DE1225571B - Sortiervorrichtung zur Trennung von pulverfoermigen und/oder koernigen Feststoffgemischen, insbesondere Mineralien - Google Patents
Sortiervorrichtung zur Trennung von pulverfoermigen und/oder koernigen Feststoffgemischen, insbesondere MineralienInfo
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- Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B03b
Deutsche Kl.: Ia-Il
Nummer: 1225571
Aktenzeichen: M 63844 VI a/l a
Anmeldetag: 19. Januar 1965
Auslegetag: 29. September 1966
Die Erfindung betrifft eine Sortiervorrichtung zur
Trennung von pulverförmigen und/oder körnigen Feststoffgemischen, insbesondere Mineralien, bei der
ein Behälter mit flach zur Mitte hin geneigtem Boden parallel zu sich selbst auf einer geschlossenen, waagerechten
Bahn derart bewegt wird, daß sich das darin vorzugsweise unter Wasserzusatz eingeführte Stoffgemisch
in einer unteren Schwerstoffschicht und einer überlagernden Leichtstoffschicht trennt, wobei mindestens
eine in dem mittleren Bereich des Behälterbodens ausgesparte Schwerstoff-Auslauföffnung und
mindestens eine weitere, im Abstand über der Bodenfläche liegende Leichtstoff-Auslauföffnung vorgesehen
sind.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art wird das zu trennende Feststoffgemisch mittig in den Behälter
eingeführt, wobei der Schwerstoff durch die mittige Bodenöffnung austritt, während der Leichtstoff
über den äußeren oberen Behälterrand ausläuft. Die Leichtstoff-Auslauföffnung wird also durch die
als Leichtstoff-Überlauf dienende äußere Oberkante des Behälters gebildet. Die Bewegungsverhältnisse des
Behälters sind dabei derart gewählt, daß der Leichtstoff von der Behältermitte nach außen gegen den Behältermantel
wandert, während sich der Schwerstoff in entgegengesetzter Richtung, d. h. zur Behältermitte
hin, bewegt. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß der Schwerstoff keine genügend
lange Strecke von der mittigen Einschüttstelle des Feststoffgemisches bis zur entsprechenden, ebenfalls
mittig angeordneten Schwerstoff-Auslauföffnung durchwandert, um sich in ausreichend hohem Maße
vom Leichtstoff zu trennen. Der beim Einschütten des Feststoffgemisches zufälligerweise unter dem Schwerstoff
liegende Leichtstoff hat deshalb keine Gelegenheit, sich vom Schwerstoff zu trennen und wird von
diesem sofort durch die Schwerstoff-Auslauföffnung mitgerissen. Andererseits ist es möglich, daß Schwerstoffteilchen
durch den zentrifugal nach außen wandernden Leichtstoff mitgenommen werden und über
die äußere Überlaufkante des Behälters fallen. Die gegensinnige Bewegung der Leicht- und Schwerstoffe
führt zu unvermeidlichen gegenseitigen Störungen und Durchmischungserscheinungen in der Grenzschicht.
Die Folge hiervon ist eine geringe Trennschärfe dieser bekannten Vorrichtung und ein besonders hoher
Leichtstoffanteil in dem aus der mittleren Bodenöffnung austretenden Schwerstoff.
Bei einer anderen bekannten gleichartigen Trennvorrichtung besteht der eigentliche Trennbehälter aus
einer ringförmigen Rinne, wobei das zu trennende Feststoffgemisch im Bereich des äußeren Umfang-
Sortiervorrichtung zur Trennung von
pulverförmigen und/oder körnigen
Feststoffgemischen, insbesondere Mineralien
pulverförmigen und/oder körnigen
Feststoffgemischen, insbesondere Mineralien
Anmelder:
Aldo Motosi, La Spezia (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. J. Buschhoff
und Dipl.-Ing. A. Hennicke, Patentanwälte,
Köln, Kaiser-Wilhelm-Ring 24
Als Erfinder benannt:
Aldo Motosi, La Spezia (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 21. Januar 1964 (1554)
randes dieser Ringrinne eingeschüttet wird und der in dem oberen Teil dieser Rinne aufgeschwemmte
Leichtstoff über den inneren Umfangsrand der Ringrinne überläuft, während der Schwerstoff aus im äußeren
Umfangsbereich der Ringrinne vorgesehenen Bodenöffnungen austritt. Auch in diesem Fall muß
der Schwerstoff von der äußeren Einschüttstelle des Feststoffgemisches bis zur unmittelbar anschließenden,
d. h. ebenfalls im äußeren Bereich der Ringrinne liegenden Schwerstoff-Auslauföffnung einen so kurzen
Weg zurücklegen, daß keine vollständige und zufriedenstellende Trennung des Schwerstoffes vom
Leichtstoff erzielt werden kann.
