DE2308809C2 - Hydraulische Winde - Google Patents
Hydraulische WindeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Winde gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Bei einer aus der US-PS 30 35 414 bekannten hydraulischen Winde wird die Steuerventileinrichtung
von einem kombinierten, schiebergesteuerten Vierwege/Dreistellungsventil gebildet. Das Ventil steuert den
Hydraulikmotor in beiden Drehrichtungen und auch das Lösen der Bremseinrichtung. Zur Betätigung der Winde
ist nur eine geradlinige Verschiebung des Steuerschiebers aus einer mittleren Neutralstellung in die
Lasthebestellung bzw. Lastabsenkstellung nötig. Das von einer gemeinsamen Druckquelle kommende Hydraulikmedium
wird so verteilt, daß sich entweder bei angezogener Bremseinrichtung der Hydraulikmotor in
Heberichtung dreht und die Windentrommel wegen der Freilaufkupplung ungehindert drehen kann, oder daß
durch eine entsprechende Druckerhöhung die Bremse gelöst und der Hydraulikmotor in Lastabsenkrichtung in
Drehung versetzt wird. Insbesondere der Beginn der Absenkbewegung unter Last ist problematisch, da stets
eine Wechselwirkung zwischen der Bremslöseeinrichtung und dem Hydraulikmotor vorhanden ist, die sich
bei einer erwünscht feinfühligen Regelung der Absenkbewegung störend bemerkbar macht Schwierig wird
die Steuerung, wenn eine schwere Last langsam und in einzelnen kurzen Schritten, was in der Praxis häufig
vorkommt, abgesenkt werden soll. Dann sollte nämlich der Hydraulikmotor keinen Bewegungsimpuls erzeugen,
während die Bremseinrichtung allmählich gelöst werden sollte, so daß ailein unter der Wirkung des
Gewichts der Last die Windentrommel eine kurze und weich anlaufende Bewegung ausführt. Gerade dann
wird jedoch der Hydraulikmotor beim Lösen der Bremseinrichtung einen Bewegungsimpuls in Absenkrichtung
erzeugen, der noch zum Impuls der Last hinzukommt Dies bedeutet, daß in dem Moment, in dem
die Bremseinrichtung nahezu vollständig gelöst wird, eine ruckartige Absenkbewegung der Last erfolgt, da
der Hydraulikmotor nachschiebt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Winde der eingangs genannten Art zu
schaffen, die sich durch einen stoßfreien Beginn der Absenkbewegung unter Last auszeichnet.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs
angegebenen Merkmale gelöst.
Bei einer Bewegung des Steuerhebels aus der Neutralstellung in die Lastabsenkrichtung wird die
Bremslöseeinrichtung allein beaufschlagt, so daß zunächst — was insbesondere bei einer schwereren Last
wünschenswert ist — die Last bei allmählich schlupfender Bremseinrichtung die Absenkbewegung einleitet.
Diese Bewegung läßt sich jederzeit weich durch Zurückstellen des Steuerhebels in die Neutralstellung
stoppen. Der Hydraulikmotor hat bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Einfluß auf die Absenkbewegung.
Durch die üblicherweise in solchen Hydrauliksystemen bewußt in Kauf genommenen Leckverluste
arbeitet der Hydraulikmotor dann sozusagen als Pumpe mit einem bestimmten Drehwiderstand. Wird hingegen
nach Beginn der Absenkbewegung eine längere und raschere Absenkbewegung der Last erwünscht, so läßt
sich nach dem vollständigen Lösen der Bremseinrichtung durch eine entsprechende Weiterbewegung des
Steuerhebels auch der Hydraulikmotor so beaufschlagen, daß er allem für die Absenkbewegung verantwortlieh
wird. Innerhalb des durch das Arbeitsspiel begrenzten Bereiches läßt sich die Lastabsenkbewegung
allein über die Bremseinrichtung steuern, während nach Überschreiten des Arbeitsspieles die Bremseinrichtung
vollständig in der Lösestellung verbleibt und die Bewegungssteuerung für die Last ausschließlich vom
Hydraulikmotor übernommen wird.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung geht aus Unteranspruch 2 hervor. Bei dieser Ausbildung
des Mechanismus wird sichergestellt, daß das Arbeitsspiel über den Anfangsverstellbereich des Steuerhebels
in Absenkrichtung das feinfühlige Steuern der Lastab^ Senkung ohne Beaufschlagung des Hydraulikmotors
gestattet, während durch das Gelenk in weiterer Folge
sichergestellt bleibt, daß bei in einer der Lösestellung
der Bremseinrichtung entsprechenden Endstellung der Steuerventileinrichtung für die Bremslöseeinrichtung
die Steuerventileinrichtung für den Hydraulikmotor beliebig weiter in Absenkrichtung betätigt werden kann.
