DE2619971A1 - Induktiver durchflussmesser - Google Patents
Induktiver durchflussmesserInfo
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Description
VON KREISLER SCHÖNWALD MEYER EISHOLD FUES VON KREISLER KELLER SELTING
PATENTANWÄLTE Anmelderin Dr _|ng von Kreis|er + 1973
_ , , Dr.-Ing. K. Schönwald, Köln
Turbo-Werk D,-mg. Th. Meyer, Köln
Frxtz Hammelrath Dr .|ng K w Ejsho|d/ Bad Soden
Hospeltstr. 44 Dr.J. F. Fues, Köln
5000 Köln 30 Dipl.-Chem. Alek von Kreisler, Köln
Dipl.-Chem. Carola Keller, Köln Dipl.-Ing. G. Selling, Köln
Sg-Is 5 KÖLN l 5. Mai 1976
DEICHMANNHAUS AM HAUPTBAHNHOF
Induktiver Durchflußmesser
Die Erfindung betrifft einen induktiven Durchflußmesser
mit mindestens einem im Durchflußbereich ein magnetisches Wechselfeld erzeugenden Elektromagneten und einem mit
einer Auswerteschaltung verbundenen Elektrodenpaar.
Derartige Durchflußmesser arbeiten nach dem Faraday1sehen
Induktionsgesetz, wonach bei einer Bewegung von Ladungsträgern in einem Magnetfeld eine elektrische Spannung
erzeugt wird. In der Praxis wird dies realisiert, indem in unmittelbarer Nähe eines Rohres, durch das die zu
messende Flüssigkeit hindurchfließt, ein Elektromagnet angeordnet wird, dessen Magnetfeld quer durch das Rohr
hindurchgeht. An dem Rohr sind zwei Elektroden angeordnet, die einander gegenüberliegen.und an denen die auszuwertende
Spannung abgenommen wird. Diese Spannung U . ist der magnetischen Flußdichte B, der Strömungsgeschwindigkeit,
ν und dem Rohrdurchmesser d proportional, was durch folgende Beziehung ausgedrückt werden kann:
U.T Γ-' B · ν * d.
Nutz
Nutz
709845/053A
Telefon: (02 21) 23 4541-4 · Telex: 8882307 dopo d · Telegramm: Dompalenl Köln
Dabei ist vorausgesetzt, daß die Vektoren der Spannung U . , der Flußdichte B und der Strömungsgeschwindigkeit
ν jeweils senkrecht zueinander stehen.
Die praktische Durchführung derartiger Durchflußmessungen verursacht trotz des einfachen physikalischen Grundprinzips
erhebliche Schwierigkeiten, da die Meßspannung U^ durch eine Reihe von Storspannungen verfälscht wird. Wenn
der Elektromagnet mit Wechselstrom betrieben wird, ergeben sich folgende Arten von Störspannungen:
1. Induktive Störspannungen, die durch induktive Kopplung
der Magnetspulen mit dem Elektrodenstromkreis entstehen.
2. Kapazitive Störströme, hervorgerufen durch die Kapazitäten zwischen den Elektroden und dem Magnetsystem.
Diese Störungen sind u.a. abhängig von der Leitfähigkeit zwischen den Elektroden (Leitfähigkeit der Flüssigkeit,
Verschmutzungsgrad).
3. Polarisationsspannungen, hervorgerufen durch unterschiedliche Potentiale, die bei Berührung der Flüssigkeit
mit den Rohrwänden bzw. den Elektroden entstehen.
4. Vagabundierende Fremdströme, die z.B. durch Induktion in der Flüssigkeit erzeugt werden. Diese Fremdströme
haben in der Regel die Frequenz des jeweiligen Netzes von 50 Hz oder 16 2/3 Hz.
Diese Spannungen überlagern sich der Nutzspannung UNutz,
so daß zur Erzielung einer hohen Meßgenauigkeit des Nutzsignals eine Eliminierung der verschiedenen Störspannungen
unerläßtlich ist.
