DE1219362B - Zerfallgeschoss fuer UEbungspatronen - Google Patents
Zerfallgeschoss fuer UEbungspatronenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/067—Mounting or locking missiles in cartridge cases
-
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- F42B8/12—Projectiles or missiles
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. σ.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
F42b
1219 362
R39334Ic/72d
27. November 1964
16. Juni 1966
R39334Ic/72d
27. November 1964
16. Juni 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zerfallgeschoß für Übungspatronen für Handfeuer- oder Maschinenwaffen,
das aus einer bis zum Boden reichenden Kunststoff-Geschoßhülle besteht, die nach dem Einbringen
einer pulvrigen Schwerstoff-Füllung mittels eines Geschoßbodens verschlossen wird und an der
ein quer zur Geschoßachse versteiftes Führungsband ausgebildet ist.
Ein derartiges Zerfallgeschoß, das sowohl seiner äußeren Form als auch dem Gewicht nach einem
normalen scharfen Geschoß nachgeahmt ist, erfüllt im wesentlichen alle Bedingungen, die zur Sicherung
einer einwandfreien Waffenfunktion notwendig sind.
Den außerordentlich hohen mechanischen Beanspruchungen, insbesondere beim Laden und bei der
Schußentwicklung, könnte die an sich nachgiebige Geschoßhülle dadurch standhalten, daß sie vor allem
im Bereich der nach außen springenden Rippen des Führungsbandes, in welchem sie der Deformierung
am stärksten ausgesetzt ist, eine quer zur Geschoßachse angeordnete Versteifung aufweist.
Diesem Vorteil steht allerdings der Nachteil entgegen, daß durch die in der Geschoßhülle ausgebildete
Versteifung die Geschoßinnenform eine Unterbrechung erfährt, welche die Unterbringung eines
vorgepreßten und der Geschoßinnenform angepaßten, einstückigen Geschoßkernes unmöglich macht.
Damit jedoch bei einem solchen Übungsgeschoß ein dem scharfen Geschoß entsprechendes Gewicht
gewährleistet ist, müssen an Stelle eines Preßlings mehrere, mit jeweils der Innenform der GeschoßEülle
angepaßten Querschnitten hergestellt und einzeln eingesetzt werden, oder die Geschoßhülle wird mit einem
schüttfähigen Metallpulver gefüllt. Während im ersteren Falle das Herstellen und Laborieren mehrerer
Preßlinge pro Geschoß umständlich und zeitraubend sowie kostspielig ist, besteht bei einer durch Einschütten
von losem Eisenpulver gefüllten Geschoßhülle auf Grund der geringeren Dichte keine Gewähr
dafür, daß das angestrebte Geschoßgewicht erreicht ist. Auch durch nachträgliches Verdichten der Pulverfüllung
mittels eines Stempels oder durch Vibration läßt sich das Sollgewicht nicht erreichen, abgesehen
davon, daß das Einbringen und Verdichten der Füllung recht zeitraubend ist.
Die zu lösende Aufgabe besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden. Dies wird nach der Erfindung
dadurch erreicht, daß in die an sich nachgiebige Geschoßhülle im Bereich der dem Führungsband
entsprechenden Ringwulst ein ring- oder scheibenförmiges Versteifungselement eingesetzt ist. Dabei
kann erfindungsgemäß das Versteifungselement aus
Zerfallgeschoß für Ubungspatronen
Anmelder:
Rheinmetall G. m. b. H.,
Düsseldorf, Ulmenstr. 125
Düsseldorf, Ulmenstr. 125
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Raimund Germershausen,
Heinz Häp, Düsseldorf;
Wilhelm Binge, Wuppertal-Vohwinkel
einer sich an der Innenwand der Geschoßhülle abstützenden Scheibe oder auch aus einem Ring bestehen,
deren Stärke im wesentlichen der Breite der
ao Ringwulst entspricht.