Nachstehend wird anhand der Zeichnung eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
Es zeigen
F i g. 1 eine perspektivische Seitenansicht eines fahrbaren Krans mit einer hydraulischen Winde,
F i g. 2 einen vergrößerten Querschnitt durch die bei
F i g. 1 verwendete hydraulische Winde,
F i g. 3 ein Schaltbild des hydraulischen Steuerkreises der Winde,
F i g. 4 einen Teii des Steuerkreises bei veränderten Steuerbedingungen,
Fig.5 einen Teil des Steuerkreises bei weiter
veränderten Steuerbedingungen,
F i g. 6 eine teilweise Detail-Schnittansicht, und
F i g. 7 einen Ausschnitt aus dem Detail von F i g. 6 in einer um 90° gedrehten Ansicht.
Gemäß F i g. 1 besitzt ein fahrbarer Kran 10 einen Oberbau 14 mit einem Gehäuse 20, an welchem ein
Ausleger 22 schwenkbar angelenkt ist. Der Oberbau 14 ist auf einer Plattform 16 eines Fahrgestells 18 um eine
senkrechte Achse drehbar. Von der Winde 12 führt ein Lastseil 24 für eine Last 26 über eine Seilscheibe 28. Die
Steuerung für die Winde befindet sich in einem Führerhaus 30.
Gemäß F i g. 2 weist die Winde 12 einen Tragrahmen 32 für einen hydraulischen Windenmotor 34 auf, der in
seiner Drehrichtung umsteuerbar ist und über eine Antriebswelle 36 eine Steuerwelle 38 treibt. Eine
Windentrommel 44 ist mit Lagern 46 und 48 im Tragrahmen 32 gelagert. Die Steuerwelle 38 ist über ein
Planetengetriebe 50 mit der Windentrommel 44 in Antriebsverbindung. Im Planetengetriebe 50 ist mit der
Steuerwelle 38 ein Sonnenrad 51 drehfest verbunden, das mit Planetenrädern 52 kämmt, die auf einen
drehbaren Träger 53 angeordnet sind und mit einem innenverzahnten Außenrad 54 in Eingriff stehen, das am
Rahmen 32 befestigt ist. Der Träger 53 ist mit einem Rad 55 mit einer Innenverzahnung 56 verbunden, mit
welchen ein weiteres Zahnrad 57 auf der Welle 38 kämmt. Das Zahnrad 57 besitzt eine Verzahnung 58, die
mit einem weiteren Planetenrad 59 mit einem Träger 60 kämmt. Die Planetenräder 59 stehen mit einem
innenverzahnten Zahnrad 61 in Eingriff, das ebenfalls am Tragrahmen 32 befestigt ist. Der Träger 60 ist mit
Keilnuten 62 mit einer Buchse 63 drehfest verbunden, die in Wälzlagern 48 gelagert und über weitere
Keilnuten 65 mit der Windentrommel drehfest verbunden ist.