Bei einem bekannten Rundherd wird das zu trennende Feststoffgemisch mittig in den auf einer exzentrischen
Bahn umlaufenden Herd eingeführt, wobei der Leichtstoff infolge der Herdneigung und der Wasserströmung
nach außen gegen den Herdrand hin wandert und über die Herdkante überläuft, während
der Schwerstoff in einer mittleren ringförmigen Vertiefung des Herdes liegenbleibt. Auch in diesem Fall
wird die Leichtstoff-Auslauföffnung durch den als Überlaufkante dienenden äußeren Behälterrand gebildet,
während überhaupt kein Schwerstoff-Auslauf vorgesehen ist. Auch diese Trennvorrichtung weist
denselben Nachteil der anderen, oben beschriebenen, bekannten Trennvorrichtungen auf, d. h., der vom
Schwerstoff von der mittigen Einschüttstelle des zu trennenden Feststoffgemisches bis zur ebenfalls fast
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mittigen Sammelstelle des Schwerstoffes zurückgelegte Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nach-Weg
ist nicht lang genug, um bei einem einzigen stehender Beschreibung der in der Zeichnung sche-Durchlauf
dieses Weges eine vollständige bzw. aus- matisch dargestellten Ausführungsbeispiele,
reichende Trennung von Schwer- und Leichtstoff zu F i g. 1 zeigt im senkrechten Schnitt eine Sortiererzielen. Praktisch bleibt also das gesamte eingeschüt- 5 bzw. Anreicherungsvorrichtung nach der Erfindung; tete Feststoffgemisch in der mittleren rinnenförmigen F i g. 2 ist ein waagerechter Querschnitt nach der Vertiefung des Herdes liegen, und der Leichtstoff wird Linie H-II der F i g. 1;
reichende Trennung von Schwer- und Leichtstoff zu F i g. 1 zeigt im senkrechten Schnitt eine Sortiererzielen. Praktisch bleibt also das gesamte eingeschüt- 5 bzw. Anreicherungsvorrichtung nach der Erfindung; tete Feststoffgemisch in der mittleren rinnenförmigen F i g. 2 ist ein waagerechter Querschnitt nach der Vertiefung des Herdes liegen, und der Leichtstoff wird Linie H-II der F i g. 1;
aus dieser Füllung langsam nach und nach abge- F i g. 3 zeigt im senkrechten Schnitt einen Teil des
waschen, bis nur der Schwerstoff übrigbleibt. Der Getriebes;
Durchsatz dieser Trennvorrichtung ist also sehr ge- xo F i g. 4, 5, 6 und 7 zeigen verschiedene Ausführun-
ring. Außerdem hat diese Trennvorrichtung den Nach- gen der Auslauf öffnungen für die getrennten Stoffe;
teil einer absatzweisen, intermittierenden Arbeite- F i g. 8 zeigt im vertikalen Schnitt eine mehrstufige
weise, da keine Auslauföffnung für den kontinuier- Sortier- bzw. Anreicherungsvorrichtung nach der Er-
lichen Austritt des Schwerstoffes vorgesehen ist. Der findung; - .....
in der mittleren, rinnenförmigen Vertiefung des Her- 15 F i g. 9 zeigt im Aufriß eine abgewandelte Ausfüh-
des zurückgebliebene. Schwerstoff muß vielmehr nach rungsf orm der Vorrichtung.
Abschluß jedes Arbeitsvorganges herausgenommen Bei dem in F i g. 1 und 2 dargestellten Ausführungswerden.. . "-"_'" beispiel besteht die Vorrichtung aus einem zylindri-
Bei allen vorstehend beschriebenen, bekannten sehen Behälter 1, der einen flachen, gegen die Mitte
Sortiervorrichtungen der eingangs genannten Art, 20 abfallenden und z.B. konischen Boden2 aufweist
durchläuft also nur ein einziger Bestandteil des zu Der Behälterboden 2 ist vorzugsweise auswechselbar,
trennenden Feststoffgemisches, d. h. entweder nur der um seine Form bzw. Neigung den verschiedenen Er-
Schwerstoff oder nur .der Leichtstoff, die ganze radiale fördernissen anzupassen.
