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DE1231401B - Steuereinrichtung fuer hydraulisch betaetigte Ein- oder Mehrtrommel-Windwerke von Fahrzeug-kranen - Google Patents

Steuereinrichtung fuer hydraulisch betaetigte Ein- oder Mehrtrommel-Windwerke von Fahrzeug-kranen

Info

Publication number
DE1231401B
DE1231401B DER33270A DER0033270A DE1231401B DE 1231401 B DE1231401 B DE 1231401B DE R33270 A DER33270 A DE R33270A DE R0033270 A DER0033270 A DE R0033270A DE 1231401 B DE1231401 B DE 1231401B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
cylinder
pressure
control device
load
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DER33270A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1231401C2 (de
Inventor
Helmut Blase
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinstahl Union Brueckenbau AG
Original Assignee
Rheinstahl Union Brueckenbau AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinstahl Union Brueckenbau AG filed Critical Rheinstahl Union Brueckenbau AG
Priority to DER33270A priority Critical patent/DE1231401B/de
Publication of DE1231401B publication Critical patent/DE1231401B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1231401C2 publication Critical patent/DE1231401C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D1/00Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
    • B66D1/02Driving gear
    • B66D1/14Power transmissions between power sources and drums or barrels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D5/00Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
    • B66D5/02Crane, lift hoist, or winch brakes operating on drums, barrels, or ropes
    • B66D5/24Operating devices
    • B66D5/26Operating devices pneumatic or hydraulic
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D2700/00Capstans, winches or hoists
    • B66D2700/01Winches, capstans or pivots
    • B66D2700/0125Motor operated winches
    • B66D2700/0158Hydraulically controlled couplings or gearings
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D2700/00Capstans, winches or hoists
    • B66D2700/03Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure
    • B66D2700/035Fluid operated braking devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Steuereinrichtung für hydraulisch betätigte Ein-oder Mehrtrommel-Windwerke von Fahrzeugkranen Gegenstand der Erfindung ist eine Steuereinrichtung für hydraulisch betätigte Ein- oder Mehrtrommel-Windwerke von Fahrzeugkranen, die von Kranbetrieb auf Baggerbetrieb und umgekehrt umgerüstet werden können, so daß diese Fahrzeugkrane als Universalgerät einsetzbar sind. Das Umrüsten geschieht einerseits, um den wechselweisen Betrieb überhaupt zu ermöglichen und trotzdem die Steuerung des Gerätes bei Kranbetrieb den Sicherheitsvorschriften entsprechend ausbilden zu können, und andererseits, um bei jeder Benutzungsart des Gerätes die jeweils optimale Leistung und Sicherheit zu erzielen.
  • Die Aus- bzw. Umrüstungsmöglichkeiten der Steuereinrichtung sind in der Regel folgende: a) Das Windwerk mit z. B. zwei Seiltrommeln wird je Seiltrommel nur mit einem Handhebel gesteuert, wobei übliche Pedale verriegelt bzw. ausgebaut sind und die Lastbremse durch Federdruck angelegt und hydraulisch gelüftet wird (sogenannte gekoppelte Steuerung); b) das Windwerk wird je Seiltrommel mit einem Handhebel und einem Pedal gesteuert, wobei die Lastbremse ebenfalls durch Federkraft angelegt und hydraulisch gelüftet wird (sogenannte nicht gekoppelte Steuerung); c) das Windwerk wird je Seiltrommel mit einem Handhebel und einem Pedal gesteuert, wobei die Lastbremse durch hydraulischen Druck gegen Federkraft angelegt wird; d) bei Mehrtrommel-Windwerken kann jedes Windwerk für sich nach a), b) oder c) umgerüstet werden.
  • Die Ausführung a) wird insbesondere bei Kranbetrieb verwendet, um bei optimaler Sicherheit eine größtmögliche Feinfühligkeit zu erzielen, während die Ausführung b) sowohl bei rauhem Kran- als auch bei Baggerbetrieb zur Anwendung kommt, dagegen die Ausführung c) nur für Baggerbetrieb und die Ausführung d) in Sonderfällen verwendet wird, z. B. dann, wenn nur mit der Haupt-Hubtrommel Lasten gehoben werden und die Hilfs-Hubtrommel nur für Nebenarbeiten wie Heranziehen von Gegenständen benutzt wird.
  • Das Umrüsten'derartiger Windwerke, z. B. von gekoppelter in nicht gekoppelte Ausführung, erfordert bei den bisher bekannten Steuereinrichtungen einen großen Aufwand, da folgende Arbeiten auszuführen sind: Beispielsweise sind zum Umrüsten von Ausführung a) in Ausführung b) die Verbindungen zwischen den Handhebeln und den Pedalnaben zu lösen und zu entfernen sowie die Pedale, die bei gekoppelter Ausführung nicht notwendig und daher durch feste Fußstützen ersetzt sind, nach Entfernen dieser Fußstützen wieder einzubauen. Zum Umrüsten der Windwerke von Ausführung a) in Ausführung c) sind außer den vorstehend genannten Arbeiten noch folgende notwendig-. Von den Pedalnaben müssen Kurvenscheiben entfernt und an ihrer Stelle Verbindungsgestänge von den Pedalen zu zugehörigen hy- draulischen Geberzylindern eingebaut werden; außerdem sind die Lastbremsen, die bei Ausführung a) durch Federdruck angelegt werden, gegen hydraulisch anlegbare Bremsen auszutauschen, wodurch nachträglich eine teilweise Entlüftung der hydraulischen Anlage erforderlich wird.
  • Die vorgenannten Umrüstarbeiten bedingen wegen der bei Fahrzeugkranen bzw. -baggern engen räumlichen Verhältnisse relativ lange Umrüstzeiten, zumal außer den erwähnten Umbauten noch die Kupplungen und Bremsen sowie die Betätigungsorgane im Steuerstand neu eingestellt werden müssen; in manchen Fällen sind zusätzlich besondere Anpaßarbeiten erforderlich.