Neben den herkömmlichen, mit 50 Hz betriebenen Durchfluß-
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messern, ist bereits ein induktiver Durchflußmesser bekannt,
dessen Magnet ein mit niedriger Frequenz getaktetes, d.h- periodisch ein- und ausgeschaltetes Gleichfeld
erzeugt. Da der zeitliche Verlauf des Magnetstromes annähernd
einer Rechteckfunktion entspricht, erfolgen bei jedem Schaltvorgang Einschwingvorgänge, deren Ausschwingen
erst abgewartet werden muß, bevor die Messung durchgeführt werden kann. Die Messung der Nutzspannung erfolgt daher
kurzzeitig,und zwar durch Differenzbildung der Augenblickswerte, die während der Einschalt- und Ausschaltzeit des
Magnetfeldes ermittelt werden. Die Störgleichspannung, die das Tausendfache der Nutzspannung betragen kann, wird
von der Netzspannung getrennt, indem die Differenz zweier nahezu gleichgroßer Spannungsbeträge gebildet wird, was
von einer genauen Auswertung her schwierig ist.
Die Verwendung eines getakteten Gleichfeldes hat den Vorteil,daß
die induktiven und kapazitiven Störspannungen Null sind. Benutzt man dagegen ein sinusförmiges Wechselfeld,
so sind die induktiven und kapazitiven Störspannungen von dem Nutzsignal nur sehr schwer zu trennen. Andererseits
besteht bei Verwendung eines Wechselfeldes der Vorteil, daß die Polarisationsspannungen eliminiert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen induktiven Durchflußmesser der eingangs genannten Art anzugeben, der mit einer
sehr einfachen Auswerteschaltung auskommt und bei dem das Nutzsignal von sämtlichen Störspannungen befreit werden
kann, so daß die erzielbare Genauigkeit verhältnismäßig groß ist. Dabei sollen insbesondere auch Gleichspannungsdriften, die durch die erforderlichen Verstärker oder die
Polarisationsspannungen hervorgerufen werden, kompensiert werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine spezielle Auswerteschaltung und eine spezielle Kurvenform
(z.B. Dreieckform) und Frequenz des Magnetstromes vorgeschlagen.
In der Auswerteschaltung wird ein erster Spannungsabtastspeicher so gesteuert, daß er in jeder Periode der Elektrodenspannung
einen Wert in der Nähe des oberen Spitzenwertes aufnimmt und gespeichert hält, daß ein zweiter Spannungsabtastspeicher
so gesteuert ist, daß er in jeder Periode der Elektrodenspannung einen Wert in der Nähe des unteren
Spitzenwertes aufnimmt und gespeichert hält, und daß die Ausgangssignale beider Spannungsabtastspeicher einem Differenzverstärker
zugeführt werden, dessen Ausgang über einen Mittelwertbildner mit einem Meßgerät verbunden ist.
Dadurch, daß die Spitzenwerte in beiden Halbperioden festgehalten,
gespeichert und miteinander verglichen werden, erhält man an dem Meßgerät den genauen Wert für die Nutzspannung
Un . . Die Spannung am Ausgang des Differenzverstärkers
ist konstant, solange keine Drift vorhanden ist. Im Falle einer Drift ergibt sich am Ausgang des Differenzverstärkers
eine rechteckförmige Spannung, deren arithmetisches Mittel die tatsächliche Nutzspannung darstellt. Aus der Ausgangsspannung
des Differenzverstärkers läßt sich daher sehr leicht die Nutzspannung ermitteln.
Voraussetzung für die Eliminierung der induktiven und kapazitiven Storspannungen sowie der vagabundierenden
Fremdströme ist, daß der Elektromagnet mit einer genügend niedrigen Frequenz betrieben wird. Diese Frequenz sollte
in jedem Falle wesentlich niedriger sein als die Frequenzen der industriellen Wechselspannungen, die 50 Hz bzw.
16 2/3 Hz betragen. Vorzugsweise sollte die Frequenz der
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Magnetisierung bei etwa 1 Hz liegen. Die Magnetisierung erfolgt durch Erregung des Elektromagneten mit einem
stetig ansteigenden und stetig abfallenden Strom, so daß Einschwingvorgänge nicht abzuwarten sind.
