die Herstellung kann
n auch in situ durchgeführt werden, indem man die Kohlenwasserstoffumwandlung mit
einem Ausgangsmaterial durchführt, welches die erforderliche Menge eines Naphthens
enthält.
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Natürlich können auch Gemische der beiden Katalysatorformen verwendet
werden.
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Wie schon oben erwähnt, kann die Hexafluorantimonsäure in einfacher
Weise hergestellt werden durch Vermischen, beispielsweise bei Zimmtertemperatur,
von Antimonpentafluorid mit einer äquimolekularen Menge Flußsäure.
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Die Herstellung von Hexafluorantimonsäure kann auch erfolgen durch
Einwirkung eines Überschusses von Flußsäure auf f Antimonpentachlorid. Der Ersatz
von Chlor durch Fluor verläuft glatt bei Temperaturen zwischen beispielsweise 0°
und 80° unter Bildung von Salzsäure, die aus dem Reaktionsgemisch entweicht.
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Wenn diese Herstellungsweise in technischem Maßstab durchgeführt
wird, scheint die Fluorantimonsäure im allgemeinen etwas gebundenes Chlor zu enthalten.
Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, daß der Ersatz des letzten Chloratoms
von Antimonpentaohloarid verhältnismäßig schwer durchzuführen ist.
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In der Regel bestehen keine Bedenken gegen die Anwendung solcher chlorhaltiger
Brodukte als Natalysator für die hier behandelten Umwandlungen und dies ist in jeden
Falls möglich, wenn der Fluorgahalt des Produktes mindestens 38 Gew.-% beträgt.
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Die Wirksamkeit der chlorhaltigen Fluorantimonsäure ist geringer als
diejenige der Hexafluorantimonsäure in der reinen Form.
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Kohlenwasserstoffumwandlungen, die zweckmäßig mit Hilfe des vorliegenden
Katalysators durchgeführt werden können, sindim allgemeinen alle Arten von Reaktionen,
welche unter der Einwirkung von Friedel-Crafts-Katalysatoren verlaufen, wie Isomerisierung,
Alkylierung und Polymerisierung.
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Bevorzugte Ausgangsmaterialien für die vorliegende Umwandlung sind
aliphatische, cycloaliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe mit 2 bis 12
Kohlenstoffatomen im Molekül oder Gemische solcher.
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Die Erfindung wird nachstehend hauptsächlich unter Bezugnahme auf
Isomerisierung und Alkylierung beschrieben. Der Grund hierfür liegt darin, daß diese
Reaktionen in der Regel unter verhältnismäßig größeren Schwierigkeiten verlaufen
als andere Arten von durch Säure katalysierten Reaktionen und oft mit einer verhältnismäBig
geringen Ausbeute an dem gewunschten Produkt.
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Was die Isomerisierung angeht, werden als aliphatische Ausgangsstoffe
vorzugsweise die niedrigmolekularen unverzweigten und/oder schwachverzweigten paraffinischen
Kohlenwasserstoffe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen im Molekül verwendet, wie n-Pentan,
n-Hexan, Dimethylpentane. n-Heptan und Dimethylhexane oder Gemische solcher Verbindungen.
AlsBeispieletochnischer Mischungen können direkt destillierte Kopfprodukte oder
eine
leichte Naphthafraktion erwähnt werden, die in verschiedenen Raffinerien in großen
Mengen zur Verfügung stehen.
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Wenn technische Mischungen als Ausgangsmaterial verwendet werden,
ist es im Hinblick auf die Erzielung optimaler Ergebnisse im allgemeinen zu empfehlen,
diese Mischungen einer Vorbehandlung zwecks Entfernung schädlicher Bestandteile
zu unterwerfen. Als unerwünschte Bestandteile bei der Paraffinisomerisierung können
genannt werden : ungesättigte Verbindungen, insbesondere. Alkadiene, und Benzol,
Wassser sowie schwefelhaltige Verbindungen. Die meisten dieser Bestandteile, z.
B. Alkadiene, Wasser und Schwefelverbindungen, können durch eine Behandlung des
Ausgangsmaterials mit einem gebrauchten Hexafluorantimonsäurekatalysator entfernt
werden.
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Wie bereits erwähnt, besitzt der hier behandelte Katalysator eine
außergewöhnlich hohe Wirksamkeit. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Isomerisierung
von paraffinischen Kohlenwasserstoffen, weil dadurch ermöglicht wird, daß die Reaktion
in der Praxis bei verhältnismäßig niederen Temperaturen durchgeführt werden kann,
bei welchen das Gleichgewicht besonders günstig ist. Die Temperatur, bei welcher
diese Isomerisierungen dutchgefihrt werden liegt in der Regel zwischen-10° und d
60° und vorzugsweise zwischen 10° und 50°.
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UberrascMenderweiae ist festgestellt worden, daß die Reaktionsgeschwindigkeit,
die mit dem Hexafluorantimonsäurekataly-'< sator erreicht wirag beträchtlich
gesteigert werden kann, indem man die Isomerisierung in Anwesenheit von Isobutan
durchführt.
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Bemerkenswerterweise wurde gefunden, daß Isobutan bei der Reaktion
nicht oder praktisch nicht umgewandelt wird, denn unter den angewandten Arbeitsbedingungen
ist es unverändert wieder in dem Reaktionsgemisch gefunden worden. DieseWfekt ist
offenbar spezifisch fiir Isobutan, da n-Butan in dieser Hinsicht überhaupt keinerlei
Einfluß ausübt. Vorzugsweise werden 5 bis 25 Gew.-% Isobutan angewendet, (berechnet
auf das Ausgangsmaterial).
