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DE1225625B - Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid

Info

Publication number
DE1225625B
DE1225625B DEL45257A DEL0045257A DE1225625B DE 1225625 B DE1225625 B DE 1225625B DE L45257 A DEL45257 A DE L45257A DE L0045257 A DEL0045257 A DE L0045257A DE 1225625 B DE1225625 B DE 1225625B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
titanium tetrachloride
chloride
cooling
finely divided
cooling zone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL45257A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Gardner Graig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Laporte Titanium Ltd
Original Assignee
Laporte Titanium Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Laporte Titanium Ltd filed Critical Laporte Titanium Ltd
Publication of DE1225625B publication Critical patent/DE1225625B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1218Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by dry processes
    • C22B34/1231Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by dry processes treatment or purification of titanium containing products obtained by dry processes, e.g. condensation

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid Die Erfindung betrifft die Gewinnung von reinem Titantetrachlorid aus Gasen, welche durch Chlorierung von titanhaltigen Materialien bei erhöhter Temperatur erhalten wurden.
  • Titan enthaltende Materalien enthalten häufig noch andere Elemente, die beim Chlorieren bei erhöhten Temperaturen zur Bildung von Chloriden befähigt sind. üblicherweise wird es bei der Chlorierung von Titan enthaltenden Materialien unter Bildung von Titantetrachlorid erstrebt, ein von Verunreinigungen freies Titantetrachlorid zu erhalten, und es werden üblicherweise Maßnahmen zur Entfernung solcher Chloride anderer Elemente durchgeführt. Die Chlorierung wird üblicherweise bei Temperaturen im Bereich von 850 bis 1150° C durchgeführt, ein Trennungsverfahren besteht darin, den die Chloride enthaltenden Gasstrom von diesen Temperaturen auf eine Temperatur nur wenig oberhalb des Siedepunktes des Titantetrachlorids abzukühlen. Alle Chloride des Gasstroms mit einem Siedepunkt oberhalb desjenigen des Titantetrachlorids werden dabei kondensiert.
  • Es wurde nun vor allem zur Entfernung von Eisen(III)-chlorid aus dem Gasstrom versucht, diesen durch Einsprühen von gegebenenfalls feste Metallchloride in Suspension enthaltendem flüssigem Titantetrachlorid zu kühlen. Die Entfernung von Eisen(III)-chlorid aus einem Titantetrachlorid und Eisen(III)-chlorid enthaltenden Gasstrom durch Abkühlen des Gases ist verhältnismäßig einfach, weil das Eisen(III)-chlorid vom Gaszustand unmittelbar zum Festzustand kondensiert. Gewisse Titanerze bilden indessen bei der Aufarbeitung Chloridverunreinigungen, die in jedem Temperaturbereich, der bei der Abkühlung des Gastsromes durchschritten wird, zu Flüssigkeiten kondensieren. Die Entfernung dieser Chloridverunreinigungen ist die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, da diese flüssigen Chlöridverunreinigungen durch Bildung von Ablagerungen in der Kühlzone erhebliche Schwierigkeiten verursachen.
  • Beispiele solcher Chloride sind die Magnesium-, Mangan- und Eisen(II)-chloride, welche Schmelzpunkte von 712, 650 und ungefähr 670° C haben und welche mit anderen Chloriden oder miteinander flüssige Gemische bilden können, welche einen Schmelzpunkt unter demjenigen der einzelnen Bestandteile besitzen. Derartige Chloride sind in Titanschlacken, Titankonzentraten und Titaneisenerzen, wie Ilmenit, enthalten. Eisen(II)-chlorid wird besonders dann aus Titaneisenmateralien gebildet, wenn hohe Chloridausbauten erstrebt sind. Es ist auch schon bekannt, zur Vermeidung der Bildung von Stäuben bei der Abkühlung in die Kühlkammer festes, suspendiertes Eisen(III)-chlorid enthaltendes flüssiges Titantetrachlorid einzuleiten. Abgesehen davon, daß unter den Verfahrensbedingungen ein Teil des Eisen(III)-chlorids verdampft und hieraus durch thermische Diisoziation Eisen(II)-chlorid gebildet wird, werden bei dem bekannten Verfahren die klebrigen Ablagerungen, deren Entfernung gerade Ziel der vorliegenden Erfindung ist, im Kreislauf wieder in den Prozeß zurückgeführt.