  • Bei gekoppelten Steuerungen wird die überschneidung der Steuerungsvorgänge »Kuppeln« und »Lüften der Lastbremse« bzw. »Einlegen der Planetenbremse« und »Lüften der Lastbremse« mechanisch gesteuert, so daß nach dem Umrüsten bei den bisher bekannten Steuereinrichtungen vor Arbeitsbeginn die maximale Last probeweise kurz angehoben werden muß, um züi prüfen, ob die Last beim Bewegen des Handhebels von seiner vordersten in die hinterste Lage oder umgekehrt nicht durchfällt; unter Umständen ist noch eine erneute Einstellung von Kurvenstücken notwendig, die in üblicher Weise zum Steuern der Arbeitsgänge als Bestandteil der Steuereinrichtung im Steuerstand angeordnet sind. Im üb- rigen bedingen die bisherigen Steuereinrichtungen eine Lagerhaltung von verschiedenen Windwerksteilen, die jeweils nur bei einer Art der Steuerung des Windwerkes benutzt werden. Diese Lagerhaltung ist wegen des rauhen Betriebes besonders beim Einsatz auf Baustellen meist problematisch.
  • Es sind schon Steuereinrichtungen für hydraulisch betätigte Windwerke von Fahrzeugkranen bekanntgeworden, deren Hydrauliksystem mindestens teilweise durch einen Druckspeicher oder eine Pumpe unter Druck gehalten wird und die je Seiltrommel eine mit einer Schließfeder ausgerüstete, hydraulisch betätigte Lastbremse, eine hydraulisch betätigte Kupplung sowie gegebenenfalls eine Planetenbremse aufweisen, wobei die genannten Teile durch einen Handhebel mit Geberzylinder und entsprechende Steuerventile oder gegebenenfalls mit dem Handhebel und ein zugeordnetes Pedal betätigt werden.
  • Sowohl die letztgenannte hydraulische Steuereinrichtung als auch die genannte Planetenbremse können auch bei Fahrzeugkranen eingesetzt werden. Ihr Einsatz an Stelle von anderen bekannten hydraulischen Steuereinrichtungen bzw. Umkehrgetrieben und Bremsen allein ist jedoch nicht geeignet, die obenerwähnten Nachteile beim Umrüsten von Fahrzeugkranen zu vermeiden, vielmehr bedarf es dazu einer besonderen Ausbildung bzw. Anordnung der Steuereinrichtung, der LastÜremse und von Steuerventilen, die nicht ohne weiteres auf der Hand liegen.
  • Unter Benutzung der letztgenannten Steuereinrichtung und gegebenenfalls einer Planetenbremse gibt die Erfindung die technische Lehre zum Aufbau einer Steuereinrichtung für hydraulisch gesteuerte Ein-oder Mehrtrommel-Windwerke von Fahrzeugkranen, die die obengenannten Nachteile vermeidet und auf einfachste Weise von Kranbetrieb auf Baggerbetrieb oder umgekehrt umrüstbar ist.
  • Ausgehend von der obengenannten Steuereinrichtung für hydraulisch betätigte Ein- oder Mehr-trommel indwerke von Fahrzeugkranen, deren Hydrauliksystein wenigstens teilweise durch einen Druckspeicher oder eine Pumpe unter Druck gehalten wird, und die je Seiltrommel eine mit einer Schließfeder ausgerüstete, hydraulisch betätigte Lastbremse, eine hydraulisch betätigte Kupplung sowie gegebenenfalls eine Planetenbremse aufweist, wobei die genannten Teile durch einen Handhebel mit Geberzylinder und entsprechende Steuerventile oder gegebenenfalls durch den Handhebel und ein zugeordnetes Pedal betätigt werden, ist für diese die erfindungsgemäße Ausbildung darin zu sehen, daß die Lastbremse einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder und eine Verriegelungsvorrichtung aufweist, mit deren Hilfe die Schließfeder wahlweise verriegelbar und entriegelbar ist, und daß ein Druckregler sowie zwei Steuerventile in dem Hydrauliksystem der Lastbremse in der Weise angeordnet sind, daß das Windwerk nur durch Umschalten der Steuerventile und gleichzeitiges Verriegeln bzw. Entriegeln der Schließfeder der Lastbremse umgerüstet wird.
  • Der Vorteil dieser Steuereinrichtung liegt darin, daß das jeweilige Windwerk von X-ranbetrieb auf Baggerbetrieb und umgekehrt fast ohne Arbeitsaufwand in kürzester Zeit umgerüstet werden kann. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um ein Ein- oder Mehrtrommel-Windwerk handelt, das jeweils umzurüsten ist. Bei Mehrtrommel-Windwerken sind zum Umrästen die Schließfedern aller den Seiltrommeln zugeordneten Lastbremsen zu verriegeln bzw. zu entriegeln.
  • Selbstverständlich wird das Wesen der Erfindung nicht verändert, wenn das Verriegeln bzw. Entriegeln dieser Schließfedern unabhängig von dem Umschalten der Steuerventile durch besonderen Handgriff erfolgt; denn die genannten Nachteile der bisherigen Steuereinrichtungen werden dann ebenfalls vermieden, doch liegt der Vorteil einer Kopplung der Schließfederverriegelung mit dem Umschalten der Steuerventile in der sicheren Vermeidung von Bedienungsfehlern.
