-
Abstandsring für auf dem Radkörper eines Zwillingsrades für Kraftfahrzeuge
fliegend angeordnete Felgen Die Erfindung bezieht sich auf einen Abstandsring für
auf dem Radkörper eines Zwillingsrades für Kraftfahrzeuge fliegend angeordnete Felgen.
Solche Abstandsringe dienen dazu, den richtigen axialen Abstand der die Fahrzeugreifen
tragenden Felgen sicherzustellen.
-
Bei einer bekannten Ausführungsform weist der Abstandsring aufwärts
gebogene Ränder, also im Axialschnitt das Profil eines breitgestellten
U auf. Der Nachteil dieser Bauart besteht darin, daß sich die Ränder des
Abstandsringes, auch- wenn dieser aus verhältnismäßig dickwandigem Material besteht,
bei auftretender Belastung in axialer Richtung verbiegen, so daß der richtige Felgenabstand
nicht gewahrt bleibt und sich die Felgen überdies in Umfangsrichtung gegenüber dem
Rad zu verstellen suchen.
-
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform ist der Abstandsring
an seinen Rändern gewellt ausgebildet, so daß diese Ränder (Stimkanten) längs wellenförmiger
Linien mit den Felgen zusammenwirken. Die Folge hiervon ist, daß sich der
Ab-
standsring in das Felgenmetall einarbeitet bzw. die Felgen beschädigt
und daß sich der Zusammenhalt von Felgen und Abstandsring lockert, so daß die Einhaltung
des richtigen Felgenabstandes beeinträcht2 tigt wird.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen, die Möglichkeit
zu schaffen, den Ab-
standsring aus dümem bzw. leichtem Material herzustellen,
und zwar bei Wahrung höherer Festigkeit und Stabilität als bei den bekannten Ausführungsformen.
Alle scharfen, das Metall angreifenden Ränder sollen vermieden und die Herstellungskosten
auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden.
-
Der nach der Erfindung ausgebildete Abstandsring zeichnet sich durch
die Vereinigung folgender Merkmale aus: a) Der zylindrische Mantel des Abstandsringes
ist längs seines Umfanges mit gleichmäßig verteilten, axial verlaufenden und radial
nach außen gedrückten Versteifungssicken versehen; b) die den Abstandsring
axial begrenzenden Stützflansche sind an ihrer radial äußeren Umfangsfläche, den
Wölbungen der Versteifungssicken folgend, wellenförmig gestaltet.
-
Ein besonderer'Vorieil des Abstandsringes gemäß der Erfindung wird
durch den wellenförinig gestalteten Verlauf der radial äußeren Umfangsfläche seiner
Stützflansche erzielt. Dadurch wird nämlich eine besonders günstige, weil große
Stützfläche bei einem Minimum an Materialaufwand geschaffen.
-
Weitere, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor. In der Beschreibung ist ein in der Zeichnung veranschaulichtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert.
-
F i g. 1 zeigt teilweise aufgebrochen und im Schnitt ein Zwillingsrad
für Kraftfahrzeuge mit darauf angeordneten Doppelfelgen, zwischen denen der
Ab-
standsring nach der Erfindung angeordnet ist; F i g. 2 zeigt in
größerem Maßstab und in Seitenansicht einen Teil des Abstandsringes nach Fig.
1;
F i g. 3 ist in größerem Maßstab der Schnitt nach der Linie
3-3 der F i g. 1;
F i g. 4 zeigt einen Teil des Abstandsringes
im Grundriß; F i g. 5 ist der Schnitt nach der Linie 5-5 der F i
g. 2, und F i g. 6 zeigt in Diagrammforin die Ergebnisse von Prüfungen,
die mit Abstandsringen der beiden bekannten Bauarten einerseits und einem Abstandsring
nach der Erfindung andererseits durchgeführt wurden.
-
Die in F i g. 1 veranschaulichte Rad- bzw. Felgenanordnung
10 besteht aus einem Rad 12, das eine Sitzfläche ' 14 für Felgen
16 und 18 hat. Die Felgen werden auf dieser Sitzfläche durch Montage-
bzw. Adaptdrtinge 20 bzw. 22 gehalten. Zwischen den Ringflanschen 24 bzw.
26 der Adapterringe 20, 22 befindet sich auf der Sitzfläche 14 ein Abstandsring
28. Die Felgen 16, 18 und der Abstandsring 28 sind
mit
dem Rad 12 in üblicher Weise durch auf der Zeichnung nicht dargestellte Muttern
und Klemmglieder fest verbunden.
