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S(zbaltungsanordnung zur Paritätsprüfurig einer Folge von binären
Zeichen in datenverarbeitenden Anlagen In datenverarbeitenden Anlagen ist es erforderlich,
die zu bearbeitenden Informationen ständig auf ihre Richtigkeit zu kontrollieren.
Einer dieser Kontrollvorgänge besteht in der Paritätsprüfung, durch den ein zur
Informationsübertragung gewählter Code clairauf überprüft wird, ob die Anzahl der
einzelnen Stromschritte gleichbleibend eine gerade oder ungew rade Zahl darstellt.
Es sind bereits digital arbeitende Schaltungsanordnungen bekannt, die derartige
Paria tätskontrollen durchführen. (z. B. TuN"Nachrichten, Heft 58,
8. 30). Diese Anordnung= sind aber recht aufwendig, und die Aufgabe der Erfindung
besteht darin, eine Schaltungsgriordnung zu schaffen, die. mit we6entlich geringerem
Aufwand arbeitet. Sie geht dabei von einer Anordnung aus, mit die einzelnen Zeichen
im Parallelcode einspeichernden und durch ein bestimmtes, an einem ersten Ausgang
auftretendes Potential sowie ein hierzu invers an einem zweiten Ausgang auftretendes
Potential kennzeichnenden Kippschaltungen, an denen die zu überprüfende Zeichenfolge
abgegriffen werden kann.
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Nun ist os bereits bekannt, eine Keihe Non Zeichen auf auftretcade
Veränderungen dadurch zu überprüfen, daß dieaq ZqighQn paraUQI an Widerstände angeschaltet
werden, die andererseiti in einen gemeinsamen Widustand paxae4 augeßQlialtrt
sind, so daß an diesem Widerstand ein Potential in Erscheinung tritt , dessen
GrößQ v= der Zahl dQrangigQgten Einzel potentiale abhängig ist. Nachteilig
bei dieser Anordnung ist aber, daß mit steigender Zahl der Eingänge die Spannungsänderungen,
die dadurch am gemeinsamen Widerstand Äervorgerufen. wordeo, sich nur noch un #wesentlich
voneinander unterscheiden, so daß es Schwierigkeiten bereitet, bei einer größeren
Zahl von Eingängen eine Unterscheidung dahingehend vornehmen zu wollen, daß auch
in diesem FaD mit Sicherheit an Hand des an dem gemeinsamen Widerstand abfallenden
Potentials erkannt werden kann, ob es sich um eine gerade oder ungeradQ von Einzol#
potentialenhandelt.
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Diese Schwierigkeit beseitigt die Erfindung dadurch, daß sowohl
die ersten als auch die zweiten Ausgänge dez oben erwähnten Kippschaltungon
über je einen, den einzelnen Ausgängen zugeordneten Widerstand parallel
an JQ einen den ersten bzw. den zweiten Aus. gängon der Kippschaltungen gemeinsamen
Widerstand angeschaltet sind und jeder dieser gemNasamen Widexstände durch die BasisKollektor-Strecke
je einea Transistors mit gemeinsame m EmitterMderstand Ober-Nückt ist, so daU das
an diesem Widerstand infolge der (> ft-ung des einen oder des anderen Transistors
abgreifbare Potential die Zahl gl e-cliartiger bzw. invers gleichartiger Zeichen
kennzeichnet. Die Auswertung dießes Emitterpotentia39 eArolgt dann zweckmäßig in
d.gw WeisQ#- daß du gemeinsame En-iitterpotential den Eingängen meIhrerQr
Quteprechend den möglichen Potentialsprüngen eingestellten SchweffwertverstÄrlkern
zugeführt wird, deren Ausgänge derart mit einer Sp sowie den Eingängen eines Negators
verknüpft sind, daß an einem gemeinsamen Arbeitswiderstand der Sperrgatterschaltung
und des Negators das jeweilige Prüfergehnis als *Ja-neineAussage abgenommen werden
kann.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 ein Gesamtschaltbild, F i g. 2 und 3 eine
Parallelschaltung von Wider' ständen, F x g. 4 eine Verglc#Qbsschaltung,
F i g. 5 und 6 je eine Auswerteschaltung.
