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DE1138754B - Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Aldehyden - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Aldehyden

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Publication number
DE1138754B
DE1138754B DEST4752A DEST004752A DE1138754B DE 1138754 B DE1138754 B DE 1138754B DE ST4752 A DEST4752 A DE ST4752A DE ST004752 A DEST004752 A DE ST004752A DE 1138754 B DE1138754 B DE 1138754B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cobalt
aldehyde
acid
aldehydes
water
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST4752A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Technology and Engineering Co
Original Assignee
Exxon Research and Engineering Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exxon Research and Engineering Co filed Critical Exxon Research and Engineering Co
Publication of DE1138754B publication Critical patent/DE1138754B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/49Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide
    • C07C45/50Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide by oxo-reactions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Aldehyden Es ist bekannt, Aldehyde aus Olefinen durch Umsetzung mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart von Kobaltkatalysatoren herzustellen.
  • Nach der Umsetzung werden die löslichen Kobaltverbindungen in einem Katalysatorabscheider aus dem Reaktionsprodukt entfernt, und das katalysatorfreie Gut wird dann im allgemeinen zu den entsprechenden Alkoholen hydriert oder zu den entsprechenden Säuren oxydiert.
  • Der Katalysator wurde bisher gewöhnlich in Form von Salzen des Kobalts mit höhermolekularen Fettsäuren, wie Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Naphthensäuren usw., zugesetzt. Diese Salze sind in dem flüssigen, olefinischen Ausgangsgut löslich und können der Reaktionszone als Kohlenwasserstofflösung oder in Lösung in dem Olefingut zugeführt werden.
  • Eine bei der Aldehydsynthese auftretende Schwierigkeit beruht darauf, daß das Katalysatormetall, welches in Form eines organischen Salzes zugesetzt wird, unter den Reaktionsbedingungen mit Kohlenmonoxyd unter Bildung des Metallcarbonyls reagiert.
  • Es wird angenommen, daß das Metallcarbonyl selbst die aktive Form des Katalysators ist. Dieser gelöste Katalysator muß vor der nachfolgenden Hydrierung entfernt werden, da er sich sonst auf dem Hydrierkontakt abscheiden und die Förderleitungen, Wärmeaustauscher usw. verstopfen würde. Das Carbonyl bleibt in dem aus der Carbonylierungsstufe abgezogenen Reaktionsprodukt gelöst und wird deshalb im Katalysatorabscheider oder Kobaltabscheider entfernt. Ein guter Weg zur Entfernung des Kobalts besteht in einem thermischen Verfahren, bei welchem das Reaktionsprodukt der ersten Stufe auf etwa 149 bis 1770 C erhitzt wird.
  • Gewöhnlich erhitzt man die Flüssigkeit, aus der das Kobalt entfernt werden soll, mittels einer Dampfschlange. Durch Einleiten von Gasen, wie Wasserstoff, inertem Dampf usw., wird in dem Kobaltabscheider ein Druck von etwa 6,8 bis 11,9 atü innegehalten. Die Verwendung eines Gases empfiehlt sich, um den Partialdruck des Kohlenmonoxyds im Kobaltabscheider möglichst niedrig zu halten. Man muß den Kobaltabscheider periodisch abschalten und das angesammelte metallische Kobalt entfernen, um eine Verstopfung der Zuführungsleitungen und der angrenzenden Teile des Kobaltabscheiders zu verhindern. Ferner scheidet sich metallisches Kobalt als Film auf den Heizelementen ab und macht dadurch eine ständige Entfernung erforderlich, damit der Vorerhitzer nicht verstopft wird. Die Entfernung dieser Filme und des abgeschiedenen Metalls ist lästig und schwierig und verschlechtert infolge der erheblichen Kosten die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Außerdem konnte man durch thermischeKobaltabscheidung meist das gelöste Kobalt nicht vollständig aus dem Aldehyd entfernen.
  • Zweck der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens, nach welchem das Kobalt dem Produkt der Carbonylierungsreaktion in einer Form entzogen werden kann, in der es unmittelbar im Kreislauf in die Carbonylierungsreaktionszone als Katalysator zurückgeführt werden kann.
