DE1220435B - Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeurenInfo
- Publication number
- DE1220435B DE1220435B DEF43416A DEF0043416A DE1220435B DE 1220435 B DE1220435 B DE 1220435B DE F43416 A DEF43416 A DE F43416A DE F0043416 A DEF0043416 A DE F0043416A DE 1220435 B DE1220435 B DE 1220435B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- acid
- group
- radical
- general formula
- chloro
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D333/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
- C07D333/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
- C07D333/04—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom
- C07D333/06—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings not substituted on the ring sulphur atom with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring carbon atoms
- C07D333/14—Radicals substituted by singly bound hetero atoms other than halogen
- C07D333/20—Radicals substituted by singly bound hetero atoms other than halogen by nitrogen atoms
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D307/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
- C07D307/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
- C07D307/34—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D307/38—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with substituted hydrocarbon radicals attached to ring carbon atoms
- C07D307/52—Radicals substituted by nitrogen atoms not forming part of a nitro radical
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Furan Compounds (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
C07d
Deutsche Kl.: 12 q-6/04
Nummer: 1220435
Aktenzeichen: F 43416IV b/12 q
Anmeldetag: 11. Juli 1964
Auslegetag: 7. Juli 1966
4-Halogeno-5-sulfamyl-anthranüsäurederivate, die diuretische und saluretische Eigenschaften besitzen,
sind bereits bekannt (deutsche Patente 1 122 541 und 1 129 501). Innerhalb dieser Gruppe zeichnen
sich Verbindungen mit unsubstituierter Sulfonamidgruppe durch eine besonders hohe Aktivität aus.
Monosubstitution der Sulfonamidgruppe durch Alkylreste führt zu einem gewissen Wirkungsverlust.
Es wurde nun gefunden, daß die Substitution der Sulfonamidgruppe durch einen niedrigen Alkoxyrest
ebenfalls zu Verbindungen mit hoher saluretischer Wirksamkeit führt. Man erhält diese neuen 4-Halogen-5-alkoxysulfamyl-anthranilsäuren
der allgemeinen Formel I
R3O — HNO2S
COOH
worin R1 den Benzylrest, Furfurylrest [= Furyl-(2)-methyl-]
oder Thenylrest, R2 ein Wasserstoffatom oder, falls R1 für einen Benzylrest steht, ebenfalls
den Benzylrest, R3 einen niedrigmolekularen, gegebenenfalls verzweigten Alkylrest und X ein Chloroder
Bromatom bedeutet, indem man Verbindungen der allgemeinen Formel II
R3O — HNO2S
Hai
COY
II
in der Hai ein Halogenatom und Y eine Hydroxygruppe,
eine gegebenenfalls durch Alkyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppen mono- oder disubstituierte
Aminogruppe oder eine Alkoxy- bzw. Aralkoxygruppe mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet,
in an sich bekannter Weise mit Aminen der allgemeinen Formel III
R1
Η —Ν
III
in der R1 und R2 die vorstehend genannte Bedeutung
haben, umsetzt und sodann, wenn von einer Verbindung der allgemeinen Formel (II) ausgegangen
Verfahren zur Herstellung diuretisch und
saluretisch wirksamer Alkoxysulfamylanthranilsäuren
Anmelder:
vormals Meister Lucius & Brüning,
würde, in der Y eine Amino- oder Estergruppe der vorstehend genannten Bedeutung ist, die Carbonsäureestergruppe
oder die Carbonamidgruppe alkalisch verseift.
Als Amine kommen nach dem erfmdungsgemäßen Verfahren in Betracht: Benzylamin, Dibenzylamin,
Furfurylamin [= Furyl-(2)-methylamin] und Thenylamin [= Thienyl-(2)-amin bzw. = a-Aminomethylthiophen].