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Obwohl der Hexafluorantimonsäurekatalysator eine hohe Selektivität
besitzt, scheint es, daß z. B. während der Isomerisierung eine gasse Disproportionierung
eintreten kann. Unter Disproportionierung wird hier die Bildung von Spaltprodukten
mit niedrigerem und von polymeren Verbindungen mit höherem Molgewicht als das Ausgangsmaterial
verstanden. Da diese Polymeren, welche ungesättigten Charakter haben, zu einer Entaktivierung
des Katalysators neigen, ist es wegen der Katasatorlebensdauer erwünscht, daß Disproportionierung
soweit als möglich unterdruckt werden sollteo Wasserstoff hat sich als für diesen
Zweck sehr geeignet erwiesen. Zu diesem Zweck kann Wasserstoff als Gas in den Reaktor
eingefiihrt oder es kann vorher in dem zugeführten Ausgangsmaterial gelöst werden.
Im letzterwähnten Fall kann die gewunschte Menge geregelt werden durch Regel des
Wasseratoffpartialdruckes. Es ist beobachtet worden, daß die Dispreportionierung
im allgemeinen zunimmt, wenn die Reaktionstemperatur höher ist und/oder die Eettenlange
der Kohlenwasserstoffe langer ist. Obwohl die Disproportionierung in. größerem Ausmaß
unterdrückt werden kann, wenn mehr Wasserstoff
verwendet wird,
wird doch solchen Wasserstoffkonzentrationen der Vorzug gegeben, die nicht allzu
hoch sind, weil sonst die Gefahr besteht, daß der Hexafluorantimonsäurekatalysator
reduziert wird. In diesem Fall wurde Antimontrifluorid gehildet werden, das katalytisch
inaktiv ist. Welche Wasserstoffkonzentration im allgemeinen fur einen speziellen
Fall am günstigsten ist, kann leicht bestimmt werden, indem man den Druck erhöht,
bis sich Antimontrifluorid in wesentlicher Menge zu bilden beginnt. Das Trifluorid
ist ein fester Körper, der sich als Niederschlag absetzt. In der Regel werden 0,
5 bis 3 Mol-% Wasserstoff pro Mol des Ausgangsmaterials verwendet.
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Der bei dem Verfahren benutzte Wasserstoff kann ganz oder teilweise
aus den Reaktionsprodukten wiedergewonnen und d zurückgefihrt werden.
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In jenen Fällen, in welchen Disproportionierung eingetreten ist,
kann der im Kreislauf zurückzuführende Wasserstoff kleine Mengen niedrigmolekularer
Kohlenwasserstoffe enthalten, z. B.. Methan und Xthan. Um eine Anreicherung dieser
Verunreiniguagen zu verhindern, wird ein Teil des Wasserstoffs entfernt und durch
frischen Wasserstoff ersetzt.
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Bo ist festgestellt worden, daB die ursprüngliche Aktivität des Katalysators
in der RSbF'6-Form in vielen Fällen höher ist als diejenige des Katalysators in
der HSbF6-Form. Dies ist z. B. der Fall, mena Hexafluorantimonsäure umgewandelt
worden ist mit gesättigten cyclischen Kohlenwasserstoffen (Naphthenen), wie Methylcyclopentan
und/oder Cyclohexan in z. B. C6H11SbZ6.
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Ein anderer Vorteil des Katalysators in der RSbF6-Form besteht darin,
daB diese Form wesentlich weniger kormdierend wirkt als HSbF6.
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Überraschenderweise ist weiter gefunden worden, daß die Katalysatorlebensdauer
wesentlich erhöht werden kann, indem man die Isomerisierung paraffinischer Kohlenwasserstoffe
mit dem Katalysator in der RSbF6-Form und in Anwesenheit einer gewissen Menge von
Naphthenen im Überschuß gegenüber der Menge von an den Katalysator gebundenen Kohlenwasserstoffen
durchfiihrt. Bei einer kontinuierlichen Ausfiihrung des vorliegenden Verfahrens
kann dies z. B. bewirkt werden, indem man kontinuierlich zu dem Ausgangsmaterial
eine solche Menge von Naphthenen zusetzt, daß das Reaktionsmedium vorzugsweise 5
bis 50 Gew.-% Naphthene enthält, z. B. in der Form von Methylcyclopentan, Cyclohexan,
Methylcyclohexan und/oder Xthylcyclohexan. Nach Aufarbeiten des Isomerisates können
die z. B. durch Destillation wiedergewonnenen Naphthene im Kreislauf zurückgeführt
werden. Falls als Ausgangsmaterial eine Kohlenwasserstoffraktion verwendet wird,
die bereits von Natur aus-Naphthene enthält, kann selbstverständlich die Zugabe
von ergänzendem Methylcyclopentan u. dgl. bis zu der gewiinschten Konzentration
ausreichen.
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Als alicyclisches Ausgangsmaterial für die Isomerisierung können
genannt werden : gesättigte, cyclische Kohlenwasserstoffe (Naphthene), z. B. Methylcyclopentan.
Die letztgenannte Terbindung ist technisch wertvoll, weil sie bei Isomerisierung.
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Cyclohexan liefert, welches-als solches oder nach dem Hydrieren zu
Benzol-ein wichtiges Ausgangsmaterial für die chemische Industrie ist.
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In ähnlicher Weise können die Dimethylcyclopentane isomerisiert werden
zu Methylcyclohexan, welches darauf zu Toluol dehydriert werden kann.
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Ein interessantes Ausgangsmaterial fur die Isomerisierung ist Athylcyclohexan,
welches beim Isomerisieren mit Hilfe des vorliegenden Hexafluorantimonsäurekatalysatorsein
Produkt liefert, das nach Dehydrieren etwa 90 % % C8-Aromaten enthält. Diese Aromaten
bestehen in einem Ausmaß von etwa 86 % aus m-und p-Xylol, bis zu 12 % aus o-Xylol
und nur bis zu 2 % aus Athylbenzol. Die restlichen 10 % des dehydrietten Produktes
werden von Toluol, Benzol und Naphthenen gebildet. Da die so erhaltene C8-aromatische
Mischung nur eine geringe Menge Xthylbenzol enthält, ist sie eine wertvolle Quelle
für die Industrie für die Herstellung von Chemikalien auf Basis der Xylole.
