DE1225195B - Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkyl-hydrazonen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkyl-hydrazonenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
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Auslegetag:
C07d
C 07 c
Deutsche Kl.: 12 q - 24
N 21133IV b/12 q
30. Januar 1962
22. September 1966
30. Januar 1962
22. September 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkylhydrazonen der allgemeinen
Formel
Ri OR2
R — CH = N-N — CH-R3
in der R einen p-Nitrophenyl- oder 5-Nitro-2-furylrest.
Ri einen Alkyl-, Carbamylmethyl- oder Carbomethoxyäthylrest, R2 eine niedere Alkylgruppe und
R3 einen 5-Nitro-2-furyl-, p-Nitrophenyl- oder Phenylrest
bedeutet.
Es wurde gefunden, daß die Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel in überraschend
einfacher Weise dadurch erhalten werden, daß man mindestens 1 Mol eines Alkohols der allgemeinen
Formel R2OH entweder mit 2 Mol eines Aldehyds der allgemeinen Formel R — CH = O
und 1 Mol eines Hydrazins der allgemeinen Formel H2N — NH — Ri oder mit je 1 Mol eines Aldehyds
der allgemeinen Formel R3CH = O und eines Hydrazons der allgemeinen Formel
R — CH = N — NH — Ri
in Gegenwart einer Mineralsäure umsetzt bzw. die Umsetzung ohne Mineralsäure unter Verwendung
des entsprechenden Hydrazinderivats in der Form eines mineralsauren Salzes durchführt.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 089 771 ist es bekannt, daß man durch Umsetzung von 5-Nitrofurfurol
mit Methylhydrazin in Äthanol das 5-Nitrofurfurolmethylhydrazon erhält. Es war jedoch nicht
vorherzusehen, daß dieses Hydrazon durch den Zusatz von Mineralsäure und 1 Mol überschüssigem
Aldehyd mit dem Alkohol zu einem entsprechenden Alkoxyalkylhydrazon reagieren würde und daß diese
Reaktion sich auch für andere Substituenten R, Ri und R2 verallgemeinern lassen würde. Auch war es
überraschend, daß bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Alkohol im Gegensatz zu dem bekannten
Verfahren an der Reaktion teilnimmt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die entsprechenden Alkoxyalkyl-hydrazone, in denen
die Substituenten R und R3 den gleichen Rest darstellen, dann erhalten, wenn man pro Mol Hydrazin
2 Mol des Aldehyds einsetzt. Will man entsprechende asymmetrische Verbindungen herstellen, so geht man
zweckmäßigerweise von einem Hydrazon der allgemeinen Formel R — CH = N — NH — Ri aus
und kondensiert dieses mit dem Alkohol und 1 Mol
Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkylhydrazonen
Anmelder:
The Norwich Pharmacal Company,
Norwich, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
H. Chr. Beythan, Rechtsanwalt,
Mannheim-Waldhof, Sandhofer Str. 112-132
Als Erfinder benannt:
John Charles Howard, Augusta, Ga. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 22. März 1961 (97 442)
eines zweiten entsprechenden Aldehyds. Der Reaktionsverlauf wird durch das folgende Reaktionsschema veranschaulicht:
R-CH=O + H2N-NH + R2OH + O=CH-R3
Ri
R — CH = N — NH
Ri
Ri
OR2
R — CH = N-N — CH-R3
Ri
Für die Umsetzung werden die Reaktionskomponenten einfach zusammengegeben, und das Gemisch
wird bei Raumtemperatur stehengelassen; in einigen Fällen ist es zweckmäßig, die Reaktion durch kurzes
Erhitzen zu vervollständigen. Vorzugsweise löst man sowohl das Hydrazin als auch den Aldehyd in dem
entsprechenden Alkohol und vereinigt die beiden
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Losungen. Die für die Kondensation erforderliche Mineralsäure (z. B. Salzsäure) wird meist zu der
Lösung des Hydrazinderivats hinzugefügt bzw. man geht von dem entsprechenden Salz des Hydrazins
aus; die Säure kann aber auch in die entsprechende Lösung des Aldehyds oder in die Gesamtmischung
aller Reaktionskomponenten gegeben werden.