  • Vorteilhafterweise wird man die Betätigungsvorrichtung für die Lastbremse derart ausbilden, daß an dem Festende ihres Bremsbandes ein U-förmiges Gestänge sowie eine Gabelkopfstange in der Weise angreifen, daß das Losende des Bremsbandes zwischen den Schenkeln des U-förmigen Gestänges und des Gabelkopfes liegt, während das freie Ende der Gabelkopfstange den Kolben des Hydraulikzylinders trägt und sich - unter Durchführung der Kolbenstange durch Kopf und Boden des Hydraulikzylinders - mittels dieser Kolbenstange gegen den Steg des U-förmigen Gestänges abstützt. Dabei ist der Hydraulikzylinder zweckmäßigerweise mittels seitlich der Schließfeder, zwischen den Schenkeln des U-förmigen Gestänges liegender, die Druckplatte der Schließfeder tragender Zugstangen mit einem Gelenkbolzen an dem Losende des Bremsbandes befestigt, wobei der Gelenkbolzen Langlöcher in dem Gabelkopf durchdringt, während das Widerlager der Schließfeder durch an der Gabelkopfstange verstellbare Muttern gehalten und in seinem Abstand von der Druckplatte veränderbar ist, wobei das Widerlager der Schließfeder zugleich als Halterung für einen Riegel od. dgl. dient, der zum Verriegeln der Schließfeder vorzugsweise zwischen Widerlager und Boden des Hydraulikzylinders einschiebbar ist.
  • Die bisher übliche Ausbildung der hydraulischen Steuereinrichtung für Windwerke von Fahrzeugkranen erfordert bei der gekoppelten Steuerung unter Umständen großen-- Kraftaufwand an den Handhebeln im Steuerstand, da jeweils zwei Funktionen gleichzeitig gesteuert werden müssen, z. B. Kuppeln der Seiltrommel mit dem Getriebe und Betätigen der Lastbremse. Um diese Kräfte in zumutbaren Grenzen zu halten, weisen die bekannten Windwerke entweder eine Luft- oder eine hydraulische Kraftunterstützung dieser Steuervorgänge auf; sie haben, in Verbindung mit der durch Kurvenscheiben am Handhebel mechanisch gesteuerten überschneidung der Steuervorgänge, den Nachteil eines zeitweise nicht kontrollierbaren Verhaltens der Last bei der gekoppelten Steuerung.
  • Dieser Nachteil wird durch die erfindungsgemäße Steuereinrichtung vermieden, da die Lastbremse nach Druckaufbau im Leitungssystem der eingelegten Seiltromm elkupplung indirekt lüftet und erst nach Druckabbau im Leitungssystem der Lastbremse die Kupplung außer Eingriff kommt. Zu diesem Zweck wird die Steuereinrichtung für ein Windwerk, dessen Seiltrommel über eine Planetenbremse oder eine an sich bekannte Rutschkupplung mit dem Antrieb verbunden ist, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung derart ausgebildet, daß bei Einstellung der Lastbremse auf Anlegen durch Federdruck der Hydraulikzylinder der Lastbremse über ein Steuerventil und den Druckregler mit einem Druckspeicher verbunden ist, wobei der Druckregler zu seiner Betätigung mit einem federbelasteten Verstellzylinder in Verbindung steht, dessen Federvorspannung derart einstellbar ist, daß der Regelbeginn des Druckreglers in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck im Arbeitszylinder der Kupplung oder im Arbeitszylinder der Planetenbremse durch das Betätigen des Handhebels im Steuerstand über einen Geberzylinder erst dann erfolgt, wenn die Kupplung oder die Planetenbremse eingelegt ist. Hieraus folgt, daß umgekehrt die Kupplung bzw. die Planetenbremse erst dann gelöst werden kann, wenn die Lastbremse eingelegt ist; ein Durchfallen der Last beim Durchgang des Handhebels durch die Nullstellung ist somit ausgeschlossen.
  • Die erfindungsgemäße Steuereinrichtung, bei der die Betätigungsvorrichtung der Lastbremse in der vorbeschriebenen Weise ausgebildet ist, bietet den Vorteil, daß dieselbe sowohl für Anlegen der Bremse mittels Federkraft und deren Lüften durch hydraulischen Druck als auch für das Anlegen durch hydraulischen Druck und Lüften mittels Federkraft geeignet ist, ohne daß es eines Umbaues bedarf. Wird z. B. bei eingelegtem Riegel dem genannten Hy- draulikzylinder auf der Unterseite des Kolbens Druckflüssigkeit zugeführt, so wird die Bremse hy- draulisch angelegt. Ist der Riegel ausgeschaltet und auf beiden Seiten des Kolbens Druck nicht vorhanden, so wird die Bremse durch Federkraft angelegt, während sie in dieser Riegelstellung bei Zuführung von Druckflüssigkeit auf die Oberseite des Kolbens hydraulisch gelüftet wird, und zwar gegen Druck der Schließfeder.
  • Das Einschieben des Riegels in die Verriegelungsstellung geschieht vorzugsweise durch eine dem Riegel zugeordnete Druckfeder nach Lösen eines Bowdenzuges, welcher mit dem Steuerventil der Lastbremse derart gekuppelt ist, daß der Riegel zugleich mit dem Umschalten des Steuerventils ein- oder ausgerückt wird, so daß es einer besonderen Handlung des Bedienungsmannes zum Verriegeln oder Entriegeln nicht bedarf.
  • Normalerweise wird bei gekoppelter Steuerung durch einmalige und feinste Einstellung der Federn des Verstellzylinders der Regelbeginn des Druckreglers und damit der Beginn der überschneidung der Steuervorgänge festgelegt. Die stufenlose Regelung durch den Druckregler erlaubt ein präzises Lüften bzw. Anlegen der Lastbrernse, so daß die bei der überschneidung gegeneinanderwirkenden Momente relativ gering gehalten werden, wodurch eine »weiche« übernahme der Last erfolgt. In manchen Fällen kann es jedoch ein Vorteil sein, die Federvorspannung des Verstellzylinders willkürlich verändern zu können, z. B. um die überschneidung der Steuervorgänge der Größe der zu bewegenden Last anzupassen. Dieses wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Federn des Verstellzylinders mit einem hydraulischen Zylinder derart verbunden werden, daß ihre Vorspannung durch Druckänderung in diesem Zylinder willkürlich veränderbar ist, vorzugsweise in Abhängigkeit von der zu bewegenden Last.
