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DE1225885B - Multiplikationseinrichtung - Google Patents

Multiplikationseinrichtung

Info

Publication number
DE1225885B
DE1225885B DES35385A DES0035385A DE1225885B DE 1225885 B DE1225885 B DE 1225885B DE S35385 A DES35385 A DE S35385A DE S0035385 A DES0035385 A DE S0035385A DE 1225885 B DE1225885 B DE 1225885B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hall
voltage
semiconductor
multiplier
magnetic field
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES35385A
Other languages
English (en)
Inventor
Eberhardt Braunersreuther
Dr Rer Nat Friedrich Kuhrt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES35385A priority Critical patent/DE1225885B/de
Publication of DE1225885B publication Critical patent/DE1225885B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/12Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers
    • G06G7/16Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers for multiplication or division
    • G06G7/162Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers for multiplication or division using galvano- magnetic effects, e.g. Hall effect; using similar magnetic effects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Software Systems (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Magnetic Variables (AREA)
  • Hall/Mr Elements (AREA)

Description

  • Multiplikationseinrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Multiplikationseinrichtung, welche auf dem Prinzip des Halleffektes beruht, der bekanntlich darin besteht, da$ an zwei normalerweise spannungslosen Punkten eines elektrischen Widerstandskörpers eine Spannung, die sogenannte Hallspannung U,1, entsteht, wenn ein Strom I und ein Magnetfeld B vorhanden sind. Für die Hallspannung gilt dann Uli = const - I - B.
  • Obwohl der Halleffekt grundsätzlich bei jedem sich innerhalb eines Magnetfeldes befindlichen stromdurchflossenen elektrischen Widerstand.skörper auftritt, haben sich bisher für die technische Ausnutzung des Halleffektes nur Halbleiterwiderstandskörper als brauchbar erwiesen. Halbleiter sind die Elemente der III. bis V. Gruppe des Periodischen Systems, so z. B. Indium, Silicium, Germanium und Wismut, Daneben sind in neuerer Zeit auch halbleitende Verbindungen aus einem Element der dritten und einem Element der V. Gruppe, sogenannte Alj,Bv-Verbindungen bekanntgeworden, welche gegenüber den zuvor genannten Halbleitern eine höhere Trägerbeweglichkeit aufweisen.
  • Multipliziervorrichtungen auf der Grundlage des Halleffektes sind bekannt. Als Halbleitermaterial wurde dabei jedoch Silicium oder Germanium verwendet, weil man den höheren Hallkoeffizient dieser Stoffe im Vergleich zu den anderen vorstehend genannten Materialien, insbesondere gegenüber den AjnBv-Verbindungen für ausschlaggebend für einen guten Hallmultiplikator hielt. Zwar wurde schon vorgeschlagen, einen aus AjjBv-Material bestehenden Halbleiterkörper bei einem elektrischen Magnetfeldmeßgerät einzusetzen, die Verwendung derartiger Materialien für Hallmultiplikatoren wurde jedoch bisher wegen ihrer relativ niedrigen Hallkonstanten nicht in Betracht gezogen und zum Teil in der Literatur ausdrücklich abgelehnt.
  • Den bekannten Hallmultiplikatoren haftet jedoch der wesentliche Nachteil an, daß ihre Ausgangsspannung nur sehr wenig belastbar ist, wodurch in sehr vielen Fällen eine nachfolgende Verstärkung erforderlich ist. Diesen Nachteil beseitigt die Erfindung mit einer Multiplikationseinrichtung, insbesondere für Rechenmaschinen, unter Ausnutzung des Halleffekts eines von einem elektrischen Strom durchflossenen und in einem magnetischen Feld angeordneten Halbleiters. Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß bei ihr als Hallspannungserzeuger ein Halbleiter des Typs AllBv, insbesondere Indiumantimonid, mit hoher Trägerbeweglichkeit verwendet ist. Die Erfindung löst sich also von der bisherigen Meinung, daß - im Einklang mit der oben angegebenen Formel - für einen guten Hallmultiplikator nur solche Halbleiterinaterialieil mit einer möglichst hohen Hallkonstante in Frage kommen könnten, und schlägt statt dessen ein Halbleitermaterial mit eindeutig niedriger Hallkonstante zum Aufbau eines Hallmultiplikators vor. Im Gegensatz zu Multiplikatoren aus Germanium und Silicium vermag der Hallmultiplikator nach der Erfindung relativ hohe Leistungen abzugeben. Auf diese Weise wird es z. B. möglich, das Ausgangssignal ohne eine nachfolgende Verstärkung unmittelbar elektrisch weiterzuverarbeiten.