Als Benzoesäurederivate kommen beispielsweise in Frage: 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure,
2-Brom-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure,
2,4-Dichlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure, 2 - Fluor - 4 - chlor - 5 - äthoxysulfamyl - benzoesäure,
2,4-Dichlor-5-äthoxysulfamyl-benzoesäure, 2-Brom-4
- chlor - 5 - äthoxysulfamyl - benzoesäure, 3 - Fluor-(Chlor-,
Brom-) -4- chlor- 5 - propoxysulfamyl - benzoesäure, 2 - Fluor - (Chlor-, Brom-)-4-chlor-5-isopropoxysulfamyl
- benzoesäure, 3 - Fluor - (Chlor-, Brom-)-4 - chlor - 5 - butoxysulfamyl - benzoesäure, 3 - Fluor-(Chlor-,
Brom-)-4-chlor-5-isobutoxysulfamyl-benzoesäure, 3-Fluor-(Chlor-, Brom-)-4-chlor-5-sek.butoxysulfamyl
- benzoesäure, 3 - Fluor - (Chlor-, Brom-)-4-chlor-5-tert.butoxysulfamyl-benzoesäure
sowie die entsprechenden 4-Bromverbindungen.
Ebenso kann man von den diesen Benzoesäuren entsprechenden Estern ausgehen. Die Ester leiten
sich von aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Alkoholen mit höchstens 18 Kohlenstoffatomen
ab; als solche seien genannt: Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Iso-
609 588/410
butanol, n-Hexanol, Decylalkohol, Stearylalkohol, Alkylalkohol, Cyclohexylalkohol, Cyclopentylalkohol,
Benzylalkohol oder ß-Phenäthylalkohol. Vorzugsweise
werden Ester von niederen aliphatischen Alkoholen mit den genannten Benzoesäuren eingesetzt.
Desgleichen kann man von den den genannten Benzoesäuren entsprechenden Amiden ausgehen. Als
solche kommen beispielsweise Amide in Frage, die sich außer von Ammoniak von den nachstehend
genannten aliphatischen oder cycloaliphatischen Aminen ableiten: Methylamin, Äthylamin, Propylamin,
Isopropylamin, Butylamin, Isobutylamin, sek.-Butylamin, tert.-Butylamin, Amylamin, Hexylamin,
Benzylamin, Cyclohexylamin, Cyclopentylamin, Cycloheptylamin. Auch die den genannten primären
Aminen entsprechenden sekundären Amine wie Dimethylamin usw. kommen als Aminkomponente
der genannten Benzoesäuren in Frage. Weiterhin können auch von cyclischen sekundären Aminen
wie Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin, 4-Alkyl-piperazin
abgeleitete Benzoesäureamide als Ausgangsmaterial eingesetzt werden. Vorzugsweise werden
die Amide, die von Ammoniak oder primären aliphatischen Aminen abgeleitet sind, verwendet.
Zur Durchführung" ,des Verfahrens gemäß der Erfindung setzt man vorteilhaft das Amin im Überschuß
ein. So verwendet man beispielsweise auf 1 Äquivalent des Benzoesäurederivates der allgemeinen
Formel II, wie beispielsweise 2,4-Dichlor- oder 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure,
6 Äquivalente der Base. Γη diesem Fall bleibt das Reaktionsgemisch dünnflüssig, und es erübrigt
sich der Zusatz eines Lösungsmittels. Ferner erhöht der Basenüberschuß sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit
als auch die Ausbeute. In manchen Fällen, so z. B. bei der Verwendung des schwerer zugänglichen
2-Thenylamins, ist es zweckmäßig, den Aminüberschuß zu verringern und eine entsprechende
Menge einer tertiären organischen Base, wie Triäthylamin oder Pyridin und gegebenenfalls ein
indifferentes, mit Wasser mischbares, Lösungsmittel wie Glykolmonomethyläther oder Diäthylenglykoldimethyläther
zuzusetzen.