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Es wird bemerkt, daß Athylcyclohexan in großen Mengen in der Brdölindustrie
zur Yerfügung steht, z. B. in Form von naphthenischen, direkt destillierten Fraktionen.
Athylcyclohexan kann auch erhalten werden durch Hydrieren von beispielsweise Cg-Platformatfraktionen,
die gewöhnlich beachtliche Mengen Athylbenzol enthalten. Die nachfolgende Isomerisierung
des Kthyloyclohexans in der direkt destillierten Fraktion und des in der hydrierten
Platformatfraktion enthaltenen Xthylcyclohexans kann ohne irgendeine weitere Vorbehandlung
der
Fraktion erfolgen. Die Isomerisierung von Naphthenen verläuft
im allgemeinen unter den gleichen Bedingungen, wie oben für die Isomerisierung paraffinischer
Kohlenwasserstoffe beschrieben. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist in der Regel viel
höher.
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Als aromatische Ausgangsstoffe für die Isomerisierung können im Prinzip
alle isomerisierbaren polyalkylaromatischen Kohlenwasserstoffe verwendet werden
; erwahnt seien die Xylole.
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Es wird bemerkt, daß der Bereich der Reaktionstemperaturen, die im
allgemeinen verwendet werden, etwas höher liegt als die bei der paraffinischen Isomerisierung
angewandten Temperaturen. Geeignete Temperaturen liegen im Bereich von 25° bis 100°.
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Es wurde weiter gefunden, daB Toluol mit Hilfe des vorliegenden Katalysators
in ein Gemisch von Benzol und Xylolen umgewandelt werden kann, welche wertvoller
sind als Toluol.
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Wie schon erwähnt, können die hier behandelten Umwandlungen im Gegenstrom
in mehreren Stufen und gewunschtenfalls mit einem Temperaturgradienten durchgeführt
werden. So kann z. B. die Isomerisierung aliphatischer Kohlenwasserstoffe sehr zweckmäßig
in drei in Reihe geschalteten Reaktoren durdigeführt werden. Bei dieser Arbeitsweise
kommt das frisch zugeführte Ausgangsmaterial in dem ersten Reaktor in Berührung
mit teilwei se verbrauchtem Katalysator. Die teilweise isomerisierten Kohlenwasserstoffe
kommen-daraufimzweitenReaktorin Beriihrung mit starker aktivem KatalysatorimdrittenReaktor,
in welchen frischer Katalysator eingeführt wird. In diesem letzten
Reaktor
kann eine verhältnismäßig niedrige Temperatur, z. B. 25°, eingehalten werden, um
den großen Vorteil des günstigen Isomerisierungsgleichgewichts bei dieser Temperatur
auszunutzen. Im zweiten Reaktor beträgt dann die Temperatur z. B.
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30°, während im ersten Reaktor die Aktivität des (weitgehend verbrauchten)
Katalysators auf eine höhere Temperatur gebracht werden kann, z. B. 40°.
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Es ist beobachtet worden, daß in den verschiedenen Reaktoren vorzugsweise
verhältnismäßig hohe Katalysator/Kohlenwasserstoff-Verhältnisse, z. B. zwischen
1 und 2 Raumteilen Katalysator pro Raum-teil Kohlenwasserstoff, aufrechterhalten
werden.
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Die Aktivität und die Menge des Katalysators in jedem Reaktor kann
leicht auf dem geforderten Stand gehalten werden, indem man nur eine geringe Menge
des frischen Katalysators zu dem System zusetzt. Bei de oben erwahnten Dreistufen-Gegenstrom-Verfahren
kann dies bewirkt werden, indem man kontinuierlich frischen Katalysator in den dritten
Reaktor einführt und eine entsprechende Menge des gebrauchten Katalysators aus dem
ersten Reaktor entfernt. Das hohe Katalysator-Kohlenwasserstoff-Verhältnis in den
Reaktoren kann aufrechterhalten werden, indem man die Kohlenwasserstoff-Katalysator-Dispersion
nach jedem Reaktor in eine Absetzzone führt und den größeren Teil des darin abgetrennten
Katalysators im Kreislauf zurückfuhrt.
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Bine ähnliche Arbeitsweise kann n im Gleichstrom und im Kreuzstrom
durchgeführt werden.
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Der gebrauchte Katalysator, der schließlich abgeführt wird, kann
noch zur Entfernung gewisser Verunreinigungen, wie Alkadiene,
Wasser
und Schwefelverbindungen, aus den umzuwandelnden Kohlenwasserstoffen dienen.
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In Bezug auf Alkylierungen kann die Alkylierung von Alkanen mit Alkenen
erwähnt werden. Die außergewöhnlichen Eigenschaften des vorliegenden Hexafluorantimonsäurekatalyzators
werden klar ersichtlich bei der Alkylierung von Isobutan mit Xthylen, einer Reaktion,
die mit einer hohen Geschwindigkeit und bei Temperaturen unter 0° verläuft, während
mit den üblichen HF-Katalysatoren-auch bei viel höheren Temperaturenkeine oder praktisch
keine Alkylierung eintritt.
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Die außergewöhnliche Aktivität des vorliegenden Hexafluorantimonsäurekatalysators
in Bezug auf die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen ergibt sich eindeutig aus Vergleichsversuchen,
die bei 40° mit einer Reihe anderer Katalysatoren vom Eriedel-Crafts-Typ durchgeführt
worden sind.