Der entscheidende Vorteil eines einsetzbaren Versteifungselementes
besteht darin, daß dieses mit in die Geschoßfüllung derart einbezogen werden kann,
daß beide als Einheit in die Geschoßhülle einsetzbar sind. Auf diese Weise kann eine Komplettierung der
Füllung ohne Beteiligung der Geschoßhülle an anderer Stelle vorgenommen werden, wodurch nicht
nur eine wirtschaftliche Fertigung der Einzelteile, sondern auch eine zeit- und platzsparende Laborierung
dieser Teile zu einem Geschoß ermöglicht wird. Um sicher zu gehen, daß das als Scheibe ausgebildete
Versteifungselement beim Abschuß des Geschosses durch die eventuell nach hinten ausweichende
Masse der Schwerstoff-Füllung nicht beschädigt oder gar zerstört wird, schließt sich unmittelbar
an die Scheibe ein bis zum Geschoßboden reichender Puffer an, der vorteilhaft aus mehreren Filzscheiben
besteht.
Da das Gewicht des Zerfallgeschosses möglichst nah an das des scharfen Geschosses herankommen
oder besser diesem entsprechen soll, ist als Gewichtsausgleich für das spezifisch leichtere Scheibenpaket
am Ende desselben eine dünne Bleischeibe vorgesehen, die sich gegen die Zarge des Geschoßbodens
abstützt. An Stelle der Scheibe als Versteifungselement kann auch ein Ring Verwendung finden.
Dabei kann die Durchlaßöffnung zum Durchführen eines die Schwerstoff-Füllung enthaltenden Kunststoffbeutels
benutzt werden, der zu diesem Zweck im Bereich des Ringes eine Einschnürung aufweist, um
dann bis zum Geschoßboden wieder den vollen Querschnitt einzunehmen.
609 579/117
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung
zu entnehmen. So zeigt
Fig. 1 ein Zerfallgeschoß mit einer Pappscheibe als Versteifungselement und einem sich daran anschließenden
Scheibenpaket im Längsschnitt und
F i g. 2 ein Zerfallgeschoß mit einem Versteifungselement im Längsschnitt.
In der mit Sollbruchstellen 2 versehenen Geschoßhülle 1 befindet sich die pulvrige Schwerstoff-Geschoßfüllung
11, die von der Geschoßspitze bis in Höhe der dem Führungsband entsprechenden Ringwulst
3 reicht. Die Füllung kann lose eingeschüttet oder auch von einem schrumpffähigen Kunststoffbeutel
14 umschlossen in die Geschoßhülle 1 eingesetzt sein. An die Geschoßfüllung 11 schließt sich
eine Pappscheibe 16 an, die sich in Höhe der Ringwulst 3 an der Innenwand der Geschoßhülle 1 abstützt
und deren Stärke im wesentlichen der Breite der Ringwulst 3 entspricht. Nach der dem Geschoßboden
6 zugekehrten Seite liegt an der Pappscheibe 16 ein aus mehreren Lagen eines nachgiebigen Werkstoffes
bestehender Puffer 17 an. Vorteilhaft eignen sich Filzscheiben dazu. Damit können geringe axiale
Bewegungen der Geschoßfüllung, die durch das Beharrungsvermögen derselben beim Abschuß ausgelöst
werden, ohne Beschädigung der Pappscheibe 16 ausgeglichen werden.
Als Gewichtsausgleich für das spezifisch leichtere Scheibenpaket 16, 17 ist eine sich gegen den Bund
6 b des Geschoßbodens 6 abstützende dünne Bleischeibe 18 vorgesehen, die auf Grund ihrer geringen
Zusammenhangskraft die Gewähr für eine schnelle Zerlegung bietet.