Die Umsetzung wird meist bei erhöhten Temperaturen durchgeführt, kann aber auch in einigen
Fällen bei Zimmertemperatur erfolgen. Vorzugsweise arbeitet man bei Temperaturen zwischen 60
und 1700C. Die untere Temperaturgrenze reicht aus, wenn das auszutauschende Halogenatom ein Fluoratom
darstellt, der basische Reaktionspartner ein primäres Amin ist und die Carboxylgruppe entweder
verestert oder amidiert vorliegt. Bei Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel II, in
der eine freie Carboxylgruppe vorliegt, wird eine um etwa 300C höhere Reaktionstemperatur benötigt,
'der Ersatz des auszutauschenden Fluoratoms durch ein Chloratom bedingt einer Erhöhung um
weitere 4O0C. Die obere Grenze der genannten Reaktionstemperaturspanne wird erforderlich, wenn
in dem Reaktionspartner der allgemeinen Formel II Y die Hydroxylgruppe bedeutet, das auszutauschende
Halogenatom ein Chloratom darstellt und Dibenzylamin die basische Komponente ist.
Zur Aufarbeitung wird das warme Reaktionsgemisch vorteilhaft in die zehn- bis zwanzigfache
Menge 10%ige Essigsäure eingetragen und das in der Regel amorph abgeschiedene Kondensationsprodukt z. B. durch Dekantieren abgetrennt. Zur
Reinigung löst man die Reaktionsprodukte mit freier Carboxylgruppe in warmer verdünnter Bicarbonätlösung
und fällt sie nach Entfärbung an Aktivkohle durch Zugabe von Eisessig wieder aus.
Zwischenprodukte mit veresterter Carboxylgruppe werden durch kurzes Erwärmen in Alkali- oder Erdalkalilaugen,
beispielsweise in überschüssiger 0,5 bis 2 η-Natronlauge oder Kalilauge, auf Temperaturen
zwischen 50 und 700C, solche mit amidierter Carboxylgruppe
durch 1- bis 2stündiges Erhitzen unter Rückfluß in Alkalilaugen, z. B. in überschüssiger
Natron- oder Kalilauge, verseift und die Verfahrensprodukte nach Entfärbung ihrer wäßrig-alkalischen
Lösung an Aktivkohle durch Eisessig ausgefällt. Die letzte Reinigung erfolgt vorteilhaft durch Umkristallisieren
aus 50- bis 70%igem Äthanol.
Die Darstellung der als Ausgangsmaterial eingesetzten Dihalogenverbindungen der allgemeinen Formel
II erfolgt nach an sich bekannten Verfahren. So setzt man z. B. vorteilhaft ein 2,4-Dihalogenbenzoesäure-5-sulfonsäurechlorid
mit mindestens 1 Äquivalent eines niedrigmolekularen O-Alkylhydroxylamins,
wie beispielsweise O-Methyl-, O-Äthyl-,
O-Propyl-, O-Isopropyl- oder O-Butylhydroxylamin
um, fällt die gebildete 2,4-Dihalogen-5-alkoxysulfamyl-benzoesäure
durch Eingießen der Reaktionslösung in verdünnte Salzsäure aus und reinigt sie durch Umkristallisieren aus Benzol, Benzol—Petroläther
oder Äthanol—Wasser. Gegebenenfalls werden sie nachfolgend über die mittels Thionylchlorid dargestellten
Carbonsäurechloride in üblicher Weise in die entsprechenden Carbonsäureester oder Carbonamide
umgewandelt. Die Ausgangsstoffe sind bisher nicht beschrieben.
Die Verfahrenserzeugnisse stellen neue Verbindungen dar und besitzen wertvolle therapeutische
Eigenschaften. Insbesondere sind sie als Diuretika und Saluretika geeignet.
Die Verfahrenserzeugnisse bewirken die vermehrte Ausscheidung von insbesondere Natrium- und Chlorionen
in annähernd äquivalentem Verhältnis, während die Kaliumausscheidung nur wenig erhöht
wird. Auf Grund dieser natriuretischen Wirkung verursachen die Verfahrenserzeugnisse weder eine
Acidose noch eine Alkalose des Zellgewebes und sind infolge ihrer gleichfalls guten Verträglichkeit
z. B. zur Oedemtherapie oder, in Kombination mit anderen hypotensiv wirksamen Verbindungen, z. B.
zur Dauertherapie des essentiellen Hypertonie geeignet.
