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DE1235285B - Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Oxo-Synthese unter Rueckgewinnung des Katalysators - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Oxo-Synthese unter Rueckgewinnung des Katalysators

Info

Publication number
DE1235285B
DE1235285B DER33299A DER0033299A DE1235285B DE 1235285 B DE1235285 B DE 1235285B DE R33299 A DER33299 A DE R33299A DE R0033299 A DER0033299 A DE R0033299A DE 1235285 B DE1235285 B DE 1235285B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cobalt
oxo
aldehyde
acid
crude
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER33299A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Meis
Dr Hans Tummes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER33299A priority Critical patent/DE1235285B/de
Priority to GB31247/63A priority patent/GB1026283A/en
Publication of DE1235285B publication Critical patent/DE1235285B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/49Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide
    • C07C45/50Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide by oxo-reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C27/00Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds
    • C07C27/20Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds by oxo-reaction
    • C07C27/22Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds by oxo-reaction with the use of catalysts which are specific for this process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Oxo-Synthese unter Rückgewinnung des Katalysators Bei der Oxo-Synthese, der katalytischen Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff an olefinische Verbindungen, findet sich die Hauptmenge des verwendeten Kob altkatalysators im Reaktionsprodukt, den gebildeten Aldehyden und Alkoholen, in gelöster Form als Kobaltcarbonyl wieder. Da diese Kobaltcarbonylverbindungen die weitere Verarbeitung der Aldehyde und Alkohole stören und die Rückgewinnung des Kobalts aus wirtschaftlichen Gründen geboten ist, hat man bereits zahlreiche Verfahren zur Entkobaltung der Oxo-Reaktionsprodukte vorgeschlagen.
  • So sollen die Kobaltcarbonylverbindungen durch Erhitzen des Oxo-Reaktionsproduktes unter Abscheidung von metallischem Kobalt zersetzt werden.
  • Diese Zersetzung soll nach einem anderen Vorschlag durch Erhitzen mit Wasser auf Temperaturen von 160 bis 2200 C erfolgen. Eine andere Arbeitsweise bewirkt die Zersetzung der Carbonyle durch Erniedrigung des CO-Partialdruckes, indem das Reaktionsprodukt mit Gasen bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur behandelt wird. Auch die Einwirkung von Wasserdampf zur Zersetzung der Carbonyle ist bereits beschrieben. Alle diese Arbeitsweisen führen zu Kobaltmetall oder Kobaltoxyd, die beide nur nach umständlicher und kostspieliger Aufarbeitung wieder als Katalysator in den Oxo-Prozeß zurückgeführt werden können.
  • Führt man die Entkobaltung mit stark verdünnten Säuren durch, wie Salpetersäure, Schwefelsäure usw., so wandert das Kobalt in Form von Kobaltsalzen in die wäßrigen Lösungen. Es kann sogar gelingen, unter bestimmten Bedingungen durch eine Wasserbehandlung die Carbonylverbindungen in ein wasserlösliches Kobaltsalz der Kobaltcarbonylwasserstoffsäure überzuführen. Bei diesen Verfahren fällt das Kobalt in einer verdünnten wäßrigen Lösung an, die zwar in die Oxo-Synthese unmittelbar eingesetzt werden kann, jedoch den Reaktionsablauf mit technischen Komplikationen belastet.
  • Nach einem anderen Verfahren oxydiert man die Kobaltcarbonylverbindungen im Oxo-Rohprodukt zu öllöslichen Kobalt(III)-salzen, entfernt durch Abdestillieren den gesamten Aldehyd und gewinnt die Kobaltverbindung gelöst im Destillationsrückstand, wobei sie in der erhaltenen Form wieder als Katalysator dem Oxo-Prozeß zugesetzt werden kann. Der erhebliche Energieaufwand zur Destillation des nahezu gesamten Reaktionsproduktes und die ständige Anreicherung des kobalthaltigen Destillationsrückstandes erschweren die Durchführung des Verfahrens.
  • Es bestand daher die Aufgabe, die aufgezeigten Schwierigkeiten bei der Entkobaltung der Oxo-Reaktionsprodukte auszuräumen und eine verbesserte Arbeitsweise zu liefern.
  • Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und/oder Alkoholen durch die Oxo-Synthese aus olefinisch ungesättigten Verbindungen mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur, wobei das Oxo-Syntheseprodukt mit Oxydationsmitteln behandelt wird und die gebildeten organischen Kobalts alze zurückgewonnen und als Katalysatoren wieder verwendet werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß organische Säuren, deren Kobaltsalze in den Oxo-Reaktionsprodukten unlöslich sind, verwendet werden und die Behandlung in Abwesenheit von Wasser durchgeführt wird, wonach die unlöslichen, festen Kobaltsalze aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt werden.
  • Nach der deutschen Auslegeschrift 1107212 soll man die Kobaltcarbonylverbindungen oxydativ in nichtflüchtige Verbindungen des dreiwertigen Kobalts überführen und anschließend die Reaktionsprodukte einer Schnellverdampfung unterwerfen, deren die Kobaltsalze enthaltender Rückstand der Reaktionszone als Katalysatorlösung wieder zugeführt wird.
  • Im Gegensatz zu dieser Arbeitsweise wird bei der Erfindung die Oxydation des Kobalts im Rohaldehyd lediglich bis zum zweiwertigen Metallsalz durchgeführt, wobei die Gegenwart von Wasser vermieden wird. Das Kobalt wird in Form von festen fettsauren Salzen aus dem organischen Reaktionsprodukt gewonnen, bleibt also nicht etwa in Lösung. Beim Verfahren der Erfindung besteht keinerlei Koppelunb zwischen der Menge des Destillationsrückstandes und der Kobaltwiedergewinnung.
  • Die Arbeitsweise der USA.-Patentschrift 2547 178 betrifft ein Verfahren zur Wiedergewinnung des bei der Oxo-Synthese verwendeten Katalysators, das zwar auch den Rohaldehyd einer Behandlung mit Luft unterwirft, aus dieser Behandlung jedoch nicht die festen Kobaltsalze der zugesetzten Säure gewinnt, sondern die anfallenden festen Kobaltverbindungen abtrennt und in einem erforderlichen zweiten Verfahrensschritt diese Substanzen mit der Säure zum Kobaltsalz der Säure umsetzt. Wird in Gegenwart von Wasser gearbeitet, so können nach dem bekannten Verfahren zwar die Kobaltsalze der zugesetzten Säure, also beispielsweise das Kobaltacetat, sogleich gebildet werden, sie fallen jedoch in wäßriger Lösung an.
  • Der besondere technische Fortschritt des Verfahrens der Erfindung liegt darin, daß die Umwandlung der im Oxo-Produkt gelösten Kobaltcarbonyle in Kobaltsalze unter milderen Bedingungen erfolgt als bei anderen Verfahren. Man kann bei niedrigerer Temperatur und ohne Druck arbeiten. Weiterhin erfolgt die Abtrennung der in sehr gut filtrierbarer Form anfallenden Kobaltsalze vom organischen Reaktionsprodukt mit einfachen Mitteln. Weiterhin fallen bei der Entkobaltung ausschließlich reine Kobaltsalze in fester Form an, die durch einfaches Aufschlämmen oder Auflösen in einem Verdünnungsmittel zu Kobaltkatalysatoren mit der jeweils gewünschten Kobaltkonzentration übergeführt und als solche in den Oxo-Prozeß wieder eingesetzt werden können. Als organische Säuren sind besonders Ameisensäure und Essigsäure geeignet. Die Oxydation läßt sich mit Sauerstoff, Luft oder anderen sauerstoffhaltigen Gasen oder auch mit Hilfe von Peroxyden oder Persäuren bei erhöhter Temperatur bewirken. Bei dieser Behandlung werden die Metallcarbonyle unmittelbar in die zweiwertigen Metallsalze der organischen Säure übergeführt und können wegen ihrer Unlöslichkeit in den Oxo-Rohaldehyden leicht abgetrennt werden.
  • Das Verfahren ist bei allen Rohaldehyden, die durch Oxo-Synthese herzustellen sind, anwendbar, insbesondere bei den Rohprodukten aus der Oxierung von Äthylen, Propylen, Butylen, Hepten, Diisobutylen, Tripropylen und Tetramerpropylen, ebenso auch bei den Rohaldehyden aus der Oxierung cyclischer Olefine, wie Dicyclopentadien, Cyclohexen, von Terpenen und von ungesättigten Säuren, wie Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Tallölsäure u. a.