  • Es ist bekannt, denProdukten derCarbonylierungsreaktion das Kobalt mit Hilfe verdünnter Säuren oder saurer Salzlösungen, wie 50/oiger Schwefelsäure oder Kaliumbisulfatlösung, zu entziehen. Die in den entstehenden Kobaltsalzlösungen enthaltenen anorganischen Anionen, wie Sulfationen, machen diese Lösungen jedoch für die unmittelbare Kreislaufführung als Katalysator in die Reaktionszone ungeeignet, da sich unter den in der Synthesekammer herrschenden Bedingungen von Druck und Temperatur in Gegenwart von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff aus Halogeniden und Sulfaten leicht störende Abbauprodukte bilden können. Das auf diese Weise aus dem Aldehyd entfernte und zurückgewonnene Kobalt muß daher, um es wieder als Katalysator verwenden zu können, erst noch in eine andere chemische Form übergeführt werden.
  • Gemäß einem älteren Vorschlag werden Aldehyde und Ketone, die durch katalytische Wassergasanlagerung an Olefinkohlenwasserstoffe gewonnen wurden, bei beliebigem Druck unterhalb des Siedepunktes mit wäßrigen Lösungen anorganischer oder organischer Säuren und bzw. oder sauren oder neutralen anorganischen Salzen behandelt. Insoweit dabei anorganische Säuren oder anorganische saure Salze verwendet werden, gilt das oben Gesagte. Nach einer Ausführungsform des älteren Vorschlages kann als organische Säure Essigsäure verwendet werden, wobei die Behandlung durch 90 Minuten langes starkes Schütteln bei 400 C erfolgt. Unter diesen Bedingungen werden, abgesehen von der langen Behandlungsdauer, sehr erhebliche Mengen an Essigsäure, nämlich etwa 25°/o des Rohaldehyds, benötigt.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß die Entfernung des Kobalts aus durch Anlagerung von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff an Olefine gewonnenen Aldehyden in sehr viel wirksamerer Weise möglich ist, wenn man die Behandlung mit wäßriger Essigsäure oder Ameisensäure bei einer Temperatur zwischen 66 und 930 C durchführt. Die das Kobalt enthaltende Säurelösung kann dann, wie nachstehend gezeigt wird, unmittelbar im Kreislauf in die Reaktionszone als Katalysator zurückgeführt werden. Für die Behandlung mit verdünnter Essigsäure oder Ameisensäure werden erfindungsgemäß nur verhältnismäßig geringe Säuremengen benötigt.
  • Das erfindungsgemäße kontinuierliche Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Umsetzung von olefinischen Kohlenwasserstoffverbindungen mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart eines kobalthaltigen Carbonylierungskatalysators zu Aldehyden, welche die als Katalysatoren wirkenden Metallverbindungen in Lösung enthalten, und anschließende Entfernung des Kobalts aus dem Produkt mit einer verdünnten wäßrigen organischen Säure besteht darin, daß man die Behandlung mit einer wäßrigen Essigsäure oder Ameisensäure bei einer Temperatur von 66 bis 930 C durchführt.
  • Höhere Temperaturen als 930 C werden erfindungsgemäß in Anbetracht derWärmeempfindlichkeit des Aldehyds vermieden, damit sich keine wesentlichen Mengen an Nebenprodukten bilden.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Teil der bei der Säurebehandlung entstehenden wäßrigen Lösung nach Abtrennung des Aldehyds in die Carbonylierungszone zurückgeführt.
  • Durch diese Behandlung wird praktisch das gesamte Kobalt unabhängig von der Form, in der es vorliegt, durch die Wirkung der eingespritzten verdünnten wäßrigen organischen Säure in das entsprechende wasserlösliche Salz übergeführt. Die entstehende wäßrige Kobaltsalzlösung kann im Kreislauf der Synthesekammer wieder zugeführt werden, um dort sowohl als Katalysator als auch zur Kühlung zu dienen Andernfalls kann das Salz auch unter Bildung des Hydroxyds neutralisiert werden, welches man in einer organischen Flüssigkeit, wie dem Aldehydprodukt oder dem Olefinausgangsgut, suspendiert und es dann im Kreislauf der Reaktionszone wieder zuführt. Das wasserlösliche Kobaltsalz kann auch abgeschieden und durch Erhitzen mit einer höhermolekularen organischen Säure zu einem öllöslichen Kobaltsalz umgesetzt werden.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Das olefinische Ausgangsgut wird nach Vorerhitzung durch Leitung 4 dem Boden der Reaktionskammer 2 zugeführt.