Zur Festlegung der Abtastzeitpunkte innerhalb der Magnetisierungsperiode
ist in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ein an das Wechselstromnetz anschließbarer mehrstufiger
Frequenzteiler mit einem Wellenformerzeuger verbunden, der über eine Verstärkerschaltung mit hochohmigem
Ausgang an den Elektromagneten angeschlossen ist, und die Ausgänge einzelner Stufen des Frequenzteilers sind
in zwei UND-Gattern zusammengefaßt, von denen jedes einen der Spannungsabtastspeicher steuert.
Damit erfolgt die Synchronisierung der Abtastzeitpunkte ebenso wie die Erzeugung der Wellenform des Magnetfeldes
durch Teilung der Netzfrequenz. Da das Magnetfeld sehr niederfrequent sein soll, bietet die Netzfrequenz, deren
Halbwelle eine Zeitdauer von 10 ms hat, ein Zeitinkrement, das ausreichend fein für die zeitliche Bestimmung des
AbtastZeitpunktes ist. Die Auswahl der Abtastinkremente
kann durch geeignete Zusammenfassung der Ausgänge der Frequenzteilerstufen in logischen Schaltgliedern erfolgen,
die jeweils ansprechen, wenn die Frequenzteilerstufen eine bestimmte Signalkombination annehmen.
Vorzugsweise sind die Elektroden über je einen Blockkondensator mit je einem Eingang eines gemeinsamen Eingangsverstärkers
verbunden, um Gleichspannungen von der Auswerteschaltung fernzuhalten. Das Abblocken höherfrequenter
Störspannungen kann in zweckmäßiger Weiterbil-
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dung der Erfindung dadurch erfolgen, daß zwischen den Ausgang des Eingangsverstärkers und die Spannungsabtast—
speicher ein Tiefpaß geschaltet ist, dessen Grenzfrequenz unterhalb 16 Hz liegt.
Eine außerordentlich vorteilhafte Kurvenform für das Magnetfeld wird dadurch erreicht, daß der Elektromagnet
an eine Stromquelle angeschlossen ist, die in ihm einen mit der Zeit linear ansteigenden und linear abfallenden
Strom erzeugt. Ein derartiger Dreiecksverlauf des Stromes hat zur Folge, daß die induktiven Störspannungen und
die kapazitiven Störströme jeweils rechteckförmige Kurvenverläufe haben. Die Amplituden dieser Störgrößen
sind dabei konstant. Wenn die Steuerung der Spannungsabtastspeicher derart erfolgt, daß beide Abtastpunkte
jeweils auf demselben ansteigenden oder abfallenden Ast der Rampenspannung liegen, so wird bei einer Differenzbildung
zwischen den Werten der beiden Abtastpunkte die konstante Stör-Summenspannung eliminiert.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau eines induktiven Durchflußmessers bekannter Bauart,
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Auswerteschaltung nach der Erfindung,
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''f3
Fig. 3 zeigt verschiedene Spannungsverläufe und veranschaulicht die Eliminierung des Einflusses einer Spannungsdrift,
und
Fig. 4 zeigt verschiedene Spannungsdiagramme zur Veranschaulichung
der Eliminierung induktiver und kapazitiver Störspannungen.
Gemäß Fig. 1 ist an einem Meßrohr 10 aus amagnetischem
Material eine Magnetspule 11 angebracht, die ein durch das Rohr 10 hindurchgehendes Magnetfeld erzeugt. Im
Inneren des Rohres sind zwei Elektroden 12, 13 angeordnet, die einander diametral gegenüberliegen und deren
gedachte Verbindungslinie das Magnetfeld senkrecht schneidet. Die Elektroden 12, 13 sind mit dem Eingang der Auswerteschaltung
14 verbunden. Die Meßspannung wird an dem an die Auswerteschaltung 14 angeschlossenen Meßinstrument
15 abgelesen. Zur Erzeugung des Magnetfeldes ist die Magnetspule 11 mit einer Steuerschaltung 46 verbunden,
die der Magnetwicklung einen Strom bestimmter Kurvenform einprägt und nach der Erfindung darüber hinaus auch die
Abtastzeitpunkte in der Auswerteschaltung 14 steuert.