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Die in F i g. 1 gezeigte, Schaltungsanordnung ist zur Prüfung
eines aus sechs Elementen gebildet= Codes bestimmt. Sie wird im folgenden an Hand
der Teilachaltungen der F i g. 2 bis 6 exläutert.
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Die in den F i g. 2 bzw. 3 gezeigte Parallelschaltung
von sechs Widerständen RI.. "R6 liegt in Reihe zu einem gemeinsamen Widerstand Re,.
Die Eingänge Ul ... U6 sind mit den link-en Transistoren von sechs nicht
gezeichneten Kippstufen gleichstrommäßig Vera bunden, in denen das zu prüfende ZeiQhen
eingespeichert ist.
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In entsprechender Weise sind die Eingänge U'l ... U6
mit den rechten Transistoren der gleichen
Kippstufen verbunden,
so daß die zusätzlich mit einem'versehenenEingängederWiderständeR1 ...
R6
ein zum Potential an den Eingängen Ul ... U6
inverses Potential
führen.
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Der Einfachheit halber sei im folgenden ange-nommen, daß die
Spannung an den Eingängen Ul ... U6 bzw. U'l ... U'6 entweder
0 oder -10V beträgt, d. h., daß immer dann, wenn an einem der Eingänge
Ul ... U6 ein Potential von -10 V anliegt, an dem entsprechenden Eingang
U'l ... U'6 ein Potential von 0 V herrscht und umgekehrt. Nimmt man
einmal an, daß sich das Potential am Widerstand R, bzw. am Widerstand R,' von
0 bis -6 V stufenweise ändert, wenn an einen, an zwei, an drei usw.
der Eingänge Ul bis U6 bzw. U'l bis U'6 jeweils ein Potential von
-10 V angeschaltet wird, und daß sich diese Änderung -des Potentials am gemeinsamen
Widersiand R, bzw. in' Stufen von je 1 V vollzieht, so erhält man am Widierstand
R, -
keine negative Spannung an Ul ... U6
Spannung UO
0 V eine negative Spannung an Ul ... U6
Spannung R,
= -1 V zwei negative Spannungen an Ul ... U6
Spannung
R, = -2 V drei negative #pä: n Ul . . *. U6
e#pgen.
a - --.': --Spannun f4 - - gRO=--3V vier negative Spannungen an Ul
. . . -U6
Spannung R, = -4 V fünf negative Spannungen
an Ul ... U6
Spannung RO = -5 V sechs negative Spannungen
an Ul ... U6
Spannung R, = -6 V Da kontrolliert werden
soll, ob die Anzahl der negativen Spannungen an den Klemmen Ul ...
U6
ungerade ist, bedeutet dies, daß eine Spannung UO = 1,
3,
5 V als richtig, eine Spannung UO = 0, 2, 4 oder 6 V jedoch
als falsch anzusehen ist und die unzulässige Veränderung des benutzten Codes anzeigt.
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Die Spannungsintervalle zwischen den einzelnen Stufen der Spannung
U, sind jedoch nicht, wie im vorstehenden vereinfachend angenommen
wurde, stets gleich, sondern mit steigender Anzahl der negativen Spannungen werden
die einzelnen Spannungsintervalle immer kleiner, so daß die letzten höheren Intervalle
nicht mehr sicher genug ausgewertet werden können.
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Um nun auch bei- der Anschaltung von vier, fünf und sechs negativen
Spannungen,
d. h. bei der Anlegung von Eingangsspannungen an die
Klemmen
Ul
... U4 oder
U6 noch eine sichere Unterscheidung vornehmen
zu können, *erden nicht nur die Spannungen Ul
... U6, sondern auch die inversen
Span-
nungen U'l
... U6- ausgewertet.. Diese werden der Anordnung nach
F i
g. 3 zugeführt, so daß sich an dem Widerstand RO der F i
g. 2.und
dem WiderstandRo' in Abhängigkeit.von der Anlegung der -einzelnen Spannungen und
ihrer inversen- Werte. an die
Klemmen
Ul
... U6 in F i
g. 2.-
und U'l
. . . U'6 in 'F i
g. 3
nachfolgende Spannungen
..U, bzw. Uj. einstellen:
| Tabelle 1 |
| Ul ... U6, - Coll. 1 U, U'1.. -U'6
Coll. 2 UJ |
| -keine negative-Spannung 0 V sechs negative Spannungen
--6 V |
| eine negativ-'d # 4-annung- -1V fünf negative Spannungen
-5 V |
| zwei negative Spannungen _-2 V vier negative Spannungen -4V |
| drei negäp,%4e Spannungen -3 V drei- negative- Spannungen
-3 V |
| vier negative2 Spannungen -4 V zwei negative. Spannungen# -2
V |
| fünf negative::Spannungen -5V eine negative Spannung
-1 V |
| sechs negafive Spannungen - 6V keine negative-Spannung
0 V |
Es ergibt sich also,. daß das Anlegen von vier negativen Spannungen--an--entsprechende
vier Eingänge Ul-
. w #.