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Als Kohlenwasserstoff-Ausgangsmaterial wurde n-Hexan mit einem Methylcyclopentangehalt
von 3 Gew.-% gewählt. Es wurden vergleichende Untersuchungen durchgeführt hinsichtlich
der Reaktionsgeschwindigkeit bei der Hexanisomerisierung mit einem Hexafluorantimonsäurekatalysator,
bestehend aus 6 g HSbF6, verdünnt mit 10 g flLissiger HF, einerseits und den nachstehend
angegebenen Systemen andererseits unter Yerwendung entsprechender Mengen der Katalysatoren
: 1. Aluminiumchlorid-flüssige Salzsäure 2. Antimontrichlorid-flüssige Salzsäure
3. Antimonpentachlorid-flussige Salzsäure 4. Bortrifluorid-flüssige FluBsäure.
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5. Titantetrafluorid - flüssige Flußsäure 6. Niobpentafluorid - flüssige
flußsäure 7. Tantalpentafluorid-flüssige FluBsäure Es wurde gefunden, daß mit dem
System Aluminiumchloridflassige Salzsäure Isomerisierung eintrat. Es dauerte jedoch
3 Stunden, bis 95 % des n-Hexan-Umwandlungsgleichgewichts erzielt waren, was mit
dem Hexafluorantimonsäurekatalysator innerhalb von 20 Minuten erreicht wird. Ein
wichtiger Naohteil für die technische Verwendung besteht außerdem darin, daß die
flüssige Salzsäurephase bei 25° bereits einen Druck von 50 at hat.
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Antimontrichlorid als solches und auch gelöst in flüssiger Salzsäure
ist vollständig inaktiv.
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Bei Antimonpentachlorid-flüssige Salzsäure tritt Chlorierung des
Kohlenwasserstoffs ein, aber darüber hinaus keine Isomerisierung.
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Bei Bortrifluorid-fl-issige Flußsäure (Tetrafluorborsäure, gelöst
in Flußsäure), welches Gemisch aus der Literatur als Isomerisierungskatalysator
bekaunt ist, wurde bei 60° eine Reaktionsgeschwindigkeit erhalten, die nur etwa
den 500sten Teil der Geschwindigkeit ausmachte, die mit dem Hexafluorantimonsaurekatalysa.
tor bei 40° erreicht wurde.
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Mit Titantetrafluorid, Niobpentafluorid und Tantalpentafluorid, gelöst
in flussiger Flußsäure, waren die erzielten Reak-. tionsgeschwindigkeiten beträchtlich
niedriger als diejenigen mit
Hexafluorantimonsäurekatalysator.
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Schließlich wurde auch ein Versuch durchgeführt mit FluB-saure als
solcher. In einem Hastelloy-B-Reaktor von 100 ccm Fassungsvermögen und ausgerustet
mit einer vibrierenden Ruhrvorrichtung wurden 50 ccm Methylcyclopentan bei 25° mit
30 ccm Flußsäure in Berührung gebracht. Nach 30 Minuten war noch keine Isomerisierung
eingetreten.
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Beispiel 1 In einem 100 ccm fassenden, mit Rührvorrichtung versehenen
und mit Polytetrafluoräthen (Teflon) ausgekleideten Reaktor wurden 50 ccm n-Pentan
in Anwesenheit von Wasserstoff ixomerisert mit einem Katalysator aus 1, 5 c'cm Hexafluorantimonsäure,
verdunnt mit 20 ccm FluBsäure. Die Reaktionstemperatur betrug 25 ; der Wasserstoffdruck
1 at abs.
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Durch chromatographische Analyse ergab sich, daß die Zeit, die erforderlich
war zur Erreichung von 95 % des n-Pentan-Isopentah-Gleichgewichts 88 Minuten betrug.
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Unter den gleichen Bedingungen wurde n-Pentan mit einem.
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Hexafluorantimonsäurekatalysator in der RSbF6-Form isomerisiert. Der
Katalysator wurde vorbehandelt durch Verrühren von 1,5 ccm Hexafluorantimonsäure,
verdünnt mit 20 ccm Flußsäure, mit 20 ccm Methylcyclopentan und Abtrennen der C6H11
SbF6/HF-Katalysatorphase von der überschiissigen Kohlenwasserstoffphase.
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Mit diesem vorbehandelten Katalysator wurden 95 % des n-Pentan-Isopentan-Gleichgewichts
in 27 Minuten erreiche.
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Beispiel 2 50 ccm n-Pentan wurden unter den gleichen Bedingungen,
wie in Beispiel 1 erwähnt, isomerisiert mit der Ausnahme, daß jetzt ein technischer,
chlorhaltiger Hexafluorantimonsäurekatalysator, vorbehandelt mit Methylcyclopentan,
verwendet wurde.
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Der Katalysator, der 40 Gew.-% Fluor enthielt, wurde hergestellt durch
Umsetzen von Antimonpentachlorid mit Flußsäure und Entfernen der gebildeten Salzsäure.
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Es ergab sich, daß die gleichen Isomerisierungsresultate erzielt
wurden, wie in Beispiel 1 mit dem vorbehandelten Katalysator. Die erforderliche
Reaktionszeit war jedoch et,, Ya verdoppelt.
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Beispiel 3 In dem Reaktor, wie er in Beispiel 1 verwendet wurde, wurden
50 cem n-Hexan mit einem uehalt von 3 Gew.-% Methylcyclopentan unter den gleichen
Bedingungen und in derselben Menge des RSbF6-Katalysators, wie in Beispiel 1 beschrieben,
isomerisiert ; mit und ohne Zusatz von Isobutaa.
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Aus den Resultaten in Tabelle IA ergibt sich, daß Isobutan einen
gunstigen Einfluß auf die Katalysatoraktivität hat, wahrend n-Butan keinerlei Winfluß
auszuüben scheint.
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Unter den gleichen Bedingungen und mit dem gleichen Katalysator wurde
n-Pentan, das 3 Gew.-% Methylcyclopentan enthielt, isomerisiert mit und ohne Zugabe
von Isobutan. Aus dem Ergebnis in Tabelle I, B ist ersichtlich, daB Isobutan auch
die Isomedsierung von n-Pentan im wesentlichen Maße beschleunigt.