  • Bei Kranwindwerken, die eine Planetenbremse nicht aufweisen, ist es vorteilhaft, dem Bedienungspersonal des Gerätes am Handhebel im Steuerstand das gleiche Gefühl zu geben wie bei Vorhandensein einer Planetenbremse. Zu diesem Zweck kann man den zum Senken der Last vom Handhebel betätigten hydraulischen Geberzylinder hydraulisch mit einem Flüssigkeitsspeicher verbinden, dessen Druck- und Volumenwerte gleich denjenigen des Arbeitszylinders einer Planetenbremse sind.
  • Das Umrüsten von der gekoppelten auf die nicht gekoppelte Steuerung - also auf Handhebel- und Pedalsteuerung - und umgekehrt geschieht erfindungsgemäß ebenfalls durch Umschalten eines Steuerventils. Dieses wird über eine Leitung mit dem Geberzylinder des Pedals verbunden, so daß die Lastbremse bei entsprechender Stellung des Steuerventils über das Pedal mit Geberzylinder betätigt wird. Durch entsprechende Anordnung in der Hydraulikleitung zwischen den Geberzylindern des Handhebels und dem Verstellzylinder des Druckreglers verbindet das Steuerventil den jeweils Druck gebenden Geberzylinder des Handhebels bei gekoppelter Steuerung mit dem Verstellzylinder des Druckreglers bzw. trennt ihn nach Umschalten von diesem, so daß z. B. bei Einstellung des Steuerventils auf nicht gekoppelte Ausführung das Pedal über den Verstellzylinder zunächst den Druckregler betätigt. Dieser steuert bzw. betätigt ein weiteres Steuerventil im Hydrauliksystem der Lastbremse die letztere, während das Steuerventil, `welches das Pedal mit dem Verstellzylinder verbindet, diesen zugleich von den Geberzylindern des Handhebels trennt, so daß mit dem Handhebel über den einen Geberzylinder lediglich die Kupplung und über den anderen Geberzylinder die Planetenbremse betätigt wird.
  • Bei Einstellung des erstgenannten, in der Leitung zum Verstellzylinder liegenden Steuerventils auf gekoppelte Ausführung, also auf Steuerung nur durch Betätigen von Handhebeln, sperrt dieses Steuerventil die Flüssigkeitsleitung zwischen Verstellzylinder und Pedal, so -daß dieses hydraulisch verriegelt ist und als feste Fußstütze dienen kann.
  • Um dem Bedienungsmann des als Bagger eingesetzten Gerätes ein Gefühl für den herrschenden Bremsdruck an der Lastbremse zu geben, wird erfindungsgemäß der Geberzylinder des Pedals als Zweikammerzylinder ausgebildet, der entweder einen Stufenkolben aufweist oder - mit gleichem Effekt - zwei durch eine Druckfeder verbundene Kolben verschiedenen Durchmessers. Dieser Geberzylinder des Pedals wird beim Umrüsten auf Baggerbetrieb durch das betreffende Steuerventil mit dem Verstellzylinder des Druckreglers und dem Hydrauliksystem der Lastbremse in der Weise hydraulisch verbunden, daß der Kolben größeren Durchmessers auf den Verstellzylinder wirkt, während der Kolben kleineren Durchmessers mit der Druckleitung des Arbeitszylinders der Lastbremse verbunden ist, wobei der Stufenkolben oder die Druckfeder so ausgelegt ist, daß bei Betätigung des Pedals keine Volumenverschiebung in den Druckleitungen der Lastbremse erfolgt und infolgedessen der Leitungsdruck dem Bedienungsmann das Gefühl für den herrschenden Bremsdruck gibt.
  • In der Regel ist die Steuereinrichtung von Fahrzeugkranen bzw. -baggern in der Weise ausgebildet, daß der Handhebel zum Betätigen des Windwerkes auf die Kolben zweier Geberzylinder einwirkt, und zwar zum Heben bzw. Senken der Last abwechselnd auf den einen oder den anderen. Hierdurch wird Flüssigkeit, die den Geberzylindern aus einem Flüssigkeitsbehälter zuströmt, in die Leitungen zu der Kupplung bzw. Planetenbremse gedrückt. Beim Erfindungsgegenstand wird bei der gekoppelten Steuerung der Verstellzylinder einerseits durch den Geberzylinder des Handhebels, mit dem die Kupplung gesteuert wird, und andererseits durch den Geberzylinder des Handhebels betätigt, durch den die Planetenbremse eingelegt wird.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Ausbildung gemäß der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt die hydraulische Steuereinrichtung für das Windwerk eines Fahrzeugkranes, die von Kranbetrieb auf Baggerbetrieb und umgekehrt umrüstbar ist, wobei der Einfachheit halber das Windwerk mit nur einer Seiltrommel gezeigt ist; F i g. 2 stellt einen Ausschnitt des Windwerkes nach F i g. 1 in perspektivischer Ansicht dar; F i g. 3 zeigt den linken Teil der F i g. 1 für eine Steuereinrichtung, die sich von derjenigen der F i g. 1 durch Fehlen der Planetenbremse auszeichnet, sonst aber mit dieser übereinstimmt; F i g. 4 bis 7 zeigen Einzelheiten der eründungsgemäßen Betätigungsvorrichtung für die Lastbremse, und zwar zeigt F i g. 5 die Einzelheiten in Seitenansicht entsprechend der Lage in F i g. 1; F i g. 4 und 6 zeigen diese im Schnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 5; F i g. 7 zeigt eine andere Ausführungsform des Arbeitszylinders der Betätigungsvorrichtung.
