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DE411592C - Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen - Google Patents

Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen

Info

Publication number
DE411592C
DE411592C DES64973D DES0064973D DE411592C DE 411592 C DE411592 C DE 411592C DE S64973 D DES64973 D DE S64973D DE S0064973 D DES0064973 D DE S0064973D DE 411592 C DE411592 C DE 411592C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compensation
difference
alternating current
geometric
sum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES64973D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dieter Albrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES64973D priority Critical patent/DE411592C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE411592C publication Critical patent/DE411592C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R1/00Details of instruments or arrangements of the types included in groups G01R5/00 - G01R13/00 and G01R31/00
    • G01R1/28Provision in measuring instruments for reference values, e.g. standard voltage, standard waveform

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen. Messung oder Abgleichung nach der Kompensationsmethode begegnen bei der Anwendung in Wechselstromkreisen der Schwierigkeit, daß der Phasenunterschied der beiden zu vergleichenden Größen störend wirkt. In den verschiedenen- Schaltungen, die für Wechselstromkompensation angegeben sind, ist daher immer eine Kompensation der Phase für sich allein vor der Kompensation der zu prüfenden Größen vorgesehen. Die zweimalige Kompensation bedeutet nicht nur eine Vergrößerung des erforderlichen Apparatesatzes, sondern besonders auch einen erhöhten Arbeitsaufwand.
  • Durch die Erfindung wird es ermöglicht, das «richtige Kompensationsverfahren in Wechselstromkreisen mit einer einzigen Einstellung durchzuführen. Der Einfluß der Phasenverschiebung der beiden Vergleichsgrößen gegeneinander wird dadurch ausgemerzt, daß als Anzeigegerät ein solches nach Art der Leistungsmesser benutzt wird, in dem die geometrische Differenz der Vergleichsgrößen, deren arithmetische Differenn = o werden soll, auf die geometrische Summe wirkt. Die Erfindung benutzt dabei den Umstand, daß, wenn die Größen zweier Ströme gleich sind, wenn also die aritlinietische Dirferenz der Ströme - o ist, die hase.iverschiebung der geometrischen Differen, gegen aie geometrische Summe 9o' beträgt, die Wirkung der geometrischen Differenz auf die geometrische Summe in einem Gerät nach Art eines Leistungszeigers also= o ist. Die Abb. i zeigt die Phasenverschiebung der geometrischen Summe J,. -j-- J, und der geometrischen Differenz h - J2 mit einer Phaseilverschiebung von 9u° bei der Annahme, daß J,. und J2 gleich gro,a sind. Es wird also, wie gewünscht, sobald die Größen der zu vergleichenden Ströme oder Spannungen gleich sind, das Meßgerät auf o stehen, obwohl es unter dem Einüuß der im allgemeinen nicht verschwindenden geometrischen Differenz der Vergleichsgrößen steht. Die Worte »geometrische Summe« und »Differenz« bedeuten im vorstehenden natürlich nur, daß bei der einen Zusammensetzung der beiden Größen die Richtung von einer derselben umgekehrt sein soll als bei der anderen; denn es ist ja von vornherein beliebig, in welchem Sinne man einen gegebenen Wechselstrom rechnen und ob man demnach die Resultierende zweier Ströme als ihre Summe oder Differenz bezeichnen will.
  • Als Meßgerät kann grundsätzlich jede der Leistungsmessung dienende Art von Wechselstromgeräten benutzt werden. In erster Linie kommen dynamometrische Geräte ohne und mit Eisen in Frage, doch sind andere Leistungsmesser, darunter auch elektrometrische, nicht ausgeschlossen. Es kann dabei, je nach Art der Schaltung, auch angebracht sein, Meßwandler zu verwenden, um die Vergleichsgrößen in dem einen oder anderen Sinne zusammenzusetzen. Die in den Meßgeräten vorhandenen Phasenverschiebungen zwischen einem Strom und der ihn erzeugenden Spannung einerseits oder zwischen einem Feld und dom ihn erzeugenden Strom andererseits sind in vielen Geräten praktisch zu vernachlässigen, können aber auch erforderlichenfalls mit bekannten Mitteln ausgeglichen werden, so daß der Zweck der Erfindung, die Einstellung der Phase bei der Einzelmessung zu vermeiden, völlig gewahrt bleibt. Der Einfluß der Phasenverschiebung zwischen den beiden Vergleichsgrößen auf die Empfindlichkeit der Anzeige ist nur ein geringer. Am ungünstigsten ist eine Phasenverschiebung von 9o°. Denkt man sich bei dieser Verschiebung von den beiden zunächst gleichgedachten Vergleichsströmen oder -spannungen den Betrag der einen ein wenig verändert, so erkennt man, daß zur Anzeige im Instrument eine Komponente dieser Änderung kommt, dal3 deren Größe dLs i : y 2fache = 0, 207fache der ganzen Änderung ist.
  • Die Aob. 2 bis q. zeigen Ausführungsoeisp.eie von achaltungen gemäß der Erfindung, bei denen als hnzeigegerät ein Dynamometer angenommen ist.