  • Um eine Abscheidung von Kobaltsalzen an den Wandungen des der Entmetallisierung dienenden Gefäßes zu vermeiden, ist es erforderlich, daß außer dem im Rohaldehyd gelösten Wasser kein Wasser in den Reaktionsraum gelangt. Bei den höheren Aldehyden (etwa von C5 an) ist es daher ratsam, das bei der Oxo-Reaktion gebildete und nicht gelöste Wasser abzutrennen.
  • Der geeignete Temperaturbereich für das Verfahren, das sowohl drucklos als auch unter Druckanwendung durchgeführt werden kann, liegt zwischen 30 und 1500 C, vorzugsweise bei 50 bis 1000 C.
  • Vorteilhaft ist es, die Reaktionstemperatur so zu wählen, daß vor Zugabe der Reaktionspartner ein kleiner Teil der in den Rohaldehyden vorhandenen Kohlenwasserstoffe abdestilliert und dabei das im Rohaldehyd gelöste Wasser in azeotropem Gemisch mitführt.
  • Als organische Säuren verwendet man, wie bereits erwähnt, bevorzugt Ameisensäure und Essigsäure, deren Kobaltsalze besonders günstige Katalysatoren für die Oxo-Synthese darstellen. Die anzuwendenden Mengen betragen zwischen 0,1 und 5 Gewichtsprozent, je nach dem Kobaltgehalt des Rohaldehyds, vorzugsweise etwa 0,5 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf den Aldehyd.
  • Von Bedeutung ist bei der neuen Arbeitsweise der pH-Wert der Rohaldehydlösung. Da mit steigendem pH-Wert die Bildung von öllöslichen dreiwertigen Kobaltverbindungen begünstigt wird, kommt es beim Einsatz von schwachen Säuren, deren pH-Wert über 4 liegt, nicht zu einer vollständigen Ausfällung der gewünschten ölunlöslichen zweiwertigen Kobaltsalze.
  • Der Einsatz starker Säuren, z. B. der Ameisensäure, bei der der pH-Wert des Rohaldehyds unter 3,5 liegt, führt dagegen ausschließlich zur Bildung des ölunlöslichen zweiwertigen Kobaltformiats.
  • Das Oxydationsmittel, das außer der Säure benutzt wird, dient zur Überführung des im Metallcarbonyl vorliegenden nullwertigen Metalls, z. B. des Kobalts, in das zweiwertige Kobaltion des Kobaltsalzes. Es sind daher alle Oxydationsmittel brauchbar, die eine solche Steigerung der Wertigkeit bewirken, besonders Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gase, wie Luft. Gut geeignet sind ferner Stoffe, die Sauerstoff abgeben, wie z. B. Wasserstoffperoxyd sowie andere Peroxyde oder Persäuren. Die Menge an Oxydationsmitteln richtet sich nach dem Gehalt an Kobaltcarbonyl im Rohaldehyd, außerdem nach der Reaktionstemperatur und der Reaktionsfähigkeit des Aldehyds. Ein größerer Überschuß, der über die Umwandlung der Metallcarbonyle hinausgeht, ist mit Rücksicht auf eine mögliche Oxydation des Oxoprodukts zu vermeiden.
  • Die durch Einwirkung des oxydierenden Mittels und der Säure gebildeten Kobaltsalze werden in fester Form abgeschieden, von der Flüssigkeit getrennt und in einer organischen Flüssigkeit suspendiert direkt dem Oxo-Prozeß wieder zugeführt. Ist es erwünscht, ausschließlich in Lösung zu arbeiten, so können die abgetrennten Kobaltsalze in öllösliche Form übergeführt werden und dann in organischer Flüssigkeit gelöst aufs neue eingesetzt werden.
  • Das neue Verfahren kann sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich ausgeführt werden. Die Anwendung oxydierender Gase ist im Gleichstrom ebenso wie im Gegenstrom möglich.
  • Es ist zweckmäßig, die Einführung der oxydierenden Gase gleichzeitig mit der Säurezugabe zu den Oxierungsprodukten vorzunehmen. Dabei wird durch eine gute Vermischung der Reaktionspartner die Umsetzungsgeschwindigkeit wesentlich begünstigt und der Vorgang der Entkobaltung gefördert.
  • Sobald die Rohaldehyde von Kobalt befreit sind, kann ihre Weiterverarbeitung zu Alkoholen in der üblichen Weise durch Hydrierung und fraktionierte Destillation erfolgen. Vor der Hydrierung kann der Rohaldehyd noch einer Entsäuerung unterzogen werden, wobei man sich der bekannten Arbeitsweisen bedient.