-
Wie aus F i g. 2 bis 5 zu erkennen ist, besteht der
Abstrandsring28 im wesentlichen aus einem ge,-schlossenen Zylinder,'dessen zylindrischer
Mantel 30
mit Schiebesitz auf der Sitzfläche 1-4 des Rades sitzt. Der Mantel
30 weist eine Mehrzahl über seinen Umfang verteilter, radial nach außen gedrückter
Versteifungssicken 34 auf. Bei der dargestellten Ausführungsform sind diese Versteifungssicken
im wesentlichen axial gerichtet und erstrecken sich über die ganze Breite des Abstandsringes.
Die Sicken kön---nen aber auch im Winkel zu den Rändern bzw. Stützflanschen32 des
Abstandsringes verlaufen und brauchen nicht ununterbrochen #von dem' einen Stützflansch
des Ringes-bis. zum anderen Flansch durchzugehen. Es können auch an den beiden Flanschen
des Abstandsringes entweder einander gegenüberliegende oder versetzt zueinander
angeordnete, jedoch voneinander getrennte Versteifungssicken vorgesehen sein. Die
wellenförmig gestalteten Stützflansche des Abstandsringes weisen radial nach außen,
so daß der Abstandsring im Axialschnitt das Profil eines breitgestellten
U aufweist. Die Wellungen 36 der Stützflansche entsprechen derjenigen
des Ringmantels 30. Der Abstandsring bietet -somit den Ringflanschen
24, 26 der Adapterringe eine in Umfangsrichtung wellenartig geformte radiale
Stützfläche 38 beträchtlichen Ausmaßes dar.
-
Der Abstandsring 28 wird zweckmäßig aus einem Stück hergestellt,
und zwar derart, daß keine scharfen Kanten bzw. Ränder entstehen, die das reibungsfreie,
unbehinderte Montieren des Abstandsringes auf das Rad behindern oder hierbei die
Flansche 24, 26 der Adapterringe beschädigen könnten.
-
Der Abstandsring ist kräftiger und leichter als die Abstandsringe,
bekannter Baualt. Abstandsringe der beiden erwähnten bekannten Bauarten und solche
nach der Erfindung sind unter gleichen Bedingungen geprüft worden. Dabei wurden
die Änderungen des axialen Felgenabstandes in Abhängigkeit von dem Drehrnoment gemessen,
das auf die Mutter ausgeübt wurde, welche die aus den beiden Felgen und dem Abstandsring
bestehende Anordnung auf dem Rad sichert. Die Prüfergebnisse sind in'F i
g. 6 der Zeichnung veranschaulicht. Die Drehmomentwerte entsprechen jeweils
dem Durchschnitt von drei Meßwerten, die am Umfang des Rades abgenommen wurden.
Sobald ein Drehmomentwert von 1382,Okg-cm erreicht war, wurde die Anordnung -über
Nacht unverändert gelassen, um einen Gleichgewichtszustand zu erreichen.
-
Die Kurve 50 zeigt die Veränderung des Abstandes bei einem
bekannten im Profil U-förmigen Ab-
standsring, der aus 2,77
mm starkem Stahlblech bestand. Wie das Diagramm zeigt nimmt der Abstand zwischen
den Felgen bei zunehmendem Drehmoiüent rasch ab und hat sich bei Erreichen eines
Drehmomentwertes von 3109,5 kg -cm um 1,52 mm verringert. Der
Abstandsring wurde also entsprechend seitlich zusammengedrückt, und der genaue Abstand
ging verloren.
-
Die Kurve 52 zeigt die Abstandsänderung bei einem gewellten
Abstandsring der eingangs an zweiter *Stelle erwähnten bekannten Bauart, der aus
2,39 mm starkem Stahlblech bestand. Der Verlauf der Kurve 52 läßt
erkennen, daß der Abstand bis zu einem Drehmoment von 1382,Okg-cm ziemlich unverändert
bleibt. Erneute Messung nach einer Ruhepause von einer. Nacht, läßt -jedoch
erkennen, daß nicht nur der Abstand kleiner geworden ist, sondern auch das Drehmoment
auf etwa 1175,21 kg -cm gesunken war. Das ganze Aggegrat war also in sich
locker geworden. Wurde danach ein erhöhtes Drehmoment ausgeübt, so verringerte sich
der Abstand weiter, und zwar um etwa 0,51 mm bei einem Drehmoment
von 3109,5 kg -cm.
-
Die Kurve 54 schließlich zeigt das Verhalten des Abstandsringes nach
der Erfindung, der aus einem nur 1,98 mm dicken Stahlblech bestand. Es ist
zu erkennen, daß der aus dünnerem Blech hergestellte Abstandsring in seitlicher
Richtung eine größere Steifigkeit besitzt als die bekannten Ringe, wobei der axiale
Abstand zwischen den Felgen sich bei einem Drehmoment von 3109,5kg-cm nur um etwa
0,20 mm veränderte. Dieser sich in axialer Richtung nur geringfügig verformende
Abstandsring stellt daher einen großen Fortschritt dar. I