Abmessung des umlaufenden Behälters, während der Der Behälter 1 ist auf einem Traggestell 3 befestigt,
andere Bestandteil in unmittelbarer Nähe der Ein- 25 das in einer waagerechten Ebene parallel zu sieh selbst
schüttstelle des Feststoffgemisches aus dem Behälter auf einer kreisförmigen Bahn bewegt wird. Der Mitaustritt
bzw. angehäuft wird. Es wird infolgedessen telpunkt A der kreisförmigen Bewegungsbahn des Bekeine
vollständige Trennung des Leichtstoffes vom hälters 1 liegt exzentrisch zu dem Mittelpunkts des
Schwerstoff erzielt, so daß der Trennvorgang mehr- Behälters 1, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich
fach wiederholt werden muß, um zu befriedigenden 30 ist. Die Umlaufbewegung des Behälters 1 kann mit
Ergebnissen zu gelangen. einem beliebigen Getriebe erzielt werden. In dem dar-
Aufgabe der Erfindung ist es, die oben auf geführ- gestellten Ausführungsbeispiel ist das Traggestell 3
ten Nachteile der bekannten Sortiervorrichtungen der des Behälters 1 auf den vertikalen Kurbelzapfen 4
eingangs beschriebenen Art zu beheben. von drei Kurbelscheiben 5 gelagert, die drehbar auf
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch ge- 35 dem Maschinengestell 6 angeordnet sind. Die verti-,
löst, daß die Leichtstoff-Auslauföffnung ebenfalls im kalen Wellen 54 der Kurbelscheiben 5 sind vorzugsmittleren Bereich des Behälters in der Grenzfläche weise untereinander gekuppelt, und zwar z.B. mit
zwischen Schwerstoff- und Leichtstoffschicht angeord- Hilfe von Riemen- oder Kettentrieben bzw. mit Hilfe
net und im oberen Teil des Behälters ein flacher Ver- von Zahnradgetrieben 7. Die eine Kurbelscheihe 5
teilerkegel vorgesehen ist. . 40 wird durch einen Motor 8 vorzugsweise über ein
Bei dieser Anordnung erfolgt also die Einführung stufenloses Schaltgetriebe und einen Riementrieb 9
des zu trennenden Feststoffgemisches im äußeren Be- angetrieben.
reich des Behälters in Verbindung mit einer zentri- Der Boden 2 des Behälters 1 weist eine mittige Aus^-
petalen, d. h. zur Behältermitte hin gerichteten Be- lauföffnung 10 auf. Der lichte Durchflußquerschnitt
wegung sowohl des Schwerstoffes als auch des Leicht- 45 dieser Auslauf öffnung 10 kann wahlweise abgeschlosr
stoffes und in Verbindung mit einer mittigen Anord- sen und beliebig groß eingestellt werden, und zwar
nung sowohl der Schwerstoff- als auch der Leichtstoff- z. B. mit Hilfe eines kegelförmigen Abschlußgliedes
Auslauf öffnung. Infolgedessen müssen sowohl der 11, das auf einem handbetätigten und in verschiede-Feststoff
als auch der'Leichtstoff die gesamte radiale nen Stellungen festhaltbaren Hebel 12 gelagert ist.
Breite des Behälterbodens von der im äußeren Be- 50 Unterhalb der mittleren Auslauföffnung.lO des Behälterbereich
liegenden Einschüttstelle bis zu den in hälterbodens 2 ist eine feststehende Abführrinne 13
der Behältermitte liegenden Auslauföffnungen im angeordnet. Im Abstand über dem Boden 2 des BeGleichstrom
durchlaufen, bevor sie den Behälter ver- hälters 1, im mittleren Bereich desselben bzw. möglassen.