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Tabelle I A. Isomerisierung von n-Hexan (+ 3 Gew.-% Methylcyclopentan)
1) Zugesetztes Isobutan, Gew.-% -% 0 5.7 9. 2 15. 4 erforderliche Zeit bis Erreichen
von 95 % des Gleichgewichts der n-Hexan-Umwandlung (min) 54 40 33, 33 2) Zugesetztes
n-Butan, Gew.-% 0 9. 8 14. 9 erforderliche Zeit bis Erreichen von 95 % des Gleichgewichts
der n-Hexan-Umwandlung (min) 47 47 47 B. Isomerisierung von n-Pentan (+ 3 Gew.-%
Methylcyclopentan) Zugesetztes Isobutan, Gew.-% 0 13.1 erforderliche Zeit bis Erreichen
von 95 % des Gleichgewichts der n-Pentan-Umwafldlung (min) 27 18 Beispiel 4 In einem
100 ccm fassenden Hastelloy-B-Reaktor, der mit einer vibrierenden Rührvorrichtung
versehen war, wurden 50 ccm direkt destillierte Kopffraktionen mit einem Endsiedepunkt
von 72° isomerisiert bei 25 ° mit einem etrafluorantimonsaurekatalysator, der mit
Methylcyclopentan vorbehandelt worden war.
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Die direkt destillierte Kopffraktion war durch Perkolieren durch Siliciumdioxydgel
von Benzol befreit. Der Katalysator wurde hergestellt durch Verrühren von 2,5ccm
Hexafluorantimonsäure-verdünnt mit 20 ccm FluBsäure-mit 30 ccm Methylcyclopentan
und Trennen-der C6H11SbF6/HF-Katalysatorphase von der überschüssigen KohlenwasserstofSphase.
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Die Zusammensetzung der C5- und C6-Fraktion im Ausgangsmaterial und
in dem Isomerisat nach 6, 10 bzw. 16 Minuten ist in Tabelle II zusammengestellt.
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Tabelle II Ausgangs- Isomerisat nach material 6 Min. 10 Min. 16 Min.
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Isopentan Gew. % 63. 3 63.8 73.5 81.3 n-Heptan " 36.7 36.2 26.5 18.7
2,2TDimethylbutan"2.613. 6 20. 6 30. 9 2, 3-Dimethylbutan"3. 2 12. 4 13. 2 12. 3
2-Methylpentan"22. 6 31. 4 32. 0 30. 4 3-Methylpentan " 19. 1 14. 7 14. 6 14. 1
n-Hexan"52.5 27.9 19.6 12.3 Beispiel 5 In dem gleichen, mit Führer versehenen Reaktionsgefäß,
wie gemäß Beispiel 4 benutzt, wurden 70 ccm eines Gemisches, das zusammengesetzt
war aus 77,2 Gew.-% n-Heptan und 22,8 Gew.-% Isobutan, bei 20° und einem Wasserstoffdruck
von 13, 5 at abs. isomerisiert. Der Katalysator wurde hergestellt bei 20° durch
Verrühren von 2, 9 ccm Hexafluorantimonsäure-verdunnt mit 25 ccm FluBsäure-mit 15
ccm Methylcyclopentan und Abtrennen der überschüssigen Kohlenwasserstoffphase.
-
Nach 2 Stunden war die Zusammensetzung der Heptanfraktion in dem
Reaktionsgemisch wie in Tabelle III angegeben. Aus dieser Zusammensetzung ergibt
sich, daß 95, 5 Gew.-% der Heptane in dieser Fraction aus verzweigten Isomeren bestehen
mit einer beträchtlichen Menge in doppelt verzweigter Form.
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Tabelle III Gew.-% 2, 2-Dimethylpentan 16. 7 2, 4-Dimethylpentan
+ 2, 2, 3-Trimethylbutan 22. 0 3, 3-Dimethylpentan 12.1 2, 3-Dimethylpentan +'2
Methylhexan 28. 3 3-Methylhexan 15.2 Athylpentan 1. 1 n-Heptan 4. 5 Wenn Heptan
in Abwesenheit von Isobutan isomerisiert wird, scheint eine gewisse Disproportionierung
einzutreten.
-
Beispiel 6 In dem gleichen Reaktor, wie in Beispiel 1 verwendet,
wurde n-Pent. an kontinuierlich isomerisiert durch Einführen von 130 com/h n-Pentans
gesättigt mit Wasserstoff bei 6 at abs. in den Reaktor, welcher 50 ccm mit HF verdunnte
RSbF6-Katalysatorphase enthielt. Die Menge Katalysator im Reaktor wurde konstant
gehalten durch Abtrennen des Kohlenwasserstoff-Katalysator-Gemisdhes in einem AbsetzgefäB
und kontinuierliches Zurückführen der Katalysatorphase. Der Katalysator wurde in
die RSbF6-Form in gleicher Weise umgewandelt, vaie in Beispiel 1 beschrieben. In
diesem Fall wurden 3, 9 ccm Hexafluorantimonsäure, verdunnt mit 45 ccm FluBsäure,
mit Methylcyclopentan gerührt. Die überschüssige Kohlenwasserstoffphase wurde abgetrennt.
-
Aus chromatographischer Analyse des Pentanisomerisats ergab sich,
daß mit diesem Katalysator 88 % des n-Pentanlsopentan
-Gleichgewichts
erreicht wurden. Es trat eine gleichmäBige Verminderung der Katalysatoraktivität
ein. Unter den gleichen Bedingungen wurden Versuche durchgeführt mi-t n-PUntan,
welches 3 Gew.-% bzw. 10 Gew.-% Methylcyclopentan enthielt. bei dem Versuch mit
dem 3 Gew.-% Methylcyclopentan enthaltenden Pentan war die Verminderung der Katalysatoraktivität
betrachtlich geringer als bei dem ersten Versuch, während mit n-Pentan, das 10 %
Methylcyclopentan enthielt, nach 7Q Stunden kaum irgendeine Verringerung der Katalysatoraktivität
festgestellt wurde.