  • - Die Steuereinrichtung der F i g. 1 und 2 besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen: dem Handhebel 1 mit den Geberzylindern 2 und 3, dem Pedal 4 mit Geberzylinder 5, dem Steuerventil 6, einem Druckregler 7 mit Verstellzylinder 8 und dem Steuerventil 9; diese Teile sind über Rohrleitungen mit den Bremsen bzw. der Kupplung des Windwerkes verbunden. Letzteres besteht im wesentlichen aus der Seiltrommel 10, die in üblicher Weise über ein Antriebsrad 11 und eine Bremstrommel 12 mit Bremsband 13, in welche eine hydraulische Kupplung 14 eingebaut ist, durch einen nicht dargestellten Motor angetrieben wird. Mit der Seiltrommel 10 ist über ein Planetengetriebe 15 eine aus diesem sowie einer Bremstrommel 16 mit hydraulisch anlegbarem Bremsband 17 bestehende Senkvorrichtung verbunden. Der hydraulische Energieteil besteht in üblicher Weise aus dem Flüssigkeitsbehälter 18, der Pumpe 19, dem Umschaltventil 20, dem Druckspeicher 21 und dem Rückschlagventil 22.
  • Die Steuerung des Windwerkes bei Kranbetrieb in sogenannter gekoppelter Verbindung wird an Hand der F i g. 1 und 2 wie folgt beschrieben: Zum Heben einer an dem Hubseil 23 hängenden Last wird der Handhebell in Richtung H um sein Drehlager la bewegt. Da der Handhebel 1 mittels Bolzen 1 b. die in Langlöcherii der Kolbenstangen der Zylinder 2 und 3 gleiten, mit diesen verbunden ist, bleibt der Kolben des Zylinders 3 stehen; der Kolben des Geberzylinders 2, der über eine Leitung 26 mit dem Flüssigkeitsbehälter 18 verbunden ist, drückt Flüssigkeit durch die Leitungen 25 und 25 a in den Arbeitszylinder 24 der Kupplung 14, so daß diese die Verbindung der Seiltrommel 10 mit dem Antriebsrad 11 herstellt; gleichzeitig wird Druckflüssigkeit durch die Leitung 25, ein selbsttätiges Umschaltventil 27 und die Leitungen 28 und 29 dem Verstellzylinder 8 zugeführt, und zwar über das Steuerventil 6, das für diesen Betrieb so eingestellt ist, daß die Leitung 30 abgesperrt ist. Nach Druckaufbau im Arbeitszylinder 24 der Kupplung 14 betätigt die Kolbenstange 31 des Verstellzylinders 8 den Druckregler 7, wobei die Höhe des zum Regelbeginn des Verstellzylinders 8 erforderlichen Druckes in der Leitung 29 von der Größe der Vorspannung der Federn 32 abhänffig ist.
  • Der Druckregler 7 erhält die Druckflüssigkeit über die Leitung 33 von dem Druckspeicher 21 und regelt, je nach der Bewegung der Kolbenstange 31, die Zufuhr von Druckflüssigkeit durch die Leitung 34 über das Steuerventil 9 und durch die Leitung 35 zum Arbeitszylinder 36 in der Weise, daß nach Anlegen der Kupplung 14 das Bremsband 13 über Zugstangen 37 gegen den Druck der Schließfeder 38 gelüftet wird, so daß sich die Seiltrommel 10 zu drehen beginnt und die Last angehoben wird. (Die für diesen beschriebenen Steuervorgang notwendige Stellung der Ventile ist in der Zeichnung dargestellt.) Das Pedal 4, dessen Geberzylinder 5 über Leitungen 39 und 26 mit dem Flüssigkeitsbehälter 18 verbunden ist, ist hydraulisch dadurch verriegelt, daß die Druckleitung 40 durch das Steuerventil 6 abgesperrt ist, und es kann als Fußstütze verwendet werden. Um den Hubvorgang zu beenden, wird der Handhebel 1 in die dargestellte Mittellage zurückgeführt. Mit dieser Bewegung wird der Druck in dem Verstellzylinder 8 vermindert, und somit werden die Kolbenstange 31 sowie der Kolben des Druckreglers 7 durch die Federn 32 in die Ausgangsstellung zurückgeführt, so daß zunächst der Arbeitszylinder 36 der Lastbremse drucklos wird und die Schließfeder 38 das Bremsband 13 anlegt. Hat der Handhebel IL die dargestellte Mittellage erreicht, dann wird der Restdruck in den Leitungen 28 und 29 sowie 25a abgebaut und die Kupplung 14 gelöst.
  • Soll die Last gesenkt werden, so wird der Handhebel 1 in Richtung »S« bewegt. Der Kolben des Geberzylinders 2 bleibt hierbei stehen. Der Kolben des Geberzylinders 3, welcher über die Leitungen 26 und 26a mit dem Flüssigkeitsbehälter 18 verbunden ist, drückt Flüssigkeit in die Leitungen 41 und 42. Durch die Flüssigkeit wird das Umschaltventil 27 selbsttätig geschaltet, so daß die Flüssigkeit in gleicher Weise durch die Leitung 28 über das Steuerventil 6 zum Verstellzylinder 8 fließt wie beim soeben beschriebenen Hubvorgang. Durch die Leitung 41 wird Flüssigkeit dem Arbeitszylinder 43 zugeführt, wodurch das Bremsband 17 der Planetensenkvorrichtung angelegt wird.
  • Hierdurch wird die Bremstrommel 16 abgebremst und damit das Planetengetriebe 15 über die Welle 44 mit dem Antriebsrad 11 gekuppelt, wodurch die Last, da die Seiltrommel 10 mit dem Sonnenrad des Planetengetriebes 15 fest verbunden ist, nicht frei durchfällt, sondern, entsprechend der Motordrehzahl, mit bestimmter Geschwindigkeit gesenkt wird, sobald sich nach dem Anlegen des Bremsbandes 17 gegen den Vorspanndruck der Federn 32 in den Leitungen 28, 29 der Druck so weit aufgebaut hat, daß die Kolbenstange 31 des Verstellzylinders 8 den Druckregler 7 betätigt und dieser, wie beim Heben der Last, über die Leitungen 34, 35 und den Arbeitszylinder 36 das Bremsband 13 gelüftet hat.