  • Weiter ist bekannt, Aluminium- und Eisenchlorid durch Abkühlen mit kontinuierlich eingegebenem flüssigem Titantetrachlorid, welches Aluminium- und Eisenchlorid in fester Form enthält, zu entfernen. Die Verwendung eines solchen Kühlmittels führt dazu, daß knapp die Hälfte des eingeführten Titantetrachlorids kondensiert wird und demzufolge kaum mehr als die Hälfte reines Titantetrachlorid gewonnen wird. Die andere Hälfte bildet mit den darin enthaltenen festen Chloriden einen Schlamm, dessen Aufarbeitung in einer Verdampfungsanlage, wegen des darin enthaltenen klebrigen Materials außerordentlich schwierig ist.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid aus einem gasförmigen Gemisch von Titantetrachlorid und verunreinigenden Chloriden durch Abkühlung des mit etwa 850 bis 1150° C in die Kühlzone eintretenden Gasgewichtes auf Temperaturen unterhalb des Siedepunktes mindestens eines des verunreinigenden Chlorids, aber oberhalb des Siedepunktes des Titantetrachlorids und Durchleiten eines feinteiligen Feststoffes durch die Kühlzone zur Aufnahme des verflüssigten oder die flüssige Phase durchlaufenden, verunreinigenden Chlorids, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als feinteiliger Feststoff ein nichtflüchtiges, inertes Material durchgeleitet wird, in einer solchen Menge, daß die aus der Kühlzone abgezogene Chloridverunreinigungsmenge weniger als 30% der insgesamt abgezogenen Feststoffe ausmacht.
  • Vorzugsweise befinden -sich die Chlorierungszone und die Kühlungszone in verschiedenen Behältern. Der inerte Feststoff kann beispielsweise ein oder mehrere Tonerden; Koks, Ilmenit, Mineralrutil, Sand, Zirkonsteine und Zirkonsand sein. Vorzugsweise wird Sand verwendet.
  • Die Gase von der Chlorierungszone können durch Durchleiten von flüssigem Titantetrachlorid in der Kühlungszone gekühlt werden. Vorzugsweise wird das flüssige Titantetrachlorid in Sprühform in die Kühlungszone eingebracht. Der inerte Feststoff kann in die Kühlungszone geleitet werden durch Mitführen, entweder in den heißen Chloridgasen aus der Chlorierungszone-oder in einem getrennten Gasstrom oder man kann ihn mittels. Schwerkraft so fallen lassen, daß er einen Vorhang an den Wandungen des Kühlers bildet. Wenn das Kühlen durch Durchleiten von flüssigem Titantetrachlorid durch die Kühlungszone bewirkt wird, ist es günstig, den inerten Feststoff in dem flüssigen Titantetrachlorid zu suspendieren.
  • Die Partikelgröße des inerten Feststoffs ist eine solche, daß die Partikeln nicht so groß sind, daß sie Schwierigkeiten bei der Einleitung verursachen, oder daß sie so klein sind, daß sie von den Austrittsgasen aus dem Kühler mitgeführt werden, bevor sie mit den flüssigen Chloriden in Kontakt gekommen sind. Innerhalb dieser Grenzen sind die kleineren Partikeln vorzuziehen, weil sie einen größeren Oberflächenbereich haben, an dem die Chloride kondensieren können: Normalerweise wird eine Partikelgröße in dem Bereich 2 bis 80 DIN verwendet, jedoch ist dies abhängig von der Geschwindigkeit der den Kühler verlassenden Gase.
  • Die festen Chloridverunreinigungen, der inerte Feststoff und die flüssigen Chloridverunreinigungen werden zusammen aus der Kühlungszone abgeleitet.
  • Die primäre Funktion des inerten Feststoffs besteht darin, Oberflächen zu schaffen, an welchen die flüssigen Chloride sich anlagern können, wenn sie aus der gasförmigen Phase kondensieren. Demgemäß darf man die Temperatur des inerten Feststoffs während dessen Durchlaufen durch die Kühlungszone den niedersten Taupunkt der kondensierenden Chloride nicht erreichen lassen, d. h., daß der inerte Feststoff keine Temperatur erreichen darf, welche die Kondensation des flüssigen Chlorids oder der Chloride auf demselben verhindert. So ist die Kontrolle der Temperatur- und der Beschickungsrate erforderlich. Die höchste Temperatur, die durch den inerten Feststoff erreicht wird, wird die Temperatur sein, zu welcher die Gase gekühlt werden. Eine sekundäre Funktion des inerten Feststoffes ist das Freihalten der Kammerwandungen von klebrigen Ablagerungen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1 Ein eisenhaltiges Rohmaterial, welches 88 % Ti02, 8,5 % Fe0, 2,0 % Mn0, 1,6 % MgO enthielt, wurde in einem Schachtofen unter Verwendung von Koks als Reduktionsmittel chloriert. Der Koks hatte einen Kohlenstoffgehalt von 99,3 %. Als Chlorierungsmittel wurde Chlorgas verwendet, und die Temperatur im Ofen betrug 1000° C.