Ein Blockschaltbild der Auswerteschaltung 14 und der
Steuerschaltung 46 ist in Fig. 2 abgebildet. Die von den Elektroden 12, 13 kommenden Eingangsleitungen der Auswerteschaltung
14 sind über jeweils einen Blockkondensator 16 bzw. 17 mit einem Eingangsanschluß des Verstärkers
verbunden. Der Ausgang des Verstärkers 18 ist über einen Tiefpaß 19, dessen Grenzfrequenz unterhalb 16Hz liegt,
mit den beiden Spannungsabtastspeichern 20 und 21 verbunden. Jedem der Spannungsabtastspeicher ist ein Halte-
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kondensator 22 bzw. 23 vorgeschaltet und die Steuerung des AbtastZeitpunktes erfolgt über jeweils einen Schalter
24 und 25, der von der Steuerschaltung 15 aus gesteuert wird. Die Schalter 24 und 25 sind aus Gründen der Einfachheit
der Darstellung als mechanische Schalter angedeutet. Bei der praktischen Realisierung der Schaltung wird man
jedoch elektronische Schalter verwenden.
Die Ausgangsleitung der Spannungsabtastspeicher 20 und 21
sind mit den Eingängen eines Differenzverstärkers 26 verbunden und diesem ist ein Mittelwertbildner 27 nachgeschaltet.
Der Ausgang des Mittelwertbildners 27 bildet gleichzeitig den Ausgang der Auswerteschaltung 14, so daß das
entsprechende Ausgangssignal dem Anzeigegerät 15 zugeführt wird.
Das Steuergerät 46 wird im Takt der 50 Hz-Netzfrequenz
betrieben. Zu diesem Zweck ist der Eingang eines mehrstufigen Frequenzteilers 28 an die Netzfrequenz angeschlossen.
An einem Ausgang des binären Frequenzteilers 28 wird eine Rechteckspannung mit einer Frequenz von 50/64 Hz =
0,78 Hz abgenommen. Diese Rechteckspannung wird einem Integrator 30, bestehend aus einem kapazitiv rückgekoppelten
Verstärker, zugeführt, so daß am Ausgang des Integrators eine Dreieckspannung entsteht. Diese Dreieckspannung
wird dem Verstärker 31 zugeführt, der einen hohen Ausgangswiderstand
aufweist und somit imstande ist, der Spule des Elektromagneten 11 den Dreieckstrom mit einer
Frequenz von 0,78 Hz einzuprägen.
Die Steuerung der Schalter 24 und 25 erfolgt über die ÜND-Tore 32 und 33. Sofern die Eingänge dieser Tore mit
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einem Punkt versehen sind, handelt es sich um Negierungseingänge.
In den Eingängen der Tore 32 und 33 sind die Ausgänge der Stufen des Frequenzteilers 28 derart zusammengefaßt,
daß das Ausgangssignal jedes Tores 32, 33 nur in einem kurzen Intervall innerhalb einer jeden Periode des dreieckförmigen
Magnetisierungsstromes vorhanden ist.
Der Frequenzteiler 28 könnte auch als Zähler betrachtet werden und die Ausgangsleitungen der verschiedenen Stufen
könnten einem Digital/Analog-Umsetzer zugeführt werden, der dann die Funktion des Integrators 30 wahrnehmen würde.
Zum besseren Verständnis und unter Bezugnahme auf Fig. sei zunächst angenommen, daß der Schalter 24 durch das
Tor 32 stets bei dem oberen Spitzenwert des Dreieckstromes kurzzeitig schließt, und daß der Schalter 25 von dem
Tor 33 bei dem unteren Spitzenwert der Dreieckspannung schließt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der zeitliche
Verlauf der magnetischen Flußdichte B und der zeitliche Verlauf der an den Elektroden 12 und 13 entstehenden
Nutzspannung ü„ . gleich dem zeitlichen Verlauf des am
Ausgang des Verstärkers 31 erzeugten Dreieckstromes ist.
Zur Erläuterung, wie die Störeinflüsse infolge langsamer Änderungen des Gleichspannungspotentials eliminiert werden,
sei für den Augenblick angenommen, daß induktive und kapazitive Kopplungen nicht auftreten bzw. vernachlässigbar
klein sind, und daß vagabundierende Fremdströme, die von außen eingestreut werden, durch das Tiefpaßfilter 19
ferngehalten werden. Die somit noch verbleibenden Störeinflüsse sind die Polarisationsspannungen, die sich zeit-
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lieh sehr langsam verändern sowie die Drift des Eingangsverstärkers
18.