  • überraschenderweise erweist sich jedoch der Hallmultiplikator mit dem erfindungsgemäß verwendeten Ajj,Bv-Material nicht nur bei Belastung, sondern auch im Leerlauf günstiger als ein solcher mit einem Gerinanium- oder Siliciumwerkstoff. Dies klingt zunächst paradox, da nach der bekannten Formel für den Halleffekt bei Leerlauf ausschließlich die Hallkonstante als maßgeblich erscheint. Es läßt sich aber nachweisen, daß diese Formel, die beim praktischen Aufbau eines Hallmultiplikators entstehenden Probleme nicht berücksichtigt. Auf Grund der geometrischen Verhältnisse im Luftspalt, der Aufbaubedingungen eines Hallmultiplikators sowie aus den Bedingungen hinsichtlich der Konstanz der abgegebenen Werte, insbesondere der Temperaturkonstanz, ergibt sich, daß Materialien des Typs AIIIBv dem Germanium und Silicium auch dann überlegen sind, wenn die Hallspannung unbelastet bleibt. Im Gegensatz zu der bisher vertretenen Auffassung der Fachwelt ist der Hallmultiplikator nach der Erfindung auch für diesen Anwendungsfall vorteilhafter als die bekannten Multiplikatoren. Die Erfindung ist also in der Verwendung eines für elektrische Meßgeräte bereits vorgeschlagenen, aus AjuBv-Material hergestellten Hallgenerators bei bekannten Multipliziervorrichtungen zu sehen.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei auf die Zeichnung verwiesen, die ein Prinzipschaltbild des Erfindungsgegenstandes darstellt, das sich auf eine Produktionsbildung bezieht. Es ist angenommen, daß die beiden zu multiplizierenden Faktoren als elektrische Spannungen U, und U, zur Verfügung stehen. Die Spannungen können dabei Abbilder irgendwelcher technisch-physikalisbher Größen sein; die Spannung U, kann beispielsweise die an einem Gleichstrommotor liegende Spannung und die Spannung U2 den vom Motor aufgenommenen Strom darstellen. Es wird in diesem Fall also die aufgenommene Motorleistung gemessen. Während die Spannung U, einen Strom J, durch eine Spule 1 treibt, treibt die Spannung U2 einen Strom f. durch einen aus einer AmBv-Verbindung bestehenden magnetfeldabhängigen Widerstandskörper 2. Dieser ist mit zwei Elektroden 3 und 4 versehen, an denen die Hallspannung, also ein dem Produkt U, - U2 verhältiger Wert, abge-nommen wird. Die Hallspannung kann gegebenenfalls verstärkt werden und entweder in einem Meßgerät angezeigt oder zu irgendeiner anderen Verwendung ausgenutzt werden. Zwei Vorwiderstände sind mit R, bzw. R2 bezeichnet. Werden die Widerstände Ri und R, veränderbar oder steuerbar ausgebildet, so können die Spule 1 und der Widerstand 2 an die gleiche Stromquelle angeschlossen werden. Die an den Widerständen eingesteuerten Leitwerte stellen alsdann die zu multiplizierenden Faktoren dar. Die Widerstände Ri und R2 können beispielsweise Röhren oder Halbleiter oder auch Magnetverstärker sein.
  • Es ist ferner möglich, das auf den Widerstand 2 einwirkende Magnetfeld, das mit Hilfe der Spule 1 und der daran angeschlossenen Stromquelle erzeugt wird, durch das Feld eines Dauermagneten zu ersetzen. Das Dauermagnetfeld desselben kann entweder konstant sein, wenn einer der Produktfaktoren konstant ist, oder wenn Produkte aus veränderbaren Faktoren gebildet werden sollen, auch veränderbar sein, beispielsweise durch einen einstellbaren magnetischen Nebenschluß oder durch einen Gegenmagneten.
  • Mit Hilfe der Einrichtung nach der Erfindung lassen sich Produkte aus beliebigen Größen und für die verschiedensten Zwecke bilden. Genannt seien beispielsweise Leistungs- und Effektivwertmessungen in der Elektrotechnik, ferner die Anwendung zum Bau von Rechenmaschinen. Bei der Leistungsmessung mit Hilfe von Strom und Spannung bildet der Strom die eine und die Spannung die andere der zu multiplizierenden Größe. Soll eine Leistungsmessung bei Wechselstrom vorgenommen werden, so werden die Hallelektroden 3 und 4 an ein den Mittelwert anzeigendes Meßinstrument angeschlossen. Zur Effektivwertmessung bei Wechselstromgrößen werden beide Produktfaktoren durch die gleiche Meßgröße gebildet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Multiplikationseinrichtung, insbesondere für Rechenmaschinen, mit Ausnutzung des Halleffekts eines von einem elektrischen Strom durchllosseneu und in einem magnetischen Feld angeordneten Halbleiters, dadurch gekennzeichnet, daß als Hallspannungserzeuger ein Halbleiter des Typs AjuBv, insbesondere Indiumantimonid, hoher Trägerbeweglichkeit dient. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 839 220, 973 121; schweizerische Patentschriften Nr. 275 601, 198 449; USA.-Patentschriften Nr. 2 585 707, 2 562 120, 2 592 257; Archiv für Elektrotechnik, 1956, S. 155 bis 164; Review of Seientific Instruments, 19, 1948, S. 263 bis 265.
DES35385A 1953-09-23 1953-09-23 Multiplikationseinrichtung Pending DE1225885B (de)

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Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH198449A (de) * 1937-05-08 1938-06-30 Hans Aeschlimann Verfahren und elektrisches Messgerät zum Messen von Wechselstromgrössen.
CH275601A (de) * 1947-08-16 1951-05-31 Gen Electric Einrichtung zur Umwandlung kleiner Gleichströme in Wechselströme, in welcher Einrichtung der Halleffekt benützt wird.
US2562120A (en) * 1948-08-26 1951-07-24 Bell Telephone Labor Inc Magnetic field strength meter
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DE839220C (de) * 1949-04-06 1952-05-19 Walter Von Dipl-Ing Sauer Widerstandsfeinregler
DE973121C (de) * 1952-11-13 1959-12-03 Siemens Ag Elektrisches Messgeraet, das auf der AEnderung der elektrischen Eigenschaften beruht, die ein Halbleiterkoerper unter der Wirkung eines Magnetfeldes erfaehrt

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