  • Die den Ofen verlassenden Gase hatten die folgende Zusammensetzung: 1000 kg/Std. TiC14, 45 kg/Std. FeC13, 8,4 kg/Std. MnCl2, 9,0 kg/Std. MgCl2, 77 kg/Std. CO, 182 kg/Std. SO2: Diese Gase wurden oben in eine Sprühkammer eingeleitet und einem Sprühregen von rohem flüssigem Titantetrachlorid mit einer Beschickungsrate von 1660 kg/Std., in dem 330 kg/Std. feiner Sand suspendiert waren, ausgesetzt. Die Siebgröße des Sandes war 30 bis 60 DIN; das Versprühen erfolgte mittels einer rotierenden Scheibe, welche oben in der Sprühkammer gelegen war. Der Sand und die Gase aus der Chlorierungszone wurden zusammen durch die Sprühkammer abwärts geleitet.
  • Die Verdampfung und die Dampfüberhitzung des versprühten Titantetrachlorids verursachte eine Kühlung der Gase von der Reaktionstemperatur (ungefähr 1000°C) auf annähernd 300°.C. Der Sand wurde in entsprechender Weise auf ungefähr 300° C erhitzt. Die Flüssigkeit und die Feststoffe, welche den Boden der Sprühkammer erreichten, wurden zusammen aus der Sprühkammer abgezogen und entfernt. Während einer Arbeitszeitdauer von 24 Stunden erfolgten keine Schwierigkeiten durch die flüssigen Chloride.
  • Der Versuch wurde ohne die Sandeinführung wiederholt, mußte aber nach 4 Stunden Arbeitszeit aufgegeben werden, da die Chloride an den Wänden der Kühlungskammer klebten. Beispiel 2 Beispiel 1 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß die Menge an eingesprühtem Titantetrachlorid 2560 kg/Std., die Sandmenge 65,5 kg/Std. betrug. Es erfolgte wieder kein Ankleben von Chloriden an den Wandungen der Sprühkammer.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid aus einem gasförmigen Gemisch von Titantetrachlorid und verunreinigenden Chloriden durch Abkühlen des mit etwa 850 bis 1150'C in die Kühlzone eintretenden Gasgemisches auf Temperaturen unterhalb des Siedepunktes mindestens eines des verunreinigenden Chlorids, aber oberhalb des Siedepunktes des Titantetrachlorids und Durchleiten eines feinteiligen Feststoffes durch die Kühlzone zur Aufnahme des verflüssigten verunreinigenden Chlorids, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als feinteiliger Feststoff ein nichtflüchtiges, inertes Material in einer solchen Menge durchgeleitet wird, daß die aus der Kühlzone abgezogene Chloridverunreinigungsmenge weniger als 30% der insgesamt abgezogenen Feststoffmenge ausmacht.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als feinteiliger Feststoff Sand verwendet wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße des inerten, feinteiligen Feststoffs im Siebbereich von 2 bis 80 DIN liegt.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung durch Durchleiten von flüssigem Titantetrachlorid durch die Kühlungszone bewirkt wird und der feinteilige Feststoff in dem flüssigen Titantetrachlorid suspendiert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr.1069126, 1062686.
DEL45257A 1962-07-03 1963-07-03 Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid Pending DE1225625B (de)

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GB1225625X 1962-07-03

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DEL45257A Pending DE1225625B (de) 1962-07-03 1963-07-03 Verfahren zur Gewinnung von reinem Titantetrachlorid

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DE (1) DE1225625B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2947312A1 (de) * 1979-10-18 1981-06-19 Vsesojuznyj naučno-issledovatel'skij i proektnyj institut titana, Zaporož'e Vorrichtung zur abtrennung von titantetrachlorid aus einem dampf-gas-gemisch
US4731230A (en) * 1986-07-11 1988-03-15 Bayer Aktiengesellschaft Process for the preparation of TiCl4

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062686B (de) * 1955-10-25 1959-08-06 British Titan Products Verfahren zur Herstellung von reinem Titantetrachlorid
DE1069126B (de) * 1959-11-19 The New Jersey Zinc Company, New York, N. Y. (V. St. A.) Verfahren zur Gewiinnung von Titantetirachlorid aus gasformigen Gemischen, von Titantetrachlorid mit normalerweise festen Eisen- und/oder AHuminiuimchloiid

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