In Fig. 3 ist mit Kurve a) der Verlauf des Nutzspannungssignals
U dargestellt. Diesem NutzSpannungssignal überlagert sich die bei b) dargestellte Störspannung,
die sich aus den Polarisationsspannungen und der Verstärkerdrift zusammensetzt und sich zeitlich nur sehr
langsam ändert. Das Kombinationssignal aus Störspannung und Nutzspannung, so wie es am Ausgang des Verstärkers
18 auftritt, ist in Fig. 3 durch die Kurve c) veranschaulicht. Bei d) sind diejenigen Abtastzeitpunkt angegeben,
in denen die jeweiligen Schalter 24 und 25 kurzzeitig geschlossen werden, um den betreffenden Amplitudenwert
in den Spannungsabtastspeicher 20 bzw. 21 einzugeben, wo er bis zur nächsten Schließung des betreffenden Schalters
beibehalten wird. In Fig. 3 sind in der Darstellung e) die Spannungsverläufe dargestellt, die sich an den beiden
Spannungsabtastspeichern 20 und 21 ergeben, wenn das Eingangssignal
den in Darstellung c) dargestellten Verlauf hat. Man erkennt, daß an den Ausgängen der beiden Spannungsabtastspeicher
20 und 21 Treppenkurven entstehen, die amplitudenmäßig und zeitmäßig gegeneinander versetzt sind.
In der Darstellung f) ist der zeitliche Verlauf des Ausgangssignals des Mittelwertbildners 26 dargestellt. Die
Differenz zwischen den Ausgangsspannungen der Verstärker 20 und 21 schwankt nach Art einer Rechteckkurve um den
Mittelwert 32 herum. Dieser Mittelwert wird in dem arithmetischen Mittelwertbildner 27 gewonnen, bei dem es sich
beispielsweise um ein RC-Glied handelt. Der Mittelwert 32 ist der Nutzspannung Un . proportional. Man erkennt
leicht, daß die Rechteckkurve in Fig. 3f) verschwindet
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und direkt in die konstante Spannung 32 übergeht, wenn keine zeitlich veränderliche Störspannung, wie sie in
b) dargestellt ist, vorhanden ist. In diesem Falle ist nämlich die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren
Spitzenwert des auszuwertenden Signals stets konstant.
Da wegen der zeitlichen Änderung der Störgleichspannung die Frequenz des Magnetstromes nicht wesentlich unter den
Wert von ca. 1 Hz gelegt werden kann, können noch induktive und kapazitive Störspannungen vorhanden sein, die
das Meßergebnis verfälschen. Unter a) ist der zeitliche Verlauf des Magnetisierungsstromes angegeben, der dem
zeitlichen Verlauf der Flußdichce B und des Nutzsignals Un . entspricht. Die induktive Störspannung beträgt bekanntlich
ÜIN = L Ü
und ist somit der zeitlichen Ableitung des Magnetisierungsstromes proportional. Da der Magnetisierungsstrom
eine Dreiecksfunktion ist, wird die induktive Störspannung zu einer Rechteckfunktion. Das gleiche gilt für
den kapazitiven Störstrom I , für den gilt:
1C C dt *
Diese beiden Störgrößen, die einander phasengleich und beide rechteckförmig sind, lassen sich zu der in Fig.
unter b) dargestellten Störspannung Ug. .. zusammenfassen.
Unter c) ist das kombinierte Nutz-Störsignal dargestellt, das sich aus einer Überlagerung der dreieckförmigen Nutzspannung
Un . mit der rechteckförmigen Störspannung
ergibt. Um aus dem unter c) dargestellten Kombi-
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nationssignal nur den Nutzanteil auszuwerten, sind die Abtastzeitpunkte gemäß Fig. 4d) so gelegt, daß die Auswertung
des Kombinationssignals stets entweder nur auf dem ansteigenden Ast 40 oder nur auf dem abfallenden
Ast 41 erfolgt. Im vorliegenden Falle wurde der ansteigende Ast 40 gewählt. Die Eingänge der Tore 32 und 33
(Fig. 2) sind so geschaltet, daß die Ausgangssignale 42 des Tores 32 stets um 50 ms hinter dem Zeitpunkt des unteren
Umkehrpunktes der Dreiecksspannung liegen, während die Eingänge des Tores 33 so geschaltet sind, daß das
Ausgangssignal 43 dieses Tores jeweils um 50 ms vor dem oberen Umkehrpunkt der Dreiecksspannung liegt. Auf diese
Weise ist sichergestellt, daß die Abtastung jeweils nur auf dem ansteigenden Ast 40 des Gesamtsignals erfolgt.