Dieser lange Weg des Feststoffgemisches und liehst nahe dem Bodenmittelpunkt B ist eine zweite
die gleichsinnige, übrigens spiralförmige, zentripetale 55 Auslauföffnung 214 angeordnet, die über ein Rohr 14
Bewegungder zu trennenden Schwer- und Leichtstoff- mit der Saugseite einer Pumpe P verbunden ist. Die
bestandteile desselben, bewirken eine praktisch voll- Pumpe P ist schematisch eingezeichnet und kann z. B.
ständige Trennung des Feststoffgemisches und eine als Wasserstrahlpumpe oder als andere zur Förderung
untere Feststoffschicht und eine obere Leichtstoff- von Schlamm bzw. Feststoff-Flüssigkeitsgemischeri
schicht. Die aus den Auslauf öffnungen austretenden 60 geeignete Pumpe ausgebildet sein. Die Pumpe P kann
Schwer- und Leichtstoffe weisen infolgedessen einen feststehend angeordnet und durch eine flexible Leihochprozentigen
Reinheitsgrad auf, so daß in vielen tung 114 mit dem Rohr verbunden sein oder kann
Fällen eine Wiederholung des Trennvorganges über- auch auf dem Traggestell 3 des Behälters 1 gelagert
flüssig ist. Da sich ferner der Schwerstoff und der werden und sich zusammen mit diesem bewegen. ■ '
Leichtstoff in der gleichen Richtung bewegen, treten 65 Das Gemisch der zwei zu" trennenden Feststoffe
keine störenden Durchmischungserscheinungen in der wird zusammen mit einer ausreichenden Wassermenge"
Grenzschicht dieser beiden Stoffe auf, und ihre Tren- durch das Rohr 15 von oben in" den Behälter 1 "eiftnung
wird zusätzlich'gefördert. ' geführt. Beide Stoffe des Stoffgemisches können-pul-
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verförmig oder körnig sein, bzw. können dieselbe oder gesaugt und anschließend wird die darunterliegende
eine verschiedene Korngröße aufweisen. Die Tren- Schwerstoffschicht durch die Bodenöffnung 10 abge-
nung dieser Stoffe in der beschriebenen Vorrichtung führt.
erfolgt hauptsächlich auf Grund der verschiedenen Die Schwerstoff- und Leichtstoff-Auslauföffnungen
spezifischen Gewichte. Die Vorrichtung kann beson- 5 10, 214 können verschieden ausgebildet und angeord-
ders zweckmäßig zur Trennung von Mineralien oder net sein. Bei der in den F i g. 4 und 5 dargestellten
Erzen vom Ganggestein benutzt werden. Ausführungsform ist das Abführungsrohr 14 für den
Das zu trennende Stoffgemisch wird in dem äuße- Leichtstoff durch die bedeutend breitere mittlere Ausren
Bereich des Behälters 1 in diesen eingeführt, und lauföffnung 10 des Behälterbodens 2 in den Behälter 1
zwar mit möglichst gleichförmiger Verteilung über den io eingeführt. Bei dieser Ausbildung erfolgt der Austritt
Umfang desselben. In dem dargestellten Ausführungs- des Schwerstoffes durch den um das Leichtstoff-Abbeispiel
ist in dem oberen Teil des Behälters 1 ein führungsrohr 14 herum gebildeten Ringspalt. Bei der
kegelförmiges Leitblech 16 angeordnet, das fast die Ausführungsform nach F i g. 6 ist das Leichtstoff-Abganze
Querschnittsfläche des Behälters 1 abdeckt. führungsrohr 14 mittig und dicht durch den Behälter-Zwischen
dem Leitblech 16 und dem Behältermantel 15 boden 2 durchgeführt, und um dieses Rohr 14 herum
ist ein ringförmiger Spalt frei gelassen, und das Leit- sind im Behälterboden 2 kranzförmig angeordnete
blech 16 ist stellenweise mit Hilfe von schmalen Ste- Löcher 110 vorgesehen, durch die der Schwerstoff
gen an dem Behältermantel befestigt. Das aus dem austritt. Bei der in Fig. 1 gestrichelt eingezeichneten
nach unten gerichteten Ende des Beschickungsrohres Ausführungsvariante ist das Leichtstoff-Abführungs-15
ausfließende Feststoff-Wasser-Gemisch wird mit- 20 rohr 14 seitlich durch den Mantel des Behälters 1 in
tig auf das Leitblech 16 aufgegeben und fällt seitlich diesen eingeführt. Das innere offene Ende dieses Rohdurch