-
Der gleiche Versuch wurde durchgeführt mit 10 Gew.-% Cyclohexan anstelle
von 10 Gew.-% Methylcyclopentan.
-
Aus den in Tabelle IV zusammengestellten Ergebnissen ergibt sich,
daß der n-C5-Gehalt des Isomerisates, welcher der Menge der nicht-umgesetzten Pentane
entspricht, besser konstant bleibt bei einem höheren Naphthengehalt im Ausgangsmaterial,
wasdarauf hindeutet, daß die Katalysatorbeständigkeit durch den erhöhten Naphthengehalt
begünstigt wird.
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Tabelle IV C6-Naph- C6-Naphthene Gew.-% n-Pentan in C5-Fraktion nach
thene im Typ 10 h 20 h 30 h 40 h 50 h 60 h 80 h 100 h Ausg.Mat.
-
Gew.-% rwwTr.-r. Ar 0 - 35. 0 50. 8 58. 7 65. 0 - - - -3 Methylcyclopentan
30. 0 32. 0 33. 8 36. 3 39. 8 42. 0-10 Methylcyclopentan 28. 2 28. 3 29. 4 29. 8
30. 8 31. 6 33. 0 37. 7 10 Cyclohexan 29. 0 30. 6 31. 0 31. 0 32. 5 33. 7 36. 0
37. 5
Beispiel 7 In dem gleichen Teflon-Reaktor vom Mischer-Absetz-Typ,
wie in Beispiel 4 verwendet, wurde n-Hexan, das 2 Gew.-% Methylcyclopentan enthielt,
kontinuierlich isomerisiert bei 25° mit Hilfe einer vorbehandelten Hexafluorantimonsäure
-verd unt mit 12 com Flußsäure pro ccm HSbF6. Die stundliche Raumgeschwindigkeit
betrug 3,6 g Zufuhr pro g Hexafluorantimonsäure pro Stunde. In einem ersten Versuch
wurde das Ausgangsmaterial als solches verwendet. Beim zweiten und dritten versuch
war das Ausgangsmaterial mit Wasserstoff bei einem Druck von 13 bzw. 6 at abs. gesättigt.
-
Aus den in Tabelle V zusammengefaßten Ergebnissen ist ersichtlich,
daß bei dem ersten Expriment sogenannte"runaway"-Crackung zwischen 20 und 25 Betriebsstunden
eintrat, was zur Entaktivierung des Katalysators fiihrte, wie aus den Isomerisierungsresultaten
bei 30-stündiger Betriebsdauer offenmit sichtlich hervorgeht. In dem zweiten Versuch
mit dem/Wasserstoff bei 30 at abs. gesättigten Ausgangsmaterial wird der Katalysator
gleichmäBig reduziert bis zu dem inaktiven dreiwertigen Zustand, was zu einem kontinuierlich
abnehmenden Isomerisierungsgrad führt. Bei dem dritten Versuch sind beide Arten
der Katalysatorentaktivierung unter Kontrolle.
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Tabelle V sgangs- Zusammensetzung des Reaktionsproduktes in t.ge-
Gew.-% nach Ws 5 h 10 h 15 h 20 h 25 h 30 h 35 h 40h . twas- 6 @rstoff ai 2, 2-Dimethylbutan
32.5 28. 3 23. 6 25. 2 23. 0 5. 1 2, 3-Dimethylbutan 10.3 10.9 11.7 11.0 9. 7 1.6
- -2-Methylpentan 24. 0 23. 8 24. 2 26. 0 22. 5 4. 0-3-Methylpentan 9. 9 10. 4 10.
7 11. 3 9. 7 1. 8 n-Hexan 23. 3 26. 6 29. 8 26. 5 35. 1 87. 5-------------------------------------------------------------------^
0.2 0.2 0. 2 1.0 17.2 4. 7 2,2-Dimethuylbutan 33.0 29.1 22.0 17.5 12.8 9.4 7.8 -
@ 2,3-Dimethuylbutan 10.3 10.8 10.6 9.8 9.1 8.1 7.5 -5 at 2-Methylpentan 23. 9 25.
4 24. 7 23.5 21. 5 19. 5 17. 7-s. 3-Methylpentan 10.5 11.0 10.7 10.1 9. 2 8. 4 7.
8-n~Hexan 22. 2 23. 7 32. 0 39. 1 47. 4 54. 6 59. 2-<C6 0. 2 0.2 0.2 0.2 0.2
0.2 0. 2.-2, 2-Dimethylbutan 32.0 34. 3 30. 1 28. 0 30. 2 28. 0 28. 0 28. 5 2, 3-Dimethylbutan
10. 6 10. 6 10. 7 10. 6 10. 7 10. 9 10. 8 11. 3 at 2-Methylpentan n 25. 6 25. 5
25. 8 25. 6 25. 8 25. 6 25. 9 25. 2 os. 3-Methylpentan 10. 9 10. 7 10. 8 10. 8 10.
7 10. 9 10 9 11 1 n-Hexan 20. 9 18. 9 22. 6 25. 0 22. 6 24. 6 24. 4 23. 9 <C
0.2 0.2 0. 2 0.2 0.2 0. 2 0.2 0.2 Beispiel8 50 ccm (37, 4 g) Methylcyclopentan wurden
chargenweise mittels einer Lösung von 2, 85 ccm HSbF6 in HF, erhalten durch Auflösen
von 2, 5 ccm (7, 4 g) Antimonpentafluorid in 25 ccm flüssigem Fluorwasserstoff,
isomerisiert. Die Reaktionstemperatur betrug 25°. Die Ergebnisse sind in Tabelle
VI zusammengestellt.