In der nachstehenden Tabelle sind die im Versuch an der Ratte ermittelten diuretischen und saluretischen
Prüfungswerte der neuen Verbindung 4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure
(I) den entsprechenden pharmakologischen Daten des bekannten Produktes 6-Chlor-7-sulfamyl-3,4-dihydro-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxyd
(II) (Experientia, Bd. 14, S. 463 [1958]) gegenübergestellt:
Dosierung per os
Lipschitzwert
L
Lipschitzwert
L
TjU (Na)
Prüfungspräparat
50 mg/kg
3,6
2,5
2,5
II
50 mg/kg
1,7
1,5
1,5
Fortsetzung
Salurese
TjU(K) TIU[Cl)
TjU(K) TIU[Cl)
Prüfungspräparat
I II
I II
1,0
2,4
2,4
1,02
1,3
1,6
1,6
0,83
Zu der Tabelle seien folgende Erläuterungen gegeben: Im Lipschitzwert TjU wurde die Harnausscheidung
einer Kontrollgruppe von Ratten, denen vor Versuchsbeginn Harnstoff oral appliziert worden
war, mit der nach Applikation des zu testenden Stoffes (T) bewirkten Harnausscheidung in der Weise
in Beziehung gesetzt, daß aus den jeweiligen 5-Stunden-Werten (Kubikzentimeter) ein Quotient TjU gebildet
wurde.
Die Versuchsmethodik, mit der die in der Tabelle aufgeführten Vergleichswerte erhalten wurden, ist
ausführlich in der deutschen Patentschrift 1 129 501 beschrieben.
Die Verfahrensprodukte können sowohl oral als auch — in Form ihrer carbonsauren Salze — parenteral
appliziert werden.
. 4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-methoxysulfamylanthranilsäure
28,2 g 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure
(0,1 Mol) werden mit 58 g Furfurylamin (0,6 Mol) unter Rühren 2 Stunden auf 1000C erwärmt.
Die auf 6O0C abgekühlte Reaktionslösung trägt man unter Rühren in 11 10%ige Essigsäure
ein und saugt die kristalline Fällung ab. Das schwachgelbliche Rohprodukt wird in 400 ecm warme
0,5 n-Natriumbicarbonatlösung aufgenommen, die Lösung bei Raumtemperatur mit Kohle entfärbt
und mit Eisessig auf einen pH-Wert von 4,0 eingestellt. Nach kurzem Stehen bei Raumtemperatur
saugt man den Niederschlag ab, wäscht mit Wasser und kristallisiert aus Äthanol—Wasser um. Man
erhält 32,1 g 4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure als farblose Prismen vom
Schmp. 1880C (Zersetzung) [= 87%].
B e i s ρ i e 1 2
4-Brom-N-[2-furylmethyl]-5-methoxysulfamylanthranilsäure
32,7 g 2-Fluor-4-brom-methoxysulfamyl-benzoesäure
(0,1 Mol) werden mit 58 g Furfurylamin 2 Stunden auf 1100C erwärmt und das Kondensationsprodukt
wie im Beispiel 1 isoliert. Nach dem Umkristallisieren aus Äthanol—Wasser liegt der
Schmp. der 4-Brom-N-[2-furylmethyl]-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure bei 196 bis 1980C (Zer-Setzung).
Ausbeute 33,69 g (= 83%).
4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-äthoxysulfamylanthranilsäure
In analoger Weise erhält man aus 31,5 g 2,4-Dichlor-5-äthoxysulfamyUbenzoesäure
(0,1 Mol) und
65 58 g Furfurylamin durch 2stündiges Erwärmen auf 130°C 18 g 4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-äthoxysulfamyl-anthranilsäure
vom Schmp. 185 bis 186°C (Zersetzung) [= 48%].
4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-(n-propoxysulfamyl)-anthranilsäure
In analoger Weise erhält man aus 32,9 g 2,4-Dichlor-5-(n-propoxysulfamyi)-benzoesäure
(0,1 Mol) und 58 g Furfurylamin durch 2stündiges Erwärmen aufl30°C17,2g4-Chlor-N-[2-furylmethyl]-5-(n-propoxysulfamyl)-anthranilsäure
vom Schmp. 1820C (Zersetzung)
[= 44%].