Die Verfahrensprodukte stellen gut kristallisierende Aldehydderivate dar, die sich zur Charakterisierung
der betreffenden Aldehyde eignen und deren Schmelzpunkte in einem für Identifizierungszwecke günstigen
Bereich liegen, d. h., er ist nicht zu hoch, so daß übermäßiges Erhitzen mit möglichen Zersetzungserscheinungen vermieden wird, und nicht zu niedrig,
so daß irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen bei der Aufbewahrung überflüssig sind. Außerdem sind sie
in den üblichen Lösungsmitteln bei Normaltemperatur verhältnismäßig unlöslich, jedoch bei erhöhter Temperatur
genügend löslich, so daß eine zur Analyse vorgesehene Probe leicht umkristallisiert werden kann.
Diejenigen Verfahrensprodukte, die 5-Nitro-2-furyl-
und bzw. oder p-Nitrophenylreste enthalten, besitzen chemotherapeutische Eigenschaften. Sie
sind gegen eine große Anzahl von Bakterien und Pilzen wirksam, z. B. gegen Escherichia coli, Salmonella
typhosa. Pasteurella multocida. Streptococcus pyogenes, Staphylococcus aureus, Candida
albicans, Microsporum canis, Nocardia asteroides, und sie können daher zur Behandlung lokaler Infektionskrankheiten
verwendet werden.
Besonders wertvolle Alkoxyalkyl-hydrazone sind solche, die einen 5-Nitro-2-furylrest enthalten. Sie
eignen sich auch zur Bekämpfung der durch Eimeria tenella und Syphacia obvelata hervorgerufenen Infektionskrankheiten.
Verabreicht man z. B. diese Verbindungen an mit Eimeria tenella infizierte Kücken in Mengen von 0,022 Gewichtsprozent mit
dem Futter, so treten die bei der Coccidiose üblichen Krankheits- und Todesfälle nicht auf. Mäuse, die
mit Syphacia obvelata, einem Madenwurm, der die Oxyuriasis der Mäuse verursacht und der ein ähnliches
Verhalten wie Enterobius vermicularis, der Erreger der menschlichen Oxyuriasis zeigt, infiziert
wurden, können durch orale Verabreichung von 50 bis 200 mg/kg dieser Substanzen völlig geheilt
werden.
Die Toxizität der Verbindungen ist verhältnismäßig niedrig; ihre Verträglichkeitsdosis liegt zwischen
400 und 2200 mg/kg Maus.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
5-Nitrofurfurol-N-(a-methoxy-5'-nitrofurfuryl)-methylhydrazon
O2N
CH3 OCH3 CH = N-N CH
NO2
Eine Lösung von 9,2 g (0,20 Mol) Methylhydrazin in 250 ecm Methanol wird unter Kühlung mit
15 ecm konzentrierter Salzsäure neutralisiert. Diese Lösung läßt man dann innerhalb einer halben Stunde
in eine Lösung von 70 g (0,50 Mol) 5-Nitrofurfurol in 500 ecm Methanol einlaufen und rührt das Gemisch
anschließend eine weitere halbe Stunde bei Raumtemperatur nach. Hierauf läßt man das Ganze
abkühlen, filtriert den gebildeten Niederschlag ab und wäscht ihn gut mit Methanol und Äther. Die
Ausbeute am Rohprodukt vom F. 125 bis 126°C beträgt 47 g (72% der Theorie). Nach der Umkristallisation
aus Methanol (36 ccm/g) schmilzt das 5 - Nitrofurfurol - N - (α - methoxy - 5' - nitrofurfuryl)-methylhydrazon
bei 130 bis 131° C.