U6 dasselbe-bedeutiDt für die
Paritätsprüfung wie das Anlegen von zwöi negativen Spannungen an zwei entsprechende
Klenimen U'l
... U'6. Die Auswertüng der Spa-n7nungeü,beschrinkt sich
damit auf den Bereich U(,=O bis 3V und U,'=3 bis, QVj. wobei die ungerade&--Spannungen
bei
U, und. UJ-jeweils das gleiche aüssagen#
d. h..- ungerade. Spannungswerte
bedeuten eine-'-- ungerade Anzahl negativer Spanilungen' und zwar-- sowohl an den
Klemmen: Ul
... U6 als auch "U'l#'.
« . U'6.
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Sind durch. die Pärallelschaltung der. Kippstufen mit
ihren Ausgängeh-U.t. -. U6 bzw. U'l ... U6 zweiunddreißig Fernschreibzeichenkombinationen
aufse#hs,spänn-üngsmöghchkeitenzusammengefaßt, -so findet.- auf-.-diese-'Weise eine
weitere Zu" sammenfassung auf -&r Möglichkeiten statt mit -den einzelnen Spännungs.,vVer.ten
0 bis 3 V..Von diesen vier, Spannungsmöglichkeiten ergeben sich jetzt
für das. Prüferge'bnis-.»falsch-..--oder-richtig« folgende Möglichkeiten:' Tabelle
2 falsch 0 V null bzw. sechs negative Spannungen »
richtig
-1 V eine bzw. fünf negative Spannungen falsch -2 V zwei bzw. vier negative
Spannungen richtig -3 V drei.negative'Spannungen. ..
Bei dieser Betrachiung
ist vorausgesetzt, daß die, vier Spannungen bei ihren jeweiligen Eingangskombinationen
abgreifbar sind, und zwar mit Hilfe der in F i g. 4 gezeichneten Schaltung.
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Die Spannungen. UO bzw. U,',. die an den gemeinsamen Widerständen
_RO und.,RO' abgegriffen werden, werden . mittels je einer Kollektor-Basis-Stufe
der beiden Transistoren TI und T2 auf einen gemeinsamen Emitterwiderstand RE übertragen,
Die Transistoren Tl und T2 sind jedoch nur dann leitend, wenn ihre Basen positiver
als ihre Emittoren sind. Wird der Fall an-# genommen,-, daß die Spannun&
U.. (z. B. bei -der An-' legung von vier negativen Spannungen an die Klemmen
Ul . ' .-U6) von.-3 auf -2V ansteigt bzw. die Spannung. U." von
-3 --apf =4 V abfällt, so wird vom
Transistor Tl die Spannung
U, auf den Widerstand RE übertragen, wodurch nun jedoch der Emitter des Transistors
T2 positiver wird als seine Basis und damit diesen Transistor sperrt. Es arbeitet
also im praktischen Betrieb immer nur ein Transistor, entweder der Transistor Tl
oder T2, je nachdem, wessen Basis positiver ist als ein Emitter.
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Die am Widerstand RE anfallenden vier Spannungen UR i bis
UR iv werden in der in F i g. 5 gezeigten Schaltung zur Auswertung
mit drei unterschiedlichen Spannungen U. . . . U, verglichen,
die jeweils zwischen zwei dervier Spannungen URI ... URIv liegen. Es wird
dabei mittels eines Transistors T", Tb oder T, darüber gewacht, ob das Potential
U.R über oder unter den jeweilig eingestellten drei Spannungswerten liegt. Ist
UR = UR I, d. h. liegt lediglich eine Teilspannung an, wobei
U.R , positiver als U" ist, so ist der Transistor T" leitend, und die Spannung
U" erscheint am Ausgang A. Genauso leitend sind auch die Transistoren Tb
und T" wenn vorausgesetzt ist, daß Tabelle 3
Ua zwischen U.R i und UR I, liegt,
Ub zwischen UR n und UR ni liegt, Uc zwischen UR in und UR iv liegt und UR
, nach UR iv hin negativ ist.