  • Der Katalysator kann in Form einer öllöslichen Kobaltseife, wie Kobaltoleat oder -naphthenat, in Mengen von etwa 0,1 bis 0,5 ovo Kobalt, bezogen auf Olefin, durch Leitung 6 zugeführt werden. Dieses Kobaltoleat kann aus dem wasserlöslichen Kobaltsalz hergestellt werden, welches im Kobaltabscheider anfällt. Die erfindungsgemäße Arbeitsweise ermöglicht es aber auch, eine wäßrige Lösung von Kobaltacetat oder Kobaltformiat durch Leitung 8 in die Reaktionskammer 2 einzuführen.
  • Das durch Leitung 3 zugeführte Synthesegas durchströmt die Reaktionskammer 2 in gleicher Richtung wie das Olefin. Die Synthese erfolgt zweckmäßig bei etwa 170 bis 238 atü und 93 bis 2320 C.
  • Der flüssige Rohaldehyd, der Katalysator und nicht umgesetztes Synthesegas in Lösung enthält, wird vom Kopf der Kammer 2 abgezogen und durch Leitung 10 und Kühler 12 in den Hochdruckabscheider 14 gefördert, aus dem die nicht umgesetzten Gase durch Leitung 17 abströmen und zweckmäßig mindestens teilweise im Kreislauf geführt werden.
  • Durch Rohrleitung 16 wird aus dem Abscheider 14 der Aldehyd abgezogen, der verhältnismäßig viel Kobalt als Carbonyl und in anderer Form gelöst enthält. Ein Teil dieses Stromes kann nach Wunsch durch Leitung 18 im Kreislauf der Reaktionskammer 2 wieder zugeführt werden, um dort die Temperaturlenkung zu unterstützen. Durch das Druckminderungsventil 20 kann der Überschuß an Aldehyd abgezogen und durch Leitung 22 in den Niederdruckabscheider 24 gefördert werden, in welchem die Entgasung bei etwa 1,7 bis 13,6 atü zu Ende geführt wird.
  • Der entgaste Aldehyd wird vom Boden des Niederdruckabscheiders 24 durch Leitung 26 in den Mischer 28 gefördert. Dem Mischer wird durch Leitung 29 Wasser und durch Leitung 31 Ameisensäure oder Essigsäure zugeführt. Essigsäure wird bevorzugt, da ihr Kobaltsalz leichter wasserlöslich ist, so daß zu seiner vollständigen Wiedergewinnung weniger Wasser erforderlich ist. Die Säure braucht nur in solchen Mengen zugesetzt zu werden, daß mindestens das gesamte vorhandene Kobalt gebunden wird.
  • Wasser wird in solchen Mengen zugesetzt, daß mindestens das gesamte gebildete Kobaltsalz gelöst wird.
  • So kann man bei Verwendung von etwa 10 ovo (bezogen auf Aldehyd) einer 50/oigen wäßrigen Essigsäure zufriedenstellend arbeiten.
  • Die Temperatur im Mischer 28 muß erfindungsgemäß sorgfältig gelenkt werden. Bei höheren Temperaturen ist die Reaktionsgeschwindigkeit größer, aber zu hohe Temperaturen führen zu einer thermischen Zersetzung des Kobaltcarbonyls in metallisches Kobalt, was unzweckmäßig ist, weil dieses in der verdünnten Säure schwer löslich ist. Die Temperatur im Mischer 28 wird zweckmäßig bei etwa 66 bis 850 C gehalten und soll 930 C nicht überschreiten.