  • Um die Handhebelkräfte noch weiter zu reduzieren, können selbstverständlich an Stelle der Geberzylinder 2 und 3 öldruckregler angeordnet werden; das System bzw. die Arbeitsweise der erfIndungsgemäßen Steuerung wird dadurch nicht verändert. Lediglich werden die genannten Druckregler statt an die Leitung 26 an die Leitung 65 angeschlossen; der Rücklauf erfolgt durch die Leitungen 64 b oder 64 c, und der Flüssigkeitsspeicher 49 erübrigt sich.
  • Zum Umrüsten der Steuereinrichtung gemäß den F i g. 1 und 2 auf kombinierte Hand- und Pedalsteuerung mit federbelasteter Bremse - Fall b), nicht gekoppelte Ausführung - wird das Steuerventil 6 in seine andere Endlage verstellt, so daß die Leitungen 28 und 29 gesperrt werden, während die Leitung 40 mit der Leitung 30 verbunden wird. Hierdurch wirken die Geberzylinder 2 und 3 des Handhebels 1 zum Heben bzw. Senken der Last nur noch über die Leitung 25 a auf den Arbeitszylinder 24 der Kupplung 14 bzw. über die Leitung 41 auf den Arbeitszylinder 43 der Planetenbremse. Durch Drücken des Pedals 4 fördert der größere Kolben des Geberzylinders 5 durch die Leitungen 40 und 30 Druckflüssigkeit und verstellt hierdurch den Verstellzylinder 8, der seinerseits, wie bei der zuvor beschriebenen gekoppelten Steuerung, den Druckregler 7 und hiermit den Kolben 36b des Arbeitszylinders 36 der Lastbremse zum Lüften derselben gegen den Druck der Schließfeder 38 bewegt.
  • Der durch den Druckregler 7 geregelte Druck im Arbeitszylinder 36 überträgt sich durch die Leitung 45 auf den Kolben kleineren Durchmessers in dem Geberzylinder 5 des Pedals 4.
  • Bei den beiden vorbeschriebenen Einstellungen der Steuerung erfolgt der Rücklauf aus dem unteren Zylinderraum des Arbeitszylinders 36 über die Leitung 46, das Steuerventil 9 und die Leitung 47 in den Flüssigkeitsbehälter 18.
  • Soll die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Steuereinrichtung bzw. das Windwerk auf Baggerbetrieb umgerüstet werden, so bleibt das Steuerventil 6 wie im Fall b) - nicht gekoppelte Ausführung - eingestellt, so daß die Leitungen 40 und 30 miteinander verbunden sind; das Steuerventil 9 wird derart umgestellt, daß die Leitung 34 mit der Leitung 46 und die Leitung 35 mit der Leitung 47 verbunden wird. Diese Umstellung bewirkt, daß durch Betätigen des Pedals 4 über den Verstellzylinder 8 und den Druckregler 7 die Druckflüssigkeit von dem Druckregler 7 durch die Leitungen 34 und 46 den Kolben 36 b im Arbeitszylinder 36 von unten beaufschlagt, so daß nun das Bremsband 13 der Lastbremse direkt hy- draulisch angelegt wird. Der Rücklauf aus dem oberen Zylinderraum des Arbeitszylinders 36 erfolgt durch die Leitungen 35 und 47 in den Flüssigkeitsbehälter 18. Der sich beim Anlegen der Lastbremse in den Leitungen 46 und 34 aufbauende Druck wirkt über die Leitung 46 auf den kleineren Kolben im Geberzylinder 5 des Pedals 4 und gibt hierdurch dem Bedienungsmann ein Gefühl für den herrschenden Bremsdruck an der Lastbremse.
  • Mit 25 b und 35 b sind Leitungen bezeichnet, die zu einem Magnetventil für Endschaltungen führen, während die Leitungen 64 a bis 64 c Rücklaufleitungen sind und 65 eine Druckleitung für weitere Verbraucher darstellt.
  • Beim Beispiel der F i g. 3, das im Ausschnitt auch eine Steuereinrichtung darstellt, ist der Geberzylinder 3 des Handhebels 1 über eine Leitung 48 mit einem Flüssigkeitsspeicher 49 verbunden, dessen Druck- und Volumenwerte gleich denjenigen des Arbeitszylinders 43 der Planetensenkeinrichtung sind.
  • Auf diese Weise wird einmal erreicht, daß der Geberzylinder 3 in dem Beispiel der F i g. 3 gleich demjenigen in F i g. 1 ist; zum anderen wird der Vorteil gewonnen, daß der Bedienungsmann bei einer Steuereinrichtung ohne Planetensenkvorrichtung am Handhebel 1 die gleichen Bewegungswege und -kräfte zu überwinden hat wie bei einer Steuereinrichtung mit Planetensenkvorrichtung (F i g. 1). Im übrigen erfolgt das Umrüsten bei einem Windwerk ohne Planetensenkvorrichtung in gleicher Weise, wie sie an Hand der F i g. 1 und 2 für ein Windwerk mit Planetensenkvorrichtung beschrieben ist.
  • Nlit 50 ist ein Träger bezeichnet, der Teil eines Rahmens ist, auf dem das Windwerk gelagert ist. Der übersichtlichkeit wegen sind in F i g. 1 die Bremstrommeln 12 und 16 mit den zugehörigen wesentlichen Konstruktionselementen untereinanderliegend dargestellt; in Wirklichkeit liegen sie auf der Welle 44 gemäß F i g. 2 nebeneinander.