den zwischen dem Leitblech und dem Behälter- res 14 ist nach unten abgebogen und bildet die in der
mantel vorgesehenen Ringspalt in den äußeren Be- Trennfläche zwischen Schwerstoff- und Leichtstoffreich
des Behälters 1. schicht liegende Leichtstoff-Auslauf öffnung 214. Eine
Infolge der Bewegung des Behälters 1 auf einer 25 ähnliche Ausbildung ist auch in F i g. 7 dargestellt,
waagerechten kreisförmigen Bahn wandern die Kör- Die Abführung des Leichtstoffes kann durch Abner des Feststoffgemisches auf dem flach trichterför- saugen oder durch einfachen Abfluß auf Grund der migen Boden 2 des Behälters in etwa spiralförmigen Schwerkraft erfolgen. Beim Absaugen kann die Leicht-Bahnen gegen die Mitte des Behälterbodens, d.h. stoff-Auslauföffnung214 nach oben (Fig. 1 und 4) haben die Tendenz, sich mit einer Zentripetalbewe- 30 oder nach unten (F i g. 7) gerichtet sein, und das angung in dem mittleren Bereich des Behälters 1 zu sam- schließende Saugrohr 14 kann einen beliebigen Vermein. Gleichzeitig erfolgt eine Trennung des Schwer- lauf aufweisen, d. h., es kann beispielsweise auch von stoffes vom Leichtstoff, wobei der Schwerstoff eine oben über den oberen Rand des Behälters 1 in diesen untere und der Leichtstoff eine überlagernde obere eingeführt werden. Im Falle eines einfachen Abflusses Schicht bilden. Das Ganze ist so angeordnet, daß sich 35 ist dagegen die Leichtstoff-Auslauföffnung 214 nach die Trennfläche zwischen der Schwerstoffschicht und oben gerichtet, und das anschließende Ausflußrohr 14 der Leichtstoffschicht etwa in der Höhe der höher ist waagerecht oder nach außen abwärts geneigt,
liegenden, mit dem Saugrohr 14 verbundenen Aus- Die Schwerstoff-Auslauföffnung 10 des Gehäuselauföffnung 214 oder etwas unterhalb dieser Öffnung bodens 2 kann mit vorzugsweise auswechselbaren und einstellt. Diese Lage der Trennfläche zwischen Schwer- 40 den jeweiligen Erfordernissen anpaßbaren Ausflußstoff- und Leichtstoffschicht kann durch eine geeignete düsen od. dgl. versehen sein.
waagerechten kreisförmigen Bahn wandern die Kör- Die Abführung des Leichtstoffes kann durch Abner des Feststoffgemisches auf dem flach trichterför- saugen oder durch einfachen Abfluß auf Grund der migen Boden 2 des Behälters in etwa spiralförmigen Schwerkraft erfolgen. Beim Absaugen kann die Leicht-Bahnen gegen die Mitte des Behälterbodens, d.h. stoff-Auslauföffnung214 nach oben (Fig. 1 und 4) haben die Tendenz, sich mit einer Zentripetalbewe- 30 oder nach unten (F i g. 7) gerichtet sein, und das angung in dem mittleren Bereich des Behälters 1 zu sam- schließende Saugrohr 14 kann einen beliebigen Vermein. Gleichzeitig erfolgt eine Trennung des Schwer- lauf aufweisen, d. h., es kann beispielsweise auch von stoffes vom Leichtstoff, wobei der Schwerstoff eine oben über den oberen Rand des Behälters 1 in diesen untere und der Leichtstoff eine überlagernde obere eingeführt werden. Im Falle eines einfachen Abflusses Schicht bilden. Das Ganze ist so angeordnet, daß sich 35 ist dagegen die Leichtstoff-Auslauföffnung 214 nach die Trennfläche zwischen der Schwerstoffschicht und oben gerichtet, und das anschließende Ausflußrohr 14 der Leichtstoffschicht etwa in der Höhe der höher ist waagerecht oder nach außen abwärts geneigt,
liegenden, mit dem Saugrohr 14 verbundenen Aus- Die Schwerstoff-Auslauföffnung 10 des Gehäuselauföffnung 214 oder etwas unterhalb dieser Öffnung bodens 2 kann mit vorzugsweise auswechselbaren und einstellt. Diese Lage der Trennfläche zwischen Schwer- 40 den jeweiligen Erfordernissen anpaßbaren Ausflußstoff- und Leichtstoffschicht kann durch eine geeignete düsen od. dgl. versehen sein.