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Das an den Ausgängen
A, B und
C auftretende Potential
kann der nachstehenden Tabelle- entnommen werden:
| Tabelle 4 |
| Ul ... U6 UR Leitende Transistoren
SPannnngen an den Ausgängen |
| A B C |
| keine negative Spannung .............. ul ua
Ub uc |
| eine negative Spannung ................ un
Tb T, - Ub uc |
| zwei negative Spannungen ............. UM
TC - ue |
| drei negative Spannungen ............. Uiv - |
| vier negative Spannungen .............. uni
TC - |
| fünf negative Spannungen ............. un Tb
Te - ue |
| sechs negative Spannungen ............. Ub uc |
| ul Ta Tb Tc ua Ub uc |
Aus der vorstehenden Tabelle geht hervor, daß die ungeraden und damit richtigen
Zeichenkombinationen folgende Ausgangsspannungen an den Klemmen
A,
B
und
C hervorrufen:
1. nur an der Ausgangsklemme
A keine
Ausganggspannung, 2. an keiner der Klemmen
A, B und
C tritt eine Ausgangsspannung auf.
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Diese beide Kriterien, die also ein positives Prüfergebnis darstellen,
werden in der in F i g. 6 dargestellten Schaltung mittels eines Sperrgatters
und einer Impulsverstärkerstufe ausgesucht und als #>Ja-nein«-Ergebnis einem Ausgang
zugeführt. An Hand der Schaltung nach F i g. 6 wird im folgenden die Auswertung
der Ergebnisse an den Ausgängen A, B und C
erläutert:
1. Ergebnis »falsch«, negative Spannung an den Ausgängen A,
B und C:
Dadurch, daß die am Eingang B liegende Spannung durch einen Spannungsteiler
herabgesetzt wird, überwiegt die am Eingang liegende Spannung gegenüber der Spannung
an der Basis des Transistors T6. Dieser Transistor ist also an seiner Basis positiver
als am Emitter und damit gesperrt. Durch das Potential am Eingang C ist aber
auch der Emitter des Transistors T7 negativ gegenüber der Basis dieses Transistors,
so daß auch der Transistor T7 gesperrt ist. Damit erscheint am Ausgang
D eine negative Spannung, die das Kriterium »falsch« darstellt.
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2. Ergebnis »richtig«, negative Spannung an den Eingangsklemmen B
und C:
Durch die Spannung an der Klemme C ist der Transistor T7, wie
unter 1 bereits beschrieben, weiterhin gesperrt.- Der Transistor T6 ist durch
Wegfall des negativen Potentials an der Eingangsklemme A an seiner Basis
durch das Potential an der Klemme B negativ vorgespannt und damit offen. An der
Klemme D herrscht somit nahezu die Spannung 0 V, die als Kriterium
»richtig« ausgewertet wird.
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3. Ergebnis »falsch«, negative Spannung am Eingang
C:
Der Transistor T7 ist durch das Eingangspotential an der Klemme
C, wie unter den Punkten 1 und 2, weiterhin gesperrt. Der Transistor
T6 ist aber nunmehr an seiner Basis durch Wegfall der Potentiale an den Eingangsklemmen
A und B nicht mehr negativ vorgespannt und dadurch ebenfalls gesperrt. Somit
herrscht am Ausgang D
eine negative Spannung, d. h., es kann dort das
Kriterium: »falsch« abgenommen werden.
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4. Ergebnis »richtig«: An keiner der Eingangsklemmen A,
B und C liegt ein negatives Potential. Der Transistor T6 ist,
wie bei den Punkten 1 und 3, gesperrt. Durch Wegfall der negativen
Emittervorspannung ist jedoch der Transistor T7 geöffnet, so daß an der Klemme
D nahezu die Spannung 0 V als Kriterium »richtig« herrscht.
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Am Ausgang D erscheinen also unabhängig von der korrekten Zahl
der einzelnen Spannungsanlegungen nur noch die digital wiedergegebenen Präfergebnisse
»richtig« und »falsch«.