  • Eine für die Durchführung des Verfahrens zweckmäßige Apparatur stellt ein senkrecht stehendes Rohr dar, das mit einem Rührer versehen ist, durch den die Reaktionsflüssigkeit in axialer Richtung gerührt werden kann. Das kobaltcarbonylhaltige Oxo-Produkt und die erforderliche organische Säure werden von oben in das Rohr eingeführt, während das Oxydationsmittel an mehreren Stellen längs des Rohres eingebracht wird. Beim Durchströmen des Rohres von oben nach unten fällt dabei das Kobalt salz aus. Durch die Rührwirkung wird ein Anbacken an den Rohrwänden vermieden und eine gleichmäßige Abnahme des austretenden Reaktionsproduktes im unteren Teil des Rohres gewährleistet.
  • Versuchsbeispiele In einer halbtechnischen Oxierungsapparatur (Fig. 1), bestehend aus einem Oxo-Reaktor 1, Produktenkühler 2 und Gasabscheidern 3 und 4, wurde in bekannter Weise ein kobaltcarbonylhaltiger C4-Rohaldehyd hergestellt. Hierzu wurde in den Reaktor 1 durch die Leitung 5 Wassergas, durch die Leitung 6 Propylen und durch die Leitung 7 Kobaltformiat in Suspension mit hochsiedenden Destillationsrückständen aus der Aufarbeitung der Oxierungsprodukte des Propylens eingedrückt. Das aus dem Reaktor 1 austretende Oxierungsprodukt wurde nach Abkühlung in dem Produktenkühler 2 auf eine Temperatur von etwa 750 C in die Gasabscheider 3 und 4 übergeführt und dort durch Entspannung von den Gasen befreit. Aus dem Gasabscheider 4 gelangte das kobaltcarbonylhaltige, etwa 650 C warme Oxierungsprodukt durch die Leitung 8 von oben in die Entmetallisierungsapparatur 9. Ebenfalls von oben wurde die zur Reaktion benötigte Menge Ameisensäure mit einer Dosierpumpe über die Leitung 10 eingebracht. Die zur Oxydation benötigte Luft wurde in verschiedenen Höhen durch die Leitung 11 dem Entkobalter zugeführt und strömte dem von oben nach unten fließenden Rohaldehyd entgegen.
  • Auf 1 1 Rohaldehyd C4 mit einem Gehalt von 1,25 g Kobalt pro Liter wurden 5 cm3 Ameisensäure (990/oig) und 7,5 1 Luft zugegeben. Durch die Leitung 12 wurde der entkobalteteRohaldehyd zusammen mit dem ausgefällten Kobaltformiat über den Kühler 13 dem Separator 14 zugeführt, in dem eine Abtrennung des Kobaltformiats vom Rohaldehyd erfolgte.
  • Der dabei erhaltene Kobaltformiatniederschlag stellte ein rosagefärbtes, noch feuchtes Produkt dar, das neben C4-Rohaldehyd noch 18,6°/o Co als Formiat, 9,30/0 H2O und 0,33 0/o freie Ameisensäure enthielt.
  • Dieses kobaltformiathaltige Produkt, das fast 99% des im Rohaldehyd vorliegenden Kobalts enthielt, wurde unter Luftabschluß in Destillationsrückständen aus der Aufarbeitung der Oxierungsprodukte des Propylens suspendiert und diese erhaltene Suspension wieder als Oxierungskatalysator in den Oxo-Reaktor eingesetzt.
  • Der aus dem Separator kommende entkobaltete C4-Rohaldehyd enthielt nur noch 0,01 bis 0,02 g Co pro Liter. In seinen Kennzahlen und dem Gehalt an Butyraldehyd stimmte er, wie Tafel 1 zeigt, gut mit einem C4-Rohaldhyd überein, der in sonst gleicher Weise, jedoch an Stelle des erfindungsgemäßen Kobaltformiats mit Kobaltoctanoat als Katalysator aus Propylen hergestellt worden war.
  • In ähnlicher Weise ergab die Oxo-Synthese nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bei anderen Einsatzolefinen, wie Diisobutylen, Tripropylen und Tetrapropylen, die gleichen Ausbeuten an Aldehyd bzw. Alkohol. Die angewandten Reaktionsbedingunden bei der Entkobaltung des kobaltcarbonylhaltigen Rohaldehyds aus diesen Olefinen sind in den nachstehenden Tafeln 2 bis 4 zusammengestellt.