  • Nach einer genügenden Mischzeit von etwa 30 bis 120 Minuten wird das Gemisch durch Leitung 30 in das Absetzgefäß 32 gefördert, in welchern sich eine wäßrige Schicht und eine Aldehydschicht bildet. Die obere Aldehydschicht kann dann in einen Wasserwäscher34 geleitet werden, in welchen heißes Wasser von beispielsweise etwa 740 C durch Leitung 36 eingeführt werden kann, um die letzten Spuren von Kobaltacetat auszuwaschen. Für diesen Zweck können etwa 100/o Wasser, bezogen auf den Aldehyd, verwendet werden. Das durch Leitung 38 abgezogene Waschwasser kann zweckmäßig als Verdünnungsmittel für die organische Säure verwendet werden, die zum Kobaltentzug dient. Der Aldehyd kann dann einer zweiten Wasserwäsche mit überschüssigem kaltem Wasser von beispielsweise etwa 2000/0 im Wäscher 40 unterworfen werden, um jede Spur der organischen Säure zu entfernen.
  • Vom Kopf des Wäschers 40 wird durch Leitung 42 der praktisch vollständig vom Kobalt befreite Aldehyd abgezogen.
  • Die untere wäßrige Schicht im Absetzgefäß 32, welche die Lösung des Salzes des wiedergewonnenen Kobalts enthält, wird durch Leitung 44 abgezogen.
  • Wenn man das Kobalt in Form eines öllöslichen Salzes an Stelle des wasserlöslichen Salzes zurückführen will, kann die Lösung durch Leitung 46 in das Reaktionsgefäß 48 gefördert werden, wo das Salz mit einer hochmolekularen organischen Säure, wie Ölsäure erhitzt wird, bis die Essigsäure vom Kopf abgetrieben und das öllösliche Salz gebildet ist welches im Kreislauf durch die Leitungen 50, 6 und 4, zweckmäßig im Olefingut gelöst, der Reaktionskammer 2 wieder zugeführt wird.
  • Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist es, daß das Kobalt in Form des Acetates oder Formiates durch die Leitungen 44 und 8 direkt in die Reaktionskammer 2 zurückgeführt werden kann. Allerdings müssen Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, damit die Reaktionskammer nicht unter Wasser gesetzt wird. Die der Reaktionskammer zugesetzte Wassermenge soll nicht wesentlich mehr als 3 bis 50/0 des zugeführten Olefins betragen. Der zulässige Wassergehalt des Gemisches ist im oberen Teil der Reaktionskammer 2 erheblich größer als im unteren Teil, weil die Aldehydkonzentration im oberen Teil der Kammer viel größer ist als im unteren Teil. Wenn die wäßrige Lösung des entstehenden Kobaltsalzes der Synthesekammer im Kreislauf wieder zugeführt wird, kann es sich empfehlen, diesen Strom auf Reaktionstemperatur vorzuerhitzen. Es kann aber auch zweckmäßig sein, diesen wäßrigen Strom bei einer wesentlich geringeren Temperatur als der im Reaktionsgefäß herrschenden zuzuführen, um auf diese Weise mindestens einen Teil der Kühlung zu bewirken. Auf diese Weise kann man den zum Kühlen verwendeten Kreislaufstrom des Aldehyds in Leitung 18 verringern und den Ausstoß der Anlage erhöhen und gleichzeitig die Zeit, in der die Aldehyde hohen Temperaturen ausgesetzt sind, verkürzen.
  • Ein weiterer Weg zur Kreislaufführung von Katalysator in die Reaktionszone besteht in der Neutralisierung der wäßrigen Kobaltsalzlösung und der Bildung einer festen Kobaltverbindung. Dies ist dann zweckmäßig, wenn man die Kreislaufführung von Wasser vermeiden will. So kann man die wäßrige Schicht z. B. mit Natronlauge neutralisieren und das Kobalthydroxyd durch Flotation mit einer geringen Menge Aldehyd gewinnen.
  • Die Erfindung ermöglicht dem Fachmann mannigfaltige Abänderungen. So kann es sich empfehlen, in eine bereits vorhandene, nach dem thermischen Verfahren arbeitende Kobaltabscheidungsanlage eine Hilfseinrichtung zum Waschen mit der organischen Säure einzubauen, um die letzten Spuren von Kobalt zu entfernen, die sich im allgemeinen noch in dem von der thermischen Kobaltabscheidung abströmenden Gut finden. So enthielt das Reaktionsprodukt der Synthesestufe, welches anschließend der Hydrierung unterworfen wird, nach der thermischen Kobaltabscheidung noch 0,00460/0 Kobalt. Nach der Behandlung mit 0,20/0 Ameisensäure war der Kobaltgehalt auf 0,00030/0 abgesunken.