Die Winde besitzt eine hydraulische Bremseinrichtung mit einer Bremsscheibe 72, welche an einer nur in
einer Richtung sperrenden Freilaufkupplung 74 auf der Steuerwelle 38 angeflanscht ist. In Heberichtung der
Windentrommel findet eine Relativbewegung zwischen der Bremsscheibe 72 und der Steuerwelle 38 statt, da die
Freilaufkupplung 74 dann nicht sperrt. Sobald die Steuerwelle 38 jedoch in Absenkrichtung dreht, wird die
Bremsscheibe 72 über die Freilaufkupplung 74 mitgenommen. In der Bremseinrichtung sind ferner zwei
Bremsbacken 78, ein hydraulischer Bremszylinder 80 und Federspeicher 82 für den Kolben des Bremszylinders
vorgesehen. Die Bremsbacken 78 sind auf einem Schwimmsattel 84 befestigt, der am Tragrahmen 32
befestigt ist. Die Bremsbacken sind über eine Stange 86 aus einer Lösestellung in eine Bremsstellung bewegbar,
in der sie die Bremsscheibe 72 festhalten. Solange der hydraulische Zylinder 80 nicht beaufschlagt wird,
werden die Bremsbacken 78 über die Federn 82 gegen die Bremsscheibe 72 angelegt. Bei einer ausreichenden
Beaufschlagung der Bremszylinder 80 werden die Bremsbacken 78 entgegen den Federspeichern 82 über
die Stange 86 aus ihrem Kontakt mit der Bremsscheibe 72 gezogen. Die eingerückte Bremseinrichtung behin-
den die Hebebewegung der Bremstrommel nicht, da die
Freilaufkupplung 74 eine Drehung der Steuerwelle 38 gestattet
Der hydraulische Steuerkreis der Winde 12 ist in F i g. 3 schematisch dargestellt Der Hydraulikmotor 34
und die Bremszylinder 80 werden von voneinander unabhängigen Pumpen 110 bzw. 102 mit Druckmittel
versorgt Der Einfachheit halber ist in Fig.3 nur ein
Bremszylinder 80 dargestellt, der in einem Gehäuse 88 einen Kolben 90 sowie eine Rückstellfeder 92 enthält
Ein Einlaß 94 in das Gehäuse 88 ist über eine Leitung 96 an ein Steuerventil 98 angeschlossen, das über eine
Leitung 100 aus der Pumpe 102 mit Druckmittel versorgt wird und über eine Rücklaufleitung 104 an ein
Reservoir 107 angeschlossen ist.
Das Steuerventil 98 ist ein Zweistellungsventil mit einem Steuerschieber, der in F i g. 3 in Bremssteliung
dargestellt ist und sich mit einem Ventilschaft 108 verstellen läßt. In dieser Stellung ist die Leitung 100 mit
der Rücklaufleitung 104 verbunden, so daß die Pumpe 102 in das Reservoir 107 fördert. Gleichzeitig ist auch
die Leitung 96 vom Gehäuse 88 über die Rücklaufleitung 104 mit dem Reservoir 107 verbunden, so daß die
Rückstellfeder 92 den Kolben 90 nach links in die Bremsstellung verschieben kann. Die Bremsbeläge 78
liegen auf der Bremsscheibe 72 auf. Nach Umschalten des Steuerventils 98 (Fig.4) in die Lösestellung ist die
Leitung 100 an die Leitung % angeschlossen, so daß die Pumpe 102 den Kolben 90 entgegen der Rückstellfeder
92 in die Bremslösestellung verschiebt, worauf sich die Bremsbacken 78 von der Bremsscheibe 72 lösen.
Der Hydraulikmotor 34 wird von der Pumpe 110 gespeist und läßt sich in seiner Drehrichtung umsteuern.
Zwischen der Pumpe 110 und dem Hydraulikmotor 34 ist ein Dreiwege/Dreistellungs-Steuerventil 112 angeordnet.
Der Hydraulikmotor 34 besitzt zwei Anschluß-Öffnungen 114 und 116. Die Drehgeschwindigkeit des
Hydraulikmotors ist von der Größe der Druckbeaufschlagung abhängig. Bei diesem Ausführungsbeispiel
dreht der Hydraulikmotor in Absenkrichtung, wenn sein Anschluß 114 beaufschlagt wird, während er in
Heberichtung dreht, wenn sein Anschluß 116 beaufschlagt wird.