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Tabelle VI Thermodynamisches Gleich-Reaktionsdauer gewicht in Minuten
1/6 1/2 1 2 3 4 5 15 (fl.Phase,25°) -<Cc-Kohlenwasserstoffe 0. 1 Zusammensetzung
der cyclischen C6-Kohlenwasserstoffe Methylcyclo- 97.4 83.8 62.7 35.1 21.2 15.5
126 11.0 10.8 pentan, Gew.% Cyclohexan, 2.6 16.2 37.3 64.9 78.8 84.5 87.4 89.0 89.2
Gew.% Beispiel 9 Bine technische, leichte, direkt destillierte Kopffraktion mit
einem Endsiedepunkt unter 72° wurde isomerisiert, indem man sie im Kreuzstrom mit
einem Hexafluorantimonsäurekatalysator bei einer Temperatur von 40° kontinuierlich
durch drei gleiche, mit Rührer versehene Hastelloy-B-Tankreaktoren führte. Der Katalysator
war vorbehandelt worden, wie in beispiel 4 beschrieben. Vor dem Einleiten in das
Reaktorsystem wurde die Kopffraktion von Benzol befreit durch Perkolieren derselben
durch Siliciumdioxydgel. Dann wurde ein Gemisch von Methylcyclopentan und Cyclohexan
zu dem Ausgangsmaterial in größerer Menge zugegeben, so daß die Gesamtmenge an Naphthenen
20 Gew.-% betrug. Schließlich wurde das Gemisch mit Wasserstoff bei eihem Druck
von 20 at abs.gesättigtundkontinuierlich durch die Reaktoren geführt bei einer stundlichen
Raumgeschwindigkeit von 1, 8 kg/kg Katalysator (berechnet auf HSbF6) pro Stunde.
Um die Katalysator-wirksamkeit auf einem kontuten Stand zu halten, wurden 0, 03
g Hexafluorantimonsäure.
pro kg Ausgangsmaterial pro Stunde in
jeden der Reaktoren eingeführt. Lntsprechend 0, 09 g des frischen Katalysators pro
kg. Ausgansmaterial. Der kontinuierliche Strom der Kohlenwasserstoff-Katalysator-Bspersion,
welcher die Reaktoren verließ, wurde in ein Absetzgefäß geleitet, und die abgetrennte
Katalysatorphase wurde kontinuierlich zu den Reaktoren zurückgeführt nach SatSernen
eines Nebenstroms mit dem Katalysatorgleichgewicht, entsprechend der Menge des frisch
eingeführten Katalysators.
-
Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials und des Abflusses nach
dem ersten, zweiten und dritten Reaktor (ohne die zugesetzten Naphthene) sind in
Tabelle VIIzusammengestellt.
-
Da das fertige Reaktionsprodukt eine F-1-3-Octanzahl von 97, 6 aufweist,
gegenüber F-1-3-Octanzahl 37, 3 für das Ausgangsmaterial, ist ersichtlich, daß eine
wertvolle Komponente fiir Premiumbenzin erhalten worden ist.
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Tabelle VII usammen-Zusammensetzua des eaktionsprodsetzung d. tes
in Gew.-% (ohne zugesetzte Ausgangsmat. Naphthene) in Gew.-% nach nach nach (ohne
zuge- 1. Reaktor 2. Reaktor 3. Reaktor setz. Naphthene n-Pentan 25.4 16.4 11.9 9.
-
Isopentan 15.5 24.5 28. 9 31. 3 2. 2-Dimethylbutan 1. 4 7. 0 11. 8
15. 2 2, 3-Dimethylbutan 1. 6 6. 2 6. 4 6. 4 2-Methylpentan 11. 8 14. 9 15. 4 15.
3 3-Methylpentan 10.0 6.9 7.2 7.1 n-Hexan 27.5 17.4 11.6 8.3 Butan und C5-+ C6-Naphthene
6.8 6.8 6.8 6.8 F-1-3-Octanzahl 87.3 92.8 95.8 97.6
Beispiel 10
Die gleiche, direkt destillierte Kopffraktion, wie in Beispiel 9 verwendet, wurde
isomerisiert, indem sie kontinuierlich hindurchgeführt wurde durch drei gleiche,
mit Führer versehene Hastelloy-B-Tankreaktoren, im Gegenstrom mit einem vorbehandelten
Hexafluorantimonsaurekatalysator, verdünnt mit 15 Raumteilen Flußsäure pro Raumteil
Katalysator. Vor dem Einführen in das Reaktorsystem war die Kopffraktion von Benzol
befreit worden. Dann wurden Naphthene zu dem Ausgangsmaterial zugese : zt und dieses
schließlich mit Wasserstoff gesättigt, wie in Beispiel 9 beschrieben. Frischer Katalysator
wurde in den dritten Reaktor eingeführt, der auf 25° gehalten wurde. Die Temperatur
des zweiten und des eisten Reaktors war 30° bzw. 40°. Die gesamte stundliche Raum,
digkeit für das ganze Reaktorsystem betrug 1, 8 kg Ausgangsmaterial pro kg Hexafluorantimonsäure
pro Stunde mit einer Zugabe von frischem Katalysator won 1, 1 g HSbF6/kg Ausgangsmaterial/h.
Nach jedem Reaktor wurde die Kohlenwasserstoff-Katalysator-Dispersion in ein Absetzgefäß
geleitet, aus welchem die Katalysatorphase in den gleichen Reaktor zurücKgefuhrt
wurde, abgesehen von einem Nebenstrom, der in den nächsten Reaktor eingeführt oder
als verbrauchter Katalysatorstrom aus dem ersten Reaktor behandelt wurde, um den
Katalysatorhaushalt in jedem Reaktor konstant zu halten.
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Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials und des Reaktionsproduktes
nach dem dritten Reaktor sind in Tabelle VIII zusammengestellt. Die F-1-3-Octanzahlen
des Ausgangsmaterials
und des Reaktionsproduktes waren 87, 3 bzw.
101, 7. Das Reaktionsproduktwar ein äußerst wertvoller Mischkomponent für Premiumbenzine.