Wahl der Aufgabemenge des Stoffgemisches und der Der Durchmesser der kreisförmigen Bewegungs-Geschwindigkeit
und/oder Exzentrizität A-B der Be- bahn des Behälters 1, d. h., die Exzentrizität zwischen
hälterbewegung sowie des freien Durchflußquerschnit- dem Mittelpunkt A dieser Kreisbahn und der mittletes
der Auslauföffnung 10,14 im Beharrungszustand 45 ren Behälterachse B kann ebenfalls abgeändert und
stabilisiert werden. Infolgedessen können sowohl die den verschiedenen Erfordernissen angepaßt werden.
Einführung des Stoffgemisches in den Behälter 1 als Zu diesem Zweck kann der Kurbelzapfen 4 jeder Kurauch
der Abfluß des Schwerstoffes durch die untere bei 5 in radialer Richtung verstellt und festgehalten
Auslauföffnung 10 und das Absaugen des Leicht- werden. In dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungsstoffes durch die höher gelegene Auslauföffnung 214 50 beispiel ist der Kurbelzapfen 4 auf einem Schieber
in kontinuierlicher Weise erfolgen. Der durch die 104 befestigt, der in einer entsprechenden, in ihrem
Bodenöffnung 10 austretende Schwerstoff fällt auf die unteren Teil erweiterten, radialen Nut der betreffen-Rinne
13 und wird durch diese aus der Vorrichtung den Kurbelscheibe 5 verschiebbar, jedoch nicht abherausgeführt.
Die Rinne 13 kann selbstverständlich hebbar geführt ist. Auf dem unteren, mit einem Gedurch
eine zumindest teilweise flexible und an die 55 winde versehenen Abschnitt des Kurbelzapfens 4 ist
Auslauföffnung 10 angeschlossene Rohrleitung ersetzt eine Spannmutter 17 geschraubt, die den Schieber 104
werden. in seiner längs der Führungsnut einstellbaren Lage
Die Vorrichtung kann aber auch eine intermittie- festhält. Der Kurbelzapfen 4 ist frei drehbar durch
rende Arbeitsweise aufweisen, d. h., der Behälter 1 das Traggestell 3 des Behälters 1 durchgeführt,
wird jeweils mit einer solchen Wasser- und Stoff- 60 Die mehrstufige Sortier- und Anreicherungsvorrich-
gemischmenge gefüllt, daß nach der Trennung des tung nach F i g. 8 besteht aus mehreren koaxial über-
Schwerstoffes vom Leichtstoff, d. h. wenn sich die einander angeordneten Behältern 1, die jeweils gleich
ganze Feststoffmenge im mittleren Bereich des Be- dem Behälter nach F i g. 1 und 2 ausgebildet und auf
hälterbodens 2 gesammelt hat, die Trennfläche zwi- einem gemeinsamen Traggestell 3 befestigt sind. Das
sehen der Schwerstoff- und Leichtstoff schicht etwa in 65 Traggestell 3 wird auch in diesem Ausführungsbeispiel
dieselbe Höhe der Ablauföffnung 214 zu liegen parallel zu sich selbst auf einer etwa waagerechten,
kommt. Der Leichtstoff wird dann durch die Öffnung kreisförmigen Bahn bewegt. Das zu trennende Fest-
214 und die angeschlossene Rohrleitung 14,114 ab- Stoffgemisch wird unter Wasserzusatz durch das Be-
schickungsrohr 15 und mit Hilfe des kegelförmigen
Leitbleches 16 in den obersten Behälter 1 eingeführt. Der Schwerstoff, der sich in der Mitte auf dem Boden 2
dieses Behälters sammelt, fällt durch die entsprechende Auslauf öffnung 10 auf das Leitblech 16 des darunterliegenden
Behälters, während die Leichtstofischicht, die sich über dem Schwerstoff bildet, durch das Auslaufrohr
14 aus der Vorrichtung abgeführt wird. Durch die Auslauf öffnung 10 des zweiten Behälters 1 fällt
der Schwerstoff auf das Leitblech 16 des dritten, untersten Behälters 1, und der Leichtstoff wird wieder
sowohl aus dem zweiten als auch aus dem dritten Behälter ausgeführt. Der Schwerstoff reichert sich infolgedessen
fortschreitend an, so daß der aus der Auslauf öffnung 10 des untersten Behälters austretende
Schwerstoff einen außerordentlichen hohen Reinheitsgrad aufweist. Die Schwerstoff-Auslauföffnungen 10
der verschiedenen Behälter 1 sind selbstverständlich in ihrem freien Durchflußquerschnitt getrennt voneinander
regelbar und einstellbar, wie z. B. für den unter- ao sten Behälter 1 dargestellt ist.