Beispiel 5
4-Chlor-N-benzyl-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure
4-Chlor-N-benzyl-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure
28,3 g 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäureamid
(0,1 Mol) werden mit 65 g Benzylamin (0,6MoI) 2 Stunden unter Rühren auf 90°C erwärmt.
Man rührt dann die heiße Reaktionslösung in 1 1 10%ige Essigsäure ein und verseift das
kristallin abgeschiedene Kondensationsprodukt durch 2stündiges rückfüeßendes Erhitzen in 200 ecm
2 n-NaOH. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird die alkalische Lösung mit Aktivkohle
entfärbt, durch Zugabe von Eisessig auf pH 4,0 eingestellt und das kristallin abgeschiedene Endprodukt
aus Äthanol—Wasser umkristallisiert. Man erhält 19,7 g 4-Chlor-N-benzyl-5-methoxysulfamylanthranüsäure
vom Schmp.. 2070C (Zersetzung) [= 53%].
4-Chlor-N-[2-thenyl]-5-methoxysulfamylanthranilsäure
29,8 g 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäuremethylester
(0,1 Mol) und 22,6 g 2-Thenylamin (0,2 Mol) werden in 50 ecm Pyridin 2 Stunden unter
Rühren auf 8O0C erwärmt und die Reaktionslösung in 11 10%ige Essigsäure eingerührt. Die amorphe
Fällung trennt man dekantierend ab und löst sie bei 700C in 200 ecm In-NaOH. Nach 10 Minuten
kühlt man die Lösung auf Raumtemperatur ab, entfärbt sie mit Aktivkohle und stellt sie mit Eisessig
auf einen pH-Wert von 4,0 ein. Der kristalline Niederschlag wird aus Äthanol—Wasser umkristallisiert.
Man erhält 29,7 g 4-Chlor-N-[2-thenyl]-5-methoxysulfamyl-anthranilsäure als farblose Blättchen
vom Schmp. 1920C (Zersetzung) [= 79%].
B e i sp i el 7
4-Chlor-N-[dibenzyl]-5-metho"xysulfamylanthranilsäure
28,2 g 2-Fluor-4-chlor-5-methoxysulfamyl-benzoesäure
(0,1 Mol) werden in 100 ecm Dibenzylamin (0,5MoI) 2 Stunden unter Rühren auf 140°C erwärmt
und das Kondensationsprodukt wie im Beispiel 1 isoliert. Man erhält 32,75 g. 4-Chlor-N-[dibenzyl]
- 5 - methoxysulfamyl - anthranilsäure vom Schmp. 188°C (Zersetzung) [= 71%].
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von 4-Halogen-5-alkoxysulfamyl-anthranilsäuren der allgemeinen Formel IR3O — HNO2Sworin R1 den Benzylrest, Furfurylrest [= Furyl-(2)-methyl-] oder Thenylrest, R2 ein Wasserstoffatom oder, falls R1 für einen Benzylrest steht, ebenfalls den Benzylrest, R3 einen niedrigmolekularen, gegebenenfalls verzweigten Alkylrest und X ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel IIR3O — HNO2SIICOY2025in der Hai ein Halogenatom und Y eine Hydroxygruppe, eine gegebenenfalls durch Alkyl-, Aralkyl- oder Cycloalkylgruppen mono- oder disubstituierte Aminogruppe oder eine Alkoxy- bzw. Aralkoxygruppe mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, in an sich bekannter Weise mit Aminen der allgemeinen Formel IIIΗ —ΝR1R2IIIin der R1 und R2 die vorstehend genannte Bedeutung haben, umsetzt und sodann, wenn von einer Verbindung der allgemeinen Formel (II) ausgegangen wurde, in der Y eine Amino- oder Estergruppe der vorstehend genannten Bedeutung ist, die Carbonsäureestergruppe oder die Carboriamidgruppe alkalisch verseift.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1122541, 1129501.S09 588/410 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (13)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE666766D BE666766A (de) | 1964-07-11 | ||
| DEF43416A DE1220435B (de) | 1964-07-11 | 1964-07-11 | Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeuren |
| FI1596/65A FI43879B (de) | 1964-07-11 | 1965-07-06 | |