5-Nitrofurfurol-N-(a-isopropoxy-5'-nitrofurfuryl)-methylhydrazon
O2N
. CH3 OCH(CHs)2
CH = N-N CH
NO2
Eine Lösung v^on 5,0 g (0,108 Mol) Methylhydrazin
in 100 ecm Isopropylalkohol wird unter Kühlung mit 9 ecm konzentrierter Salzsäure neutralisiert und
dann werden 20 ecm Wasser hinzugegeben, um eine klare Lösung zu erhalten. Diese wird unter Rühren
in eine Lösung von 45 g (0,32 Mol) 5-Nitrofurfurol in 700 ecm Isopropylalkohol und 10 Tropfen konzentrierter
Salzsäure eingetropft. Anschließend wird das Gemisch bei Raumtemperatur 30 Minuten gerührt
und dann abkühlen gelassen. Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert und mit 200 ecm kaltem
Isopropylalkohol gewaschen. Die Ausbeute an Rohprodukt vom F. 100 bis 1020C beträgt 32,7 g (86%
der Theorie). Nach der Umkristallisation aus 750 ecm Isopropylalkohol werden 28,5 g reines 5-Nitrofurfurol
-N- (α- isopropoxy- 5'-nitrofurfuryl)-methylhydrazon
vom F. 102 bis 1040C erhalten.
5-Nitrofurfurol-N-(a-äthoxy-5'-nitrofurfuryl)-carbamylmethylhydrazon
O2N
H2N-CO-CH2 OC2H5
CH = N-N
NO2
0.356 Mol Hydrazinoessigsäureamid. das frisch aus 50 g (0,356 Mol) Hydrazino-essigsäuremethylesterhydrochlorid
und 125 g konzentriertem Ammoniak hergestellt worden ist, werden mit 100 ecm Äthanol
versetzt und dann zu einer Lösung von 100 g (0,71.2 .Mol) 5-Nitrofurfurol in 300 ecm Äthanol und
50 Tropfen konzentrierter Salzsäure hinzugegeben, wobei eine orangefarbene Lösung mit einer geringen
Menge an unlöslichem Material, das man absaugt, erhalten wird. Aus dem Filtrat kristallisieren beim
Abkühlen gelbe Kristalle aus, die abfiltriert und gründlich mit Äthanol und hierauf mit Äther ge-
O2N
waschen werden. Die Ausbeute an Rohprodukt beträgt 43 g. Durch Umkristallisation aus 1300 ecm
Äthanol—Nitromethan (6 : 1) werden 32,5 g 5-Nitrofurfurol
- N - (α - äthoxy - 5' - nitrofurfuryl) - carbamylmethylhydrazon vom F. 184 bis 185°C erhalten. .
Extinktionskoeffizient Eil = 463 bei 3990Ä (in
10% Dimethylformamid).
IO 5-Nitrofurfurol-N-(a-methoxy-benzyl)-methylhydrazon
CH3 OCH3
CH = N — N
50,7 g (0,3 Mol) 5-Nitrofurfurol-methylhydrazon
(F. 143 bis 143,50C) werden auf einmal zu einem Gemisch aus 47.7 g (0.45 Mol) Benzaldehyd (frisch
destilliert, Kp.11-25 64 bis 75 0C), 750 ecm Methanol
und 1 Tropfen konzentrierter Salzsäure gegeben. Dann wird das Gemisch 30 Minuten im Wasserbad
bei 500C gerührt, bis alles in Lösung gegangen ist.
anschließend mit Tierkohle behandelt, filtriert und abkühlen gelassen. Die ausgefallenen gelben Kristalle
werden abgesaugt und mit geringen Mengen Methanol und Äther gewaschen. Die Ausbeute an Rohprodukt
beträgt 79 g (91% der Theorie). Durch Umkristallisation aus Methanol werden 63,4 g 5-Nitrofurfurol
- N - (α - methoxy - benzyl) - methylhydrazon vom F. 107,5 bis 108,50C erhalten.
Extinktionskoeffizient EJ *m = 493 bei 4200A (in
10% Dimethylformamid).