Eine fortschreitende Anreicherung des Schwerstoffes kann auch durch eine andersartige ähnliche Reihenschaltung
von zwei oder mehreren Behältern 1 nach F i g. 1 bzw. durch eine zyklische Zurückführung
in denselben Behälter des aus seiner Auslauföffnung 10 austretenden Schwerstoffes erzielt werden.
In F i g. 9 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der ein Behälter 1 bzw. ein Satz von zwei oder mehreren
übereinander angeordneten Behältern 1 mit Hilfe von Seilen 18 od. dgl. an einem Traggestell 19 aufgehängt
ist und z. B. mit Hilfe eines durch einen Motor 22 angetriebenen Kurbelgetriebes 20, 21 parallel zu
sich selbst auf einer kreisförmigen Bewegungsbahn schwingt. Der Zapfen 20 der Kurbelscheibe 21 kann
dabei direkt an dem schwingend gelagerten Behälter 1 angreifen.
Das Feststoffgemisch kann zusammen mit dem Wasser durch dasselbe Einlaufrohr 15 in den Behälter
eingeführt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Stoffgemisch vor dem Trenn- bzw. Anreicherungsvorgang
mit Wasser behandelt oder aufbereitet und z. B. unter Wasserzusatz gemahlen wird.
Es ist aber auch möglich, das Feststoffgemisch und das Wasser getrennt voneinander in den Behälter 1
einzuführen, z. B. das Wasser durch das Einlaufrohr 15 und das Feststoffgemisch mit Hilfe einer anderen
beliebigen Beschickungsvorrichtung, beispielsweise eines Stetigförderers, eines Kübel- bzw. Löffelkranes
od. dgl.
Die in sich geschlossene, etwa waagerechte Bewegungsbahn des Behälters 1 kann eine beliebige, von
der Kreisform abweichende, z. B. elliptische, ovale oder andere Form aufweisen. Die Form dieser Bewegungsbahn
kann auch so gewählt werden, daß in einem oder mehreren Punkten eine Geschwindigkeits-
und/oder Richtungsänderung der Behälterbewegung erfolgt bzw. der Behälter eine Erschütterung erfährt.
Die Rüttel- oder Schüttelbewegung des Behälters kann in vertikaler, waagerechter oder geneigter Richtung
erfolgen und kann z. B. dadurch erzielt werden, daß die Kurbelzapfen 4 ein gewisses radiales Spiel in den
betreffenden Lagern des Traggestells 3 aufweisen. In Verbindung mit seiner kreisenden, waagerechten Bewegung
kann der Behälter! auch eine auf und ab gehende Bewegung ausführen, d. h. in vertikaler Richtung
schwingen oder vibrieren. Diese vertikale Bewegung des Behälters kann z. B. dadurch erzielt werden,
daß die Achsen der Kurbelscheibenwellen 54 bzw. der Kurbelzapfen 4 etwas zu der lotrechten Linie geneigt
sind.
Die beschriebene Sortier- bzw. Anreicherungsvorrichtung kann nicht nur im Naßverfahren, sondern
auch im Trockenverfahren arbeiten, d. h., es ist möglich, die zu trennenden, pulverförmigen und/oder
körnigen Stoffe in trockenem bzw. feuchtem Zustand in den Behälter 1 ohne Wasserzusatz einzuführen.