  • In den F i g. 4 bis 7 ist die Betätigungsvorrichtung für die Lastbremse dargestellt. Sie ist so aufgebaut, daß für die verschiedenen genannten Betriebsarten die gleiche hydraulische Steuereinrichtung ausreicht. Auch braucht die Lastbremse weder ausgewechselt noch umgebaut zu werden. Durch den Aufbau der Betätigungsvorrichtung bedarf es im wesentlichen nur der Umschaltung des Steuerventils 9 (F i g. 1), um die Lastbremse von einer durch Federdruck anlegbaren in eine durch hydraulischen Druck anlegbare umzugestalten.
  • Bei der durch Federdruck anlegbaren Bremse (F i g. 4 und 5) arbeitet die Betätigungsvorrichtung wie folgt: Am Festende 13 a des Bremsbandes 13 greift mittels Bolzen 51 ein U-förmiges Gestänge 52 sowie eine Gabelkopfstange 53 in der Weise an, daß das Losende 13 b des Bremsbandes zwischen den Schenkeln des U-förmigen Gestänges 52 und des Gabelkopfes 53 liegt. Gegen das freie Ende der Gabelkopfstange 53 a stützt sich die Kolbenstange 36 c des Kolbens 36 b ab.
  • Soll die Lastbremse gelüftet werden (in den F i g. 4 und 5 ist die Lastbremse angelegt dargestellt), so wird dem Arbeitszylinder 36 durch die Leitung 35 Druckflüssigkeit zugeführt; hierdurch wird der Arbeitszylinder 36 gegenüber dem Kolben 36 b angehoben, da sich die Kolbenstange 36 c über die Gabelkopfstange 53, 53 a am Festende 13 a des Bremsbandes abstützt. Der Arbeitszylinder 36 greift über zwischen den Schenkeln des U-förmigen Gestänges 52 Regende Zugstangen 37 und eine an diesen befestigte Brücke 37 a an dem Losende 13 b des Bremsbandes 13 mittels Bolzen 54 an, welcher Langlöcher 53 b in dem Gabelkopf 53 durchdringt, so daß mit dem Anheben des Arbeitszylinders 36 die Lastbremse gegen den Druck der Schließfeder 38 gelüftet wird. Diese stützt sich einerseits gegen eine den Steg der Brücke 37 a bildende Druckplatte 37 b ab, andererseits gegen eine Widerlagerplatte 55, die durch an der Gabelkopfstange 53 a befindliche Muttern 55 a in veränderbarem Abstand von der Druckplatte 37 b gehalten und durch Zugstangen 37 geführt wird. Zum Anlegen der Lastbremse wird die Druckflüssigkeit in der an Hand der F i g. 1 beschriebenen Weise durch die Leitung 35 wieder abgelassen, so daß die Schließfeder 38 die Bremse anlegt.
  • Soll die Lastbremse hydraulisch angelegt werden, dann wird nach dem vorbeschriebenen Lüften der Lastbremse ein an der Widerlagerplatte 55 mittels Winkel 56 gehaltener Ring 57 zwischen Widerlagerplatte55 und Boden36a des Arbeitszylinders36 durch Betätigen eines Bowdenzuges 58, welcher vom Führerstand aus bedient wird, mittels Druckfeder 59 eingeschoben (der Bowdenzug ist zweckmäßig derart mit dem Schalthebel des Steuerventils 9 verbunden, daß beim Bewegen des Schalthebels durch diese Bewegung erst der Bowdenzug gelöst wird, so daß der Bedienungsmann nur einen Handgriff zu betätigen braucht). Gleichzeitig wird mit diesem Verriegeln das Steuerventil 9 (F i g. 1) umgeschaltet, so daß die vom Druckregler 7 (F i g. 1) kommende Druck-.flüssigkeit durch die Leitung 46 in den Raum unterhalb des Kolbens 36 b strömt.
  • Da dieser sich unter Durchdringung des Kopfes des Arbeitszylinders36 mit der Kolbenstange36d gegen den Steg52a des U-förmigen Gestänges52 abstützt, kann sich nur der Arbeitszylinder 36 gegenüber dem Kolben 36 b nach unten bewegen. Hierbei nimmt der Arbeitszylinder 36 über seinen Boden 36a, den Riegel 57, die Widerlagerplatte 55, die Schließfeder 38, die Brücke 37 a, 37 b und den Bolzen 54 das Losende 13 b des Bremsbandes 13 mit und legt -somit die Bremse an. Hierbei wird eine an dem Bremsband 13 angreifende Zugfeder 60 gespannt.
  • Zum Lösen der auf diese Weise angelegten Lastbremse wird die Druckflüssigkeit durch die Leitung 46 in der an Hand der F i g. 1 beschriebenen Weise -durch Betätigen des Handhebels 1 (F i g. 1) abgelassen, und die Zugfeder 60 hebt das Bremsband 13 von der BremstroTnTn el 12 (F i g. 1) ab. Nach Umschalten des Steuerventils 9 (F i g. 1) - und damit folgendem Entriegeln des Riegels 57 - kann die Lastbremse wieder als federbelastete Bremse arbeiten.