25
5-Nitrofurfurol-N-(a-methoxy-5'-nitrofurfuryl)-2-carbomethoxyäthylhydrazon
CH3OOC — CH2CH2 OCH3
NO2
12 g (0,078 Mol) 2-Hydrazino-propionsäuremethylester-hydrochlorid
werden in 200 ecm Methanol gelöst und mit einer Lösung von 30 g (0,21 Mol) 5-Nitrofurfurol
in 200 ecm Methanol versetzt. Nach einigen Minuten beginnt ein gelber Niederschlag
auszufallen. Man läßt das Gemisch 1 Stunde stehen, saugt dann den gebildeten Niederschlag ab, wäscht
diesen mit Methanol und Äther und trocknet ihn bei Raumtemperatur. Die Ausbeute an Rohprodukt
vom F. 125 bis 1300C beträgt 17 g (55% der Theorie). Durch Umkristallisation aus Methanol werden
15,4 g analysenreines 5-Nitrofurfurol-N-(a-methoxy-5'
- η itrofurfuryl) - 2- carbomethoxyäthylhydrazon vom F. 130 bis 131° C erhalten.
p-Nitrobenzaldehyd-N-(a-methoxy-p-nitrobenzyl)-methylhydrazon
O2N
CH3 OCH3 CH = N — N CH
NO2
23.65 g (0.157 Mol) p-Nitrobenzaldehyd werden in 200 ecm Methanol und 20 Tropfen konzentrierter
Salzsäure suspendiert. Dann wird in die Suspension eine Lösung von 3,44 g (0,0748 Mol) Methylhydrazin
in 50 ecm Methanol eingetropft und anschließend das Ganze 10 Minuten auf dem Dampfbad erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wird hierauf mit Tierkohle behandelt, abfiltriert und dann stehengelassen, wobei
sich nach einiger Zeit ein öl abscheidet. Das Gemisch wird nochmals mit etwas Methanol versetzt und abgekühlt.
Die erhaltenen gelben Kristalle werden abgesaugt und mit Methanol gewaschen. Die Ausbeute
an Rohprodukt beträgt 15,2 g (59% der Theorie). Durch Umkristallisation aus Methanol oder aus
einem Gemisch von Methanol—Benzol (3 : 1) werden
11,1 g p-Nitrobenzaldehyd-N-(a-methoxy-p-nitrobenzyl)-methylhydrazon
vom F. 120 bis 1210C erhalten.
Extinktionskoeffizient EJl = 630 bei 3690 Ä (in
10% Dimethylformamid).
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkylhydrazonen der allgemeinen FormelR — CH = N ■Ri-N-OR2
CH-R3in der R einen p-Nitrophenyl- oder 5-Nitro-2-furylrest, Ri einen Alkyl-, Carbamylmethyl- oder Carbomethoxyäthylrest. R2 eine niedereAlkylgruppe und R3 einen 5-Nitro-2-furyl-, p-Nitrophenyl- oder Phenylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens 1 Mol eines Alkohols der allgemeinen Formel R2OH entweder mit 2 Mol eines Aldehyds der allgemeinen Formel R — CH = O und 1 Mol eines Hydrazins der allgemeinen FormelH2N — NH — Ri
oder mit je 1 Mol eines Aldehyds der allgemeinenFormel R3CH = O und eines Hydrazons der allgemeinen Formel R — CH = N — NH — Ri in Gegenwart einer Mineralsäure umsetzt bzw. die Umsetzung ohne Mineralsäure unter Verwendung des entsprechenden Hydrazinderivats in der Form eines mineralsauren Salzes durchführt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 089 771.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1225195XA | 1961-03-22 | 1961-03-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1225195B true DE1225195B (de) | 1966-09-22 |
Family
ID=22403172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN21133A Pending DE1225195B (de) | 1961-03-22 | 1962-01-30 | Verfahren zur Herstellung von Alkoxyalkyl-hydrazonen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1225195B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089771B (de) * | 1958-06-24 | 1960-09-29 | Norwich Pharma Co | Verfahren zur Herstellung von coccidiostatisch wirksamen 5-Nitrofurfurol-N-acyl-alkylhydrazonen |
-
1962
- 1962-01-30 DE DEN21133A patent/DE1225195B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089771B (de) * | 1958-06-24 | 1960-09-29 | Norwich Pharma Co | Verfahren zur Herstellung von coccidiostatisch wirksamen 5-Nitrofurfurol-N-acyl-alkylhydrazonen |
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