| NL656508664A NL139663B (nl) | 1964-07-11 | 1965-07-06 | Werkwijze voor het bereiden van een geneesmiddel met diurethische en salurethische eigenschappen, dat als werkzame verbinding een 4-halogeen-5-sulfamylantranilzuur bevat en werkwijze voor het bereiden van de daarvoor geschikte geneeskrachtige verbindingen. |
| US470231A US3351589A (en) | 1964-07-11 | 1965-07-07 | Process for the manufacture of diuretically and saluretically active alkoxysulfamyl-anthranilic acids and their salts |
| CH961865A CH467256A (de) | 1964-07-11 | 1965-07-08 | Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsäuren und ihrer Salze |
| BR171108/65A BR6571108D0 (pt) | 1964-07-11 | 1965-07-09 | Processo para preparacao de acidos alcoxi-sulfamil crutranilicos e dos seus sais |
| IL23924A IL23924A (en) | 1964-07-11 | 1965-07-09 | Diuretically and saluretically active alkoxysulfamyl-anthranilic acids and their salts and a method for the preparation thereof |
| AT625765A AT252905B (de) | 1964-07-11 | 1965-07-09 | Verfahren zur Herstellung von neuen 4-Halogen-5-alkoxysulfamyl-anthranilsäuren |
| DK352765AA DK109335C (da) | 1964-07-11 | 1965-07-09 | Fremgangsmåde til fremstilling af 4-halogen-N-(2-furylmethyl)-5-alkoxysulfamylanthranilsyrer eller salte deraf. |
| FR24301A FR1462997A (fr) | 1964-07-11 | 1965-07-12 | Nouveaux dérivés de l'acide anthranilique et leur préparation |
| GB29374/65A GB1108950A (en) | 1964-07-11 | 1965-07-12 | Alkoxysulphamyl-anthranilic acids and their manufacture and use |
| FR34379A FR4861M (de) | 1964-07-11 | 1965-10-09 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF43416A DE1220435B (de) | 1964-07-11 | 1964-07-11 | Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeuren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1220435B true DE1220435B (de) | 1966-07-07 |
Family
ID=7099544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF43416A Pending DE1220435B (de) | 1964-07-11 | 1964-07-11 | Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeuren |
Country Status (12)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3351589A (de) |
| AT (1) | AT252905B (de) |
| BE (1) | BE666766A (de) |
| BR (1) | BR6571108D0 (de) |
| CH (1) | CH467256A (de) |
| DE (1) | DE1220435B (de) |
| DK (1) | DK109335C (de) |
| FI (1) | FI43879B (de) |
| FR (1) | FR4861M (de) |
| GB (1) | GB1108950A (de) |
| IL (1) | IL23924A (de) |
| NL (1) | NL139663B (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2017070084A1 (en) * | 2015-10-19 | 2017-04-27 | Cardioxyl Pharmaceuticals, Inc. | N-hydroxylsulfonamide derivatives as nitroxyl donors |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122541B (de) * | 1959-12-28 | 1962-01-25 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Sulfamyl-anthranilsaeuren |
-
0
- BE BE666766D patent/BE666766A/xx unknown
-
1964
- 1964-07-11 DE DEF43416A patent/DE1220435B/de active Pending
-
1965
- 1965-07-06 NL NL656508664A patent/NL139663B/xx unknown
- 1965-07-06 FI FI1596/65A patent/FI43879B/fi active
- 1965-07-07 US US470231A patent/US3351589A/en not_active Expired - Lifetime
- 1965-07-08 CH CH961865A patent/CH467256A/de unknown
- 1965-07-09 IL IL23924A patent/IL23924A/en unknown
- 1965-07-09 BR BR171108/65A patent/BR6571108D0/pt unknown
- 1965-07-09 DK DK352765AA patent/DK109335C/da active
- 1965-07-09 AT AT625765A patent/AT252905B/de active
- 1965-07-12 GB GB29374/65A patent/GB1108950A/en not_active Expired