Das Steuerventil 112 (Fig.3) enthält einen Steuerschieber
118, der in F i g. 3 in einer Neutralstellung steht,
aus der er sich nach rechts in Absenkrichtung und nach links in Heberichtung verstellen läßt. Zu diesem Zweck
wird er an seinem Ventilschaft 120 betätigt.
Die Ventilschäfte 108 und 120 der Steuerventile 112, 98 werden gleichzeitig von einer Betätigungseinrichtung
betätigt, die einen einzigen Steuerhebel 122 und einen nachfolgend zu beschreibenden Mechanismus 124
aufweist.
Das Steuerventil 112 ist über eine Leitung 126 mit der
Pumpe 110 verbunden und gleichzeitig über eine Rücklaufleitung 128 an die Rücklaufleitung 104 bzw. das
Reservoir 107 angeschlossen. Vom Steuerventil 112 führen ferner Leitungen 130 und 132 zu den Anschlüssen
114 bzw. 116 des Hydraulikmotors 34. In der
■ Rücklaufieitung 128 ist ein Druckminderventil 138
angeordnet, während zwischen der Leitung 126 und der Rücklaufleitung 128 ein Schnüffelventil 134 und ein
Überdruck-Ablaßventil 136 eingeordnet sind. Zwischen der Leitung 132 und der Rücklaufleitung 128 ist ferner
ein Rückschlagventil 140 vorgesehen. Ein gleichartiges Rückschlagventil befindet sich auch zwischen der
Leitung 130 und der Rücklaufleitung 128. Wenn der Steuerschieber 118 des Steuerventils 112 in seiner
Neutralstellung steht (Fig.3), fördert die Pumpe 110
über das Steuerventil 112 unmittelbar in das Reservoir 107.
Wenn der Steuerschieber 118 des Steuerventils in die
rechte Absenkstellung bewegt worden ist, steht die Leitung 126 von der Pumpe 110 über das Steuerventil
112 mit der Leitung 130 in Verbindung, so daß der Anschluß 114 des Motors 34 beaufschlagt wird.
Gleichzeitig ist der Anschluß Π6 über die Leitung 132, das Steuerventil 112, die Rücklauf leitung 128 und das
Druckminderventil 138 an das Reservoir 107 angeschlossen. Der Motor 34 dreht in Absenkrichtung. Die
Drehzahl des Motors 34 bzw. der Windentrommel 44 wird durch das Maß bestimmt, mit welchem der
Steuerschieber 118 gestellt ist
Wenn der Steuerschieber 118 aus der Neutralstellung
nach links (Heberichtung) gestellt wird, stehen die Leitungen 126 und 128 über das Steuerventil 112 mit den
Leitungen 132 und 130 in Verbindung, so daß der Anschluß 116 druckbeaufschlagt wird und der Motor 34
in Heberichtung dreht. Auch hierbei ist wiederum das Ausmaß der Stellbewegung des Steuerschiebers 118
verantwortlich für die Drehzahl.
Gemäß Fig.6 ist das Steuerventil 98 für die
Bremslöseeinrichtung und das Steuerventil 112 für den Hydraulikmotor 34 jeweils an einem Tragrahmen 146 in
der Führerkabine 30 befestigt. Das Steuerventil 112 liegt
über dem Steuerventil 98, die Steuerschieber 118 bzw. 106 sind zueinander parallel verschiebbar angeordnet.
Der Steuerhebel 122 wirkt über einen Mechanismus 124 auf die beiden Steuerschieber ein. Zu diesem Zweck
enthält der Mechanismus 124 ein Glied 148 in Form einer Büchse 150, die mit einem Lager 152 begrenzt auf
einer Achse 154 in einem Gehäuse 156 drehbar ist Das Gehäuse 156 ist auf dem Tragrahmen 146 befestigt In
Fig.6 befindet sich der Steuerhebel 122 in seiner Neutralstellung, aus welcher er im Uhrzeigersinn in
Heberichtung und entgegen dem Uhrzeigersinne in Absenkrichtung verstellt werden kann. An der Büchse
150 sind zwei einander annähernd diametral gegenüberliegende Arme 158,160 befestigt die nahe ihren Enden
Querzapfen 162 bzw. 164 tragen. Der Querzapfen 162 ist mit einem Querzapfen 170 am Ventilschaft 120 des
Steuerventils 112 durch einen Lenkhebel 166 gekoppelt
Zur Sicherung des Lenkhebels 166 dienen Unterlegscheiben 172 und Splinte 176 bzw. 178. Der Lenkhebel
166 weist ferner ein Langloch 180 auf, in welches der Querzapfen 162 verschiebbar eingreift Das Langloch
180 bildet auf diese Weise ein Arbeitsspiel zwischen dem Querzapfen 162 und dem Lenkhebel 166, das
wirksam wird, wenn der Steuerhebel 122 aus seiner Neutralstellung in Absenkrichtung verstellt wird.