  • Beispiel 1 In einer technischen Anlage wird die Kobaltabscheidung absatzweise durchgeführt, indem man 10 Volumprozent 2,40/oige Ameisensäure mit einem Oxoaldehyd mit einem Kobaltgehalt von 950 Teilen je Million vermischt und die Temperatur des Gemisches bei Atmosphärendruck allmählich auf 85 C erhöht. Nach 30 Minuten enthält die Aldehydschicht nach dem Abschleudern und Filtrieren nur noch 8 Teile lösliches Kobalt je Million. Die wäßrige Schicht enthält bei Beendigung des Versuchs 9400 Teile Gesamtkobalt je Million und 0,75 ovo freie Ameisensäure.
  • Beispiel 2 Ein weiterer Versuch zur Kobaltabscheidung im technischen Maßstab wird bei stetiger Verfahrensführung durchgeführt, indem man einen entgasten Oxoaldehyd, welcher 1140 bis 1570 Teile Gesamtkobalt je Million enthält, mit einer Lösung von Ameisensäure behandelt. Man verwendet 10 Volumprozent Wasser und 0,25 Volumprozent Ameisensäure, bezogen auf Aldehyd. Die Reaktion wird in einer Mischtrommel bei 80 bis 850 C und 0,68 atü durchgeführt. Die Verweilzeit beträgt 2'/4 Stunden.
  • Nach dem Absetzen und der Entfernung der wäßrigen Ameisensäure-Kobalt-Schicht und einer weiteren Wasserwäsche wird der Aldehyd in Vorratsbehälter gefördert. Der Gehalt der Aldehydschicht an löslichem Kobalt ist auf einen durchschnittlichen Wert von 98 Teilen je Million am Auslaß der Mischtrommel, auf 44 Teile je Million am Auslaß des Absetzgefäßes, auf 21 Teile je Million nach der letzten Wasserwäsche und auf 2 Teile je Million nach 2tägigem Absetzen in den Sammelbehältern gesunken.
  • Die wäßrige Säureschicht, die aus dem Absetzgefäß abgezogen wird, enthält 7950 Teile Gesamtkobalt je Million.
  • Beispiel 3 Laboratoriumsversuche Wiederverwendung von Kobalt aus ameisensaurer Lösung Reaktionsbedingungen der Aldehydsynthese. . . Autoklav bei 204 atü und 1770 C, 5 Stunden (Synthesegas CO:II.= 1:1) Ausgangsgut . . C7 -Olefin Katalysator . . wäßrige Lösung van Kobaltformiat. wie es aus dem Kobaltabscheider einer 15,9-m3-je-Tag-Anlage abgezogen wird Volumprozent Wasser, bezogen auf Olefin . ... 12,8 Gewichtsprozent Kobalt, bezogen auf Olefin . . 0,12 Umwandlung des Olefins, O/o . 80 Gleiche Ergebnisse werden bei Verwendung von Kobaltacetat erzielt.
  • Die oben angegebenen Werte zeigen deutlich, daß sich die wiedergewonnene wäßrige Kobaltsalzlösung sehr gut als Katalysator für die Aldehydsynthese eignet.
  • Verwendung von Ameisensäure nach der thermischen Kobaltabscheidung Als Ausgangsgut dient thermisch bei 93° C behandelter Aldehyd, der 112 Teile Gesamtkobalt je Million enthält.
    Lösliches
    Volumprozent prozent Behand- Kobalt
    H2 O, bezogen Ameisensäure, lungszeit im Produkt
    auf Aldehyd bezogen Teile
    Minuten je Million
    5 0,05 10 5
    10 0,003 15 5
    Die Kobaltentfernung ist selbst bei Verwendung kleiner Säuremengen gut.