  • Tafel 1 Zusammensetzung von C4-Rohaldehyd durch Oxierung von Propylen mit verschiedenen Kobaltkatalysatoren
    Mit erfindungsgemäßer | Mit Kobaltoctanoat
    Kobaltformiat-Suspension | als Vergleich
    D20 zu ... .. 0,843 0,845
    nD20 ... ......... .. 1,3888 1,4002
    COZ .. 481 470
    OHZ ' .. 70 77
    JZ .......................... .. 1 2
    (i + n)-C4-Aldehydgehalt, O/o ..... .. 65 63
    Tafel 2 C4-Rohaldehyd aus der Oxierung von Propylen
    HCOOH Kobaltgehalt
    Versuch Temperatur Durchsatz (Gewichts- Luft pH-Wert im Rohaldehyd (g/l)
    prozent, bezogen
    Nr. °C (V/V/h) auf Rohaldehyd) (V1 Rohaldehyd) vorher I nachher
    1 65 0,75 0,8 10 3,4 1,34 0,017
    2 65 1,0 0,8 10 2,8 1,37 0,014
    3 65 1,25 1,0 13 2,4 1,37 0,016
    Tafel 3 C-Rohaldehyd aus der Oxierung von Diisobutylen
    HCOOH Kobaltgehalt
    Versuch | Temperatur Durchsatz (Gewichts- Luft pH-Wert im Rohaldehyd (g/l)
    prozent, bezogen
    Nr. o C (V/V1h) auf Rohaldehyd) (V1 Rohaldehyd) vorher i nachher
    4 70 0,5 0,75 13 3,4 0,948 0,019
    5 70 0,55 0,75 13 3,4 1,3 0,019
    6 85 0,6 0,75 13 3,4 1,3 0,018
    Tafel 4
    HCOOH Kobaitgehalt
    Versuch | Temperatur | Durchsatz | (Gewichts- | Luft pH-Wert im Rohaldehyd (gIl)
    prozent, bezogen
    Nr. °C (V/V,'h) auf Rohaldehyd) (1/1 Rohaldehyd) vorher I nachher
    Ct0-Rohaldehyd aus der Oxierung von Tripropylen
    7 1 90 l 1,0 l 1,0 1 10 l 3,3 1,64 1 0,018
    Ct3-Rohaldehyd aus der Oxierung von Tetrapropylen
    8 1 90 1 0,5 1 1,0 1 21 1 3,5 1 3,54 1 0,017
    Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und/oder Alkoholen durch die Oxo-Synthese aus olefinisch ungesättigten Verbindungen mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren bei erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur, wobei das Oxo-Syntheseprodukt mit Oxydationsmitteln in Gegenwart organischer Säuren behandelt wird und die gebildeten organischen Kobaltsalze zurückgewonnen und als Katalysatoren wieder verwendet werden, d a -durch gekennzeichnet, daß organische Säuren, deren Kobaltsalze in den Oxo-Reaktionsprodukten unlöslich sind, verwendet werden und die Behandlung in Abwesenheit von Wasser durchgeführt wird, wonach die unlöslichen festen Kobaltsalze aus dem Reaktionsgemisch abge trennt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Säure Ameisensäure verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als oxydierender Stoff Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gase verwendet werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als oxydierender Stoff Peroxyde oder Persäuren verwendet werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Säuren und oxydierenden Stoffen bei Temperaturen von 30 bis 1500 C erfolgt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Säuren und oxydierenden Stoffen unter Drücken bis 25 atü erfolgt.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Säuren und oxydierenden Stoffen bei einem pH-Wert unter 4 erfolgt. ~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 107 212; USA.-Patentschrift Nr. 2 547 178.
DER33299A 1962-08-09 1962-08-09 Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Oxo-Synthese unter Rueckgewinnung des Katalysators Pending DE1235285B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2547178A (en) * 1948-08-25 1951-04-03 California Research Corp Carbonylation catalyst recovery
DE1107212B (de) * 1957-05-17 1961-05-25 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch die Oxo-Synthese

Patent Citations (2)

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US2547178A (en) * 1948-08-25 1951-04-03 California Research Corp Carbonylation catalyst recovery
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