Man erkennt leicht, daß bei der anschließenden Differenzbildung zwischen den Spannungen 44 und 45 die Storspannung
herausfällt, da sie zu beiden Zeitpunkten jeweils gleich groß ist.
Die Verwendung eines dreieckförmigen Magnetisierungsstromes hat den Vorteil,daß die induktiven und kapazitiven
Störeinflüsse rechteckförmig werden und sich durch eine
geeignete Lage der Abtastzeitpunkte eliminieren lassen. Ferner ist durch die Dreiecksspannung sichergestellt,
daß Einschwingvorgänge bei der Ummagnetisierung vermieden werden. Schließlich läßt sich die Dreiecksform des
Magnetisierungsstroms schaltungstechnisch einfach realisieren und aus der Netzfrequenz herleiten, wobei gleichzeitig
noch die Zeitsteuerung der Schalter 24 und 25 mit der Steuerschaltung 15 vorgenommen werden kann.
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Claims (7)
- Ansprüche( 1.)Induktiver Durchflußmesser mit mindestens einem im Durchflußbereich ein magnetisches Wechselfeid erzeugenden Elektromagneten und einem mit einer Auswerteschaltung verbundenen Elektrodenpaar, dadurch gekennzeichnet , daß in der Auswerteschaltung (14) ein erster Spannungsabtastspeicher (20) so gesteuert ist, daß er in jeder Periode der Elektrodenspannung einen Wert in der Nähe des oberen Spitzenwertes aufnimmt und gespeichert hält, daß ein zweiter Spannungsabtastspeicher (21) so gesteuert ist, daß er in jeder Periode der Elektrodenspannung einen Wert in der Nähe des unteren Spitzenwertes aufnimmt und gespeichert hält, und daß die Ausgangssignale beider Spannungsabtastspeicher (20, 21) einem Differenzverstärker (26) zugeführt werden, dessen Ausgang über einen Mittelwertbildner (27) mit einem Meßgerät (15) verbunden ist.
- 2. Induktiver Durchflußmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein an das Wechselstromnetz anschließbarer mehrstufiger Frequenzteiler (28) mit einem Wellenformerzeuger (30) verbunden ist, der über eine Verstärkerschaltung (31) mit hochohmigem Ausgang an den Elektromagneten (11) angeschlossen ist, und daß die Ausgänge(29) der einzelnen Stufen des Frequenzteilers (28) in zwei UND-Gattern zusammengefaßt sind, von denen jedes einen der Spannungsabtastspeicher (20, 21) steuert.
- 3. Induktiver Durchflußmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (12, 13) über je einen Blockkondensator (16, 17) mit je einem Eingang eines ge-709845/0534- 14 -ORIGINAL INSPECTEDmeinsamen Eingangsverstärkers (18) verbunden sind.
- 4. Induktiver Durchflußmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Ausgang des Eingangsverstärkers (18) und die Spannungsabtastspeicher (20, 21) ein Tiefpaß (19) geschaltet ist, dessen Grenzfrequenz unterhalb 16Hz liegt.
- 5. Induktiver Durchflußmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (11) an eine Stromquelle (31) angeschlossen ist, die in ihm einen mit der Zeit linear ansteigenden und linear abfallenden Strom erzeugt.
- 6. Induktiver Durchflußmesser nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenformerzeuger (30) ein Integrator ist, der eine Rechteckspannung in eine Rampenspannung mit abwechselnd positiver und negativer Steigung umwandelt.
- 7. Induktiver Durchflußmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Spannungsabtastspeicher (20, 21) derart erfolgt, daß beide Abtastpunkte jeweils auf demselben ansteigenden oder abfallenden Ast (40) der Rampenspannung liegen.709845/0534
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| DE2619971C3 DE2619971C3 (de) | 1983-03-17 |
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Also Published As
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