Zwischen der Bleischeibe 18 und dem Geschoßboden 6 bleibt noch ein Hohlraum frei, der mit einem
erhärtbaren Stoff, z. B. mit Gießharz 19 ausgefüllt wird. Der Geschoßboden 6 kann in beliebiger Weise
vor dem Einsetzen in die Geschoßhülle 1 oder auch nachträglich über die Bohrung 20 mit der Gießharzfüllung
19 beschickt werden, wobei im ersteren Falle die Bohrung 20 zur Aufnahme des Gießharzüberschusses
Verwendung findet.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel eines Zerfallgeschosses besteht das Versteifungselement aus
einem Ring 21, der ebenso wie die Pappscheibe 16 in Höhe der Ringwulst 3 an der Innenwand der Geschoßhülle
1 anliegt. Der aus Pappe oder einem entsprechenden Kunststoff hergestellte Ring 21 kann aus
einem Stück oder auch aus mehreren Segmenten bestehen. Die Durchlaßöffnung des Ringes 21 bietet die
Möglichkeit zum Durchführen eines die Geschoßfüllung 11 enthaltenden Kunststoffbeutels 14, der im
Anschluß an den Ring 21 wieder seinen vollen Durchmesser bis zum Geschoßboden 6 einnimmt. Der Ring
21 liegt somit in einer Einschnürung des Beutels 14 eingebettet, wobei seine äußere Ringfläche mit dem
Mantel des Kunststoffbeutels 14 bündig verläuft. Das Aufschieben des Ringes 21 auf den Beutel 14 kann
erfolgen, solange dessen von der Einschnürung bis zum Boden reichendes Ende noch nicht gefüllt ist.
Der Ring 21 bildet mit dem gefüllten Beutel 14 eine unlösbare Einheit, die in die Geschoßhülle 1 einschiebbar
ist.
Andererseits kann der Ring 21 in die Einschnürung des gefüllten Beutels 14 eingesetzt werden, sofern
der Ring 21 aus einzelnen untereinander durch klammerartige Mittel verbundenen Segmenten besteht.
Der Vorteil.des Ringes21 besteht darin, daß die Schwerstoff-Geschoßfüllung 11 durch den Ring
bis an den Geschoßboden 6 fortgesetzt werden kann, wodurch außer der hervorragenden Versteifung
des Geschosses an der kritischen Stelle das Gewicht
ίο dieses Zerfallgeschosses weitgehend an das des scharfen
Geschosses angeglichen wird.
Claims (7)
1. Zerfallgeschoß für Ubungspatronen für Handfeuer- oder Maschinenwaffen, das aus einer
bis zum Boden reichenden Kunststoff-Geschoßhülle besteht, die nach dem Einbringen einer
pulvrigen Schwerstoff-Füllung mittels eines Geschoßbodens verschlossen wird, und an der ein
ao quer zur Geschoßachse versteiftes Führungsband ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in die an sich nachgiebige Geschoßhülle (1) im Bereich der dem Führungsband entsprechenden
Ringwulst (3) ein ring- oder scheibenförmiges Versteifungselement (16, 21) eingesetzt
ist.
2. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungselement aus
einer sich an der Innenwand der Geschoßhülle
(1) abstützenden Scheibe (16) besteht, deren Stärke im wesentlichen der Breite der Ringwulst
(3) entspricht.
3. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (16) zwisehen
der am vorderen Geschoßteil untergebrachten Geschoßfüllung (11) und einem eine geringe
axiale Verschiebung der Inneneinrichtung ausgleichenden·, aus1 Filizscheiben od. dgl. bestehenden
Puffer (17) angeordnet ist.
4. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als dem Geschoßboden
(6) zugekehrter Abschluß des Scheibenpaketes (16,17) eine dünne Bleischeibe (18) vorgesehen
ist, die sich gegen den Geschoßboden (6) abstützt.
5. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen der Bleischeibe
(18) und dem Geschoßboden (6) gebildete Hohlraum mit einem erhärtbaren Stoff, z. B. mit
einer Gießharzfüllung (19) versehen ist.
6. Zeriallgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungselement aus
einem sich an der Innenwand der Geschoßhülle (1) abstützenden einteiligen oder aus Segmenten
zusammengesetzten Ring (21) besteht, dessen Durchlaßöffnung die Einschnürung eines sich
nach dem Ring (21) wieder erweiternden, bis an den Geschoßboden (6) reichenden, die Geschoßfüllung
enthaltenden Kunststoffbeutels (14) bildet.
7. Zerfallgeschoß nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (21) und
der gefüllte Kunststoffbeutel (14) zu einer Einheit verbunden sind, die in die Geschoßhülle (1)
eingeführt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 579/117 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (9)
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