Der Querzapfen 164 greift in eine Bohrung 162 eines weiteren Lenkhebels 184 ein, der mit dem Ventilschaft
108 des Bremssteuerventils 98 gekoppelt ist Der Lenkhebel 184 enthält ein Langloch 186, in das ein
Querzapfen 188 verschiebbar eingreift der sich am Ende einer Welle 190 befindet die mit einem Stift 192
gelenkig mit dem Ventilschaft 108 verbunden ist Der Stift 188 ist mit einer Unterlegscheibe 194 und einem
Splint 196 gesichert. Der Lenkhebel 184 wird über eine Zugfeder 198 mit einem Anschlag 206 gegen eine Seite
des Armes 160 gezogen. Die Zugfeder 198 ist mit einem
Ende in einem ander Büchse 150 festen Arm 200 in eine Öffnung 202 eingehängt, während sie mit ihrem anderen
Ende einen Zapfen 204 im Lenkhebel 184 umgreift. Der Lenkhebel 184 bildet im dem Arm 160 ein Gelenk, das
nur dann abknickbar ist, wenn der Steuerhebel 122 gegen den Uhrzeigersinn aus der dargestellten Neutralstellung
verstellt wird, da dann der Querzapfen 188 über das Ende des Langloches 186 den Lenkhebel 184 zum
Schwenken um seinen Querzapfen 182 veranlaßt, wobei sich der Anschlag 206 von der Seite des Armes 160
abhebt. Dabei ist jedoch stets die Zugkraft der Feder 198 wirksam, die bestrebt ist, den Steuerhebel 122
wieder in seine Neutraisteiiung zurückzuführen.
In F i g. 6 befindet sich das Steuerventil 112 in seiner
Neutralstellung (Fig.3), in der keine Beaufschlagung
des hydraulischen Motors 34 stattfindet Wie in solchen Hydrauliksystemen üblich, ist jedoch ein geringer
Leckdurchsatz über die strichliert dargestellten Leckölkanäle die Steuerleitung zum Schnüffelventil 34
möglich, die über eine durch einen Pfeil angedeutete
Anzapfung mit der Leitung 126 in Verbindung steht, und auch über die strichliert dargestellte Leckölleitung vom
Hydraulikmotor 34 zum Reservoir 107. Das Steuerventil 98 steht in seiner Bremsstellung (entsprechend F i g. 37),
in der die Pumpe 102 in das Reservoir 107 fördert. Eine
Verstellung des Steuerhebels 122 aus der Neutralstellung entgegen dem Uhrzeigersinn in Absenkrichtung
führt dazu, daß über den Lenkhebel 184 auf den Ventilschaft 108 eine Kraft ausgeübt wird, welche das
Steuerventil 98 in Lösestellung bringt.