  • Abb. 2 zeigt das Schema einer Strommessung durch Kompensation gemäß der Erfindung. Der bekannte regelgare Strom J, wird den Klemmen 1, 2 entnommen, der unbekannte zu messende J2 den Klemmen i i, 12. Die Stärke des regelbaren bekannten Stromes wird angegeben durch den Stromzeiger 3, der zur Regelung dienende Widerstand ist mit q. bezeichnet. Das Dynamometer enthält unter sich gleiche Feldspulen 5 und 15, deren jede von einem der beiden Vergleichsströme in demselben Sinne durchnossen wird, so daß das Feld von der Summe beider Ströme erregt wird. In dem Felde ist beweglich eine Doppelspule angeordnet, deren beide Hälften 6 und 16 von den Vergleichsströmen in entgegengesetzter Richtung durchflossen werden, so daß die Doppelspule wirkt wie eine einzige Spule, die von der Differenz beider Ströme durchflossen wird. In der Abb. 2 hängen die beiden Stromkreise in der als widerstandslos anzunehmenden Verbindungsleitung 7, die zu einem gemeinsamen Pol der beiden Spulen 6 und 16 führt, zusammen. Die Wirkung bleibt dabei dieselbe, als ob die beiden Stromkreise getrennt wären.
  • In Abb. 3 ist eine Spannungskompensation dargestellt. An den Klemmen i und 2 liegt eine bekannte Spannung, deren Größe durch den Spannungsmesser 3 angegeben wird. An diese angeschlossen ist ein Spannungsteiler q.. Zwsichen dem einen Pol q.' desselben und dem beweglichen Kontakt q." ist die eine Feldspule eines dynamometrischen Gerätes angeschlossen, während die andere Feldspule 15' an der zu messenden Spannung liegt, die zwischen den Klemmen i i und 12 herrscht. Im Feld ist eine bewegliche Spule 6 angeordnet, die von einem Strom durchflossen wird, der der Differenz der beiden Vergleichsspannungen entspricht. Um diese zu gewinnen, ist der eine Pol des Spannungsteilers, nämlich q.', mit dem einen der Pole, zwischen denen die Prüfspannung herrscht, durch die Leitung 7 kurzgeschlossen, und die Spule 6 ist zwischen den Gleitkontakt 4" und den anderen Pol i i der Prüfspannung gelegt. In gleicher Weise, wie eine Spannung durch Kompensation gemessen wird, kann bekannterweise auch ein Strom gemessen werden, indem man zur Messung den Spannungsabfall benutzt, den der Prüfstrom in einem bekannten Widerstande hervorruft.
  • Mit den Kompensationsschaltungen eng verwandt ist ein großer Teil der o-Schaltungen, bei denen das Meßgerät in einer bjueiverbindung zwischen zwei Stromzweigen i@egz, wie z. 13. in einer Wheatstoneschen bruche. ivtan kann sagen, daß bei der Brückeneinstellung der Spannungsabfall in dem einen Zweige gegen den am gleichen Batteriepol liegenden kompensiert wird.
  • Die Abb. 4 zeigt die Anwendung des Kompensationsverfahrens gemäß der Erfindung auf eine bekannte brückenähnliche Anordnung (Patent 349099), die zur Messung von .brdungs- und Ausbreitungswiderständen dient. von dem Induktor i wird ein Strom J,. durch die Primärwicklung a eines Stromwandlers über den Prüfwiderstand, in diesem Falle den Ausbreitungswiderstand einer Erdplatte 3 und zurück durch die Hilfserde 4 geschickt. An die Sekundärspule 5 des Stromwandlers ist ein Widerstand 6 angeschlossen mit einem Gleitkontakt 7 zur Abnahme einer regelbaren Spannung zwischen dem Gleitkontakt und dem einen Ende 8 des Widerstandes 6, das mit der Erdplatte kurzgeschlossen ist. Der Schleifkontakt 7 ist über das Anzeigegerät 9 mit einer in den Erdboden gesteckten Sonde io verbunden, und es soll der Schleifkontakt soweit verschoben werden; daß die Spannung zwischen den Punkten 8 und 7 gleich der zwischen den Punkten 3 und io ist, daß also das Anzeigegerät den Strom o zeigt. Diese Absicht war bisher nicht völlig ausführbar, wenn man als Anzeigegerät ein empfindliches ZV echselstromgerät in gebräuchlicher Weise, Telephon oder V ibrationsgalvanometer, von denen praktisch in dem vorliegenden Falle nur das erstere in Frage kommt, verwendete. Dies rührt daher, daß infolge des Phasenfehlers des Stromwandlers die Spannung zwischen den Punkten 8 und 7 nicht genau phasengleich ist mit der zwischen den Punkten 3 und io. Gemäß der Erfindung wird als Anzeigegerät ein Gerät nach Art eines Leistungsmessers verwendet, dessen Feld von der Summe der beiden Ströme J, zwischen den Punkten 3 und io und J, zwischen den Punkten 8 und 7 erregt wird. Die bewegliche Spule liegt zwischen dem Gleitkontakt 7 und der Sonde io, also an der Differenz der Spannungen der Widerstände zwischen 8 und 7 und zwischen 3 und io. Da aber diese Widerstände als induktionsfrei angesehen werden können, so ist der Strom in der beweglichen Spule nicht nur der Differenz der Spannungen an den Widerständen, sondern, wenn man im Meßwandler ein Übersetzungsverhältnis i : i voraussetzt, auch der Differenz der Ströme in den beiden Widerständen, also der Differenz von J,. und 1" proportional. Das Anzeigegerät reagiert also gemäß der Erfindung nicht auf die Phasenunterschiede in dem Meßwiderstand 6 und dein Erdungswiderstand, sondern lediglich auf den Unterschied der Größe der Spannungen an diesen Widerständen.
  • Die Verwendung eines Leistungszeigers, also eines Meßgerätes mit doppelseitigem Ausschlag, bietet in dieser Schaltung vor der Verwendung des Telephons oder Vibrationsgalvanometers einen weiteren Vorteil. Sobald die Schaltung zusammengebaut ist, ist jedem Regelungssinn ein bestimmter Drehungssinn des Zeigers zugeordnet, so daß man aus der Stellung des Zeigers auf den ersten Blick erkennen kann, in welchem Sinne die Regelung erfolgen muß, während man beim Telephon und Vibrationsgalvanometer die einzuschlagende Richtung erst ausprobieren muß.
  • In der praktischen Ausführung des Gerätes gemäß der Erfindung läßt sich unter Umständen noch insofern eine Vereinfachung herbeiführen, daß das Meßgerät mit anderen Geräten, die die beiden in ihm wirksamen Ströme führen, konstruktiv vereinigt wird.