- 1965-10-09 FR FR34379A patent/FR4861M/fr not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1122541B (de) * | 1959-12-28 | 1962-01-25 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Sulfamyl-anthranilsaeuren |
| DE1129501B (de) * | 1959-12-28 | 1962-05-17 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Sulfamylanthranilsaeuren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL139663B (nl) | 1973-09-17 |
| US3351589A (en) | 1967-11-07 |
| DK109335C (da) | 1968-04-16 |
| NL6508664A (de) | 1966-01-12 |
| BE666766A (de) | |
| FR4861M (de) | 1967-02-27 |
| IL23924A (en) | 1969-01-29 |
| FI43879B (de) | 1971-03-31 |
| GB1108950A (en) | 1968-04-10 |
| AT252905B (de) | 1967-03-10 |
| BR6571108D0 (pt) | 1973-08-02 |
| CH467256A (de) | 1969-01-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1670849B2 (de) | Verfahren zur herstellung von 8-acylamino-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinen | |
| DE2012138C3 (de) | N{4-(ß-Pyrazin- 2-carboxyamido-äthyl)benzolsulphonyl] -N' - cycloalkylharnstoffe und diese enthaltende pharmazeutische Präparate | |
| DE1670536B2 (de) | Neue 2-Anilino-5-acylamino-pyrimidlne | |
| DE1695837A1 (de) | Di- und Triphenylpropylpiperazine und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| CH623307A5 (de) | ||
| DE1245357B (de) | Verfahren zur Herstellung von basischen AEthern von substituierten Hydroxybenzoesaeureamiden | |
| DE1251765B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen 5H - Dihydrothiopyrano [4 3 d] pynmidinen | |
| DE1220435B (de) | Verfahren zur Herstellung diuretisch und saluretisch wirksamer Alkoxysulfamyl-anthranilsaeuren | |
| DE1212984B (de) | Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Cumaronen | |
| DE2423725C2 (de) | 5-Phenyl-4-oxo-Delta 2,ALPHA-thiazolidinessigsäureester | |
| DE1939111B2 (de) | Derivate der n- eckige klammer auf 3-trifluormethylphenyl eckige klammer zu -anthranilsaeure, verfahren zu ihrer herstellung und pharmakologisch wirksrme zubereitungen derselben | |
| DE2442851A1 (de) | Basisch substituierte 3-sulfamoylbenzoesaeurederivate und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1518660A1 (de) | Verfahren zur Herstellung aminosubstituierter Dioxocyclobutene | |
| DE1035150B (de) | Verfahren zur Herstellung von N-monosubstituierten ª‡-(tert.-Aminoalkyl)-ª‡-phenyl-acetamiden | |
| DE1220434B (de) | Verfahren zur Herstellung von am kernstaendigen Stickstoffatom substituierten 2-Sulfamyl-4-trifluormethylanilin-Verbindungen | |
| DE1670143C3 (de) | ||
| DE1937629A1 (de) | Nitrofuryl-aminoalkoxy-pyrimidine | |
| AT362351B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen, hetero- cyclisch substituierten 5-sulfamoylbenzoe- saeurederivaten und ihren salzen | |
| DE2459394A1 (de) | Basisch substituierte benzol-1,3- disulfonamide und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1287584B (de) | Verfahren zur Herstellung von 2, 3-Dihydro-1, 4-benzoxazinderivaten | |
| AT203509B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten 3,5-Dioxo-tetrahydro-1,2,6-thiadiazin-1,1-dioxyden | |
| DE870272C (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiophenderivaten | |
| AT247352B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6,7,8-Tetrahydropyrido[4,3-d]pyrimidinen | |
| AT332864B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen diphenylmethoxyathylaminen und deren additionssalzen | |
| DE2011026C (de) | S-Carboxy-öJ-dimethoxy-1 -thiaisochroman-1,1-dioxide und Verfahren zu ihrer Herstellung |