  • Zeit-Temperatur-Beziehung Ausgangsgut... Aldehyd (Kobalt nicht abgeschieden) mit 1660 Teilen Gesamtkobalt je Million, behandelt mit 5 Volumprozent Wasser und 0,25 Volumprozent Ameisensäure, bezogen auf Aldehyd
    Lösliches Kobalt
    Rührzeit Temperatur im Produkt
    Minuten °C Teile je Million
    10 87 88
    10 77 137
    10 66 175
    30 87 3
    30 77 3
    30 66 20
    Ausgangsgut . . . Aldehyd (Kobalt nicht abgeschieden) mit 1800 Teilen Gesamtkobalt je Million, 100 Volumprozent H2 0 und 2 Volumprozent Ameisensäure, bezogen auf Aldehyd
    Ruhrzeit Temperatur Lösliches Kobalt
    im Produkt
    Minuten ° C Teile je Million
    10 87 105
    30 87 4
    60 87 0
    Verwendung von Essigsäure Ausgangsgut... Aldehyd (Kobalt nicht abgeschieden) mit etwa 1800 Teilen Gesamtkobalt je Million, behandelt mit 10 Volumprozent H2O und 1,0 Volumprozent Essigsäure, bezogen auf Aldehyd Behandlungszeit 10 Minuten bei 850 C Lösliches Kobalt im Produkt ... 4 Teile je Million Vergleich der Wasserwäsche und der Säurewäsche eines Aldehydproduktes nach thermischer Kobaltabscheidung Ausgangsgut... Aldehydprodukt aus einer 15,9-m3-je-Tag-Anlage, das bei 149 bis 1770 C mit Wasserstoff thermisch behandelt worden ist und noch 75 Teile Kobalt je Million enthält Nur Wasserwäsche 65 Teile Kobalt je Million Wäsche mit Ameisensäurelösung . . Weniger als 1 Teil Kobalt je Million nach Ausfrieren der Emulsion.
  • Daß Essigsäure eine ebenso wirksame Kobaltabscheidung wie Ameisensäure ermöglicht, wird in der nachfolgenden Aufstellung gezeigt. Bei diesen Versuchen wird sowohl der direkt aus der Carbonylierungsstufe entnommene Aldehyd als auch der Aldehyd nach der thermischen Kobaltabscheidung der Säurebehandlung unterworfen.
    Volum- Volum-
    prozent Säure prozent prozent Temperatur Z Zeigt Kobalt
    Behandlungsgut Säure Säure, H2 0, der Wäsche Zeit
    bezogen bezogen Teile
    auf Aldehyd auf Aldehyd C Minuten je Million
    Aldehyd (Oxoprodukt) . Essigsäure 0,5 50 82 bis 88 30 1
    Aldehyd nach thermischer Kobalt-
    abscheidung . . Essigsäure 0,1 10 82 bis 88 30 1
    Aldehyd (Oxoprodukt) . Ameisensäure 0,25 5 77 30 3
    Aldehyd nach thermischer Kobalt-
    abscheidung . . Ameisensäure 0,036 10 82 bis 88 30 1

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Umsetzung von olefinischen Kohlenwasserstoffverbindungen mit Kohlenmonoxyd und Wasserstoff in Gegenwart eines kobalthaltigen Carbonylierungskatalysators zu Aldehyden, welche die als Katalysatoren wirkenden Metallverbindungen in Lösung enthalten, und anschließende Entfernung des Kobalts aus dem Produkt mit einer verdünnten wäßrigen organischen Säure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit einer wäßngen Essigsäure oder Ameisensäure bei einer l temperatur von 66 bis 930 C durchführt 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der bei der Säurebehandlung entstehenden wäßrigen Lösung nach Abtrennung des Aldehyds in die Carbonylierungszone zurückgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2497303, 2549454; Karl Ziegler, Präparative organische Chemie, Teile, S. 167.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 879985.
DEST4752A 1951-04-27 1952-04-23 Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Aldehyden Pending DE1138754B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2497303A (en) * 1945-05-23 1950-02-14 Du Pont Reaction between olefinic compounds, carbon monoxide, and hydrogen in the presence of a metal carbonyl catalyst
US2549454A (en) * 1947-07-03 1951-04-17 Du Pont Preparation of methyl 4-oxobutyrate
DE879985C (de) * 1940-05-12 1953-06-18 Chemische Verwertungsgesellsch Verfahren zur Reinigung von Aldehyden und Ketonen

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