Claims (1)

  1. P:iTENT-ANSPRÜcHE. i. Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen, dadurch gekennzeichnet, daß die geometrische Summe und geometrische -Differenz der beiden Vergleichsgrößen, Ströme oder Spannungen, zur Wirkung aufeinander in einem Anzeigegerät gebracht werden, das bei einer Phasenverschiebung der beiden Größen von 9o° den Wert o anzeigt, und daß eine Regelvorrichtung an der bekannten Vergleichsgröße derart eingestellt wird, daß das Anzeigegerät auf o zeigt. a. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein für die Messung der Leistung bei Wechselstrom geeignetes Anzeigegerät, namentlich ein dynamometrisches Meßgerät, in einer derartigen Ausbildung oder mit derartigen Zusatzeinrichtungen, daß in dem Gerät die geometrische Summe und Differenz der Vergleichsgrößen oder der Summe und Differenz proportionale Größen zur Wirkung aufeinander gebracht werden, und eine an sich bekannte Regelvorrichtung für die bekannte Vergleichsgröße.
DES64973D 1924-02-03 1924-02-03 Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen Expired DE411592C (de)

Priority Applications (1)

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DES64973D DE411592C (de) 1924-02-03 1924-02-03 Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen

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DES64973D DE411592C (de) 1924-02-03 1924-02-03 Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE411592C true DE411592C (de) 1925-04-11

Family

ID=7497641

Family Applications (1)

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DES64973D Expired DE411592C (de) 1924-02-03 1924-02-03 Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen

Country Status (1)

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DE (1) DE411592C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1013036B (de) * 1952-10-09 1957-08-01 Dr Med Karl Brecht Anordnung zur kontinuierlichen Anzeige sowie gegebenenfalls zur fortlaufenden Registrierung des Blutdrucks ohne Eroeffnung von Blutgefaessen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1013036B (de) * 1952-10-09 1957-08-01 Dr Med Karl Brecht Anordnung zur kontinuierlichen Anzeige sowie gegebenenfalls zur fortlaufenden Registrierung des Blutdrucks ohne Eroeffnung von Blutgefaessen

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