Dabei hält die Feder 198 das Gelenk zwischen dem
Arm 160 und der Lenkerplatte 184 ausgesteift. Die Bremseinrichtung wird gelöst Erst nachdem das
Steuerventil 98 in seiner Bremsstellung steht, ist das Arbeitsspiel im Bereich des Langloches 180 überbrückt,
so daß nun auch der Arm 158 über den Lenkhebel 166 den Ventilschaft 120 in Heberichtung verstellt. Die
weitere Verstellung des Ventilschaftes 120 in Absenkrichtung ist zur Vergrößerung der Drehzahl des
Hydraulikmotors notwendig und dadurch möglich, daß
bei in der Bremsstellung befindlichem Steuerventil 98 die Kraft der Feder 198 überwunden wird und das
Gelenk zwischen dem Arm 160 und dem Lenkerhebel 184 abknickt Eine Rückstellung des Steuerhebels 122 in
die Neutralstellung führt dann dazu, daß zuerst der Steuerschieber 118 in seine Neutralstellung zurückgezogen
wird, ehe der Steuerschieber des Steuerventils 98 in die Bremsstellung zurückkehrt Dies bewirken die
Langlöcher 180 und 186. Eine weitere Verstellung des Steuerhebels aus der Neutralstellung in die Heberichtung
führt dazu, daß der Arm 158 über den Lenkhebel 166 den Steuerschieber 118 sofort in Heberichtung
verstellt, da der Querzapfen 162 bereits am Ende des Langloches 180 steht Dabei erfolgt noch keine
Bewegung des Steuerschiebers des Steuerventils 98,
ω weil die Druckplatte infolge des Langloches 186 sich
zunächst relativ zur Welle 190 verstellen kann. Ein Rückstellen des Steuerhebels 122 in seine Neutralstellung
führt dann unter Überwindung des Arbeitsspieles im Langloch 180 wiederum zur Rückstellung des
Steuerschiebers 118, ohne daß dabei der Steuerschieber
106 des Steuerventils 98 betätigt wird.
Um aus der Stellung gemäß Fig.6 die Winde 12 in
Absenkrichtung zu bewegen, wird der Steuerhebel 122
gegen den Uhrzeigersinn verstellt. Der Steuerschieber 106 des Steuerventils 98 wird aus der Bremsstellung in
die Lösestellung bewegt, so daß der Bremszylinder 80 beaufschlagt und die Bremsbeläge 78 von der
Bremsscheibe 72 abgehoben werden. Die Windentrommel 44 kann unter dem Einfluß einer am Lastseil 21
hängenden Last 26 sich infolge der Leckverluste im hydraulischen System langsam zu drehen beginnen,
wobei der Hydraulikmotor 34 dabei sozusagen als Pumpe arbeitet. Der Beginn der Absenkbewegung
erfolgt stoßfrei mit einem weichen übergang. Wenn dann der Steuerhebel 122 weiter in Absenkrichtung
verstellt wird, erreicht der Steuerschieber 118 schließlich seine volle Öffnungsposition (F i g. 4). Der Anschluß
114 des Hydraulikmotors 34 wird zunehmend mit Druck beaufschlagt, so daß die Windentrommel 44 in
Absenkrichtung gedreht wird. Die sich zuvor allein ■ unter der Einwirkung der Last drehende Windentrommel
wird nun zusehends schneller angetrieben. Der Übergang von der Anfangsphase der Absenkbewegung
in die vom Hydraulikmotor 34 gesteuerte Absenkbewegung erfolgt ebenfalls stoßfrei. Eine zunehmende
Verstellung des Steuerhebels in Absenkrichtung bewirkt eine Vergrößerung der Drehzahl des Hydraulikmotors
34, während ein Zurücknehmen des Steuerhebels 122 in Richtung zur Neutralstellung hin eine
Verringerung der Drehzahl des Hydraulikmotors 34 bewirkt.
Wenn dann der Steuerhebel 122 in die Neutralstellung zurückgestellt wird, sorgt der Mechanismus 124
dafür, daß das Steuerventil 112 wieder in seine Neutralstellung zurückkehrt und gleichzeitig das
Bremssteuerventil 98 in seine Bremsstellung gelangt, in der eine Druckentlastung des Bremszylinders 80 zum
Anlegen der Bremsbacken 78 führt. Die Last wird angehalten.