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Tabelle VIII Zusammensetzung Zusammensetzung des Ausgangsma-des Reaktionsproterials
in Gww. duktes in Gel.-% (ohne zugesetzte (ohne zugesetzte Naphthene) Naphthene)
Butan 1. 2 1. 3 Isopentan 15.5 34. 5 n-Pentan 25. 4 6. 4 2, 2-Dimethylbutan 1. 4
25. 2 2, 3-Dimethylbutan 1. 6 5. 3 2-Methylpentan 11. 8 12, 7 3-Methylpentan 10.
0 5, 8 n-Hexan 27. 5 3. 3 @ C5- + C6-Naphthene 5.6 5.5 F-1-3-Octanzahl 87. 3 101.
7-Beispiel 11 Die direkt destillierte Kopffraktion, wie in Beispiel 9 verwendet,
wurde im gleichen Reaktorsystem und unter den gleichen Bedingungen, wie in diesem
Beispiel beschrieben, isomerisiert mit der Ausnahme, daß die Temperatur in den drei
Reaktoren zuietzt auf 25° gehalten wurde.
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Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials und des Reaktionsproduktes
nach dem dritten Reaktor ist in Tabelle IX zusammengestellt. Da das Produkt eine
F-1-3-Octanzahl von 99, 9 auSweist, ist es eine wertvolle Benzinkomponente.
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Tabelle IX Zusammensetzung Zusammensetzung des Ausgangsma-des Reaktionsproterials
in Gew.-% duktes in Gew-% (ohne zugesetzte (ohne zugesetzte Naphthene) Naphthene)
Butan 121.4 Isopentan 15. 5 34. 3 n-Pentan 25. 4 6. 6 2, 2-Dimethylbutan 1. 4 22.
3 2, 3-Diluethylbutan 1. 6 5*7 2-Methylpentan 11.8 13.7 3-Methylpentan10.06.4 n-Hexan
27. 5 4. 1 C5-+ C6-Naphthene 5.6 5.5 F-l-3-Octanzahl 87. 3 99. 9-Beispiel 12 In
einem 100 ccm fassenden Hastelloy-B-Reaktor, ausgerüstet mit einer vibrierenden
Rührvorrichtung, wurden 20 ccm Isobutan mit 5 g Äthylen alkyliert mit Hilfe von
0,4 ccm Hexafluorantimonsäure, gelöst in 20 ccm Flußsäure. Während eines Zeitraumes
von 2 Stunden wurden die 5 g Äthen kontinuierlich in den Reaktor eingeführt. Die
Reaktion wurde durchgefihrt bei einer Temperatur von-10° und einem Wasserstoffdruck
von 5 at abs.
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Abgesehen von nicht-umgesetztem Isobutan bestand das Reaktionsprodukt
aus 4, 4 g Pentanen und 6,7 7 g Hexanen, 1, 4 g Heptane und geringen Mengen von
C2- und C3-Kohlenwasserstoffen und schwereren Produkten. Aus den Tersuchsergebnissen
zeigt
sich, daß mit dem Hexafluorantimonsaurekatalysator die schwierige Alkylierung eines
Isoparaffi mit Äthylen bei einer niedrigen Temperatur durchgeführt werden kann.
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Beispiel 13 In In einem kontinuierlich angetriebenen, gerührten Reaktor
wurde Isobutan (1,81 Mol/h) mit Äthen alkyliert (0, 38 Ifol/h) mit Hilfe von 1,7
ccm HSbF6, verdünnt mit Flußsäure durch Auflosen von 4, 5 g Antimontetrafluorid
in 70 g flüssiger FluBsäure. Yor dem Einführen in den Reaktor wurden Isobutan und
Athen miteinander bei erhöhtem Druck vermischt. Die Reaktion wurde bei einer Temperatur
von-10° und einem Wasserstoffdruck von 10 at abs. durchgeführt. Die Reaktionsprodukte
wurden zusammen mit dem Katalysator kontinuierlich in ein Absetzgefäß geleitet,
in welchem sich der Katalysator rasch absetzte, worauf er zu dem Reaktor zurückgeführt
wurde.
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Die Versuchsergebnisse sind aus Tabelle X und XI ersichtlich.
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Tabelle @ Zusammensetzung des Zeit in Minuten Reaktionsproduktesio-140140-170170-200200-230230-260
(nach Batfernen von nicht-umgesetztem Isobutan), Gew.-% <C6-Kohlenwasserstoffe
31.4 41.4 51.4 48.2 46.8 C6-Kohlenwasserstoffe 60.4 50.2 44.0 42.9 43.7 >C6-Kohlenwasserstoffe
8.2 8.4 4.6 8.9 9.5
Tabelle XI ----------------------------------------------------------------------------@
der Zeit, lVlinuten C6-Kohlenwasserstof-110-140 140-170 170-200 200-230 230-260
fe in Gew.-% 2, 2-Dimethylbutan 4. 7 4. 7 3. 0 3. 5 1. 9 2, 3-Dimethylbutan 70.
7 69. 2 72. 1 71. 5. 68. 7 2-Methylpentan 2.7 17.0 16.8 16.0 17. 3 3-Methylpentan
1.8 9.1 8.1 9.0 12.1 n-Hexan Beispiel 14 In einem mit Rührvorrichtung versehenen
Hastelloy-B-Reaktor mit 1 lFassungsvermögen wurden 500 ccm Toluol bei einer Temperatur
von 95° umgewandelt mit Hilfe von 30 ccm Hexafluorantimonsaurekatalysator, verdinnt
mit-300 ccm Flußsäure. Die Zusammensetzung des Reaktionsproduktes nach 7 stunden
entsprach den Angaben in Tabelle XII.
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Tabelle XII Spaltprodukt <80°C 0,3 Gew.-% Benzol 18, 9" Toluol
61, 1" Athylbenzol 0, 4" Xylole 13, 0" Tri + Tetramethylbenzol 6, 3"