  • Der Arbeitszylinder 66 in F i g. 7 unterscheidet -sich von dem Arbeitszylinder 36 mit seinem Kolben 36 b, an dessen Stelle er verwendet werden kann, dadurch, daß er einen Zylinderboden nicht aufweist, sondern etwa in der Hälfte seiner Länge eine Zwischenwand 61. In jedem so gebildeten Zylinderraum ist ein Kolben 62 angeordnet, von denen sich .der obere mit seiner Kolbenstange 62 a in gleicher Weise gegen den Steg 52a des U-förmigen Gestänges 52 abstützt wie im Beispiel der F i g. 4 ' bis 6 die Kolbenstange 36d, wogegen die Kolbenstange 62b des unteren Kolbens in gleicher Weise an der Gabelkopf-#stange 53a gelagert ist wie die Kolbenstange 36c im Beispiel der F i g. 4 bis 6. Eine Staubmanschette 63 schließt den Zylinder 66 nach oben ab. Die Arbeitsweise des Zylinders 66 mit seinen Kolben 62 ist die ,gleiche wie die des Zylinders 36 mit dem Kolben 36 b, wenn durch die Leitungen 35 bzw. 46 Druckflüssigkeit zugeführt bzw. abgeführt wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Steuereinrichtung für hydraulisch betätigte Ein- oder Mehrtrornrnel-Windwerke von Fahrzeugkranen, deren Hydrauliksystem wenigstens teilweise durch einen Druckspeicher oder eine Pumpe unter Druck gehalten wird und die je Seiltronimel eine mit einer Schließfeder ausgerüstete, hydraulisch betätigte Lastbremse, eine hydraulisch betätigte Kupplung sowie gegebenenfalls eine Planetenbremse aufweist, wobei die genannten Teile durch einen Handhebel mit Geberzylinder und entsprechende Steuerventile oder gegebenenfalls durch den Handhebel und ein zugeordnetes Pedal betätigt werden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Lastbremse einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder (36) und eine Verriegelungsvorrichtung (56 bis 59) aufweist, mit deren Hilfe die Schließfeder (38) wahlweise verriegelbar und entriegelbar ist, und daß ein Druckregler (7) sowie zwei Steuerventile (6,9) in dem Hydrauliksystem der Lastbremse in der Weise angeordnet sind, daß das Windwerk nur durch Umschalten der Steuerventile und gleichzeitiges Verriegeln bzw. Entriegeln der Schließfeder der Lastbremse umgerüstet wird.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Festende (13 a) des Bremsbandes (13) der Lastbremse ein U-förmiges Gestänge (52, 52 a) sowie eine Gabelkopfstange (53, 53 a) in der Weise angreifen, daß das Losende (13 b) des Bremsbandes zwischen den Schenkeln (52) des U-förmigen Gestänges und des Gabelkopfes (53) liegt, während das freie Ende der Gabelkopfstange (53 a) den Kolben (36 b) des Hydraulikzylinders (36) trägt und sich - unter Durchführung der Kolbenstange (36c, 36d) durch Kopf und Boden des Hydrau-Ekzylinders - mittels dieser Kolbenstange gegen den Steg (52a) des U-förmigen Gestänges abstützt, und daß der Hydraulikzylinder mittels seitlich der Schließfeder (38), zwischen den Schenkeln des U-förmigen Gestänges (52) liegender, die Druckplatte (37 b) der Schließfeder tragender Zugstangen (37) mit einem Gelenkbolzen (54) an dem Losende (13 b) des Bremsbandes befestigt ist, wobei der Gelenkbolzen Langlöcher (53 b) in dem Gabelkopf durchdringt, während das Widerlager (55) der Schließfeder durch an der Gabelkopfstange verstellbare Muttern (55a) gehalten und in seinem Abstand von der Druckplatte veränderbar ist, und daß außerdem das Widerlager der Schließfeder als Halterung für einen Riegel (57) od. dgl. dient, der zum Verriegeln der Schließfeder vorzugsweise zwischen Widerlager und Boden (36a) des Hydraulikzylinders einschiebbar ist. 3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, für ein Windwerk, dessen Seiltrornniel über eine Planetenbremse oder eine an sich bekannte Rutschkupplung mit dem Antrieb verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung der Lastbremse auf Anlegen durch Federdruck der Hy- draulikzylinder (36) der Lastbremse über das Steuerventil (9) und den Druckregler (7) mit einem Druckspeicher (21) verbunden ist und daß der Druckregler zu seiner Betätigung mit einem federbelasteten Verstellzylinder (8) in Verbindung steht, dessen Federvorspannung derart einstellbar ist, daß der Regelbeginn des Druckreglers in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck im Arbeitszylinder (24) der Kupplung (14) oder im Arbeitszylinder (43) der Planetenbremse (15, 16, 17) durch das Betätigen des Handhebels (1) über einen Geberzylinder (2, 3) erst dann erfolgt, wenn die Kupplung oder die Planetenbremse eingelegt ist. 4. Steuereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet ' daß der Riegel (57) eine Druckfeder (59) zum Verriegeln aufweist und mittels einem an sich bekannten Bowdenzug (58) mit dem Steuerventil (9) derart gekuppelt ist, daß der Riegel zugleich mit dem Umschalten des Steuerventils ein- oder ausgerückt wird. 5. Steuereinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (32) des Verstellzylinders (8) mit einem hydraulischen Zy-Ender derart verbunden sind, daß ihre Vorspannung durch Druckänderung in diesem hydraulischen Zylinder willkürlich veränderbar ist. 6. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (6) über eine Leitung (40) mit dem Geberzylinder (5) des Pedals (4) in Verbindung steht und die Lastbremse bei entsprechender Stellung des Steuerventils über das Pedal mit Geberzylinder betätigt wird. 7. Steuereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Geberzylinder (5) des Pedals (4) als Zweikammerzylinder ausgebildet ist der einen Stufenkolben oder zwei durch eine Druckfeder verbundene Kolben verschiedenen Durchmessers aufweist, und daß der Geberzylinder derart hydraulisch angeschlossen ist, daß der Kolben größeren Durchmessers auf den Verstellzylinder (8) wirkt, während der Kolben kleineren Durchmessers mit der Druckleitung (45, 46) des Arbeitszylinders (36) der Lastbremse verbunden ist, wobei der Stufenkolben oder die Druckfeder so ausgelegt ist, daß bei Betätigung des Pedals keine Volumenverschiebung in den Druckleitungen des Arbeitszylinders der Lastbremse erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 947 397, 2 725 890, 2427471.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2482936A1 (fr) * 1980-05-26 1981-11-27 Komatsu Mfg Co Ltd Dispositif de commande d'embrayage et de freinage pour des treuils de grue a entrainement hydraulique
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