Zum Heben der Last wird der Steuerhebel 122 aus der Neutralstellung im . Uhrzeigersinn in Heberichtung
verstellt. Dabei wird sofort der Steuerschieber 118 im Steuerventil 112 aus der Neutralstellung in die
Hebestellung gebracht und der Anschluß 116 des Hydraulikmotors 34 druckbeaufschlagt, so daß die
Windentrommel 44 in Heberichtung zu drehen beginnt. Diese Bewegung des Steuerhebels 122 führt jedoch zu
keiner Betätigung des Steuerventils 98, sondern dieses verbleibt in der Bremsstellung. Das Langloch 186 läßt
jedoch eine ausreichende Beweglichkeit im Mechanismus 124 zu. Jedoch läßt hierbei die in Heberichtung
drehbare Freilaufkupplung 74 zwischen der Bremsscheibe 72 und der Steuerwelle 38 die Hebebewegung zu,
obwohl die Bremsen eingerückt sind.
Wenn der Steuerhebel 122 dann wieder in die Neutralstellung zurückgeführt wird, zieht der Mechanismus
124 auch den Steuerschieber 118 des Steuerventils 112 in die Neutralstellung, worauf der Anschluß 116 des
Hydraulikmotors 34 druckentlastet wird. Dabei wird der Steuerschieber des Steuerventils 98 nicht aus der
Bremsstellung bewegt, sondern die Bremseinrichtung bleibt eingerückt und verhindert eine ungewollte
Drehung der Windentrommel in Absenkrichtung.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Hydraulische Winde, insbesondere für einen Kran, mit einem die Windentrommel über eine
Antriebswelle antreibenden, umsteuerbaren Hydraulikmotor und mit einer normalerweise angezogenen
und hydraulisch lösbaren Bremseinrichtung, die über eine nur in der Lastabsenkrichtung
sperrende Kupplung mit der Antriebswelle gekoppelt ist, und mit einer über eine mechanische
Betätigungseinrichtung mit Betätigungsglied verstellbaren, schiebergesteuerten Steuerventileinrichtung
für den Hydraulikmotor und die hydraulische Bremslöseeinrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied ein Steuerhebel (122) ist, der in Lastabsenkrichtung mit der
Steuerventileinrichtung (112) für den Hydraulikmotor
(34) über einen mit einem Arbeitsspiel ausgestatteten Mechanismus (124) derart gekoppelt ist, daß
bei einer Bewegung des Steuerhebels (122) aus einer Neutralsteliung in die Lastabsenkrichtung zunächst
die Steuerventileinrichtung (98) für die Bremslöseeinrichtung bis zum Lösen der Bremseinrichtung
betätigbar ist, und daß im Mechanismus (124) zwischen dem Steuerhebel (122) und der Steuereinrichtung
(98) für die Bremslöseeinrichtung eine nach überwinden des Arbeitsspieles ein weiteres Verstellen
der Steuerventileinrichtung (112) für den Hydraulikmotor (34) in Lastabsenkrichtung ermöglichende
Gelenkverbindung (184) vorgesehen ist.
2. Hydraulische Winde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel (122) an einem
drehbar gelagerten Glied (148, 150) mit zwei abstehenden Armen (158, 160J angebracht ist, nahe
deren Enden je ein Querzapfen (162, 164) angebracht ist, daß an den Querzapfen je ein Lenkhebel
(166,184) schwenkbar angreift, daß jeder Lenkhebel (166,184) über einen weiteren Querzapfen (170,188)
mit den Schiebern (118,106) der Steuerventileinrichtungen
(98, 112) gelenkig verbunden ist, daß der Querzapfen (162) in ein in Verlängerung der
Schieber- (118)Längsachse verlaufendes Langloch (180) des Lenkhebels (166) eingreift, während der
Querzapfen (188) in ein in Verlängerung der Schieber-(118)Längsachse verlaufendes Langloch
(186) des Lenkhebels (184) eingreift, und daß der Lenkhebel (184) mit einem gegen den Arm (160)
führbaren Schwenkanschlag (206) versehen und durch eine am Glied (51) verankerte Feder (198) um
den Querzapfen (164) in die Schwenkrichtung belastet ist, in der der Schwenkanschlag (206) gegen
den Arm (160) gelangt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US22905672A | 1972-02-24 | 1972-02-24 |
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|---|---|
| DE2308809A1 DE2308809A1 (de) | 1973-09-27 |
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Family Applications (1)
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