Claims (9)
1. Sortiervorrichtung zur Trennung von pulverförmigen und/oder körnigen Feststoffgemischen,
insbesondere Mineralien, bei der ein Behälter mit flach zur Mitte hin geneigtem Boden parallel
zu sich selbst auf einer geschlossenen, waagerechten Bahn derart bewegt wird, daß sich das
darin vorzugsweise unter Wasserzusatz eingeführte Stoffgemisch in einer unteren Schwerstoffschicht
und einer überlagernden Leichtstoffschicht trennt, wobei mindestens eine in dem mittleren Bereich des Behälterbodens ausgesparte
Schwerstoff-Auslauföffnung und mindestens eine weitere, im Abstand über der Bodenfläche liegende
Leichtstoff-Auslauföffnung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtstoff-Auslauföffnung (214) ebenfalls im
mittleren Bereich des Behälters (1) in der Grenzfläche zwischen Schwerstoff- und Leichtstoffschicht
angeordnet und im oberen Teil des Behälters (1) ein flacher Verteilerkegel (16) vorgesehen
ist.
2. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtstoff-Auslauföffnung
(214) nach oben gerichtet und mit einer nach außen abwärts geneigten Abflußleitung
(14,114) verbunden ist.
3. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach oben oder
nach unten gerichtete Leichtstoff-Auslauföffnung (214) durch eine Rohrleitung (14,114) mit der
Saugseite einer Pumpe (P) für Feststoff-Flüssigkeit-Gemische verbunden ist.
4. Sortiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtstoff-Auslaufleitung
(14, 114) von unten durch die breitere Schwerstoff-Auslauföffnung (10) in
den Behälter (1) eingeführt ist.
5. Sortiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtstoff-Auslauföffnung
(14, 114) durch den Behälterboden (2) neben der Schwerstoff-Auslauföffnung (10) in den Behälter (1) eingeführt ist.
6. Sortiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtstoff-Auslaufleitung
(14, 114) durch bzw. über den seitlichen Mantel des Behälters (1) in diesen eingeführt ist.
7. Sortiermaschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
für die Bewegung des Behälters (1) auf der waagerechten, geschlossenen Bahn mit einem
Antrieb zur gleichzeitigen vertikalen Vibrier-, Rüttel- oder Schüttelbewegung bzw. für Geschwindigkeits-
und/oder Richtungsänderungen verbunden ist.
8. Sortiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7, bei dem der Behälter auf einem Trag-
gestell befestigt ist, daß die lotrechten Kurbelzapfen von mindestens zwei untereinander gekuppelten,
zur Drehung angetriebenen Kurbeln untereinander verbindet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurbelzapfen (4) auf in radialer Richtung in der betreffenden Kurbel (5) verstellbaren
und festsetzbaren Schiebern (104) befestigt sind.
9. Sortiervorrichtung nach den Ansprüchen 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durch-
10
flußquerschnitt der Schwerstoff-Auslauföffnung (10) durch auswechselbare Ausflußdüsen, verstellbare
Abschlußglieder (11) od. dgl. abänderbar und einstellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 86 528;
britische Patentschrift Nr. 111685; USA.-Patentschriften Nr. 1035 874, 1269198.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1225571X | 1964-01-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1225571B true DE1225571B (de) | 1966-09-29 |
Family
ID=11433749
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM63844A Pending DE1225571B (de) | 1964-01-21 | 1965-01-19 | Sortiervorrichtung zur Trennung von pulverfoermigen und/oder koernigen Feststoffgemischen, insbesondere Mineralien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1225571B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE86528C (de) * | ||||
| US1035874A (en) * | 1912-01-22 | 1912-08-20 | George M Gross | Ore-concentrator. |
| GB111685A (en) * | 1916-10-05 | 1917-12-05 | Washington Baker Vanderlip | Improvemenets in and relating to Ore Concentrating Machines. |
| US1269198A (en) * | 1916-09-07 | 1918-06-11 | Michaelsen Machinery Company | Mineral-concentrator. |
-
1965
- 1965-01-19 DE DEM63844A patent/DE1225571B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE86528C (de) * | ||||
| US1035874A (en) * | 1912-01-22 | 1912-08-20 | George M Gross | Ore-concentrator. |
| US1269198A (en) * | 1916-09-07 | 1918-06-11 | Michaelsen Machinery Company | Mineral-concentrator. |
| GB111685A (en) * | 1916-10-05 | 1917-12-05 | Washington Baker Vanderlip | Improvemenets in and relating to Ore Concentrating Machines. |
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